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Full text of "Regesta Historiae Westfaliae"

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1 



^p^.^try^-r ^^i-^''^'^- 




Äarbarli College ILibrarg 

KUOM 

DENMAN W. ROSS, 

OF CAMBRIDGE, 

Received löjanuary, 1888. 



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REGEST A J I ^^ 

H18T0RIAE WESTFALIAE. 

ACCEDIT 

CODEX DIPLOMATICUS. 



D i e 

Quellen der Geschichte Westfalens^ 

in chronologisch geordneten 

Nachweisungen und Auszügen, 

begleitet 

▼OQ einem 

ü r kundenbuche* 

M i t 

Unterstützung des Vereins für Geschichte und Alterthumskunde Westfalens und unter Mitwirkung einzelner 

Mitglieder desselben 

bearbeitet und herausgegeben 
▼ on 

Dr. Heinrich August Erhard, 

Köni{;lich - PreuMischeiD Arcfaivratb; RiUer des rothen Adler- Ordens 4. ~Kl.; Director de« Vereint für Geschichte und 
Altert htttnukunde Westfalens; der Königl. Prenst. Akademie der Wissenschaften bq Erfurth, der Westfalisdicn Gesellschaft 
für Taterla'odische Cultur su Minden, des Korddeutscben Apotheker -Vereins, des Thüringisch -Sächsischen Vereins fiir 
Erforschung des Taterliindiscben AUerthums und Erhaltung seiner Denkmaale, der Gesellschaft für Pommersche Geschichte 
und Alterthumskunde, des Vereins fiir Geschichte und Alterthumskunde au Wetslar, der Königl. Sächsischen Gesellschaft 
fiir Erforschung und Erhaltung vaterländischer Alterthümer tu Dresden, der Deutschen Gesellschaft für vaterl. Sprache und 
AUerfhümer au Leipxig, des Hennebergischen und des Vogtlandischen Alterthumsforschenden Vereins, des historischen 
Vereins für Miedersachsen tu Hanover, des Vereins. Tür Hessische Geschichte und Landeskunde tu Cassel, der Gesellschaft 
' lur Erforschung der vaterl. Denkmaale der Vorteil su Sinsheim, n. «. Ges. tbeils wirklichem, tbeik 

Ehrco- und correspond. Mitgiiede. 



Erster Band. 
Von den ältesten geschichtlichen Nachrichten «bis zum Jahre 1125. 

Mit Monogrammen- nnd Siegel- Abbildungen. 

/ 

Münster, 

gedruckt und in Commission bei Friedrich Regensberg. 

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Vorrede. 



JL'as Urkundenbach, dessen erster Theil, nach Beseiti^ng mannichfaltiger Hindernisse, nunmehr der ge- 
lehrten Weh übergeben wird, hat eine zweifache Bestinminng und theilt sich hiernach in zwei Sectionen. 
Es soll I. in Regesten, eine chronologisch geordnete Übersicht sämmtlicher auf die Geschichte Westfalens 
bezüglicher Urkunden und historischer Nachrichten, so weit die Kunde derselben zu erlangen war, und 
n. in einem Codex diplomaticus, eine Sammlung von Urkunden für die Geschichte Westfalens, nach 
planmässiger Auswahl, geben. 

Da die Regesten alle zu erlangende historische Nachrichten über Westfalen umfassen sollten, so 
mussten sie, hinsichtlich des Zeitumfanges, nothwendig mit dem ersten, in das nordwestliche Deutsch- 
land hereinfallenden historischen Lichtstrahle beginnen. Die Bearbeitung des hiernach sich ergebenden 
ältesten Theiles unserer Geschichte, von der Zeit Julius Gäsars bis zum historischen Auftreten der 
Franken und Sachsen (Nr. \ — 60. der Regesten), hat Herr Dr. Beckel besorgt, und zwar nach dem 
Grundsatze, zur Vermeidung aller snbjecüv- willkürlichen Deutungen, die betreffenden Stellen aus den 
Schriften der alten griechischen und lateinischen Geschichtschreiber, nach kurzer Innhaltsangabe, voll- 
ständig im Grundtexte mitzutheilen. Der Plan, nach welchem die Auswahl und Znsammenstellung gesche- 
hen ist, wird aus dieser selbst einleuchten; Erläuterungen und weitere Ausfuhrungen einzelner Gegenstände, 
für welche hier ohnehin der Raum nicht in Anspruch genommen werden durfte, sollen später in der Zeit- 
schrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde erscheinen. Der sorgfältige und umsichtige 
Fleiss, mit welchem dieser TheU der Arbeit ausgeführt wurde, der Werth und die Yerdienstlichkeit der- 
selben, werden ebenfalls dem Kenner sich von selbst darstellen, ohne dass es weiterer Andeutungen 
hierüber bedarf, für welche dieser Ort ohnehin nicht passen wurde. Mein Antheil an dieser Partie be- 
schränkt sich — einige unerhebUche Zusätze abgerechnet — auf das ganz äusserliche Geschäft, die Druck- 
einrichtung in Gleichförmigkeit mit dem übrigen TheUe der Regesten zu ordnen. 

Mit Nr. 64. der Regesten beginnt meine eigne Arbeit, zu welcher auch der ganze Codex diplomaticus 
gehört; und über diese glaube ich hier eine ausführliche Rechenschaft schuldig zu sein. 

Was zuerst die räumliche Ausdehnung des behandelten Landes betrifft, so ist der Begriff Westfalens, 
von der Zeit an, wo die festere Gestaltung der Geschichte auch eine bestimmtere geographische Begren- 
zung zulässt., in dem althistorischen Sinne genommen, nach welchem das Land dieses Namens die alten 
Diöcesen der Bisthümer Münster, Osnabrück, Minden, Paderborn, und den Westfälischen TheQ der Erz- 
bischöflich -Cölnischen Diöcese umfasst, womit, nach der jetzigen Landes-EintheUung, die drei Regierungs- 
bezirke der Preuseischen Provinz Westfalen, die Hanoversche Landdrostei Osnabrück, die jetzt Oldenbur- 
gischen TheUe des ehemaligen Münsterschen Niederstifts, der Hessische Antheil der Grafschaft Schauenburg, 

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rV Vorrede. 

und die Fürstenthümer Schauenburg, Lippe, Waldeck und Pyrmont im Ganzen übereinkommen; nur dass 
von den Preussischen Landestheilen die jetzt zur Provinz Westfalen gerechneten Kreise Siegen und Witt- 
genstein, als dem alten Westfalen nicht angehörig, ausgeschlossen blieben, und dagegen ein kleiner Theil 
der jetzigen Rheiuprovinz herübergezogen werden musste, wie denn schon in dem vorliegenden Theile 
dieses Werkes die Stifter Essen und Elten, als alte Pertinenzien Westfalens, in Berücksichtigung kamen. 
Ein Überschreiten dieser Grenzen, oder ein Schwanken iu Ansehung derselben, konnte bei dem Codex 
diplomaticus nicht leicht vorkommen, da jede Urkunde sich an eine bestimmt gegebene Persönlichkeit 
oder örtlichkeit anschliesst, über deren Stellung ein Zweifel nicht leicht aufkommen kann. Wohl aber 
ist ein solches Schwanken möglich in den Regesten, die — nach dem in den Brandenburgischen Regesten 
durch G. W. von Raumer gegebenen beifallswerthen Vorbilde — nicht bloss die eigentlichen Urkunden, 
sondern auch die historischen Nachrichten der Nekrologien, Annalen, Chroniken, Biographen und anderer 
den Begebenheiten möglichst nahe stehender Greschichtschreiber, überhaupt so viel als möglich aller 
historischen Quellenschriften , umfassen sollen. Die Besoi^iss eines Überschreitens der provinziellen Gren- 
zen lag hier um so näher, als Westfalen, besonders für die ältere Periode seiner Geschichte, nur wenig 
einheimische Geschichtschreiber, und auch diese — die späteren, für die ältere Zeit unzuverlässigen und 
unkritischen Chroniken abgerechnet — nur für einzelne hervorragende Persönlichkeiten, besondere Ereig- 
nisse und kürzere Perioden, besitzt; daher bei weitem die meisten historischen Nachrichten aus allgemei- 
neren Geschichtswerken entlehnt werden müssen, wo sie mit fremdartigen Gegenständen vielfach verwebt 
und oft nicht leicht von diesen zu sondern sind. Wenn es nun auch als Gesetz galt, das Übergreifen in 
aligemeine und auswärtige geschichtliche Verhältnisse mit möglichster Aufmerksamkeit zu vermeiden, 
so war doch, bei dem engen Zusammenhange der speciellen mit der allgemeinen Geschichte, welche so 
oft die Grundlage der ersteren ist und ihr Verständniss öfihet, eine scharfgezogene Grenzlinie nicht immer 
einzuhalten. Besonders aber schien eine Ausnahme in zwei vorzüglich wichtigen Perioden unerlässlich, 
nehmlich in der Zeit vom historischen Auftreten der Sachsen bis zum Ausgange der Sachsenkriege Karls 
des Grossen, und in der Zeit der Sachsenkriege Heinrichs IV. und V. im 44. und 42. Jahrhundert. In 
jener älteren Periode sind die Bewohner Westfalens an den bekannten Kriegsereignissen und den damals 
zusammengehörigen Begebenheiten meist nur in ihrem Zusammenhange mit dem Sächsischen Gesaromtvolke 
betheiligt, und eigenthümliche Nachrichten in Beziehung auf Westfalen überdies nur so sparsam vorhan- 
den, dass, getrennt von jenem Zasammenhange, die Geschichte Westfalens in lauter verbindungslose, 
kaum noch verständliche Bruchstücke zerfallen würde. Deshalb wurde für diese Zeit nicht sowohl die 
besondere Geschichte Westfalens, als die Geschichte des Sächsischen Volkes und Landes überhaupt ins 
Auge gefasst, und nur specielle Geschichten ausserwestfälischer Orte und Gegenden, die mit dem ge- 
schichüichen Ganzen oder den besonderen Angelegenheiten Westfalens iu keinem nothweudigen Zusam- 
menhange stehen, bei Seite gelassen. — In den Zeiten Heinrichs IV. und V. verhält es sich fast in 
ähnlicher Weise. An dem, wie im Allgemeinen, so auch für Westfalen insbesondere, höchst bedeutungs- 
vollen Kriege, war Westfalen örtlich zwar nur wenig betheiligt, und es sind uns überhaupt nur wenige 
speciell- westfälische Nachrichten aus dieser Zeit erhalten; aber Westfalen war so gut wie andere Länder 
in den Kreis der allgemeinen Ereignisse mit hineingezogen ; erst durch die Kenntniss der letzteren erhalten 
die sonst nur fragmentarischen Nachrichten über Westfalen Zusammenhang und Bedeutung; und eben so 
werden die wesentlichen, aber unmerklich ins Leben getretenen Veränderungen, welche die westfälischen 

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Vo^rrede. V 

Zustände im Verlaufe jener langwierigen Kriege erfuhren , nicht anders als durch die Erwägung der auf 
sie einwiricenden allgemeineren Ereignisse verständlich. Die Berücksichtigung der letzteren stellte sich 
daher als nothwendig dar; jedoch geschah sie mit strengster Auswahl, und mit Ausschliessung alles Au^ 
wärtig*Speciellen. — Ausser diesen beiden Perioden wurden sonst überall, wo nicht in einzelnen Fällen 
ein besonderer geschichtlicher Zusammenhang für eine Ausnahme sprach, die Grenzen Westfalens streng 
festgehalten. Die Erwähnung der auswärtigen Besitzungen Westfälischer Stifter und der auswärtigen Yer* 
hältnisse westfälischer Regenten ist als eine solche Ausnahme kaum zu betrachten, da diese Gegenstände 
eineü integrirenden Theil der Geschichte dieser, Westfalen angehöriger, Personen und Stiftungen ausma- 
chen, und somit in die Geschichte Westfalens, wenn diese nicht in wesentlichen Beziehungen lückenhaft 
bleiben soll, nothwendig gehören. — Was insbesondere das Yerhältniss zu Friesland betrifft, so lag grund- 
sätzlich die Geschichte Frieslands an sich — abgesehen von den dortigen Angelegenheiten des Bisthums 
Münster — nicht im Bereich unserer Aufgabe; sie wurde daher nur berücksichtigt in der Zeit der Pflan- 
zung des Christenthums, die ihren Weg über Friesland nach Westfalen nahm, und in der Zeit der Nor- 
mannenkriege, die Westfalen meist von Friesland aus berührten. 

Bei dieser Begrenzung nach aussen, wurde innerhalb der angenommenen Grenzen die möglichste 
Vollständigkeit der historischen Notizen erstrebt, und dabei, zur Vervollständigung der für Geschichte, 
Zeitrechnung und Urkundenkritik oft so wichtigen biographischen Notizen, auch nicht unterlassen, die 
Theilnahme westfälischer Bischöfe und Grafen an Reichs- und Kirchenversammlungen, ihre Anwesenheit 
als Zeugen bei fremden Urkunden, u. d. m. so weit die zugänglichen Quellen reichten, zu bemerken. 
Doch bescheide ich mich gern, in dieser Richtung von eigentlicher Vollständigkeit noch fern gebliebeir 
zu sein, da ich, auch bei dem lebhaftesten Bemühen, so viele der gedruckten Urkunden als möglich zu 
benutzen, mir doch nicht alle auswärtige Urkunden -Sammlungen zu verschaffen im Stande war, und noch 
weniger, in meiner beschränkten Lage, daran denken durfte,. Behufs der etwa noch ungedruckten Urkun- 
den, auswärtige Archive an Ort und Stelle zu benutzen. Nicht unterlassen kann ich, der Hilfe meines 
würdigen Freundes Mooyer, der mir (ausser den nachher zu erwähnenden Originalen und Kopien seiner 
Sammlung) eine Übersicht der älteren Minden sehen Urkunden, und seine Notizen über die Todestage der 
Westfälischen Bischöfe freundlich mittheilte, dankbar zu gedenken. 

In den Regesten wurde, seit dem Aufhören der altrömischen Literatur, der Kürze wegen, die wört- 
liche Mittheilung der betreffenden Stellen der Geschichtschreiber und Urkunden, wo sie nicht in einzelnen 
Fällen, besonderer Umstände wegen, rathsam schien, unterlassen, und nur der Innhalt summarisch, jedoch 
möglichst mit Berücksichtigung aller merkwürdigen Orts- und Personen -Namen, angegeben. — Unterge- 
schobene und verfälschte Urkunden und andere in die Geschichte eingedrungene, offenbar irrige Nach- 
richten, sind zwar nicht mit Stillschweigen übergangen, sondern in den Regesten, an den ihnen angeblich 
zukommenden Stellen angeführt, aber durch ein besonderes Zeichen (*) bemeridich gemacht worden. — 
Undatirte Urkunden und andere, ohne Zeitbestimmung gegebene Nachrichten, sind, so weit es möglich 
war, nach den Jahren, zwischen welche sie fallen, berechnet, und in der Zeitfolge da, wo sie frühestens 
hingehören können, eingefügt. Historische Nachrichten, die sich überhaupt nicht gut auf ein bestimmtes 
Jahr zurückführen liessen, oder für die es sonst an sichern chronologischen Daten fehlte (z. B. Reg. Nr. 
102, 454, 496, 520, 524, 687 u. a.), wurden dahin geordnet, wo sich ein passender sachlicher Anknü* 
pfungspunkt für sie fand. — Die im Codex diplomaticus abgedruckten Urkunden sind in den Regesten 

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VI Vorrede. 

mittels der eingeschlossenen römischen Zahlen angegeben. Zur Vermeidung unnöthiger Wiederholungen 
ist ihre Innhaltsanzeige in den Regesten kürzer gefasst, und im Cod. dipl. eine soldie gar nicht beigefügt^ 
'^eil die Regesten auch dafür genügen. 

Bei der Auswahl der Urkunden für den Codex diplomaticus kam nothwendig die Frage in Erwägung» 
wie es mit den früher schon gedruckten Urkunden zu halten sei. Dass der Wiederabdruck bereits 
irgendwo gedruckter Urkunden ganz unterlassen werden müsse, wird wohl jetzt überhaupt nicht mehr 
gefordert, und es ist die UnStatthaftigkeit des Verlangens, nur noch ungedruckte Urkunden neu zu publi- 
ciren, verschiedentlich sowohl grundsätzlich ausgesprochen, als thatsächlich in neueren Urkundenbüchern 
bewährter Meister dieses Faches, wie Hoefer, Lacomblet, u. A. zurückgewiesen worden, so dass ich 
mich dabei nicht weiter aufzuhalten brauche. An eine absolut vollständige Urkundensammlung konnte 
aber, aus nahe liegenden Gründen, auch nicht gedacht, und es sollte diese ja eben durch die Regesten 
einigermassen ersetzt werden. Es wurde daher versucht, zwischen einer Beschränkung auf noch unge- 
druckte, und einer Ausdehnung auf alle der Geschichte Westfalens angehörige Urkunden, einen ange- 
messenen Mittelweg einzuschlagen, und zu dem Ende der Grundsatz befolgt: 4) nur solche Urkunden im 
Abdrucke zu geben, die entweder im Originale, oder in guten archivalischen Abschriften vorlagen, und 
2) auch von diesen noch diejenigen auszuschliessen, welche in neueren, allgemein zugänglichen, planmässig 
und kritisch bearbeiteten Urkundensammlungen gedruckt sind. Als solche wurden die Urkundenbücher 
Ton Selber tz, Lacomblet und Hoefer anerkannt; auch schien es zweckmässig, die Zeitschrift fiir 
Archivkunde und die von unserm Verein herausgegebene Zeitschrift für vaterländische Geschichte und 
Alterthumskunde, vorbehaltlich besonderer Ausnahmen, hieher zu rechnen; endlich wurde von den, in 
der neuen Ausgabe von Mosers sämmtl. Werken, auf den Grund einer neuen Vergleichung, abgedruckten 
Osnabrückischen Urkunden, von denen ich schon vor dieser neuen Herausgabe gleichfalls Abschriften ge- 
nommen hatte, nur eine Auswahl der wichtiG;sten und fiir den Zusammenhang wünschenswerthesten voll- 
ständig aufgenommen. Die bei andern, besonders älteren Schriftstellern gedruckten Urkunden, blieben, 
theils wegen der planlosen und unkritischen Beschaffenheit und nicht selten (zumal bei Schaten und 
Falke) offenbaren Verfälschung vieler jener Abdrücke, theils wegen ihrer geringen Verbreitung ausser- 
halb Westfalens, nur dann vom Wiederabdruck ausgeschlossen, wenn keine handschriftliche Quelle fiir 
einen zuverlässigen Text aufzufinden war. Die MittheUung nach gedruckten Werken, in Ermangelung 
einer unmittelbaren handschriftlichen Quelle, unterblieb überall, weU die älteren in der Regel nicht Si- 
cherheit genug gewähren, die besseren unter jenen aber (z. B. Würdtwein), so wie die neueren, ge- 
nugsam verbreitet und zugänglich sind. Eine Auswahl der Urkunden nach ihrem Innhalt und ihrer rela- 
tiven Bedeutsamkeit, hat, bis zum Schlüsse des 42. Jahrhunderts, noch nicht statt gefunden, sondern es 
sind alle überhaupt noch auizufindenden Urkunden, unter den vorerwähnten äusseren Beschränkungen, 
aufgenommen worden. Später wird, bei der wachsenden Menge der Urkunden, allerdings auch eine Be- 
schränkung nach inneren Gründen erforderlich werden. — Die dem Abdrucke zum Grunde gelegten Ab- 
schriften sind, mit wenigen, ihres Orts anzugebenden Ausnahmen, alle von mir selbst gefertigt, und wer- 
den gesammelt in dem Königl. Provinzial- Archive zu Münster aufbewahrt Bei weitem die meisten sind 
den Originalen entnommen. Wo, in Ermangelung des Originals, ein Kopialbuch oder eine andere Abschrift 
benutzt werden musste, und wo das Original oder die an dessen Stelle benutzte Kopie nicht im hiesigen 
Königlichen Provinzial-Archive oder einem andern Königlichen Archive beruht, da ist die Quelle jedesmal 

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Vorrede. VI! 

angezeigt; der Mangel einer ausdrücklichen Angabe besagt also stillschweigend , dass die Urkunde dem 
Original entnommen ist, und dieses, oder die statt dessen benutzte Kopie, sich in einem Königlich -Preus* 
sischen Staats* Archive befindet. Beabsichtigt wurde die möglichste Correctheit und Übereinstimmung mit 
dem Originaltexte, selbst in formellen EigenthümKchkeiten; nur dass die Abkürzungen, so weit es mit 
Sicherheit zulässig war, aufgelöst, und alle Eigennamen mit grossen Anfangsbuchstaben geschrieben wur- 
den. Die sehr inconsequente Orthographie der Kopien wurde in der Regel nach der bekannten Schreib* 
weise gleichzeitiger Originale berichtigt; nur in einzelnen wenigen Fällen ist dies — weil meine Abschriften 
zum TheH, der Zeit nach, weit aus einander liegen — übersehen und die jüngere Schreibweise beibe- 
halten worden. Wo in den Originalen Majuskelschrift angewandt war, ist sie auch im Abdrucke wieder- 
gegeben. Die veriängerte Schrift der Monogramm* und Recognitionsformeln u. dgl. ist durch Cursiv er- 
setzt; im Eingange der Urkunden zeigen zwei senkrechte Striche an, wie weit in den Originalen die ver- 
längerte Schrift geht. Die in einigen Urkunden vorgefundenen tironischen Noten sind getreu nachgebildet. 
Die Absicht, dies auch mit den Chrismen zu thun, wurde, der Raum- und Kostenerspamiss wegen, bei 
der geringen Bedeutung dieser Zeichen, aufgegeben, und ist das lateinische Ghrismon durch C oder JC, 
je nachdem die eine oder die andere Grundform darin zu bemerken war, und das griechische Ghrismon 
durch XP angedeutet. Nicht unnütz schien es, den Monogrammen der Kaiser und Könige, die unter allen 
Gegenständen der Urkundenwissenschaft bisher am meisten vernachlässigt wurden, eine besondere Sorg- 
falt zuzuwenden; zur Schonung des Raumes sind indessen nur die ersten in den Text eingedruckt, eine 
Auswahl der folgenden ist besonders beigegeben. Die Siegel -Abbildungen beschränken sich — mit Über- 
gehung der kaiserlichen und sonstigen auswärtigen, von denen nur das noch ganz unbekannte Bleisiegel 
Otto's ni. seiner besondern Seltenheit wegen mitgetheilt ist — auf die Westfälischen, und es wird keine 
Missbilligung finden, dass auch zwei Siegel mitgetheilt wurden, die sich, beim Verlust der dazu gehörigen 
Urkunden, allein erhalten haben. 

Eine kritische Übersicht der bisherigen literarischen Quellen für die (xeschichte Westfalens behalte 
ich mir vor, später in der Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde zu geben. Da- 
gegen wird eine Nachweisung der zum Zwecke dieses Werkes benutzten Archive und Privatsammlungen 
hier am rechten Orte stehen. 

I. Das Königliche Geheime Staats- und Kabinets- Archiv zu Berlin enthält eine in ihrer Art einzige 
Auswahl der seltensten und merkwürdigsten Urkunden aus allen Preussischen Provinzen, worunter die 
Westfälischen keine der unbedeutendsten Stellen einnehmen. Die Benutzung der hieher gehörigen Urkunden 
war mir, bei eigner Anwesenheit in Berlin, im Sommer 4842, so wie eine kleine Nachlese im September 
1844 gestattet, und ich habe dabei die gefällige Förderung des Herrn Geheimen Archivraths Hoefer 
dankbar zu rühmen. 

II. Das Königliche Provinzial -Archiv zu Münster umfasst, wie leicht zu denken, bei weitem die 
meisten der archivalischen Schätze Westfalens. Mit wenigen Ausnahmen sind gegenwärtig in demselben 
die sämmtlichen Archive der verschiedenen, früher selbstständigen Staaten, aus welchen diese Provinz 
gebildet wurde, und ihrer in Domanialbesitz übergegangenen Stiftungen vereinigt, obgleich viel längere 
Zeit, als in den meisten der übrigen Provinzen, verfloss, bis diese Vereinigung vöUig zu Stande kam. 
Namentlich gehört hieher: 

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via Vorrede. 

1. Das Archiv des vormaligen Bisthums Münster, jetzt die früher getrennten Archive des Landes* 
lierm (das Landes -Archiv) und des Domkapitels, so wie der beiderseitigen Behörden, der einzelnen 
Ämter und sonstigen Besitzungen derselben, gemeinschafdich umfassend; nebst den Archiven der hieher 
gehörigen Medial- Stifter und Klöster, als der CoUegiatstifter im alten Dome, zu S. Mauritz, S. Ludgeri 
und S. Martini, der Klöster S. Marien (Überwasser), S. Ägidü u. a., und der Deutsch - Ordens -Commende 
S. Georg, zu Münster; des Collegiatstifts zu Beckum, und der Klöster Maria-Rosa zu Alen, Biumenthal zu 
Beckum, Freckenhorst, Gravenhorst, Hohenholte, Liesborn, Marienfeld, Notteln, Rengering und Vinnenberg« 
so vfie einem Theile des Archivs des ehemaligen Stifts Kappenberg, die kirchlichen Patronatrechte und 
etnzebe, nicht an die gegenwärtige Standesherrschaft übergegangene Besitzungen desselben betreffend. 

2. Das Archiv der Grafschaft Tecklenburg und des zu derselben gehörigen Klosters Leedeu. 

3. Die Archive des Ftirstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg uno jitcr dazu gehöri- 
gen Stifter und Klöster; namentlich das eigentliche Ravensbergische Urkunden- und Lehens -Archiv; die 
Archive des Domstifts, der Stifter S. Johannis, S. Marien, S. Martini und S. Mauritz und Simeon zu Min- 
den; S. Andreas zu Lübbecke; S. Marien zu Bielefeld; des Münster- Stifts, des Stifts auf dem Berge, des 
Stifts S. Johannis und Dionysii, und der Johanniter -Commende zu Herford; dann der Stifter Levern, 
Quemheim und SchUdesche. 

4. Die Archive der ehemaligen landesfürstlichen Behörden und des Domstifts zu Paderborn, so 
wie der dorthin gehörigen Stifter und Klöster Abdinghof, Bussdorf und Gokirchen zu Paderborn; Bödde- 
ken, Dalheim, Hardehauseu, Heerse, Helmershausen, Holthausen und Marienmünster; und der ehemaligen 
Herrschaft und nachherigen Jesuiten -Residenz Büren. 

5. Die Archive des ehemaligen Stifts Corvey und der davon abhängigen Stifter und Klöster Mars- 
berg, Kcmnade, Brenkhausen, Bursfeld und Schaken. 

6. Aus dem ehemaligen Cölnischen Herzogthum Westfalen: die Archive der früheren dortigen 
Landstände, der Stifter und Klöster Benninghausen, Bredelar, Brilon, Drolshagen, Eikeloh, Ewig, Galiläa, 
Gesike^ Glintfcld, Grafschaft, Himmelpforten, Meschede, Nazareth, Odacker, Olinghausen, Rumbeck, We- 
dinghausen, und der Deutsch -Ordens -Commende Mühlheim. 

7. Aus der Grafschaft Mark: der Überrest des ehemaligen landständischen Archivs, und die Archive 
der Stifter und Klöster Ciarenberg, Fröndenberg, Gevelsberg, Herdike, Kentrup, Marienborn, Rhynern, 
Scheda und Welver, so wie der Stifter und Klöster zu Dortmund, Soest und Lippstadt. 

Die eigentlichen landesherrlichen Archive des Herzogthums Westfalen und der Grafschaft Mark befin- 
den sich, in Verbindung mit den Archiven des Erzstifts Cöln und des Herzogthums Cleve, im Königlichen 
Provinzial- Archive zu Düsseldorf und sind aus diesem fiir das Lacomblet'schc Urkundenbuch zur Ge- 
schichte des Niederrheins benutzt worden, das sonach auch einen Theil wesentlich westfälischer Geschichts- 
quellcn in sich schliesst. Diese Überschreitung der provin?iellen Grenzen und TrennAig des Provinziell- 
Zusammengehörigen, ist freilich in mancher Hinsicht unangenehm; für die Wissenschaft im Ganzen geht 
indessen daraus kein Verlust hervor, indem das bedeutsamste urkundliche Material gleichzeitig — sei es 
nun hier oder dort — doch ans Licht gefördert wird und unsere Urkundeubücher sich gegenseitig er- 
gänzen« 

8. Aus dem Vest Recklinghausen ist sowohl das ehemalige Statthalterei - als das landständische 
Archiv seit kurzem in das Provinzial -Archiv übernommen« 

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VorreUe. IX 

Es bedarf nicht erst der Erinnerung, dass nicht alle die genannten, grossentheils erst in jüngerer Zeit 
beginnenden Archive, schon Materialien für die, in diesem und dem nächstfolgenden Bande des Urkunden- 
buchs bearbeitete frühere Periode liefern konnten. 

Ausser den zahlreichen Original -Urkunden lieferten die genannten Special -Archive dem Königlichen 
Proviiizial- Archive eine bedeutende Anzahl Kopialbücher und anderer alt-archivalischer Manuscripte, von 
denen die bemerkenswerthesten hier zu nennen sind. 

Das grosse Kopiarium (gewöhnlich, seiner Eintheilung wegen, Liber distinctionum genannt) des Dom- 
kapitels zu Münster, in zwei starken Pergament -Bänden im grössten Folio -Format, im 14. Jahrhun- 
dert begonnen, mit jüngeren Fortsetzungen und Nachträgen bis zum 46. Jahrhundert. Den einzelnen 
Abschriften fehlt jedoch, wie die Yergleichung mit noch vorhandenen Originalen gelehrt hat, nicht 
selten die nöthige Treue und Genauigkeit. 

Das sogenannte rothe Buch des Domkapitels zu Munster, oder nach seinem Urheber, Liber Rotgeri, 
auf Pergament zu Anfange des 44. Jahrhunderte geschrieben, enthält ein Verzeichniss der Güter, 
Gerechtsame und Statuten des Domkapitels und seiner einzelnen Dignitäten, Obedienzen und Officien, 
mit eingeschalteten Urkunden. 

Das Kopialbuch des Collegiatstifts im alten Dome zu Münster; Pergament- Handschrift, im 44. Jahrhundert 
angefangen und im 45. fortgesetzt, mit jüngeren Nachträgen. 

Das sogenannte rothe Buch (Liber rubeus) des Collegiatstifts S. Mauritz vor Münster, eine sehr reich- 
haltige Sammlung von Urkunden, Güterverzeichnissen u. d. m.; Perg.-Handschr. tun das Jahr 4492 
von Bernhard Tegeder, Scholaster des genannten Stifts, gefertigt. 

Überreste eines alten, im 44. Jahrhundert auf Pergament geschriebenen Kopialbuches des Ludgeri- Stifts 
zu Münster. 

Altes Kopialbuch des Martmi-Stifts zu Münster, aus dem 44. und 45. Jahrhundert; Pergament; — und 
ein neueres, im J. 4594 ausgefertigt, in 2 Bänden; Papier. 

Kopialbuch des Ägidii- Klosters zu Münster; Papier, in 2 Bänden, wovon der eine die Fundationen, 
Güter -Erwerbungen u. d., der andere die Bentverschreibungen enthält, im 47. Jahrhundert von dem 
Notarius Wilkinghof ausgefertigt. Der erste dieser beiden Bände wurde aus Nieserts Nachlasse 
wieder erworben. 

Kopialbuch der Deutsch- Ordens -Commende S. Georg zu Munster, in 3 Bänden auf Papier um das Jahr 
4733 geschrieben. 

Kopialbuch des Collegiatstifts zu Beckum, unter dem Titel: Liber reddituum, fundationnm, statutorum 
ecclesiae Bechcmensis; Perg. Handschr. aus dem 44. Jahrhundert. 

Kopialbuch des Klosters Freckenhorst; Papier -Handschr. des 45. u. 46. Jahrhunderts. 

Kopialbuch des Klosters Frenswegen in der Grafschaft Bentheim; Pap. Handschr. des 45. Jahrhunderts. 

Kopialbuch des Klosters Gravenhorst; Pap« Handschr. aus verschiedenen Zeiten, vom 45. bis zum 48. 
Jahrh. zusammengetragen. 

Vom Kloster Liesborn ist die älteste, schon im 42. Jahrhundert gefertigte Sammlung abschriftlicher Ur- 
kunden unter dem Titel : Liber quorundam privilegiorum etc. , eine schon an sich sehr ausgezeichnete 
Pergament -Handschrift, in das Königl. Geh. Staats- und Kab. -Archiv zu Berlin übergegangen. — 

b 

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Vorrede. 

Von den noch hier befindlichen Kopialbüchern dieses Klosters ist das älteste auf Papier im 45. Jahr- 
hundert, jedoch im Ganzen gut und richtig geschrieben; — ein jüngeres, ebenfalls Papier aus dem 
17. Jahrh. in 2 Bänden; — ein noch neueres, im J. 1777 von dem Fr. Placidus Chur gesammelt, 
wurde aus Kindlingers Nachlasse acquirirt. 

Ältestes Kopialbuch des Klosters Marienfeld; Perg. Handschr. in Quart-Format, angefangen im 14. Jahr- 
hundert und später fortgesetzt; von sehr reichem Innhalt, doch nicht selten fehlerhaft;, auch oft 
durch zu sehr gehäufte Abkürzungen unverständlich. 

Kopialbuch des Klosters Rengering; Pap. Handschr. im J. 1612 angef. mit späterer Fortsetzung. 

Kopialbuch des Klosters Vinnenberg; Pap. Handschr. aus verschiedenen Zeiten zusammengetragen. 

Drei dünne Kopiarien des Martini - Stifts zu Minden; Perg. Handschr. aus dem 15. u. 16. Jahrhundert. 

Kopialbuch des Stifts S. Mauritz und Simeon zu Minden; Perg. notariell aufgenommen und beglaubigt 
im J. 1532. 

Zwei dünne Kopiarien des Domstifts zu Paderborn, beide Perg., das eine aus dem 14., das andere aus 
dem 16. Jahrb., jenes jedoch mit jüngeren Nachträgen. 

Drei Kopiarien des Stiftes Bussdorf zu Paderborn, alle auf Papier; das älteste, von beträchtlicher Stärke, 
scheint noch im 14. Jahrhundert begonnen zu sein; die beiden andern sind aus jüngerer Zeit. 

Älteres Kopialbuch des Klosters Dalheim; Perg. notariell beglaubigt im J. 1480; — ein jüngeres, theils 
Perg. theils Pap. verschiedentlich zusammengetragen. 

Drei dünne Kopiarien des Klosters Marienmünster; alle Perg. und aus jüngerer Zeit. 

Evangelien -Buch des Stifts Corvey; Perg. Handschr. des 12. (theilweis vielleicht schon des 11.) Jahrh., 
in gross Oktav -Format. Voran geht ein langes Namens -Verzeichniss von Personen männlichen und 
weiblichen Geschlechts, die wahrscheinlich einer gewissen geistlichen Bruderschaft angehörten. Hin 
und wieder sind, auf ursprünglich leer gelassenen Blättern, Urkunden und andere historische Nach- 
richten aus verschiedenen Zeiten eingeschrieben. 

Bruderschafts -Buch und Rituale des Stiftes Corvey; Perg. Handschr. des 12. Jahrh. mit merkwürdigen 
Gemählden und andern Verzierungen. Das erstere gibt, nach einem genauen Verzeichnisse der Äbte 
von Corvey bis auf Wieb old, die Namen aller in der Bruderschaft des Stifts Verstorbenen, nach 
den einzelnen Klöstern und Stiftern, denen sie angehörten, geordnet, mit vielen jüngeren Nachträgen. 
Auf mehreren, ursprünglich leer gelassenen Blättern und Räumen, sind Urkunden, meist aus dem 
13. Jahrh., eingeschrieben. 

Das älteste eigentliche Kopialbuch des Stifts Corvey; Perg. Handschr. aus dem 15. Jahrh., sehr reich- 
haltig, lässt jedoch oft die wünschenswerthe Genauigkeit vermissen. — Aus neuerer Zeit ist eine be- 
trächtliche Reihe Corvey scher Kopialbücher vorhanden, die, bis auf die ersten Anfänge zurückge- 
führt, im 16. und 17. Jahrh. begonnen und bis in das 18. Jahrhundert herein fortgesetzt wurden, 
aber für die älteren Zeiten des kritischen Werthes entbehren. 

Kleines Kopiarium des Klosters Schaken; Pap. aus dem 15. Jahrh. 

Liber Privilegiorum Ecclcsiae Coloniensis. Ein Duplikat des unter dem Namen des Liber coriaceus be- 
kannten, im Königlichen Provinzial- Archive zu Düsseldorf befindlichen, grossen Kopialbuches des 
Erzstifts Cöln , dessen Westfälische Besitzungen mit umfassend ; Perg. Handschr. aus der Zeit des Erz- 
bischofs Friedrich von Saarwerden. — An dieses Buch schliessen sich die, mit Friedrich von 

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Vorrede. ' XI 

Saarwerden beginnenden, und bis in die neuere Zeit vorgesetzten, grossen Lehen- oder sogenann- 
ten Mannbücher. 

Kopialbuch des Klosters Bredelar; Pap. aus dem 15. Jahrh. und später. Viele der älteren lateinischen 
Urkunden sind hier ins Deutsche übersetzt, und dürfen nicht etwa für deutsche Originale , aus einer 
Zeit, wo diese noch höchst selten sind, gehalten werden. 

Kopialbuch des Klosters Wedinghausen ; Pap. 2 Bände, aus neuerer Zeit. 

Kopialbuch des Stifts S.. Patroklus zu Soest; Pap. 45. Jahrb.; — von einqm älteren, ebenfalls Papier, 
Fragmente. — Ein sehr gutes Kopialbuch dieses Stifts, Perg. 44. Jahrb., besass der verstorbene 
G. J. H. Gehrken zu Paderborn, und würde dessen Acquisition für das Provinzial- Archiv sehr 
wünscheuswerth sein. 

Kopialbuch des Barfüsser- Klosters zu Soest; Pap. 45. Jahrh. 

Nekrologium des Domstifts zu Münster (3 Exemplare, alle aus dem 46. Jahrb., jedoch aus älteren 
Nachrichten zusammengestellt); — des alten Domes; — ' des Stifts Überwasser, — des Klosters 
S. Ägidii (letzteres sehr dürftigen Innhalts), — und des Fraterhauses daselbst; — und des Collegiat- 
Stifts zu Beckum. — Das Nekrologium des Stifts S. Mauritz vor Münster befindet sich mit in dem 
oben angeführten, sogenannten rothen Buche desselben. 

Vitae SS. Willehadi, Ansgarii et Rimberti. Perg. Handschr. aus dem Ende des 44. oder Anfange des 
42. Jahrhunderts, in gross -Oktav -Format; ursprünglich Eigenthum des heil. Yicilinus, der sie dem 
Kloster Abdmghof zu Paderborn schenkte (vgl. Reg. Nr. 4440.); nach der Aufhebung dieses Klosters 
im Besitz des Domherrn Meyer zu Paderborn, pnd aus dessen Nachlasse für das Archiv acquirirt 
Unter andern Anhängen befindet sich dabei auch der Cölnische Landfriede von 4083 (Cod. dipl. 
Nr. CLXIU.). 

Endlich sind folgende Privatsammlungen jetzt dem Archive einverleibt: 

4. Die Kind ling er 'sehe Sammlung; die Frucht des bewundernswürdigen, lebenslänglichen Fleisses 
dieses thätigen Mannes. Sie bestand ursprünglich aus 202 Bänden, wozu noch 48 Folio- und 44 Quart- 
Bände sogenannter Codices kommen; in allem also aus 234 Bänden, wovon jedoch 24 Bände schon vor 
der Einverleibung in das Königliche Archiv abhanden gekommen sind. Der grössere Theil besteht in 
alten, von Kindlinger gesammelten, der kleinere aus den von ihm selbst gefertigten Abschriften und 
sonstigen Ausarbeitungen. 

2. Die Niesert'sche Sammlung. Zwar konnte von dem urkundlichen Nachlasse dieses mehr fleissi- 
gen als kritischen und geschmackvollen Sammlers nur ein Thcil, aber doch der grösste und im Ganzen 
wichtigste acquirirt werden. Ausser mehr als 400 Original -Urkunden und mehreren alten Kopialbüchem, 
welche an den betrefienden Orten im Archive selbst eingereihet wurden, sind die von ihm gesammelten 
oder selbst gefertigten Abschriften, mit andern nicht zu den eigentlichen Urkunden ge^jiörigen Schriftstücken 
und sonstigen historischen Nachrichten und Ausarbeitungen, in 64 Bände gesammelt, die theils von Niesert 
selbst, nach Analogie der Kindlinger'schen Sammlung, in der vorgefundenen Weise geordnet, theils erst 
nach dem Ankauf aus losen Papieren hergestellt wurden. In den von Niesert selbst angelegten Bänden 
sind noch manche Original -Urkunden befindlich, die ohne Zerstörung der Bände nicht daraus getrennt 

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XII Vorrede. 

werden konnten. Nicht nur an Umfange, sondern auch an Werth, steht übrigens diese Sammlung der 
Kindlinger sehen weit nach, weil sie vieles enthält, das erst aus dieser entlehnt ist 

3. Die Wilkens'sche Sammlung, (ausser mehreren, im Archive selbst an den gehörigen Orten unter- 
gebrachten Original -Urkunden) bestehend aus 44 Bänden von Wilkens selbst gefertigter Abschriften, 
und einer beinahe gleichen Anzahl von ihm gesammelter Papiere von nicht ausgezeichnetem Werthe. Auch 
jene Abschriften sind, theils wegen der schlechten und unleserhchen Handschrift, thcils weil ihre Quellen 
sich, mit wenigen Ausnahmen, schon im Archive befinden, die mindest brauchbaren, 

4. Die Meyer'sche Sammlung, bloss aus den eignen, mit vielen Urkundenabschriflen begleiteten, 
leider nicht zum Abschlüsse gefahrten Arbeiten des unvergesslichen Domherrn Meyer, über die Grafen 
von Arnsberg und Rittberg, die Grafschaft Pyrmont, die Herrschaft Büren, das Kloster Heerse, und andere 
Gegenstände der Westfälischen Geschichte, bestehend. 

HI. Das Königliche Provinzial -Archiv zu Magdeburg enthält einzelne urkundliche Materialien zur 
Geschichte Westfalens, besonders in Beziehung auf das mit Corvey verbundene ehemalige Stift Groningen 
im Halberstädtischen, das der Aufsicht des Erzbischofs von Magdeburg untergebene Stift Borghorst im 
Münster sehen, das mit dem Bisthum Münster in geschichtlicher Verbindung stehende Kloster Gerbstädt im 
Mannsfeldischcn , u. a., die mir, so weit sie für den vorliegenden Zweck dienlich und mir nicht aus frü- 
herer eigner Amtsthätigkeit schon bekannt waren, durch die Gefälligkeit des Herrn Archivars Stock zur 
Benutzung mitgetheilt wurden. 

IV. Von den standesherrlichen Archiven der Provinz Westfalen durfte ich benutzen: 

1. Das Fürstlich- Salm -Horstmar'sche Archiv zu Coesfeld, in welches die Archive der ehemaligen 
Klöster Asbeck, Borghorst, Langenhorst und Metein übergegangen sind, woraus die betreffenden Urkun- 
den bis zum Schlüsse des 42. Jahrhunderts, durch Vermittelung des zu früh verstorbenen Gymnasial- » 
Directors Sökeland, mir bereitwillig mitgetheilt wurden. 

2. Das Fürstlich -Bentheim-Tecklenburgische Archiv zu Rheda, hinsichtlich der demselben einver- 
leibten Archive der Klöster Clarholt und Herzbrock, aus denen ich einen Theil der älteren Urkunden 
durch gefällige Vermittelung des dortigen fürstlichen Archivars, Herrn Brand, erhielt. 

3. Das sehr reichhaltige und noch in grosser Vollständigkeit erhaltene Archiv des ehemaligen Stifts 
Kappenberg, zu welchem der Herr Graf von Kielmannsegge den Zutritt mir selbst eröffnet und mir 
die wissenschaftliche Bearbeitung desselben anvertraut hat. 

Zur Benutzung des Fürstlich Salm - Salm sehen Archivs ist, durch gütige Vermittelung des Fürstlichen 
Geheimen Raths und Kammer -Directors Herrn Sarazin, Aussicht vorhanden; für die ältere Periode, bis 
1200 einschliesslich, sind jedoch, eingezogenen Nachrichten tüx Folge, keine Urkunden in demselben 
vorhanden. 

V. Die städtischen Archive der Regierungsbezirke Münster und Arnsberg sind grösstentheils 
benutzt; doch gewährten, bis zuna Ausgange des 12. Jahrhunderts, nur die Archive von Soest, Lippstadt, 
Hamm und Coesfeld einige wenige Beiträge. Erst in den folgenden Jahrhunderten gewinnen die städti- 
schen Archive grössere Bedeutung. Selbst das übrigens so wichtige Archiv der ehemaligen Reichsstadt 
Dortmund hat, dem Vernehmen nach, keine über das 13. Jahrhundert zurückgehende Urkunde mehr auf- 

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Vorrede. XllI 

zuweisen. — Von den städtischen Archiven des Regierungsbezirks Minden ist zur Zeit nur das von Wie- 
denbrück mir seinem Innhalte nach bekannt geworden, die Benutzung aber für künftige Zelt vorbehalten. 

VI. Das Königlich -Hanover'sche Landdrostei- Archiv zu Osnabrück. Durch Vermittelung des Herrn 
Landdrosten Grafen von Wedell wurde mir von Seiten des Königlichen hohen Staats -Ministeriums zu 
Hanover die Erlaubniss zu Theil, jenes Archiv für den Zweck dieses Urkundenbuches an Ort und Stelle 
zu benutzen, welches im September 1843 geschah. Ich fand indessen in demselben nur die Archive des 
ehemaligen Dom- und Johannis- Stifts, so wie des Klosters Gertrudenberg, nicht aber die der ausserhalb 
der Stadt Osnabrück gelegenen Stifter und Klöster, welche, dem Vernehmen nach, sich noch bei den 
einzelnen Ämtern befinden, und da weder die mir ertheilte Erlaubniss auf letztere sich bezog, noch meine 
Zeit den Besuch derselben gestattete, so mussten diese leider von mir unbenutzt bleiben. Auch im 0&- 
nabrücker Archive selbst gingen die Original -Urkunden nicht über die Zeit Bischof BeAno's II. zurück; 
doch war meine Ausbeute, sowohl aus Originalen als aus Kopialbüchern, ziemlich bedeutend. Ich wusste 
damals noch nichts von der Absicht eines neuen berichtigten und vermehrten Abdrucks der bei Mosers 
Osnabr. Gesch. befindlichen Urkundensanunlung, in der neuen Ausgabe seiner sämmtlichen Werke, die 
später mich veranlasste, nur einen Theil meiner eignen Abschriften für den nochmaligen Abdruck auszu- 
wählen; indessen konnte ich doch zu manchen der vom V\^iederabdruck alisgeschlossenen, in meinen Re- 
gesten einige Berichtigungen liefern. 

VU. Von älteren handschriftlichen Werken, die nicht öffentlichen Archiven angehören, konnte ich 
benutzen : 

4. Die Hcnseler'scheu Manuscripte zu Osnabrück. Der Jesuit Henseler hatte die Absicht, in 
ähnlicher Weise wie sein Ordensgenosse Sc baten Paderbornische Aunalen lieferte, Osnabrügkische An- 
nalen auszuarbeiten, in denen die Geschichte des Bisthums Osnabrück zur Grundlage eines umfassenden 
Geschichtswerkes dienen sollte; er hat aber dazu nur CoUectaneen hinterlassen, die jedoch sehr voluminös 
und besonders reichhaltig an Urkundenabschriften sind, deren viele die später verloren gegangenen Ori- 
ginale ersetzen, und die, so viel sich in Ermangelung der Originale beurtheilen lässt, sich durch Treue 
empfehlen. Diese Manuscripte, welche für Mosers Osnabr. Gesch. hauptsächhch zur Grundlage dienten, 
und nun der BibKothek des Rafhsgymnasium zu Osnabrück angehören, befanden sich bei meiner dortigen 
Anwesenheit noch in den Händen des Herrn Bürgermeisters Dr. Stüve, von dessen Gefälligkeit ich die 
Benutzung derselben erlangte. 

2. Die Strunck'schen Notae criticae ad Schatenii annales. Strunck, ebenfalls Jesuit, spricht 
zwar dufch diesen Titel seines Geschichtswerkes nur die Absicht aus, Schatens bekannte Annalen zu 
berichtigen und zu vervollständigen; allein wie er überhaupt mehr historisch -kritische Bildung zeigt als 
Schaten, so hat er auch seinem Werke nicht geringen eigenthümlichen Werth gegeben und unter den 
ihm einverleibten zahlreichen Urkundenabschriften, manches schätzbare, im Originale verschwundene Denk- 
maal, vor gänzlichem Untergange gerettet Auf dieses, der Gymnasial-Bibliothekzu Paderborn angehörige 
Manuscript, durch den verstorbenen Geh. Justizrath Gehrken aufmerksam gemacht, erhielt ich es auch 
durch seine Vermittelung zur Benutzung. 

Vni. Mit dem in ihren Privatsammlungen befindlichen urkundlichen Material unterstützten mich 
vornehmlich: der schon genannte Geheime Justizrath Dr. Gehrken in Paderborn, und der, durch seme 

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XIV Vorrede. 

eignen flcissigen und mühsamen Arbeiten längst rühmlich bekannte Geschichtforscher Mooyer in Minden. 
Die Bereicherungen, welche das Urkundenbuch auf diesem Wege erhalten hat, werden sich aus diesem 
selbst ergeben, da die Besitzer der zum Grunde gelegten Originale oder abschriftlichen Quellen an den 
betreffenden Orten dankbar genannt sind. Die durch den. Tod des Erstcren jetzt ihres kundigen uud 
liberalen Besitzers beraubte Sammlung enthält auch fiir die folgenden Zeiten noch manches schätzbare, 
und es würde zu bedauern sein, wenn nicht durch Erwerb für das Königliche Provinzial- Archiv Westfa- 
lens, ihre würdige Aufbewahrung und Benutzung auch der Zukunft gesichert bliebe. — Auch dem Herrn 
Justiz -Commissar Weddige in Dülmen habe ich einige freundliche Mittheilungen zu danken. 

Schliesslich gebe ich nun noch ein alphabetisches Yerzeichniss der gedruckten Urkundensanunlungen 
oder mit Urkunden begleiteten Geschichtswerke, worin Urkunden, welche Westfalen unmittelbar oder 
mittelbar angehen, enthalten oder nachgewiesen, und welche für die Regesten benutzt sind. 

Bühiner (Joh. Fr.): Regesta chronologico - diplomatica Karoloruni. Die Urkunden Mimmtlicher Karolinger in kursen Aiusii- 

gen. Frkf. a. M. 1S33. 4. 
-^— -^-^ Regeata chronol. dipl. Regam atque Imperatoruoi Romanorum inde a Conrado I. usqoe ad Heinricom VII. Die 

Urkunden der Römischen Könige and Kaiser ?oa Conrad I. bis Heinrieb Vil. 911—1313. in kurzen Ausaiigen. 

Frkf a. M. 1831. 4. 
Boic hörst (Alb.): Vita S. Erphonis Mimigardefordensis aut Miotigernefordensis nunc Mouasteriensis Episcopi. Monast. 

Westpb. 1649. 4. 
Bojrsen (Fr. Eberh.): Allgemeines historisches Magasin. 1 — 6. Stück. Halle lt€7 — tO. 8. 
Codex Lauresharoeosis Abbatiae diplomaticus ez aevo mazime Carolingico. Tom. 1 — III. Manhem. 1768. 4. 
Chronicon Gottwicense, seu Annales liberi et ezempti Monasterii Gottwicensis Ord. S. Bened. inferioris Austriae etc. Tomus 

prodrornus, de Codicibus antiquis Mstis, de Imperatorum ac Regum Germaniae Diplomatibus etc. Tom. X — II. T|p. 

monaüt. Tegerosee 1732. fol. 
Dronke (F.rn. Fr. Joh.): Traditiones et Antiquitates Fuldenses. Fulda 1844. 4. 
Eccard (Jn. Geo.): Historia genealogica Princtpum Sazoniae superioris. Lips. 1722. fol. 
Emminghaus (Theod. Geo. Guil.): Memorabitia Susatensia. Jen. 1749. 4. 

Falke (Jo. Frid.): Codez Traditionum Corbejensium , notis crit. atque histor. etc. iilustratus. Lips. et Guclpherb. 17S2. fol. 
Förstemann (K. Ed.): Neue Mittbeilungen au« dem Gebiete historisch -antiquarischer Forschungen. 1 — 7. Band (jeder in 

4 H«lten). Halle 1834-^46. 8. 
Georgisch (Pet.): Regesta chronologico-diplomatica. Tom. I — III. et Indez. FrcF. et Lips. (deinde Hai.) 1740 — 44. fol. 
Grupen (C. V.): Origines et Antiquitates Hanoferenses , oder umstiindl. Abhandlung von dem Ursprung und den Alterthü- 

mern der Stadt Hanover. Gott. 1740. 4. 
Origines Pjrmontanae et Swalenbergicae, worinnen die AUerlhiimer von Pyrmont nnd der dortigen Gegend, 

auch des Pagi Wettago, ingleichen die Ankunft der Grafen von Schwalenberg u. s. w. erläutert werden. Gott. 1740. 4. 
— Origines Germaniae, oder das älteste Deutschland unter den Römern, Sachsen und Franken. 1 — 3. Tlieil. 



Lemgo 1764 — 68. 4. 

Gudenus (Val. Ferd. de): Codez diplomaticus ezhtbens Anecdota Jus Germanicum et S. R. I. Historiam illustrantia. Tom. 
I— -V. Goetling. (deinde Frcf. et Lips.) 1743 — 68. 4. 

Günther (Wilh): Codez diplomaticus Rheno-Mosriianus. Urkunden - Samrolong sur Geschichte der Rhein« and Mosel- 
lande etc. 1—5. Theil (davon der 3. in 2 Abth.). Cobl. 1822 — 26. 8. 

Haeberlin (Franc. Domin.): Analecta medii aevi ad illustranda Jura et Res Germanicas. Norimb. et Lips. 1764. 8. 

(Harenberg, J. C): Mooumenta historica adhuc inedita. Die aus sonst ungedruckten Schriften erläuterte Geschichte 
Teutschlands und der angrentenden Reiche. 1 — -2. Stück. Braunschw. 1758 — 59. 8. 

Heineccii (Jo. Mich.) Antiquitatum Guslariensium et vicinarum regiunum libri VI. Frcf. ad M. 1707. fol. — Bildet 

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Vorrede. XV 

auch einen Be$tandtheil der: Scriptores Remm Germanicaram Jo. Mich. Heineccii et Jo. Geo. Lenckfeldi, in aoum Volu- 
men eollecti. Frcf. ad M. ITOt. fol. 
Hempel (Poljc. Gtl.): InTentarium diplomaticum Historiae Saxoniae iDferioris etc., d. i. Verxeichnist derer Urkunden der 

Historie von Nieder -Sachsen und aller Chur- und Fürstl. Braunschw. Liineb. Staaten. 1 — 4. TbeÜ. Hanor. n. Lpa. 

1785—98. fol. 
Herrgott (Marquard): Genealogia diplgmatica augustae gentis Habsburgicae. Vol. I — Hl. aive Tom. I. et Tomi IL Pars 

I— U. Vienn. 17ST. fol. 
Hoefer (Lodw. Frz.): Aiuwahl der älteaten Urkunden deutscher Sprache im Königl. Geh. Staats- u.Kab.- Archiv su Berlin. 

Hamb. 1835. 4. 
Hontheim (Jo. Nie): Historia Trevirensis diplomatica et pragmatica. Tom. I — IIL Aug. Vindel. et Herbip. iT50. fol. 
Jung (Jo. Henr.): Historiae antiquissimae Comitatus Benlbemiensis libri III. Acced. Codex Diplomatüm et Documentorum. 

HanoT. et Osnabr. 1773. 4. 
Kindlinger (nach seinem Klostemamen Venantius, nach seinem später wieder angenommenen Taufnamen NicoUus): 

Münsterische Beiträge aur Geschichte Deutschlands , hauptsächlich Westfalens. 1 — 3. Band (der letxte in 2 Abtheilungen). 

Münster 1787 — 93. 8. 
Geschichte der Familie und Herrschaft von Volmestein. 1 — 2. Band. Osnabr. 18Ö1. 8. Als Fortsetzung d. 

vor. SU betrachten. 
— -^— - Geschichte der deutschen Hörigkeit, insbesondere der sogenannten Leibeigenschaft. Berl. 1819. 8. 



k rem er (Chph. Jac): Akademische Beiträge zur GÜlch- und Bergischen Geschichte. 1 — 2. Band.- Mannh« 1769 — 16. — 

3 B, herausg. v. And. Lamej. Ebd. 1781. 4. 

— Historisch - diplomatische Beiträge zur Gülch- und Bergischen Geschichte. Giessen 178T. 4. 

Krejrsig (Geo. Chph.): Beiträge zur Historie der Chur- und Fürstl. Sächsischen Lande. 1 — 4. TheH. Altenb. 1754 — 58. 

8. _ Vgl. bei Schöttgen. 
Kuchenbecker (Jo. Phil.).-^ AnalecU Hassiaca. Collectio I— XII. Marb. 1728 — 42. 8. 
Lacomblet (Tlieod. Jos.): Urkuodenhuch für die Geschichte des Niederrheins, oder des Ersstifts Cöln, der Fürstenthümer 

Jülich und Berg, Geldern, Meurs, Cleve und Mark, und der Reichsstifte Elten, Essen und Werden. 1 — 2. Band. 

Düsseldf. 1840—46. 4. 
Lamey (Andr.): Diplomatische Geschichte der alten Grafen von Ravensberg. Mannh. 1779. 4. 
Lappenberg (Ji»h. Mart.): Hamburgisches Urkundenbuch. 1. Band. Hamb. 1842. 4. 
Ledebur (Leop. v.): Allgemeines Archiv für die Geschichtskunde des Preussischea Staates. 1—18. Band. — Neues allg. 

Archiv u. s. w. 1—3. Band. Berl. 1830—36. 8. 
Leuckfeld (Joh. Geo.): Antiquitates Halberstadenses , oder historische Beschreibung des vormaligen Biscbofthums Halber- 
stadt und derer darinnen gelebten Bischöfe. WolAsnb. 1714. 4. 
Ladewig (Jo. Pet.): Reliquiae Manuscriptonim omnis aevt Diplomatüm ac Monumentorum ineditornm adh«c. Tom^ I— -XII. 

Frcf. et Lips. (postea Hai.) 1720—41. 8. 
Mabillon (Jo.): de Re diplomatica libri VI. Lnt. Paris. 1709. fol. 
Meibomius (Henr.): Rerum Germanicarum Tomi III. Heimst. 1688. fol. 
Mieris (Frans van): Groot Charterboek der Graaven van Holland, van Zeeland en Heeren van Vriesland. 1 — 4. Deel. 

Te Leiden 1753 — 56. fol. 
Miraei (Auberti) Opera diplomatica et historica. Tom. I — IV. Bruiell. 1723—48. fol. 
Monumenta Paderbornensia ex historia Romana, Francica, Saxonica eruta. (Auct. Ferdinande e L. B. de Fiirstenberg, 

Episc. Paderborn, et Monaster.). Lemgov. 1714. 4. 
Mosers (Justus) Osnabrückische Geschichte. 1—2. Theil. (3. Aufl.) Berlin 1819. — 3. Th. herausg. aus des Vfs. haod- 

schrim. Nachlasse. Ebd. 1824. 8. 
— ■ säromtliche Werke, neu geordnet und aus dem Nachlasse desselben gemehrt durch B. R. Abekea. 8. Theil 



(oder der Osnabr. Gesch. 4. Th. Urkunden). Berlin 1843. 8. 

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XVI Vorrede. 

Niese rt (J.): Beitrage su einem Müniterischen ürkuadenbucbe. 1. Band, 1 — 2. Abth. Miinst. lö..^. 4. 



Münsterische Urkunden - Sammlung. 1 — 7. Band. Coesf. 1826 — 37. 8. 



Origincs Guelßcae, quibus potentissimae gentis primordia, magnitudo variaque fortuna usque ad Ottonem primum BmnsTic. 

et Lüneburg, ducem deducuntur. Opus praeeunte Gdfr. Guil. Leibnitio, stiio Jo. Ge. Eccardi lit. consign., a Jo. 

Dan. Grube ro no?. probat, instr. etc. jam vero in lacem emissum ed. Chr. Lud. Scheidio. Tom. I— FV« HanoT. 

1750 --53. — Tom. V. ed. Jo. Heor. Jungio. 1780. fol. 
Pauli in i fChr. Franc): Historia nobilis secularisque virginum collegii Visbeccensis. FrcX. ad M. 1699. 4. 
Sand ho fr (Jo. Jtel.): Aotistitum Osnabrugcnsis Ecclesiae Res gestae, Origines et iDcremeota Coenobiorum dioecesis, «liaque 

memorabilia quae eam cootingunt. Pars I— II. Monast. 1785. 8. 
Scbannat (Jo. Frid.): Vinderoiae literariae, hoc est: veterum monumentorum ad Germaniam sacram praecipoe apectantium 

CoUectio I~U. Fuld. et Lips. 1723 --24. fol. 

Corpus Tradttionum Fuldensium ord. chronol. digestum. Lips. 1724. fol. 

-^— — Historia episcopatus Wormatiensts. Frcf. ad M. 1724. fol. 

Schalen (JHic*): Historia Westphaliae. — Annalium Paderbomensium Pars I — II. (Operum Tom. I— III.) Monast. 

Westph. 1774. fol. 
Seh ei dt (Chr. Ludw.}: historische und diplomatische Nachrichten von dem hoben und niedern Adel in Teutschland« Ha- 

noT. 1754. — Mantissa Documentorum etc. 1755. 4. 
Schoepfiin (Jo. Dan.): Alsatia diplomatica. Pars I — II. Manhem. 1772 — 75. fol. 
Schöttgen (Chr.). und Krejsig (Geo. Cbph.): Diplomatische und curieuse Nachlese der Historie Ton Ober-Sachaen und 

angrenzenden Ländern. 1 — 12. Theil. Dresd. 1730 — 33. 8. 

Diploroataria et Scrtptores Historiae Germanicae medii M?i, Acc. praef. Chr. Gtl. Buderi. Tom. 

I— m. Altenb. 1753 — 60. fol. 

Schultes (Job. Adf. ▼.) Historische Schriften und Sammlungen ungedruckter Urkunden zur Erläuterung der deutschen 
Geographie und Geschichte des mittlem Zeitalters. 1—2. Abth. Hildburgh. 1798 — 1801. 4. 

Schultes (Ludw. Aug.): Directorium diplomaticum oder chronologisch geordnete Aussüge von sämmtlichen über die G«* 
schichte Obersachseos vorhandenen Urkunden. 1 — 2. Band. Altenb. 1821 — 25. 4. 

Schumacher (C. W.): Vermischte Nachrichten und Anmerkungen aur Erläuterung und Ergänaung der Sächsischen Ge- 
schichte. 1 — 6. Sammlung. Eisenach 1766 — 72. 4. 

Scriptores Rerum Brunsviceosium illustrationi inservientes antiqui omnes etc. cura Gdfr. Guil« Leibnitii. Tom, I — 111. 
Hanov. 1707—11. fol. 

Rerum Germanicarum septentrionalium vicinorumque populorum diversi, stud. atque op. Erpoldi Lindenbro* 

gii* Frcf. 1609. foL 

• Rerum Germanicarum aliquot insignes etc. collectore Jo. Pistorio Nidano; nunc den. recogo. etc. cor. Bure. 



Gthf. StniTio. Tom. I— -IlL Ratisb. 1726. £oI. Enthält unter andern eine Sammlung Minden'acber Urkunden | deren 

Originale sich verloren haben. 
Setberts (Job. Suib.): Urkundenbuch sur Landes- und Rechtsgeschichte des Hertogtbums Westfalen. 1-^2. Band. 

Arnsb. 1839 — 43. 8. 
Spilcker (Burcb. Chr. ▼.): Beiträge zur älteren deutschen Geschichte. 1. Band. Geschichte der Grafen von Wölpe. — 

2. B. Gesch. d. Grafen ▼. Everstein. Arolsen 1827—33. 8. 
Steinen (Job. Dietr. ▼.): Kurze Beschreibung der hochadel. Gotteshäuser Cappenberg und Scheda^ wie auch des hochadel. 

Stifts Averndorp und des Klosters Wedinghausen ; als ein Beitrag der Westphäl. Geschichte. Dortm. 1741. 8. 

Westphälische Geschichte. 1—4. Theil. Lemgo 1755 — 60. 8. 

(Stiive, C): (Aeschichte der Stadt Osnabrück. 1—3. Theil. Osnabr, 1816—26. 8. 

TeschenmacberL (Wem.) ab Elverfeldt Anoales Cliviae, Juliae, Montium, Marcae Westphalicae, Ravensbergaef Geldriae 

et Zutphaniae; quos denuo edi curavit, Codice diplomatico etc. illustr. Just. Chph. Dithmarus. Frcf. et Lips. 1721. 



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Vorrede. XVll 

fol. — L' vielen Fehlern leidende Cod. dipl. ist sw«r das Werk des neuen Herausgebers, pflegt aber doch gewöbn- 

lich unter dem riamen Teschenmacbers, als 6ea Vfs. des Hauptwerkes, citirt zu werden. 

Treuer (Gtl. Sam.): Griindlicbe Geschlechts -Historie des bochadlichen Hauses der Herren von Münchbansen. Göttingen 

1T40. fol. 
Trofts (Ludw.): Wochenblatt sur genaueren Kunde der westphälisch -rheinischen Geschichte. Hamm 1824. — Westpbalia. 

Zeitschrift für Geschichte und Altertbumskunde Westphalens und Rheinlands. 2 — 3. Jahrgang (in Quartalheften). 

Ebd. 1825 — 26. 4. 
Urkuodenbuch der Stadt Lübeck; herausg. von dem Vereine für Lübeckische Geschichte. 1. Theil. Lübeck 1834. 4. 

Wedekind (Änt. Chr.): üoten zu einigen Geschichtschreibern des deutschen Mittelalters. 1 — 3. Band (oder 1 — 10. Heft). 

Hamb. 1821 — 3li. 8. 
Wenck (Helfr. Bernh.): Hessische Landesgeschichte. 1— -3. Band, jeder mit einem Urkundenbuche. Darmst. u. Giessen 

(nachher Frkf. u. Lpz.) 1783—1803. 4. 
Westphalia. S. Tross. 
Westphälische Provinzialblätter. Verhandlungen der Westphal. Gesellschaft Hir vaterländische Cultur. 1 — 3. Band (jeder in 

4 Hefteo). Minden 1828—46. 8. 
Wigand (Paul): Archiv für Geschichte und Altertbumskunde Westfalens. 1 — 8. Band (jeder in 4 Heften). Hamm (vom 

3. B. an Lemgo) 1826 — 38. 8. 

Das Fehmgericht Westfalens, aus den Quellen dargestellt und mit noch ungedmckten Urkunden erläutert. 

Hamm 1825. 8. 

Geschichte der gefursteten Reichs -Abtei Corvej und der Städte Corvej und Höxter. 1. Band (in 2 Abth.) 



Höxter 1819. 8. 
•— Der Corvej'sche Güterbesitz, aus den Quellen dargestellt, als Fortsetzung der Corvej'schen Geschichte 



Lemgo 1831. 8. 
Traditiones Corbejenses. Lpz. 1843. 8. 



Würdtitrein (Stepb. Alex.): Subsidia .diplomatica ad selecta Juris ecciesiastici Germaniae et Historiarum capita elucidanda 
ex originalibus aliisque autbeiiticis documentis congesta. Tom. I — XIII. Heidelb. (postea Frcf. et Lips.) 1772 — 80. 8. 

Nova Subsidia diplomatica etc. Tom. I— XIV. Heidelb. 1781—92. 8. 

Zeitschrift für Archivkunde, Diplomatik und Geschichte; herausg. von L. F. Hoefer, H. A. Erhard und F. L. B. v. Me« 
dem. 1 — 2. Band (jeder in 3 Heften). Hamb. 1833 — 37. 8. 

für vaterländische Geschichte und Altertbumskunde; herausg. von dem Verein für Geschichte und Alterthums- 

künde Westfalens, durch dessen Directoren J. Mejer und H. A. Erhard. 1 — 5. Band. — H. A. Erhard und F. J. 
Gehrken. 6—7. Band. — H. A. Erhard und G. J. Rosenkranz. 8—9. Band. Münster 1838—46. 8. 

Einige andere Schriften, welche zwar in unsern Zweck einschlagende Urkunden enthalten, aber für 
die älteste Periode unserer Geschichte noch nicht zu benutzen waren, sollen, zur Vervollständigung dieses 
Vei-zeichnisses, in der Folge namhaft gemacht werden. Einer ähnlichen Übersicht der in die ältere Ge- 
schichte Westfalens einschlagenden und für die Regesten benutzten Geschichtschreiber und anderer Hilfs- 
mittel wird es hier nicht bedürfen, da sie im Texte selbst deutlich genug bezeichnet sind, um ohne be- 
sondere Schwierigkeit oder Misverstand nachgeschlagen werden zu können, und eine besondere Abhand- 
lung über die literarischen Quellen der Geschichte Westfalens künftig in der zuletzt genannten Zeitschrift 
erscheinen soll. 



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XVIII Vorrede. 

Es war anfangs die Absicht, den ersten Band mit dem Jahre 4200 abznschliessen. Da jedoch die 
Regesten, auch bei möglichst ökonomischer Dmck-Einrichtong, mehr Raum erforderten, als man früher 
vermuthete, der Band also ein zu starkes Volumen erlangt haben würde, so schien es rathsam, den 
Stoff zu theilen, und bei 1125, als einem für die Geschichte Deutschlands wichtigen Zeitpunkte, vorläufig 
einen Abschnitt zu machen. Da das urkundliche Material bis 4200 vollständig bereit liegt, der Druck 
also nur eine kurze Unterbrechung erleidet, so wird es mehr zur Erleichterung als zur Erschwerung des 
Gebrauchs dienen, dass erst mit dem zweiten Bande ein möglichst vollständiges Register, den ganzen 
Zeitraum bis 1200 umfassend, geliefert werden soll. 

Münster. 

Dr. H. A. Erhard. 



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CODEX DIPLOMATICUS 



HISTORIAE WESTFALIAE. 



Urkundenbuch 



Geschichte W estfalens. 



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I. 

Hildigrimns omnipotentis Dei gratia episcopus, Reginberto preposito una cum reliqua congregalione in do- 
mino salutem. Serenam inprimis caritatem uestram non ignorare optamus, quomodo prosperitatis uestr^ 
securitatem semper Christi in gratia poUentem ouare desideramus. Deinde quod nostri iugiter in domino 

memoriam habeatis tarn ris excessibus uel infinnStatibus, quam etiam pro communibus 

omnium nostronim necessitatibus siue utOitatibtis, obnixe precamnr. Proinde nuncium nostrum modo cum 
Oddone ad palatium ire sciatis propter ammonitionem negotii nostri, pro cuius legatione mcnüonem uestram 
coram sancto patrono nostro cotidie fieri modis onmibus persuademus, quatinus per Dei misericordiam 
quandoque bonitas illius in hoc negotio nostro preualere mereatur in firmitate. Snbinde mandamus pre- 
posito et Omnibus of&cialibus nostris, ui unusquisque suum ministerium ad communem fratrum utUilatem 
quasi coram Deo honeste procuret Nee fratribus aliopiid ex suis necessariis uel etiam in uinali propina- 
tione inrationabiliter subtrabatur, sed omnia metisurate fiant. Nam Deo fauente nobis aduenientibus mini- 
steria uestra et cmictas utilitates uestras uobiscum ratiouabiliter ordinäre et utiliter constituere speramus. 
Quod tamen quando fieri ualeat, redeunte prefato nuncio uobis renunciare curamus. Propterea aedificio 
turris sine intermissione insistere iubemus, quatinus Deo uolente cum aliis beneficiis hoc etiam nostris tem* 
poribus perficiatnr. Yalete semper herum memores IN Christo Jhesu. 

Auswendig: Ragenberto ppos. 



II. 

i In nomine DOMINI DEI ET SALVATORIS NOSTRI JHV XPI. HLVDOWICVS DIVINA ORDINANTE 
PROVIOENTIA IMPERATOR AVGVSTVS. Si sacerdotum ac seruorum Dei petitiones, quas nobis pro suis 
necessitatibus innotnerint, ad effectum perducimus, Non solum imperialem exercemus consuetudinem, uerum 
etiam ad beate retributionis mercedem talia nobis facta profutura confidimus. Quapropter notum sit omnium 
fidelium nostrorum solertiae presentium scilicet et futurorum, quia uir uenerabilis Castus abba ecclesie 
quae vocatur Fiscbechi cum subiectis aecclesiis in eodem pago Leriga et cum decima de silna ammeri et 
ponte bürg, et ceteris ecclesiis in Hesiga et Fenkiga, excepta una ecciesia inSaxIinga, quam concessimus 
ad porroechiam sancti Pauli reuerti ad locum qui uocatur Mimigemaford, ubi Gerfridus episcopus preesse 
uidetur, Ueniens ad nos petiit celsitudinem nostram, ut ipsum sanctum locum pro mercedis nostre augmen* 
to sub nostra defensione et emunitatis tuitione reciperemus. Cuius petitioni pro diuino amore adsensimus, 
et ita in omnibus, quia iuste et rationabiliter petiit, per hanc nostram auctoritatem confirmare studuimtis, 
Praecipientes ergo iubemus, ut nuUus iudex publicus neque quislibet ex iudiciaria potestate, seu aliquis 

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4 , 821 — 832. 

ex fidclibus sanctae Dei ecclesiae ac nostris, in ecclesias aut loca uel agros seu reliquas possessiones, 
quas moderno tempore iuste et rationabilit-er possidere uidetor, in quibuslibet pagis et territoriis sitas, uel 
quicquid etiam deinceps propter diuinum amorem conlatum fuerit, ad causas audiendas uel freda exigenda, 
aut mansiones uel paratas faciendas, aut homines ipsius ecclesiae tarn ingenuos quam et seruos iniuste 
distringendos , aut ullas redibitiones uel inlicitas occasiones requirendas, uUo umquam tempore ingredi 
audeat uel exactare presumat. Quicquid autem de rebus praefate ecclesiae fiscus sperare poterat, totum 
nos pro diuino amore concedimus» ut perennibus temporibus in alimonia pauperum et stipendia seriiorum 
Dei ibidem Deo famulanUum proficiat in augmentum. Quatenus ipsis seruis Dei, qui ibi Deo famulari 
uidentur, pro nobis et coniuge proleque nostra et stabilitate totius imperii nostri a Deo nobis concessi 
atque conseruandi iugiter domini misericordiam exorare delectet. Praedictam uero abbatiam illius circum- 
quaque per diuersos pagos sitam, Nemo fidelium nostronim ei exinde aliquid abstrahere aut prohibere 
praesumat. Quin ei Uceat per hanc nostram auctoritatem uerbum praedicationis domino auxiliante exercere, 
et ministerium suum pleniter peragere. Et ut haec auctoritas nostris futurisque temporibus domino pro- 
tegente ualeat inconuulsa manere, manu propria subscripsimus et anuli nostri inpressione signari iussimus. 



m 



Signum yJ^^ X J" Bludouici Serenissimi Jmperatoris. 
Durandus diaconus ad uicem Helisachar recognoui (L. S. R.) 

Data y. Non. Septb. anno Imperii nostri YIII. Indictione Xu. Actum Aquisgrani palatio regio in Dei 
nomine feliciter ameN. 

Das Siegel, welches auf das Recognitioiuseichen aufgedruckt war, ist verloreii gegangen. 



III. 

v><« In nomine Domini Dei et saluatoris nostri Jhesu Christi. Hludouuicus diuina ordinante prouidentia 
Imperator augustus. Si erga loca diuinis cultibus mancipata propter amorem Dei eiusque in eis locis || 
sibi famulantes beneficia potiora largimur, praemium apud Dominum aetemae remunerationis nobis rependi 
non dißidimus. Igitur notum esse uolumus cunctis fidelibus nostris praesentibus scilicet et futuris, quia 
uenerabilis uir Baderadus episcopus ecclesiae quae est constructa in honore sanctae Mariae semper uirgi- 
nis et sancti Ciliani in loco qui dicitur Paderbrunno, missa petitione deprecatus est, ut praedictam sedem 
cum umnibus ad se iuste et legaliter moderno tempore pertinentibus uel aspicientibus, sub nostra tuitione 
et immunitatis defensione cum rebus et mancipiis constitueremus, quod ita et fecisse omnium fidelium no- 
strorum cognoscat industria. . Praecipientes ergo iubemus , ut nullus iudex publicus uel quislibet ex iudi- 
ciaria potestate in ecclesias aut loca uel agros seu reliquas possessiönes memoratae ecclesiae, quas mo- 
derno tempore infra dicionem Imperii nostri legibus possidet, uel que deinceps in iure ipsius loci uoluerit 
diuina pietas augeri, ad causas iudiciario more audiendas uel freda exigenda, aut mansiones uel paratas 
faciendas, aut fideiussores tollendos, aut homines ipsius ecclesiae contra rationem distringendos, nee ullas 
redibitiones uel inlicitas occasiones requirendas ullo umquam tempore ingredi audeat, uel ea quae supra 
memorata sunt penitus exigere praesumat, sed liceat memorato episcopo suisque successoribus, res prae- 
dictae ecclesiae cum omnibus quae possidet quieto ordine possidere et nostro fideliter parere Imperio. 
Quicquid uero fructus exinde sperare potuerit, totum nos pro aeterna remuneratione praedictae ecclesiae 
ad stipendia, pauperum et luminaria concinnanda concedimus, qualiter melius delectet clericos in eadem 
sede degentes pro nobis, coniuge et prole nostra Domini misericordiam exorare. Et ut haec aucto- 



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812 — 823. 5 

ritas per fiitura tempora melius conseroetur, mann propria subter firmauimus et anali nostri inpressione 
signari iussimus. • 




C. Hirmnmaris diaconus ad utcem Fridugisi abbatts recognoui ei (L. S. R.) 

Data quarto Nonas Aprilis anno VIIII. Imperii domni Hludouici piissimi augusti. Indictione XV. Actum 
Aquisgrani palatio regio. In Dei nomine feliciter ameN. 

Das seitwärts aurgedruckte kleine kreiilormige Siegel zeigt das ungekrönte, seitwärts sehende Brustbild des Kaisers , mit 
der Umschrift: XPE PROTEGE HLVDOVVICVM IMPERATOREM. 

IV. 

Jv>«. In nomine Domini Dei et saluatoris nostri Ihesu Christi, Hludouuicus diuina ordinante prouidentia 
Imperator augustus. Cimi petitionibus seruorum Dei iustis et rationabilibus diuini cultus amore fauemus, || 
supemi muneris donum largiri non diffidimus. Idcirco nouerit omnium fidelium nostrorum tarn praesentium 
quam et futurorum sagacitas, quia adiens serenitatem culminis nostri uir reuerentissimus Adalardus abba 
ex monasterio Corbeia, quod ei dudum in prouincia Saxonica ad augmentum mercedis nostrae ex nouo 
construere iussimus super fluuium Uuisera iu uilla regia in loco nuncupante dudum Hucxori, dicatum in 
bonore sancti Stephani protomartyris, suggessit mansuetudini nostrae, ut idem monasterium et monachos 
ibidem per tempora degentes cum rebus et hominibus non solum sub nostra tuitione et defensione con- 
stitueremus, uerum etiam et talem inmunitatem fieri iuberemus, qualem omues ecciesiae in Francia habent. 
Cuius petitioni, dignam et proficuam iudicantes, hanc auctoritatem inmunitatis erga praedictum monaste- 
rium*) Corbegiae eiusque rectores fieri iussimus, per quam decemimus atque iubemus, ut nuUus iudex 
publicus uel quilibet ex iudiciaria potestate in ecclesias aut loca uel agros seu relicpias possessiones mem- 
braque monasterii, quas praesenti tempore in quibuslibet pagis et territoriis habet, uel deinceps ibidem 
conlatae fuerint, ad causas iudiciario more audiendas, uel freda exigenda, aut mansiones uel paratas fa- 
ciendas, aut fideiussores tollendos, aut homines ipsius monasterii tam ingenuos quam et latos distringendos, 
aut ullas redibitiones aut inlicitas occassiones requirendas ullo umquam tempore ingredi audeat, uel ea 
quae supra memorata sunt penitus exigere praesumat, sed liceat memorato abbaü suisque successoribus, 
res praedicti monasterii sub inmunitatis nostrae defensione quieto ordine uiuere ac residere. Et quicquid 
exinde ius fisci exigere poterat, totum et ad integrum nos pro aetema retributione ad pauperes alendos 
et luminaria eidem monasterio concinnanda concedimus, qualiter monachi ibidem degentes, pro nobis pro- 
lecpic nostra atque stabilitate Imperii nobis ad regendum commisi , dominum misericordiae adtentius exorare 
delcctet. Sed et hoc placuit nobis huic inserere auctoritati, ut licentiam habeant rectores huiusce mo- 
nasterii, cum quibuslibet hominibus liberis**) uidelicet ut quiccpiid iuste et ra- 

üonabiliter pars alteri contulerit parti, per hanc nostram auctoritatem iure firmissimo teneatur atque possi- 
deant, et quicquid exinde facere uoluerint, libero in omnibus perfruantur arbitrio faciendi quicquid elege- 



*) So ist die ursprüngliche Lesart; die Endung um ist aber in beiden Worten auxradirt, und o dafiir gesetzt. 
**) Schaten schiebt hier die Worte ein: res et mancipia legaliter coinmutare; die Lücke der^ an dieser Stelle stark beschä- 
digten Urkunde, scheint aber nicht so gross, dass diese Worte könnten da gestanden haben. 



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833. 



rint. Et ut haec auctoritas inmunitatis aiqae confirmationis nostrae per fatura iempora buiolabilem obti- 
neat firmitatem, manu propria subter firmauimus et anuli nostri inpressione signari iussimus. A t ^ 




Signum ^j ^ my Bludouuici Serenissimi Imperatoris. 

JC. Durandus diaconus ad uicem Fridugisi recognoui et (L. S. R.) 

Data VI. Kalendas Augustas anno Christo propitio X. Imperii domni Hludouuici piissimi Augusti, In- 
dictionc prima. Aotum Ingilinheim palatio feliciter AmeN. 

Da« nfben dem BpcognitionsteicheD aur^edruckte und dasselbe sum Theil bedeckende Siegel kommt mit dem bei 
?Ir. UI. beschriebenen überein. 

V. 

Aus dem ältesten Kopialbuche des Stifts Cor?ej. 

In nomine Domini Dei ac saluatoris nostri Jhesu Christi. Hludouuicus diuina ordinante prouidentia 
Imperator augustus. Neminem fidelium nostroram dubitare crcdimus, quam magnum quondam domnus et 
«^enitor noster Karolus christianissimus Imperator cum Saxonibus subiit laborem, ut eos ad cognitionem 
uerac fidei adduceret, quod et diuina cooperante gratia sicut optauit effecit. Nos uero in eins solio superni 
numinis dono sublimati, Cuidam uenerabili uiro Adalhardo seni abbati ex monasterio cuius uocabulum est 
Corbegia, in eadem prouincia Saxonia, ob mercedis nostrae augmentum, monasterium construere iussimus, 
et ad idem cenobium dedicandum ex sacro palacio a capella nostra misimus uenerabiles ac sacrosanctas 
reliquias beati Stephani prothomartiris, quod est construclum super Vuisera in uilla regia in loco nuncn- 
pante dudum Hucxori. Ac quia auctore Deo praedictus diuae memoriae domnus et genitor noster in eadem 
gente primum christianae religionis fidem confirmauit, ita et nos ad augmentandum solidandumque eiusdem 
fidei uigorem, primum monachicae religionis ordinem illic seruandum tencndumque constituimus, quod ita, 
opitulante omnipotentis gratia, ad effectum rei peruenit, et praedictum monasterium *) ideo Corbegia nomen 
impositum est, eo quod de antiquo quodam monasterio Corbegia praedicto Adalhardo abbati seni, cui hanc 
curam commisimus, adsumpto secum germano suo Yuidone cum ceteris quantis et quibus oportebat mo- 
nachis, inIVa eandem prouinciam locum aptum et congruum eligcrent, atque ibi prout oportunius potuissent 
pracfatum monasterium stabilirent atque construerent. Idcirco placuit excellentiae nostrae, ut praedictam 
uillam quae dicitur Hucsori cum omnibus linibus uel terminis suis et cum terris, siluis, aquis aquaruroue 
decursibus, cum omnibus adiacentiis et appendiciis suis ad idem monasterium per hanc auctoritatem iure 
perpetuo conferre öt de nostro iure in Jus et dominationem praedicti mohasterii praesentialiter tradere, Nee non 
et res seu possessiones quae a Deum timentibus uel Deum diligentibus Saxonibus infra ipsam Saxoniam ad hoc 
opus inchoandum uel adiutorium praestandum conlatae sunt, per hanc auctoritatem confirmare, etiam et res 
quae ad Corbegiam antiquiorem traditae fuerant infra ipsos supradictae Saxoniae fines, in terris, siluis, campis, 
pratis, pascvis, aquis aquarumue decursibus, propriis uel communibus.domibus ac aedificiis uel prius habitis 
uel postea constructis, mancipiis quoque diuersi generis uel condicionis, mobilibus et immobilibus, datum uel 
tradilum fuit, cum omni integritate ad praedictum monasterium, una cum consensu praefati abbatis uel congrega- 



*) Qhne Zwfirel war dieser Stelle die bei der vor. Urk. bemerkte and in dieselbe irrthümlicb eiBgeschlicfaeiie Correctur 

xngedaclit. 



jv.iv...-<i n^i ^Hw^tv^3*^t4mDy Google 



823 — 826. 7 

tionis eius celebri donatione contulimus, et perpetuo mpiiachis ibidem Deo militantibus ad possidcndum 
frucndumqae concessimus atque confirmauimus. Ideo autem ita fieri debere rationabile iudicauimus, ut 
qiiia constabat praedictum locum ex monasterii prioris Corbegiae monachis constructnm esse, et quia in 
omni loco uni domino seruitur, uni regi militatur, dignum erat ut possessiones illae eorundem monacho* 
rum obsequiis deputarenlur, qui infra ipsam prouinciam eiusdem monasterii primi aedifjcatores et perpetuo 
habitatores in omnipotentis Dei seruicio sub sancta regula depatati fuisse noscunlur. Nam si forte talis 
esset causa , ut idem locus ex propriis in eadera prouincia sibi conlatis nequiuisset subsistere rebus, dignmü 
ut de prioris monasterii rebus benignitatis seu largitatis causa, prout ex utraque parte rationabile esse potuisset, 
larga manus porrigi debuisset, quanto magis de hiis quae infra eandem prouinciam conlatae, ut dictum est, prius 
fuisse noscuntur, cum omni benignitate ardentissimo caritatis affectu largiri. Statuentes etiam decei*nimus atque 
per hos imperiales apices sancimus, ut quandoquidem diuina uocatione abba praedicti monasterii de hac luce 
migrauerit, quam diu ipsi monachi inter se tales inuenire potuerint, cpii ipsam congregationem secundum regu* 
lam sancti Benedicti regere ualeant, per hanc nostram auctoritatem et consensum licentiam habeant elegendi 
abbatem, quatenus ipsos seruos Dei, qui ibidem Deo militant, pro nobis, coniuge proleque nostra et stabili- 
täte totius imperii nostri iugiter Dei misericordiam exorare delectet. Sed et hoc placuit nobis huic inserere 
auctoritati. Licentiam habeant rectores huiusce monasterii, cum quibuslibet hominibus liberis res et man- 
cipia commutare, uidelicet quidquid iuste et rationabiliter pars alteri contulerit parti, per hanc nostram 
auctoritatem iure firmissimo teneant atque possideant, et quidquid exinde facere uoluerint, libero in Omni- 
bus perfruantur arbitrio faciendi quidquid elegerint. Et ut haec auctoritas lai^itionis atque confirmationis 
nostrae per futura tempora iuuiolabilem obtineat firmitatem, manu propria subter firmauimus, et anuli 
nostri inpressione signari iussimus. 

Signum (L. M.) Bludouuici Serenissimi Imperatoris, 
Durandus diaconus ad uicem Fridugisi recognoui et (L. S. R.) 

Data VI. Idus Augusii, anno Christo propicio X. Imperii domni Hludouuici piissimi augusti, indictionel. 
Actum Ingelinheim palacio regio in Dei nomine feliciter Amen, 



VI. 

In nomine domini Dei et saluatoris nostri Jhu Xpf. Hludouicus diuina ordinante pronidentia Imperator 
Augustus. Baderado episcopo et misso nostro. Nosse te non dubitamus, qualiter nostra iussione Adalar- 
dus quondam abba cpioddam monasterium in Saxonia a nouo opere construxit, quod nos et aliqui boni 
homines de quibusdam rebus sollemni donatione dotauimus. de quibus omnibus rebus nostrae ^uctoritatis 
praeceptum circa idem monasterium fieri iussimus, ut perpetua saluatione in iure eiusdem monasterii eedem 
res consisterent. Sed ut relatione Unarini uenerabili eiusdem monasterii abbatis cognouimns, quidam comi^ 
tes memoratum praeceptum nostrum infringere et conuellere uelint, in eo uidelicet quod homines tam 
liberos quam et latos, qui super terram eiusdem monasterii consistunt, in hostem ire compellant et distrin* 
gere iudiciariö more uelint, quod nolumus ut faciant, et ideo per has litteras nostras tibi praecipimus, ut 
tu iQud praeceptum, quod sicut diximus eidem monasterio fecimus, adsumas et in praesentia eorundem 
comitum, in cuhxs ministeria res praedicti monasterii esse noscuntur, relegi facias, et ex nostra auctoritate 
eis praecipias, ut ullerius nostrae auctoritatis praeceptum uiolare non praesumant, sed pocius sicut in 
eodem praecepto continetur iUud conservare studeant, si gratiam nostram habere uelint 

Aufwendig mit gleicher Schrift: 

Ad Baderadum episcopum et missum nostrum. 

Ein Siegel ist aicht Torhandeo. 

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g 832 — 833. 

VII. 

C In nomine Domini Dei et rcdemptoris nostri Jhesu Christi. Hluthuuuicus diuina ordinante proui- 
dentia Imperator augustus. Si aecclesias et loca diuino cultui dicata nostris largitionibus pro||uehere sata- 
gimus, atque ibidem assidue Deo famulantibus solacia clementer inpendimus, non solum honorifica regalis 
munificentiae consuetudinem exercemus, sed et temporalium erogatione donorum, perpetuae nos merccdis 
premia promereri posse confidimus. Quapropter nouerit omnium fidelium nostrormn presentimn scilicet et 
futurorum industria, quod pro amore diuino atque animae nostrae remedio, ad monasterium cpiod uocatur 
noua Gorbeia, quod construximus in Saxonia, in honore sanetorum martyrum Stephani atque Viti, cui 
modo preest fidelis et propinquus noster Uuarinus primus substitutus abbas, concessimus piscationem quan* 
dam in fluuio Uuisura, in pago Uuimodia nwicupato, cui confinis est uilla Liusci uocata, in comitatu Abbo- 
nis. Quae quia in similitudinem palorum, quos incolae hocas uocant, construitur, gcntilicio nomine ab 
indigenis hocuuar nuncupatur, quae ad ius nostrum pertinebat, quamque idem Abbo comes hactenus in 
beneficio habebat. Sed quoniam eadem piscatio absque familiis, cpiae ad eins prouisioncm deputatae 
fuerant, fratribus predicti coenobii non admodum utUis esse poterat, Idcirco triginta duas familias et 
quicquid ad eandem piscationem pertinens sepedictus Abbo in beneficio habuit, totum et ex integro in 
proprietatem iam dicti monasterü concedimus, quatinus ibidem Domino seruientes monachos sine cessatione 
diuinam clementiam pro nobis exorare delectet. Et ut haec concessionis nostrae auctoritas firmier habea- 
tur,^et per futura tempora a fidelibus nostris uerius crcdatur ac diligentius obseruetur, manu nostra subter 
oam firniantes, anuli nostri inpressione iussimus sigillari. 

Signum (L. M.) Eluthouid Serenissimi Imperatoris] 
HirminmartLS notarius ad uicem Theodonis recognom\ (L. S. R.) 

Data XYI. Kai. Jul. anno Christo propitio XYIIII. imperii domni Hludouuici Serenissimi augnsti, Indi- 
ctione X. actum Franconouord palatio regio, in Dei nomine feliciter. AmeN. 

Dm Siegel, welches neben, und som Theil noch auf dem Recognitionsseichen anfgeditickt war, Ut ferloreo gegangen. 

VIII. 

In nomine Domini Dei et saluatoris nostri Jhesu Christi. Hludouuicus diuina ordiuina (sie) ordinante 
prouidentia Imperator augustus. Omnibus sanctae Dei || ecclesiae nostrisque fidelibus praesentibus scilicet 
atque futuris notum esse uolumus, quomodo Corbagiense monasterium in Saxonia «propiciante Domino cum 
consensu fidelium nostrorum in honore sancti Stephani prptoraartyris Christi deuotissima intentione funda* 
uimus, et ibi conpetentia subsidia quaeque prae manibus inuenimus debita largitate praedicto sanctifica- 
tionis loco nostra in elimosina contulimus, Insuper etiam quia locum mercationis ipsa regio indigebat, mo- 
netam nostrae auctoritatis publicam ultra ibi semper inessc Christo militaiitibus proficuam statuimus. Qua* 
tenus cum omnitegritate {sie) absque u^ius contradictione uel impedimenti occasione locus ipse sanctitatis 
omne inde reditum nostrae auctoritatis publicum possideat, et utilitatibus monasterü perpetuis temporibus 
multiplicatum nostrum hoc largitatis donum proficiat. Et ut fiduciali perpetuitate haec onmia nostrae aucto- 
ritatis dona sibi potiatur et teneat, anuli nostri inpressione subter roborando firnWe decreuimus. 

Signum (L. M.) Hludouuici Serenissimi Imperatoris. 

C. Hirminmarus notarius ad uicem Theodonis recognoui et (L. S. R.) 

Data Kai. Junias anno Christo propitio XX. Imperii donmi Hludouuici piissimi augusti, Indictione XI. 
Acta üuormacia ciuitate. In Dei nomine feliciter amen. 

Das aargedruckte Siegel ist verloren gegangen. 

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833 — 834k 9 

IX. 

In nomine Domini Dei et saluatoris nostri Jhesu Christi. Hludouuicus diuina ordinante prouidentia 
Imperator augustus. Si liberalitatis nostrae munere de bene||ficiis a Deo nobis conlatis, locis Deo dicatis 
aliquid conferimus, id nobis et ad mortalem uitam feliciter transigendam, et ad aeternam perpetoaliter 
oblinendam profuturum liquido credimus. Idcirco notum fieri uolumus omnium fidelium nostronim tarn 
praesentiüm quam et futurorum soUertiae, quia cum nos monasterium in Saxonia propitiante Domino cum 
consensu fidelium nostronim in honore sancti Stephani protomartyris Christi deuotissima intentione funda- 
tum habuissemus, nomencpie noue Corbeie aptassemus, atque ibi conpetentia subsidia quaecpie prae mani- 
bus inueneramus debita largitate praedicto sanctificationis loco in nostra aelymosina contulissemus, Uuarinus 
quem in eodem monasterio abbatem praefecimus suggerendo petiit celsitudini nostrae, ut in memoralo 
ducatu Saxoniae locum prouideremus, ubi sal fieri ad cibos monachorum in eodem monasterio pro tem- 
pore degentium saliendos atque condiendos potuisset, quod et facere curauimus, et dedimus eidem mona- 
sterio per hoc nostrae auctoritatis praeceptum in ducatu Budinisuelt quantumcunque iuris nostri in illo 
sale, quod est super fluuium Uuisara, erat, in pago Logni. Per quod statuentes decernimus ut sub iure 
ipsius monasterii quantumcumque in eodem sale habere uisi sumus perpetuo consistat sicut diximus ad 
necessitates seruorum Dei in memorato monasterio degentium fulciendas. Et ut haec nostrae largitionis 
auctoritas firmier habeatur, de anulo nostro subter eam iussimus si^iilare. 

C. Meginarius notarius ad vicem Theodonis recognoui et (L. S. R.) 

Data VI. Id. Jun. anno Christo propitio XX. Imperii domni Hludouuici Serenissimi Imperatoris, Indi- 
ctione XI ciuitate In Dei nomine feliciter Amen. 

Das Siegel ist terloren gegangen and die Charte beschädigt. 

X. 

In nomine Domini Dei et saluatoris nostri Jhesu Christi. Hludouuicus diuina repropitiante dementia 
Imperator augustus. Si hberalitatis nostrae munere de beneficiis || a Deo nobis conlatis locis Deo dicatis 
quiddam conferimus, Id nobis et ad mortalem uitam feliciter transigendam, et ad aeternam perpetualiter 
obtinendam profuturum liquido credinmis. Idcirco notum fieri uolumus omnium fidelium nostronim tam 
praesentiüm quam et futurorum soUertiae, quia conplacuit serenitati nostrae, quasdam uillas iuris nostri sitas 
in Angrariis, in Logni*), cpiarum uocabula sunt Sulbichi et HemUon, monasterio quod dicitur noua Cor- 
bßia, ubi praesenti tempore Uuerinus uenerabilis abba pastor et rector esse dinoscitur, sub integritate per 
haue nostram auctoritatem delegare, ut nostris et successorum nostronim temporibus in ditione eiusdem 
monasterii perpetualiter consistant ad slipendia monachorum inibi constitutorum et necessitates eiusdem 
monasterii procurandas atque subleuandas. Has ut diximus uillas sub integritate, cum omnibus rebus, 
appendiciis et terminis, et cum omnibus ad se pertinentibus **) , id est domibus ceterisque aedificiis, terris, 
pratis, siluis, campis, pascuis, aquis aquarumue dccursibus, cultis locis et incultis, mobilibus rebus ac se 
ipsas mouenlibus, mancipiis diuersis sexus et aetatis, praedicto monasterio concedimus atque confirmamus, 
ut ab hac die in futurum, sicut dictum est, in iure et potestate ipsius perpetuo pcrmaneant, absque cuius- 
libet comitis uel publici iudicis aut cuiuslibet persone contradictione uel refragatione. Et ut haec nostrae 



*) Diese beiden Worte sind mit anderer Handschrift und Tinte später eingetragen. 
**) Im Originale steht aus Versehen: pertibus. 
Cod. dipl. bist. WestfaL 



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40 834 — 838. 

donalioriis atque concessionis anctoritas inuiolabilem et inconuulsam obtineat firmitatem, manu propria 
sublcr eam firmauimus et anuli nostri inpressione adsignari iussimus. 

Sigmtm (L. M.) Hludouuici Serenissimi Imperatoris. 

C. Birminmaris notarius ad uicetn Theodonis recognoui et (L. S. R.) 

Data Id. Mai. anno Christo propitio XXI. Imperii domni Hludouuici piissimi augusti, Indictione XII. 
Actum Aquis grani palatio regio, In Dei nomine feliciter amen. 

Bas neben d«*m Rero{;niti<«n8seichen , nahe am Rande der Urkiin<ie aufgedruckte, noch gut erhaltene Siegel leigt daa 
seitwarU sehende Brustbild des KaUers, mit der Umschria: XPE FBOTEGE HLVDOVVICVM IMP. +. 

XL 

v><* In nomine Domini Dei et saluatoris nostri Jhesu Christi. EQudouuicus diuina repropitiante demen- 
tia Imperator augustus. Si illius amore, cuius munere ceteris mortalibus praelati sumus, loca diuino cul- 
tui II consecrata congruis munüicentiae nostrae beneticiis ad diuinum cultum uberios exseqnendum sustolii- 
mus, digne retributionis pracmio nos a Domino fideliter remunerari credimus. Quapropter notum esse 
uolumus cunctis fidelibus sanctae Dei ecclesiae nostrisque praesenübus scilicet et fiituris, quia conplacuit 
nobis ad quoddam mouasterium uocabulo Heriuurtb, quod in ducatu Saxoniae, in honore sanctae Dei 
genitricis Mariae semper uirginis constat esse dicatum, quodque praesenti tempore uenerabilis Tetta abba- 
tissa regere dinoscitur, quasdam res et mancipia nostrae proprietatis, sitas in memorato ducatu Saxoniae, 
pro mercedis nostrae augmento delegare, ut inde uberius ancillis Christi inibi per tempora degentibus 
stipendia necessaria ministrentur et necessitates eiusdem monasterii procurentur. Id est, in pago qui dici- 
tur Bursibant, in uilla uocatam Reni, ecclesiam inibi constructam cum decimis et omnibus rebus ac man- 
cipiis ad se luste et legaliter pertinentibus, et in pago qui dicitur Scopingus, in uilla nuncupata Uuateringas, 
ecclesiam inibi fundatam cum decimis et omnibus rebus ac mancipiis ad se inste et legaliter pertinentibus, 
et in eodem pago qui dicitur Scopingus, in uilla qui appellatur Stochheim, ecclesiam inibi fabricatam cum 
decimis et omnibus rebus ac mancipiis ad se iusto et legaliter pertinentibus et aspicientibus. Uerum ut 
eadem nostrae maiestatis largitio Aituris temporibus inuiolabilis permaneret, hanc nostrae auctoritatis con- 
scriptionem circa memoratum monasterium fieri decreuimus, per quam decernimus atcpie iubemus, ut 
memoratae ecclesiae cum decimis et omnibus rebus ac mancipiis ad se iuste et legaliter pertinentibus uel 
aspicientibus, in iure eiusdem monasterii Heriuurth nomine perpetao consistant, et nullus ex successoribus 
aut etiam ex fidelibus nostris ullo umquam tempore easdem ecclesias subripere aut inde aliquid minuero, 
aut cas de iure eiusdem monasterii abstrahere praesumat, sed liceat rectricibus et ministris saepedicti 
monasterii easdem ecclesias et res ac mancipia ad eas iure pertinentibus ecclesiastico ordine disponere 
atque gubernare. Et ut haec auctoritas nostra firmier habeatur, manu propria subter eam firmauimus 
et anuli nostri inpraessione adsignari iussimus. 

Signum (L. M.) Hludouuici Serenissimi Imperatoris. 

C. Hirminmaris notarius ad uirem- Hugonis recognoui et (L. S. R.) 

Data VII. Id. Jun. anno Christo propitio XXV. Imperii domni Hludouuici piissimi augusti, Indictione 
prima. Actum Nouiomago palatio regio, In Dei nomine feliciter amen. 

Das Siegel, mit dem an der Urkunde Hr, 111. übereinstimmend, iat serbrochen. 

XII. 

Aus dem ältesten Kopialbuche des Stifts Corfej. 

C* In nomine sancte et inuidue Trinitatis. Hludouuicus diuina ordinante prouidentia Imperator augu- 
stus. Si unius fidelis nostri iustam et rationabilem petitionem libenter implemus, procul dubio reliquorum 

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838 — 841. 41 

fidelium nostroram deuotionem erga nos promptiorem elBcimus. Qua propier omnium fidelium sanctae 
Dei aecciesiae nostrorumque praesentium et fiitororum nouerit uniuersitas, Quia propinquus noster Warinus 
abbas monasterii nouae Corbeiae, quod super Yuiseram fluuium in honore beati prothomartiris Stephani 
sanctique Viti construximus in pago Augensi, cum matrona quadam Äddila nos adiit, nostram cum ea de- 
precatus pietatem, ut res quas praedicta matrona pro se et remedio animae mariti sui Bunichonis ac 
filiorum suorum deAinctorum, Folchmari, Bunichonis, Hemme et Berthildis, prefato monasterio contulit, 
uidelicet dominicale in Osthouen et quidquid ibidem uel in oppidis hiis, Opphenheim et Vuachenheim, 
possidere uidebatur, cum manso regali Tyheyle, per nostrae mansuetudinis auctoritatem ibidem confirma- 
rcmos. Secundum petitionem ergo ipsorum eidem monasterio ea quae tradidit ab hodierna die et dein- 
ceps in nomine Domini per hoc nostrae auctoritatis scriptum contirmamus, ut nullo inquietante, sed Deo 
auxiliante et nostro imperiali decreto prospiciente , perpetuis temporibus absque ulla contradictione ibi 
permaneant, quatcnus Deo ibi seruientes pro traditorum salute et regni nostri stabilitate Domini clemen- 
tiam melius exorare delectet Et ut haec auctoritas nostra firmier habeatur et per futura tempora a fide- 
iibus uerius credatur et diligentius obseruetur, manu propria nostra subter eam firmauimus et anuli nostri 
inpressione assignari iussimus. 

Signum (L. M.) doinni Hludouuici Serenissimi Imperatoris augusii. 
Hrotmundus notarius ad uicem Hilduuini rccognoui. 

Actum Ingelenheim XVIIl Kai. Dece^ibr. anno XXV. Imperii domui Hludouuici Imperatoris augusti. 

XIIJ. 

In nomine Domini Dei et saluatoris nostri Ihesu Christi. Hludouuicus diuina repropitiante dementia 
Imperator augustus. Notum sit igitur omnibus fidelibus sanctae Dei ecclesiae et nostris || praesentibus 
sciJicet et futuris, quia ante annos aliquod concessimus cuidam fideli nostro upcabulo Gerulfo quasdam res 
proprietalis nostrae, quae sunt in ducatu Frisiae, in pago Uuestracha, in uilla Cammingehunderi et in aliis ^ /V\Mk 
uillis circumquacpie se positis. Sed quia interuenientibus quibusdam turbinibus, per ipsius Gerulfi negligen- P«lv%\^\V^^*\^ 
tiam, ab eins potestate et dominatione eacdem res abstractae, fisco regio sociatae sunt, tandem diuinae a Jiv'u 
misericordiae intuitu placuit nobis easdem res ilii restituere, et quemadmodum pridem fuerat, in eins po- ^^ 
testatem et dominationem transfundere. Quas ut certius firmiusque nostris futurisque temporibus possidere 
ualeret, has auctoritatis nostrae litteras ei fieri iussimus, per cpias memoratas res cum his quae ad eas 
iure et legaliter pertinent deinceps iure propriaetario ualeat possidere, et quicquid de eis agere uoluerit, 
liberam habeat potestatem. Neque aliquam ob memoratam occasionem de eisdem rebus uUo umquam 
tempore calumniam patiatur, sed quicquid sicut diximus de eis ordinäre atque disponere uoluerit, libemmo 
in omnibus potiatur arbitrio. Et ut haec nostrae restitutionis auctoritas et nostris et futuris temporibus 
inuiolabilem ualeat obtinere firmitatem, de anulo nostro subter eam iussimus sigillare. 

C. Glorius notarius ad uicem Hugonis recognoui et (L. S. R.) 

Data YUI. Id. Jul. anno Christo propitio XXVI. Imperii domni Hludouuici Serenissimi Imperatoris, In- 
dictione secunda. Actum Cruciniaco palatio regio. In Dei nomine feliciter amen. 

Das Deben dem Recognitionszeicben aufgedruckte, und so wie die ganse Urkunde noch gut erhaltene Siegel, ist das bei 
Nr. Ili. beschriebene. 

XIV. 

Jyj» In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. HludoQuicus diuina fauente gratia rex. Cum in nomine 
nnic^ et perpetuae Trinitatis pro regimine sanctae matris et uniuersalis ecclesiae etiam et pro statu regni 

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f 



^ 42 841. 

C; nobis diuinitus et paiemo iure || commissi, Patherbrunnen peruenimus, aderant inter ceteros fideles nostros 

quidam monachi cum uenerabili eorum praeposito nomine Uualanae ex monasterio quae noua Corbegia 
nuncupatur, coramque familiaribus consiliariis nostris in praesentiam culminis nostri adducti, adtulenmt 
domni ac genitoris nostri Hludouuici excellentissimi Imperatoris quoddam praeceptum , In quo continebatur, 
quaiiter Idem christianissimus Imperator praefatum monasterium in honorem sancti Stephani protomartyris 
Christi super fluuium Uuisera in uilla regia in loco nuncupante dudum Hucxori Adalhardo cuidam scni ab- 
bati germanoque suo Uualanae construi ac fabricari praecepisset, Obsecrantes clemeiitiam serenitatis nostrae, 
ut pro maiori firmitate ac certiori studio securitatis, nostrae mansuetudinis super hoc praeceptum paterno 
ac regali affectu confirmari debere. Quorum petitioni iusta et rationabili aurem libenter accommodauimus, 
ac praescriptam uillam Hucxori, quam Serenissimus augustus ad praefatum monasterium tradiderat, cum 
Omnibus finibus uel terminis suis, terrisque, siluis, aquis aquarumue decursibus, seu cunctis adiacentiis 
nee non appendiciis suis, siue res et possessiones quae a Deum timentibus uel gratiam diuinam diligentia 
bus ibi conlatae sunt, etiam et res quae ad Corbcgiam antiquiorem, ex cuius uocabulo illud monasterium 
nomen usurpat, traditae fuerant infra fines regni Saxoniae, terris, siluis, campis, pratis, pascuis, aquis 
Vy A/vA'Ji)^^^ aquarumue decursibus, propriis uel communibus aedificiis prius habitis uel postea constructis, mancipiis 
"Hv/uvil quoque diuersi generis uel condicionis, mobilibus et inmobilibus datum uel traditum erat, cum omni inte- 

^ gritate, praefato monasterio et monachis ibidem Deo soli militantibus ad possidendum fruendumque per 

hanc nostram auctoritatem in elemosinam praefati piissimi genitoris nostri ac nostram confirmare 
atque stabilire decreuimus. Libuit etiam nostrae celsitudinis pietatem erga diuae memoriae genitoris no- 
stri nobilissimi augusti institutionem, quando diuina uocatione abbas praedicli monasterii uitam finierit mor- 
talem, quamdiu ipsi. monachi inter se talem inuenire huiusce uitae quiuerint, qui ipsam congregationem 
secundum re;i:ulam sancti Benedicti primi instructoris illius normae regere ualeat, per hanc nostram aucto- 
ritatem licentiam habeant eligendi abbatem, quatenus ipsos seruos Dei qui illic uni Deo die noctuque 
seruiunt, pro nobis proleque nostra et stabilitate regni a Deo nobis conlati iugiter Domini misericordiam 
exorare delectet. Illud uero inserere hoc praecepto nostrae placuit regiae auctoritati, ut licentiam ha- 
beant rectores et ministri eiusdem monasterii, cum quibusHbet hominibus liberis res et mancipia legaliter 
commutare, uidelicet ut quicquid pars iustc et rationabiliter alteri contulerit parti, deinceps per hanc no- 
* stram auctoritatem iure firmissimo teneant atque possideant, et quicquid exinde facere uoluerint libero in 
Dei nomine perfruantur arbitrio faciendi quicquid eligerint. Et ut haec auctoritas largitionis atque confir- 
mationis nostrae per diutuma tempora inuiolabilem atque inconuulsam obtineat firmitatem. Manu propria 
subter firmauimus et anuli nostri inpressione signari iussimus ^ ^ ^^ 

Signum (L. M.) Hludouuici gloriosissimi regis, ^ ' ^ 

JC. Dominicus notarius ad uicem Radleici recognoui ei (L S. R.) 

Data lin. Id. Decembr. anno Christo propitio septimo regni domm Hludouuici regis in orientali Fran- 
cia Indictione Uli. Actum Patherbrunnen in Dei nomine 

Da« Siegel ist fcrloren gegangen und die Urkunde überhaupt am untern Theile sehr beschädigt. — Wegen der Zeit- 
rechnung in den Urkunden Ludwigs des Deutschen, fgl. Regest, r^r. 368. 



XV. 

Aus dem ältesten Kopialbuche des Stifts Corfej. 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. HIudouuiQus diuina fauente gratia rex. Si erga loca diui- 
nis cultibus mancipata propter amorem Dei eorumque in eisdem locis sibi famulantibus beneficia oportuna 
inpendimus, atque de rebus terreuis diuina miseratione nobis coulatis largitionis nostrae munere quiddam 



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841 — 843. 43 

conferimus, hoc nobis procul dubio non solum ad stal)ilitatem regni pertinere, ueram eiiam aeternae bca- 
titudinis praemia capessendo profuturum liquido credimus. Idcirco notum fieri uolumus omni fidelium 
praesentium scilicet et futuromm sagacitati, qualitcr nos ob amorem Dei et emolumentum animae nostrae, 
quasdam res proprietatis nostrae concessimus ad monasterium quod dicitur noua Corbeia, quod est siUim 
super fluuium Yuisera, constructum in honore sancti ac bcatissimi Stephan! prothomartiris, ubi praesenti 
tempore uenerabilis uir Vuarinus auctore Deo abba praeesse uidetar. Sunt enim praedictae res in pago 
Guottinga in uilla quae dicitur Amphidi, hoc est mansum dominicatum cum casis et reliquis aedificüs, ^(Aii^ 
cum aliis mansis uiginti ibidem aspicientibus ac deseruientibus. Has itaque res, sicut diximus, cum domibus, /^i/u^/#^«'«// 
aedificiis, mancipiis utriuscpie sexus sub uariis,*) terris cultis et incultis, siluis, pratis, ^ascuis, aquis aquarumue 
decursibus, adiacentiis, peruiis, exitibus et regressibus, quaesitis et adquirendis, quemadmodum Banzleibi 
comes in beneficium hactenus habuit et nostri Juris atque possessionis Jure proprietatis est, toUim et ad 
integrum praedicto monasterio concessimus et de nostro iure in ius et dominationem eins liberalitatis no- 
strae munere contulimus, Ita uideiicet ut quidquid ab hodierno die et tempore de eisdem rebus et manci- 
piis rectores et rainistri supradicti monasterii ob utilitatem et necessitalem facere, ordinäre atque disponere 
uoluerint, per hanc nostrae auctoritatis largitionem libero in Dei nomine perfruantur arbitrio faciendi quid- 
quid elegerint. Hanc itaque auctoritatem largitionis nostrae, ut per curricula annorum inuiolabilem atque 
inconuulsam obtineat firmitatem et a fidelibus sanclae Dei ecclesiae nostriscpie uerius credatur et diligen- 
tius obseruetur, manus nostrae signaculis subter eam decreuimus roborare et anuli nostri inpressione ius- 
simus adsignare. 

Signum (L. M.) Hludouuici gloriosissimi regis. 

Adalleodus diaconus ad uicem Rathleici recognoui et (L. S. R.) 

Data XVIIII. Kai. Januar, anno Christo propitio VII. regni domni Hludouuici in orientali Francia Indi- 
ctione IUI. Actum Rosbah uilla in Dei nomine feliciter iVmen. 

XVI. 

Jv><* In nomine domini nostri Jesu Christi Dei aeterni. Hlotharius diuina ordinante prouidentia Imperator 
augustus. Oportet imperialem sublimitatem ut fidelium suorum iustis ac rationabilibus petitionibus|| pieta- 
üs suae aurem accommodet et efFectum concedat, quatinus id faciendo eorum animos in suo semper red- 
dat promptiores obsequio Idcirco omniura fidelium sanctae Dei ecclesiae ac nostrorum presentium uide- 
iicet et futurorum comperiat magniludo, quia Esich fidelis comes noster deprecatus est clementiam nostram, 
ut aliquantum ex rebus iuris nostri, quibus ipse ordine possidebat beneficiario, ad proprium concederemus 
ac per preceptum nostrura traderemus. Cuius deprecationem ob suae fidelitatis deuolionem libenter ad- 
nuentes, hos excellentiae nostrae apices fieri decreuimus, quibus iam dicto Esichoni in pago Riboariense 
in comitatu Bunnense in uilla Castenicha mansos octo ex beneficio suo cum omnibus pertinentiis eorum, ftii^vw^^^S 
Id est cum terris, campis cultis et incultis, uineis, siluis, pratis, pascuis, aquis aquarumue decursibus, 0^^^ 
exiribus et regressibus, nee non et mancipiis utriusque sexus ibidem pertincntibus ad proprium tribuiraus 
et de iure nostfo in ius ac dominationem ipsius perhenniter mansurum transfundimus, ut faciat exinde 
potissima a nobis percepta licentia quicquid elegerit uel uoluerit, sicut et de reliquis proprietatis suae 
rebus absque cuiuslibet potestatis contradictione uel repetitione seu cpialibet refragatione , Ita tarnen ut 
nusquam a nostra discedat fidelitate, sed inmobiliter in nostris perseueret obsequiis absque aliqua tergi- 



*) Für diese augenscheialicb cormmpirteo Worte setst Schalen, nach eigner Conjectur: salinarii«. 

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^r 



44 843 — 844. 

p- . uorsntiono. Ei ut haec nostrae largitiouis auctoritas inuiölabilem obtioeat firmitatem , maua propria subter 

eam firmauiinus et anuli nostri iopressione adsigoari iussimus. 

Signum (L. M.) Hlofham Serenissimi augusti. 

JC. Uemigius notarius ad uicem Agilmari recognoui et (L. S. R.) 

Data XIII. Kai. April, anno Christo propitio Impcrii domni Hlotharü pii Iniperatoris in Italia XXIIII. et 
in Francia IUI. Indictione VI. Actum Aquisgrani palatio regio. In Dei nomine. 

Djs Siegel ut nebst einem Theile der Charte, welchem es aufj^ed ruckt war, herausgerissen. 

XVII. 

C* In nomine doroini nostri Ihcsu Christi Dei aeterni. HIotharius diuina ordinante prouidentia Impe- 
rator aiigustus. Si unius fidclis nostri iustam et rationabilem potitionem libenter implemus, || procul du- 
bio reliquorum fidelium nostrorum deuotionem erga nos promptiorem effieimus. Quapropter omnium Kde- 
lium sanctae Dei ecclesiae nostrorumque praesentium et futurorum nouerit uniuersitas, quia Esich uir inlu- 
ster comes nostram deprecatus est pietatem, ut res sibi in pago Riboariensi in comitatu Bonnensi in uilla 
Chestinaeha a nostra munificentia adtributas, quas ipse pro remedium animae eius ad monasterium in Sa- 
xonia situm Corbeia uocabulo, quod est construetum in honore beati Stephan! protomartyris Christi, dele- 
gauit , per nostrae mansuetudinis praeeeptum ibidem confirmaremus. Cuius precibu^ libentissime amiucntes, 
hos excellentiae nostrae apices fieri slatuimus, per quos memoratas res una cum mancipiis inibi pertinenti- 
bus in praedicto pago et in iam dicta uilla consistentes ad praefatum monasterium Corbeiae et ecciesiam 
sancti Stephani confirmamus modisque Omnibus corroboramus , quatenus sicuti a praescripto fideli comiti 
nostro Esichoni tradite et delegate fuerunt, ita pars eiusdem loci sancti deinceps absque cuiuspiam pote- 
Statis contradictione uel inquictudine teneat et possideat, faciatque exinde quicquid utilitas dictauerit. Et 
ut haec nostrae confirmationis auctoritas inuiölabilem oblineat firmitatem, de anulo nostro subter iussimus 
sigillare. 

C. Hrodmundus notarius ad uicem Hilduini recognoui et (L. S. R.) 

Das Siegel, welches au( das Recognitionsseicben aufgedruckt war, ist ferloren gegangen. 

XVIII. 

ovj* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Hludouuicus diuina fauente gratia rex. Si liberalita- 
tis nostrae munere loca Deo dicata et necessitates ecclesiasticas per petitiones pontificum atque sacerdotum 
nostrorum eleuamus munimine, atque tucmur iuuamine, Id nobis et [| ad mortalem uitam temporaliter 
transiendam et ad aeternam feliciter obtinendam profuturum liquido credimus. Quapropter nouerit saga- 
citas seu utilitas omnium fidelium sanctae Dei ecclesiae nostrorumque tam praesentium quam et futurorum, 
qualiter uenerabilis episcopus fidelisque noster Bateradus nomine ueniens in procerum nostrorum prae- 
senliam, obtulit obtutibus nostris praeeeptum domni ac genitoris nostri Hludouuici uidelicel serenissimi im- 
peratoris, quod ipse facere iussit per peticionem praefati uenerabilis episcopi, ad locum ^ui uocatur Pa- 
derbrunno, quod est construetum in honore sanctae Mariae semper uirginis et sancti Kiliani, In quo prae- 
cepto contincbatur inmunitas atque defensio seu tuicio domni imperatons genkorisque nostri supra prae- 
dictum locum. Sed pro integra firmitate ac securitatis studio praefatus uenerabilis episcopus Bateradus 
deprecatus est mansuetudinem nostram, ut ipsam defensionem atque tuicionem per nostrae mansuetudinis 
praeeeptum renouari dignaremur. Cuius petitioni ob amorem Domini nostri Ihesu Christi et reuerentiam 
praonominatj uenerabilis episcopi seu anime nostrae remedium libenti animo adsensum praebentes, Tale 
auctoritatis praeeeptum. ad ipsum sanctum locum fieri decreuimus, quatinus sub quali defensione domni 



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844 — 85 J. i5 S.*^ ! 



genitoris nostri fuit, Ita deinceps sub nostra tuitione et inmunitatis defensione cum omnibns ad se inste et 
Icgaliter pertinentibus^ permaneat. Praecipientes ergo iabemus, ut nuUus iudex publicus uel quislibet ex 
iudiciaria potestate in ecciesias aut loca uel agros seu reliquas possessiones memoratae ecclesiae, quas 
moderno tempore infra dicionem regni nostri legibus possidet, uel quo deinceps in iure ipsius loci uolue- 
rit diuina pietas augeri, ad causas iudiciario more audiendas uel freda exigenda aut mansiones uel para- 
tas faciendas aut fideiussores tollendos aut homines ipsius ecciesiae contra rationem distringendos, nee 
uUas redibitiones uel inlicitas occasiones requirendas ullo umquam tempore ingredi audeat, uel ea omnia 
que supra memorata sunt penitus exigere praesumat. Sed Itceat memorato episcopo suisque sucessoribus, 
res praedicte ecciesiae cum omnibus quae possidet quieto ordine possidere et nostro fideliter parere im- 
perio. Quicquid uero fiscus exinde sperare potuerit, totum nos pro aeternae fstcj remuneratione prae- 
•dictae ecciesiae ad stipendia pauperum et luminaria concinnanda concedimus, quatinus melius delectet 
clericos in eadem sede degentes, pro nobis, coniuge proleque nostra, Domini misericordiam exorare. 
Haec quippe auctoritas ut pleniorem in Dei nomine obtineat uigorem et a fidelibus sanctae Dei ecciesiae 
ac noslris uerius credatur et diligentius obseruetur, manu propria nostra subter subter fsicj firmauimus 
et anuli nostri inpressione adsiguari iussimus. 

Signum domni (L. M.) Hludoumci Serenissimi regis. 

Uualto subdiaconus ad uicem üuitgarii cancellarii recognoui et (L. S. R.) 

Data XI. Kai. Jun. anno Christo propitio XXVII. regni Hludouuici Serenissimi regis in orientali Francia 
regnante, Indictione VII. Actum Franconofurt palatio regio. In Dei nomine felicitcr amen. 

Das neben dem Recognitionsxeichen aurgedrackfe Siegel xeigt den link.« (nelimlich nach der linkeii Seite des Lesers) se- 
henden ungekrönten Kopf des König» (welrher aber auch, da er beträchtlich tiefer steht als die Uaischrift, der Ab* 
druck einer Gemme sein könnte), mit der Umschrin: XP£ PROTEGE HLVDOfCVM REGEM, f. 

XIX. 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Hludouuicus diuina fauente gratia rex. Si de rebus ter- 
renis, quas diuina sumus largilate consecuti, loca sanctorum || ob amorem Dei quiddam conferimus, hoc 
nobis procul dubio ad aeteniae remunerationis prcmia cappessenda profuturum liquide credimus. Idcirco 
nouerit omnium fidelium sanctae Dei ecciesiae nostrorumquc praesenlium scilicet et futurorum industria, 
qualitcr nos concessimus quasdam res proprietatis nostrae ad monasterium quod dicitur HerifurJ, siue ad 
rcliquias sanctae Marie seraperque uirginis in eodem monasterio conseruatas, In pago uidelicet Grainga in 
uilla quae uocatur Kelueri. id est mansum indominicatum cum domibus, acdificiis et omnibus adiacentibus 
terris cultis et incultis, siluis, pratis atque pascuis, de reliquo beneficio quod Hrodradus comes habuit 
dimidiara partem, cum familiis supermanentibus utriusque sexus numero uiginfi nouem, In alio autem pago-Z1 /fl'^^'i*-" 
quod dicitur Sutherbergi, in uilla quae nuncupatur Lodrc, octo familias et nouem mansos, Et in eodem r ^ i o^w1 v -t »^. 
pai^o, in uilla quae uocatur Arpinä;i, unum mansum cum familia supermanente. Has itaque res, sicut su- Ic. Tj^vCt^i/j i 
perius diximus, cum domibus, aedificiis, niancipiis utriusque sexus, et terris, pratis, siluis, pascuis, aquis 
aquarumue decursibus, totum et integrum predicto monasterio ad proprium concessimus et confirmauimus. 
Propterea hos apiccs serenitatis nostrae circa ipsum monasterium fieri decrcuimus, per quos praecipimus 
atque iuberaus, ut nullus iudex publicus in homines ipsius loci aspicientibus potestatem ullo umquam tem- 
pore habeat, preter aduocatum eorum, neque fideiussores illorum tollende, nee in utradiis aut publici$ 
placitis aliquara districtionem in eos faciendo, sed ob Dei amorem nostramque concessionem in futurum 
omnes res superius insertas ad iam dictum monasterium pleniter descruiant absque alicuius contrarielate 
aut inpedimento. Et ut baec auctoritas donationis seu conGrmationis nostrae firmier habeatur et per futura 

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46 852 — 853. 

tempora a cunctis fidelibus sanctae Dei ecciesiae nostrisque uerios credatur atque diligentius consehieturr 
Manu propria subter eam firmauimus et anuli nostri üipressione adsignari iussimus. 

Signum (L. M.) domni Hludouuici gloriosissimi regis, 
Coaneatus notarius ad uicem Radleici recognoui et (L. S. R.) 

Data VI. Idus Decembris anno Christo propitio XYIIII. regni domni Hludouuici gloriosissimi regis in 
orientali Francia, Indictione XV. Actum in eodem monasterio Herifurd, in Dei nomine feliciter Amen. 

Die Original* Charte ist sehr beachädigt und das Siegel verloren gegangen. 

XX. 

%ArC ..^ yUil^ In nomine saluatoris mundi et in honore eiusdem patris spiritusque sancti. Jam dudum quidam illn- 
^^ stris homo nomine Sidag quandam aecciesiolam ligneam ad monasterium Paderbrunnense tradidit, simul 

[liA^ *^1> ( ) cum tercia parte hereditatis eius quae ex genitoris eius iure contigit ei habere in pago quod Almango 
ytxAppy*/ j^nuncupatur, cumque iam pro uetuslate slare eadem domuncula nequiret, successores alodi illius inito con- 
1^ ]i\v » ^ Ir gjjj^ ^pjju uoluniate et licentia domini episcopi Liuthardi in eorum possessiua hereditate iuxta locum ubi prior 
aecclesiola stetit lapideam domum Dei construxerunt. Cum uero aedificatores eiusdem domus Dei domi- 
num antislitcm Liudhardum cum precibus cogerent eandem aecclesiam dedicare, et ipse eorum petitioni 
faueret et in honore sancti saluatoris multorumque sanctorum eius eam consccraret, tunc predicti constru- 
otores et coheredes edem eandem ad predictum Paderbrunnense monasterium tradiderunt. 

Ob ein Siegel vorbanden gewesen, ist nicht au entscheiden, da am untern Rande ein Stück von der Charte wegge- 
schnitten ist. 

XXI. 

Nach einer (aus dem ehemaligen Hervordischen Archive) im Rönigl. Geh. Staats-Archive au Berlin befindlichen, alten Abschrift. 

In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Hludouuicus diuina fauente gratia rex. Si peticiones seruo- 
fum Dei iustas et racionabiles ad cffectum perduxerimus, et ad humanam*) uitamjeliciler^) traiisigendam, 
et*) perpetuam felicius*) promerendam, procul dubio nobis profuturum speramus. Qua propter*) notum 
esse uolumus, quoniam uenerabilis abbas Vuarinus adiit excellentiam nostram suppliciter orans, ut nostra 
munificentia prospiceremus mouasteriis illi commissis, cpiorum unum est monachorum, noua Corbeia nomi- 
natum^), ubi et ille primus regulari electione abbas extitit, et alterum est sanctimonialium, Heriford di- 
ctum, et proprie^ abbatisse^, cuius nomen Addila, subiectum. Scd iuxta consuetudinem, qua ancillarum 
Dei congregationibus procurari solent prepositi ex '^) ecclesiastico ordine , iam diclo abbati commendauimus, 
ut tam in disciplina abbatissam iuuaret, quam in cunctis negociis, que famule Christi pro sexu et profos- 
sione sua exsequi non possent, ipsarum prouisor et patronus existerct. Is ergo petiit celsitudinem nostram 
recordari, quod pie memorie genitgr noster Hludouuicus imperator ambo hec monasteria construi iussit ad 
normam uidelicet precipuorum in Gallia monasteriorum , Nouam utique Corbeiam ad similitudinem antique 
Corbeie, Herifordense uero cenobium ad oxemplum monasterii sanctimonialium in Suessionis ciuitate con- 
sistentium, et ut in elemosinam suam hac^) tocius gcneris sui institutionum ^arundem profectio®) comple- 
retur, cellam iuris sui que uocatur Meppia cum '^) decimis et possessionibus undique ad eam pertinentibus, 
et ccclesiam Eresburg, quam auus noster Karolus primo construens in Saxonia decimis dotauit circumqua- 
t|ue habitantium per duas saxonicas rastas, prefatus noster genitor^^j ad nouam Corbeiam tradidit. ^^) Ad 



Abweichende Lesarten in der vita Wnttgeri: ^) hanc. ^) feliciiiA. ^ ad. *) Tacilius. ^) omnibus. ^ nuncupatum. ^ fehlt. 
,*) ac. *) profecto. *<*) fehlt. ") gen. host. »»^ trad. Corb. 



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853 — 855. 47 

Herifordensis antem monasterii adiomentum dedit in episcopatu quidem Asnabniggensi ^^) ecclesiam Bugh- 
nithi cum subiectis sibi ecclesiis, In parrochia uero Mimigemefordensi ecclesiam Hreni com his que ad 
eam pertinent ecclesUs, ita sane ut decimarum aliorumque redituum prouentus omnes prefatis cederent 
monasteriis, et ab ipsis uicissim procurentur subiecte plebes in baptismate, in eucharistia, in sepultoris, in 
confessione peccatoram audienda, Et presbiteri qui principales ex his ecclesias tenerent, archipresbitero- 
rum officio fungerentur ad agenda omnia que solent fieri ab archipresbiteris episcoporum. Cum autem 
ipsi episcopi circationes suas ibi agere deberent, ad eorum mansionatica daretur, quod in capitularibus 
antecessorum nostrorum prescriptum habetur. Nos igit^ir rata esse uolentes cetera omnia, tantum expen- 
sas ad ministerium episcopi propter egritudinem et senectutem eius qui nunc est Gozberti, '^) augere de- 
bemus. Quod iuxta peticionem sepe dicti abbatis Uuarini ita moderari placuit, ut descripto quantum satis 
sit ad seruiüum episcopi, hoc nullo modo subtrahatur, et episcopus uicissim ampliora non requirat, nee 
cum pluribus ueniat, quam ut^^) eis sufficere possint. In quibus satis ^^^ consensit prefatus episcopus 
coram nobis et archiepiscopo uostro Hrabano ceterisque cum eo in sinodo^^) agentibus, id est ut dentur 
ad singulas ecclesias porci Illl.or ualentes singuli denariis^^) XQ. et^®) octo arietes, qui eadem precii 
sunmia, qua IUI. porci estimarentur, III porcelli, IUI auce, octo puUi, XX situlf de medone, XX de mel* 
Uta ceruisia, XL^) de non mellita, CSX panes, C. modii de auena manipuli DO».*^) sitque in potestate 
episcopi, utrum hec per singulas ecclesias ad unam mansionaticam^^) an ad duas^^) uelit habere. Ne 
autem in summa debiti his plus aut minus complectatur, hoc auctoritatis nostre precepto cum consensu 
synodali decemimus atque iubemus. His^) eciam adiungere placuit liberam utrique loco concessionem 
eligende de propria congregatione in regimen sui per fiitura semper tempora congrue persone, et ut omnis 
hinc dubietas tollatur, manu propria hec roborantes, anuli nostri impressione ea signari iussimus. 

Signum (L. M.) HludouxUci Serenissimi Regis. 

Aelbertus^) subdiaconus ad uicem Baldrici abhatis reeognoui. 

Data XI. Kai. Jun. anno XX.mo regni gloriosissimi '^^) regis Hludouuici in orientali Francia regnante. 
Indictione I. Actum m palatio regio Franconoford, in Dei nomine feliciter. Amen. 

XXII. 

(><• In nomine sanctae et indiuiduae Trinita tis. Hludouuicus diuina fauente gratia rex. Si liberalitatis 
nostrae munere de beneficiis a Deo nobis conlatis locis Deo dicatis aliquid conferimus, id nobis et ad 
mortalem uitam|| feliciter transigendam , et ad aeternam perpetualiter optinendam profuturum liquide cre- 
dimus. Idcirco notum fieri uolumus omnium fidelium nostrorum tam praesentium quam et futurorum sa- 
gacitati, quia potente atque suggerente Uuarino uenerabili abbate, qui monasterium quod dicitur noua 
Corbeia nostra concessione in regimine habere dinoscitur, quod piae memoriae genitor noster construi 
iussit in honorem Dei et sancti protomartyris Stephani , ubi et sancti Uiti martyris preciosa pignora seruari 
noscuntur, complacuit celsitudini nostrae, quandam cellulam iuris nostri uocatam Fischboeki, quae est 
constructa in pago Leri, memorato monasterio adiungere atque per hanc nostram auctoritatem ei tradcre, 
ut perpetuo sub eius ditione cum omnibus ad se pertinentibus et aspicientibus consistat. Hanc ut diximus 
coUulam sub integritate cum omnibus rebus, appendiciis et terminis suis, et cum omnibus ad se pertinen- 
tibus et respicientibus, id est basilicis, domibus ceterisque edificiis, decimis, siluis, campis, pascuis, aquis 
aquarumue decursil)us, cultis locis et incultis, mobilibus rebus et inmobilibus, mancipiis diuersi sexus et 
etatis, memorato monasterio subditam esse facimus atque per hanc nostram auctoritatem ita condonamus 



1») Otnaburg. ") Gauxbcrti. '*) non. *•) esse. *^ sjnado. *») dcnariof. i») aut. *>) LX. »>) de (offenb. Missvertt.). 

^) nnum mansionaticum. ^ duo. ^*) HiU. ^} Hadebertuf. '^ glorioai. 
Cod. dipl. hUt, Westfal. 3 



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48 855 — 858. 

atque tradimus, ut in iure eiusdem ac monachorum inibi per tempore Deo deseruientiam in diaersis ne- 
cessitatibus ad diainum cultum propensius exequendum absque cuiuslibet diminoratione aut retractione 
permaneat, et nullus fidclium nostronim ab eorum dominatione uel potestate eam quoquo modo auferre 
aut in aliam quamlibet partem qnacumque occasione transferre preesumat Neque uUus iudex publicus 
uel quilibet ex iudiciaria potestate in ecclcsias aut loca uel agros seu reliquas possessiones memoratae 
cellulae quas praesenti tempore in quibuslibet pagis et territoriis habet ac deinceps ibidem conlatae fue- 
rint, ad causas iudiciario more audiendas, uel freda exigenda, aut mansiones uel paratas faciendas, aut 
fideiussores tollendos, aut homines ipsius cellulae tarn ingenuos quam et latos distringendos, aut ullas re- 
dibitiones aut inlicitas occasiones requirendas, uUo umquam tempore ingredi audeat, uel ea que supra 
memorata sunt, penitus exire praesumat, sed liceat memorato abbati sub immunitatis nostrae auctoritate, 
successoribusque eins et monachis in memorato monasterio per tempora degentibus, iam dictam cellam 
cum Omnibus ad se pertinentibus uel aspicientibus, ad Dci et domini nostri Jhesu Christi famulatum dili- 
gentius peragendum, absque cuiusquam contrarietate uti, et quecumque ad suos in domini nostri Jhesu 
Christi militia usus et necessitates pertinent, ordinäre, disponere, iusteque eßicere, quatinus pro pii geni- 
toris nostri animae saluatioue, et pro nobis, coniuge proleque nostra et pace nostra ac stabilitate totius 
imperii a Deo nobis commissi alacrius eos indesinenter domini misericordiam exprare delectet. Hanc quo- 
que'ammonitionem subiungere curauimus, ut prefatus abbas eiusque per tempora successores prouideant 
de prefata cellula, ne aliquando neglegatur in diuino cultu, neque cuilibet personcin beneficium tribuatur, 
, sed potius procuretur ut ibi in perpetuum Dei cultus perseueret et ad prefati monasterii monachorumque 
ibidem Deo seruientium usus et necessitates in perpetuum prospiciat. Et ut hec nostra auctoritas inuiola- 
bilem et inconuulsam obtineat firmitatem, manu propria subter eam subscripsimus et anuli nostri impres- 
sione assignari iussimus. 

C. Signum (L M.) Hludouuici Serenissimi regis. 

Badebertus subdiaconus ad uicem Baldrici abbatis recognoui et (L. S. R.) 

Data Xlll. K. April, anno XXIII. serenissimi regis Hludouuici (in orientali Francia regnantis). Indictione 
ni. Actum in uilla Eipilingas (in Dei nomine feliciter Amen.) 

Das Siegel ist theilweis terloren gegangen und die Charte überhaupt sehr beschädigt. (Die im Datum eingeklammertea 
Worte sind tbeils ausgerissen , tbeils ganz erloschen, und nach der Analogie anderer Urkunden supplirt.) 

XXIIL 

^^ In nomine sanclae et indiuiduae Trinilatis. Hludouuicus diuina fauente dementia rex. Si enira libera- 
litatis nostrae munere loeis Deo dicatis quiddam conferimus et necessitates ecclesiasticas nostro subleuemus 
iuuamine atque regali tuemur munimine, id nobis ad aeternam uitam felici||ter optinendam profuturum li- 
quide credimus. Quapropter nouerit omnium fidelium nostrorum industi*ia praesentium scilicet et futuro- 
rum, qualiter nos ob amorem Dei et remissionem peccatorum nostrorum, atque pro remedio animarum 
antecessorum nostrorum augustissimorum Imperatorum, ad monasterium quod dicilur Heriuurt, quod est 
conslructum in honore sanctae Mariae semper uirginis, situm in ducatu saxonico, ubi praesentis tempori- 
bus Hadeuui abbatissa et rectrix esse uidetur, quasdam res proprietatis nostrae in pagis Dreini et Boro- 
- ctra cognominantibus, et in comitatibus Burchardi et Uuariui coniacentes, id est casas dominicatas duas 

cum territorio dominicali, unam scilicet in Seliheim et alteram in Slocheim, nee non et mansos triginta 
pertinentes ad loca praenominata , et quicquid dici aut nominare potest, quae ad praedicta loca iure per- 
tinere noscuntur, cum familiis sexaginta, quae lingua eorum lazi dicuntur, totum et integrum per hanc 
nostram auctoritatem ad memoratum monasterium perpetualiter in proprium tenendum coucessimus, et de 
iure nostro in ins et dominationem eiusdem monasterii transfundimus et coudonamus, ea scilicet ratione, 

QiAj>tr^^ U i'^n* A\»' ^CoK^i Ct^^vv Digitized by V^OOQ IC 

>li^ Oll Cii^^^S ^^'i^'j fi^/fv.. 



858-^859. 19 

ut perpetuo sanctis monialibus ibidem Domino iugiier famulantibus in cibariis et uictualibus reliquisque 
usibus earum per futura tempora Christo propitio cousistant, et in benefitio res ipse nuUi concedantur, 
sed solummodo absolute ad mensam eorum iugiter deseruiant, et nullus successor noster hanc auetorita- 
tem largitionis nostrae aliter immutare possit, neque uUus publicus iudex aut aliqua iudiciaria potestas ^ 
aliquam molestiam aut contrarietatem in liis rebus illis facere praesumat, sed liceat ipsis res suas libere 
et absolute, Domino adiuuante et nostra munitioue tuente possidere, omni iudiciaria remota potestate. Et 
ut haec auctoritas largitionis nostrae per futura tempora firmier habeatur et a fidelibus nostris melius con- 
seruetur ueriusque credatur, subter eam manu propria nostra firmauimus et impressione anuli nostri ad 
signari iussimus. 

C. Signum (L. M.) Hludouuid Serenissimi regis. Hadebertus subdiaconus ad uicem Uuitgarii canceüarii 
recognoui et (L. S. R.) 

Data Id. Junias, anno Christo propitio XXVI. Hludouuici serenissimi regis in orientali Francia regnante, 
Indictione VI. Actum in uilla Franconouurt palatio regio, in Dei nomine feliciter. AmeN. 

Die Schrift der Urkunde läMt keinen Verdacht gegen die Aechtheit und Originalität derselben sn; das Siegel aber ist 
nicht mehr das ursprüngliche und gehört einer gaos andern Perstm an« £« ist kreisförmig, sehr dick, mit starken 
Pergameotriemen an die Charte geheftet, und zeigt ein vorwärts sehendes Brustbild mit unbedecktem Kopfe; von 
der Umschrift ist mit Sicherheit nur su lesen: . . dnlfus Di. Gra .... Den vorhandenen Spuren nach, muss 
früher ein anderes Siegel der Urkunde aufgedruckt gewesen sein, dessen Verlust durch das gegenwärtige wilikürlich 
erselEt worden ist. 

XXIV. 

^* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Hludouuicus diuina fauente dementia rex. Si enim 

locis Deo dicatis quiddam ex rebus quas diuüio munere possidemus largitatis gratia conferimus, hoc nobis 

procul dubio ad aeternam uitam promerendam||profuturum liquido credimus. Quapropter nouerit omnium 

fidelium nostrorum praesentium scilicet et futurorum industria, qualiter nos ob amorem Dei et pro abso- 

lutione peccatorum antecessorum nostrorum augustissimorum Imperatorum atque pro remedio anime nostrae, 

quasdam res proprietatis nostre, quas Folcheri fidelis noster actenus in beneficium tenuit, in ducatu Uuest- 

falorum coniacentes in pagis Grainga et Threcuuiti, nee non et in comitatibus Burchardi, Uualtberti, et > ^.. 

Albrici atque Letti, id sunt mansi Xllll. cum familiis uiginti, qui lingua eorum lati dicuntur, ad monaste- A^'^^^ a^'** , - 

rium quod uocatur Heriuurt, quod est constructum in honore sanctae Mariae semperuirginis, ubi HaduuuiQ :-^5*TVv 

praesentis temporibus abbatissa et rectrix esse uidetur, cum omnibus appendiciis, totum et integrum ad p .^'^^/ (^/\^i^ 

praefatum monasterium in proprium perpetuäliter tenendum tradimus et de iure nostro in ius et domina- f .>; JifiUN 

tionem ipsius monasterii sollemniter condonamus, ita uidelicet ut nullus successor noster easdem res inde />. * 

ulterius subtraendi licentiam habeat, sed ab hodiemo die rectrices atque sanctae mouiales ipsius mona- ' 

sterii easdem res recipiant atque deinceps per hoc nostrum praeceptum data licentia Christo propitio 

habeant potestatem utendi pro communi utilitate earum qualitercumque eis libuerit Et ut haec auctoritas 

largitionis atque traditionis per futura tempora firmier habeatur et a cunctis fidelibus nostris melius con- 

seruetur ueriusque credatur, subter eam manu propria nostra firmauimus et impressione anuli nostri robo- 

rari iussimus. 

Signum (L. M.) Hludouuici serenissimi regis. Hadebertus subdiaconus ad uicem Uuitgarii canceUarü 
recognoui et (L. S. R.) 

Data Vn. Kai. Maias, Anno XXYII. regni Hludouuici serenissimi regis in orientali Frantia regnante, Indi- 
ctione VII. Actum in Franconouurt palatio regio, in Dei nomine feliciter. AmeN. 

Die Charte ist sehr beschädigt nnd das Siegel veriorcn gegangen. 



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20 S6S — 8t0. 

XXV. 

^* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Ludthuuuicus diuina fauente gratia Rex. Si enim libera- 
litatis nostre munere locis Deo dicatis quiddam conferimus, || id nobis et ad mortalem uitam temporaliter 
transiendam, et aeternam felicitet obtinendam profuturum liquido credimus. Qua propter nouerit omnium 
fidelium nostronim presentium scilicet et futuronim sollertia, qualiter nos ob nostre mercedis aogmentum 
et pro remedio animarum nostrarum, et per interpellationem Hemme dilect^ coniugis nostr^, quasdam res 
proprietatis nostrf concessimus ad monasterium Heriuordensis ad usus sanctimonialium ibidem domiuo 
famulantium, quod situm est inter fluuios Uuema et Hardna, in honorem sancte^ Dei genitricis et perpetue 
L/t? u/) ("f l'^ ; uirginis Marie, ubi requiescit corpus sacre^ uirginis Pusinn^, duas uidelicet casas dominicatas, Oueranberg, 
iWvs ^^^^^^ L'^^^^i^^s^^o^P' ^^ P^g^ Angeresgouue super fluuium Hrenum, cum triginta mansis et omnibus suis appen- 
diciis, hoc est utriusque sexus mancipiis, areis, aedificiis, terris, cultis et incultis, pratis, pascuis, aquis 
aquarumque decursibus, molis, molendinis, piscatiouibus , siluis, uenationibus, exitibus et reditibus, uiis et 
C: inuiis, quesi tis et inquj rendis, cum decimis et omni utilitate que ullo modo inde potent prouenire. Ea 
scilicet ratione, ut ab hodiema die et deinceps per hoc nostrf auctoritatis preceptum plenios in Dei 
nomine confirmatum, nullo inquietante, sed domino auxiliante perpetuis temporibus ibi permaneant ad 
usus sanctimonialium ibidem domino famulantium, ut nuUa abbatissa neque alia quelibet potestas audeat 
Olas alicui in beueficium praestare, sed ille^ inde faciant quod eis expedit pro conununi utilitate. Uolumus 
etiam atque concedimus ut potestatem habeant ex illis ipsis eligendi abbatissam. Decemimus etiam atque 
iubemus, ut nuUus iudex publicus neque quislibet ex iudiciaria potestate in ecclesias seu reliquas posses- 
siones aut uillas, quas memorato monasterio concessimus uel deinceps ibi uoluerit diuina pietas augeri, 
ad causas audiendas uel fraeda exigenda seu mansiones uel paratas aut teloneum uel fidei iussores tollere, 
aut homines predicti monasterii conmianentes distringere, nee ullas publicas functiones seu redibitiones aut 
illicitas occasiones reddendas deinceps praesumat, sed liceat praedictis famulabus Christi, absque uUius 
inquietudine perpetualiter et inrefragabiliter Deo seruire, quatenus pro nobis nostrisque domini clementiam 
deuotius exorent, et ut hec nostra traditio ac preceptio firmier habeatur, manu propria firmauimus et 
anuli nostri inpressione signari iussimus. 

Signum domni Ludthuuuici (L. M.) seremssimi regis. 
Euerhardus cancellarius uice Grimaldi recognaui. 

Data Kai. Julii anno XXXffl. regni domini Luthuuuici Serenissimi regis in orientali Francia regnante, 
indictione prima. Actum Engilahem palatio regio in Dei nomine feUciter 

Das Monogramm ist nicht ▼ollständig ausgellihrt. Daa15iegel| welchea mit einem durchgesogenen Pei^gamentstreifen anf 
die Charte geheftet war 9 ist lerstört. 

XXVI. 

v><« In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Hludouuicus diuina fauente gratia rex. Si liberalitatis 
nostrae munere locis Deo dicatis quiddam conferimus beneficii et necessitates ecclesiasticas nostro || rele* 
uamus iuuamine atque regali tuemur munimine, id nobis et ad mortalem uitam temporaliter transigendam, 
et ad aeternam uitam feliciter obtinendam profuturum liquido credimus. Quapropter comperiat omnium 
fidelium nostrorum praesentium sqilicet et futurorum sollertia, qualiter nos ob nostrae mercedis augmen- 
tum et pro remedio animae domni aüi ac gcnitoris nostri nee non fratris nostri Hlotharii suique filii et 
aequiuoci, concessimus quasdam res proprietatis nostrae ad monasterium situm in Saxonia, quod nuncu- 
patur nouaCorbeia, id est uillam quae uocatur Lizzicha, ubi sunt homines L qui picturas^) faciunt etpic* 



*) Pictara hat hier die eigenthiimliche Bedeutung einet bei Weingärten gebräuchlichen Landmaasses. 

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8T0 ~ 8T1. 24 

lurae uineanim II et YII paiticulae uinearam, ubi doae carradae colUgi possunt, et sunt ibi XXX feminae iO^J^^^^^^ 
quae dant censnm unaquaqae sex siclas uini et de Uno XII fusas, HI pullos et XV oua, et de terra ara- /Vh'^^ 
toria ad L modios, et de pratis ad carradas X. Has itaque praescriptas res cum omni integritate totum 
et ad integrum ex iure et dominatione nostra in ius et dominationem praescripti monasterii tradimus atque 
transfundimus, ea uidelicet ratione, ut ab hodierna die et deinceps per hoc nostrae auctoritatis praecep- 
tum plenius in Dei nomine confirmatum, nuUo inquietante, sed Deo auxiliante, perpetuis temporibus ibi 
permaneant absque ulla contradictione, ut eis pro nostra ac coniugis carissimaque prole salute domini 
clementiam facilius exorare delectet. Et ut haec auctoritas largitionis nostrae firmier habeatur et per futura 
tempora a fidelibus nostris uerius credatur et diligentius obseruetur, manu propria nostra subter eam fir- 
mauimus et anuli nostri inpressione assignare iussimus. 

Signum (L. M.) damni Hludouuici Serenissimi regis, 

Hebarhardus canceüarius ad uicem Liutberti archicappellani recognoui et (L. S. R.) 

Data Vn. Kai Octob. anno XXXnil. regni donmi Hludouuici serenissimi regis in orientali Francia 
regnante, Indictione tercia. Actum Aquisgrani palatil In Dei nomme feliciter AMEN. 

Das Siegel liegt, lerbrochen ood ▼erttfimmelt, lose bei der Urkunde. 

XXVII. 

Abschrift, nach dem in Mähren aufgefundenen Ortginale berichtigt, im Besiti des Bibliothekars Moojer so Minden*^). 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Hludouuicus diuina fauente dementia rex. Oportet igitur 
nos qui diuino sumus munere quodammodo prae caeteris mortalibus sublimati, eius in onmibus parere 
praeceptis, cuius dementia prelati sumus, ac pro suo amore loca quae fideles nostri ad laudem et glo- 
riam nominis sui aedificare et construere ac consecrare uoluerint, eis ad hoc supplementum et solatium 
conferre ac sub nostra defensione et tuitione suscipere, quatenus quidquid deuota mente in eisdem locis 
boni conati fuerint impendere perpetualiter absque alicuius molestia et inquietudine ualeat fixum et immo- 
bile permanere. Quapropter comperiat omnis fidelium nostrorum presentium .... et futurorum sollertia, 
qualiter Theodericus sanctae Mindonensis ecclesiae episcopus construxit per nostram licentiam ex sua here- 
ditate in honore sancti Petri ancillarum piarum monasterium quod dicitur Vuonherestorp, et ex hoc et in 
omne tempus subiecit ad potestatem sui iam dicti episcopatus, largiens ex eodem episcopatu ad memo- 
ratum monasterium decem mansus litorum et quinque seruos cum hoc quod habere uidentur, et ducenta 
.... decimarum ad subsidium piarum ancillarum, eo quoque pacto ut sub potestate successorum suorum 
uidelicet episcoporum consistat ad regendum prefatum coenobium, et habeant regulariter ipsae ancillae 
piae inter se licentiam eligendi abbatissam prout oportet futuris temporibus, et omnibus annis pro institu- 
tione subiectionis quinque solides pcrsoluant ad ecclesiam sui episcopatus, et deinceps maneant absc[ue 
ullius inquietudine cum omnipotentis Dei seruicio sine ulla quaerela suorum propinquorum, et idcirco depre- 
catus est celsitudinem nostram uenerabilis episcopus Theodericus, ut hoc nostrae auctoritatis preceptum 
scribere iuberemus, per quod decernimus atque iubemus, ut, sicut superius comprehensum est de prefato 
monasterio quod predictus uenerabilis episcopus construxit et ordinauit, ita deinceps per hoc nostrae aucto- 
ritatis preceptum plenius in Dei nomine confirmatum, nuUo inquietante, sed Deo auxÜiante, perpetuis tem- 
poribus firmum et stabile permaneat absque ullius contradicentis obstaculo et sub nostrae immunitatis tui- 
tione et defensione tam igitur ancillae Domini quam et res earum perennis temporibus consistant, ut eis 
pro nostra ac coniugis carissimeque prolis salute Domini clementiam delectabilius exorare delectet Et ut 



*) Für die buchstäbliche Richtigkeit ist doch nicht durchgängig einsustehen. 

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22 ' 871 —878. 

itacpie anctoritas firmior teneatur et per futura tempora a fidelibus nostris uerius credatur et diligentius 
obseruetur, manu propria nostra subter cam firmauimus et anuli nostri impressione adsignare iussimus. 

Signum (L. M.) domni Hludouuici regis Serenissimi. 

Euerhardus cancellarius ad uicem Liudberhti archicapellani recognoui et (L. S. R.) 

Datum pridie Id. Octobr. Anno XXXIII. regni domni Hludouuici serenissimi regis in orientali Francia 
regnantis, Indictione IV. Actum in Franconoford .palatio regio in Dei nomine feliciter amen. 

XXVIII. 

C« In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Hludouuicus diuina fauente gratia rex. Conuenit regiae 
dignitati scmper studere ne ecclcsiarum Christi Status aliqua occasione labefactari incipiat. Ex hoc|| enim et 
praesens uita sub maiori prosperilate transigitur, et aeternae beatitudinis merces maxima adquiritur. Qua- 
propter expedit nobis sepius retractare concessiones antecessorum nostrorum, simul et nostra praecepta 
de immuiiitate ecclesiarum ab exactionibus puplicis confirmare, ut et quae prius concessa sunt, numquam 
infringi patiamur, et de bis quae forte minus expresse annotata sunt, et ideo in antiquis praeceptis non 
contineri contenditur, per nouorum confectionem omnem in futuro dubietatem tollamus. Notum ergo esse 
uolumus Omnibus tam praesentis aeui quam succedentium temporum Christi fidelibus, quia nouae Corbeiae 
monasterium iussu gloriosi genitoris nostri constructum est in honorem sancti Stephan! protomartyris Christi, 
atque per uoluntatem eiusdem Imperatoris corpore est beati Uiti martyris insignitum, sed et ex integre ab 
Omnibus puplicae exactionis officiis et expeditione hostili tam de litis quam de ingenuis hominibus terram 
eius incolentibus absolutionem promeruit, in quo et nos comprehensum existimauimus, et hactenus obser- 
uatum comperimus, ut decimae de dominicatis eiusdem monasterii mansis non darentur episcopis, sed ad 
portam monasterii darentur in elemosinam praefati genitoris nostri et totius prosapiae eius, ut uidelicet 
esset unde ministraretur peregrinis et hospitibus qui numquam desunt monasterio. Nunc uero exorta que* 
stione per quosdam episcopos, utrumnam hoc eidem monasterio genitoris nostri nostroque praecepto con- 
cessum sit, quanquam ut ipsi dicunt nominatim non sit expressum, sub generali tamen concessione liberae 
dispositionis rerum suarum, etiam hoc comprehensum fatemur, sicut et seuiori Corbeiae, ad cuius normam 
haec noua instituta est, et praecipuis quibusque monachorum monasteriis antecessores nostros concessisse 
conperimus. Et ne deinceps hinc aliqua dubietas fiat, rogatu uenerabilis uiri Adalgarii abbatis eiusdem 
Monasterii per hoc nostrae potcstatis praeceptum decemimus atque iubemus, ut et omnia quae prius ha- 
buit immunitatis praecepta rata et inconuulsa habeantur, et per hanc conscriptionis nostrae cartam specia- 
liter ei concessum sciatur, ut de dominicatis mansis uel nunc habitis uel post adquirendis a reddendis 
decimis plenam idem monasterium habeat inmiunitatem, Nisi sicut hactenus fuit, uidelicet ad portam mo- 
nasterii in susceptionem hospitum et peregrinorum. His omnibus astipulari recens Adriani apostolici prae- 
fato abbati collatum priuilegium cognouimus, dum huius apud nos controuersiae questio uentilaretur. Et 
ut haec auctoritas nostrae largitionis firmior habeatur atque per futura tempora a fidelibus nostris uerius 
credatur, manu propria subter eam firmauimus atque anuli inpressione signari iussimus. 

Signum (L. M.) domni Hludouuici serenissimi regis. 

Hebarhardus cancdlarius ad uicem lAudberti archicappeüani recognoui ei (L S. R.) 

Data XVI. Kai. Jul. anno ab incarnatione dominica DCCCLXXIII. regni autem domni Hludouuici sere- 
nissimi regis in orientali Francia regnante anno XXXVII. Indictione VI. Actum Aquisgrani Palacii in Dei 
nomine feliciter. AMEN. 

Das Siegel itt Terloren gegangen. 



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8t». 23 

XXIX. 

Aas dem Kopialbuche dea Stiftes Corve/. 

Adrianns episcopus seruus seniorum Dei. Adalgario rcligioso abbati uenerabilis monasterii sanctorum 
martirum Stephaui atque Yiti, quod nuncupatur noua Corbeia, et per te in eodem uenerabili monasterio 
in perpetuum. Conuenit apostolico moderamini pia religione pollentibus beniuola conipassione succurrere^ 
et poscencium animas alacri deuotione congruum impertiri assensum. Ex bis enim lucri potissimum premium 
a conditore omnium Domino promeremur, dum uenerabilia loca oportune ordinata ad meliorem siue fir- 
miorem fuerint sine dubio statum perducta. Et ideo cum constet religionem tuam nostrae sollicitudinis 
pontificio satis humiliter suggessisse, quatinus prefatum monasterium sub perenni defensione sanctae sedis 
apostolicae, cui licet indigni preesse dinoscimur, recipere dignaremur, decernentes scilicet atque apostolica 
auctoritate modis omnibus statuentes, ut et idem monasterium priuilegii nostri decore iinetenus uigeat, et 
monachi qui illic Domino cotidianis laudibus famulantur, de propriae congregationis collegio post tuum 
decessum deinceps, quem diuinitate summa annuente omnes concorditer elegerint ordinandi abbatem ha- 
beant facultatem. Et quia asseris, nuncupatum ipsum monasterium münificencia principum in prediorum 
facultatibus ditatum fuisse, petis et suggeris ut tam hoc quod nunc possidet quam etiam quod a fidelibus 
illic fortassis oblatum siue coUatum fuerit emissa preceptione confirmare nichilominus ' dignaremur. Super 
quibus non solum in Domino gauisi sumus, uerum etiam quia pia esse conspeximus, ut moris est apostolici 
ad tibi hec impendenda amore Dei illecti uotis tub fauere decreuimus. Qua propter a presenti sexta 
indictione iam dictum monasterium in apostolicae auctoritatis defensionem immo perpetuam recipimus tui- 
cionem, et omnia predia illius, tam ea scilicet quae a gloriosis principibus uel aliis Christi fidelibus ibi 
coUata sunt et concessa, quam illa quae deinceps prestante Domino confcrri poterunt et concedi ibidem 
siue mobilia siue immobilia confirmamus, et ut a quolibet non usurpentur, inuadantur aut rapiantur aucto- 
ritate apostolica promulgamus, iubemus ac definimus. Nichilominus inuiolabiliter apostolica censura ad 
nostrae mercedis augmentum decemimus, ut omne fas atque omnem licenciam habeant monachi eiusdem 
monasterii, talem de suis semper abbatem eligere, qualem omnium uota concorditer postulaueriut et sibi 
preficiendum fore uno animo gracia sancti spiritus sufFragante illic Domino famulantes uoluerint, ncc quis- 
quam presumat alienum siue extraneum illic umquam abbatem constituere aut introducere, sed sicut dixi- 
mus tales de ipsa congregatione^ qui eidem monasterio regulariter presint, cum uel tu de hac uita uocatus 
ad Dominum demigraueris, uel tempore succedente ab unanimitate omnium eligantur' qui uitam er omnem 
monasterialem ordinem teneant et cuncta cum timore Dei et reuerencia regularis disciplinae dispensare 
sununopere fiant, Statuentes apostolica censura sub diuini iudicii attestatione et anathematis interdictu, ut 
nulli umquam paruo uel magno homini, cuiuscumque sit dignitatis uel ordinis, liceat hanc nostrae auctori- 
tatis quam pio intuitu promulgauimus sanctionem infringere aut floccipendere uel in toto siue in parte 
quoquo modo uiolare, Et si, quod non credimus, temerario ausu quisquam uel nunc uel umquam trans- 
gredi, contempnere, uiolare aut hanc nostram preceptionem infringere presnmpserit et non in omnibus 
obseruauerit, sciat se anathematis uinculis innodandum et a regno Dei penitus sequestrandum. Qui autem 
uerus custos huius apostolicae piae sanctionis Studiosus obseruator extiterit, benedictionem et misericordiam 
uitamque aetemam a domino Deo nostro consequi mereatur. 

Scriptum per manum Stephani notarii Camarae sanctae Romanae ecclesiae, Imperante domino nostro 
piissimo perpetualitelr augusto Hluthouuico a Deo coronato magno imperatore anno uigesimo quarto, Et 
post consulatum eins anno uigesimo quarto, mense Octobrio, indictione sexta. Bene nalete. Data Idos 
Octobris, per mauus Sergii primicerii defensorum sanctae sedis apostolicae. 



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24 891 — 88'r. 



XXX. 



In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Hludouuicus diuina fauente gratia rex. Si locis Deo di- 
catis nostrae regiae potestatis beniuolentiam impenderimus, hoc nobis ad aeternae || remunerationis prae- 
mia capesseuda profuturum liquide credimus. Quapropter nouent omnium fidelium nostrorum tarn prae- 
sentium quam et futurorum industria, qualiter uir aenerabilis nomine Luithardus episcopus scilicet aeccie- 
siae constractae in honore sanctae Mariae semper uirginis et sancti Chiliani in loco qui dicitur Paderbrunno 
attulit in praesentiam nostram aui nostri piique genitoris nostri conscripta, in quibus continebatur qualiter 
ipsi antccessores nostri res praefatae aecclesiae cum hominibus in ipsis rebus consistentibus sub illorum 
receperunt mundcburdo et tuitione, precatusque est nostram mansuetudinem. ut hoc ipsum a nostrae re- 
giae potestatis consensu fieri non recusaremus. Nos autem ob amorem Domini et ob remedium animae 
pii genitoris nostri caeterorumquae antecessorum nosti*orum nee non et pro nostrae mercedis augmento 
paternos mores sequentes et benignitati eins consentientes, ita fieri decreuimus. Praecipientes ergo iube- 
mus, ut nullus iudex publicus uel quislibet ex iudiciaria potestate in aecclesias aut loca nel agros seu 
reliquas possessiones iam dictae aecclesiae, quas nunc infra dicionem regni nostri legibus possidet, uel 
quae deinceps in iura ipsius loci diuina pietas uoluerit augeri, ad causas iudiciario more audiendas uel 
freda exigenda, mansiones uel paratas faciendas aut fideiussores tollendos aut homines ipsius ecclesiae 
contra rationem distringendos , nee uUas reddibitiones uel inlicitas occasiones requirendas uUo umquam 
tempore ingredi audeat, uel ea quae supra memorata sunt penitus exigere praesumat, hominibus quoque 
famulatum eiusdem monasterii facientibus in Hursteromarku, qui saxonice Mal man dicuntur, praedictum 
mundeburdum et tuitionem nostram constituimus, ut etiam coram nulla iudiciaria potestate examinentur 
nisi coram episcopo aut aduocato quem eiusdem loci episcopus elegerit. Quicquid uero fiscus exinde 
sperare potuerit, praedictae aecclesiae ad stipendia pauperum et luminaria concedimus. Et ipse episcopus 
cum Omnibus rebus suis nostro fideliter pareat imporio et sub nostra consistat defensione, quatinus ipsum 
fratresque eiusdem loci pro nobis , coniuge proleque nostra Dominum melius exorare delectet. Et ut haec 
nostrae consensionis auctoritas pleniorem in Dei nomine obtineat firmitatem, manu propria nostra subter 
eam firmauimus et anuli nostri impressione assignari iussimus. 

Signum Hludoumci (L. M.) Serenissimi regis. 

Amolfus cancellarius ad uicem Luitberti arehiqapellani recognoui. 

Data Nouas Junii. Anno dominicae incarnationis DCCCLXXXI. Indictione XIIL Auno Yto regni Hludo- 
uuici Serenissimi regis. Datum Franconofurt. In Dei nomine feliciter Amen. 

Da« Monogramm kommt mit denen Ludwigs des Deotschen überein. — Das aufgedrackte Siegel teigt das Brustbild 
des Königs. 

XXXI. 

XP. In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Karolus diuina fauente dementia Imperator augustus. Si 
peticiones seruorum Dei nostrorumque fidelium, quas pro suis necessitatibus et maxime pro ecclesiarum 
Dei utilitatibus nobis || suggesserint, ad e£Pectum perducimus, non solum honorificam Imperialis liberali- 
tatis exercemus consuetudinem, uerum etiam ad aeternae retributionis mercedem talia credimus nobis facta 
profutura. Unde nouent omnium fidelium nostrorum praesentium scilicet et futurorum industria, quod 
fidelis noster Bobo abbas monasterii quod uocatur noua Corbeia et situm est in Saxonia, dedicatum uero 
in honore sanctorum martirum Stephani atque Uiti, insinuauit amplitudini nostrae, qualiter idem monaste- 
rium beatae memoriae auus noster Hluduuuicus Imperator primitus inchoauerit et statim inter ipsa con- 
structionis eius exordia concesserit, ut neque abbates illius loci, neque homines eorum cuiuscumque coh- 



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88T. 25 

ditioms ia expeditionem umquam ire deberent, sed liceret eis cum quiaete ac securitate praefate utilitates 
ecciesiae prouidere» nee non et regiis interdum legationibus exequeiidis ubi opus esset operam dare. Quam 
cpncessionem ännam in futurum esse uolumus, licet ad presens eam instantis periculi uecessitas paululum 
minuere cogat. Nam propter immensam barbarorum infestationem necesse habemus cum uniuerso populo 
nobis diuinitus commisso ecclaesiae Christi defensioni insistere, et ob hoc non omnes sub memorati loci 
dominio consistentes a profectionibus in hostem inmunes relinquere possumus, sed quoniam eiusdem loci 
abbates missaticum regium peragere soliti erant, concedimus eis ut triginta homines nobiles ab aliis pro- 
fectionibus secum immunes habeant, et si extra patriam est legatio peragenda, plures nobiles ad hoc opus 
parates teneant, reliqni uero cum suo populo in hostem proticiscantur, Et hoc quandiu tanta bellorum 
pericula imminent. übi uero diuina pietas pacem dederit, concessionem quam temporibus gloriosae me- 
nioriae aui, genitoris et germani mei habuerunt, firmam et stabilem manere uolumus. Tradimus etiam in 
remedium animae nostrae et patris nostri et fratris et in elemosinam progenitorum nostrorum qnaedam 
benefitia ad prefatum coenobium in propriam hereditalem, scilicet in üuehsigo quinque mansos^et IL fa- )vU^^^ . 
milias quos habuit Liuduuard in benefitium, et in Hession V. mansos et duas litorum familias quas habuit lv\t'^^'^' >^' 
olim Remeias in benefitium, et in Marca Asseki in uilla Etrikeshusun quicquid ad regium ins pertinet in 
terris, siluis et mancipüs. Concedimus quoque partem uille quae dicitur Ouenhus, quam habuit olim 
Uuihric comes in benefitium, et quatuor mansos in Sinutfeldun, quos Lantuardus habuit in benefitium. Et 
ut liaec nostrae largitatis concessio pleniorem in Dei nomine obtineat firmitatem , manu propria firmauimus 
et anuli nostri impressione assignari iussimus. Signum (L. M.) domni Karoli Serenissimi augusti, LitUfre- 
dus notarius ad uicem lAutuuardi archicancellarii recognoui et (L. S. R.) 

Data Non. Mai. Anno incarnationis Domini DCCCLXXXVII. Indictione IUI. Anno uero regni domni Ka- 
roli XI. Imperii autem YII. Actum Uueibilinga uilla in Dei nomine feliciter amen. 

Da« Siegel Ut ferloren gegangen. 



XXXII. 

^« In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Karolus diuina fauente gratia Serenissimus Imperator Au- 
gustus. Si locis Deo dicatis nostrae imperiaU potestatis beniuolentiam impenderimus, hoc nobis ad aetemae 
remunerationis prae|{mia capesscnda profuturum fore liquide credimus. Quapropter omniura fidelium no- 
strorum praesentium scilicet et futurorum cognoscat industria, qualiter uir uenerabilis nomine Biso episcopus 
scilicet aecclesiae constructae in honore sanctae Mariae semper uirginis et sancti Chiliani in loco qui dicitur 
Padcrbrunno attulit in presentiam nostram beatissimorum auorum nostrorum augustorum, piique genitoris nostri 
conscripta, in quibus continebatur, qualiter ipsi antecessores nostri res praefatae aecclesiae cum hominibu$ 
in ipsis rebus consistentibus sub illorum receperunt mundeburdo, Precatusque est mansuetudinem, ut hoc 
ipsum a nostrae imperialis potestatis consensu fieri non recusaremus. Nos autem ob amorem domini et 
ob remedium animae pii genitoris nostri ceterorumque antecossorum nostrorum, nee non et pro nostrae 
mercedis augmento, paternos mores sequentes et benignitati eins consentientes, ita fieri decreuimus. Prae- 
cipientes ergo iubemus, ut nullus iudex publicus uel quislibet ex iudiciaria potestate in ecdesias aut loca 
uel agros seu reliquas possessiones iam dictae aecclesiae, quas nunc infra ditionem regni nostri legibus 
possidet, uel quae deüiceps in iura ipsius loci diuina pietas uoluerit augeri, ad causas iudiciario more 
audiendas, uel freda exigenda, mansiones uel paratas faciendas, aut fideiussores tollendos, aut homines 
ipsius aecclesiae contra rationem distringendos, nee ullas redibitiones uel iniustas occasiones requirendas 
ullo umquam tempore ingredi audeat, uel ea quae supra memorata sunt penitus exigere presunoiat. Ho- 
minibus quoque famulatum eiusdem monasterii facientibus in Husteromarcu qui saxonice Malman dicuntur, 

Cod. dipl. bist. Wettfal. 4 

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26 887. 

praedictum mundeburdum et tuitionem nostram constituimus, ut etiam coram nuUa iudiciaria «potestate 
exammentur, uisi coram episcopo aut aduocato quem eiusdem loci episcopus elegerit. Quicquid ucro 
fiscus exinde sperare potuerat, praedictae aecciesiae ad stipendia pauperum et luminaria concedimus. Et 
ipse episcopus cum omnibus rebus suis nostro fideliter pareat imperio, et sub nostra consistat defensione. 
Quatinus ipsum fratresque eiusdem loci pro nobis dominum melius iugiterque exorarc delectet. Et ut 
haec nostrae consensionis auctoritas plcniorem in Dei nomine obtineat firmitatem, manu propria nostra 
subter eäm confirmauimus et anuli nostri impressione assignari iussimus. 

Signum domni KaroK (L. M.) Serenissimi Imperatoris Augusti, 

Amalbertus cancellarius ad uicem Liutberti archicappellani recognoui et (L. S. R.) 

Data XI. Kai. Octobr. Anno dominicae incamationis DCCG1XXXYII. Indiclione Y. Anno uero regni 
KAROU Serenissimi Imperatoris Augusti, in Italia YII. in Francia Y. in Gallia III. Actum ad Lustinauua 
curte regali in Christi nomine feliciter AMEN. 

Das aurgednicLte kleine kreifförmige Siegel seigt dat rechts lebende Brustbild des Kaisers, unbärtig und mit unbedeck- 
tem Haupte 9 aber mit Schild und Lanse; mit der Umschrift: Karolus Imperator. 

XXXIII. 

Aus dem Original- Codex der Tita Waltgeri. 

In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Amulfus gratia Dei rex. Si seruorum Dei peticionibus quas 
pro ecdesiarum sibi conmiissarum utilitatibus nobis suggesserint, clementer annuere ac pie prospicere 
uolumus, et ad presentis uite cursum prospere peragendum, et ad future beatitudinis premia promerenda 
id nobis profiiturum liquide credimus. Unde omnibus sancte Dei ecclesie nostrisque fidelibus notum esse 
uolumus, quod fidelis noster Bouo abbas monasterii quod uocatur noua Corbeia insinuauit celsitudini nostre, 
qualiter ipsuin monachorum cenobium sibi commissum, nee nou et monasterium puellarum constitutum in 
loco Heriuort nuncupato, cui preest abbatissa nomine Ilatwigis, a uenerande memorie antecessore nostro 
Lodowico, pro eterna ipsius omnisque gloriosissimi generis sui memoria primum constructa, ac deinde 
tam illius quam filii sui Serenissimi regis Lodowici et successorum eins largitionibus illustrata, et defensione 
ac tuitione actenus fuerint conseruata. Quam ob rem nostram inplorauit clementiam, ut eadem monaste- ^ 
ria sub nostra tuitione suscipientes, omnes donationes atque concessiones a progenitoribus ac predecesso- 
ribus nostris eis coilatas nostre auctoritatis precepto firmare ac stabilire uellemus. Guius rationabili et 
iuste petitioni assensum prebentes, decernimus atque iubemus in primis ut utrumque cenobium cum omni- 
bus ad ea pertinentibus plenissime inmunitatis securitate fruatur, sicut ab antecessoribus nostris eis con- 
cessum fuerat, et in eorum preceptis continetur, neque publicis exactionibus uel quibuscumque modis 
ülorum homines a qualibet iudiciaria potestate distringantur. Sed nee prefatus abbas eiusque successores 
aliquando ih hostem ire cogantur^ed sicut antea eis a predecessoribus nostris concessum Uni, onmes 
suos uassallos nobiles secum in pria ab expeditionibus uacantes habcant. Inferioris uero conditionis quan- 
tis opus habuerint, ad legationem nostram et ad monasterii utilitatem, prout necessitas flagitat peragendam. 
Deinde supradicta monasteria cum uniuersis rebus suis ita in nostram tuitionem ac defensionem suscipimus, 
Qt eorum decimas uel possessiones, siue regia donatione siue aliorum fidelium traditione adtributas uel 
proprio labore acquisitas, nulia cuiuscunque ordints aut dignitatis persona quolibet modo eis auferre pre- 
sumat. Sed et episcopi qui ecclesias ad ea pertinentes oßicii sui causa debent adire , non exigant maiores 
sumptus ad sua mansionatica , quam primum statutum fuerat, et in capitulari libro descriptum habetur. 
Preterea quod ab exordio constructionis eorundem monasteriorum a nostris antecessoribus constitutum est, 
nos quoque firmiter seruari uolumus, uidelicet ut ubicumque casas uel cortes habuerint, ex rebus quas 
bidem sus laböribus acquirunt, decimas dent ad portam monasterii, nee alibi eas dare cogantur, quatinus 



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88 7. 27 

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inde, in nostram ac totius generis nostri perennem mercedem, superuenientibus peregrinis et hospilibus 
seruiatur, sicut in capitulari et in decreto sinodali pennissum est Scenodochia et reliqua fideliam paape- 
rumque construi hospitalia, et mos fiiit semper in sacris concedi cenobiis. Proinde utrique congregalioni 
regularis electionis potestatem concedimus, ut et monachis inter se abbatem, et sanctimonialibus similiter 
abbatissam, dum ita res exigit, eligere liceat. Ad extremum quoniam superius nominatus cesar Lodowicus 
gentem quam pater suus Serenissimus imperator Karolus ferro edomitam ad christianitatis fidem conuertit, 
ad memoriam pateme uirtutis et religionis, monasterionim constructionibus illustrare disponens, hec duo 
ad perpetuam tarn ipsius quam uniuerse ut supra dictum est gloriosissime prosapie sue elemosinam, se- 
cuiidum antiquam monastice discipline rectitudinem construi et ordinari precepit. Idcirco uos ea cuncto- 
rum fidelium nostrorum precipue episcoporum, in quorum parrochiis uel ipsa uel eorum res sunt posite 
tuicioni ac benignitati commendamus, ut eis, ubi illorum ope indiguerint, prouidentiam et auxilium magis 
exhibeant, quam molestiam ingerant, nee in ipsorum ecclesiis a suis presbiteris missarum celebrationes 
fieri interdicant, sed si quid sui iuris sibi inde negari putant, ad nostram presentiam et synodalis examinis 
iudicium deferant. lustum est enim ut eis prosit, quod semper sub imperiali et regia predecessorum no- 
strorum tuitione fuerunt, et quod defensionem et confirmationem rerum suarum a potestate beati Petri per 
precepta sedis apostolice consequi meruerunt. Yt autem omnibus innotescat, nos nichil ex hiis que ante- 
cessores nostri ad eadem loca donauerunt uelle minuere, etiam ex nostro addere aliquid decreuimus, con- 
ccdentes ad subsidia fratrum in prefata noua Corbeia domino seruieutium , piscationem in Medrike et in uici* 
nis locis que ad nostrum ins pertinebat, atque uniuersum beneficium quod Norbertus eins prouisor habuit, 
una cum omnibus mansis et familiis que ad ipsam piscationem prouidendam et ad predicti Norberti bene- 
ficium perttnebanl. Hec uero auctoritatis nostre concessio, ut pleuiorem in Dei nomine optineat firmitatem, 
manu propria subter eam firmauimus et anulo nostro assignari iussimus. 

Engilbero notarius ad uicem Theotmari arehicappellani recognouü 

Data in. Icftis Decembris anno incarnationis Domini DCCC.LXXXVII*) Indictione YI. anno I. regni donmi 
Ärnulfi piissimi regis. Actum Phorpheim palatio regio in Dei nomine feliciter AMEN. 

XXXIV. 

Conuenit episcopali auctoritati, pie solliciteque semper cogitare, quatinus ita ecciesiarum Dei soUi- 
citudincm habeant, ut sacris locis, in quibus iugi Deus famulantium sedulitate placatur, oportuna conferre 
sufTragia non detrectent. Ynde ego Liudbcrhtus licet indignus Magontiacensis archiepiscopus, omnibus 
sancte Dei ecciesie fidclibus suggero, quia uenerabilis fratcr noster Bouo abbas monasterii quod uocatur 
noua Corbeia, attulit nobis quamplura cyrographa gloriosissimorum principum, ad cunfirmalionem priuile- 
giorum eiusdem monasterii promulgata, inter qu^ proxime ei collatum, communiter et ipsius et Herifor- 
dcnsis monasterii stalum confirmabat, datum scilicet a glprioso rege Arnulfo bis ipsis diebus nouiter ad 
regnum prouccto. Super h^c etiam cartas duas ostendit Romanorum pontificum Adriani atque Stephani, 
in ipsis carlis concedentium, ut in tuitione sancte sedis apostolice prefatum nouae Corbeiae monasterium 
perpetualiter haberetur, simulque.apostolica auctoritate decernentium , ut idcm monasterium plenissimam 
habeat immunitatem ab omnibus quoquo modo foris uel intus monasterium in res ad illud pertinentes sese 
preter uoluntatem abbatum loci ipsius permiscere cupientibus. His igitur omnibus apud nos relectis, petiit 
prefatus uenerabilis abbas, quo et ea qu^ sacris litteris piissimorum principum confirmata fuerant, nostra 
quoque auctoritate roboraremus, et his que ab apostolica sede decreta sunt, nostre subscriptionis cartulam 
adiungoremus. Nos itaque considerautes religiosam eins esse petitionem, pastoralisque esse officii, seruo- 



*) Di« AlMchrift In der fite yitligtn hat d:e fehlerhaft« Jahnahl DCCCLXXXVL 

4* 

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28 88T. * 

rum Dei iugiter utilitati commodisque prospicere, decemimus ut prefata dao monasteria, Corbeiense uide- 
licet monachonim , atque Herifordense sanctimonialium, de omnibus rebus quae uel in communi supra 
memorati principis carta, uel specialibus aliorum principum preceptis confirmate eis esse noscuntur, nihiio- 
minus talcm ex ecclesiastica et episcopali sanctione obtineant iirmitatcm, ut nihil hdbeant, unde se tueri 
possint, qiiicumque sibi promittunt hec aliquo modo se posse inmutare uel infringere. Habeant igitur 
prefata monasteria rerum suarum liberam in omnibus disponendi regulariter potestatem, ut quecumque 
eisdem monasteriis in auro uel argento, in agris et famulis seu quibuslibet rebus fuerint oblata siue in 
presenti die collata esse constant, in dispositione maneant eorum qui eisdem locis prelati sunt, ut quicquid 
secundum Dei timorem regulariter et canonice disposuwint ad ecclesie ipsius utilitatem, liberam in omni- 
bus, cum consilio fratrum sororumue, faciendi habeant potestatem. Et ut plenius prosequamur quod san- 
etos apostolicos iam dictos intendisse sentimus, atque ante eos beatum Gregorium et reuerendo memorie 
Nicolaum sanxisse de statibus monasteriorum inuenimus, nos humiliter tantis auctoritatibus subscribcndo 
confirmamus, ut nuUus episcopus Padrabrunnensis aliquam ex eis uel accipiat uel exposcat portionem, 
neque uel in his qui regiminis locum tenent, uel in ipsis congregationibus aut in ipsis coenobiis potesta- 
tem obtineat, neque ipsorum dominatione potiatur uUa, neque in clericis neque in famulis, et in omnibus 
quecumque ad monasteria ipsa uidentur habere possessiones respectum, sicut ab omnibus eis hactenus 
seraatum et consensum est episcopis, in quorum parroechiis res eorundem monasteriorum coniacere uiden 
tur. Nee ad ipsa monasteria uel cellas eorundem uel ipse per se uel economus eins uel archipresbiter 
aut archidiaconus illius seu quelibet ex cius agentibus persona potestatem habeat accedendi, nisi forte ne- 
cessitatis causa uel dilectionis gratia uocatus aduenerit, ne importunitate sui ministrorumque suorum in. 
quietudine, sacris locis fiat molestia, neque in ecclesiis prefatis monasteriis subiectis, uel in presbiteris 
eisdem ecclesiis ordinatis, aliquam temptet facere perturbationem, noua constituendo et antiquam consti- 
tutionem uiolando, sed sicut regulariter et canonice disposita sunt et longo iam tempore manentia, ita 
quoque futuris temporibus maneant inconcussa. Ordinationes quae necessarie fuerint ipsis monasteriis 
agere uon differat, altaris quoque et basilicarum benedictiones siue consecrationes prout neccssitas postu- 
lauerit, uel in ipsis monasteriis, uel in agris eorum libcnter concedat Chrisma quoque oleumque conse- 
cratum per siugulos annos prebere nqn differat, et pro his omnibus nullum munus exigat, ne Spiritus 
sancti gratiam uendere conatus, Symonis quod absit damnationem incurrat. Hoc constitutum non solum 
Padrabrunnensem , uerum etiam omnium locorum episcopos, ubicumque prefata monasteria uel ecciesias 
uel agros uel familias habere noscuntur, obseruare sine cunctatione seu contradictione oportet, ut nullus 
' potestatis iure rebus eorundem monasteriorum abutatur, sed maneant omnia in potestate eis prelatorum 

[,^ ^t^( v»^ , p|. reguiari dispositione, quecumque ut diximus uel in agris, uel in familiis, uel in decimis eis constant 
j^^ sCv^^y ^\ -^esse collata, sicut et apostolica et imperialia pr9cepta partim simul partim singillatim eis confirraauerunt 
«* iUt^ ^*'*-^ Abbatem uero uel abbalissam in his locis eligendi semper habeant potestatem, et eam personam eligant, 
*^' que propositum conuersationis in utrolibet monasterio et moribus et habitu profiteatur, non canonicum aut 

laicum, neque alterius monasterii monachum. Iii quo specialiter nos audire dignetur regia dominatio, ut 
nullam eisdem monasteriis preponant personam, que non ab ipsis congregationibus fuerit regulariter electa« 
Debent enim mundi principes honorem prestare Deo, quem sibi uolunt prestari a Deo, uidelicet ut quem- 
admodum cupiunt a Deo sibi collatum regni honorem -conseruari, sie ecclesie Christi suam non dedignentur 
seruare legem. Non enim decet neque iustum uideri poterit, ut sibi militantibus de ecclesie Christi pos- 
sessionibus mercedem restituant, et quod de re publica sua retribuerc dtbent, id redderc uclint de his 
que collata sunt Deo. Qua de re nouerit dementia uel nunc consistenlium , uel successionis iure omnium 
futurorum principum, a sede apostolica sancitum nostraque subscriptione roboratum, nee non et antece- 
dentium regum preceptis cautum, ut predictis monasteriis nullas preficiant personas de quecumque ordine, 
nisi qu§ per electionem probabilem sumatur. Quoniam uero multe queruntur ab importunis hominibus 
malignitatis occasiones, et necesse est 'semper aduersarii tela clipeo protectionis repellere , quod apostolica 



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887. 29 ^ ^ 

decreuit auctoritas, nos qnoque approbamus, nt qui ordinati fuerint ad regimen sepe dictoram monaste- ^6L 

rionim, nuUa potestate pr^ualente deiiciantur, uisi criminis causa fuerint deprehensi , cuius merito rectorum ^ 

non debeant administrare officium. In fame uero maculis sine criminis alicuius denotatione si fuerint ap- 
petiti, non preter canonicam et regulärem deponantur examinationem. Si quis ergo apostolice sedis de- 
cretum, cui nos hanc confirmationis cartulam ueneranter subscripsimus, contempserit, procul dubio dam* 
nationis censuram suscipiet, quam credimus diuino spiritn per apostolicam linguam prolatam. Nos igitur 
nostram subscriptionem anuli uostri impressione signantes, obsecramus fratres et coepiscopos nostros omnes, 
in quorum manus ista deuenerint, ut sua etiam auctoritate et subscriptione hec confirmare uelint, ut qui- 
cunque hec temerare pr^sumpserit, generalitatis nostre sententiis ita anathematis uinculo obligetur, ut ne- 
minem habeat, de cuius fauore sibi blandiatur aut se tueri posse putet a sententia damnationis. Cunctis 
autem ista seruantibus sit pax domini nostri Jhesu Christi, qnatinus et hie fructum bone actionis recipiant, 
et apud districtum iudicem pr^mia eterne quietis inueniant. Et quia apostolice auctoritati subscribentes 
ista edidimus, iustum est ut illam sacram sedem etiam in hoc honoremus, ut appellationes ad eam fieri 
liceat a predictis locis cum necessitas fuerit, Eo uidelicet tenore, ut si hoc constitutum ab aliquo fuerit 
preuaricatum, mctropolitanus eorum episcopus, quo ego nunc licet indignus fungor officio, personam huius 
sanctionis uiolatricem conueniat, et huius nostri decreti testificationem innotescat, utque ab eo quod praue 
gessit recedere non moretur, ex communi omnium coepiscoporum auctoritate contestetur. At si ille con- 
tumaciter in sui facti perpetratione perstiterit, licentia eis sit Romanam apostolicamque sedem adire et 
necessitatis sue causas ante papam qui tunc fuerit urbis Rome deponere, ut per eum cognita causa reus 
iuste damnationis sententia multetur. 

Folco munere diuino metropolitanus eccicsie Remensis episcopus tenorem huius sanctionis perlegens 
et diligenter pertractans, in omnibus eam probandam et corroborandam esse iudicaui, tarn propter 
antiquum ins monastcriorum etiam his coenobiis conseruandum , quam ad precauendas nihilominus 
molestias hie summatim prohibitas , que modernis temporibus contra sacra monasteria per quos* 
dam episcopos recenter ordinales, nee non etiam per quorundam laicorum infestatjonem grassari 
coepcinint. Ad quas inhibendas rationabilis ordo seruatus est, ut et gloriosorum principum hio 
concessiones, et pontificum Romanorum priuiicgia^ et archiepiscopi eiusdem monasterit bis omni- 
bus astipulatio, et ut ceteri uelint episcopi assensum prebere, nequaquam spemenda hie contineatur 
petitio. Cuius gratia illectus simul et presentialiter ab eodem uenerabili archiepiscopo Liudberhto, 
nee non et a Bouone religioso eiusdem monasterii abbate rogatus, hoc decretum episcopali aucto- 
ritate ratum esse decemens, in nomine patris et filii et spiritus sancti confirmaui et subscripsi. 
WiUiberhtus Agrippinensis ecciesie archiepiscopus huic decreto mee mediocritati recitato attestationem 
et assensum prebens, quod necessario ac rite promulgatum sit, snb obtestatione nominis Domini 
nostri illud confirmaui et subscripsi. 
Thiadmarus ecciesie Salzburgensis archiepiscopus huic decreto consensi et subscripsi. 
Redbodo Treuerensis archiepiscopus approbaui et subscripsi. 
Johannes Rotomagensis archiepiscopus consensi et subscripsi. 
Hildegrimus Haluerstadensis episcopus consensi et subscripsi. 
Adalgarius ecciesie Hammaburgensis archiepiscopus consensi et subscripsi 
Liutuuardus Uercellqnsis ecciesie episcopus consensi et subscripsL 
Am. Uuirziburgensis ecciesie episcopus consensi et subscripsi. 
Hrodberhtus Mettensis ecciesie episcopus consensi et subscripsL 
Adalhelmus Uurmacensis episcopus consensi et subscripsi 
Godethancus Spirensis episcopus consensi et sub^ripsi. 
Vuicberhtus Hildineshemensis episcopus consensi et subscripsi 
Deth. Uuirdinensis ecciesie episcopus consensi et subscripsL 

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- 30 887^888. 

Dodilo Camaracensis ecclesie episcopus consensi et subscripsi. 
Honoratus Beluacensis ecclesie episcopus consensi et subscripsi. 
Heidilo Nouiomagensis ecclesie episcopus consensi et subscripsi. 
Balthramnus Strazburgensis episcopus consensi et subscripsi. 
Yualdo Frisingeusis ecclesie episcopus consensi et subscripsi. 
Thiadulfus Curacensis ecclesif episcopus consensi et subscripsi. 

Die Schrift der Urkunde iit eine schöne und sehr charakteristische germanische Minnukel. Die Unterschriften der Bi- 
schöfe sind in zwei Reihen, deren jede etwa ein Drittel der ganzen Breite der Urkunde einnimmt, so dass eio Drtt* 
tel leer geblieben ist, und zwar sämmtlich ton einer, dem Texte der Urkunde gleichförmigen Hand, geschrieben; 
nur die Unterschrift des Bischofs Hildigrim von Halberstadt, welche am Ende der ersten Reihe steht, ist too einer 
besondern Handschrift. — Das unten seitwärts aufgedruckte Siegel ist zerstört, und nur noch ein formloses unkennt- 
liches Bruchstück davon übrig. 

XXXV. 

v^« In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Arnolfus diuina fauente gratia rex. Conuenit regiae excel- 
lentiae ut inter fideles suos mutuam utilitatem prouidere et de singulorum rationabilibus commodis assensum 
prebere uelit. Qnapropter omnibus notum esse uolumus, || quoniam inter fideles nostros Bouonem abba- 
tem et Oddonem comitem pro mutua utilitate hanc commutationem fecimus, ut res proprietatis nostre in 
Godeleueshem et in pago qui dicitur Nihthersi, Oddoni beneficiatas, ad monasterium noue Corbegae, cui 
prefatus preest abbas, in ius proprietatis traderemus, cum omnibus familiis. manqipiis, agris, pratis, siluis, 
aquis aquarumque decursibus, et onmibus omnino rebus tarn mobilibus quam inmobilibus, quatinus ex hoc 
ad predictum monasterium cum omni integritate mancipentur, e diuerso autem res eiusdem monasterii in 
orientali parte ultra fluuium Ouaccram coniac^ntes in nostrum ius cum omnibus quae ad eas pertinent 
receptas Oddoni in beneficium concessimus, id est in Dalhem litos XIIII. Colonum I. et sextam partem 
salinarum. In Odonhem litos XIIII. Colones II. In Kikthi litos II. In Leri litos XY. Colonum I. mansos II. 
et dimidium. In Lauhiugi Colonum I. In Scodersted litos II. In Mallumstedi litos III. In Sophingi mansos V. 
^ In üradii litos YII. mansos XII. In Rodenesleua litos XX. mansos LX. In Dallangibudli colonos et mansos XV. 
\[A.i'\^ ^ S €> In Heriuuidi colonos et mansos XVI. In Sladforde colonos VII. et octauam partem totius marcae. In bene- 
()v\ iM/^ ^ ^ ^ fitio aduocati mansos VIII. In Ailmundesrothe mansos XX. Utrique ergo per hoc parti consuluiraus eo 
yi/| quod utrimque maior commoditas in locorum situ habeatur, quam antea fueril, et ut firmier ista omni- 

bus in futurum temporibus constent, manu propria roborata, anuli nostn impressione signari precepimus. 

Signum domni Amolfi (L. M.) Serenissimi regis. 

Aspertus cancellarius ad uicem Theotmari archicappeUani recognoui et (L. S, R.) 

Data IUI. Id. Jun. Anno dominicae Incamationis DCCCLXXX.VIII. Indictione VI. Anno uero domni 
regis ARNOLFI largissimi regis primo. Actum Franchonofurt palatio regio, in Dei*) feliciter AmeN. 

Das noch gut erhaltene Siegel zeigt das seitwärts sehende Brustbild des Königs, mit Schild und Lanze, und der Um- 
schrift: Arnolfus Rex. 



*) nomine fehlt, 

> 



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:5. 

88». 31 X- 

XXXVI. 4 



E Strnnckü aotii crit. ad Schatcnii tootles« iiMq>t. 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Arnolfus diuina fauente dementia rex. Si iideliam nostro- 
rum petitionibus pie annuimus, eonunque commoditatibus pro Dei amore succurrimus, sempiternae retri- 
butionis compendia inde nobis impcrtiri minime dubitamus. Quapropter nouerit omnium fidelium nostro- 
rum tarn presentium quam futurorum solertia, quoniam Vuolfhelmus uenerandus ac dilectus episcopus 
noster, mansuetudinis nostrae dignitatem precatus est, ut quasdam iuris nostri casas sibi in proprium con-- 
cederemus. Cuius supplicationi libenter satisfacientes, dedimus ei in pagis qui uocantur Gifaron et Reimdi*), 
inter dua loca Selihcim et Solisun, quidquid inibi fratres eins prius in beneficium habuerunt, cum omni 
integritate sua perpetuo iure in proprietatem, cum curte et casa omnibusque aedificiis, familiis et manci- 
piis utriusque sexus, agris, pratis, pascuis, siluis, aquis aquarumue decursibus, molendinis, piscationibus, 
uiis et inuiis, accessibus et regressibus, cultis et incultis, quaesitis et^inquirendis, mobilibus et immobUibus, 
et cum Omnibus iuste et legitime ad easdem hobas aspicientibus. Haec omnia supra nominato presuli 
dedimus atque per hoc auctoritatis nostrae preceptum de iure et dominatione nostra sibi in ins et domi- 
nium donauimus atque tradimus» eo scilicet rationis tenore, ut ab hodierna die ac deinceps perpetuis 
temporibus liberam securamque habeat potestatem tenendi, donandi, uendendi, commutandi, uel quidquid 
exinde in omnibus sibi placuerit faciendi, nuUo umquam tempore successore nostro irrumpente neque 
immutante, sed Deo opitulante haec donatio nostra stabilis et inconcussa persistat, muniminis nostri aucto-* 
ritate semper roborata. Et ut haec largitionis nostrae auctoritas inuiolabilem obtineat stabilitatem, manu 
propria subtus eam firmauimus anuloque nostro assignari iussimus. 

Signum domni Amolfi (L. M.) serenissimi regis. 

Aspertus cancellarius ad uicem Theoimari archxcapeUani recognoui et S, 

Data IL Non. Julii, anno dominicae incarnationis DCCCLXXXVIIII. Indictione VII. anno autem rcgni 
domni Amolfi serenissimi regis II. Actum Franconofort. 

XXXVII. 

Nach deni) gegenwärtig in Privatbesitz befindlichen, Ortginale. 

v><* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Arnolfus diuina fauente gratia rex. Notum sit omnium 
fidelium nostrorum praesentium scilicet et futurorum industriae, qualiter quaedam religiosa || femina 
Friduuui nomine nostram adiit serenitatem, petens ut ei liceret omnem sui iuris hereditatem nostrae pote- 
stati tradere, quatinus nostrae auctoritatis permissione daretur ei licentia construendi in eadem hereditate 
puellaris monasterii, quod iuxtß morem aliorum caenobiorum sub nostra defensione ac tuitione susceptum 
ipsi diebus uitae suae habere liceret, et quamdiu quaelibet ex ipsius prosapia in eodem monasterio aptac 
ad hoc inuenirentur personae, ipsae in eins regimen sibi succedere permitterentur. Cuius pelitioni assen- 
sum prebentes, omnem ipsius hereditatem in nostrum ius nostraeque protectionis munimen suscipimus, et 
ut maiorem habeat quietem et securitatem ad construendum ibidem monasterium, plenissimam ipsi et 
hominibus ad se pertinentibus immunitatem concedimus, per quam decemimus atque iubemus, ut nullus 
iudex puplicus uel quilibet ex iudiciaria potestate, homines ipsius quibuslibet puplicis exactionibus distrin- 
gcre presumat. sed liceat eis coram aduocatis ex nostra iussione constitulis iustitiam facere, et omnino 
iusta conccssionem qua praedecessores nostri monasteriis in suam defensionem susceptis immunitatem dare 



'^^f 



*) Diese Stelle acheiat ferdorbeo su seio. 

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32 »«•• 

consucuerant, sie memoratae sanctimoniali feminae cum omnibus ad se pertinentibus pleniter firmiterque 
concedimus. Et ui haec nostra auctoritas concessio firmior habeatur, et per futura tempora melius cre- 
datur, manu propia subter eam firmabimus et anuli nostri inpressione assignari iussimus. 

Signum domni Arnolfi (L. M.) piissimi regis. 

Asperius Cancellarius ad vicem Deolmari ArchicappeUani recognaui et (L. S. R.) 

Data XVil. Kai. Sept. Anno incarnationis Domini DCCCXXXVIIII Indictione VII. Anno 11. regni Amolfi 
piissimi regis, actum noua Corpeia in Dei nomine AmeN. 

Das aurgedruckte, einen Tbeil des Reoogoitionixeichcnt bedeckeode Siegel kommt mit dem bei Nr. XXXV« be> 
•chriebenen übereio. 

XXXVIII. 

v>'. In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Arnolfus diuina fauente gratia rex. Notum sit onmibus 
sanctae Dei aecciesiae fidelibus nostrisque, praesentibus scilicet et futuris, qualiter Bobo uen. || abba no- 
stram precatus est celsitudinem , quatinus nos quasdam res proprietatis nostrae, quas quidam nobilis uir 
Hohuuart nominatus prius in beneficium habuit, pro remedio animae nostrae parentumque nostrorum, ad 
monasterium noua Corphea «nuncupatum , cui idem Bobo et fratribus ibidem Domino famulantibus praeesse 
dinoscitur, in proprium concederemus. Cuius petitioni pro acternae felicitatis amore annuimus libenter, 
Dedimusque ad idem monasterium quidquid praefatus uir Houuardus in pago Huueitago in comitattbus Ec- 
perti et Reithardi et Herimanni et in locis Piringisamarca, Schidara, Adekenhusun et Muchohusun nostri 
beneficii tenuil, cum consensu eius, in perpetuam proprietatem, cum omnibus rebus illuc iuste respicien- 
tibus, curtilibus, aedificiis, terris cultis et incultis, agris, pratis, campis, pascuis, siluis, aquis aquarumque 
decursibus, uiis et inuiis, exitibus ac reditibus, quaesitis et inquirendis, mobüibus et immobilibus, omnibus- 
que appendiciis et adiacentibus finibus illuc Icgaliter pertinentibus. Haec uero omnia, hoc sunt hoba 
}\J}:L)cyY ^^^- ^^' ^^^^^ ^^^^ *° *"s ^^ dominicationem praelibati monasterii in honore sancti Stephani protomartyris 
fh /y-xi^^r/j Christi dicati tradidimus atque contulimus, Et iussimus inde hos praesentes regalitatis nostrae apices titu- 
/avv^ lari, per quos decernimus atque iubemus ut idem Bobo egregius abba suique successores ab hodiema die 
ac deinceps potestatem habeant integcrrimam, easdem res ita ordinäre atque disponere, prout usui fratrum 
inibi Domino militantium necessc esse conspexerint. Et ut hoc firmum et stabile perpetualiter consistat, 
idem praeceptum propria manu firmauimus anuloque nostro sigillari iussimus. 

Signum domni Arnolfi (L. M.) inuictissimi regis. 

Aspertus cancellarius ad uicem Deotmari archicappellani recognaui et (L. S. R.) 

Data Xni. Kai. Septemp. anno incarnationis Domini DCCCLXXXVIUI. Indictione VII. anno U. regni 
Arnolfi piissimi regis. Actum ad curtem quae uocatur Portanaha. In Dei nomine feliciter amen. 

Das Siegel itt ▼erloren gegaogen. 

XXXIX. 

Aus dem Kopialbuche des DomstilU su Osoabrtick *). 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Arnolfus diuina fauente dementia ^) Serenissimus rex. Si 
iiberalitatis nostrae more^ loca Deo^) dicata nostro releuamus iuuamine atque tuemar, id nobis ad tem- 



*) Der Abdruck nach Henteler, in Möiers aämmtl. Werken, herauag. t. Abcken, 8. Th. S. 14. y xeigt die unten angegebenen 

Varianten. 
^) gratia. ^ munere. ^ domino. 



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889. 33 

poralem uitam feliciter deducendam et aeternae premia capessetida profuiurum esse liquido credimus. 
Quapropter omnium fidelium nostrorum presenttum scilicet et futurorum^ cognoscat industria, qualitcr uir 
uencrabilis episcopus atque fidelis noster nomine Egilmarus Osnebruggensis aecclesiae presul nostram adüt 
serenitatem postulans ut eidem aecclesiasticae *) nostraeque libertatLs et immunitatis preceptum fieri decre- 
uissemus, per quod res et potestates quae suo episcopio iure debentur firmius ac^) plenius per nostram 
auctoritatem habere ualuisset. Cuius peticiouem, oh amorem domini nostri Jesu Christi assensum libenti 
animo prebentes, ita fieri decreuimus. Precipientes ergo iubemus ut sicut reliquae ®) Dei aecclesiae quae 
per totam Franciam et Saxoniam emunitatis tuicione ab antecessoiibus nostris regibus uidelicet et impera- 
toribus consistunt, ita prefati presulis sancta sedes perpetuo per hoc nostrum preceptum domino opituiante 
consistat, ita ut nuUus iudex publicus neque alia iudiciaria potestas aut comites uel missi dominici per tem- 
pora discurrentes in locis illius episcopatus placita habenda uel freta exigenda uel parafreda aut paratas 
faciendas uel fideiussores tollendos aut seruos et liddones et eos qui censum persoluere debent, nee pon- 
tem restaurare. Et ut liceret in. eodem loco Osnabruggensi '') mercatum habere et monetam publicam^) 
instituere et teoloneum*^) inde accipere omni tempore nemine ^®) contradicente, sed liceat prefato uenera- 
bili episcopo suisque successoribus et suo aduocato ^^) res predicta^ aecclesiae cum omnibus quae possi- 
det uel ^') deinceps adquisierit quieto ordine possidere suasque aecclesias iuste corrigere et earum **) cau- 
sas absque uUa contrarietate ordinäre atque. ^^) disponere. Insuper etiam ad nostrae celsitudinis auctoris 
talem idcm ^^) prefatus episcopus se reclamauit magnam sibi destitutionem habere de decimis quae ad 
Osnabruggensem aecclesiam in honore sancti Petri principis apostolorum consecratam seruire debuissent. 
Maximac scilicet et quantitate et numero partes ad eandem sedem ex debito pertinentes inter monachos 
Huxorienses ^^) et inter puellas Herifurdenses ^'^ nostrorum antecessorum conspiramine diuisas esse , ob 
hocque maxime ^^) nuUum iter exercitale extra eiusdem episcopatus confinia posse perficere, ideoque pro 
hac causa eius reclamationi consensum dedimus, ita ut nisi Dani ad delendam christianitatem sui episcopii 
naues ascenderent, nullum se suosque ad aliud exercitale iter debite conscensuros. Nee aliquod de regali 
seruicio secum haben, sed eius solunmiodo pastoralitati christianitatis animaduersio ualida '^) persistat, ac 
etiam nos nostrosque predecessores diuinae pietati eius colidiana commendet iutercessio, sicque firma 
ratione stabilitum est, ut cuncti eius successores haec eadem nobis sancita pari modo sortiti fuerint, et ut 
hoc uerius credatur et per futura tempora a cunctis fidelibus nostris diligentius conseruetur, manu propria 
nostra subter eam confirmauimus et sigillo nostro assignari iussimus. 

Signum domini Arnolfi (L. M.) piissimi regis. 

A^pertus cancellarius ad uicem Theotmxiri archicapellani recognoui et S. 

Data III. Id. Octobr. die anno incarnationis Domini DCCCLXXXVUII. Indict. VII. anno regni Arnolfi 
regis IL Actum Franconofurt curte regia in Dei nomine feliciter Amen. 

XL. 

E Strunckii not. crit. mscpt. *) 

In nomine JESU Christi Domini nostri. Ego Vuolfhelmus indignus Episcopus, omnibus desidero mani- 
festari Episcopis et Abbatibus et cunctis sanctae Dei ecclesiae fidelibus hoc quod ad prouisionem salutis 



*) ecdeciae. ^) et. ^ eingesch. sanctae. ^ Osnepr. ^ mooetum pablicani. ^ toloneom. ^^ nemioi. *^) vocato. '^ et 
^ eorum. ") et. ^*) isdero. *^ hutilienses. *') herivordenses. ***) eingesch. se. *■) talide. 

*) Die Urkunde erscheint hier, wahrscheinlich aus dem Originale, an Tcrschiedenen StelJea richtiger als bei Kindlinger, ob-, 
wohl Strunck den Text an einigen Orten, wo er ihm su weitJaoflig schien, abgekürzt hat Die Orthographie ist so 
wiederhergesteUt , wie sie sich in gleichseitigen Urkunden findet. 

Cod. dipL hut. wctf... ^ 5 ^.g.^.^^^ ^y Google 



'34 889. 

animae nostrae perficere cogitaui et cogitatum Deo donante peregi. Cogitabam enim heredita.tem paternam 
diuino famulatui dedicare, ut hoc facto animae meae et parentum germanorumque meonim redemptionem 
prouidercm. Inter haec, prius quam certius deliberare possem qualiter id fierct, contigit me graui infir- 
mitate acgrotare. Tunc ergo consilio habito cum fratribus meis Aldrico et Yuald et pluribus fidelibus 
nostris, tradidi ipsam ecciesiam in loco qui dicitur Ulfloa et ipsam curtem cum aedificiis et terris et Omni- 
bus ad eam curtem pertincntibus ad reliquias sancti Pauli ad Mimigerneford, hac duntaxat ratione, ut si 
illa infirmitate prius quam aliter inde decernerem aut statuerem finis mihi eueniret uitae» tunc haec traditio 
ad ecciesiam Mimigernefordensem pertincrct, si uero Deus donare mihi dignaretur spacium longioris uitae 
et tempus ah'ud digcndi, haberom potestatem illam herediUitcm tradendi siue canonicis seu monachis seu 
sanctimonialibus uol aliis quibuscumque uellcm, pro tuitione autcm et patrocinio census unius solidi annis 
singulis ad ecciesiam Mimigernefordensem solueretur; nisi forte placeret illius fratribus, ut hie annuus cen- 
sus redimcretur alia qualibet re quam eligercnt. Haec taliter dicta et gesta constant coram frequentia 
populi in ecclesia sancti Yiti in die solemnitatis sanctorum Sebastian! et Fabian! , presentibus istis comitibus, 
Cobbone, Thiadingo, Hroduuerco, Vuarino. 

Post haec dum diuina miseratione ab hac infirmitate conualerem, prospexi quod pauperioribus locis 
iustius subueniri possit, et tanto sit Deo gratior elemosina, quanto in quibus operatur maiore arctantur 
paupertate. Consiliumque reperi cum germanis meis et aliis fidelibus, ut ad monasterium sancti Liudgeri 
ipsam supradictam hcreditatem donarem et eius ualerem intercessionem pro meis et parentum meorum 
et germanorum reatibus obtinere, et societatem fratemitatis . et recordationis in eodem monasterio prome- 
reri. Tractabam quoque istud cum clero ecclesiae nostrae, cum maioribus et mediocribus atque minori- 
bus, et cunctis super hoc consentientibus et comprobantibus et hortantibus, Regem gloriosissimum Amol- 
fum pro hac causa adii, eunte mecum eiusdem monasterii abbate Hembile, et aperui clcmentiae eius cau- 
sam, quam cum eius permissu et auctorilate perficere desiderabam. Quod cum ille pro sua dementia 
suscipere dignaretur, iussit hoc in sua presentia perfici coram uenerabilibus archiepiscopis Sunderoldo et 
Vuilliberto. abbate quoque uenerando Sihardo et multis aliis episcopis et abbatibus, comitibus et primati- 
bus regni, tradidique ipse supradictum predium, per manum aduocati mei Vuarini, presente rege, in regio 
palatio Franconoford, II. Non. Julii, sancto Liudgero ad reliquias Sancti Saluatoris in quarum honore ipsum 
monasterium constructum est, quam donationem susccpit comes Ileremannus ad manus abbatis Hembil, 
fitif^/ ''^' ' ^ uidelicet Ulfloa cum aedificiis et sepibus, cum terris et siluis, cum aquis et pascuis, et quidquid ad ipsum 
rf l*p*^**^ mansum pertinet qui dicitur Selihoua, in culta terra seu nondum culta, quodcumque in ea litis traditum 
^ K^^'(,pst uel deinceps colendum et possidendum, insuper homines XXX. cum familiis suis et terris quas tunc 
3 possidebant, quorum loca et nomina subtus habentur scripta. 

Pro hac ergo donatione preceptum regiae auctoritatis expetii et firmationem signaculi eius. Deinde 
rediens a comitatu ego Vuolfhelmus episcopus, et abbas monasterii sancti Liudgeri, ueni ad locum eius- 
dem Sancti. Ibi ergo III. Id. Julii, die dominica, coram omni populo et congregatione monachorum, ego 
Vuolfhelmus et frater mens Aldric eandem traditionem denuo perfecimus ad corpus sancti Liudgeri, astan- 
tibus his teslibus. Vuilheri. Helmdago. Folckero. Siuuardo. Post haec in Mimigerneford in conuentu sacrae 
synodi, quam congregari feci Non. Octobris, presbyteri et diaconi et clerus omnis Mimigernefordensis eccle- 
siae, coram uniuerso plebe et coram comitibus qui aderant, Herimanno, Folcberto, Hroduuerco, Thiadingo, 
per ordinem interrogati a maximo usque ad minimum publice fatebantur, omnia quae in supradicta tradi- 
tione gerebantur secundum suum consensum et uoluntatem ralionabilitcr gesta esse, ne cui paterc possit 
ullus insidiarum locus et occasio hanc traditionem infringendi. Concesserunt etiam unanimo fauore, ut soli- 
dus qui ad sanctum Paulum pro supradicta precaria solui dcbuerat, uno manso et familia semcl redimc- 
retur. Atque hie mansus et familia ex parte nostra datus est in uilla nuncupata Gibonbeki per manus 
aduocati nostri Bernhardi ad memoriam sancti Pauli, et susceptus ab aduocato familiae sancti Pauli Ratech, 
qui in presentia totius concilii precariam aduocato nostro retradidit, ne deinceps ex illorum parte exigi 



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889 — 890. 33 

debeat. Porro presbyteri qui presentes erant, fuerunt hii. Hardrat prepositus. Liudolf. Salamoa. Engel- 
brath. Gislolt. *) etc. Horum omnium idem consensus et uoluntas fuit ut haec agerentur, et anathematr- 
zauerant a parte Dei et Sanctorum eius aeterna separatione, si quis unquam hanc traditionem irritam 
facere conatus fuerit, uel auferre et demere aliqua ex bis quae tradita sunt, nisi emendauerit se et corre- 
xerit. Laici quoque qui aderant Nobiles fuerunt Comites supradicti, et Meginbard. Hardrad. Sebrath. 
Thiadmar. **) etc. 

Tunc uero uenimus, ego Vuolfhelmus episcopus et abbas Hembil monasterii Yuerthinensis, cupi reli- 
quiis sancti martyris Apolliuaris sanctique Liudgeri, quas memoratus abbas aduexit, uenimus autem II. Id. 
Octobris cum conuentu multo populorum et cum comitibus ad Ulfloam, et coram uniuersa multitudine hanc 
traditionem perfeci tercio , ego Vuolfhelmus episcopus et mecum fratres mei Aldric et Yuald , ut saepedictus 
locus Ulfloa sub dominio sancti Liudgeri ad usum monachorum in Werthina deseruiret cum XXX. familiis 
et eonim territoriis et cum onmi integritate illius Selihoue quae ad ipsam curtem pertinet *'^'^) .... In 
hac ratione suscepit introductis reliquiis hanc traditionem Hembil abbas per manum meam et Herimaimi 
comitis atque possedit. Si aliquis unquam hanc traditionem infringere et reuellere uoluerit, hie et pubUcae 
exactionis damnum sustineat et, nisi se correxerit, ante tribunal Christi Jesu domini nostri in die iudicii 
hoc reatu ligatus appareat Actum anno dominicae incarnationis DCGCLXXXVIIII. anno uero gloriosissimi 
Arnolfi regis II. Indictione VII. 

Haec loca et nomina familiarum. In Ulfloa. Yuendo et Baltger. In Langonezca. Fastuuard. InRicolfesheim. Ydo 
et Yuanger. In Dulmeni. Marhard et Gebbo. In Bunhlaron. Hroduuard. In Forkenbeki. Milo. In Ternezca ****) 
.... In Punpon. Hasla et Abbuco. In Nethubila. Meginger. In Solison. Yualdger. Focco. Athalheri. Othelm 
et Bernold. In Anrapun. Hunuuard. In Westahem. Erdag. In Nihem. Buodo. In Stunni. Yuendi. In Hramers- 
thorpe. Embo. Landric et Thiedo. In Helmun. Ostuuord. Liudhard. Osico et Hoio. In Recnon. Liadgrim et 
Vuido. 

V 

XLI. 

Querimonia Egilmari Episc. Osnabrug. ad Stephanum Papam. — Accedit huius responsio. 

E mscpt. Hennelcri. 

Domino sanctissimo et egregiae sanctitatis apice praestantissimo, Papae Stephane, exiguos servornm 
Christi servus, Egilmarus Osnaburgensis episcopus, cum omni subjectae congregationis caterva, verae 
felicitalis implorat coronam. Dum orthodoxam Christi ecclesiam apostolica institutione fundatam et a sanctis 
patribus firmissime roboratam, rabie persequentium et fraude iniquorum dolemus dilaniatam, ac per hoc 
potius tepidam minusque in divino cultu fervidam geminus, Vestrae pietatis jura, quae peues Deum sunt 
manifesta, deposcimus, ut nos, quibus ovium cura dominicarum commissa est, fulcire at adjuvare digne- 
mini, quo eas ab errore devio ad viam veritatis et ad lumen de tenebris reducere quearaus, quod tunc 
recte fit, si pravitas in rectitudinem convertatur, quae ideo diu apud nos per varias negligentias pullulat, 
quia per multos retro annos sancta S^nodus minime congregata hanc non resecat. Unde audire dignetur 
sanctissima industria vestra rationis sententiam, de cujus controversia quatitur pusillanimitas nosti*a. Primi^ 



*) In Kindlingers Abdrucke folgeo hier noch 48, xum Th«il wabncbeaolich falsch geschriebeoe Namen, die Stranck, der 

Kürze wegen, weggelassen hat. 
**) In Kindlingers Abdrucke folgen hier noch 18 Namen. 

***) Bei Rindlinger findet sich hier noch die von Strunck, wahrscheinlich der Kurse wegen, weggelassene Stelle: et quod iam 
in ea pos^essum est, cum omni inuestitura mobilium renim et immobilium, ut nihil inde aliquis demat uel auferaC, sed ex 
tnto redeat ad sanctum Liudgenim, quodcunque et qnalecunque fuerit, dum ego ex hac oita emigrauero. 
****) Ktndlinger schiebt hier den wahrscheinlich unrichtigen Namen: Salutet, ein. 

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36 890. 

tus de decimis, quibus subditorum icatervam pascere debemas, contra Jus canonicum et fas ecclesiasticum 
injusto ordine a nobis per vira ablatis, pro qua vero re sint ablatae, et unde processerit origo, ut deci- 
marum, quibus tanturomodo cpiscopatus in Saxonia sunt constituti, non nisi quarta pars ad Osnabrugcnsem 
ecelesiam in honore S. Pctri prineipis apostolorum consecratam inserviat, cujus etiam nos servitores sumus» 
cum caetcrae partes majores ex quantitate et numero ad eandem sedem ex debito pertinentes, intor mo- 
nachos Huxilienses, ubi noua Corbeja ab eis vocitatur, et puellas Herivordenses diuisae sint, praeter prao- 
dia nonnulla, quae eis ex ipso episcopatu pertinentia subjecta sunt, et ecclesias baptismales N. quae prius 
episcopatui annexae, subjugatae erant, quae jam non requirimus, sed saltem decima» tantum debite per- 
tinentes ad nos reddi, qnae ablatae sunt, flagitamus. Haec veridica ratio est. 

Cum dudum inquam magnus et admirabilis princeps Karolus, qui geutem Saxonicani per strenua 
bellorum certamina, Deo adminiculante , ad fidem christianitatis converterit, synodalis atque canonici Juris 
consultis singulos ejusdem Provinciae episcopatus ex decimarum stipendiis constituisset, quia aliis ibi paslo- 
res et episcopi donariis carebant, unde paulatim roborari Christianitas potuisset, Et post ejus excessum 
filius ejus bonae memoriae Hludovicus diu sanctac ecclesiae propagator viguissct, accidit ut tres filii ejus, 
maligne usi consilio, eum in custodiam mitterent, cui consilio una conspiratione consensum et adjutorium 
praedictae sedis nostrae in honore Sancti Petri apostoli dedicatae episcopus nomine Goswinus praebuit, 
ita ut mucronem ab eo violenter ipse discingeret. Cum autem rursus ex eadem custodia, Deo volente, 
per ac|jutorium filii ejus omonimi Hludovici cum honore ad regnum remeasset, praedictus episcopus suae 
perfidiae et infidclitatis conscius, ad coenobium Vuldense confugiens, monasticum habitum assumpsit, et 
semel in anno latenter ipsius episcopatus locum invisere solebat. Sicque episcopalis cura sine praesule 
et rectore ea tempestate remanebat. Interim a multis invaditur, rapitur, dispergitur et dissipatur, donec 
post mitissimi praefati Hludovici prineipis excessum, cum valida et periculosa regni disceptatio inter tres 
filios immineret, et uni ex hiis, scilicet ejus aequivoco, hujus divisio in sortem cederet, quidam ejus fide- 
lis comes ditissimus, Cobbo nuncupatus, de pracdicto episcopatu quidquid voluit agere adeptus, germano 
ejus nomine Worin in monasterio Huxilicnsi tunc temporis abbate, et sorore ejus in puellarum coenobio 
Herivordensi abbatissa degentibus, quantum voluit de decimis quae ad eundem episcopatum pertinebant 
tradi fecit ad eadem monasteria, in alterius parochia alteriusque diocesi constituta, praeter synodum et 
conscientiam episcoporum. Cum interim Gozbertus episcopus de gente Sueonum (quo ordinatus erat) cum 
persecutione ejectus esset, necessitate compulsus praedictum Cobbonem adiit. quo impetrante et rege con- 
cedente, suscepit gratulabunde eundem episcopatum, decimis, qnde solummodo constitutus est, maxima 
ex parte vacuatum, eoque faveute et timente, ne forte ei, ad quod ordinatus non erat, auferretur, suo 
tempore sine aliqua contradictione ita permansit. Egilbertus vero praedccessor et coepiscopus noster, 
crebro pro ipso negocio Guntharium et Willibcrtum archiepiscopos interpellavit, et variis occupationibus, 
quibus sancta synodus per longa transacta tempora non est congregata, obstantibus, causa finetenus non 
est determinata. At vero cum mihi indigno ejusdem episcopatus cura fuisset iiguncta, et inter varias negli- 
gentias, quas perlongum est enucleare, plures ecclesias inconsecratas, aliquantas etiam homicidiis perpe- 
tratis infectas, variisque spurcitiis et flagitiis minime purgatas reperissem, in quibus praedictorum mona- 
steriorum subjugati de plaga occidentali advenientes presbyteri ignoti, de quorum consecratione ambigi- 
mus, officia celebrant, ne ibi divina mysteria ab ipsis celebrarentur inhibendo interdixi, donec Vos, vene- 
rabiles patres et magistros super hac re consulerem. Quam ob causam illico praedicti monachi et puellae 
ad aures prineipis Arnulfi accusationem contra canonica sancita detulerunt, deferentes praeceptum, ut 
ajunt, a Hludovico rege et Rabano Magontiacense alterius pontifice diocesis, statutum, sed non certis testi- 
ficationibus fidei accommodatum , quia fraudulenter dicitur ab ipsis fictum, ut ipsi sine nostra dictione vel 
aliqua contradictione possideant decimas praedicti cpiscopii, contra Jus canonicum, et quod primum in 
fundamento ejusdem ecclesiae a praefato magno Karolo. coepiscopis et cauonico decreto erat statutum, 
ut maueret ratum, hoc miro et detestabili modo, qualiter a Magontiacense alterius diocesis praesule fore 



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890. 37 

f 

queat inritum, ignoranras. Unde an hoc, qnod contrariiim canonicae auctoritati videtur, an illud qiiod 
regulariter ex decimis priu& statntum est, restaurando roboretur, Vos judicatc, domine pater beatissime. 
Interea supradicti accusatores, qui me, non tarnen in praescntia, de infidelitate regis accusaverunt, asse- 
rentes me hoc velle destruere, quod priores Aagusti vel reges sanierunt, ad rationem me venire com- 
pulenint, dum coram Arnulfo principe et episcopis novem, quoram haec sunt nomina, Wllliberto 
Agrippinae Coloniae archiepiscopo , Am Wirciburgense , Odilbaldo Trectonse, Drogone Mindense, Godethanc 
Spirense, Wicberto Hildensummense , Wiberto Ferdense, Evulfo Holraorsteddense , Bisone Patharburaense, 
causam hujuscemodi negocii in niedio proferrem, obnixis prccibus in amore summi pastoris et pontificLs 
Jesu Christi, cujus vicarii esse creduntur, et S. Petri apostoli omniumque Sanctorum honore postulavi, ut 
secundum conscriptum, quod coran^ eis legi feci, et quod penes nos habchius, et justa judicia et canonica 
scita, recte de hoc negocio respondendo decernerent. At illi scientes voluutatem Principis et quorundam 
Comitum, et ne eum oflFenderent renitentes, nil de causa prolata respondere praesumpserunt, sed penitus 
cum responsione canonica in amore Dei petita justicia mihi denegata est. Sicque adulando Principi, jussus 
sum ab eo, si ejus gratiam vellem habere propiciam, ejusjque potestati non contrairem, ut haec in deci- 
mis et rehquis hujuscemodi negociis querulosis omnia permitterem fore sicut inveni, meaque compulsa 
intcrpellatio cassata est. Sed ne hoc impetrare qui vi, ut accusatores in praesentia exhiberentur et causa 
recte examinaretur. Et patres benignissimi , nisi super hujus controversiae querimonia dexteram justiciae 
porrigatis, ncc episcopale ministerium ad Christianitatis observantiam quiraus exercere, nee claustra mona- 
sterii, quae ncc aliqua inveni propter penuriam et deciraarum ahstractionem , emendare, quae nuperrime 
coepimus construere, neque clerum ad Dei servicium pascere valebimus et vestire, sed cogendum variis 
aerumnis dispergi dolcbimus non posse rursus congregari. Eccc, patres egregii, tot annis transactis tem- 
pore praedecessorum meorum praefatae ecclcsiae inconsecratae hactenus permanent, et contra voluntatem 
nostram, quia prohibetur in Canonibus jubente lege divina, missarum officia inibi celebrantur ab hiis de 
quorum ordinatione dubitatur. Deciraae a nobis tolluntur, parvitas nostra non mediocriter in omnibus quae 
digna sunt emendatione contemnitur, quia ibi unum foraminis adilum inimicus invenerit intrandi offendens 
ad caulas ovium hostes exhibebit. Unde vos summae sedis apostolicae auctorem, ceu totius Christianitatis 
Caput invocamus, et qui coram altaribus in pavimento prostrati patrocinia Sanctorum imploramus, ut salu- 
lis et sanctitatis vestrae prosperitas proteletur et in aeternum gloria et cornu vestriira dilatetur, pedibus 
pietatis vestrae mente provoluti, petiraus ut super hac re quid nobis faciendum sit censeatis, aut utrura 
sub taciturnitatis nodo calcare et silentio haec talia propter scandala vitanda premere debeamus, vel spem 
recuperandi ex decimis habeamus, sequendumve nobis sit, ut de hac censura nobis justiciam fieri recla- 
memus, in propatulo nobis enucleare certumque facere dignetur beatissima paternitas vestra, quam con- 
servare dignetur ineffabilis pietas sempiterna 

Responsio Slcphani. 
Stephanus sanctae apostolicae et universalis Romanac Ecclesiae Episcopus, Egilmaro venerabili Osna- 
burgensis Ecclesiae Episcopo in Domino salutem. Bonorum operum et spiritualium studiorum Deum aucto- 
rem esse non dubium est. Unde laetari me fecerunt scripturae tuae ex bono studio et ex integritate lidei 
et dcvotionis tuae, sed ex afflictione tua magna ex parte tristari, super quo tu conquestus es et crebrior 
ad nos sermo commeantium perlatus est. Non oportuit quidem ab- illis quibus sustentari et portari atqiie 
honorari debuisti, tot ac tantas, innocens ut credimus, oppressiones perpeti. Mandasti enim nobis Sancti- 
tatem tuam a Godescalco novae Corbeiae abbale et Hervordense abbatissa ipsorumque fautoribus variis 
calamitatibus vexari et dilaniari, et apud filium nostrum Arnulfum crebris accusationibus plus aequo infa- 
raari, Ecclesiara tuam suis dotibus et fidelium oblationibus cxpohari. Indc, frater, noli mirari, si tc mem- 
brum malivoli et impii persequuntur, cum ipsum Christum caput nostrum sint persccuti, sicut ipsa yeritas 
ait: Si patrem familias Beelzebuc vocaverunt, quanto magis domesticos ejus. Noli multum vexari, noli 

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38 890 — 891. 

turbari, sed confortare in Domino et in potentia virtutis ejus. Nos vero ad supplementum fratres et 
coepiscopos nostros amplius quam quinquaginta vocavimus, cum quibus regulariter tractando decrevimus, 
quae et qualia tibi et tecum litigantibus responsa remittamus, quia una eademque die iliorum literas super 
hiisdcm nogociis simd cum tuis suscepimus. Hiis enim epistolis in omnium audientia praelectis, multas ui 
nosti querimonias et oppressiones super illorum temeritate tua continebat in se, sed et iliorum non minor 
erat lamentatio de te. Quapropter necessarium esse duximus, ut remotis tergi versationibus , veritatis elu- 
cubratione adminiculum tibi a nobis impendatur atque ab apostolica sede sufFragetur, ne in totius Eccle- 
siae perturbationem haec impudens procedat intentio, et ea quae a sanctis praedecessoribus nostris dudum 
prohibita fuerant, denuo reviviscant Abbati vero literas suis respondentes remisimus in haec verba. .... 

XLIL 

Nach einer von dem HessUchtn Bibliothekar Raspe, su Paderborn am 29. November 1T73 gefertigten und 

beglaubigten Abschriil. 

quod situm est in loco . . Hersi 

et per te in eodem Yen. Monast. in perpetuum. Quanto nos pro piorum et venerabilium locorum statu aug- 
mentando soUicitiores existimus, et ad eorum utilitates proficiendas perpetuo pastoralibus vigilüs insistimus, 
tanta nobis aeterne remunerationis praemia eo largiente conquirimus, qui dixit, beatus seruus ille, quem 
cum uenerit dominus inuenerit uigilantem. Et ideo omnibus sanctac Dei Ecclesiae fidelibus atque nostris 
notum üeri uolumus, suggessisse nostro Apostolatui Bisonem rcuerendissimum Padrabrunnensem Episcopum, 
quatenus praedictum ven. Monasterium, cui ipsa praeesse dinosceris, situm in territorio dioeceseos suae, 
cum omnibus suis iustis pertinentiis et adiacentiis, huius auctoritatis*nostrae Pribilegio muniremus. Cuius 
postulationi fauere nitentes, praecipue cum omnium sit Ecciesiarum cura nobis commissa, hoc apostolicum 
nostrum pribilegium fieri decrebimus, per quod et id ipsum uenerandum monasterium roboramus, et apo- 
stolica auctorilate iiiibi ad sustentationem ancillarum Dei confirmamus omnes res, quae a iure praedicti 
Episcopi cum eodem sunt monasterio coromutatae legaliter, uel quae a fidelibus et Deum timentibus sunt 
ibi collatae ad usum et utilitatem earundem Sanctimonialium, nee non et Decimas eidem praefato mona- 
sterio annualiter persolui censemus, quae de statutis uillis eidem dari persoluique debent episcopali simul 
et synodali decretto. Immo et consultu ut intuiti sumus statutum est et canonice ordinatum, quod si ita 

res se habet, infringi non debet, ne synodalis et canonicus uigor 

in praefata sancta Padrabrunnensi ecclesia, sicut statutum esse comperimus, cui de eodem uen. mon. 
curam esse reperimus statuentos apostolica censura dcccrnimus, ut nuili fidelium fas sit quoquo modo 
contra huius priuilegii noslrae confirmationis seriem pie et misericorditer a nobis promulgatam agere aut 
temerario ausu de omnibus quae eidem mon. suaeque congregationi legaliter tradita sunt uel concessa 
sibique a modo et deinceps Iradenda uel legitime iure conferenda aliquid minuere uel auferre, sibi etiam 
deripere, potius autem ad utilitatem Domino illic famulantium firma potestate consistant, earum bono quae 
nunc habentur uel sunt iuste conquirenda . . Nam qui timore Dei postposito huic confirmationis nostrae 
priuilegio in toto uel in parte contraire repertus, illudque non integriter obseruare distulerit sancta 
cito admonitus resipuerit, apostolico mucrone fcriendus .... qui autem custos fuerit et obseruator, 
a iusto iudice Domino Deo nostro misericordiam consequatur. Scriptum per manum Gregorii Scriniarii 
sanctae Romanae ecclesiae in mense Maio Ind. nona. 



f Bene 
ualetc f 



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891 — 893. 39 

XLiir. 

E Copi« recenliori in KiodliDgeri Mu. T. XII. 

Steplianus Episcopus seruus seruoram Dei. Hembil religioso abbati venerabilis monasterii S. Liudgeri 
et per te eidem venerabili monasterio in perpetuum. Quoties ea a nobis concedi postulantur, quae piis 
et venerabilibus locis congruunt, decet nos libenter concedere et votis religiosorum apostolica sanctione 
fauere. Et ideo religiositas tua nostro suggessit apostolatui, quatcnus idem predictum venerabile monaste- 
rium cum omnibus canonice et legaliter sibi pertinentibus et adiacentibus apostolica auctoritate muniremus, 
quemadmodum a piis Imperaloribus, Luthouico scilicet et Carolo atque Arnulfo religiosis quondam Augustis 
per augustalia eorum precepta munitum roboratumque esse dinoscitur. Huius rei gratia tuam suggestionem 
congruam fore preuidentes, ratum duximus aures nostras tuis accommodare precibus, qui uniuersalem 
normae curam diuina sufiFragante gratia suscepisse dinoscimur. Quapropter id ipsum sacrum monasterium 
huius presentis priuilegii nostri sanctione ut prelibauimus munientes, decernimus a presenti nona Indictione 
ut nulli potestati nee cuilibet magnae paruaeque personae quacumque dignitate predilae fas sit quoquo 
modo illud inuadere vel alii commodare^ nee quicquam de famulis vel mansis nee non seruis et ancillis, 
litis et liberis, siue quicquam de rebus mobilibus vel immobilibus deque cultis et incultis memorati mona- 
sterii sibi vindicare aut alteri donare presumat, sed cum omnibus rebus et possessionibus ac oblationibus 
et redditibus, quae canonice et legitime inibi data, largita sunt et donata ac deinceps donabuntur, iuri ac 
utilitati crebro dicti monasterii et usibus Deo inibi famulantium perennitcr confirmamus sub tua dicione 
dcgere ad regendum ac regulariter dispensandum. Imo censemus nulli fidelium licitum fore quamlibet 
super eiusdcm monasterii homines dicionem habere aut ad aliquas exactiones contra rationem compellere 
vel distringere, sod sicuti a prefatis Imperatoribus Deumque timentibus concessa existunt atque firmata, 
ita nos cum ipsis preceptis augustalibus omnia ut ea continere videntur adscripla inuiolabiliter ab omnibus 
sanctae Dei ecclcsiac fidelibus apostolica auctoritate firmata obseruanda precipimus, slatuentes decernendo 
ut qui temerario ausu. quod non optamus, contra hoc nostrum apostolicum priuilegiura ire vel agere pre- 
sumpserit, et in toto vel ex parte, quod nequaquam fieri mandamus, infringere temptauerit hoc quod ad 
laudem Dei omnipotentis et stabilitatem eiusdem monasterii ac monachorum sustentationem ad nostrae 
mercedis augmentum diuino tacti amore statuimus, nouerit se excommunicandum et nisi obediens fuerit 
anathemate feriendum, qui vero custos fuerit ac obseruator benedictionem ac gratiam consequatur. Scri- 
ptum per manum Gregorii scriniarii sanctae Romanae ecclesiae, in mense Maio, Indictione nona. 

f Bene valete. f 

Data nil. Kai. Julii per manum Stephan! secundicerii sanctae sedis apostolicae, anno Deo propicio 
pontificatus domni Stephani summi pontificis et uniuersalis papae in sacratissima sede beati Petri apostoli 
sexto, Indictione Villi. AMEN. 

XLIV. 

v^* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Arnolfus diuina fauente dementia rex. Si seruorum uel 
ancillarum Dei petitionibus, quas pro ecclesiarum sibi commissarum utilitatibus nobis || suggesserint, cle- 
menter annuimus ac pie prospicimus, id nobis et ad praesentis uitae cursura salubriter transeundum, et 
ad perpetuae beatitudinis praemia feliciter promerenda liquide profuturum esse cpnfidimus. Quam ob rem 
nouerit omnium fidelium nostrorum praesentium scilicet atque futuronim industria, qualiter üuicpreht et 
Biso venerabiles ac dilecti episcopi nostri praecati sunt, vna cum Chanrado fideli comite nostro, clemen- 
tiam nostram, quatinus sororibus sanctimonialium , in monasterio Hcriford nominato sub honore sanctae 
Dei genitricis Mariae constructo atque dicato Domino famulantibus, electionem suam intcr se intrinsecus ab 

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40 «92 — 913. 

antecessoribus nostris eis prius per praeceptales cartas concessam, pro remedio animae pü genitoris nostri 
Karlomanni regis et deinde nostrae caeterorumque parentum nostronim, simili modo concedercmus, no- 
straeque auctoritatis scripto eam corroboraremus. Quorum petiUonibus et salubri consultui libenter assen- 
sum praebuimus, et praesens pracceptum inde conscribi iussimus, quicquid boni antecessores nostri eidem 
cenobio contulerunt, et omnia priuilegia ab ipsis illuc concessa, per hoc conccdentes ac nostra auctoritatc 
confirmantcs. Et iuxta illorum moiiitionem hisdem sororibus securum per hoc praeceptum concedimus 
arbitrium et potestatem inter se abbatissas eligcndi, quamdiu Deus aliquam inter ilias talem praesignauerit, 
ab ipso docta quae famulas Dci iuibi Domino militantes gubernare ac regere possit, nuUusque successo- 
rum noslrorum hanc nostrae auctoritatis cartam potestatem habcat uiolare, ut ipsas ob hoc melius pro 
uobis et praelibato genitore nostro aliisque parentibus nostris exorare delectet. Et ut praesens auctoritatis 
nostrae praeceptum nulla unquam mutabilitate uioietur seu uiolari conetur, manu propria illud firmauimus 
anuloque nostro assignari praecepimus. 

Signum domni Arnolß (L. M.) Serenissimi regis. 

Signum domni Hludouuici (L. M.) Serenissimi regis, 

Aimustus notarius ad uicem Rotmari archicapeUani recognoui et (L. S. R.) 

Data III. Nonarum Noucmbrium die, Anno Incarnationis Domini DCCCXCII. Indictionum X.nw Anno 
regni Arnolfi regis V. Actum Franchonofurt in Dei Nomine feliciter AmeN. 

Zwei aufgedruckte Siegel, ein grösseres über, ein kleineres unter der Datumsrormel , sind beide verloren gegangen, und 
nur die Spuren davon noch vorhanden. 

XLV. 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. ARNOLFVS diuina prouidente dementia Imperator augu- 

stus. Episcopis, abbatibus, comitibus, uicariis, omnibusque in sublimitate positis et natu maioribus in 

Saxoniac partibus constitutis, In Christo saluatore pacem et utriusque uitae felicitatem cum salute perenni. 

. Notum itaque generalitati vestre fieri uolumus, quia serenitatis nostr^ auribus innotuit, quod sint inter uos 

ßflAAlf^^^ qui militiam coenobii quod uocatur noua Corbeia, id est vassallos eiusdem abbatis plus iusto in hostcm 

^] Am4^^ ^^^ compellant, cum hoc auctoritate diuorum antecessorum nostrorum ipsi loco suisque concessum atqiic 

' * ^ ' indultum clara luce dinoscatur. Quod et nos morem sequentes priorum, non minori deuolionis soUertia 

eidem sacrosancto loco et rectoribus eins cum omnibus regimini illorum subactis, Domino propitiante, fine- 

tenus confirmare studemus. Quapropter uniuersitati uestrae expresse mandamus et modis omnibus prorsus 

interdicimus, ne quisquam ex uobis ipsos milites quoquo modo iniqua districtione seu in expeditionem aut 

uUam exactionem huiusmodi uiolcnter reddere aut facere coartari praesumat, sed liceat praefati monasterii 

abbati securc cum omnibus curao illius subiugatis degere, et sicut ab antecessoribus nostris sibi suisque 

interius exteriusque concessum scriptoque roboratam constat, sine alicuius maioris minorisue ordinis personae 

offendiculo frui perpetimque potiri in gloriam et laudem Dei. 

Von dem aufgedruckten Siegel ist nur ein Bruchstück übrig, auf welchem das Brustbild des 'Kaisers noch tu sehen, 
und zwar von den früheren Siegeln verschieden. 

XLVI. 

v>* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Chuonradus diuina largiente dementia rex. Conuenit 
nostrae regali celsitudini ut petitiones fidelium nostrorum, has precipue quas pro ecclesiarum sibi commis- 
sarum uiilitatibus suggerunt, ad cfFectum perducamus, || quoniam hoc et ad presentem uitam prospere 
peragenüam , et ad futuram beatitudinem promerendam profuturum liquide credimus. Unde nouerit omnium 



{jibbi/itl (^ 



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913 — 922. 44 

fidclium Dostrorum tarn praesentis quam futuri temporis iodustria, quod uenientes ad monasterium sancto- 
rum martyrum Stephan! atque Viti noua Corbeia nuncupatum, rogante eiusdem coenobii venerabili abbate 
Buobone vna'cum fratribas sibi commissis, omnes concessiones quas prionim regum temporibus habuerunt, 
firmiter eidem loco concessimus. Praecipue vi potestatem habeant inter se cum necessitas uenerit abba- 
tem eligendi. Et ut a nullo episcopo de dominicalibus mansis eiusdem monasterii decimae exigantur, neque 
a comite uel ex qualibet iudiciaria potestate coloni eonim et liti ad iusticiam faciendam aliquo banno con- 
stringantur, sed coram aduocatis eiusdem loci iusticiam facere cogaotur, sicut anteriorum Francorum regum 
temporibus praefato monasterio concessum fuisse cunctis fidelibus nostris liquido patet. Et ut haec aucto- 
ritas nostrae largitionis firmiter habeatur atque per futura tempora a fidelibus nostris verius credatur, 
nostra propria manu subter eam firmauimus, atque anulli {sie) nostri impressione signari iussimus. 

Signum (L. M.) dofnni Chuonradi Serenissimi regis. 

Salomon cancellarius ad uicem Piligrimi archicapellani recognoui et (L. S. R.) 

Data in. Non. Feb. anno ab incamatione domini DGCCC.XIII. Regni autem domni Chuonradi Serenis- 
simi regis anno II. Actum in ipso monasterio Corbeia in Dei nomine feliciter. Amen. 

Das aufgedruckte kleioe kreisförmige Siegel seigt das seitwärts sehende Brustbild des Königs, mit der köuiglichen Stirn- 
binde, einer Fahne und Schild, und mit der Umschrift: Chuonradus Rex; doch ist der grösste Theil des Randes 
nebst einem kleinen Theile des Bildes und der Schrift ferloren gegangen. 

XLVII. 

^» In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia rex. Conuenit nostrae 
regali celsitudinL ut petitiones fideUum nostrorum, has praecipue quas pro aecciesiarum || sibi commissa- 
rum utilitatibus suggerunt, ad effectum perducamus, quoniam hoc et ad praesentem uitam prospere per- 
agendam, et ad futuram beatitudinem promerendam profuturum liquido credimus. Unde nouerit omnium 
fidelium nostrorum tam praesentis quam futuri temporis industria, c[uod rogatu coniugis nostrae donuiae 
reginae Mahthildis, vna cum prole et equiuoco nostro, nee non episcopi Adaluuarti, qui legatus fuit ad 
nos missus ab abbate uenerabili Folcmaro fratribusque Christo in noua Corbeia militantibus, et sanctis 
martiribus nostris aduocatis et intercessoribus Stephane atque Vito fideUter seruientibus, omnes concessio- 
nes quas priorum regum temporibus habuerunt, firmiter eidem loco, id est praedicto abbati et fratribus 
concessimus. Praecipue ut potestatem habeant inter se cum necessitas uenerit abbatem eligendi. Et ut 
a nullo episcopo de dominicalibus mansis eiusdem monasterii decimae exigantur, neque a comite uel ex 
qualibet iudiciaria potestate coloni eorum et liti ad iusticiam faciendam aliquo banno constringantur, sed 
coram aduocatis eiusdem loci iusticiam facere cogantur, sicut anteriorum Francorum regum temporibus 
praefato monasterio concessum fuisse cunctis fidelibus nostris liquido patet. Et ut haec auctoritas nostrae 
largitionis firmiter habeatur atque per futura tempora a fidelibus nostris uerius credatur, et ne deinceps 
hinc aliqua dubietas fiat, nostra propria manu subter eam firmauimus, et anuli nostri impressione signari 
iussimus. 

Signum domni Heinrici (L. M.) Serenissimi regis, 

Simon notarius ad uicem Herigeri archicappeUani recognoui et (L. S. R.) 

Data X. Kai. Maii anno incarnationis domini DCCCCXX.II. Indictione X. Anno autem regni gloriosis- 
simi regis Heinrici III. Actum in uilla quae dicitur Quitilingaburg in Dei nomine feliciter amen. 

Das aufgedruckte Siegel wird bei der gleich folgenden Urkunde beschrieben. 
Cod. dipL hi.t. W..tf,l. 6 Digitized by GoOglc 



42 93T — 935. 

XLVIII. 

^* In noraine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia rex. Omnium naniquc 
fidelium nostrorum petitionibus serenitatis nostrae aurem accommodare oportet» maximo tarnen eonim, qui de 
sacris || mentionem faciunt coenobiis obtemperare decreuimus. Nam nostris crebrescentibus peccatis, mul- 
timodas paganorum castigationes, quibus Christicolas afflixerant, sentimus. Inter quas etiam Mahthildam 
dilectam coniugcm nostram, una cum Bodarbrunnensis aecciesiae episcopo uidelicet Unuuano, seu et cete- 
ris fidclibus nostris, de sanctis Heriuurdensis monasterii monialibus interpellantem cognouimus, quatenus 
illarum praecepta regia, quae ab ethnicorum infcstatione exusta sunt, renouari praeciperemus. Quaproptcr 
nouerit omnium fidelium nostrorum industria, quia miseratione earum repleti, ob amorem Dei sanctorum- 
que eins, petitionibus eorum assensum praebentes, prout ea ab antecessoribus nostris habere uidebantur, 
nostrae auctoritatis renouatione praenotare iussimus, ea scilicet ratione, ut quicquid inuestilura supradicti 
loci, siue de regum uel cuiuslibet personae traditione appareat, nullo iniustae contradictionis impedimento, 
aeternaliter ad eiusdem congregationis nutrimina perseueret, quatenus absque alicuius secularis uexationis 
conflicto, sub nostrae tuitionis munimine, dignas ac Deo placitas persoluere studeant laudes, nostrasque 
nostrorumque antecessorum quam et successorum frequentent orationes. Quorundam autem locorum uo- 
cabula, quae quidam falsitatis fraude abstrahere conantur, huic conscripto subnectere praecepimus. An- 
geresgouue. Uuinesuualde. Oueranberh. Liuduuinesdorp. et Hunbech secus fluuium Sigina. Haec omnia 
cum reliquis cunctis possessionibus, tam in agris cultis et incultis, quam et in omnibus appenditiis ad 
praefatum locum respicientibus, firma stabilique statione in iam dictae familiae potestate perenni tempore 
consistant. Et ut hoc nostrae confirmationis praeceptum firmum stabileque permaneat, manu nostra sub- 
tus illud firmauimus, anuloque nostro sigillari praecepimus. 

Signum domni Heinrici (L. M.) Serenissimi regis. 

Simon notarius ad uicem Herigeri archicappellani recognoui et (L. S. R.) 

Data XV. Kai. APR. Anno incamationis Domini DCCCCXXVII. Indictionum XV.o Anno uero regni glo- 
riosissimi Heinrici regis YII.^ Actum Astnid in Dei nomine feliciter Amen. 

Das aufgedruckte kleioe kreisförmige Siegel zeigt das rechts sehende Brustbild des Königs mit der königlichen Stirnbindey 
eine Lanse in der rechten, einen Schild in der linken Hand haltend; mit der Umschrift: Heinricus Rez« 

XLIX. 

v>f. In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia rex. Nouerint fideles 
nostri presentes scilicet et fiituri, qualiter nos Heinrici aequiuoci ac dilecti filii nostri, et Hadeuui filiae 
nostrae rogatu, concessimus firatribus in loco || qui uocatur Paderbrunno Deo famulantibus, ut in eligendis 
episcopis inter se propria electione iuxta pristinum morem fruantur, si talem inter se moribus scientiaque 
probatum inuenerint, qui eidem officio aptus dignusque, quantum himaana ad hoc competit fragilitas, di- 
noscatur, eorundem ergo petitione nostrae auctoritatis praeceptum eidem sancto loco fieri decreuimus, 
quatenus sub quali defensione antecessorum nostrorum fuit, Ita deinceps sub nostra tuitione et immunita- 
tis derensione cum omnibus ad se iuste et legaliter pertinentibus permaneant. Praecipientes * * * ») uerius 



^) Die Charte hat durch Feuchtigkeit so gelitten, dass in der Blitte, durch die ganse Breite derselben, ein Stück herausgeris- 
sen und verloren gegangen ist, so dass einige Zeilen fehlen. Aus den wenigen Ueberresten derselben ist, in Vergleichung 
mit früheren Urkunden, i. B. Ludwigs des Frommen von 822 und Karls des Dicken von 887, lu schlie.Men, dass die aus- 
gefallene Stelle die Befreiung ?on der Jurisdiction weltlicher Richter, und den Anfang der Beglaubigungsforrocl, beide 
jedoch im Ausdrucke ?on den Formeln jener Urkunden etwas abweichend, enthielt. 



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935 — 986. 43 

credatur et diligentius obseraetur, mana propria nostra subter notando firmauimus et anuli nostri impres- 
sione eas siguari iussimus. 

Signum domni Heinrici (L. M.) inuictissimi regis. 

Poppo canceUarius ad uicem SiUeperti archicapellani recognoui et (L. S. R.) 

Data VII. Idus Mali. Anno dominicae incarnationis DCCCC.XXX.V. Indictione YDI. Anno autem Hein- 
rici regis XVI. Actum in Araeite in Dei nomine feliciter amen. 

Das aufgedruckte Siegel ist forlier beschrieben« 
XP. I^- 

v>'. In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina ^fauente dementia rex: Si loca ad Dei 
seruitium mancipata in aliquibus || fulcimus beneficiis, hoc profecto ad augmentum aeternae speramus esse 
remunerationis. Idcirco nouerint omnes fideles nostri praesentes scilicet et futuri, qualiter nos interuentu 
Mahtildae dilectae coniugis nostrae, sanctis monialibus feminis in loco Heriuurt nominato Deo famulantibus 
concessimus, ut in eligendis abbatissis propria electione fruantur. Proinde hoc nostrae auctoritatis prae- 
ceptum eis inde conscribi iussimus , per quod praecipimus, quatinus ita ut praediximus permaneat, et ut 
hoc verius credatur, manu nostra illud firmauimus et anulo nostro sigillari iussimus. 

Signum domni Heinrici (L. M.) inuictissimi regis. 

Poppo notarius ad uicem HiUiberti recognoui et (L S. R.) 

Data im. Idus Octobr. Anno dominicae incarnationis DCCCCXXXV. Indictione IIII. Anno regni Hein- 
rici regis XVI. Actum in Altsteti amen. 

Das Siegel ist ▼erloren gegangen. 

v>. In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina largiente dementia rex. Conuenit nostrae 
regali celsitudini, ut petitiones fidelium nostrorum, has precipue quas pro ecclesiarum sibi commissarum 
utilitatibus || suggerunt*) . . . credimus. Ünde nouerit omnium fidelium nostrorum industria, quia 
adiens excellentiam culminis nostri Folcmarus uenerabilis abbas nouae Corbeiae, rogauit ut eidem mona- 
sterio talem concederemus Ubertatem, qualem ab antecessoribus nostris Francorum regibus accepisse di- 
noscitur. Cuius petitioni assensum prebentes, interuentu coniugis nostrae reginae Eadiht simulque filii no*. 
stri Liudulfi, in supradicto mouasterio fratribus Deo seruientibus eiusque martyribus Stephane atque 
Vito, omnes concessiones quas anteriorum regum temporibus habuerunt concessimus. Praecipue ut pote- 
statem habeant . . .**) iussimus. 

Signum domni Ottonis (L. M.) Serenissimi regis. 

Adaldag notarius ad uicem Hildibertti archicapellani recognoui et (L. S. R.) 

Data XVI. Kai. Nouembris. Anno incarnationis domini DCCCCXXXVI. Indictione VIIIL Anno autem 
Serenissimi regis Ottonis I. Actum apud Uuerla in Dei nomine feliciter Amen. 

Das aufgedruckte kreisförmige mit einem dicken Rande Tersebene Siegel seigt das seitwärts sebende Brustbild des Königs 
mit der königlicben Stirnbinde, mit Lanse und Schild, und mit der Umscbrift: Oddo. DT. Gra. Rex. 



*) AUes ausgelassene wie in der Urkunde Heinrichs L vom J. 932. 
**) Die einiige Abweichung ist: nostrae largitionis aactoritas, und manu propria nostra. 



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44 »«0 — 946. 

xp LH. 

v>. In nomine sanctae et indiulduae Trinitatis. Otto diuina faaente dementia rex. Nouerit omnium fide- 
lium nostrorum || presentium scilicet et futurorum industria, qualiter nos, Edgide dilecta coniuge nostra et 
Tutone Bodarbrunnensis aecciesiae episcopo intercedentibus, de sanctis monialibus Heriuurdensis coenobii, 
quatenus iHorum praecepta regia, quae a paganorum infestatione exusta sunt, renouare preciperemus, ob 
Dei amorem ipsonimque petitionem, prout ea ab antecessoribus nostris habere uidebantur, hoc nostrae 
auctoritatis renouatione iussimus redintegrari. Id est inprimis ut eligere inter se abbatissam quando opus 
contigerit licentiam habeant. Et quicquid inuestitura supradicti loci siue monasterii nunc temporis paret, 
siue de regum siue de cuiuslibct persone dono vel traditione, absque ullo iniuste contradictionis inpedi- 
mento perpetualiter ad eiusdem congregationis nutrimina perseueret. Nee aliquis iudex publicus licentiam 
habeat in homines ad prefatum monasterium pertinentes uUam iudiciariam exercere potestatem, sed omnis 
eorum res coram aduocato ipsorum definiatur. Quam nostrae corroborationis auctoritatem , ut firma in- 
conuulsaque permaneat, manu propria firmauimus et anulo nostro sigillari iussimus. 

Signum domni Ottonis (L. M.) inuicttssimi regis. 
Poppo ad utcem Frederici recognoui et (L. S. R.) 

Data IUI. Non. Apr. Anno dominicae incamationis DCCCCXL. Indictione Xn. Anno Ottonis piissimi 
regis IUI. Actum in Quitilingoburg amen. 

Das aufgedruckte Siegel ist serstört. 

LIII. 

v>. In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina fauente dementia rex. Nouerit onmium fide- 
lium nostrorum tarn presentium quam et futurorum industria, qualiter nos || pro amore Dei, precatui fra- 
tris nostri Brun diaconi obtemperantes, pro salute nostra, in elemosina eiusdem germani nostri, usibus 
fratrum Corbeiensis monasterii, in honore beatissimorum Christi martirum Stcphani atque Yiti constructi, 
proprietatis nostrae Centum XX. iugera cum XLIII. curtilibus locis in pago Hesse nominato, in uilla Kot- 
mereshusun dicta, in Osterbeun marca, in coroitatu Allionis, hoc liberalilatis nostrae precepto Jure perenni 
in proprium donauimus, cum omnibus quae infra eandem proprietatem continentur utilitatibus, mobilibus 
et inmobilibus. Et ut haec nostrae regalis munificentiae concessio, in elemosina ante dicti germani fratris 
nostri, in prelibato loco Deo seruientibus inuiolabilis perpetualiter perduret manu nostra subtus illud fir- 
mauimus et anuli nostri impressione corroborari iussimus. 

Signum domni Ottonis (L. M.) Serenissimi regis. 

Brun cancellarius ad uicem Fridurici archicappeUani recognoui. (L. S. R.) 

Data X. Kai. Jul. Anno Incamationis dommi nostri Jhesu Christi DCCCCXLII. Indictione XIII. Anno 
domni Ottonis inuictissimi regis VI. Actum Inimileiba. In Dei nomine Amen. 

Das aufgedruckte, gut erhaltene Siegel xeigt das Bildniss des Königs in halber Figur, seitwärts sehend, gerüstet, mit 
Schild und Fahne, aber mit unbedecktem Haupte, mit der Umschrift: f Otto Di. Gra. Rex. 

LIV. 

v^f« In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina auxiliante dementia rex. Nouerit omnium 
fidelium nostrorum sagacitas tam presentium quam etiam futurorum, || qualiter nos per interuentum di- 
lecti germani nostri Brunonis et uenerabilis abbatis Bouonis ad monasterium sanctorum martirum Stephani 



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946 — 948. 45 

atque Yiti quod Gorbeia nominatur, bannum super duas uillas Meppian nominatas, sitas iuxta fluuium Eipisa 
et Hase in pago Agrotingon in comitatu Thuringi comitis, cum moneta et theloneo, iure perenni in pro- 
prium concessimus. Jussimus quoque inde hoc presens preceptum conscribi, per quod uolumus firmiter- 
que iubemus, ut nullus iudex publicus in locis antedictis ullam insuper exerceat potestatem iudiciariam, 
nisi prefati legitimus aduocatus abbatis. Mercatum uero constituant pubblicum in illis ubicumque abbati 
placuerit locis, pacemque firmissimam teneant aggredientes et regredientes et ibi manentes, eodem modo 
sicuti ab antecessoribus nostris regibus iam pridem aliis publicis mercatorum locis concessum erat. Et ut 
haec auctoritas nostra firma et stabilis permaneat, manu nostra firmauimus et auulo nostro insigniri iussimus. 

Signum domni (L. M.) Ottonis inuictisstmi regis, 

Brun canceliarius ad uicem Fridurici archicappellani recognout, (L. S. R.) 

Data ni. Kai. Junii, anno dominice incarnationis DCCGCXLVI. indictione DI. regnante pio rege Ottone 
anno X. Actum Frosa in domino feliciter Amen. 

Das Siegel ist ferloren gegaogen. 

LV. 

Aus dem ältesten Ropialbuche'des Stifts Corvey. 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina fauente dementia Rex. Nouerit omnium fi- 
delium nostrorum tam presentium quam futurorum industria, Qualiter nos, per iuteruentum dilecti fratris 
nostri Heinrici et ueiierabilis abbatis Bouonis, ad monasterium sanctorum martirum Stephani atque Yiti 
monetum atque theloneum in loco Meppia nominato, sito inter aquas Emisa et Hasa, in pago Agrotingun 
in comitatu Duringi comitis, Jure perenni in proprium donauimus, iussimus quoque hoc praeceptum inde 
conscribi, manu nostra subtus signato et anuli nostri inpressione roborato. 

Signum domni (L. M.) Ottonis Serenissimi regis. 

Brun canceliarius ad uicem Fridurici archicapellani recognoui. 

Data III. Kai. Januar, anno incarnationis dominicf DCCCCXLVI. indictione m. anno autem domni Ot- 
tonis X. Actum in Tulaheim. 

Jvj» In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto Dei gratia rex. Quicquid locis Deo dicatis Hbera- >;^ ^*i »».«^a» J 

litatis regie contulerimus, et ad presentem uitam feliciter transeundam, || et ad aetemam nobis profutu- j^ cjiij . 

ram ueraciter credimus. Proinde pro remedio animae domni genitoris nostri Heinrici regis, et in elemosina /^///^'^ 

domnae genitricis nostrae Mahthildae et nostri coniugisque nostrae Aetigidis, ceterorumque nostri debito- 

rum, ad monasterium in loco Angeri nuncupato, ab eadem domina matre nostra regina in honore sanctae 

Dei genitricis semperque uirginis Mariae sanctique Laurentii martiris constructum, tradidimus proprietatem 

a Dioterico nobis datam, quam idem eatenus habuit in locis subnotatis. In Selispura Y. familias, et in z:^ 

Burae I. famil. et in Oete I. fam. et Lutten I. fam. in Dulnme etiam II. fam. et in Halahtre I. f. in Garta 

I. f. in Emphstete I. f. in Tettenbura I. f. in Driontbeim I. f. in pago Lere, in comitatu Heinrici comitis, 

in pago autem Hasagovue, in comitatu Liutulfi, in Armike I. f. in Tungheim I. f., in pago Agartinga, in 

comitatu Sigibcrti, in Yueres H. f. in Yuestereim I. f. in Holnidde I. f. in Anarupe I. f. in Laasdorpe L f. 



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46 948 — 959. 

in Terseburhc. in Aromcre. In bis et prenominatis pagis quicquid idem cum omnibus adiacentiis suis. 
Jussimus quoque hoc presens preceptum conscribi, manu nostra finnatum, anuloque nostro roboratam. 

Signum domni Ottonis (L M.) Serenissimi regis. 

Brun cancellarius ad uicem Fridurid archicapeüani recognoui, (L. S. R.) 

Data II. Idus Julii, anno incarnationis Domini DCCCCXLYIU. Anno regni Ottonis regis XI. Indict. III. 
Actum in Throlmannia, in Dei nomine amen. 

Das au fged rockte, hier aber nicht Torxüglich erhaltene Siegel, ist anderswo beschrieben. 

LVII. 

Atischrift nach dem sa Fischberk aufbewahrten Originale mitgetheilt von den Bibliothekar Moojer lu Minden. 

^« In nomine omnipotentis Dei et saluatoris nostri Jhesu Christi. Otto diuina fauente dementia rex. 
Notum sit Omnibus fidclibus uostris tam praesentibus quam futuris, Nos tradidissc cuidam || uenerandae 
matronae nomine Helemburhc predium quod nos habuimus in uilla quae dicitur Viscbike iure hereditaiio 
et in aliis locis quorum nomina hie subter notata sunt. Itaque eadem uenerabilis prescripta Helmb. postea 
adiit nostram serenitatem, rogans quatenus concederemus sibi ut congregationem sanctimonialium liceret 
congregari in antedicta uilla Viscbike. Hanc ipsam petitionem concessimus in nomine Domini nostri Jhesu 
Christi et pro amore sanctae Mariae onmiumque- Sanctorum , pro remedioque animarum Ricperhti domini 
sui et Richarddi et Aelfdehc filii sui nee non et aliorum suorum proximorum. Haup etiam Ulis concedimus 
potestatem, ut habeant seu inter se siue aliunde abbatissam cligendi liberam ac propriam facultatem, et 
ut nulli seculari dominio sint subiectae, excepto nostro, qui earum aduocatus ac defensor Deo annuente 
esse uolumus. Precipientes etiam iubemus, ut nullus iudex publicus neque quislibet ex iudiciaria potestate 
homines predictae aecclesiac liberos seu Colones, litos aut seruos, in aliquo negocio iniuste distringere 
presumat, nisi tan tum aduocatus loci illius. Haec sunt predia quae pertinent ad supra dictam aecclesiam 
Viscbike. In illo loco sex mansi pleni. Insuper etiam in bis locis ita nominatis. Vuendredesa I. Vuigbaldes- 
husun IUI. mansi. Benneshusun I. mansus. Haddeshusun I. mansus. Tiadanhusun I. mansus. Hainanhusun 
II. mansi. Et in aliis locis ad ministerium aecclesiae Viscbiki XXVllII. mansi in pago Tilithi in comitatu 
Herimanni comitis, iterumque in pago Mersten in comitatu eiusdcm comitis VIII. mansi, et in pago Laginga 
VI. mansi in comitatu Dodican, et in pago Vuestfala in comitatu Heinrici comitis X. et VIII. mansi, et in 
comitatu Hroduuerkes VI. mansi, et in uilla quae uocatur Hramnesberg II. mansi, in Flahtthorpe I. mansus, 
in Anion IIII. mansi, et in comitatu Vuirinhardi curtem nomine Thuliberch V. mansi. 

Signum doinni Ottonis (L. M.) Serenissimi regis. 

Liutulfus notarius ad uicem Brunonis archicappellani recognouit. (L. S. R.) 

Data IIII. Idus Januaiii, aimo dominicae incarnationis DCCCC.L.IIII. Indictione VII. Regnante pio rege 
Ottone anno XX. Actum Brugkihem feliciter in Domino. 

Das aufgedruckte Siegel Ist aur Hälfte abgefallen. 

LVIII. 

v>f. In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto Nouerint omnes fideles nostrj presentes 

sciiicet ac futuri, || qualiter nos per interuentum ADAtBERTI episcopi nostrique fidelissinu . . . HARDI, 
cuidam fideli nostro RETOLT dicto quasdam nostri iuris tes in pago Hessi, in comitatu comitis qui dicitur 
BERN, in loco Uuestnetri nuncupato, quicquid ibidem BRUNINC comes filiusque eius AMALUNC in benefi- 
cium habere uisi sunt, nee non et omne quicquid Ulis in temporibus ad nostram regalem potestatem ibi 



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959 — 9T3. 47 

pertinuit, cum curtibus, Mancipiis, Edificiis, Pratis, Pascuis, Siluis, Aquis Aquarumque decursibus, Agris 
cultis et incultis, Molendinis, PiscatioDibos, Mobilibus et inmobilibus, Uiis et inuiis, .... Quesitis et inqui- 
rendis, omnibusque iare legitimeque ad predictum locum pertinentibus, in proprietatem . . . . Ea scilicet 

ratione, quatinus praescriptus perpetualiter habeat potestatem tenendi, tradendi Et ut 

hoc Dostrae largitionis cartam scribi anulique nostri 

Liutholf cancellaritis ad nicem Brunonis archicancellarii recognouit et subscripsiL (L. S. R.) 
Signum domni Ottonis 

Data XVI. Kai. DECEMBRIS. Anno dominicae incarnationis D . . . . Anno OTTONIS Serenissimi regis 
regni XXIIII. Actum in loco Dornpurc feliciter AMEN. 

Die Charte ist sehr ▼erdorben, das Siegel aber noch follkommeo gut erhaltea aad wie bereits beschrieben« 

LIX. 

v^* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina fauente dementia Imperator augustus. Nouerit 
omnium fidelium nostrorum tarn praesentium quam futurorum || industria, qualiter nos sub optentu per* 
petue remunerationis et pro statu imperii nostri quoddam nostrae proprietätis predium in comitatu fidelis 
nostri Osdagi et in pago Nordagoe et in loco uidelicet subnotato situm, ad monasterium sanctae Mariae 
uirginis, quod nostra genitrix uidelicet Mahthildis regina in loco qui dicitur Angeri ob memoriam domini 
Heinrici regis scilicet et patris nostri construxit, ad augendum et corroborendum donauimus, curtem uide- 
licet que nominatur ....*) cum omnibus appendiciis suis, mancipüs utriusque sexus, aedificiis, terris cultis 
et incultis, quesitis et inquirendis, uiis et inuiis, pratis, pascuis, aquis aquarumque decursibus, exitibus et 
reditibus, molendinis, mobilibus scilicet et inmobilibus, uel quicquid utilitatis exinde haben potuerit, ad 

constr ad utilitatem famulorum inibi Deo sanctaque Maria uirgine seruientium, prouisor monasterii et 

congregationis sine uUius contradictione teneat etpossideat, et quatnor mansus, quas domina nostra uidelicet 
Mahthildis regina cum nostra conibentia cum curtibus, locis omnibusque appendiciis suis scilicet aedificiis, 
mancipiis utriusque sexus, duas in Drodminne sitas, III. in Uuinide, Uli. in Lenglere, ad predictum mona- 
sterium donauit, sub ipso imperii tcnore uolentes ut per futura sfcula sine uUius contradictione perma- 
neant. Et ut hec nostrae imperialis auctoritas firmiorem obtineat uigorem et a cunctis sanctae Dei aeccle- 
siae fidelibus nostris melius credatur et diligentius conseruetur, hanc cartam conscribi et anuli nostri im- 
pressione signari iussimus, quam et propria manu subtus firmauimus. 

Signum domini Ottonis (L. M.) magni et inuictissimi Imperatoris augusti. 
Liudolfus notarius ad uicem UuilUhelmi archicappellani recognoui. 

Data XVI. Kai. Aug. anno dominice incarnationis DGCCCLXVI. Indictione Villi, anno uero regni Sere- 
nissimi regis Ottonis Actum feliciter Amen. 

Das aufgedruckte grosse und wohlerhaltene Siegel zeigt das vorwärts sehende Bildniss des Kaisers, mit einem Mantel 
bekleidet, mit dem Feldherrnstab und Reichsapfel, den Kopf mit einem Helme bedeckt; darüber im Halbkreise: 
-)~ Otto Imp. Aug. — • Die Charte ist sehr beschädigt. 

LX. 

v>f* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina fauente dementia Imperator augustus. Nouerit 
omnium fidelium nostrorum praesentium scilicet ac futurorum industria: || Qualiter quaedam venerabilis 



*) Die Stelle, wo der Name gestanden hat,- ist ganz serstört; die äussere Aufschrift der Urkunde aber heisst: De curte 6e« 
uerse pertinente ad Angaron. 



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48 9t3-974. 

abbaUssa Hefordensi (sie) monasterii nomine Imma, nobis scripta Hluthuuuici regis, de quodam mercato 
cum Omnibus inde exigendi usibus, id est moneta, teloneo, vel quicquid ad publicum uidetur pertinere 
mercatum, in loco Adonhusa nominato, afferens, nostramque dilectam coniugem nomine ADELHEID AM» 
haec eadcm scripta nos nostri praecepto eius interuentu praefato monasterio renouari precabatur. Nos 
uero pro animae nostrae remedio et aetema remuneratione, more antecessorum nostrorum regum uel 
imperatorum facientes, eiusque intcrcessioni consentientes, memoratae aecclesiae Herofordensi eiusque 
abbatissae Imma praedictae per futura succedentium tempora, in loco supdtius nominato, potestatem 
non solum mercationis constituendum, sed etiam ad ius eiusdem praelibatae abbatissae banno nostro 
imperiali exigendum, pacemque omnibus (juaerentibus. mercatum ac redeuntibus facieudum concessimus. 
Et ut haec nostrae auctoritatis praeceptum cunctae sanctae Dei aecclesiae filiis nostrisque perpetuo verius 
credatur fidelibus, ac firmum stabileque permaneat, manu nostra subtus propria firmauimus, anulique nostri 
impressione cousigillari iussimus. 

Signum domni Ottonis (L. M.) Serenissimi Impr, Aug. 

VuilUgisus canceüarius ad uicem Rotberti archicapeUani recognoui. 

Data y. ID. APR. Anno incarnationis Domini DCCCC.LXX.IIII. Indictione 11. Anno regni domni Ottonis 
XXXnn. Imperii eius XIII. Actum Vualbech. 




Das Siegel ist verloren gegaogco. 

LXI. 

Ex vetere manoacripto , in Struockii not. crit. mscpt. ad Schatenii annale«. 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina fauente dementia Imperator augustus. Nouerit 
omnium fidelium nostrorum tarn praesentium quam et futurorum industria, qualiter Folcmarus Patherbur- 
nensis ecclesiae uenerabilis episcopus, et Emma Schildecensis ecciesiae uenerabilis abbatissa^ nostram 
rogauere serenitatem, ut illis concederemus concambium quoddam in locis sibi commodis facere. Nos uero 
quia pie rogabant, dignum duximus uoluntati illorum consentire. Praedicta uero abbatissa quoddam prae- 
dium in comitatu Regenuuerchi comitis et in pago Nieherseo et in uilla Sarramanninhusen, cum omnibus 
appendiciis suis, mancipiis utriusque sexus, terris cultis et incultis, pratis, siluis, aquis aquarumque dccur- 
sibus, quesitis et inquirendis, exitibus et reditibus, ad haec sex equas, praelibato episcopo et suae eccle- 
siae per manum aduocati sui Lutberti in perpetuam proprietatem donauit et concessit. E contra autem 
episcopus similiter per manum aduocati sui Thiderici abbatissae et suae ecclesiae concessit quantum deci 
mationis habuisset in suo episcopatu, uidelicet in octo uillis huiuscemodi nuncupatis, Schildece, Alden 
Schildece, Burigbike, Pauenhusen, Lutbrecteshusen , Selihusen, Edishusen, Gerinctorp, et omnia quae ad 
curtes eiusdem abbatissae et earum sanctimonialium pertingere uidentur, ad suum dominium et suae eccle- 
siae in perpetuam proprietatem donauit, concessit et largitur, et eo tenore, ut liberam inde habeat pote- 
statem dandi, uendendi, commutandi, uel quicquid sibi libuerit faciendi. Et ut hoc a sanctae Dei ecclesiae 
fidelibus nostrisque melius credatur, praesens praeceptum conscribi iussimus anulique nostri impressione 
sigillari, manuque propria subtus firmauimus. 

Signum domni Ottonis Imperatoris augusti. 

Vuillegisus canceUarius ad uicem Rotbeiii archicapeUani notaui. 

Data XIII. Kai. Maii, anno dominicae incarnationis DCGCCLXXIIII. Indictione II. anno uero domni 
Ottonis Regni XIII. Imperii VI. Actum Quidelingeburg. 

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974. 49 

LXIl. 

Aos dem ältesten Corve^schen Kopialbucbe. 

v>«« In Nomine sanctae et indiaiduae Trinitatk Otto diuina fauente dementia Imperator Augustus. Con- 
uenit nostrae imperiali celsitudini, ut petitiones fidelium nostrorum, has praecipiie quas pro ecclesiarum 
8ibi commissarum utilitatibus suggerunt, ad effectum perduöamus, quando hoc ad praesentem uitam pro- 
spere peragendam et ad futuram beatitudinem promerendam profuturum liquido credimus. Vnde Douerit 
omnium fidelium nostrorum industria, quia adiens excellentiam nostri culminis Liadulfus abbas uenerabilis 
nouae Corbeyae rogauit ut eidem monasterio concederemus talem libertatem, qualem a patre nostro 
coimperatore augusto ceterisquö antecessoribus nostris regibus uel imperatoribus accepisse dinoscitur. Cuius 
petitioni assensum prebentes, interuentu matris nostrae Adalheide, in supradicto monasterio fratribus Deo seruien- 
tibus eiusque martiribus Stephano atque Vito, omnes concessiones quae anteriorum regum uel imperatorum 
temporibus habuerunt, concessimus nostraque auctoritate renouauimus, praecipue ut potestatem habeant inter 
se cum necessitas uenerit abbatem eligendi, et ut a nullo episcopo de dominicalibus mansis eiusdem monasterii 
decimae exigantur, neque a comitibus ex qualibet iudiciaria potestate coloni eorum et liti ad iusticiam facien- ::^ 
dam aliquo banno constringantur, Sed coram adüocatis eiusdem monasterii iusticiam facere cogantur, sicut 
anteriorum regum uel imperatorum temporibus prefato loco concessum fuisse cunctis fidelibus nostris liquido 
patet. Et ut haec nostrae renouationis ac firmationis auctoritas firmier stabiliorque cunctis perpetim credatur, 
hanc cartam inde scribi manuque propria nostra subtus roboratam anuli nostri impressione iussimus insigniri. 

Signum domni Otlonis inuictissimi Imperatoris augusti, (M.) 
Vuilligisus cancellarius uice Ropbertt arcfucappellani sitbscripsi. 

Data V. Kai. Junii anno dominice Incarnationis DCCCCLXXIIIF. Indict X. anno regni domni Ottonis 
Xin. Imperii autem V. Actum Altera in Dei nomine feliciter Amen. 

LXIII. 

Aus dem Fürstlich Salm-Horstmar'scheii Archive. 

Borcliardus Dei gratia Sancte Magdeburgensis Ecclesie Archiepiscopus. Vniuersis ad quos presens 
scriptum peruenire contingerit, Salutem in Domino sempiternam. Ex relatione fideli quorundam nobis 
iiinotuit, quod quidam Episcopi ac alii, forsan propter errorem ignorancie, ^e de luribus ac pertinentiis 
cuiusdam cenobii dicti Bruchurst, Monasteriensis dyocesis, ad se tamen minime spectantibus, intromittunt, 
in nostram et Ecclesie nostre, ad quam dicta iura et perlinentie spectare noscuntur, iniuriam et iacturam. 
Quare tam presentibus quam fiituris per presentis scripti testimonium volumus esse notum, Quod inclite 
recordationis domini Ottonis Imperatoris Augusti recepimus, uidimus ac tenemus et habemus literas super 
dicto Cenobio, non cancellatas, non abolitas, sed omni suspicione carentes, in hec verba. 

In nomine sancte et tndiuidue Trinitatis, Otto diuino nutu Imperator Augustus. Cum nostrum esse 
sciamus, quorumcunque fidelium nostrorum honestis obsequii petitionibus, sed maxime cum de diuinis 
rebus ob animarum remedia gerendis, a quibus quam nostra supplicetur serenitas, assensum prebere equum 
ac condignum esse censemus. Inde cunctorum fidelium nostrorum tam presentium quam et futurorum 
comperiat industria, Quia vir venerabilis Adalbertus, sancte Magdeburgensis Ecclesie Archiepiscopus, nostram 
adiit serenitatem , quoddam ferens preceptum , cuius auctoritate piissimus genitor noster Imperator Augustus 
Cenobium quoddam Sanctimonialium Burchurst nuncupatum, duarum Christi ancillarum, Berthe atque 
Hathwige, primo labore Dei seruicio constructum, et ab ipso iam primordio ad eiusdem Archiepiscopi 
Magdeburgensis ea ratione subsidium mundiburdio ditatum, quo per singulos annos decem solidi illuc inde 
persoluantur, in sui tutaminis concluserit defensione, rogitans quoque iam dictus Archiepiscopus, vt idem 
Cod. dipi. hut. we.tr.i. 7 ^.g.^.^^^ ^^ (^OOgle 



50 974 — 980. 

preccptum Maiestatis nostre auctoritate firmaretur. Cuius nos petitioni benigne consentientes , eadera scriptti 
renouauimus, et idem Monasterium cum omnibus apertinentiis eius in nostrum etiam conclusimus mundi- 
burdium, cum vtriusque sexus mancipiis, edißciis, terris, cultis et incultis, pratis, pascuis, siluis, aqiiis 
aquarumque decursibus, molcndinis, mobilibus et inmobilibus, viis et inuiis, exitibus et reditibus, quesilis 
et inquirendis, et cum omnibus ad hoc iure pcrtinentibus. Inde precipientes iubemus, vt nee eiusdem 
loci Episcopus, nisi precatu abbatisse, idem monasterium, sanctimoniales velandas, cappellas dedicandas, 
vel etiam Clericos ad gradus promouendos, ingredi presumat, nee Judex publicus uel exactor, seu quisli- 
bet iudiciarie potestatis, illarum seruis vel lateris"^) aliquam iniuriam vel districtionem inferre, aut equos 
tollere, freda inde exigere vel mansiones poscere, vel actionis vUius rationem, nisi coram illius Cenobii 
adnocato, quisquam facere presumat vel potestatem habcat. Insuper etiam arbitrium illis concessimus, 
abbatissas inter se eligendi, scilicet quam diu ex supradiclarum Christi ancillarum genere aliqua ibidem 
tali digna officio reperiatur, communi sensu eligantur. Post autem huius generis defectum, de ceteris, si 
qua probabilis ad eandem dignitatem fuerit, licenter abbatissa constituatur, Scd nulla omnino illic tiat 
electio, nisi sub iam dicti Magdeburgensis Archiepiscopi conniuentia. Et vt hec nostre renouationis ac de~ 
fensionis auctoritas firmier stabiliorque cunctis perhenniter credatur, hanc cartam iussimus conscribi, anu- 
lique nostri inpressione signalam propria manu subtus fifmauimus. Datum IIII^o Kai. Julii, Anno Domini 
DCCCC9.LXXIIII. et Actum Magd. In Dei nomine Amen. 

Cum igitur Cenobium et iura ipsius prefata, vt liquide apparet ex premissis, ad que etiam confir- 
matio apostoiice sedis, sicut in aliis priuilegiis Magd. Ecclesie reparandis accessit, ad nos et Ecclesiam 
Magd, spectare noscantur, Rogamus et hortamur vniuersos in filio Dei patris, quateuus ob apostoiice scdis 
et Ecclesie Magd, reuerentiam nos sinant perfrui absque perturbatione iuribus antcdictis. In quorum etiam 
possessione hactenus dicta Magd. Ecclesia fuisse dinoscitur pascifica et quieta. Datum Magd. Anno Domini 
MO. CCCo Xo VR Kai. Aprilis. 

LXIV. 

E mffcpt. Henseleri. 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina prouidcnte dementia Romanorum Imperator 
augustus. Nouerint omnes fideles nostri prcsentes scilicet et futuri, quod nos in Dei nomine et dilectissi- 
mae nostrae coniugis Theuphanu rogatu, talera potestatem donauimus Sigiburgae et aliis sanctis monialibus 
in Hertzenbroike Deo seruientibus, ut nuUus comes aut comitis uicarius earum litos liberos uel seruos 
supra dictarum sanctimonialium in publice mallo aut in alio communi coUoquio diiudicet siuc baimo con- 
stringat, sed eiusdem monasterii aduocatus et congrcgalionis exinde suo proprio iudicio reü;at et secundura 
qualitatem regiminis diiudicet. Concessimus etiam prediclis sanctimonialibus ex imperiali maiestate per 
priuilegii huius munitionem licentiam eligendi inter se abbatissam Dei seruicio aptam ipsisque ad regendum 
idoneam, et aduocatum quemcunque utilem fecerint. Et ut haec nostra imperialis auctoritatis concessio 
firma permaneat, iussimus hoc priuilegium conscribi et anuli nostri impressione muniri. 

Data VIL Id. Nouembr. anno dominicae incarnationis DCCCCLXXVl. Indictione IUI. anno uero rogni 
domni Ottonis XV. Imperii Villi. Actum Aruita. 

LXV. 

^^ In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina fauente dementia imperator augustus. Omni- 
bus christianae lidei religiosis cultoribus ac regiae et imperialis excellentiae magnitudi||nem fide Uebita 



*) Wohl richtiger Ulis. 

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9 8 0. 51 

iure honorantibus astantibus et futuris adhibiti scripti per subieclioncm pateat, qualiter nos et fidelem 
nostrum Liudolfum uidelicet Corbeiensis ecclesie abbatem condecuit quoddam concambium de praediis 
nostris ob locorum oportunitatcm inter nos facere. Dedit igitur pracfatus Liudolfus venerabilis abbas ex 
rationc suae abbatiae per inanum aduocati sui Liudolß duas marcas Meginrichesdorf et Mimilevu dictas, 
in pago Hassej2:ovue et in comitatu Sigefridi comitis sitas cum omnibus rebus illuc rite pertinentibus, in 
mancipiis utriusque sexus, aedificiis, areis, agris, pratis, campis, pascuis, siluis, cunctisque aliis appendicüs 
que dici possunt, nobis ob nostram petitionem firmiter in proprium atque ad integrum a suo iure eteccle* 
siae suae, quod voto placeat nostro inde agondum, redegit. E contra autem in recompensatione huius 
traditionis abbati praedicto et ecclesie sibi commisse de portione nostrae proprietatis per manum aduocati 
nostri Liutgcri dedimus quicquid visi sumus habere in uillis Budineveldon, Brungeringhuson, Lellibechi, 
Rehou, Curbechi, et in Halegehuson dictis in pago Nihthei'se et in comitatu Asichonis comitis sitis cum 
omnibus vtensilibus illuc iure aspicientibus, in mancipiis vtriusque sexus, aedificiis, arcis, agris, pratis, 
campis, pascuis, siluis, aquis, cunctisque aliis pertinentiis que dici adhuc aliquomodo aut norainari possunt, 
atque hoc a nostro iure in ecciesiae superius dictae et abbatis antefati Liudolfi successorumque illius pot«- 
statem perpetualiter ibi standum omnino redegimus, et imperiali dominatione ad integrum tradidimus, sed 
quia praescriptus abbas nostrae votum petitionis sequendo hanc mutuo inter nos factam commutationem 
comprobauit, id propter suam dilectionem adiecimus, vt ipse suique successores in prefatis deinceps locis 
quiotem habeant, atque ut nullus comes vel iudiciaria persona hanc tranquillitatem uiolare prfsumat hoc 
nostri impcrii precepto firmiter interdiciraus. Ut autem huius concambii vtrimque facti traditio per futura 
dehinc tempora stabilior habeatur, hoc nostrae dominationis praeceptum inde conscriptum sigilli nostri in- 
pressioue signare iussimus manuque propria vt infra uidetur corroborauimus. 

Signum domni Ottonis muictissimi (L. M.) imperatoris augusH, 

Hildiboldus episcopus et cancellarius ad uicem Uuilligisi archicapeUani recognout. 

Data XVIl. Kai. Oct. Anno dominice incarnationis DCCCCLXXX. indictione VII. Anno uero regni secundi 
Ottonis XX. Imperii autem XIII. Actum Vualahuson feliciter amen. 

Das durch Beschädigung der Charte verdorbene Monogramm ist dasselbe wie in der Urkunde für Herford Ton eben 
diesem Jahre. — Von dem aufgedruckten grossen Siegel ist nur ein Bruchstück übrig. 

LXVI. 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto Imperator Augustus. Si enim liberalitatis nostrae 
munore locis Deo dicatis • . . confcrimus, et ad mortalem uitam temporaliter transeundam, et ad 
aoternam promeren[|dam credimus liquido profuturum. Qua propter nouerit omiiium fidelium nostrorum 
prcscntium scilicet ac futurorum soUertia, qualiter nos pro remedio animae nostrae, interuentu dilectae 
contccfalis nostrae Theophanu, quasdam res a Ludthuvvico rege monasterio Heriuordensi in honorem 
sanctae Dci genitricis perpetuae uirginis Mariae constructo et sanctae Pusinnae, quae ibi integre tenetur 
corpore, duas scilicet curtes Oueranberh et Liudvuinesthorp , in pago Angeresgauuue et in comitatu*) 
sitas, in usum sanctimonialium Deo ibidem famulantium datas, nostrae auctoritatis scriptis renouare uos et 
confirmare, continentes scilicet XXX. mansos cum mancipiis utriusque sexus, terris cultis et incultis, pratis, 
pascuis, arcis, aedificiis, quesitis et inquirendis, siluis quoque, piscationibus , et exitibus et reditibus, et 
omnibus quae in prefatis locis ad regium ius Ludthuuuici pertinere uidebantur, Ea scilicet ratione, ut per- 
petualiter in usum sanctimonialium in praedicto manentium loco sine cuiusquam contradictione teneantur. 



*) Hier im Original eine Lücke für den Namen des Grafen. 

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52 980 — 983. 

nemini in beneficium praestandae. Nee non etiam ipsius traditionem in arbitrio electionis itidem renouamus 
et confirmamus, danies sanciimonialibus sanctaeque ecclesiae, sub qua ipsae regulariter uiuunt, eligendi 
inter se abbatissam potestatem, cum quaelibet earum dominatus iura morte mutauerit Illud etiam a 
praedicto rege datum roboramus atque sancimus, ut nulla iuriditiaria persona in his quae eadem ecclesia 
continere uideatur, uel exactor, uel publicus iudex causas agere, uel freda exigere, seu ad mansiones 
uel ad quodlibet ministerium compellere, nisi aduocatus quem eiusdem loci elegerit abbatissa, quia homi- 
nes sub tutela eiusdem ecclesiae cuiuscumque conditionis agentes ab omni quod nobis debebatur seruitio 
prorsus absoluimus, data aduocatum constituendi potestate. Et ut hec nostrae confirmationis ac traditionis 
auctoritas firma in futurum stabilisque permaneat, hanc cartam nostra iussione conscriptam atque signatam 
manu propria subtus firmauimus. 

Signum domni Ottonis (L. M.) inuiciissimi imperatoris augu8t%. 
Hildiboldus canceUarius et episcopus uice UuiUigisi archicapellani notaui. 

Data autem Idus Octobris anno dominicae incarnationis DCCCCLXXX. indictione VIL anno uero regni 
secundi Ottonis XX. imperii autem XIII. actum Brocsalio in Domino feliciter AMEN. 

Dai aufgedrockte grosse krelsrörroige Siegel seigt das Torwarts sehende Bildoiss des Kaisers in halber Figur, gekrönt, in 
der rechten Hand einen Stab, in der linken den Reirbsapfel haltend; mit der Umschrift: f Otto Imp. Aug. 



LXVII. 

Ez Strunckii mscpt. Not. crit. ad Schatenii Annal. 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina fauente dementia Imperator Augustus. Si 
sacerdotum ac seniortmi Dei petitionibus quas nobis pro suis necessitatibus insinuauerint aurem äccommo* 
damus et eas ad effectum ducimus, non solum imperialem exercemus morcm, uerum etiam ad aetemae 
retributionis praemia promerenda hoc nobis profuturum esse liquide credimus. Quapropter onmium fide- 
lium nostrorum praesentium uidelicet et futurorum cognoscat industria, qualiter fidelis noster Gisalharius 
Magathburgensis secundus et uenerabilis archiepiscopus, nee non et uenerandus abbas Yuerenbrahtus nfio> 
nasterii Yuerdinensis, adierunt celsitudinem nostram, postulantes ut per omnem abbatiam antedicto abbati 
a nobis concessam aduocatos illi pro monasterialis utilitatis causa disponere ex nostra permitteretur aucto- 
ritate. Quorum rationabili et iustae petitioni assensum praebentes, concessimus proprietates monasterii 
quod in Yuerdina situm est per aduocatos quos ipse elegerit ex hoc praeseuti auctoritatis praccepto sta- 
tuere et ordinäre, et ne quaequam iudiciaria dignitas aut potestas eis iniuste obsistere ullo modo praesu- 
mat. Si autem aliquis de aduocatis inutiliter res monasterii tractauerit et aliis aduocatis locum euacuare 
noluerit, et ad imperialem dignitatem in longum tractando peruenerit, non solum in illius defectu occurri- 
mus, uerum etiam nostrae dignitatis gratiam perdere non dubitet. Et ut haec nostrae auctoritatis largitio 
cunctis retro temporibus uerius a cimctis fidelibus credatur, manu propria subtus eam firmauimus et annuli 
nostri impressione signari iussimus. 

Signum domni Ottonis Serenissimi et magni Imperatoris Augusti, 
Hildiboldus episcopus et canceUarius uice Vuilligisi archicapellani notaui, 

Data YI. Kai. Maji, anno dominicae incarnationis DCCCCLXXXllI. anno uero regni domni Ottonis XXY. 
imperii autem XY. indictione XI. Actum Romae in Dei nomine feUciter Amen. 



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983 — 987. 53 

LXVIII. 

^* In nomine sancte et indiuie (sie) Trinitatis. Otto diuina fauente dementia Imperator augustus. Omniiim 
fidelium nostrorum presentium scilicet atque futurorum || pie deuocioni pateat, quomodo Liudulfus Corbe- 
iensis äecclesiae uenerabilis abbas per fidelem suum legatum Aeilberhtum nomine nobis conquestus est» 
quod predecessores sui eiusdem ecclesiae uidelicet abbates per neglegentiam perdidissent quandam pr^- 
ceptionem quam Hludouuicus quondam rex prefato monasterio dedit, in qua continebatur, qualiter ipse 
Hludouuicus rex ad monasterium iam dictum in honore sancti Stephani protomartyris*) consecratum tra- 
didit quendam locum Ponteburg nominatum et omnem decimacionem in pago Ammeri in episcopatu Adal- 
dagi Br^mensis ecclesiae archiepiscopi sitam, et sua preceptione traditionem ipsam confirmauit, pro rei 
firmitate peciit nostram celsitudinem, ut nos omnem rem quam prefatus rex preceptione sua prelibato 
monasterio tradidit, de nouo eidem ecclesiae traderemus. Nos uero ob peticionem dilectae contectalis nostrae 
Theophanu üidelicet consortis imperii nostri, et interuentum fidelium nostrorum Uuilligisi scilicet Mogontine 
sedis archiepiscopi et Gisilharii Magadeburgensis uenerabilis secundi archiepiscopi, piam peticionem pr^fati 
abbatis Liudulfi benigne suscipientes, nostrae dominationis et preceptionis auctoritate prescriptum locum 
Ponteburg uocatum omnemque decimationem in predicto pago Ammeri sitam, sicut prefatus rex Hludouui- 
cus precepto suo donauit, tradidit ac confirmauit, denuo ac nouiter donamus, tradimus atque confirmamus, 
et Omnibus regia et imperiali potencia, ne aliam controuersiam prefato abbati suisque successoribus in 
predicto loco et decimacione faciant, pmnino interdicimus. Et ut haec nostrae donationis tradicio ac con* 
firmacio per futura temporum cuiricula a cunctis fidelibus firmier habeatur, hoc nostre magnitudinis pre- 
ceptum inde conscriptum sigilli nostri inpressione signare iussimus, manuque nostra ut infra uidetur 
corroborauimus. 

Signum domni Ottonis inuictissimi (L. M.) imperatoris augusti. 
Hildibaldus episcopus et cancellarius uice Uuilligisi archicapeUani recognoui. 

Data XV. Kai. Julii Anno dominicf incamationis DCCCCLXXXIII. Indictione XI. Anno uero regni se- 
cundi Ottonis XXV. Imperii autem XV. Actum üerone feliciter ameN. 

Die Charte, und mit derselben insbesondere das Monogramm, ist sehr beschädigt; letsteres gleicht jedoch den Monogram- 
men von 980, nur ist es grösser. — Das Siegel ist verloren gegangen. 

LXIX. 

\j* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina fauente dementia rex. Omnium fidelium 
nostrorum tam praesentium quam et futurorum piae deuotioni pateat, quomodo uir uenerabilis || Thietma- 
rus Corbeiensis äecclesiae abbas nostris obtutibus praesentauit praeceptum donmi genitoris nostri beatae 
memoriae Ottonis imperatoris augusti, in quo continebatur, qualiter ipse quendam locum Ponteburg nomi- 
natum a rege Hludouuico traditum ad praelibatam ecclesiam in honore sancti Stephani protomartiris con- 
secratam, omnemque decimacionem in pago Ammeri dicto et in episcopatu Adaldagi Bremensis ecclesiae 
archiepiscopi sitam, ab eodem rege illuc condonatam, sua praeceptione a nouo concessit ac confinnauit. 
Pro rei tamen firmitate petiit celsitudinem nostram, ut nos denuo praefati regis traditionem ac genitoris 
nostri confirmationem praeceptione nostra confirmaromus. Cuius vero petitionem, pro araore dilectae ge- 
nitricis nostraö Theuphanu videlicet imperatricis augustae , et interuentione fidelis nostri Vvilligisi Moguntinae 
sedis uenerabilis archiepiscopi, benigne suscipientes, praescriptum locum Ponteburg vocatüm omnemque 
decimacionem in praedicto pago Ammeri sitam, sicut praefatus rex Hludouuicus antea praecepto suo do- 



*) Hier ist von einer andern Hand darüber geschrieben und eingeschaltet: Sanctique ViTi. 

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5i 987 — 989. 

nauit, tradidit ac confirmauit, et postca superius iam dictus genitor noster bonae commemorationis Otto 
Imperator augustus nouitcr per suam praeceplionem donauit ac corroborauit, nos hac nostrae dominationis 
et praeceptionis modcrna anctoritate ad praedictam Corbeiensem ecclesiam donamus, tradimus atque con- 
firmamus. ündc et regia oranibus maioribus et minoribiis firmiter interdiciraus poteritia, ut praenominato 
abbati Thielmaro fideli nostro aut suis successoribus nullam in praedicto loco Ponteburg nuncupato et 

decimacione supra scripta controuersiam faciant, si nostrae pietatis regio com desiderent. Et 

vt hec nostro donationis traditio ac confirmatio per futura temporum curricula cunctis fidelibus firmiter ha- 
beatur, hoc nostrae magnitudinis praecoptum inde conscriptum sigilli nostri impressione signare iussimus 
manuque propria ut infra vidotur corroborauimus. 

Sigfvim domni Ottonis (L. M.) gloriosisstmi regis. 

Hildibaldus episcopus et cancellarius uice Uuilligisi archiepiscojA recognoui. 

Data VI. Kai. Junii. Anno dominice incarnationis DCCCCLXXXVII. Indictione VI. Anno autem tertii 
Ottonis regnantis quarto. Actum Corbeia^feliciter. Amen. 

Von dem Siegel ist nur ein BraclMtUck erbalten. 

LXX. 

v>- In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina fauente dementia rex: Omnibus fidelibus 
nostris praesentibus scilicet atque futuris notum esse uolumus quomodo quaedam nobiIis|| matrona Berhta 
nominata in quodam coenobio BuFghurst dicto a Fundamente coepit aedificare aecclesiam in honore sancti 
Nicomedis martiris consecratam, et illuc omnia predia sua sibi iuste inheredata cum consensu et compro- 
batione coheredum suorum condonauit. Pro rei tarnen firmitate prefatam aecclesiam cum omnibus appen- 
diciis suis, ne ab inuidis auclli aliquid inde possit, in ius et tuitionem bonae memoriae aui nostri Ottonis 
imperaloris uidelicet augusti tradidit, deprecans illius gratiam, ut iam. dicta aecciesia et omnia illuc ab 
ea tradila in mundeburdium sancle Magadaburgensis aecclesiae per eins preceptionem et priuilegium dona- 
rontur. llle autem eins uotum benigne suscipiens, eandem aecclesiam cum omnibus illuc traditis uel do- 
nandis, Magadaburgensi ecclesiae sui preccpti auctoritate subiugauit et confirmauit. Ea scilicet ratione ut 
sub eins patrocinio perpetim consistat, et archiepiscopus parthenopolitanus , quando opus euenerit, abba- 
tissam et aduocatum ibi constituat, atque a prefato monasterio census decem solidorum, sicut eadem ma- 
trona statuit ac fieri rogauit, propter subiectionem ad suam ecclesiam quotannis persoluatur. Sed cum 
post mortem suprascriptc Berhtae inter filiam eins Bertheidam et fidelem nostrum Gisalharium, prelibate 
urbis parthenopolitane secundum archicpiscopum, altercatio quedam magna oboriretur de pr^diis quae 
ipsa ecclesiae a se constructe tradidit, eo usque excreuit eadem contentio, quod finiri non potuit, nisi in 
nostra presentia. Nos autem fidelium nostrorum Uuilligisi uidelicet Mogontini archiepiscopi, et Retharii 
Poderbrunnensis episcopi piura consilium, aliorumque quam plurium rectas suasiones sequentes, ut lis 
oborta dissolueretur et Dei seruilium non deficeret in prefato monasterio, nostra regia potestate fcciraus 
inter eos reconciliationem utrimque comprobatam, ita ut archiepiscopus iam dictus Gisalharius , ob nostrum 
uotum et iussum comprobaret, quod eadem Berlheid a manu aduocali eins Uuigmanni pro reconqiliatione 
susciperet omnem hereditatem sui patris Liutberti in sua uestitura semper tenendam. Et e contra ut san- 
ctimoniales prescripti monasterii ad Dei seniitulem prebendam deinceps haboant, per suam manum ipsa, 
filiis eins Bernharde et Thuringo consentientibus , pro nostro uoto et iussu in ^cclesiae ius ad integrum 
dimitteret ac redderet cunctam proprietatem uitrici eins Berenradi perpetualiter tenendam, excepto uno 
loco qui dicitur Cumi, quem ipsa concedente archiepiscopo et eins aduocato iam dicto üuigmanno, cum 
doc(»m mansis et familiis, pro stabilitate reconciliationis semper possidendam accepit. Hac itaque recon- 
cilialione utrimque comprobata et facta, ipsius et filiorum suorum rogatu, atque predictis fidelibus nostris 



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989 — 993. 55 

üuilligiso archiepiscopo et Rethario episcopo ceterisque perplurim's intercedentibus, quae in ecciesiae ins 
pro reconciliatione dereliquit, nos nouiter iiostra auctoritate ad eandem ecclcsiam donauimus, et tie inde 
ab aliqua persona inuida, quod a nobis illuc donatum est seu ab aliis traditum siue donatam, uinquara 
diuelli possit, hac nostra preceptione confirmauimus , et insuper nostro regio iussu omnino interdicimus, 
lU nullus dux uel comes aut regius exactor seu alia qu^Iibet iudiciaria persona magna siue parua in agen- 
dis rebus ipsius ecclesie aut prediis illuc traditis aliquam dehinc potestatem exerceat, nisi solummodo po- 
testatiuus aduocalus ab archiepiscopo Magadaburgensi super idem monasterium constitutus. Et ut haec 
nostrae donationis traditio et confirmatio presenti ac futuro tempore firma stabilisque permaneat, hoc pre- 
ccptum inde conscriptum sigilli nostri impressione signari iussimus manuque propria ut infra uidetur cor- 
roborauimus. 

Signum domni Ottonis (L. M.) gloriostssinU-regis. 

Hildibaldus eptscopus et cancellarius uice Uuilligisi archiepiscopi recognoui. 
Data V. Idus Feb, Anno dominice incarnationis DCCCCLXXXVIIU. Indictione IL Anno autem tertii 
Ottonis regnantis sexto. Actum Aruite feliciter amen. 

Das aufgedruckte grosse Siegel zeigt das yorwärU sehende Brustbild des Königs mit Krone, Scepter und Reichsapfel, 
und der ümschrin: Otto Di Gratis Res. 

LXXI. 

Nach dem, gegenwärtig in Privatbesitz befindlichen, Originale. 

y^» In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina faucnte dementia rex. Notum sit omnium || 
fidelium nostrorum praesentium scilicet et futurorum industriae, quomodo sanctimoniales de loco Matellia 
nominato ad nos uenerunt, nostris oblutibus premonstrantes preceptum predecessoris nostri Amolfi rcgis, 
in (juo continebatur , qualiter ipse, rogatu Frideuui, prime eiusdem monasterii abbatisse, que hoc in ho- 
nore sanctorum martyrum Coruelii et Cypriani cum sua licentia a fundamento construxit, suaque hereditate 
ditauit, prefattim monasterium cum omni predio ab ipsa et aliis religiosis personis illuc tradito sub sue 
immunitatis rcgiam tuitionem suscepit, et sanctimonialibus Deo ibi soruientibus, quando opus et usus exe- 
gcrit, inter se eligendi abbatissam, sua preceptione concessit, et aduocatum super homines et loca eius- 
dem monasterii, quem ipse comprobauerint, a regibus vel imperatoribus constituendum simul condonauit, 
scd quia contcntio quedam inter eas et Duodonem Mimierueuurdcnsem episcopum, qui hoc sue potestati 
usurpaüit, de electione abbatLsse et aduocati constitutione oborta est, rogauerunt nostram celsitudinem , vt 
huic discidio nostra auctoritate finem faceremus. Quarum petitionibus, ob interuentum fidelis nostri Ever- 
geri Coloniensis ecclesie venerabilis archiepiscopi, aliorumque, Berenhardi ducis et Egberti comitis, cete- 
rorumque fidelium perplurium consultu, obtemperantes , secundum electionem et comprobationem earum, 
communi consilio fidelium nostrorum, archiepiscoporum et episcoporum, sapientumque laicorum, abbatis- 
sam Godesdiu nominatam, eis dedimus, nostraque manu in presentia omnium abbatiam ei procurandam 
commendauimus, et aduocatum iuxta uotum iliarum Vuigmannum nomine super homines et loca superius 
iam dicti monasterii regendum constituimus , et hac nostra preceptione electionem et omnia ab antecesso- 
ribus nostris regibus vel imperatoribus aut ab aliis religiosis illuc tradita confirmamus, pr^cipientes firmiter \ 
regia potestate, ut nullus eas dehinc in aliquibus rebus inquietare presumat. Et hoc vt uerius credatur, 
hoc preceptum inde conscriptum manuque nostra firmatum sigillo nostro signare iussimus. 

Signum Domini Ottonis (L. M.) gloriosissimi regis. 

Hildibaldus eptscopus et ^anceüarius uice Uuilligisi archiepiscopi recognoui. 
Data Vlll. Kai. Februarii, Anno dominice incarnationis DCCCCXCIII. indictione VI. Anno autem tertii 
Ottonis regnantis decimo. Actum Trotmannie feliciter amen. 
Das Siegel ist zerstört. 

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56 995. 

LXXII. 

^* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina fauente dementia rex. Si ecclesias Dei 
nostra regali potentia sublimare conamur, hoc procul dubio et ad praesentis || nostri regni statum, et ad 
eterne beatitudinis proemium nobis profuturum fore credimus. Quapropter omnibus fidelibus nostris prae- 
sentibus scilicet atque futuris notum esse volumus, quomodo nos cum consilio Hildibaldi Uuormaciensis 
ecclesie honorandi presulis ac Bernhardi ducis aliorumque fidelium uostrorum, uota et petitiones domne 
Imme Heriuortensis monasterii uenerabilis abbatissae cunctaeque congregationis sanctae Mariae sibi com- 
missae sequentes, nostra regia auctoritate tres ecclesias in pagis Bursibant et Scopingon nominatis, in 
uillis quoque Reini, Vuadiringus et Stochheim constructas, cum omnibus rebus et decimacionibus 'suis a 
Hludouuico imperatore ob remedium anim^ suae ad prefatum Heriuurtense monasterium traditas, eidem 
mouasterio more antecessorum nostronim confirmamus, eo tenore ut iam dicta domna Imma abbatissa 
omnesque in eodem honore sibi succedentes cum predictis ecclesiasticis rebus aliisque omnibus a regibus 
et impei atoribus per precepti paginam illuc traditis liberam dehinc potestatem habeant cum suis ministris 
ecclesiastico ordine disponere atque gubemare, remota omnium hominum contradictione. Insuper sub 
eadem corroboratione concludimus quicquid a religiosis et Deum timentibus personis ad saepe iam dictum 
monasterium Heriuurtense in praesenti traditum est uel in futuro tradendum erit. Et ut haec nostrae 
regiae donationis corroboratio ab hac hora in antea firma et inconuulsa permaneat, hanc nostrae domina- 
tionis confirmationem inde conscriptam sigilli nostri impressione signare iussimus manuque propria ut infra 
uidetur corroborauimus. 

Signum domni Otionis (L. M.) ghriosissiini regis. 

Hildibaldus episcopus et cancellarius uice üuiUigisi archiepiscopi recognovi. 

Data VI. Id. Jul. Anno dominicae incamationis DCCCCXCV. Indictione VIII. Anno autem tertii Ottonis 
regnantis XII. Actum Bodfeldon feliciter. 

Das Siegel iit abgefallen. 

LXXIII. 

d* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto diuina fauente dementia rex. Si piis petitionibus 
fidelium nostrorum maximi^ quas pro ecciesiis sibi commissis auribus nostris infuderint || benignum pre- 
buerimus auditum, hoc procul dubio et ad preseiitis nostri regni statum, et ad eterne beatitudinis premium 
nobis profuturum fpre credimus. Unde omnium fidelium nostrorum tam presentium quam et futurorum 
nouerit sollers industria, quia adiens excellentiam nostri culminis Dietmarus abbas uenerabilis noue Cor- 
beiae, rogauit ut eidem monasterio concederemus talem libertatem, qualem ab auo genitoreque nostro 
nee non et ceteris coimperatoribus uel regibus nos precedentibus accepisse dinoscitur. Cuius petitioni 
assensum prebentes, interuentu fidelium nostrorum, üuillisi Mogontiacensis ecclesie uenerabilis archiepiscopi, 
ac Hildibaldi Vvormaciensis ecclesie episcopi honorabilis, in supradicto monasterio fratribus Dco seruienti- 
bus eiusque martiribus Stephane atque Vito, omnes concessiones quas anteriorum regum vel imperatorum 
temporibus habuerunt, concessimus nostraque auctoritate renovauimus, precipue vt potestatem habeant, 
cum necessitas venerit, abbatem elegendi, et vt a nuUo episcopo de dominicalibus mansis eiusdera mona- 
sterii decime exigantur, neque a comite vel ex qualibet iudiciaria potestate goloni eorum et liti ad iusti- 
ciam faciendam aliquo banno constringantur , sed coram aduocatis eiusdem monasterii iusticiam facere 
cogantur, sicut anteriorum regum vel imperatorum temporibus prefato loco concessum fuisse , cunctis fidelibus 
nostris liquide patet. Et vt hec nostre renouationis ac confirmacionis auctoritas firmior stabiliorque cunctis 



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995 — looa. 57 

perpctim credatur, hanc cartam inscribi, maDuque propria nostra subtos roboratam, anuli nostri imprcs- 
sione iussimus insigniri. 

Signum dotnni Ottonis (L. M.) gloriostssimi regts. 

Hildibaldus episcopus et canceUarius uice Uuilligisi archiepiscopi recognoui, 

Data III. Kai. Aug. anno dominicae incarnatioiiis DCCCCXCV. indict. YIII. Anno uero tertii Ottonis 
regnantis XII. Actum in Gandereshem feliciter ameN. 
Das Siegel ist Terloren gegangen. 

LXXIV. 

^» In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Otto seruus apostolonim Romanorum. Imperator augustus. 
Omnium fidelium nostrorum tarn presentium||quam et futurorum nouerit uniuersitas, quod nos intenientu 
ac petitione Geppe uenerabilis abbatisse, Maginuuardo nostro uenerabili capellano dedimus duos mansos 
regales in uilla Lutterun in pago Ventsgoi dicta, in burguuardio quoque Dalehem atque comitatu Herieldi 
comitis sitoa, Quos scilicet cum onmibus eorum utiiitatibus, areis scilicet, aedificiis, terris cultis et incultis, 
agris, pratis, campis, pascuis, siluis, uenationibus, aquis aquarumue decursibus, molendinis, uiis, inuiis, 
exitibus siue reditibus, tarn quaesitis quam inquirendis, sibi in proprium tradidimus, eo tenore ut idem 
Maginuuardus, qui nostram ut propriam diligit uitam, de eadem proprietate modis onmibus quicquid uo- 
lucrit faciat, et secundum suum uelle disponat. Et ut haec traditio firmier remaneat, hanc paginam 
manu roboratam propria, ut cemitur inferius, sigillo nostro signari precepimus. 

Signum domni Ottonis (L M.) caesaris augusti. 

Mit schmalen ledernen Riemen ist ein Bleisiegel angehängt, welches ohngefahr einen Zoll im Durchmesser hat, und auf 
der einen Seite einen Kopf mit der Umschrift : Aurea Roma ; auf der andern aber die Innschrift : Oddo iperator 
Romanor. enthält. 

LXXV. 

In nomine domini nostri Jesu Christi. |[ Ppstulamus notum fieri cunctis fidelibus eorumque successo- 
ribus in posterum affuturis, quod quidam über homo Adalbertus nomine quoddam aUodium suum uidelicet 
septuaginta iugera et II. cimi domo et curte in Bedelinkthorp, collaudante berede suo Hamizone, nee non 
Yerdicone et Aezone, in proprium tradidit sancto Johanni Baptiste eiusque regulari famili^ Schildecensis 
cenobii, eo pacto ut ei cotidie una cotidiana prebenda unius sanctimonialis in loco supradicto deseruientis 
detur^ et in singulis annis, preter dimidiam marcam tunc ad manus solutam, tres soiidi ei persoluantur. 
Hec traditio exacta est consensu iusti heredis sui, ut dictum est, sub domna GEVA abbatissa supradicti 
loci, et aduocato Reginaldo, atque ut in omne tempus stabilis permaneat, consolidata est regis banno. 
Huius traditionis testes sunt fideles. Godescalcus. Reinbertus. Johannes. Bemingus et Meinzo presbiteri. et 
Geroldus diaconus. et Rothierus acolitus. Halinkgerus. Walbertus. Bruno. Liuzico. Rethierus. laici. 

Von einem Siegel leigt sich keine Spur. 

LXXVI. 

^« In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia rex. Si aecciesias Dei 
nostra regali potentia sublimare conamur, hoc procul || dubio et ad presentis nostri regni statum et 
aetemae beatitudinis premium nobis profuturum esse credimus. Qua propter onmibus fidelibus nostris 
presentibus scilicet atque futuris notum esse uolumus, quomodo nos per intenientom dilectf coniugis 

Cod. dipl, hut. W..tf.l. 8 DigitizedbyCjOOgle 



58 1003. 

nostre et regine Canigunde, nna cum consilio Uuilligisi Mogontiacetisis aecclesiae archiepiscopi honorandi, 
ac Bcrenhardi ducis aliorumque fidelium nostrorum, uota et petitiones dorane Godesdhiui Herifurdensis 
inonai>terii uenerabilis abbatissac cuncteqiie congregationis sanctae Mariae sibi commissae sequentes, nostra 
regia auctorilate trcs aecclesias in pagis Bureibant et Scopingon nominatis, in uillis quoque Hreini, Uuadi- 
ringas et Stochheim constructas, cum omuibus rebus et decimationibus suis a Hludouuico imperatore ob 
remedium aniraae suae ad prefatum Herifurlense monasterium traditis, eidem monasterio more antece^o- 
rum nostrorum confirmamus, eo tenore ut iam dicla domna Godesdhu abbatissa omnesque in eodera ho- 
nore sibi succedcntes cum predictis aecclesiaslicis rebus aliisquc omnibus a regibus et imperatoribus per 
precepti paginam illuc traditis liberam dehinc potestatem haheant cum suis ministris aecclesiastico ordine 
disponere atcjue gubernare, remota omnium horainura contradiclione. Insuper sub eadem corroboratione 
concludimus quicquid a religiosis et Deum timenlibus personis ad sepe iam dictum monasterium Herifur 
tense in preseiiti traditum est uel in futuro tradendum erit. Et ut haec nostrae rogiae donationis corro- 
boratio ab hac hora in antea firma et inconuulsa permaneat, haue nostrae dominationis confirmationem 
inde conscriptam sigilli nostri inpressione signare iussimus manuque propria ut infra uidetur corroborauimus. 

Signum domni Heinrici (L. M.) regis inuictissimi. 
Egilbertus canceUarius uice Uuilligisi archicapellani recog. 

Data II. Id. Aug. Anno dominicae incarnationis MII. Indict. XV. Anno uero domni Heinrici regis t. 
Actum Aruitdi. 

Das aufgedruckte Siegel ist swar abgefallen, Hegt aber noch lose bei der Urlcuode, und es ist nur wenig davon verloren 
* gegangen. Es teigt den König, sitzend auf einem Stuhle ohne Lehne, aber mit einem Pc»lslcr bedeckt, das su den 
Seiten des Königs xwci dicke, fast kugelfurmige Wulste bildet. Das Haupt des Königs ist mit einer flachen Krone 
bedrckt ; seine Hände hoch aufgehoben ; in der rechten hält er einen kurxen, in ein Doppelkreuz geendigten Zepter, 
in der linken eine Kugel mit einem Kreua« (den Reichsapfel). Von der Umschrift ist noch su leaeo: Heinricbua 
D a Rex. f. 

LXXVII. 

^* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia rex. Notum sit omnibus 
fidelibus nostris presentibus scilicet et futuris, qualiter uenerabilis abbas nomine Hosat || nostram adiit 
excellentiam, suppliciter orans ut nostra magnifica munificentia prospiceremus monasterio cui presidere 
uideretur, quod est constructum super fluuium Vuiscra in loco qui dicitur noua Corbeia in honorem Dei 
et sancti protomartyris Stephani , ubi et sancti Viti martyris pretiosa pignora seruari noscuntur. Cuius petitioni 
rationabili propter diuinum amorem et ueuerationem beatorum martyrum assensum prebentes, hos apices 
serenitatis nostrae circa ipsum monasterium fieri iussimus, per quos decernimus atque iubemus, ut nuUus 
iudex publicus uel quilibet ex iudiciaria potestate, nisi solus illius loci prouisor et aduocatus predicti mo- 
nasterii in ecciesias aut loca uel agros seu reliquas possessiones prefati monasterii , quas modemo tempore 
iuste et rationabiliter possidere uidetur, in quibuslibet episcopiis, pagis uel territoriis, uel quicquid ibidem 
propter diuinum amorem et illius sancti loci uenerationem coUatum fuerit, ad causas audiendas uel freda 
exigenda aut mansiones uel paratas faciendas aut (ideiussores tollendos, aut ullas reddibitiones uel illicitas 
occasiones requirendas, aut homines ipsius monasterii tam ingenuos quam et seruos uel latos iniuste di- 
stringendos, ullo umquam tempore iugrcdi audeat, uel ea que supra memorata sunt penitus exigcre aut 
exactitare presumat, sed liceat ibidem Deo famulantibus, sub nostrae immunitatis tuitione quieto ordine 
uiuere ac residere, quatinus melius illos delectet omni tempore pro nobis et coniuge nostra atque stabih- 
tata toüus regni a Deo nobis coUati, domini misericordiam attentius exorare. fnsuper etiam decimas uel 
decimales ecciesias in quibuscpe episcopüs ita teneant atque disponant, sicut sub anticessoribus nostris 
TOgibus ujdelicet et imperatoribus tenere per precepta uisi sunt atque disponere. Episcopis uero quibus 

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1002 — i003. 69 

seruitium . et mansionatica debent tempore circuitus sui, sccundum scripta sua singulis annis persoluant. 
Et ut haec auctoritas concessionis atque confirmationis nostrae firtnior habeatur, et per futura tempora a 
cunctis fidelibus sanctae Dci ecolesiae nostrisque presentibus et futuris melius credatur atque diligentius 
conseruetur, manu propria subter eam firmauimus et sigilli nostri inpressione assignari iussimus. 

Signum domni Heinrici (L. M.) regis inuictissimi, 
Egilbertus cancellarius vice Uuilligisi archicapeüani recogn, 

Data Villi. Kai. Sept. Anno dominicae incarnationis MII. Indictione XV. Anno uero donmi Heinrici 
regis 1. Actum Nouiomago. 

Von dem au r{;ed rockten Siegel ist zwar ein grosser Theil des ganzen Umfanges abgebrochen, doch ist die Figur des 
Königs, aur einem eiofacben, mit einem Polster bedeckten Stuhle sitzend, den Kopf mit einer niedrigen Krone be- 
deckt, die Hände hoch aurgehoben und in der linken den Reichsapfel haltend (die rechte ist grösstentheils mit ab« 
gebrochen] noch deutlich zu sehen. 

LXXVIII. 

Aua dem Kopialbuche des Domstifls zu Paderborn. 

^* In. nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia rex. Notum sit Omni- 
bus fidelibus nostris presentibus scilicet et futuris, qualiter nos incendio Paderbumensis ecclesie miserabili 
condolentes, peticionique nostri fidelis Retharü uenerabilis episcopi, qui eidem sedi modo preesse uidetur, 
ut oportuit annuentes , in subplementum iam dicte ecclesie iu ius concedimus et per hoc regale preceptum 
corroboramus forestum quod incipit de Luthera flumine et tendit per Osnig et Sinidi usqde in uiam que 
ducit ad Horohuscn , et de hominibus predicti episcopi tarn liberis quam et seruis nulia iudiciaria potestate 
constringendis , nisi coram aduocato quem ipse episcopus elegerit, nostra omniumque nostrorum successo- 
.rum et omnium mortalium contradictione remota. Et ut haec confirmatio stabilior cunctis permaneat 
temporibus, hanc paginam manu propria corroborauimus et sigilli nostri impressione insigniri precepimus. 

Signum domni Heinrici (L. M.) regis inuictissimi. 

Egilbertv;s cancellarius uice Willigisi archicapellani recognoui. 

Data XVII. Kai. Octobr. auno incarnationis dominicae lAPAl^. Indictione I. anno uero domni H. re* 
giiantis I. Actum Bochbardon. 

LXXIX. 

^* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus superna fauente dementia rex. Si locum diuino 
cullui mancipatum igneque subitaneo cum ornatu et corroborationum paginis concrematum restaurare, || 
ornare et iterum sublimare uidebimur, scimus et certi sumus, id non solum laude humana predicandum, 
uerum etiam diuina mercedo remunerandum. Cunctis igitur aecciesiae Dei fidelibus nostrisque astantibus 
et succedentibus compertum fore uolumus, quod de incendio Paterbrunnensis aecciesiae nimium condolen- 
tes, precepta antecessorum nostrorum et oblationes fidelium memorate sedi hac preceptali pagina renoua- 
mus iterumque confirmamus, de quibus unum est de episcopatus statu, dehinc de tuitione atque mundi- 
burdio eiusdem aecciesiae, et de omni proprielate ad eandem aecclesiam pertinenti, et de eins hominibus 
tarn liberis quam et seruis nuUa iudiciaria persona constringendis, nisi coram aduocato, quam ipse episco- 
pus elegerit. Insuper renouamus et confirmamus iam habitae sedi comitatus super pagos Paterga, Aga, 
Threueresga, Auga, Sorehtfeld, datos pro decimis noue Corbeie ad monasterium pertinentibus , et de pro- 
prietate clericorum, si quis sine berede illorum abierit, eidem aecciesiae concessa, et de tribus mansis in 
Tuisburcg et in Trutmannia, et de foresto quod incipit de Delhna flumine et tendit per Ardenaam et Si- 

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60 i003 — 1004. 

nedi usqoe in uiam quae dncit ad Herisi. Haec igitur omnia quae supra scripta habentur, et qu^ illa 
die tenere et possidere uidebatur quando combusta fuit, sepe nominate sedi Paterbninnensi in ius pro- 
prietarium donamus et firmissima traditione restauramus, Ea scilicet serie, ut domnus Retharius memoratae 
sedis uenerabilis antistes omnesque sui successores uniuersa que ad episcopium aliqua legali datione per- 
tinent, securiter obtineant nostra omniumque nostrorum successonim et omnium mortalium contradictione 
remota. Et ut haec renouatio et confirmatio stabilior cunctis permaneat temporibus, hanc paginam manu 
propria roboramus et sigilli nostri inpressione insigniri precepimus. 

Signum domni Heinrici (L. M.) regis inuictissimi. 
Egilbertus cancellarius uice Umlligisi archicapellani recog. 

Data Uli. Non. April. Anno dominicae incamationis MIII. Indictione I. Anno uero donmi Heinrici re- 
gis I. Actum Quidilingaburc. 

Das grosse, den «uf dem Throne sitzenden König darstellende Siegel ist der Urkunde seitwärts aufgedruckt. — Am 
äussersten Rande der Charte steht mit sehr feiner, aber viel jüngerer Schrill: Hoc non est legendum nisi comuio* 
nicato consilio. 

LXXX. 

y^* In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Heinricus diuina fauento dementia rex. Omnium sancte Dei 
aecclesiae nostrorumque fidelium presencium ac futuronim comperiat || uuiuersitas, Qualiter domna Fredc- 
runa uenerabilis abbatissa eiusque soror Imma comitissa Gerone comite adiuuante construcserunt quoddam 
monasterium ad honorem sancte Dei genitricis et perpetue uirginis Marie dedicQtum, ad quod omnem hc- 
reditatem, hoc est Keminetan, Hegen, Barigi, Tundiriun, Othere, hec sunt in Tilithi, Uarstan in Auga, 
Rothe in Uuikanauelde, Bardenuuic, Hotmannessun , Uuitthorp, Britlingi, Biangibudiburg, Addunesthorp, 
Hatherbiki, Bodanhuson, Sutherburg, in Bardanga, Cianiki, in Dreuani, Uuigmannesburstal, Bennedesthorp, 
in Mosidi, Uuidila, Uualdersidi, Kokcrbiki, in Heilanga, Holana, Aun, Setila, in Hogtrunga, Hepstidi, Sini- 
gas, cunctaque earum hie prememorata prcdia gratissima uoluntate tradiderunt, que uero sita sunt in 
comitatu Bernhardi ducis, unde nostram regalem aggresse maiestatem, suplices rogauerunt, ut ipsum mo- 
nasterium in nostri mundiburdio susciperemus, talisquc libertatis ac legis prima tum concederemus , qualem 
Gandesheim, Quitilinburg, Heriuurti tenere uidentur. Quod nos petitione Theodrici Mimidonensis episcopi 
fecisse, omnium noscat uniuersitas fidelium. Ad hec statuimus ut in prefate abbatisse sueque sororis comi- 
tisse potestate predictum monasterium et abbacia nostro persistat concessu diebus uite earum, post obitum 
uero utrarumque earum ad nostrum publicum eadem abbacia ius in perpetuum pertineat. Insuper autem 
uolumus ut nulla maior sine minor regni nostri persona in eadem abbacia placitum facere aut aliquam 
sibi molestiam inferre uel publicam funccionem exercere, nisi aduocatus abbatisse sanctarumque monialium. 
Hoc etiam nostra regali auctoritate eidem concedimus abbacie, ut sanctg moniales eiusdem monasterii ab- 
batissa defuncta licenciam habeant eligendi aliam ad hoc idoneam. Et ut huius nostre auctontatis prc- 
ceptum firmius omni tempore perseueret, hanc paginam manu propria roborantes, sigillo nostro iussimus 
insigniri. 

Signum domni Heinrici (L. M.) regis inuictissimi. 

Egilbertus cancellarius uice Uuilligisi archicappellani notaui, 

Data nil. Non. Nouembr. Anno dominice incamationis M.IIII. Indiccione H. Anno uero domni Hein- 
rici n. regis ni. Actum Magadeburc. 

Die Charte ist sehr beschädigt, und vom Siegel nur ein BruchstUck übrig, auf welchem jedoch der Zepter in der rech- 
ten Hand des Königs noch sehr deutlich zu erkennen. — Die im Originale Tcrschwundcne Angabe des Regicrungs* 
Jahres ist aus dem Correjf'schen Kopialbucfae ergänst. 



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1006 — 1011. 61 



LXXXI. 



i Johannes episcopus seruus seraorum Dei. Dilecto filio Ratario Paterbrunensi uenerabili 
episcopo snisqne successoribus In perpetuum. Sacrosancta apostolica sedes dum materne pietatis et regi-, 
minis uniuersalis in ecciesiis Christi optinet officium corroborationis doctrine et auctoritatis impendere in- 
cessanter eisdem debet suffragium. Quocirca tue postulationi , karissime fili, in concedendo tibi tueque 
sedis ecciesie apostolice auctoritatis priuilegio, et libenti animo anbuimus et gratissima animi indulgentia 
concedimus. Ita enim caput gaudere poterit, si membra integra stabilito robore se habere senserit. Igi- 
tur ut ab antiquis sancte Paterbrunnensis ecciesie sedes, cui Deo auctore presides, fundata ac rebus 
diuersi generis dotata est, ut que bonorum uirorum ac fidelium Christi coUatione actenus copiis diuitiarum 
possessionumque accreuisse uisa est, ita eam perpetuo apostoKci iuris precepto tibi tuisque successoribus 
in perpetuum manere decemimius. Sintque a prauorum incursione, dolo et direptione tuta quecumque 
predicta ecciesia immo sedes episcopalis posscdisse actenus uidetur, uel quecumque acquirere fidelium 
Christi coUatione acquirere potuerit, id est uicos, possessiones, curtes, dioceses diocesensiumque territoria 
sibi pertinentia. Item domos, castella, agros, uineta,.flumina, lacus cum omnibus que in eis fiunt instru- 
mentis, seruos etiain et ancillas, itemque colonos, census seu reditus, aut etiam pensiones. Ista omnia et 
sicut supra dictum est quorumcumque possessionem predicta ecciesia habere uisa est aut uidebitur, aucto- 
ritate apostolica eidem confirmamus et corroboramus, et in perpetuum ualere decernimus, ut nuUa uio* 
lentia aut iiigenio ab ea subripiantur aut alienentur. Item decernimus beati PETRI apostoli auctoritate, ut 
nuUa ordinatio ibi episcopalis existat, id est nullus consecretur episcopus in predicta ecciesia, nisi electione 
filiorum eiusdem ecciesie approbatus. Si quis autem insanus aut presumtor res eiusdem ecciesie deua- 
Stande aut diripiendo itemque minuendo contra hoc nostre auctoritatis priuilegium uenire temtauerit aut 
obseruare despexerit, nisi condigna emenda t . . . e resipucrit, excommunicationi subiaceat anathematis 
uinculo innodatus, maledictione eterna damnatus sit et cum reprobis poenis subiaceat perpetuis. 

f BENE VALETE. 

Datum et scriptum per manus Petri abbatis et cancellarii sacri palatii in mense Decembrio indictione 
quarta, Anno Deo propitio domni Johannis XVIII. pape tertio. 

Das Siegel iU Tcrloren gegangen. 

LXXXII. 

C In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina ordinante prouidentia rex. Diuinae pie- 
tatis dementia || quae Nos ad cülmen regiae maiestatis perduxit, ad hoc uoluit regnare, ut ecclesiarum 
ordini firmando atque corroborando subueniamus. His autem raaxime locis, quae ab antecessoribus nostris 
regibus imperatoribus fundata, sed iam peccatis exigentibus p^ne uidebantur annuUata. Quapropter omnium 
fidelium nostrorum presentium scilicet ac futurorum industriae notum esse volumus, qualiter Nos diuini 
amoris instinctu, pro remedio animae Nostrae seu parentum nostrorum, Nee non et tercii Ottonis bonae 
memoriae imperatoris, dilecteque coniugis nostre CVNIGVNDAE reginae interuentu, atque Meginvvero sanctae 
Podrebronnensis §cclesiae venerabilis episcopi rogatu, sibi sanctaeque suae ecdesiae a Karolo magno im- 
peratore olim fundatae, nostris vero temporibus incendium passae, in honore enim sanctae Dei genitricis 
semperque virginis MARIAE et sancti Kiliani martiris LIBORIIque confessoris dedicatae, comitatum quem 
Hahold comes dum vixit tenuit, situm scilicet in locis Hauerga, Limga, Thiatmalli, Aga, Patherga, Treue- 
resga, Langaneka, Erpesfeld, Silbiki, Matfeld, Nihterga, Sinatfeld. Balleuan prope Spriada, Lambiki, Les- 
sion, Seuuardeshusun, cum omni legalitate in proprium concedimus atque largimur per hanc nosU^m 



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62 lotl — 1013. 

regalcm paginam, eo videlicet ratioiiis tenore, vt prefatus episcopus Meginvverc suique successores prae- 
scriptac aecclesiac presidentes dehinc liberam habeant potestatem , de eodem comitatu eiusque utUitalibus 
quicquid eis placuerit faciendi, ad eorum tarnen utilitatcm ecclesiae, omni videlicet inquietudine remota. 
Et ut haec nostre traditionis seu confirmationis auctoritas stabilis et inconuulsa omni, habeatur tempore, 
hoc preceptum inde coiiscriptum manu propria firmare curauimus, et sigillo nostro insigniri iussimos. 

Signum domm Beinrici (L- M.) regis inuictissimi. 

Gunthenus canceUarius ad uicem Erkambaldi archicappellani recognoui, 

Datum IUI. Idus April. Indictione Villi. Anno dominicae incarnationis millesimo \l^<> Anno vero domni 
secundi Heinrici regnantis Villi. Actum Tribura regia villa FELICITER AMEN. 

Das seitwärts dicht neben der Monngrarom* und Recognitions«Formel •ur};edrttckte , grosse kreisförmige Siegel, seigt 
dfn König, mit einer niedrigen Krone bedeckt, beide HÜnde hoch aufgehoben, in der rechten einen in eine Lilie 
ausgehenden Stab, in der linken eine Kugel haltend, auf einem niedrigen, yerzierten Stuhle ohne Lehne, ond auf 
einem Kissen sitxend, das tu beiden Seiten des Königs xwei dicke Wulste bildet; die Umschrift heisC: Heinricus Di. 
Gratia Rez. f. 

LXXXIII. 

v>i« In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia rex. Quoniam diuinae 
disposilionls prouidentia nos ad summum rei publicac culmen regendum prouexit || et uniuersitati multo- 
rum, quamuis merito inferiores, tarnen eminentiore quadam nominis prcrogatiua preesse disposuit, eius, 
cuius misericordia suraus sublimati, in omnibus oportet obedire preceptis, vt ulililati subditorum proui- 
dentes, quanto plus pre ceteris sub specie honoris ascendisso cernimur, tanto magis interius humiliati, bis 
qui sub umbra regiminis deseruiunt, dcbitum retributionis exhibendo familiari conpassione condescendamus. 
Nam si qualitates seruicntium nobis piae discrecionis intuitu examinantes unicuiquc pro qualitate meritorum 
recompensare studuerimus, debitum persoluendo dominicum preceptum implemus, et excellcntiam regiac 
dignitatis * *^ * ^) 

^studere uidimus,^) quandam cortem nostrae proprietatis Berneshuson dictam, in pago Lisga, in comi- 
tatu Vdonis sitam, quam ab Vnevvano Bremonense archicpiscopo donante per aduocatum suum Ydonem 
absque omni contradictione *) legitima traditione accepimus, sanctae Paderbrunnensi aecclesiae in honore 
sanctae Dei genitricis Mariae sanctorumque Kiliani martiris et Liborii confessoris consecratae,*) pro reme- 
dio animarum diu^ memoriae Ottonis imperatoris. tercii senioris scilicet nostri omniumque parentum nostro- 



>) Da die Charte sehr yerdorben und in twei SlUrke zerrissen ist, so ist in der Mitte, durch die ganze Breite derselben, ein 
Theil verloren gegangen. Auf den ungleich hervorstehenden Riindern »ind von zwei Zeilen noch einzelne unzasammeuhan- 
gende Worte lesbar, aus denen sich schliessen lässt, dass in dem Fehlenden die Personen genannt waren, auf deren Ver- 
wendung die Schenkung geschah. 

') In einer andern, gleichzeiligefi, aber ebenfalls nur fragmentarisch erhaltenen Ausfertigung derselben Urkunde, findet sich, 
anstatt der obigen Einleitung (Qucmiam — uidimus), die folgende: Tribunal animae dilatamus, si aecclesias Christi cum 
sibi subiertis amptiamus. Qua de re fidelium Dei uniuersitati pateat, quod hac intentione, interuentu dilectissimae con- 
tectalis nostrae Cunigundae reginae, nee mm et Heriberti archiepiscopi Coloniensis, Adalbaldi Traiectensis , Theoderici 
Mimegardeourdensis , Theoderici Metensis, Bernuuardi Hildeneshemenüis, Thietroari Osnebrugensis , Erici llauelbergensis, 
sanctae Paterbrunnensi aecclesiae in honorem sanctae Dei genitricis Mariae sanctique Kiliani martiris et sancti Liborii 
confessoris consecratae, cui etiam Meinuuercus venerabilis episcopus presidet, 

^ Die drei letzten Worte fehlen in der zweiten Ausfertigung. 

^) In der 2. Ausf. fehlen die Worte sanctae — cooaecr. weil sie schon früher eingeschaltet tiod. 



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1013 — 1014. 63 

rum simul ac dilectissiine coniugis nostrae et stabilitatc regni , *) proprietario iure concedimus cum omnibus 
appertinentiis, rebus, territoriis, uillis, maucipiis utriusque scxus, siluis, uenationibus , aquis aquarumue 
decursibus, molendinis, piscationibus, uiis et inuiis, evitibus et redilibus, pralis et pascuis, et cum omni* 
bus acquisitis uel inquirendis, Ea ratione vt prcnominatus episcopus eiusque successores liberam potesta- 
tom in eiusdem äecclesiae utüitatem uertendi habeant. Si quis autcm in postcrum, quod absit, prefatam 
aecciesiam inquietare contendat de eisdem prediis, perpetuo anathemate condemnetur. Insuper C. libras 
auri optimi componat, dimidictatem regiae camere, et reliquam partcm^) eidem äecclesiae quam inquietare 
presumpsit. Et ut haec nostrae tradicionis auctoritas stabilis"') permaneat, hanc®) regalis precepti paginam 
conscribi ac manu propria confirmantes sigillo noslro iussimus insigniri. 

Signum domni Heinrid secundi i^egis (L. M.) inuictissimi, 
Guntherius cancellarius uice Ercambaldi archicappellani . . .•) 
Von dem aurgedruckten Siegel ist noch ein Bruchstück vorhanden. 

LXXXIV. 

Aufl dem jüngeren Kopialbuche des Domstifls sn Paderborn. 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia Romanorum Imperator 
augustus. Quoniam diuinae dispositionis prouidentia nos ad regendum tocius reipublicae monarchiam apo- 
stolica benedictione prouexit, ante omnia autem hoc laborare dcbemus, ut qui coronam terreui imperü 
concessit, post emensum huius uitae spacium ea etiam coronari permittat, quae non auferatur in aeternum. 
Quod potissimum fieri decernimus, si loca ecciesiasticis obsequiis deputala nostra auctoritate corroborentur, 
ut omni exteriore inquietudine remota in tranquilitate permaneant, quatinus eorum precibus adiuuemur, 
(jui ibi die noctuque orationibus in Dei seruicio uacare debentur, et quod per nos, utputo consciencia 
trepidi, querere non presumimus, sanctae Dei ecclesiae seruienlium pia intercessione impetremus. Qua- 
propter uniuersilati fidelium nostrorura patere uolumus, qualiter Megenuuercus Paterbrunnensis ecclesiae 
ucncrabilis Episcopus, pro ecclesiastica utililate arduum laborem aggressus, nobiscum limina beatorum 
apostolorum Petri et Pauli pia intentione quesiuit, dpuote supplicaturus , ut ecciesia cui ipse pastorali cura 
presidet, in prirais apostolica, deinde nostra imperiali auctoritate corroboretur, pro eo maxime, quia, 
quando ecciesia fuit concremata, omnia eiusdem ecclesiae precepta atque priuilegia incendio perierunt. 
Cuius peticioni, quia rationabilis uidelur, gratuilo adsentientes, quicquid eadem ecciesia per iusticiam ob- 
tinere debet antecessorum nostrorum uel nostra oblatione, ceterisque iidelibus ibi collatum in rebus, tcrri- 
toriis, uel in comitatibus ac districtu, uel quibuscumque utensilibus, ac quicquid ipse Episcopus predictus 
Megenuuercus de sua hereditate ibi contulit, uel aliunde per coramutationem aut precanam legaliter ad- 
quisiuit, denuo stabili dono concedimus et imperiali auctoritate confirmamus. Si quis autem nostrae con- 
firraationis edictum ulterius aliqua prcsumptione infringere temptauerit, Centum librarum auri ad nostrum 
pondus compositione multetur, ac dimidium camerae nostrae persoluat, reliquum uero eidem ecclesiae, 
quam temerarie inquietare presumpsit. Et ut haec conlirmatio per successiones temporum stabilis et in- 



*} Anstatt der Stelle omniumque — regni, hat die 2. Ausf.: et incolomitate uitae nostrae utriusque presentis uidelicel et 

futurae, coniugisque nostrae dilectissimae, nee minus pro stabililate regni, 
^ Anstatt dimid. — partem, heisst es: L. reg. cam. et L. 
^ Die 2. Ausf. schiebt ein: et incoauolsa 

^ Von hier an ist in der »weiten Ausf. der übrige Theil des Textes, nebst Monogramm, Datum und Siegel yerloren gegangen. 
•) Das übrige, nebst der gansen Datums-Formel, ist weggerissen. -^ Eine dritte, über dieselbe Schenkung von Heinrich als 

Kaiser ausgefertigte Urkunde, die am meisten mit der aweiten Ausfertigung übereinstimmt, wird weiter unten vorkommen. 

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64 1014 — 1015. 

i^onuulsa permaneat, hanc imperialis precepti paginam inde coiiscribi ac manu propria confirmantes Sigillo 
nostro iussimus insigniri. 

Signum domni Heinrici sereinssimi et inuicHssimi Imperatorts. (L. M.) 
Gunterius Cancellarius uice Ercanbaldi Archicapellani recognoui, 

Data Indictione XI. anno dominicae Incarnationis M. XIIII. anno uero domni Heinrici secondi regnan- 
tis XII. Iinperii uero L Actutn Papiae feliciter Amen. 

LXXXV. *) 

C. In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia Romanonim Imperator 
augustus. Necesse est utcum res bona agilur, prius eius ... || ...**) in corde uincatur. Ne si a ra- 
dice misere intentionis prodeat, amaros nequiciae fructus producat. Ea propter non surdi auditores euan- 
£ielicae Marthae, cuius more Meinuuercus episcopus nobis frequenti ministerio satagit deseruire, ob inter- 
uentum Cunigundae imperatricis augustae contectalis uidelieet nostrae, nee non Euerhardi sanctae Baben- 
bergensis sedis episcopi, sed et Egilberti Frisingensis ecclesie pontificis, sacrosanctae Patherbrunnensi eccle- 
siae in honore S. Mariae mundi dominae sanctique Kyliani martyris atque Lyborii confessoris Domini con- 
secratae, curtem Honstede dictam cum omnibus pertinentiis, terris uidelieet cultis et incultis, mancipiis 
utriusque sexus, molendinis, piscationibus, aquis aquarumue decursibus, quibus scilicet archiepiscopus 
Onvvan eam possedit nobisque legaJiter tradidit, in pago Rittiga, in comitatu Bernhardi comitis, perpetuo 
iure possidendam tradidimus. Et ut haec nostrae imperialis traditionis auctoritas firma et inconuuLsa per- 
maneat, sigilli nostri impressionc hanc paginam manu propria corroborando supter bullari iussimus. 

Signum domni Heinrici (L. M.) imperatoris inuicHssimi, 
Gunterius cancellarius uice Erchanbaldi archicapellani notaui, 

Data X\1II. Kai. Febr. Anno dominicae incarnationis Mill. XV. Indictione XIII. Anno autem domni 
Heinrici secundi regnantis XIII. Imperii uero primo. Aotum Mulinhusen feliciter AMEN. 

Das Siegel war mit einer rotben Schnur, yon welcher noch ein XJeberreat forhanden iit| angehängt, also wahrachein- 
licb ein Metallsiegel. 

LXXXVl. 

Aus dem Kopialbuche des Domstifls sa Paderborn. 

Anno dominice incarnacionis Millesimo XV®. Mainuuerco uenerabili episcopo Paterbrunnense cenobium 
digne Deo laudabiliterque mundo regente et custodiente, quidam miles Mainheri nominatus, diuina ut cre- 
dimus ammonicione compunctus, qualiter se aeternae hereditati adsociaret atque inextinguibiles flammas 
euaderet, quicquid uUius habuit proprietatis in Burgnun et in Balhomun et in Scharhem ad monasterium 
a prefato episcopo nouiter constructum et ad ministerium fratrum et utilitatem ibidem famulantium, , omni- 
bus altercationibus amissis, Amulungo eiusdem' monasterii aduocato accipiente, in proprium tradidit et 
amisit, Ea uidelieet ratione addicta, ut post huius suae uitae cursum unusquisque fratrum prenominatorum 



^] Das Original dieser Urkunde ist sehr beschädigt, der. Text musste daher grossentheils aus dem Kopialbuche ergäntt werden. 
Dieses gibt der Urkunde die Jabnahl 1012 ; auch im Originale scheint die Zahl ursprünglich XU. gewesen, und erst später 
in XV. verändert zu sein. Der in der Urkunde gebrauchte Imperator -Titel, und die angegebenen Regierungs- und 
Kaisertbums- Jahre seigen indessen unwidersprechlich , dass die Urkunde nur in das Jahr 1015 gehören kann. 

^) Im Kopialbuche steht an dieser Stelle: elatio; im Originale ist indessen der Baum des Ausgefallenea so groasi dass man 
mehr als ein Wort vermuthen muss. ^^ 

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1015. 65 

per anniuersarios eiusdem dies unum panem et unam camem et eminam mediam pro commemoratione 
ipsius animae accipiat. His uidelicet firmiter peractis, predictus Mainuuercus episcopus superna compun- 
ctione ammonitus, qualiter omnibus quibus hoc foret compertum , ad diuini cultus aucmentacionem cor 
promtius adtraheret suaeque uoluntati animum uniuscuiusque deuotiorcm subnecteret, unam curtem Suli- 
chem nominatam cum omnibus utilitatibus ad eandem curtem perlinentibus, et triginta aratrorum decimas 
eidem iMainhario, cum suo aduocato Ämulungo, non in precariam sed in beneficium ad suae uitae tempus 
prestiiit, et si aliquis sui successorum prescripti beneficii aliquid infringendo minuerit, sua accipiendi licen 
ciam habere sibi promisit. Huius tradicionis testes introducamus. Dodica comes. Brun. Amulung. Ecbehrt. 
Vuikin. Tamma. Rediald. Engiimar. Thiadric. Othelric. Alfric. Iba. Brunhard. Buna. Isger. Thiatmar. Sicca. 
Liücika. Aciiin. Eza. 

LXXXVII. 

Überreste der Urkunden über die, durc|;j den Bischof Meinwerk, für die Kirche zu 
Paderborn, von verschiedenen Personen erworbenen Besitzungen. 

I. Quidam nobilis qui uocabatur iunior Meinheri, human^ fragilitatis memor, quoddam predium 
nomipe Hengilderi ad dominium sanct^ Dei genitricis Marie et sancti Kiliani martyris sanctique Liborii con- 
fessoris, cum consensu uxoris sue Hunime et filie eius Ode, iuslissime heredis sue, pro remedio anime 
sue in proprium tradidit. Vnde episcopus Meinuuercus presul Patherbrunertsis , Dei misericordia motus, XX. 
aratra et C. maldra annone, quamdiu ipse Mainhcrius uiueret, omni anno concessit. Vxori uero suf in 
presentia Ekkihardi et Liudulfi comitum, ut hoc laudaret, IUI. libras denaiiorum misit. 

IL Diuina gratia ammonente, Yolcmarus cum assentatu suorum fratrum nomine Nithig et Warinherd, 
duo predia Holthem et Aslan, in sancto die Lamberti martyris, in quodam loco qui uocatur Ringhelmi, ad 
sedem Patherbrunnensis ecclesie in honore Kiliani martyris et Liborii confessoris, cum omni utilitate eius- 
dem predü, Eilberto id accipiente, omni contradictione procul remota, in proprium tradidit. Huius tradi- 
tionis fuerunt testes. Liudulf comes, et Erpo Qomes, et ipse episcopus Machinuuardus, et Benna comes, 
et Ekkico comes, et Eilbracht et Tiada milites Liudulfi comitis. 

III. Quidam uoster fidelis frater nomine Nithing, mcmor humane fragilitatis, quedam loca Holthem et 
Buronan, cum omnibus appendiciis, mancipiis utriusque sexus, in uillis, in agris cultis et incultis, in pratis, 
in siluis, in piscationibus , pro remedio anim^ sue suorumque parentum, per aduocatum suum nomine 
Uucrinhardum, ad dominium sancte Mari^ matris domini nostri Jesu Christi et sancti Kiliani martyris Libo- 
riique confessoris in proprium tradidit Quo facto Paterbrunnensis ecclesie uenerabilis presul nomine 
Meinuuercus bannum super Horohusun et quendam locum Uuaueri nominatum atque Bokinauurdi usque in 
exitum sue uite eidem concessit, ea uidelicet ratione, si predictus domnus Nithing uitam imperatoris Hein^ 
rici superuiueret, ut anniuersarium eius sicut unius episcopi Paterbrunnensis de sola curte Bokinauurdi 
faceret, et CCC. elemosinas pro anima eius daret, et in eadem die exitus eius et anniuersarii unum pau- 
perem cum I. camisia et I. bracca et L cotte et I. tunica, duabus hosan et untiunculis et caltiamcntis et 
cirotecis et pilleo et cingulo uestiret, et in natali sancti Kiliani martyris plenum conuiuium ecciesiasticis 
fratribus, sicut in natali sancti Liborii confessoris, de prcnominata curte Bokinauurdi similiter pcrsolueret. 
Post- uitam domni Nithinches, si quis confratrum eandem curtem Bokinauurdi tenuerit, anniuersarium impe- 
ratoris et conuiuium in natali sancti Kiliani, sicut prenominatus domnus pleniter faciat. 

Hoc cirograuum ideo scriptum est, si ipse episcopus Meinuuercus aut aliquis eius successorum domno 
Nithinche aliquid de his subtrahere uoluerit, ut ei intra episcopatum I. uorouuerc cum XX. litis et XII. 
aratris concedatur. Super hec omnia üuerinhardo heredi suo I. crusinam marthrinam et 111. uncias auri 
pro mercede dedit. II. Non. Novembr. actum in Paterbrunnen. 



Cod. dipl. bist. Westfal. 9 

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66 1015. 

IV. Quidam presbyter nomine VVlfdagus quicqnid proprietatis habuit in Baddudhuson , domno Main- 
uuerco episcopo ad dominium sancte Dei genitricis Marie sanctique Kiliani atcpie sancti Liborii per suum 
tutorem cum uolunlale sui heredis iustissimi, Paterbrnnnensis cenobii aduocado Ymmido id accipienle, in 
proprium tradidil, Ea uidelicet ratione, ut a domno Mainuuerco qiiedam ecclesia in oppido Pumissun sita 
cum Omnibus ad eam pertincntibus, et pars ecclesie in uilla Baldereshusun site, que ad episcopum Pater- 
brunnensem pertinet, supradicto presbytero usque in finem uite sue in beneficium concederetur, et post 
eiusdem presbyteri obitum sue matri ex parte episcopi in Pumissun omnibus ^iebus uite su^ detur annona. 
At si istud beneficium ab eodem episcopo aut eius successore uel minuitur uel abstrahitur omnino, pre- 
dictus presbyter suum predium liberara habeat potestatem accipiendi. 

V. Quedam sancte monialcs Imize et Imuke, etiam sorores, per suum aduocatum, totum quod habe- 
baut predium in Karalasthorp cum omnibus appendiciis ad dominium sancte Dei genitricis Marie perpetue 
uirginis et sancti Kiliani märtyris sanctique Liborii confessoris in proprium tradidcrunt. Hac uidelicet tra~ 
ditione firmiter peracta, uenerabilissimus Paterbrunensis ecclesie prcsul Meinuuercus pia misericordia motus, 
eis duo talenta pro illo predio dedit, et insuper decem maldra, et I. baconem ') cum intestinis, uel I. 
saginatum porcum, et XXX.VI. modios brasii quotannis se daturum eis promisit, Ea ratione, si ipse uel 
aliquis eius successor illud infringere studuerit, quod ipse prenominate sorores libere sua reciperent predia. 

De testibus. Amulunc comes. Ekibracht. Tfaietmer. Thiedric. Imuca. Liudbran. Eppa. Rotbald. Hosadus 
prepositus. Hecil capcUanus. 

VI. Quidam miles nomine Brun, huius uite fragilitatis memor, pro grauedine suorum peccaminum, 
et pro anim9 remedio sui fratris Thiadmari, ad dominium sanctf Marie et sancti Kiliani martyris et sancti 
Liborii, quicquid habuit proprietatis in Bctanun et in Uualdenstidi , in mancipiis utriusque sexus, in areis, 
in agris, in pratis, in aqnis, in siluis, cum consensu sue heredis Idae, in proprium tradidit, Eo uidelicet 
pacto, ut quamdiu uiueret hoc beneficium quod ei Mainuuercus Paterbrunnensis ecclesie episcopus con- 
cessit, hoc est Boffessun et Hemmedesun cum omnibus appendiciis in integrum ad suos usus possideret, et 
si uel isle uenerabilis episcopus M. uel alius eius successor inde quid eripcret, tum potestatem suum habe- 
ret iterum recipere. Huius tradicionis hos inlroducimus testes. Dodican comitem. Ymmiden comitem. Volc- 
bald comitem Gerbard. Amulung. Triadric. Sicca. Benna. Benneka. Mainuuerc. Egia. Bosa. Ysica. Azilin. 
Thiadric. Adalbert. Adulf. Bernhard. 

VII nomine Alfric dedit episcopo Meinuuerco XX. agros et I. aream in Aldunthorpe. Ob 

hoc dabantur sibi et uxori eius L caballus, et XII. solidi denariorum, et II. panni lanei, et II. bacones ^), 
et VI. maldra frumenti. ' 

Ob quoddam predium quod Hidda dcdit in Burchhusun, dabantur sibi II. caballi et II. boues, et I. 
crusina grisea, et III. bacones, et IL panni lanei, et VIII. solidi denariorum et III. solidi frumenti. 

Wicil de quodam loco qui uocatur Uuittisungan dedit episcopo Meinuuerco predium quod iacet in 
Othihem, heredibus eius annuentibus. Ob hoc accepit I. marthrinum roc'^) pro L solidis, et insuper IIII. 
talenta denariorum et X. solides. 

Heriman de Holthusun accepit in Paterbmnuen XXX. solides, cuidam uiro qui uocatur Tada pro una 
domo ad dandum. 

Quidam uir nomine Amulung accepit de episcopo Meinuuerco X. solides et L mulierem ad deferen- 
dam cuidam sanctimoniali in M^sscethi pro duobus pueris. 



') Die vitft Meiow. setzt dafür anain pernam. 

*) Auch hier hat die Tita Meiow. duas pemaa, «o wie in ferneren ähnlichen Fallen. 

^ Die Vita Meinw. setst dafür tunicam. 

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1015, 67 

VIII. Quidam miles Bruno uocatus, diuina inspiratione instinctus, cum consensu Weudilburge coniu- 
gis sue, quicquid habuit in marca que uocatur Ananroth,'in ^luis, in aquis, in mancipiis utriusque sexus^ 
ad dominium sancte Dei genitricis Marie et sancti Kiliani martyris et sancti Liborii confessoris in proprium 
tradidit. Cunctorum notitie fidelium innotescimus, quam benigne qui tunc preerat Patherbrunensi sedi 
Meinuuercus episcopus susceperat, IUI. aratra quamdiu uiueret in beneficium ei concessil. Huius traditio- 
nis testes introducimus. Hosadum prepositum. Raetluf. Benno. Vito. Sicco. Hizil. 

IX. Isti omnes uiderunt, quando domnus episcopus M. I. libram denariorum misit Beuoui per suum 
nuncium Thrudbertum. Benna comes. Amulung comes. Erp. Heriman. Alfrid. Godica. Meinuuerc. Cathol. 
Volchcrd. Ecilin, Widula. Helmier. Rodherd. VflFa. 

X. Diuina fauente dementia quidam nobilis nomine Ecilin cum suo filio Meinhardo iusUssimo berede, 
quicquid habuit hereditatis in Hamm cum VIII. mancipiis et omnibus illuc pertinentibus ad altare sancte 
Dei genitricis Marie et sancti Kiliani martyris Liboriique confessoris in proprium tradidit. Episcopus uero 
Meinuuercus' illius traditionis memor, prenarrato Ecilino quotannis XL. maldra frumenti^ IUI. bacones sine 
minutiis, V. oues de episcopali substantia dari constituit. Vnusquisque meorum successorum quotannis hec 
persoluat, aut predium sibi restituat. Filio autem Ecilini in mercedem I. caballus, et I. lineus pannus, et 
X. maldra frumenti, et II. bacones dabantur. 

XI. Notum sit omnibus fidelibus presentibus scilicet ac futuris, qualiter quidam nobilis Richardus 
nomine, pro remedio anime sue parentumque snorum, quicquid hereditatis uel proprielatis habuit in uillis 
ac mercan Gledabiki, Hiridechessun , Hemmanhusun, Heristi, Perranhusun, BuUanhusun, aut in omni orien- 
tali exercitu, cum consensu ac peticione sui iustissimi heredis Wiris, cum omnibus appendiciis illuc perti- 
nentibus, edificiis, areis, terris cultis et incultis, pratis, pascuis, siluis, uenationibus, aquis aquarumue 
dccursibus, molendinis, piscationibus, mancipiis utriusque sexus, et cum omni utilitate que inde fieri potest^ 
ad dominium sancte Dei genitricis Marie, Kiliani martyris Liboriique confessoris, omni contradictione remota,* 
in proprium tradidit, delegauit atque concessit. Vnde episcopus Meinuuercus, qui tunc Patcrbrunnensi 
ecclesie presidebat, hoc pie perpendens, unam curtim que uocatur Betanun cum XVI. familiis et XX. ara- 
tra decimacionum predicto Richardo usque ad terminum uite sue concessit. 

Hec autem eo tenore facta sunt, si ipse episcopus aut aliquis eius successorum hoc pactum infrin<yere 
uoluerit, tunc habeat Richardus potestatem reducere sua. Huius traditionis testes sunt. Bernhardus dux. 
Conradus comes. Amulunc comes. Thiedric comes. VflFa. Thiedric. Eppa. Hemma. Thiedric. Thietmer. Ercun- 
brecht. Thiedric. Liudbran. Benni. Rodbai. Alamer. Wicilin. Cristin. Vda. Berda. Gazuuin. Liudric. Ernast. Reinza. 
Alauuich. Aethelherd. Wickier. Poppa. Tiamma. Thiaduuard. Azzaca. Eiza. Gela. Wlfherd. Hilliuuard. Liuza. 

XU. Vestra fidelitas nouerit, quendam de numero fidelium nomine Ricmarum, cum consensu iustis- 
simi heredis atque fratris stii Hrohtuuard uocitati, quicquid hereditatis habuit in üolkiereshusun cum omni- 
bus illuc pertinentibus, in uillis, in siluis, in agris cultis et incultis, in pascöis et in aquis et in mancipiis 
utriusque sexus, ad dominium sancte Marie genitricis Dei et perpetue uirginis et sancti Kiliani martyris 
sanctique Liborii confessoris pro remedio anime sue in proprium tradidisse, ut in aliquo sua peccata dele- 
ret. Quod uidelicet Paterbrunnensis ecclesi^ uenerabilis presul nomine Meinuuercus pie perpendens, eidem 
quendam locum cum quattuor mansis Niganbrunnun uocitatum, et decimacionem super quandam uillam 
noraine Doddanhusun, excepta curte, quamdiu uiueret, tribuit, et unum caballum, et I. unciam auri, et 
I. scutum et I. lanceam illi et fratri suo super hec dedit. Hoc cyrographum idcirco scriptum est, si ali- 
quis successor prefati episcopi hec infringere studuerit, ut ille habeat licentiam reducere sua. 

Xni. v>i. In Christi nomine notum sit omnibus fidelibus, qualiter ego Bernuuardus *) pro remedio 
anime mee animarumque predecessorum successorumque meorum, coessentibus et consentientibus cohere- 



*) Die Tita Meiaw. schreibt den Namen Bennaka. 

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68 1015. 

dibus meis, fratre meo scilicet Goddescaico ^) et filio meo Goddescalco, tradidi ecciesie sancte Marie geni- 
tricis Dei, sanctorumque Kiliani martyris et S. LiEorii confessoris, quoddam predium in uilla Wiriesi cum 
Omnibus appendiciis eins, situm in pago Äuga et in comitatu Bennonis comitis. Ynde episcopus Meinuuer- 
GUS eiusdem sedis honorandus antistes eins rei gratia dedit mihi in uita XI. aratra in Baddanhusun, et in 
Ahusun Villi, aratra®), et II. talenta denarionim, et III. ceruisias, et IUI. bacones, et XX. maldra annone. 
Actum in üuardbergi, presente predicto episcopo, et testibus hiis. Erp. Hunald. Godefrith. Raedulf. Bacca. 
Dodapa. Volcmer. Daia. Poppica. Thiaduuard. Brun. Poppa. Eica. Eppa. Gela. Hoica. Worad. Wlfheri. . . rza. 
Azzaca. Euuriza. Ika pbr. Otic pbr. Poppa pbr. Eclef. pbr. Ika pbr. Tiaza diaconus. 

XIV. Notum fore uohimus, qualiter quidam uir nomine Randuuard, cum laudatione fratrum suonim 
VoIckieres et Ekkionis, quoddam predium in Bikihusun in proprium tradidit ad Paterbr. Episcopus uero 
Meinuuercus ob hoc illis donauit I. equum et II. bonos et IUI. solides denariorum. Huius cause testes sunt 
Amulunc comes. Gerbracht comes. Ekkica comes. Herdrad. Reinfriht. 

XV. Notum sit omnibus, quendam ex numero fidelium, Ethilierum nominatum, cum sue uxoris uolun- 
täte Wicsuithae, quicquid proprietatis in Diesna habuerat, cum omnibus appendiciis illuc pertinentibus, in 
edificiis, areis, agris cultis et incultis, pascuis et in siluis, ad dominium sancte Dei gcnitricis et perpetuc 
xiirginis Marie et sancti Kiliani martyris sanctique Liborii confessoris, omni contradictione remota, in pro- 
prium tradidisse. Vnde Paterbrunnensis ecciesie uenerabilis episcopus Meginuuercus , misericordia motus, 
eisdem I. pallium pro VII. libris, et VI. unicas auri et XVII. libras argenti et IUI. solides denariorum pro 
mercede restituit. Huius traditionis testes sunt. Amulunc comes. Brun. Thidier. Hiliuuard. Thancbern. Vnuca. 
Alfric. Ekuuard. Actum Ekuuardinchusun. 

XVI. Notum sit omnibus fidelibus, qualiter duo fratres Liudric et Becilinus cum Wicilino, quicquid 
proprietatis habuerunt in Halogokircan , per uoluntatem domne Helmburga instissime heredis, ad dominium 
sancte Dei gcnitricis Marie et S. Kiliani martyris Liboriique confessoris in proprium tradiderunt. Episcopus 
uero Meinuuercus pro mercede illis restituit IUI. libras denariorum. 

XVII. Notum sit omnibus fidelibus ppcsentibus scilicet atque futuris, qualiter quidam bonus christia- 
nus FertImmunt uocatus, cum uoluntate filii sui Alfdeches iustissimi heredis, ad dominium S. Dei gcnitricis 
Marie et S. Kiliani martyris et S. Liborii confessoris, XXIII. agros et I. aream in marca Calriki in proprium 
tradidit. Episcopus Meinuuercus, qui tunc Palerbrunnensi sedi preerat, ad uitam illorum duorum I. man- 
sum in Ouoran Duergian, ea uidelicet ratione, quatinus in natali S. Liborii III. denarios persoluerent, illis 
concessit. Huius rei testes sunt. Amulunc comes. Thiedric. Sicca. Bennaca. Godica. Volcherd. Sicca. Poppo. 
Ekkica. Liudbran. Rotbald. 

XVIU. Notum sit omnibus, quendam fidelem Aethelherd nominatum, cum sui iustissimi heredis Liu- 
cican assentatu et uoluntate, L houam in marca Listungun cum omnibus appendiciis illuc pertinentibus, in 
edificiis, areis, agris cultis et incultis, pascuis et in siluis, ad dominium sancte Dei gcnitricis Marie et S. 
Kiliani martyris Liboriique confessoris in proprium tradidisse. Vnde Paterbrunnensis ecciesie episcopus 
Meginuuercus, misericordia motus, eidem W. maerc pro Uli. libris pro mercede restituit. Huius traditionis 
testes sunt. Amulunc comes. Erp. Hosadus prepositus. Mercred. V^aldbem. Vnumer. Wenna. Thiaduuard. 
Hizza. 



&) Die Tita Meinw. schreibt diesen Namen Godica. 

*) Die Tita Meinw. schaltet hier noch ein: in Heieck ieressun X. aratra, in ßadoellun V. et diroid. in Bodckerlthorpe VIII. in 

Cuadian X. in Geradessan VII. Es scheint also dem Vf. eine andere als die jetst noch Torhandcne Urkunde vorgelegen 

SU haben. 



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1015. 69 

XIX. Quidam uir nomine Wlfheri, XV. agros in loco qui dicitur Wlfliereshusun cum uxore suimot 
possedit Qui uidelicet uir, paupertatis nimietate constrictus, illos predictos agros, ad honorem sancte 
Marie sanctique Kiliani martyris et sancti Liborii confessoris, cum consilio et uoluntate iuste heredis suimet 
uxoris, absque ulla contradictione in proprium tradidit. Tunc episcopus Meinuuercus, per amorem Christi, 
pro illis XV. agris pr^nominato uiro I. libram denariorum persoluit. 

Huius rei testes sunt. Reinoldus. Tiazo. Becilin. Tadico. Wicil. Disizo. Wino. Luicico. Erp. Osdag. 

XX. In istius mundi procellis, Quidam senior nomine Thiatmarus non minimum superbiens, sese 
cum Omnibus humanis quibus potuit omare non tardauit honoribus. Quodam uidelicet tunc tempore ille 
predictus iter suimet ad quoddam monasterium Heriuorde nuncupatum dirigens, ibi magnam fecit iniquita- 
tem, sanctorumque ibi requiescentium, sueque sororis abbatisse nomine Godesthi nee non et congregatio- 
nis sancte Marie thesaurum confregit, et inde plus iusto furauit pecunie. Tunc non post longum tempus 
secundum canonicam constitutionem in synodum ille prefatus uocatus, qualiter apud Deum et apud omnes 
sanctos suos sese agnosceret, et ut iusta faceret et iniusta derelinqueret ammonitus est. Ista uidelicet 
ammonitione nimis corde Dei gratia commotus, omnia que eidem essent constituenda libentissime sese pre- 
dixit adimplere. Nam illi tunc constitutum est episcopo dare XXX. talenta denariorum illud capitale 
crimen ad emendandum profecto. Uli siquidem tantum peccunie non habente, omne predium quod habuit . 
in Brunincthorpe cum omnibus appendiciis illuc pertinentibus, in mancipiis, in siluis, in aquis, in agris 
cultis et incultis, cum consensu et uoluntate iustissimi heredis sui Bernhardi ducis atque fratris sui, ad do- 
minium sancte Dei genitricis Marie, sanctique Liborii confessoris et sancti Kiliani martyris, pro reconcilia- 
tione illius peccunie in proprium tradidit. 

Si hanc traditionem quisquam studeat infringere, ante conspectum §temi iudicis in die iudicii red- 
dat rationem. 

Illius traditionis testium nomina introducimus. Eins miles. Vda. Heriman comes. Heinric. Rothulf. 
Engilmer. Vuicman. Nithard. Bernhard comes. Rocilin. Liudier comes. Alfric. Vuega. 

XXI. Episcopus Meinuuercus dedit in reconciliationem cuidam uiro nomine Reinharde et sue conte- 
ctali Ricmode, de quodam predio in Sidiginchr Hl. libras denariorum et I. familiam in Suinuellun. 

Hoc uidebat Gerbrach comes. Ekbracht. Erp. Mercrad. Ecilin. Bennaca. Alfric. Tiamma. Thiaduuard. 
Hosadus prepositus. 

(Auf der Rückseite:) Adhuc autem debet episcopus XXIIII. sol. 

XXII. Notum Sit omnibus fidelibus, quandam domnam e± numero fidelium, Geppe nominatam, de 
Halthorpe, quicquid hereditatis in Forsti habuit cum omnibus appenditiis illuc pertinentibus, in edifitiis, 
areis, agris cultis et incultis, pascuis et in siluis, ad dominium sanct^ Dei genitricis et perpetue uirgini^' 
Marie et sancti Kiliani martyris sanctique Liborii confessoris, cum consensu suorum heredum, omni con- 
tradictione remota, in proprium tradidisse. Vnde Patherbr. ecciesie uenerabilis episcopus Meginuuercus 
misericordia motus eidem domne XXV. libras denariorum pro mercede dedit. 

Huius traditionis testes sunt. Amulung comes. Erp comes- Godica. Azaca. Volcherd. Liuda. 

XXIII. Quedam mulier nomine Mirihild, per suum aduocatum atque heredem Auican, quicquid he- 
redis in Heringi possedit, Mainuuerco uenerabili episcopo et suo aduocato in proprium tradidit, pro Xlt 
siclis nummorum et una libra, quod est talentum. Huiusv tradicionis testes sunt Dodica comes, Ymmid. 
Brun comes. Benneca. Reinhald. Acca. 

XXIV. Isti fuerunt presentes, quando tradidit ad Paterbruif. Oda, quicquid habuit in Siuuardessun. 
Cunrad comes. Amulungc comes. Erp comes. Thiedric comes. Franca. V^ikin. VflFa. Hemmi. Ekbi'ect. Thie- 
dric. Thiatuuard. Haica. Waldric. 

Episcopus Meinuuercus dedit illi XX. solidos denariorum. ^ 

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70 «015. 

XXV. In natali sanctorum martirum Abdonis et Sennetis dedit episcopus Meinuuercus, Bosan et Crir 
sfine et Ebbican sororibus, ob illud predium quod uocatur Thesli. Sidessun. Yffanhusmi. Essiberch. Anan- 
roth, Walieressun. Suthem. Erpessun. I. marthririum pelliz pro VI. tal. et L zebelinum roc'') pro VI. tal. et 
insuper ioter aurum et argentum et inter eaballos XVIII. talenta. 

Istud prescriptum predium Dux Bernhardus, annuentibus et postulantibus duabus prenominatis soro- 
ribns, ad altare Saiicte Marie et sancti Kiliani martiris Liboriique confessoris, omni contradictione procul 
remota, in proprium tradidit Illius traditionis sunt testes. Amulung comes. Bernhafdus comes. Ekkica 
comes. Prepositus Nithing. Decanus Ilaica. Werinza presbiter. Tamma. Heriman. Item Heriman. Item Heri- 
man. Tiamma comes et eius miles Godiea. Bennaca. Prepositus Ramuuard. Wacilin. Meinuuerc. Brun. Erp. 
Cona. Hunald. Godefrid. Osuuald. Geba. Meinza. Volcherd. Tianmia. Yda comes. Benna comes. Heriman 
comes. Reinuuard. Wega. Frederic. Berding. Gerbracht. 

Qucdam domna norainata Oda,®) cum assentatu sue matris Bechtbildae et suimet filii Gerhard! et 
Thietbaldi, I. familiam et LX. agros ad altare sancte Dci genitricis Marie et sancti Kiliani martiris Liborii- 
que confessoris in Asopo proprio tradidit. Episcopus autem Meinuuercus, non inmcmor illius traditionis, 
II. plena talenta et dimidium tal. dedit Uli, et ad finem sue uite et filiorum eius Gerhardi et Thietbaldi, 
in Paterbrunnen unam domum cum XXX. agris eis tribuit. 

Hoc autem traditio in natali Jacobi apostoli in Paterbrunnen facta est 

XXVI. Episcopus Meinuuercus dedit cuidam mulieri nomine Wennikin, et matri eius Hamoda, et 
aduocato earum Tadican, I. caballum et II. boues et I. uaccam et II. libras lane, pro XXIIII. iägris et pro 
I. area in Hilimeri. 

XXVII. Episcopus comparauit ad Tiedricum et ad suam vxorem Geppam in Gosleri IL familias in 
Lanchel, cum VII. unciis auri et III. libris denariorum. Amulunc fecit traditioncm. Hoc uidebat Benna 
comes. Vda comes. Hecil caluus. 

(Auf der Rückseite:) De predio Tiedrici et V^^iciles. 

o 

XXVIII.*) Notum sit omnibus tam futuris quam presentibus, quod quidam Cuno Patherbrunnensis 
ecclesic ministerialis pro decima sui predii in Adanun, preposito Winone et ceteris fratribus maioris ecclesie 
consenticntibus, annis singulis decem malder in uillicationem Silikensothe , fidelium amicorum suorum ro- 
gatu pprsoluere promisit, promittendo confirmauit. Hec autem acta sunt coram bis testibus. Winone pre- 
posito. Bernharde decano. Godescalco. Reinberto. Esico. Cunrado preposito cum reliquis fratribus et mini- 
sterialibus ecclesie. Vffone. Hugone. Manegoldo. Heinrico. Volberto. Altmanno. Adelberono. cum aliis multis. 

XXXIX. Notum sit omnibus tam futuris quam presentibus, quaUter Digga, quicquid proprietatis ha- 
buit in . . durpe, cum coniuge sua, sancte Marie uirgini et sancto Kiliano martyri sanctoque Liborio con- 
fessoria ad prebendam fratrum in Paterbrunnun, per suum aduocatum Widikin, in manum nostri aduocati 
Theoderici tradidit, et ipse hoc modo sue utilitati consuluit, ut per singulos annos duas fersingas porcinas 
et X. maldra ... de parte prepositi sibi darentur. Quod huiusmodi ratum esse stabiliuit, ut si quis hec 
infringere uoluerit, per annum habeat liceutiam proclamandi, et post annuqa si auditus hon fuerit, sua 

recipiendi. Cuius rei testes infra notamus. Widikin comes. Thiederic comes. Hildelec comes Aesic. 

Annica. Mainwerc. Poppa. Reinhard. Poppa. Sihard. Reinmar. Wil. . . Aebbic. Hunika. Wiza. Liuthard. 
Rotdag. Eilhard. W^alika. Mila. Heriman. . . . Wiga. Waldbreth. Thiederic. Aescolf. Bernhard. Fritheric. 
Ramward. 



^ Die Vita Meinw. hat dafür tunicam. 

^ Diese, auf die Rückseite der Torigen geschriebene Tradition, wird in der vita Meinw. der folgeodeo Dachgesetst. 
*) Diese und die folgende Tradition sind in diir vita Meinwerci nicht erwähnt; es ist daher ungewiss, ob sie in diese Zeit, 
oder in welche Zeit sie gehören. 



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1015 — 1016. 71 

XXX. ^^) Notum sit omnibus tarn futuris quam presentibns, qualiter Cunigunda per aduocatum snura 
Gisibertum cum consensu et laude sororis et iustissime heredis sue Berte quicquid in pao;o Almanga et ia 
uilla Brenkiun et in Vuithi et in Spurca hereditario iure possedit, sancte Dei ecciesie in Patherbrunnon ad 
prebendam fratrum tradidit, legauit, concessit, in agris cultis et incultis, mancipiis nuptis et innuptis, pra- 
tis, pascuis, aquis aquarumue decursibus, molis, molendinis, piscationibus , siluis, uiis et inuiis, quesitis et 
inquirendis, exitibus et reditibus, et cum omnibus iure ibi pertinentibus, ea uidelicet ralione, ut sibi suo- 
que aduocato XV. libre in precariam quamdiu uiuerent concederentur in decimis' et mansis. Insuper etiam 
duos mansos in Humbergehusun eidem ecciesie contulit pro sua suorumque memoria, eo pacto ut frater- 
nitas et prebenda iugiter ei concederentur habenda. Pepigit quoque eadem Cunigunda cum hec nobis 
tradidisset, ut Radulff beneficium suum in Staipo et Wisil suum per totam uitam suam secundum morem 
et consuetudinem familie nostre ecciesie obtinerent, nisi forte pro peccato aliquo iure in iudicio familie 
amitterent. Idem ius in reliquis ministris quos ipsa dedit habealur. Quod si hec pactio fuerit fracta, ipsa 
toUat sua et nobis reddantur nostra. Huius rei testes sunt hi. Bernhard comes. Meinbold. Albo. Azo. Thiat- 
mar. Thiathard. Reinfrid. Waltere. Alueric. Frethebolt. Hizil. Meinhard. Ruothulf. Helmdag. Wizil. Walderic. 
Bodo. Vdo. Heinric. Helmeric. Wicman. Worin. Werinheri. Hoico. Hamuco. Admund. Heio. Tammo. Godefrit, 
Adclgar. Heinric. Hunico. Beringer. Benno. Walbrahl. Hunir. Abichin. Acelin. Arnust. Abbelin. Niso. Poppo» 
Wilbraht. Thiaza. Tiemma. Wichart. Asceco. Aica. Boso. Rantwic. Racico. Rodbraht. Bernhart. Wemizo. 
Thiadbolt. Meinbold. Fdcmar. Thiederic. Rocbraht. Adechin. Azechin. Haico. Dodicho. Eppo. Aluico. Menger. 
Ticderic. Hibo. Liudbrath. Tiaza. Wezil. Tiaza. Hamiza. 



LXXXVIII. 

y^* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus Dei gratia Romanorum Imperator augustus. Si 
aecclesiarum Dei sublimationibus omni studio |I inseruimus, aeternae retributionis premia nobis affutnra 
esse speramus. Quapropter omnium fidelium Christi presentium scilicet ac futurorum nouerit uniuersitas, 
qualiter Meinuuerccus sanctae Paterbrunnensis aecclcsiae venerabilis episcopus, omnia predia quae here- 
ditario iure possederat matri suae Adalae contradidit. Dehinc ipsa cum manu mariti et aduocati sui Bal- 
derici comitis, consensu etiam heredum, eadem predia potestatiue nobis donauit. At nos perpetuae bea- 
titudinis spe ac pia prefati episcopi dilectique nepotis nostri, qui se omniaque sua diuino seruicio manci- 
pare gaudet prece et deuocione commoniti, predia eadem legitime nobis tradita, inter quae principales 
Cortes sunt iste. Immideshusun. Walmonthem. Hauurlon. Hukilhem. Mandelbiki. Golthbiki. Doddonhusun. 
Hokinnesleuo. Wakeresleuo. Cum appertinentibus uillis, mancipiis utriusque sexus, siluis, uiis et inuiis, 
exitibus et reditibus, molendinis, piscationibus, pascuis, uenationibus . quesitis et inquirendis, omnibnsque 
utensilibus quae quolibet modo dici uel nominari possunt, sanctae Paterbrunnensi aecclesiae in honorem 
sanctae Dei genitricis Mariae sanctique Kiliäni martiris ac beati Liborii confessoris constructae, per hanc 
imperialem paginam largimur, omnium hominum contradictione remota. Insuper etiam imperiali auctoritate 
precipimus, ut nulla maior minorue persona aliqua iudiciaria potestate in eisdem prediis se intromittat, 
nisi aduocatus quem eiusdem aecclesiae episcopus sibi eligat. Si quis autem, quod absit, hoc nostrae 
donacionis preceptum infringere ausus fuerit, centum libras auri persoluat, L, eidem aecclesiae, et L. 



1^ Die^e, in der vita Meinw. nicht erwähnte Tradition, findet lich in dem älteren Copiario dea Dom&tiO« za Paderborn^ Nr. L., 
Bwischen Urkunden aus der Zeit des Bischofs Meiuwerk, und wird deshalb hier angeschlossen, obgleich der Name dieses 
Bischofs in derselben nicht genannt wird. 



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72 1016. 

nostre camerc. Et ut haec nostrae largicionis auctoritas firtba et inconuulsa permaneat^ hoc preceptum 
indc coiiscriptum manu propria corroborantes sigillo nostro iussimus insigniri. 

Signum Heinrici Romanorum inutctissimi (L. M.) imperatoris. 
Guntherius cancellarius uice Ercambaldi archicappellani recognouiL 

Data IUI. Idus Jan. Indictione XIII. Anno dominicae incarnationis M**XVI. Anno uero domni Heinrici 
secundi regnantis XIIII. Irpperü autem U^. Actum DRODMANNIA. FEUCITER. AMEN. 

£« fiodea sieb noch Ueberreste tod scbmaleo Lederriemen , mit welcbeo das Siegel , wabracbeinlicfa also ein Metallsiegely 
aogebäogt gewesen. 

LXXXIX. 

Aus dem Kopialbuche des Domstifts su Paderborn. 

C In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia Romanorum Imperator 
augustus. Ecclesias Christi ampliare seruorumque eius necessitatibus pie ac clementer subuenire imperialis 
promotionis ordo deposcit. Proinde fidelium Christi noucrit industria, qualiter diuino instinctu ammoniti, 
et interuentu dilectissimae coniugis nostrae Cunigundae imperatricis augustae, in id ipsum fratema caritate 
collaborantibus Heriberte Coloniensi archiepiscopo , Theodcrico Mimegardeuordensi, Adelbaldo Traiectensi, 
Theoderico Metensi, Wiggero Verdensi, Thietmaro Ossenbrugensi , Erico Hauelbergensi, sanctae Pather- 
bumcnsi aecclesiae in honorem sanctae Dei genitricis Mariae sanctique Kiliani martyris et sancti Liborii 
confessoris constructae, cui etiam Meinuuerchi^ß uenerabilis episcopus presidet, quandam nostram curtem 
Moronga dictam, in pago Morongano in comitatu Bennonis comitis sitam, quam nobis Ynouuanus Bremo- 
nensis archiepiscopus cum manu aduocati sui Vdonis tradidit, omnium hominum contradictione remota, pro 
remedio animae senioris nostri tercii Ottonis diuae scilicct merooriae imperatoris augusti, et incolumitate 
uitae nostrae praesentis ac spe futurae, per hanc imperialem paginam concedimus atque largimur, cum 
Omnibus appendiciis, areis, uillis, pascuis, aquis aquarumue decursibus, piscationibus , molendinis, siluis, 
ncnationibus, cunctisquc qualicunque modo nominari possint utensilibus, ea uidelicet ratione utpredictus 
Meinuuerchus episcopus eandem curtem quamdiu uiuat in usus proprios potestatiue possideat, post finem 
uero uitae suae ad uestitum canonicorum in eadem Dco sanctaeque genitrici eius Mariae nee non beatis 
Kiliano ac Liborio seruientium annuatim meliorandum pertineat. Si quis uero hanc nostram donationem 
infringere presumpserit, centum libras auri persoluat, L eidem aecclesiae, L. uero nostrae camerae. Et 
ut haec nostrae liberaUtatis auctoritas stabilis et inconuulsa permaneat, hanc cartam inde conscriptam 
manu propria roborantes, sigillo nostro iussimus insigniri. 

Signum domni Heinrici imperatoris inuictissimi, (L. M.) 
Guntherit^ cancellarius uice Erchanbaldi archicapellani recognoui, 

Data IUI. Id. Januar. Indictione XIH. anno dominicae incarnationis M^.XVIo anno uero donmi Heinrici 
secundi regnantis XIIII. Imperii äutem IL Actum Drodmannia feliciter AmeN. 

xc. 

Aus dem Kopialbuche des Domstifts zu Paderborn. 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia Romanorum Imperator 
augustus. Tribunal animae dilatamus, si ecclesias Christi cum sibi subiectis ampliamus. Qua de re fide- 
lium Dei uniuersitati pateat, quod hac intentione, interuentu dilectissimae contectalis nostrae Cunigundae 
imperatricis augustae, nee non et Heriberü archiepiscopi Coloniensis, Adalbaldi Traiectensis, Theoderici 



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1016. 73 

Mimigardeuurdeo^is, Theoderici Metensis, Wiggeri Verdeosis, ThieQn^ri Osenburgensiai Erici Banelbergensis» 
sanctae Paderburnensi aecclesiae , in honore sanctae Dei genitricis Mariae sanctique Kyliani marlyris et sanoti 
Liborii consecratae, cui etiam Meinuuercus uenerandus episcopus presidet, quandam curtem nostrae proprietatis 
Berneshusen dictam, in pago Lisga in comitatu Vdonis sitara, quam ab Vnuuano Bremonense archicpiscopo 
donante, et per aduocatum suum Ydonem legitima traditione accepimus, pro remedio animarum diuae memoriae 
Ottonis imperatoris lercii, senioris scilicet nostri, et incolomitate uitae nostrae utriusque presentis uidelicet 
ac futurae, coniugisque nostrae dilectissimae, nee minus pro stabflitate regni, proprietario iure concedimus, 
cum Omnibus appertineneiis, rebus, territoriis, uillis, mancipiis utriusque sexus, siluis, uenationibus, 
aquis aquarumue decursibus, molendinis, piscationibus, uiis et inuiis, exitibus et reditibus, pratis et pascuis, 
et cum Omnibus acquisitis uel inquirendis, Ea ratione ut prenominatus episcopus eiusque successores libe- 
ram potestatem in eiusdem aecclesiae utilitatem uertendi habeant. Si quis autem in posterum , quod absit, 
prefatam aecclesiam inquietare contendat de eisdem prediis, perpetuo anathemate condempnetur. Insuper 
C. libras auri optimi componat, dimidietatem regiae camcrae, et reliquam partem eidem aecclesiae quam 
inquietare presumpsit. Et ut haec nostrae traditionis auctoritas stabilis et inconuulsa permaneat, hanc 
cartam inde conscriptam manu propria roborantes, sigillo nostro iussimus insigniri. 

Signum domni Heinriei imperatoris augusti, (L. M.) 

Gunthcrius cancellarius uice Erkenbaldi archicapellani recognouiL 

Data XVDII. Kai. Febr. Indictione XIH. Anno domin. incarn. M<».XVI*. anno uero domni Heinriei se- 
cundi regnantis XIIII. Imperii autem secundo. Actum Drodmanniae. 

XCI. 

Aas dem Kopialbucbo des Domstids zu Paderborn.'^) 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus Dci gracia Romanorum Imperator augustus. 
Diuinae pietatis clemencia quae nos ad culmen Imperialis maiestatis perduxit, ad hoc uoluit regnare, ut 
aecclcsiarum ordini firmando atque corroborando subueniamus, hiis autem maxime locis, quae ab ante- 
cessoribus nostris regibus uel imperatoribus fundata, sed iam peccatis exigentibus pene m'debantur annul- 
lata. Qua propter omnium fidelium nostrorum presentium scilicet ac futurorum industriae notum esse 
uolumus, qualiter nos diuini amoris instinctu, pro remedio animae nostrae seu parentum nostrorum, nee 
non et tercii Ottonis bonae memoriae imperatoris, dilectaeque coniugis nostrae Cunigundae imperatricis 
augustae interuentu, atque Meginuuerc sanctae Padrebronnensis aecclesiae uenerabilis episcopi rogatu, 
sibi sanctaeque suae aecclesiae a Karolo magno imperatore olim fundatae, nostris uero t^mporibus in- 
cendftim passae, in honore enim sanctae Dei genitricis semperque uirginis Mariae et sancti Kiliani martiris 
IJboriique confessoris dedicatae, Comitatum quem Hahold comes dum uixit tenuit, situm scilicet in locis 
Hauerga, Limga, Thiatmalli, Aga, Patherga, Treueresga, Langaneka, Erpesfeld, Silbike, Matfelt, Nihterga, 
Sinatfelt, Balleuan prope Spriada, Bambiki, Gession, Seuuardeshuson , cum omni legalitate in proprium 
coucedimus atque largimur per hanc nostram imperialem paginam, eo uidelicet racionis tenore, ut pre- 
fatus episcopus Meginuuerc snique successores prescriptae aecclesiae Presidenten dehinc ' liberam habeant 
potestatem de eodem comitatu eiusque utilitatibus quicquid eis placuerit faciendi ad eorum tarnen utilita- 
tem aecclesiae, Onmium uidelicet inquietudine remota. Et ut haec nostrae tradicionis seu confirmacionis 



*) Von dem Originale sind nur noch Brocbstücke übrig. 

Cod. dipl, bUt. Westfal. 10 



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74 1016 — 1017. 

aucioritas stabilis et inconcnssa omni babeatur tempore, boc preceptom inde oonocriptsm mann propra 
firmare curanimus et »gillo nostro iiisignire iussimus« 

Signum domni Heinrici Imperatoris augtisti (L M.) 

Guntherius cancellarius uice Erkinbaldi archicapeMam recognoui, 

Data XYIin. KaL Febr. Indict. XIII. Anno dominicae incarnationis MUlesimo XVI. anno nero domni 
Heinrici secundi regnanüs XIIL Imperii II. 

XCII. 

Aas dem Kopialbuclie det DonstifU so Paderborn. 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus Dei gracia Romanomm Imperator angustus. 
Omnium Cbristifidelinm industria nouerit, qualitcr nos diuini amoris respectu, et dilectissimae coniugis 
noßtrae, qni doo sumus in carne.una, Cunigundae uidelicet imperatricis augustae rogatu et inslinctn, san- 
ctae Paterbrunnensi aecclesiae in honore sanctae Dei genitricis Mariae et sancti Kiliani martiris sanctique 
Liborii ter beati confessoris dedicatae» tale predium proprietauimus , quäle nobis omnium hominum con- 
tradictione remota tradidit Helmicus, uidelicet in comitatu Herimanni comitis in Dulipine mansum unum, 
in Nienhem mansum I., in Situnne mansum I., Haiostron mansum I., in Berthaiostron mansum I., in Le- 
hembeke mansuni I., in Horion mansum L, in comitatu Ottonis comitis in Eluepo mansum L, in Ricoldino 
huson mansum I. cum L. mancipiis utriusque sexus, areis, uillis, pascuis, aquis aquarumue decursibus, pisca* 
tionibus, molendinis, siluis, uenationibus et omnibus appendiciis cunctisque qualicumque modo nominari 
possint utensilibus, Ea scilicet ratione, ut uterque nostrum tam uestitura quam uictu stipendialem amodo 
ab episcopo sedis subscriptae, nunc uero a domno Meginuuerco presule et post a successoribus ipsius, 
communi canonicorum consensu, cum perpetua orationum participatione , plenarie inibi sicut unus fratrnm 
accipiat et potestatiue possideat. Et ut hacc traditio nostrae liberalilatis stabilis et inconcnssa permaneat, 
hanc cartam inde conscriptam manu propria roborantes, sigillo nostro subter bullari iussimus. 

Signum domni Heinrici Romanorum inuictissimi Imperaloris augusti. (L. M.) 
Guntherius canceüarius uice Archanbaldi archicapellani recognouit, 

Data IUI. Id. Junii, ludictione XII. anno dominicae incarnationis M.XVII. anno uero domni Heinrici 
secundi regnautis XYI. Imperii UH. Actum Patherbrunnon. 

XCIII. 

Aas dem Knpialbache des Bisthums Paderborn. 

In nomine Sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus Dei gratia Romanomm Imperator Augustus. Ca- 
nouum statuta non ore hominum sed spiritu Dei condita precipiunt, ut Episcopi frequenter claustra mona* 
chorum uisitent, et si qua extra regulam illic inuenerint, abscidant et corrigani Haec uigilanter int^rius 
contemplantes, et in huius uitae iünere onera nostra episcopis imponendo leuigantes, caritatis causa, sine 
qua diues pauper est» cum interuentu amantissimae coniugis nostrae Cunigundae nidelioet Imperatricis augustae» 
cum archiepiscoporum Erchanbaldi Moguntinensis , Popponis Treuerensis , Gcronis Hagedeburgensis, Unwani 
Bremensis, et episcoporum Arnoldi Haluei-stadensis, Epponis Babenbergensis, Theoderici Mettensis, Heinrici 
Wirceburgensis, Theoderici Mimigardeuurdensis, Heinrici Parmensis, Theoderici Mindensis, Thiemonis Mcrs- 
burgensis, Erici Hauelbergensis , Laicorum quoque, Bernhardi ducis, Sigifridi atque Ezziconis comitum, 
Abbatiam nomine Helmwardeshusen , cum omnibus suis appendiciis mobilibus et immobilibu»» sedi Pader- 
Jbornensi in honore sanctae Mariae sanctorumque Kyliani atque Liborii constructae , cui iiisignii$ acquisitionis 



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1017 — 1018. 75 

presul Meynwerchus in presentianim preest, in proprium dedimus, nostroque iure et dominio in ios et 
dominium ipsius amodo potestatiue et iuxta regulam sancti Benedicti episcopaliter disponendam atque pos« 
sidendam tradidimDS. Et ut haec nostrae traditionis pagina firma et inconnulsa pennaneat, mann propria 
corroborantes atque oonfirmantes, sigilli nostri impressione subter eam sigillari iussimus. 

Signum domni Heinrici inuicttssim iMomanorum Imperatoris AugusH, (L. M.) 
Guntherius cancellarius uice Erchanbaldi archicapellani notauit, 

Data V. Idus Juiii, Indictione XIL anno dominicae incarnationis M^.XVII^. anno uero donani Heinrici 
secundi rcgnantis XVI®. Imperii IHR Actum Lietzo. 



Wabrscbeiolich auf diese oder eine verwandte Angelegenheit, bezieht sich folgende, im Original auf einen schmalea Peiy»- 
mentstreif geschriebene Notiz : 

Hi sunt testes. Thietmer. Ekkica. Ludier. Ekkica. Raedig. Yualhem. Yuidukin. Benna. Kiza. Amulag. 
Volcbal. Thietmer. Immed. Gerbraht Vuiking. Thiedric. Ibo. Aeica. Heriuuard. Burchard. Dodica. Tiaza. 
Vretheric. Leftierd. Eschulf. Oua. Uuidula. Fronca. Heriman. Thiaza. Boua. 

Episcopus Thieodericus. 

Dux Bernhardus. 

De abbatia Helmuuardesh*« 

XCIV. 

v^* In nomine sauctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia Romanorum Imperator 
Äugustus. II Nouerit omnium Dei fidelium nostrorumque tam presentium quam subsequentium industria^^ 
qualiter nos interuentu dilectae coniugis nostrae CVNIGVNDAE uidelicet imperatricis augustae, fideliumque 
nostrorum, Popponis Treuerensis archiepiscopi, Erkanbaldi Mogontini archiepiscopi, Eberhard! Babenber^ 
gensis episcopi^ Adelbaldi Trajectensis episcopi, item Popponis abbatis Vultensis, Godefridi ducis« Bem- 
hardi ducis, Becelini comitis, aecclesiae Paterbrunnensi» cui venerandus episcopus Meinwercus nostrae 
uidelicet seruituUs paratissimus presidet, sub honore agiae Dei genitricis Mariae sanctique martiris Kiliani 
nee non et beatissimi confessorum sancti Liborii episcopi constnictae atque dedicatae, tale predium quäle 
Willa per manum nobis dedit et consensum coniugis et aduocati sui Ottonis, in loco Siburgohusun nomi* 
nato, in comitatu Vdonis comitis, in pago Henunerueldun , cum omnibus pertinentüs suis» possessionibus, 
mancipiis utriusque sexus» agris» aedificiis, terris cultis et incultis, aquis aquarumque decursibus, pratis, 
pascuis siue compascuis, molendinis, piscationibus, siluis, uiis et inuiis, cunctisque quesitis uel inquirendis» 
in proprium iure perenni tradidimus. Et ut haec tradicio precepti nostri firma et inconuulsa permaneat, 
hanc paginam inde conscriptam manu propria roborantes sigilli nostri subterbuUari iussimus impressione. 

Signum domm Heinrici Romanorum (L. M.) imiictissimi Imperatoris Augusti, 
Guntherius cancellarius uice Ercambaldi ardiicappellani recognouit. 

Data I. Id. Apr. Indictione I. Anno dominicae incarnationis Millesimo XVIII^. anno uero domni Heinrici 
secundi regnantis XVI. Imperii autem Y. Actum Nouiomago.''*) 

Der Urkunde war, mit ledernen Riemen, wahrscheinlich ein Bleisiegel angehängt, das aber verloren gegangen. 



^) Der Monatstag und Ausstellaogsort sind später mit anderer Tinte eingetragen. Zwischen den beiden leisten Worten war 
«rsprunglich ein grosser Zwischenraum, welchen eine viel jüngere Hftnd mit dem unverständlichen Worte TRITILE aus* 
gcfiilH hat. 

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76 1018. 



xcv. 



In nomine patris et filii et Spiritus sancti. Dodico comes peccaminum suorain atque homanae fra- 
gilitatis memor, ac diuina ammonicione conpunctus, pro remedio et conunemoradone animae suae, ad altare 
et ad seruicium sanctae Dei .genitricis Mariae et sancti Kiliani m^iris et sancti Liborii eonfessoris, cum 
consensu matris suae uidelicet Hildigundae heredis suae primitiuae, fratrisque sui Sigobodonis assensu et 
asstipulacione, suum predium tradidit in proprium in bis loeis quorum nomina bic subsequuntur. Vuari- 
berhgi. Rainlefcssun. JErungun. Radi. Radi in superiori Vuurmlahun. Rohthem. Garametti. Roduuardesbusun. 
niandebusun. Silibem. cum agris cultis et incultis, siluis, aquis aquarumue decursibus, pratis, pascuis, nee 
non cum utriusque sexus mancipiis et cum omnibus ad haec loca pertinentibus appendiciis^ uidelicet octo 
molendinisy ceterisque quae adhuc nominari queunt uel nequeunt et tarnen in eis sunt uel fieri possunt 
utilitatibus, exceptis ministerialibus eius hominibus, Eilbchrt, Randuuihg, Äcilin, Gela, Doda, Hoika, Mainza, 
Tamma, Hibuke, Hizule, ceterisque mulieribus iam ad geniceum eius assumptis non ulterius assumendis. 
Ea racione atque paccione interposita, ut dum Deo iubente monosterium Paterbrunncnse maueret inco- 
Inme, pro eodem Dodicone sacerdoti atque diacono et subdiacono cotidie publicam missam celcbrantibus 
Stipendialis refocilacio quae conuenit uni eiusdem ecclesiae fratri constipendiali dari daretur. Sin autem 
ab episcopo uel preposito pubblica missa celebraretur, eadem eius Stipendialis refocilacio pro animae 
eius remedio inter duodecim egenos diuideretur. Cum uero idem comes Dodico, diuina sie disponente 
prouidencia, huius uitae terminum transiret, in omnigena recommemoracione quam pro eiusdem mouosterii 
episcopo agere consuetudo est, pro eodem comite Dodicone celebrari debere. Yidelicet in missarum et 
salmorum celebracionibus, luminoinimque incendiis, eulogiarumque donacionibus, centenorumque pauperum 
refocilationibus, et in omnibus quae in episcopi eiusdem loci annuali dcposicionis die conuenit facere. 
Rac tradicione et paccione peracta ante altare sanctae Dei genitricis Mariae, domii^us episcopus Mainuuercus 
cum suo aduocato Ämulungo pro eodem predio in precariam eidem Dodiconi prestitit quicquid in Desburg, 
Astnederi, Vuestnederi, Dalpanhusun, Dueriun, Vflahun, Rasbiki, Silihem, Vuepplithi, ad ecclesiam Pater- 
brunncnsem proprietatis pertinebat, atque eandem tradicionem, quam idem comes Dodico ad altare sanctae 
Mariae tradidit, ut utrumque, dum ipse uiucret, tradicionis atque precariae usu fmctus uterelur, illo autem 
mortem obeunte, in integrum precaria et tradicio ad supradictam Paterbrunnensem ecclesiam restitueretur, 
similiter exceptis tribus ministerialibus uiris, Tiazone, Bennone, Mainzoue, ac duabus familiis in Vuepplithi 
habitantibus et ad Hcristelli pertinentibus, quas ei in precariam non concessit. Haec autem tradicio tali 
tenore atque interdictione facta est, ut si isdem episcopus uel aliquis eius successor de precaria jiel pac- 
cione, eodem Dodicone uiuente, infringere uoluerit, isdem Dodico supradictum predium recipiendi licenciam 
habeat. Huius rei testes sunt. Sibodo. Immed, Sibehrt. Thiatmar. Bernhard. Amulung. Bernhard. Erp. 
Ailbrat. Volcpold. Kono. Roduuard. Haika. Hagervuored. Helmuure. Alfric. Mainheri. Ratheri. Vuiking. Adal- 
bart. Imuka. Asman. Folcmar. Hiddi. Becilin. Vual. Vuidier. Vffa. Hunald. Thiadmar. Hiriman. Frithuric. 
Rainhald. Hiriman. Redald. Hildiuuard. Asdag. Acca. Bacca. Vnaca. Aica. Asic. Redig. Imuca. Mainbald. 
Duda. Tamma. Thiadmar. Isger. Hardered. Mainuuerc. Hiriman. Oua. Hamaca. Heiluuard. Frithuric. Godes- 
scalc. Vuluered. Vualdhard. 

Das aufgedracktef'ldeioe, runde Siegel zeigt ein weibliches Tertcbleiertes Bnistbild mit der Umichrift: Soa. Di. Genetrix 
Maria, f (Es scheint das, sonst weiter nicht bekannte, Siegel des Bischofs Meinwerk tu sein.} 

XCVI. 

Aus dem Kopialbuche des Domstifts tu Paderborn. 

Quidam comes nomine Sygobodo suaquc contectalis Windilmod nuncupata, peccaminum suorum 
atque humanae fragilitatis non immemores ac diuina iuspiratione ammoniti^ pro remedio et suarum com- 

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1018 --.1019. 77 

memoratione animaram nee non suorum parentum, ad altare sanctae Dei genitricis Mariae et sancti Ki- 
liani sanctique Liborii coufessoris, cam consensu iustissima^ heredis Hiidigundae, unam curtem quae nomi- 
natur Liudoluingerod cum omnibus utilitatibus ad prenominatam curtem pertinentibus, mancipiis utriusque 
sexus, agris cultis et incultis, pascuis, praüs^ siluis, aquis aquarumue decursibus, omnibusque utensilibus 
quae nominari queunt uel nequeunt \u proprium tradiderunt, Hac uidelicet tradicione in presencia Impcratoris 
Heinrici firmiter peracta atque ante altare Dei geuitricis cognoscendo reiterata, domnus Meinuuercus epi- 
scopus cum suo aduocato Amulungo quoddam predium quod nominatur Curbiki cum sedecim familiis et 
una molendina pro eadem curte eidem Sygobodoni atque Wendilmodi in precariam prestitit, ut quamdiu 
ulerque uiueret, precariae usu fructus uteretur. Ulis autem obeuntibus, in integrum precaria ad prenota« 
tum altare restitueretur. Haec itaque tradicio tali tenore atque interdictione facta est, ut si isdem episco- 
pus uel aliquis sui successor de precaria eisdem uiuentibus infringere uoluerit, supradictam curtem rcci- 
piendi licenciam habeant Huius tradicionis paucos ex pluribus testes introducamus. Dodico comes. Bern- 
hart. Brun. Amulung. Asic. Becilin. Kono. Imuka. Sicca. Sicca. Hemuca. Dodica. Oua. Alfric. Meinhere. 
Thiatmar. EngUmar. Hiriman. Kräht. Hiriman. Ricdag. Kobbo. Erdag. Waldric* Wikinc Bette. Brun. Wicman. 
Isger. Thiadric. Ecbehrt. Brunhart. Bona. Hiridag. Eika. 

XCVII. 

Aus dem Liber quAniDdam priTilegioruin etc. des Klostert Liesboro. 

In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Heinricus diuina faueute dementia Romanorum imperator 
augustus. Ubi ecclesiarum uenerabilia loca a nostris predecessoribus nobiliter adaucta, ut in suo uigore 
persistant, nostra auctoritate sanccimus, ab omnipotente Deo, quem in suis sanctis honoramus, eterne 
retributionis prcmium recipere fideliter et ueraciter speramus. Quocirca sancte Dei ecclesie omniumque 
fidelium nostrorum presentium uidelicet et futurorum uniuersitati uolumus pateat, qualiter Thiedericus 
sancte Mimigardeuordensis ecclesie uenerabilis episcopus, nostre celsitudinis adiit clementiam, petens ut 
sue ecclesie per nostri precepti paginam concederemus et confirmaremus unam abbatiam Liesbern nomi- 
natam, quam antea prefata Mimigardeuordensis ecciesia habere uidebatur etsi sine scripto, sitam m pago 
Drcni ac in comitatu Herimanni comitis. Cuius peticionibus ut iustum est annuentes, interuentu etiam ac 
petitione Cunigunde imperatricis auguste nosti^que contectalis dilectissim^, aliorumque fidelium nostrorum 
c|ui inibi presentes fuerunt, Euerhardi Bauenbergensis et Meinwerki Podilbrunnensis, Adalboldi Traiectensis 
episcoporum, ducisque Godefridi, per hanc nostri precepü paginam, prelibate sedi episcopali sibique suis- 
qne successoribus in perpetuum confirmamus et corroboramus, ut in prescripto loco liesbem diclo nostra 
imperiali auctoritate dehinc liberam habeant facultatem seruitium Dei ordinandi penes diuinum amorem 
atque timorem. Preter hec etiam de aduocatis in predicto loco episcopis liceat agere et ordinäre secun- 
dum eorum uoluntatem aduocationem in ipsonun militia, iuxta quod illis melius uisum fuerit ad utilrtatem 
ecclesie pretitulate. Et ut h^c nostre preceptiunis auctoritas onmi tempore stabilis et inconuulsa permaueat, 
hanc paginam manu propria confirmantes, sigilli nostri impressione iussimus insigniri. 

Signum domm Heinrici Serenissimi et (L. M.) Guntarius canceUarius uice Arckenbaldi 
inuictissimi imperatoris augusti, archiepiscopi et archicapellani recognouit. 

Datum anno dominice incamationis M.XIX.*) indictione ü. anno domni Heinrici regnantis XVIII.**) 
Imperii uero eius VI. XVII. Kai. Aprilis. Actum Goslarif feliciter. 



*) Urspffinglidi bat da gestaadeo: H. VII. es ist aber auf obige Weise oorrigirt 
**) Das letste 1. in dieser Zahl scbeiat too jüngerer Hand beigefügt. 

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78 ""• 



XCVllI. 



(>'• In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus Dei graiia Romanonim Imperator angustus, 
Quoniam predecessores nostros reges uel imperatores operatos || esse in suramo capite quod est Christus 
non ignoramus, quos scimus in eins membris per fidem operatos haben augmentando aecclesias Deo vel 
sanctis sacratas, et pro ea ipsa re aeternae recompensationis premia adeptos fore, non secus si sanctam 
Dei aecciesiam ad honorem sanctorum suorum crescere et multiplicare donis uel augmentis studuerimus, 
perpetuae remuneratiouis exultationem nos nancisci speramus. Quapropter vniuersali ecciesiae praesenti 
videiicet et futurae manifestum esse optando desideraraus, qualiter Mcginuuerchus Paterbrunnensis episco- 
pu8, nostrae imperiali excellentiae dilectissimus , - sublimitatem nostram conuenit, postulans aecclesiae suae 
vnam Äbbatiam Sceldice vocatam dari, cuius continuis petitionibus non inmerito fauentes, interuentu Chu- 
nigunde imperatricis nostrae videiicet dilectissime coniugis, episcoporum quoque Geronis, Unuani, Amoldi, 
Dietrici, HÜtiuuardi et Erici, optimatumque nostri regni, Pernhardi duet«;, Sigifridi comitis, Herimanni et 
Eggihardi consilii ventflatione , supradictam äbbatiam sitam in pago Wessaga et in comitatu Friderici comi- 
tis sibi nee non suae aecclesie Paterbrunnensi suisque successoribus omni concedimus iure deinceps pos- 
sidendam. Ut uero haec precepti pagina stabilis et inconuulsa futuris vel presentibus temporibus perma- 
nere ualeat, propriae manus cautione firmamus, et nostri sigilii impressione ratum ducentes siguari iussimus. 

Signum damni Heinrici serefiissind (L. M.) et inuktissimi imperaioris, 
Gunffierius canceUarius mce Erchanbaldi archicapeUani recognouiL 

Datum anno dominicae incamationis M^XVIin. Indictione II. anno domni Heinrici regnantis XYII. 
Imperii uero eins VI. XIII. Kai. Apr. Actum ad Gosilare feliciter Amen. 

Dm Siegel ist spurlos Terloren gegangeo. 

xcix.*) 

i^* In nomine sanctae el indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia Romanomm Imperator 
augustus. Ubicunque sancta Dei loca bonis nobis || a Deo donatis extollimus, non solum uitae nostrae 
longanimitatem , uerum etiam regni nos prosperitatem augere speramus. Quapropter nouerit omnium 
Christi nostroramque fideiium uniuersitas, qualiter nos pro remedio animae nostrae antecessormnque no- 
strpnim, nee non pro salute dilectae coniugis nostrae CVNIGVNDAE imperatricis uidelicet augustae, atque 
per interuentum Geronis Magedeburgensis archiepiscopi , Dotichonisque comitis, quandam nostrae propric- 
tatis forestim in comitatu eiusdem Dotichonis sitam , quae terminum iuxta fluuiolum Fulda nominatnm sumens 
prope Reginhereshuson et Utenhuson atque Biberbach et Rotbrehteshuson in quoddam flumen Vvisera 
uocatum usque protenditur, inde sursum directa quandam uillam nomine Gimundin attingit, abinde circulum 
prosecuta iterum in Fuldam et sie sursum usque iam predictam uillam scilicet Reginhereshuson pergiratur, 
sanctae Paderbrunnensi aecclesiae, cui uenerabilis et nobis dilectus presul Meinuuercus preesse uidetur, 
ad altare et reliquias sanctae Dei genitricis Hariae, sanctique martiris et episcopi Kiliani et sancti Liborii 
confessoris, cum onmi utilitate quae ab eadcm prouenire ullatenus possit, firmiter et perpetuo habendam 



*) Die Charte hat siemlich in der Mitte des Textes ein grosses Loch. Die dadarrli ▼erlorea gegaogeaea Worte iifid aas 
dem alteoy sehr genauen Cupiariam ergäott, so wie dasselbe auch in einigen spälereo öhftlicheo Fittleo g eic b ihcn. 



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1019 — 1090. * 70 

tradimos atqae concedimus. Et ut haec nostra auctoritas stabUis et inconuulsa permaneat, eaiii mann 
propria roborantes, sigilli nostri impressioiie iussimus insigniri. 

Signum domni Heinrici Romanorum (L. M.) inuictissimi imperatoris augusti. 
GufUherius canceUarius vice Erchembaldi archiepiscopi ac archicappeUani recognouit. 

Anno dominicae incarnationis mUIesimo XYIIIImo Indictione W^ Anno uero domni Heinrici Romano 
rum imperatoris augnsti secmidi regnantis XYIIIfno Imperii autem VIto Actum XVIII. Kai. Januvarii Mulin 
huson feliciter AmeN. 

Da« groaie, sor Seite der Moaa(raniii*Foniiel auf die Charte aofgednickte Siegel seigl den siUeades Kaiaer, wie auf 
detaen kÖniKlicben Siegeln, mit der Umachrift: Heioricbna Di. Gra. Ronoanoru. Imp. Aug. f. 

c. 

^« In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia Romanorum Imperator 
Augustus. Saluberrimis sacri eloquii institutionibüs erudimur, || exemplisque religiosoram excellentissimis 
admonemur, ut temporaiia et terrena pro Dei amore donantes commoda, aetema et sine fine manentia 
studeamus adipisci bona. Quapropter nouerint omnes Christi fideles presentes scilicet atque futuri, qualiter 
nos per interuentum spiritalis patris nostri domni uidelicet pape BBNEDICTI, dilectissimeque coniugis nostrae 
Chunigundae, nee non uenerabilis Mogontinensis aecciesiae archiepiscopi Erchanbaldi, dilectissimique nostri 
Babenbergensis episcopi Eberhardi, Frisingensis quoque episcopi Egilberti, maximeque ob iuge et inde-« 
fessum seruicium venerandi Meginuuerchi episcopi, ut ille nullius aemuli obprobriis subiaceat, quin plus 
Omnibus nobis seruiens, premia honoresque plures a nobis accipiat, exemplisque nostri emolumenti, alios 
ad nostrum fidele prouocet seruicium, ad Paderburnensem aecclesiam in honore sanctae Dei genitricis 
Mariae sanctique Kiliani martyris, nee non sancti Uborii confessoris constructae, cui predictus uenerabilis 
Mechinuuerchus episcopus preesse dinoscitur, quandam nostri iuris curtem Hammonstedi dictam, in pago 
Rittega et in comitatu Ytonis comitis sitam, una cum omnibus eius pertinentiis siue adherentiis, in quo- 
cunque pago uel comitatu sita sint, uidelicet cum uicis, uillis, ecclesiis, seruis et ancillis, areis, aedificiis» 
terris cultis et incultis, uiis, inuiis, exitibus et reditibus, quesitis et inquirendis, siluis, forestibus, uenatio- 
nibus, aquis, piscationibus, molis, molendinis, rebus mobilibus et inmobilibus, ac ceteris onmibus quae 
rite scribi uei quoquolibet modo dici possunt utilitatibus, hac nostrae auctoritatis imperiali pagina donamus 
ac omnium contradictione remota proprietamus, precipientes ut in Deo dilectus nobis sepe dictus M. epi- 
scopus liberam dehinc habeat potestatem, suique successores, eandem curtem Hammonstedi cum omnibüs 
appendiciis suis tenendi, possidendi, seu quicquid sibi inde iibeat iu usum episcopatus faciendi. Et ut 
haec traditio nostra ab omnibus incorrupta permaneat, hanc cartam inde conscriptam manu propria con- 
firmantes, sigilli nostri impressione insigniri iussimus. 

Signum domni Heinrici Romanorum (L. M.) imperatoris augusti. 
Guntherius canceUarius ad uicem Erdianbaidi archicapeüani recognoui. 

Data Yini. Kai. Maii, in festiuitate sancti Georgii martiris, Indictione HI. Anno dominicae incarnationis 
M^.XX^. Anno uero domni Heinrici secundi regnantis XVIIIF. Imperii autem VH^. Actum BABENBERC 

Daa Siegel war mit achmaleo ledernen Riemen augeba'ngt, wahrscheinlich alao ein MeUUsiegd; iat aber verloren 
gegangen. 



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80 toao — toai. 



CI. 



Aus den beiden Paderbornischen Kopialb üchem. 

v><« In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia Romanonim Imperator 
augustus. Si sanctarum Dei aecclesiarum loca bonis nobis a Deo donatis ditando extoUimus, non solum 
uitae nostrae longanimitatem, uerum etiam regni nos prosperitatem augere speramoss. Quapropter nouerit 
omnium sanctae Dei aecclesiae fidelium nostrorumque uniuersitas presentium scilicet ac futurorum, qualiter 
nos pro animae nostrae remedio nostrorumque antecessorum, nee non et pro salute dilectae coniugis 
nostrae Cunigundae imperatricis uidelicet augustae, atque per interuentum Geronis Magedeburgensis archie- 
piscbpi Dulichonisque comitis, quandam nostrae proprietatis forestim in comitatu eiusdem Dutichonis sitam, 
quae inicium sumit de Rothalmingahusun , rectoque tramite protenditur in Vuisaram fluuium, sicque ascen- 
sum ducit in fluuium Fulda dictum,^) inde uero continuatim serüat sui ascensus tenorem iuxta eundem 
fluuium Fulde usque in riuum qui dicitur Grumelbichi, nee non ad oppidum quod Holthusun uocatur 
uiam tendit, simul graditur in Othilanham et in Rcchinherishusun atque ad Rothiereshusun, mox pergit 
ad Rikillahusun atque ad Beuerbiki, sicque protenditur in uiam quae tendit^) ad Vulfredeskirchun, itemque 
ia alteram uiam quae extenditur ad Gunnesburin et ad Vuicmonncshusun, sicque girando circuit quandam 
uiam quae peruenit usque ad predictum oppidum Rothalmingahusun, sanctae Paderbrunnensi aecclesiae, 
cui uenerabilis nobisque dilectus presul Meinuuerchus preesse uidetur, ad altare et reliquias sanctae Dei 
genitricis Mariae sanctique martyris et episcopi Kiliani ac sancti Liborü confessoris, cum omni utilitate 
quae ab eadem ullatenus prouenire possit, firmiter et perpetuo habendam tradimus atque concedimus, 
ac de nostro iure et dominio in eiusdem sanctae Paderbninnensis aecclesiae ius et dominium transfundi- 
mus et delegamus, eo uidelicet ordine, ut nuUus episcopum iam dictae aecclesiae eiusque successores de 
predicta foresti disuestire uel inquietare presumat. Et ut haec nostrae auctoritatis pagina stabilis ei ia- 
conuulsa permaneat, eam manu propria roborantes sigilli nostri impressione insigniri iussimus. 

Signum domni Heinrici Serenissimi et inuictissimi Romanorum Imperatoris augusti. (L. M.) 
Guniarius cancellarius uice Ercumbaldi archiepiscopi et ardiicaneellarii recognouiL 

Anno dominicae incarnationis Millesirao XX^. Indictione III. anno uero domni Heinricr imperatoris 
augusti secundi regnanlis XVIIII. imperii autem VII. Actum XI. Kai. Junii Chofunga feliciter Amen. 

CIL 

AJr • In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina gratia Romanorum Imperator augustus. || 
Diuinae pietatis clemencia, quae nos ad culmen imperatoriae maiestalis perduxit, ad hoc uoluit imperare, 
ut ecclesiarum ordini firmando atque corroborando subueniamus. Hiis autem maxime locis, quae ab ante- 
cessoribus nostris regibus et imperatoribus fundata, sed iam peccatis exigentibus pene uidebantur annullata. 
Quapropter omnium fidelium nostrorum presentium scilicet ac futurorum industriae notum esse uolumus, 
qualiter nos diuini amoris iijslinclu, pi*o remedio animae nostrae seu parentum nostrorum, nee non et 
tercii Ottonis bonae memoriae Imperatoris, dilectaeque coniugis nostrae CHVNIGVNDE augustae interuentu, 
utque Meginuuerc sanctae Padrebrunnensis ecclesiae uenerabilis episcopi rogatu , sibi sancteque suae eccle- 
siae a Karolo magno Imperatore olim fundatae, nostris uero temporibus incendium passae, inhonore enim 
sanctc Dei genitricis Mariae semper uirginis et sancti Kyh'ani martiris Liboriique confessoris dedicatae, 
comitatum quem D5dico comes dum uixit tenuit, situm scilicet in locis Hessiga, Netga, Nihterga, cum 



1) Das zweite Copiar.: in flouium qui uocatur Fulda. ^) ducitur. 

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1021 — 1022. 81 

omni legaliiate in proprium concedimus atque largimur per hanc nostram imperialem paginam, eo uideEcet 
tenore rationis, ut prefatus episcopus M. suique successores prescriptae ecciesiae presidentes dehinc libe- 
ram habeant potestatem de eodem comiiatu eiusque utilitatibus quicquid eis placuerit faciendi, ad eorum 
tamen utilitatem ecciesiae, omnium uidelicet inquietudine remota. Et ut haec nostrae traditionis seu con- 
firmationis auctoritas stabilis et inconuulsa omni habeatur tempore, hoc preceptum inde conscriptum manu 
propria firmauimos et nostro sigillo repercusso insigniri iussimus. 

Signum domni ffeinrici uictoriosissimi (L. M.) Imperatoris augusti, 

Guntherius cancellarius ad uicem Herkembaldi Mogontini archtepiscopi et archicapellam recognouit, 

DATA XIIII. KAL. MARCH, INDICTIONE IUI. ANNO DOMINICAE INCARNATIONIS MILLESMO XXI« 
ANNO VERO DOMNI HEINRICI SECUNDI REGNANTIS XVIffl«. IMPERII AUTEM Vffl. ACTUM PODREBRüN 
FELICITER AMEN. 

Das Siegel war mit schmalen ledernen Kiemen angehängt, also wahrscheinlich ein Metallsiegel. 

cm. 

Aus dem Fürstlich -Bentheim-Tecklenburgischen Archive. 

Nouerit omnium fidelium presentium scilicet ac futurorum industria, Qualiter Nithardus Mimigerne- 
fordensis aecclesiae humilis antistes, ob peticionem fidelis sui Bruningi, dedicauit basilicam que sita est 
in pago Belaun iuxta fluuium Acarse nominatum, in honore sanctf Mariae semper uirginis, cuique talem 
condonauit libertatem, ut presbiter illius loci sine censu degeat, nihilque aliud episcopus prefate aecclesiae 
inde accipiat, nisi congruentibus synodum temporibus illic habeat, et que corrigenda sint corrigat, et ut 
hec plenius stabilitentur, ipse Bruningus tradidit episcopo familiam unam in pago Scopingun, Adalbemum 
cum cunctis suae possessioni accidentibus, terris, siluis, pratis, aquis, aquarumue decursibus. Quis pera- 
ctis, talem predicto potestatem Bruningo episcopus dedit, aecclesiae suisque perpetuo posteris possidendam, 
ut sine molestiarum turbatione quasi iure dominarentur hereditario. 

Post multorum uero discessus temporum, Domnus Sigifridus supradictae aecclesiae sedem suscipiens 
ad regendum, hanc eandem traditionem in commuui synodo Engilberhto successori eiusdem Bruningi con- 
cedens firmauit, et hanc cartam sigillo sancti Pauli imprcssam scribi precepit 

Die Charte ist sehr beschädigt, doch ohne bedeutenden Verlust des Textes, in welchem das wenige AusgefaUene leicht 
und sicher zu ergänzen war. Die Schrift ist eine schöne germanische Minuskel. Das Siegel ist unten seitwärts auf 
einem von der Schrift frei gelassenen Räume, durch zwei, in das Pergament gemachte, lange, parallel laufende 
Querschnitte aufgedruckt; zwar ist davon nur noch ein Bruchstück übrig, man erkennt daran aber deutlich das 
Brustbild des Apostels Paulus, wie auf dem bekannten Domkapitularischen Siegel, von welchem also hier der älteste 
Abdruck vorliegt. 

cm''. 

Aus Kindlingers Handschriften -Sammlung, Bd. 12. u. 19. 

In nomine Sanctae Trinitatis. Sigifridus Dei gratia Episcopus. Gratia et pax a Deo patre et a Do- 
mino Jesu Christo et a Spiritu Sancto paraclito omnibus qui parati sunt testimonium perhibere ueritati et 
non erubescunt ueritatem quando fuerint interrogati. Domnus Sigifridus tercius et decimus a sancto Liud- 
gcro Mimigardeuordensis ciuitatis episcopus, primum in contemplatiua uita sub nomine abbatis profectus, 
postea ad gubemationem actiue presul a Deo electus, cum magnum Studium haberet totius Dei famulami- 
nis, inuenit in parochia sua quandam matronam genere et moribus claram, diuiciis et possessione latissi- 
mam, Reinmod appellatam, cum unica fiUa Yrederuna, cuius tam magna uoluntas fuit nouas basilicas con^ 
struendi, sicot episcopo consecrandi, cuius consilio atque permissu Septem elaborauit monasteria in locis 

Cod. dipi. hut. w«..f... 11 ^.g.^.^^^ ^y (^oogle 



82 1023 — 102S. 

quibus permaxime erant necessaria. Ynum in loco qui dicitur Farlari. alterum in Oppenhulisa. tercium in 
Buntlagi. quartum in Curithi. quintum in Ihtari. sextum in Honthorpa. septimum in Ynkingthorpa. Haec 
Septem loca nobiiiter consummata, ans et reliquiis Sanctorum ornata et caeteris suffulta quibus indigent 
sacerdotes, cum magna laude et deuotione unumquodque in suo tempore predictus dedicauit antistes, qui 
noiens se tam boui operis expertem esse, de domibus et uillis adiacentibus quod sibi uidebatur adunam- 
quamque deputauit ecciesiam, ut esset locus idoneus uisitare infirmos, sepelire mortuos, et illa implere 
quae ad Dei seruitutem et ad fidelis populi tam uiui quam defuncti pertinent salutem. Si quis ex nostris 
successoribus surrexerit et hanc conscriptionem iostigante diabolo dissipare presumpserit, sciat' se episco- 
pali bauno in die iudicii obligatum et obstrictum, si quicquam euacuauerit quod hie habetur scriptum. 
Ideo ne periculum faciat animae suae, sit ei haec charta pro testimonio Sancti PauH apostoli patroni 
hostri impressa sigillo, nee dubitet quod si spernit episcopum, spernit apostolum, si spernit apostolum, 
spernit filium Dei unigenitum, qui est testis fidelis primogenitus mortuorum ct4)rinceps Regum terrae, cui 
honor, gloria et imperium in saecula saeculorum. Hae sunt uillae quae tradente episcopo Sigifrido ad 
Farlari pertinebunt ad ecciesiam ibi constitutam. De Billarbeki. Gardiuelt. Vuesthelnon. De his uillis 
XXX. domus. De Cosuelda. Hamim. Mottonhem. Gapion. Suthuuick. Herabruggion. Hiidiuuordinghuson. Quin 
quaginta et quatuor domos. Ostaruuik omnis. Farlari usque ad domum Geliconis in Kurtbeki. Bardarnaras- 
uuick. Holtuuik. Liudbeki. Bermothem. Segmeri. Septuaginta et quatuor domus de Gascheri. Burion uiginti 
et quatuor domus. Hae uillae ad Hoentorp pertinebunt. Wersethorp. Aldenthorp. Hoenthorp tota. 
Blasheri. Hauokhurst Weppenthorp. Hae pertinebunt ad Buntlagi. VSenhem. Sueduuinkila. Harhem. 
Suthreni. Waathhalhem. Landrikashem, Honhurst. Stokhem. Buntlagi. Oldenhreni. tres domos in foresto. 
Hae uillae pertinebunt ad Ihtari. De ecclesia Wemon. ipsa curtis Ihtari et uilla Simanningtharp. I^ngi. 
Westhomon. Wigeringthorp. De his uillis uiginti et septem domus. De ecclesia Ihtari quae Suthkirike 
uocatur undecim domus de uilla Ledscipi in qua sedent Gelo, Woldahre etAneke. De Northkirken. Ihtari. 
Hathouuorkingthorp. Hildingthorp. et omnis Pikenbrok. De his uillis uiginti quinque domus. De ecclesia 
Ascasbergh. Westeringen et Ostaringen et tres curtes et una domus Razonis et Garikingthorp. De his uülis 
uiginti quatuor domus. Westsmithikingthorp. Paringthorp dimidia. Ad Vnkingthorp pertinebit quicquid 
trans Lippiam flnuium est ex integre. Ad Curithi pertinebit Ybbenbergh omnis. Curithi ex integre, duo 
Sandontliorp. Sprakenlo. Hemmonhem. Getillingthorp. duo Galmeri. Frigicsthorp. Bettisthorp. Lengriki. Leg- 
setin. Hae sunt uillae quae ad Oppenhulisa pertinebunt Omnis Alfstedi. Papingthorp. Fronothorp. Bre- 
denbeki. Holtebures. Gerlinkingthorp. Frilingthorp. Hanguni tota. Werilhon. Appenhulis. Haec sunt nomina 
testium qui his interfuerunt et haec audierunt. Odo prepositus. Werni uicedominus. De kappalanis. Hatte. 
Grothuuerk. Hripo. Yko. Benno. Walh. Gerfrid. Radlef. Guncilin. De laicis. Godefrid. Heriman frater eins. 
Lefgard. Item Godefrid et Heriman fratres. Ezo. Berte. Geto. Scripturam istam iubente episcopo Godescal- 
cus decanus dictauit, Adalhard diaconus scripsit, ipse domnus episcopus nomine et effigie sancti Pauli 
signauit, signatam domnae Reinmod et eius filiae tradidit et secundo ac tercio diuinae authoritatis malleo 
solidauit. 

civ.*) 

v>. In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia Romanorum Imperator 
augustus. Si uenerabilia aecclesiarum Dei loca ditare ac sublimare studuerimus, nobis id animaeque nostrae 
remedio parentumque nostrorum nee non regni nostri || statui profuturum esse minime dubitamus. Qua- 



*) Mit dieser TTrkuDde stimmt die, nur noch abschriftlich erhaltene Urkunde von gleichem Datum, wegen dea Gutes Hohunseh', 
bis auf die nothwendige Verschiedenheit der Ortsangabe, wörtlich iibereio. 



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1033. 83 

propter nouerit omnium Christi fidelium nostrorumque uniuersitas, qualitcr nos inspicientes interucntum 
dilectissimae coniugis nostrae CYNIGVNDAE imperatricis augustae, assidue monentis atque incessabiliter 
nobis in memoriam reducentis, quod Meinuuercus Paderbrunnensis aecclesiae venerabilis episcopus plus 
caeteris fidelibus nostris in seruitute nostra iugi deuotione sudauit, eidem Paderbrunnensi aecclesiae in 
honorem sanctae Dei genitricis Mariae sanctique Kiliani martiris nee non preciosi confessoris Liborii dedi- 
catae, cui idem nobis dilectus antistes preesse uidetur, quoddam predium nostrum Steini dictum, situm 
in pago Westfalon, in comitatu uero Bernhardi comitis,*) cum omnibus eiusdem predii pertinentiis, terris 
uidelicet cullis etincultis, curtificiis, areis, edificiis, mancipiis utriusque sexus, pratis, pascuis, siluis, uena- 
tionibus, aquis aquarumque decursibus, piscationibus, molendinis, uiis et inuiis, exitibus et reditibus, que- 
sitis uel inquirendis, ceterisque omnibus quae quomodocunque dici siue scribi aut nominari possunt utili- 
tatibus ad ipsum predium pertinentibus, per hanc nostram imperialem paginam concedimus atc[ue largimur, 
et de nostro iure ac dominio in eins ius et dominium omnino transfundimus. Ea uidelicet ratione, ut pre- 
dictus M. episcopus sibique posthinc succedentes liberam habeant de eodem predio eiusque pertinentiis 
potestatem quicquid eis placuerit ad usum aecclesiae faciendi, omnium hominum regni uostri contradictione 
remota. Et ut haec nostrae ingenuitatis auctoritas stabilis et inconuulsa omni posthinc permaneat tempore, 
hoc imperiale preceptum inde conscriptum manu propria confirmantes, sigilli nostri impressione iussimus 
insigniri. 

Signum domni Heinrici Romanorum inuictissimi (L. M.) imperatoris augusti. 
Guntherius canceUarius uice Aribonis archicappellani recognouiL 

Data XVIin. Kai. Febr. Indictione VI. Anno dominicae incamationis Millesimo XXIII. Anno uero domni 
Heinrici secundi regnantis XXI. Imperii autem YIIIP. Actum Poderbrunnon feliciter amen. 

Das aufgedruckte grosse kaiserliche Siegel ist das bereits beschriebene« 

cv. 

v><* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia Romanorum Imperator 
augustus. Quoniam diuine dignationis dementia || ad regendum totius rei publicae statum nos prouexit suae 
immense pietatis magnificentia, ante omnia ad hoc laborare debemus, ut qui Corona terreni imperii glo- 
riamur, illa inestimabilis gaudii gloria non priuemur. Quod certissime posse fieri creditur, si loca aeccle- 
siasticis obsequiis a christianis uiris deputata, nostra auctoritate confirmentur et corroborentur, ut onmi 
exteriori inquietudine remota, diuinis laudibus in eis mancipati in pace et quiete domino seruire delecten- 
tur, et qui curis et negociis secularibus grauamur, eorum qui in lege eins die ac nocte meditantur preci- 
bus a peccatorum nostrorum nexibus liberemur. Qua propter omnium fidelium Christi nostrorumque 
nouerit uniuersitas, qualiter dilectus nobis uenerabilisque MEGINWERCYS Potherbrunnensis aecclesiae anti- 
stes, celsitudinem nostram adiit, suppliciter exorans, ut Monasterium in occidentali parte Potherbrunnensis 
suburbii ab eo in honore sancte Dei genitricis et perpetue uirginis MARie bmniumque sanctorum fundatum 
nostra imperiali auctoritate confirmaretur , quatinus fratres ipsius Monasterii in diuino seruitio iugiter per- 
mansuri, ab omni s^culari uiolentia et molcstia remoti et muniti, tanto expeditius uiam mandatorum Dei 
currerent, quanto eis terren^ incommoditatis impedimenta nulla obstarent. Cuius laudabilis studii intentione 
congaudentes, et per interuentum dilectissime coniugis nostrae Cunigunde uidelicet imperatricis auguste, 
aliorumque fidelium nostrorum iustis petitionibus gratuito assentientes, imperiali auctoritate decreuimus, ut 
onmia a nobis uel ab ipso uenerabili episcopo de sua hereditate uel aliunde per commutationem aut pre- 



*) quoddam predium Dostrum Hohunseli dictum^ situm In pago Westfalon, in comitatu uero Bernhardi oomitis, 

11* 

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84 1023. 

cariam uel ab aliis Dei cultoribus eidem Monasterio collata, uidelicet in territoriis, nillis, areis, curtis, 
aedificiis, mancipiis utriusque sexus, terris cultis et incultis, pratis, pascuis, campis, aquis aquarumque 
decursibus, molis, molendinis, piscationibus , siluis, uenationibus , exitibus et reditibus, iiiis et inuiis, que- 
sitis et inquirendis, cum omni utilitate et integritate qu^ ullo modo ex eis prouenire potent, ipsius Mona- 
steril abbas cum suis fratribus proprietario iure potestatiuae habeat atque possideat, et cum episcopi 
Hcentia quicquid Ulis placuerit ad communem usum aecclesiae faciat. Insuper eciam firmiter et stabile 
perpetuo iure sanctimus, ut nuUus dux aut comes aut aliqua persona pania uel magna quemlibet abbatum 
ipsius Monasterii cum suis fratribus super eisdem bonis inquietare, molestare aut diuestire, aut aliqua lu- 
diciaria potestate se intromittere presumat, nisi aduocatus aecclesiae ab abbate et fratribus in defensorem 
electus et ab episcopo constitutus, eo uidelicet tenore, ut iure contentus ecclesiae cum precepto et con- 
silio abbatis omnia faciat atque disponat. Si quis autem hoc nostrae imperialis confirmationis edictum 
aliqua presumptione infringere temptauerit, centum librarum examinati auri ad nostrum pondus composi- 
tione multetur, ut quinquaginta nostr^ camere persoluat, quinquaginta eidem ecclesie quam, ausu temerario 
inquietare presumpsit. Et ut h^c confirmatio uerius credatur stabilisque et inconuulsa omni tempore ha- 
beatur, hanc imperialis edicti paginam inde conscribi, et manu propria confirmantes , sigillo nostro in- 
signiri IVSSIMVS. 

Signum domni Heinrici Romanorum inuictissimi Imperaioris augustu 

Guntherius cancellarius uice Aribonis archicappellani recognouit. (L M.) Datum XVini. Kai. Feb. IndicU 
VI«. Anno dominicae incarnationis Millesimo XXIIP. Anno uero domni Heinrici secundi regnantis XXI<*. 
Imperii autem eius YIIII. Actum Paderbrunnon feliciter amen. 

Das aufgedruckte Siegel Ut das bereits beschriebene« 



GVL 

v>*. In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia Romanorum Imperator 
augustus. Si uenerabilia aecclesiarum Dei loca ditare ac sublimare studuerimus, nobis idregnique nostri|| 
statui profuturum esse minime dubitamus. Quapropter nouerit omnium Christi fidelium nostrorumque uni- 
uersitas, qualiter nos pro remedio animae nostrae dilectissimaeque coniugis nostrae Cmiigundae uideHcet 
imperatricis augustae atque pareutum nostrorum nee non pro animabus fidelium nostrorum quorum ibi 
Corpora requiescunt, Erphonis scilicet comitis atque Cononis, monasterio nostro Cofunga nominato, in 
honorem domini saluatoris sanctaeque eins genitricis, nee non uictoriosissimae crucis atque beati Petri apo- 
stolorum principis constructo, ad usum sanctimonialium ibidem Deo seruientium, quoddam nostri iuris pre- 
dium Hardinghusbn dictum, situm in Pago in comitatu uero comitis,*) cum omnibus eins-- 

dem predii pertinentiis, terris uidelicet cultis et incultis, curtificiis, areis, acdificiis, mancipiis utriusque 
sexus, pratis, pascuis, siluis, uenationibus , aquis aquarumque decursibus, piscationibus, molendinis, uiis 
et inuiis, exitibus et reditibus, quesitis uel inquirendis, ceterisque omnibus quae quomodocumque dici 
siue scribi possunt utilitatibus ad ipsum predium pertinentibus, per hanc nostram imperialem paginam con- 
cedimus atque largimur, et de nostro iure ac dominio in^eius ius et dominium omnino transfundimus, Ea 
uidelicet ratione ut ipsius aecclesiae uenerabilis abbatissa Ota sibique posthinc succedentes Hberam habeant 
de eadem proprietate eiusque pertinentiis quicquid eis placuerit ad usum aecclesiae faciendi potestatem, 



*) Im Originale sind die Stellen für den Namen des Ganes und des Grafen leer gelassen. 

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1033 — 1025. 85 

omnium hominum regni nostri contradictione remota. Et ut haec nostrae ingenuitatis auctoritas slabilis ac 
inconuulsa omni posthinc permaneat tempore, hoc imperiale preceptum inde cooscriptum manu propria 
confirmantes, sigilli nostri »impressione iussimus insigniri. 

Signum domm Beinrici Romanorum inuictissimi (L. M.) Imperatoris Augusti. 
Guntherius canceüariu^ uice Aribonis archicappellani recognouit. 

Datum XVIIII. Kai. Febr. Indict. VI. Anno dominicae incarnationis Millesimo XXIU^. Anno uero domni 
Heinrici secondi regnantis XXP. Imperii autem eins YIIII^. Actum Paderbrunnon feliciter amen. 

Dm aufgednidLte Siegel ist das bereits beschriebene. 

CVII. 

Quidam diis. nomine Brun, cum nepte sua Idae uocitata, ad dominium sancte Dei genitricis Marie et 
sancti Kiliani martiris Liboriique confessoris sua predia in Sutdesburch et Betanum, Wallanstedi, cum 
Omnibus illuc pertinentibus in proprium tradidit. Interea post quinquennium obitu imperatoris secundi Hein- 
rici adueniente, predicta Ide cum uiro suo Brunone has omnes traditiones iniuste rennuere uolcbat Epi- 
scopus uero Meinuuercus tanta predia quasi sapiens noiens perdere, donme Idan usqpie ad exilum sue 
uite LXXX aratra ad reconciliationem tribuit, ea uideiicet ratione, si ipse aut aliquis eins successorum 
abstrahere uoluerit presignata aratra, quatinus hcc predia eidem penitus restituat. XVIII. Kai. Octobr. actum 
in Hirutueldun. 

Huius reconciliationis sunt testes. Bemhardus dux. Heriman comes et filii eins. Heinric. Conrad. Adal- 
bracht. Bernhard. Ekkica comes de Aslan. Bernhard comes. Erp comes. Tiedric comes Fresonie. Widukin 
comes. Amulungo comes et frater eins Ekbracht. Ekkica comes. Geba et filii eius. Heinric. Cona. Volcherd. 
Benna et frater eius. Godica. VflFa. Beua. Eppa. Ricdach. Engiza. Viza. Hildilin. Tamma. Rothard. Ekkica. 
Tiedric miles Ekkiconis. Bennaca et frater eius Tiaza. Reinald. Godikin. Wizuca. Gela. Droga. Thiapbalt. 
Tiamma comes et frater eius. Esic. Iringe. Oua. Ecilin. Tiedric. Meinhard. Tiedric. 

Ein Siegel war aafgedrucktf ist aber irerloren gegangen. 

CVIII. 

Aas dem Ropialbuche des Domstifts so Paderborn. 

Notum sit Omnibus fidelibus presentibus scilicet et futuris, quod quidam fidelis nomine Hildelin, per 
consensum sue contectalis Ode et iustissimi heredis ipsius Arnaldi, unam aream et XL. iugera cum Omni- 
bus appendiciis, in pago Nihterga, in uilla qu^ dicitur Holthusen, et Amaldus scilicet cum consensu su^ 
matris eiusdem Od^ et predicti Hildelini unum litum in pago Almunga in uilla que uocatur Barghusun cum 
sua uxore et filio et cum omnibus que tuuc habuit in area quoque et predio et omnibus eiusdem predii 
appendicüs, ad dominium sancte Dei genitricis Marie et sancti Kiliani martiris sanctique Liborii confessoris 
atque pontificis, pro decimatione super uillam Emiggarothun acquirenda, in proprium tradidit. Quod uero 
Meinuuercus episcopus pie perpendens, predicto Hildelino et sue contectali Ode et Amaldo omnibusque 
posteris eius eandem decimationem super uillam qu^ uocatur Emiggarothun pro predicto predio per suum 
aduocatum Amulung in proprium dedit. Hec itaque traditio III. Non. Nouembris primum facta, IUI. Non. 
Januar, in Paterb. iterata atque confirmata est, consedentibus ibidem archiepiscopo Hunfritho et episcopo 
Siberhto et Hildiuuardo atque Liuzone episcopis, et adstantibus Fritherico, Gerberto, Thiaderico comitibus. 
Brun. Godebald. Erp. Rathuboda. Ecbert Vuikin. Thiaderic. Haold. Uffa. Haold. Godescalc. Bennaka« Folchard. 



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86 1035. 

CIX. 

^» In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Chuonradas diuina fauente cleitientia rex. Si seruonim 
Dei pelicionibus faciiem aurem accommodantes, locis diuino cultui manci{|patis aliquam munificentia nostra 
adicit immunitatenoi, unde comnnorantes inibi securius et commodius uitae ceiestis quietudini ualeant inseniire, 
existimamus hinc presentibus uti felicius ac mansuris perfrui beatius. Quocirca nouerit omnium Christi 
nostrique fidelium caulela, tarn presentium quam succedentmm , qualiter nos pro remedio anime nosir^ 
parentumque nostrorum, nee non intenientu ac peticione dilecte coniugis nostre GISEL£ regin^ et uene- 
rabiiium Archipresulum Aribonis Mogontini atque Piligrimi Coloniensis, traditionem Hluduwici imperatoris, 
quam tradidit ad monasteria quorum unum est monachorum noua Corbeia nuncupatum, aliud est sancti- 
monialium Heriuordi nominatum, quae pie memoria genitor illius Hluduuuicus imperator ad normam pre- 
cipuorum in Gallia monasterionim construxit, Corbeiense uidelicet ad similitudinem antique Corbeie, He- 
riuordense uero ad Suessionis similitudinem, abbati Corbeiensi commeudauimus, ut iuxta consuetudinem 
qua ancillarum Dei congregationibus procurari solent prepositi ex ecclesiastico ordine, tarn in disciplina 
quam in cunclis negociis qu^ famule Christi pro sexu et professione sua exequi non possent, ipsarum pro- 
uisor et patronus existeret. Pro elemosina autem generis sui tradidit cellam que uocatur Meppia cum 
decimis et possessionibus undique ad eam pertinentibus, et ecclesiam Heresburc circumquaque per duas 
saxonicas rastas ad nouam Corbeiam, ad Heriuordense uero monasterium in episcopatu Asnabruggensi 
ecclesiam Biunidi cum subiectis sibi ecclesiis, in parroechia Mimierneuordi ecclesiam Reni cum his quae 
ad eam pertinent ecclesiis^ ita sane ut decimarum aliorumque redituum prouentus omnes prefatis cederent 
monasterüs, et ab ipsis uicissim procurentur subiecte plebes, in baptismate, in eucharistia, in sepulturis, 
in oonfessione peccatorum audienda, et presbiteri qui principales ecclesias tenerent archipresbiterorum 
officio fungerentur, ad agenda omnia que solent fieri ab archipresbiteris episcoporum, et cum ipsi episcopi 
circationes suas ibi agere deberent, ad eorum mansionem daretur ut in capitularibus antecessorum nostro- 
rum prescrip tum habetur, uidelicet quantum satis sit eis dari, et episcopi non plus querant, nee cum 
pluribus ueniant, quam ut eis sufficere possint. Ne autem in summa debiti episcoporum seruitii plus exi- 
geretur quam opus sit, statuerunt predictarum ecclesiarum episcopi cum consensu synodali coram ante- 
cessore nostro Ottone imperatore et archiepiscopo Rhabano ceterisque cum eo in synodo agentibus, ut 
dentur ad singulas ecclesias porci IUI. ualentes singuli denarios XII. aut arietes YIII. tantundem ualentes, 
porcelli IUI. auce IUI. pulli VIII. Situle XX. de medone, de mellita ceruisia XX. de non mellita LX. panes 
CXX. de auena modii C. manipuli DC. essetque in potestate episcoporum, utrum h§c per singulas ecclesias 
ad unum mansionaticum an ad dua uellent habere. Statuit ergo prefatus antecessor noster Otto imperator 
Uberam utrique loco concessionem eligend^ de propria congregatione in regimen sui per futura semper 
tempora congrue personae, et ut nullus iudex publicus licentiam in homines ad prefatum monasterium 
Heriuordense pcrtinentes uUam iudiciariam habeat exercere potestatem, sed omnis eorum res coram ad- 
uocato ipsorum definiatur. Quam constitutionem antecessorum nnstrorum iustam et raüonabilem, nos quo- 
que prcdicto monasterio Heriuordensi precepto nostro regali confirmamus atque corroboramus. Et ut hec 
confirmationis nostre auctoritas stabilis et inconuulsa omni permaneat oeuo , haue paginam inde conscriptam 
manu propria roborantes, sigilii nostri impressione iussimus insigniri. 

Signum domni Chuonradi (L. M.) regis inuictissimi. 
Odalricus canceüarixis uice Aribonis archicapellani recognoui. 

Data IUI. Id. Januar. Indictione VUI. Anno dominice incamationis M.XXV**. Anno uero donmi Kuon- 
radi secundi regnantis I«. CORBEIE. 



Das Siegel Ut terloren gegaogen. 

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loas. 87 

CX. 

Absdirift nach dem %u Fiicbbeck aufbewahrten Originale mitgetheilt ▼om Bibliothekar Moojer su Mindeq. 

v>* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Chuonradus diuina fauente dementia rex. Notum sit 
Omnibus fidelibus nostris tarn praesentibus quam futuris, qualiter quaedam uenerabilis || abbatissa nomine 
Abug, antecessorum nostrorum regum scilicet uel imperatorum scripta , suae aecclesiae quae est in 
Vuiscbiki coUocata, tradita, in nostram presentiam contulit, eademque ex nostra regali potestate confirmari 
ac corroborari quam humillime rogitauit. Cuius petitioui ita ut dignum est assensum prebentes, ob amo- 
rem Dei nostraeque remedium animae scilicet et per interuentum SIGEBERTI sanctae Mindensis aecclesiae 
uenerandi presulis nee non et Berinhardi ducis ceterorumque nostrorum fidelium, iam dictam abbatissam 
una cum congregatione sibi subiecta omnibusque illuc rite pertinentibus, in nostrum mundiburdium ac 
defensionem ex integro suscepimus. Precipientes igitur iubemus ut nuUus iudex publicus neque aliquis 
ex iudiciaria potestate homines praedictae aecclesiae liberos seu colonos, litos aut seruos, in aliquo nego- 
cio distringere presumat, nisi tantum aduocatus loci illius, habeantque sanctimoniales illae liberam pote- 
statem per successionem temporis inter se siue aliunde abbatissam eÜgendi» nullius seculari dominio sub- 
iectae, excepto nostro, qui earum defensor Deo annuente esse uolumus. 

Haec sunt predia quae pertinent ad supra dictam aecclesiam Yiscbiki. In illo loco VI. mansi pleni. 
Insuper etiam in bis locis ita uominatis. Vuendredesa L Yuigbaldeshusun IUI. mansi. Benneshusun I. mansus. 
Haddeshusun I. mansus. Tiadanhusun I. mansus. Hainanhusun II. mansi. Et in aliis locis ad ministerium 
aecclesiae Yiscbiki XXYIIII. mansi in pago Tilithi in comitatu Herimanni comitis, iterumqne in pago Mer- 
stem in comitatu eiusdem comitis YIII. mansi, et in pago Laginga YI. mansi in comitatu Dodican, in pago 
Y^estfala in comitatu Heinrici comitis X et YIII. mansi, et in comitatu Hroduuerkes YI. mansi. Et in uilla 
quae uocatur Hramnesberg II. mansi, Fiahtthorpe I. mansus, in Anion IUI. mansi, et in comitatu Wirin- 
hardi öurtem nomine Thuliberh Y. mansi. In Tundirin YII. mansi. In Hartingehusun uilla integra. Et ut 
haec nostra confirmatio stabilis et inconuulsa permaneat, haue nostri precepti paginam inde conscriptam 
manu propria roborantes sigilli nostri inpressione insigniri iussimus. 

Signum domni Chuonradi (L M.) gloriosissimi regis. 
Odalricus canceUarius uice Aribonis archicapellani recognoui. 

Data II. Id. Januar. Indictione YIU. Anno dominicae iucamationis H^.XXY^. Anno autem domni Kuon- 
radi secundi regnantis P. Actum Corbeie. * 

Dem Originale lag daa Siegel abgefallen beL 

CXI. 

^* In nomine sanctae et indiuidu^ Trinitatis. Chuonradus diuina fauente dementia rex. Notum sit 
Omnibus Christi nostrique fidelibus praesentibus scilicet atque futuris, qualiter uenerabilis abbas nomine 
Truchtmarus nostram adiit excellentiam || suppheiter orans, ut nostra magnifica munificentia prospiccremus 
monasterio cui preesse uideretur, quod est constructum super fluuium WISERA in loco qui dicitur noua 
CORBEIA in honorem Dei et sancti STEPHANI protomartyris, ubi et beati YITI martyris preciosa pignera 
seruari noscuntur. Cuius peticioni rationabili propter diuinum amorem et uenerationem beatorum marty- 
rum assensum prebentes, hos apices serenitatis nostrae circa ipsum monasterium fieri iussimus, per quos 
decemimus atque iubemus, precipue ut potestatem monachi, si necessitas uenerit, habeant, abbatem 

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88 i025. 

cligendi de fratribus suis, et ut nullus episcopus aut iudex publicus uel quilibet ex iudiciaria potestate, 
nisi solus illius loci prouisor et aduocatus predicti monasterii, in ecciesias aut loca uel agros seu reliquas 
possessiones prefati monasterii quas modemo tempore iuste et racionabiliter possidere uidetur, ad causas 
audiendas uel freda exigenda aut mansiones uel paratas faciendas aut fideiussores toUeudos, aut ullas 
redibitiones uel illicitas occasiones requirendas, aut homines ipsius monasterii tarn ingenuos quam et senios 
uel litos iniuste distringendos ullo umquam tempore audeat ingredi, uel ea que supra memorata sunt pe- 
nitus exigere aut actitare presumat. Sed et de dominicatis mansis uel nunc habitis uel post acquirendis» 
a reddendis decimis plenam idem monasterium habeat immunitatem, et sicut hactenus fuit, ut dentnr ad 
portam in susceptionem hospitum et peregrinorum , in quibuslibet episcopiis, pagis uel territoriis, uel 
Omnibus que ibidem propter diuinum amorem et illius sancti loci uenerationem collata fuerint, ut liceai 
ibidem Deo famulantibus sub nosti^ immunitatis tuitione quieto ordine uiuere ac residere, et melius illos 
delectct omni tempore pro nobis et coniuge nostra atque stabilitate regni a Deo nobis coUati, domini mi- 
sericordiam attentius exorare. Insuper etiam decimas uel decimales ecciesias in quibusque episcopiis ita 
teneant atque disponant, sicut sub antecessoribus nostris regibus uidelicet et imperatoribus teuere per 
precepta uisi sunt atque disponere. Episcopis uero, quibus seruitium et mansionatica debent tempore 
circuitus sui, secundum scripta sua singulis annis persoluant. Et ut haec auctoritas concessionis atque 
confirmationis nostre firmier habeatur et per futura tempora a cunctis fidelibus sancte Dei ecclesie nostris- 
que presentibus et futuris melius credatur diligentiusque obseruetur, manu propria subter eam finnauimus 
et sigilli nostri impressione assignari iussimus. 

Signum domni Chuonradi (L M.) regis itmictissimi. 
Odalricus cancellarius uice Aribqnis archicapeUani recognoui. 

Data XI. Kai. Febr. Indictione VIII.* Anno dominicae incamationis MXXV.*^ Anno uero domni KVON- 
RADI secundi regnantis L® Actum GOSLARE. 

Das Siegel ist verloren gegaogen. 

CXII. 

C<« In nomiue sanctae et indiuidue Trinitatis. Giuonradus Dei donante dementia rex. Omniam sancte 
Dei ecclesie nostrorumque fidelium presentium ac futurorum comperiat uniuersitas, qualiter domna Fride- 
runa |l uenerabilis abbatissa eiusque soror Imma cometissa, Gerone comite adiuuante construxerunt quod- 
dam monasterium in uilla Keminata dicta, in pago Tilithi, in comitatu Bernhardi ducis situm, in honore 
Dei genitricis sancte Marie uirginis dedicatum, ad quod omnem hereditatem suam, curtes scilicet ac uillas 
infra nominatas, Keminata, Heigen, Bogen, Tundiriun, Othere, Varstan, Rothe, Bardeuuic, Hotmannessun, 
Witthorp, Britlingi, Biangibudiburg, Addunesthorp , Hatherbiki, Bodanhuson, Suotherburg, Cianiki, Wig- 
mannesburgstal , Bennedestorp , Vuidiia, Vualdersidi, Kokerbiki, Holana, Ann, Setila, Hepstidi, Sinigas, 
gratissima uoluntate tradiderunt. Ynde nostram maiestatem regiam aggresse supplices rogauerunt, ut ipsum 
monasterium in nostri mundiburdio susciperemus. Quod nos peticione Gisle scilicet regin^ dilectissim^ 
coniugis nostre, sed et interuentu Sigebrahdi Mindonensis episcopi fecisse cognoscat uniuersitas fidelium. 
Ad hec statuimus, ut eiusdem monasterii abbatisse talis libertatis, legis ac regule primatu fruerentur, quali 
cetere sancte moniales in regno nostro sub regula sancti Benedicti iuste uiuentes utantur. Insuper conce- 
dimus eidem abbatie, ut nullus marchio, nullus comes, nullaque nostri imperii magna uel parua persona, 
in ea placitum facere, uel publicam functionem exire, nisi aduocatus quem abbatissa qu^ tunc temporis 
fuerit cum sanctimonialium consensu eligere uoluerit. In obitu uero abbatiss^ eiusdem monasterii liberum 

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1025 - 1027. 89 

habeant arbitrium aliam digendi iuxta regulam sancti Benedict!. Et ut huius nostre auctorltatis priuilegiam 
pcrseueret, haue paginam mana propria roborantes, sigiilo nostro iussimus insigniri. 

Signum domni Chuonradi (L. M.) regis inuictissimi. 
Odalricus cancdlarius uice Aribonis archicapellani recognoui. 

Anno dominice incarnationis M. 7LXIIII. Indictione YII. VI. Id. Febr. Data est in Merseburg. Anno autem 
domni Kuonradi secundi regnantis I. Actom;; 

Das Siegel ist terloren gegangen. 

CXIII. 

Quando domnus episcopus Maeginuuercos suimet iter ad Romam direxerit, pro hereditate Hatheburge, . 
Alhulfo et Hicile XV. ta]enta dedit, et IUI. mansos cum XX. mancipiis. Unusquisque eorum soluere debet 
V. siclos argenti. 

Postquam episcopus Meinuuercus de Roma ueniebat, tunc iterum prenominatLs in reconciliationem 
dedit I. crusinam marthrinam et X. solides denariorum. 

CXIV. 

Aus dem Kopialbucbe des Domstifts su Paderborn. 

o 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Cunradus diuina gratia Romanorum Imperator augustus. 
Perpendimus atque considerauimus animas nostras peccatorum maculis obfuscatas hoc multum posse iuuare, 
nos ad diuini honoris et gloriae maiostatem ecclesias Christi sublimare, aedificare, et de nostris rebus 
ditaro, pariterque nouimus ad nostrae imperialis potenciae dignitatem pertinere. eis qui nobis domi uel 
miliciae bene seruierint condignam seruitutis remunerationem exhibere. Proiude nouerint Christi nostrique 
fideles uniuersi, qualiter nos per interuentum dilectissimae coniugis nostrae Gislae, nee non filii nostri 
Ileinrici regis et Brunonis Augustensis episcopi et Herimanni raarchionis et Eggilhardi fratris sui, ad diui- 
nam gratiam et gloriam, pro remedio nostrae animae, Paderbrunnensi ecclesiae in honorem sanctae Mariae 
Bei genitricis et sancti Kyliani martiris et sancti Liborii confessoris consecratae, eiusque prouisori Mein- 
uuerco, qui nobis sepe et multum frequenter et fideliter seruiuit, quandam curtem nomine Eruitte ad no- 
strum imperiale ius pertinentem, in pago Engere, in comitatu autem Marcuuardi sitam, perpetualiter ha- 
bcndam tradidimus, cum mancipiis utriusque sexus omnibus ad hanc iure pertinentibus, cum ceteris quo- 
quc uniuersis appendiciis, scilicet areis, aedificiis, terris cultis et incultis, pratis, pascuis, siluis, uenationi- 
bus, uiis et inuiis, exitibus et reditibus, aquis aquarumue decursibus, piscationibus, molendinis, quesitis 
et inquirendis, cum banno et mercato etiam quod apud candem curtem solet haben, et cum omni utiiitate 
quac inde poterit peruenire. Et ut haec nostrae traditionis auctoritas firma omni permaneat aeuo, hanc 
paginam inde conscriptam manu propria roborantes iussimus insigniri sigiilo. 

Signum domni Chuonradi inuictissimi Romanorum imperatoris augusti, (L M.) 
Odalricus canceUarius recognomt. 

Data VII. Idus Aprilis, Indictione X«. anno dominicae Incamationis M^.XXVU^^. anno autem domni 
Cunradi secundi regnantis III®. Impeni uero R Actum Romae. 

Cod. dipl. hUt. Westfal. 12 

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90 1028 — 1029 

cxv. 

v>* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Chuonradus diuina fauente dementia Romanorum Impe- 
rator Augustus. II Si piis petitionibus fidelium nostrorum, maxime quas pro ecclesiis sibi commissis auribus 
nostris infuderint, benignum prebuerimus audituro, hoc procul dubio et ad prOsentis inperii nostri statum, 
et ad aeternae beatitudinis premium profuturum credimus. Unde omnium fidelium nostrorum tarn presen- 
tium quam et futurorum noucrit sollcrs industria, quia adions excellentiam nostri culminis, Druthmanis 
uenerabilis nouae Corbeiae abbas curtem quandam Godeleuesheim nuncupatam anteriori tempore eidem 
monasterio questus est iniuste fore sublatam. Detulit preterea secum Amolfi diui progenitoris nostri inpe- 
riale decretum, cui eiusdem curtis inerat concambia, inter eundem inperatorcm atque Bouonem predicti 
monasterii patrem peracta. Cuius suggestioni fidero accommodantes, matronam quandam Aluered uocatam, 
cpiae ipsam curtem uelut hereditario iure tunc temporis possedit, ad palacium nostrum euocari precepimus. 
Quae dum prolata refellere nequiuisset, prefatam curtem cum omnibus appendiciis, adnitentibus sibi filio 
Osdago patronoque suo comite Frithericho, predicto uenerabili abbati absque uHa controuersia reddidit, 
atque hanc Hiddi monasterii aduocatus iussu nostro recepit. Post uero abbas dementia nostra prouocalus 
eidem matronac sepedictam curtem alteramque Gimundian uocatam ac familias quasdam in uilla Brumc- 
rinchthorp ea condicione beneficiauit, ut si quid post obitum eins in hisdem possessionibus repperiatiir, 
abbatis arbitrio disponatur. Fiiio uero eins curtem nomine Imminghusun eo pacto concessit , quatinus dum 
uiuat hanc teneat, nisi hunc munificentia nostra aKcubi prius promoueri contingat. Post uero in ius mo- 
nasterii redeat. Et ut huius restitutionis auctoritas firmior perpetim credalur, manu propria subtus robo- 
ratam si.^illi nostri inpressionc iussimus insii^niri. 

TESTES. Hunfridus archicpiscopus. Meinuuercus episcopus. Godehardus episcopus. Sigifridus episcopus. 
Odalricus cancellarius. Asculfus. Sigibcrtus. Bernhardus dux. Adalbero dux. Ernastus dux. Liudulfus comes 
et priuignus imperaloris. Hiddi. Amulungus conics, et frater eins Ecbertus. Wigger. Gerlo. Vffo. Tiammo. 
Poppe. Bern. Thiathard, Brun. Gebe. 

Signum domni Chuonradi inuicHssimi Romanorum (L. M.) imperatoris augustL 
Odalricus cancellarius uice Aribonis archicancellarii recognouiL 

Data Kai. Jul. Indictione XI. Anno dominice incarnationis Millesimo XXVIII. Anno autem domni Chuon- 
radi secundi regnantis IUI. Imperii uero L Actum Magdeburch felicitcr AMEN. 

Das Siegel ist terloreo gegangen. 

CXVI. 

v>i» In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Chuonradus dementia diuina fauente Romanorum Impera- 
tor Augustus. II Nouerit omnium sanctae Dei aecclcsiae fidehum nostrorumque prosentium scih'cet ac futu 
rorum industria, qualitcr nos ob interuentum ac petitionem dilectae coniugis nostrae GISILAE imperatricis 
augustae, et amantissimae nostrae prolis Heinrici rcgis, nee non Brunonis Augustensis venerabilis episcopi, 
fidoli nostro Sigiberto Mindensi episcopo et accclesiae cui ipse Deo donanto presidet, in honore sancli 
PETRI principis apostolorum et sancti GORGOMI martyris Christi constructae, quandam sihiam sitam 
singulariter in proprietate prcdiorum eiusdem Mindensis aecclcsiae, et in pago Entcrgouui, in comitatu 
uero Bernhardi ducis, cum consensu et conlaudatione prefati ducis B. et sui fratris Detmari, cetcrorum<]ue 
ciuium in eadem siiua usque modo communionem venandi habentium, in sihiis, campis etpaludibus, inter 
flumina Ossenbeke et Alerbeke, usque in medium flumen Wermonon, et inde usque ad Northsulerecam- 
pon, ad Cortem pcrtinens Sulegon nominatam forestari concessimus et banni nostri districtu circumuallaui- 

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1029 --1031. 91 

inus, ea uidclicet ratione, ut nemo ulterius in oodem foresto absque prelibali episcopi suoruülque succes- 
sorum liccntia potestatem habeat uenandi, sagittandi, retia aut laqucos ponendi, aut ullo ingenio feras 
dccipiendi, ({uae merito sub iure banni continentur. Si quis autem huius uostri imperialis precepti teme* 
rarius uiolator extiterit, sciat se episcopo et suo aduocato banni nostri summam compositurum. Et ut 
hoc uerius credatur diligentiusque per futura annorum curricula obseruetur, hanc kartam inde conscriptam 
subtusque manu propria roboratam sigilli nostri impressione iussimus insigniri. 

Signum domni Chuonradi inuictissim Romanorum imperatoris (L. M.) augusti. 
Odalricus cancellartus uice Aribonis archicapellani recognouit, 

Data IIL Kai. Apr. Indictione XII. Anno dominice ineamationis Millesimo XXVIIII. Anno autem domni 
Chuonradi secuudi regnantis Y. Iropcrii uero II. Actum Ratispone. 
Das Siegel Ut terloren gegangen. 

CXVIL 

v^« In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Chuonradus diuiua fauente dementia Romanonim Impe- 
rator augustus. II Notum sit omnibus Christi fidelibus presentibus scilicct atque futuris, qualiter nos ob in- 
tcruentum ac peticionem nostrae dilectae coniugis GISALAE imperatricis uidelicet augustae, et amanlissimae 
nostrae prolis HEINRICI regis, nee non Meinuuerchi Paterbrunuensis aecclesiae episcopi, quoddam Beren- 
hardi comitis predium, Badperch dictum, cum mansis decem circa eundem montem adiacentibus, In pago 
Nichterga et in comitatu Hahoidi comitis situm, quod ideo hereditario iure in nostram potestatem successit, 
quia idem ipse B. comes spurius erat, quod uulgo Wanburtich dicunt, ad Paterbrunne prescripti epi- 
scopi monasterium in honore Sanctae Mariae et Sancti Chiliani martyris sanctique Liborii confessoris con- 
secratum tradidimus, cum manclpüs utriusque sexus, uillis, areis, aedificiis, agris, terris cultis et incultis, 
uiis et inuiis, pratis, pascuis, siluis, uenationibus, aquis aquarumue decursibus, piscationibus, molendinis, 
exitibus et reditibus, quesitis et inquirendis, nee non cum omnibus appendiciis ad idem predium iure per- 
tinentibus, ea uidelicet ratione, ut in prescripti monasterii potestate perpetualiter existat. Et ut haec 
nostra traditio stabilis et inconuulsa omni permaneat aeuo, hanc paginam inde conscriptam propriaque 
manu subtus roboratam sigilli nostri inpressione iussimus insigniri. 

V ( 

Signum domni Chonradi Romanorum imperatoris (L. M.) inuictissimi. 

i» 

Odalricus cancellartus uice Aribonis archicapellani recognoui. 

Data Kai. Junii, Anno dominicae ineamationis M.XXX. Indictione XIII. Anno domni Chuonradi regnan- 
tis VI. Imperii uero IUI. Actum Mcrsiburch feliciter amen. 

Das aurged rockte, grosse und noch siemlich gut erhaltene Siegel zeigt den Kaiser, auf einem niedrigen Throne sitzend, 
die Hände hoch aufgehoben, und in der rechten einen Stab, auf dessen Spitze ein Adler, in der linken den Reichs» 
apfel mit einem Kreuze haltend; mit der Umschrift: Chuonradus Di. Gra. Romanows. Imp. Aug. -]-. — Die Figur dea 
Kaisers ist sehr zusammengedrückt und der Kopf desselben unlormlich gross, mit einem langen Rarte. 

CXVIII. 

^* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Chuonradus diuina disponente gratia Romanorum Impe- 
rator augustus. Omnium Dei noslrique fidelium uniuersitati notum || esse uolumus, qualiter nos propter 
amorem caelestis palri^, atque ob iuteruentum ac peticionem dilectae coniugis nostrae GISILAE imperatrts ^) 



sie 

12* 

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92 iosi. 

augustae, nee non kari filii nostri HEINRICI regis, et propter iage deuotumque nobis seruitiom MEGIN- 
WERCHI sanctae Paderbrunnensis sedis uenerabilis episcopi, ecciesiae cui ipse Deo donante presidet, in 
honore sanctae Dei genitricis MARIE, beatique Kyliani martyris, nee non confessoris Christi Liborii con- 
struetae, illa predia que habuerunt Bernhart et soror eins Hazecha in locis Alflaan et Etlinun sita, in pago 
Paderga, in comitatu Amulungi, eum aliis omnibus illuc pertinentibus, et cum omni uülitate que uel seribi 
aut nominari ullo modo ualet, cum mancipiis utriusque sexus, cum areis, aedificiis, agris, campis, terris 
eultis et incultis, pratis, pascuis, siluis, ucnationibus, aquis aquarumue decursibus, piscationibus, molis, 
molendinis, uiis et inuiis» exitibus et reditibus, quesitis et inquirendis, perpetualiter habenda donauimus, 
ea ratione ut prefatus episcopus suique suecessores de eisdem prediis nobis imperial! iure hereditatis libe- 
ram dehinc habeant potestatcm, quicquid sibi placuerit faciendi, ad utih'tatem tarnen eeclesi^ sue, omnium 
eontradictione remota. Et ut hec nostre traditionis auctoritas stabilis et inconuulsa omni permaneat oeuo, 
hanc paginam iude eonscriptam manu propria roborantes, sigillo nostro insigniri iussimus. 

Signum domni Chuonradi inuictissimi Romanorum (L. M.) Imperatoris augu8ii, 
Odalricus canceUarius uice Aribonis archicapellani recognomL 

Data XIII. Kai. FEBR. Indictione XIIII^. Anno dominicae ineamationis M.XXXI®. anno uero domni 
Kuonradi secundi regnant VIF. Imperii autem 1111® Actum ALTSTETE. 

Das Siegel Ut das bereits beschriebene* 

cxix/) 

^ In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Chuonradus Dei ordinante dementia Romanorum Impera- 
tor augustus. Omnium Dei nostrique fidelium uniuersitati notum esse || uolumus, qualiter nos diuinae mer- 
cedis ob intuitum, nee non^) per intei*uentum ^) dilectissimae contectalis nostrae GiSeLae imperatricis au- 
gustae simul etiam dilecti filii nostri regis Heinrici,^) et iuge seruicium Mcginuuerchi Patherburnensis aec- 
clesiae episcopi sepissime nobis fideliter impensum, eidem aeeclesiae in honore sanctae Dei genitricis 
Mariae ac saneti Kyliani martyris et sancti Liborii episcopi et confessoris constructae, predium Bennanhu- 
sun, Uaiabroch, Dadanbroch, situm in pagis Wetiga et Tilithi in comitatu Widukindi,^) cum omnibus ad 
ipsum predium iure ac legaliter pertinentibus,^ cum mancipiis utriusque sexus, cum areis, aedificiis, agris, 
campis, terris eultis et incultis, pratis, pascuis, siluis, uenationibus, aquis aquarumue decursibus, piscatio- 
nibus, molis, molendinis, uiis et inuiis, exitibus et reditibus, quesitis et incfuirendis , seu cum omni utilitate, 
quae uel seribi aut nominari ullo modo potest, in proprietatem condonauimus, et de nostro iure ac do- 
minio in eiusdem aeeclesiae ius ac dominium omnino transfundimus, ea uidelicet ratione, ut prenominatus^ 
episcopus eiusque suecessores de eodem predio liberam posthae potestatem habeant tenendi, commutandi 
uel quicquid sibi utilitatis aeeclesiae placuerit faciendi, onmium hominum eontradictione remota. Et ut 



1} Die nur abschriniich noch erhaltene Schenkungsurkunde über Heinhusen o. s. w. von gleichem Datam, kommt mit der 

▼erliegenden in der Fassung grössteniheils überein, und seigt nur die unten ang^ebenen Verschiedenheiten. 

^ diuinae — non fehlt. 

^ ob interu. et peticionem 

*) nee non et Heinr. reg. dil. filii nostri 

' o o - 

*) pred. Heinhasen, Winiden, Windelmuderode, Aldendorp, Rudbertesseii, 'SnnderesseOy rfisa^ Hameressen, situm in pago Auga 

in comitatu Cunradi, 
*) hier ist eingeschaltet; Haikonem et Ricbaldum cum suis omnibus. 
^ idem 

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1031. 93 

nostrae traditionis aactoritas stabflis et inconuulsa per antiqua seculorum curricula permaneat, hanc pagi- 
nam inde conscriptam manu propria ro^orantes, sigilli nostri impressione iussimus sigillari. 

Signum domni Chuonradi inuictissimi Romanorum Imperatoris (L M.) augusti. 
Odalricus canceUarius uice Aribonis archicapellani recognoui. 

Data XI. Kai. Marcii, Indict. XIUI. Anno dominicae incarnationis M^XXXF. anno uero domni Chuon- 
radi secundi regnantis VIP. Imperii autem lUF. Actum Goslare. 

Das Siegel i&t irerloreD gegaogen. 



cxx. 

Ans dem Kopialbuche det Dornst ift« su PaderiH>ra. 

o 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis« Cunradus diuina fauente dementia .Romanorum Impera^ 
tor augustus. Si ulli ex uostris pontificibus sui fidolis seruicii non immemores aliquid ex hiis quae nostri 
iuris deputantur benigne animo inpendimus, eum postea in nostro oramine et seruimine promtiorem et 
multo studiosiorem existere procul dubio credimus. Quapropter omnibus Christi nostrique amatoribus 
presentibus sciiicet ac futuris perspicuum esse uolumus, qualiter Wicilo nostram adiit serenilatem, numiiiter 
rogans ut predium Sannanabiki dictum, in istis uillis. Horiian. Frodinctorp. Yinesbiki. Rafseti. Knechtahusen. 
Buckinhusen. Bennanhusen. Scuni. Berchem. Homan. Holthusen. situm, sua uxorisque suae Odae fiiiaeque 
suae Ceciliae nee non Gerburch filiique eins Hodonis peticione ac collaudatione , ad nostram imperialem 
manum recipere curaremus, predium Zurici quod nostrae fuit proprietatis illorum econtra subiugantes di- 
cioni. Horum igitur desiderio primatum nostrorum satisfacientes consilio, id quod illorum ins quod nostri 
erat iuris amicabiliter remisimus. Transactis autem ita hiis omnibus, predictum predium Sannanabiki, quod 
tunc nostrae iudicabatur esse proprietatis, in comitatu Widukini in pago Wetiga situm, cum omnibus uti- 
litatibus ad idem pertinentibus, arcis, aedificiis, agris, terris cultis et incultis, pratis, pascuis, campis, siluis, 
uenatibus, aquis aquarumue decursibus, piscationibus, molis, molendinis, uiis et inuiis, exitibus etreditibus, 
quesiüs et inquirendis, ob amabilem coniugis nostrae Gislae imperatricis augustae interuentum, et ob mi- 
nime denegandam dilectissimae prolis nostrae Heinrici regis peticionem, nee non Herimanni marchionis, 
Mcinuuerco uenerabilis uitae episcopo suaeque aecclesiae in sanctissimae Dei genitricis Mariae et precio- 
sissimi martyris Kyliani nee non gloriosissimi confessoris Liborii honorem constructae, eo tenore in pro- 
prium tradidimus, ut ipse suique successores de eodem liberam deiuceps babeant poteslatem tenendi, 
tradendi, uendendi, conmiutandi, uel quicquid placuerit sibi faciendi, ad utilitatem tarnen predictorum 
sanctorum aecclesiae. Recordati sumus namque non in hoc tantum, sed in aliis sibi adhuc Deo uolente 
a nobis tradendis prediis, quod suum assiduum seruicium deuotius et ceteris nostris pontificibus frequentius, 
non quasi uno, sed fere in omni tempore certum habuimus. Et ut haec nostrae tradicionis auctoritas 
stabilis et inconuulsa per labentia temporum curricula obsenietur, hoc preceptum inde conscriptum subtus 
manu propria confirmauimus et corroborauimus ac sigilU npistri impressione diligentius insigniri precepimus. 

Signum domni Cunradi inuictissimi Romanorum Imperatoris augusti. (L H.) 
Odalricus CanceUarius recognouit, 

Data III. Non. Augusti, Indictione XIIII. Anno dominicae incarnationis M^.XXXI®. anno autem domni 
Cunradi secundi regnantis YII^ Imperii uero Y^ Actum bnmeteshusun. 



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94 103 2. 

CXXI. 

Aus dem Kopialbuche des Dom&tifts zu Paderborn. 

In nomine sanclae et indiuiduae Trinitatis. Chtionradus diuina fauente dementia Roraanorum Impe- 
rator anjj;iistus. Nouerit omnium Dei nostrique lidelium presentium scilicet ac futurorum industria, qualiler 
nos fideii nostro Meginuuerco Paderburnensi episcopo et aecclesiae cui ipse Deo donante presidet, ob in- 
teruentiim et peticionem dilectae coniugis nostrae Gislae Imperatricis augustae et amantissimae nostrae 
prolis Hcinrici regis et Egilberti Frisingensis aecclesiae uenerabilis episcopi, nee non ob suum frequens et 
deuotum scruiciuro, quandam nostrae proprietatis curtem Gardenebiki nominatam, situm in pago Lacni in 
comitatu Herimanni comitis, cuni omni sua integritate, uel quicquid predii habuimus in uillis Huuinadal, 
Molduggane, Liudulueshusun , situm in eodem pago et in comitatu prenominati H. comitis, cum omnibus 
ad idem pertinentibus, cum areis, aedificiis, mancipiis utriusque sexus inibi habitantibus, agris, terris cultis 
et incultis, pratis, pascuis, campis, siluis, uenationibus, aquis aquarumue dccursibus, piscationibus, molis, 
roolendinis, uiis et inuiis, exitibus et reditibus, quesitis et inquirendis, seu cum omni utilitate , quae aut 
scribi aut nominari potest, in proprium tradidimus et de nostro iure ac dominio in suum ius atque domi- 
nium omnino transfiindimus, co quoque tenore, ut prcdictus fidelis noster M. episcopus, siue longe siue 
prope sit, nos suae seruitutis non immemores esse recognoscat, et ut ipse suique successores de supra- 
nominatis prediis liberam deinceps potestatem habeant tenendi , tradendi, uendendi, commutandi, uel quic- 
quid placuerit faciendi ad usum tamen prenominatae suae aecclesiae in honore sancti Liborii constructac 
et consecratae. Et ut haec nostrae tradicionis auctoritas stabilis et inconuulsa omni tempore perseueret, 
hoc prcceptum inde conscriptum subtusque manu propria roboratum sigilli nostri impressione insigniri 
iussimus. 

Signum domni Chuonradi inuictissimi Romanorum Imperatoris augusti, (L. M.) 
Odalricus cancellarms ad uicem Bardonis archiepiscopi recognouit. 

Data XV. Kai. Febr. Indictione XV. Anno dominicae incarnationis Millesimo XXXIP. anno autem domni 
Chuonradi secundi rcgnantis VIII. Imperii uero V. Actum Hiltiuuardeshusun feliciter Amen. 

cxxii.*) 

^* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Chuonradus diuina fauente dementia Romanorum Impera- 
tor augustus. II Quia nos diuina disponente dementia ceteris supereminemus mortalibus» oportet vt euius 
munere precellimus, eius quoque uoiuntati omnibus modis parere studeamus. Quapropter omnibus Christi 
nostrique fidelibus presentibus scilicet ac futuris notum esse uolumus, qualiter nos ob intenientum ac pe- 
tilionem dilectae coniugis nostrae Gislae imperatricis augustae et filii nostri Heinrici regis, et Egilberti Fri- 
singensis aecclesiae episcopi, fideli nostro Meginuuercho Bodrebrunnensi uenerabili episcopo, et ecclesiae 
in honore sanctae Dei genitricis MARIE et sancti Kiliani martiris et sancti Liborii confessoris construclc et 
consecrate, cui ipse Deo donante presidet, omnem potestatem comitatus, quam Herimannus comes iii istis 
tribus pagis, Auga, Netega, Hessiga, habet, cum omni iure ad eundem comitatuia iuste ac legaliter per- 
tinenlc, et omnia predia in eisdem pagLs ad nostras manus habita et postmodum acquirenda, cum omnibus 
ad eadem merito aspicientibus, cum areis, edificiis, mancipiis, agris, terris cultis et incultis, pratis, pascuis, 
campis, siluis, uenationibus, aquis aquarumue decursibus, piscationibus, molis, molendinis, uiis et inuil^s 
exitibus et reditibus, quesitis et inquirendis, seu cum omni utilitate quae ullo modo inde prouenire poterit» 



*) Dm sehr beschädigte und ▼crstümmelte Original ist mit Hilfe einer alten Abschrift ergänzt. ^^ 

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1032 — 1033. 95 

per hoc nostrum imperiale preceptum in proprium donäuimus atque largiti sumns, omnium hominum con- 
Iradictione remota, eo quoque tenore vt predictus fidelis nostcr M. episcopus, siue longe siue prope sit, 
nos sue seruitutis non immemores esse recognoscat, et ut ipse suique successorcs de cisdem prediis libe- 
ram deinceps potestatem habeat tenendi, tradetidi, uendendi, commutandi, uel quicquid placuerit faciendi, 
ad iisum tarnen prenominatae aecclesiae. Haec uero donationis auctoritas vt in Dci nomine pleniores ob- 
tineat firmitates, manu propria subtus eam firmauimus, sigilloque nostro insigniri iussimus. 

Signum domni Chuonradi inuictissimi Eomanoi^m imperaiorts (L. M.) axigusii, 
Odalricus cancellartus ad uicem Bardonis archiepiscopi recognouit. 

Data XV. Kai. Feb. Indictione XV. Anno dominicae incarnationis Millesimo XXX. IL Amio autem domni 
Chuonradi secundi regnantis VIII. imperii uero V. Actum Fritislare feliciter amen. 

Das Siegel ist verloren gegaogeo. 

CXXIIL 

^« In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis, Chonradus diuinli fauente dementia Romanorum Impcra- 
tor augustus. || Sicut nos ex promptis et assiduis seruiciis fidelium nostrorum gaudemus, ita quoque dignum 
et iustum esse nobis uidetur, vt eos de condignis suis premiis gaudere faciamus. Quapropter comperiat 
omnium Dei nostrique fidelium presentium scilicet ac futurorum industria, qualiter nos ob interventura ac 
petitionem dilecte coniugis nostrae Gislae imperatricis augustac, et karissimi filii nostri Heinrici regis, fideli 
nostro Meginuuercho vencrabili episcopo et aecclesiae cui ipse Deo donante prcsidet in lionore sanctae 
Dei genitricis Mariac et sancti Kiliani martyris sanctique Liborii egregii confessoris constructe, sex mancipia, 
quorum haec sunt nomina. Thiethardns pbr. Liuza. Ileregrim. Ethilier. Atlialuuard. Wicburch. cum omnibus 
suis substantiis per hoc nostrum imperiale preceptum perpetualiter in proprium tradidimus et de nostro 
iure ac dominio in suum ius atque dominium omnino transfudimus atque largiti sumus, eo quoque tenore, 
vt predictus fidelis noster Meginuuerchus episcopus suique successores de eisdem mancipiis liberam dein- 
ceps potestatom habeant uendendi, tradendi, coramutandi, uel quicquid sibi placuerit faciendi, ad usum 
tamen sue ecclesiae Bodrabrunncnsi nominatae. Et ut haec nostrae traditionis auctoritas plenas in Dei 
nomine habeat firmitates, hanc cartam inde conscriptam subtusque manu propria roboratam, sigillo nostro 
insigniri iussimus. 

Signum domni Chonradi inuictissimi Romanorum imperatoris (L. M.) augusti. 
Odalricus cancellarius uice Bardonis archyepiscopi recognouit. 

Data XII. Kai. Sept. Indictione XV. Anno dominicae incarnationis Millesimo XXXIP. Anno autem domni 
Chonradi secundi regnantis \1II. Imperii uero VI. actum Magadcburc. 
Das Siegel ist das schon beschriebene, aber zerbrochen. 

CXXIV. 

Aas dem Kopialbuche des Domstifts zu Paderborn. 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Chuonradus diuina fauente dementia Romanorum Impera- 
tor augustus. • Omnibus Christi nostrique fidelium uniuersitati notum esse uolumus, qualiter nos ob inter- 
uentum ac poticionem carac coniugis nostrae Gizalae uidelicet Imperatricis augustae nee non et dilecti filii 
nostri Heinrici regis, et Meinuuerci Paderbrumiensis aecclesiae episcopi fidele seruicium nobis secundum 
nostrum uotum frequeutissime impensum, quoddam nostri iuris prediam in Marsuelde in pago Rietcga et 



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96 1033. 

in comitatu Udonis comitis situm, cum mancipiis utriusque sexus, quorum haec sunt nomina. Wiga et uxor 
eius Olika et filius eius Albern et soror eins Athelhilt. Volclach et filius eins Buua et soror eius Gele, et 
cum omni lege ad idem predium iure pertinente, areis, aedificiis, agris, pratis, terris cultis et incultis, 
pascuis, siluis, uenationibus, uüs et inuiis, aquis aquarumue decursibus, piscationibus, molendinis, quesitis 
et inquirendis, omnique utilitate quae scribi aut nominari potest, ad monasterium sanctae Mariae et saneti 
Chiliani sanctique Liborii tradidimus in proprium perpetualiterque ibi existendum, eo uidelicet tenore ut 
eiusdem sacrae sedis episcopus suique successores liberam inde habeant potestatem tenendi, tradeudi, 
uendendi, commutandi, uel quicquid sibi placuerit faciendi, ad usum tarnen eiusdem aecciesiae. Ad haec 
sub eadem precepti auctoritatc tria mancipia, q[uorum haec sunt nomina. Emma. Sicca. Vorthubreht, ad 
predictum monasterium in proprium tradidimus. Et ut haec nostrae tradicionis auctoritas stabilis et in- 
conuulsa per omnium curricula annorum permancat, hoc preceptum inde conscriptum subtusque propria 
manu nostra confirmatum, sigilli nostri impressione iussimus insigniri. 

Signum domni Chuonradi Romanorum Imperatoris inuicdssimi, (L. M.) 
Burchardus cancellarius uice Bardonis archicapellani recognouit. 

Data III. Id. Maii, anno dominicae incamationis Millesimo XXX® IIP. Indictione I. anno autem domni 
Chuonradi secundi regnantis Villi. Imperii VI. Actum Nouiomago feliciter amen. 

cxxv. 

Vi. In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Chuonradus diuina fauentc dementia Romanorum Impe- 
rator Augustus. II Si in monasteriis construendis Studium habuerimus aut aliis in idem conspiranübus uotum 
prebuerimus assensum, uon solum ad temporalis uerum etiam ad aetemi regni commodum hoc nobis pro- 
futurum esse non ambigimus. Qua propter notum sit omnibus Christianae religionis presentibus scilicet 
atque futuris, qualiter nos ob interuentum ac petitionem dilecte coniugis nostrae GISELAE imperatricis 
uidelicet augustae, et amantissimae nostrae prolis HEINRICI regis, nee non ARIBONIS Mogonlinensis aecciesiae 
archiepiscopi et PILIGRIMI Coloniensis aecciesiae archiepiscopi , simul etiam cum consensu omnium nostro- 
rum fidelium qui tunc temporis ibi affuerunt, SIGEBERTO Minduncnsis ecclesie episcopo inibi construendi 
monasterii in honore saneti MARTINI licentiam concessimus. Insuper omnium nouerit industria, qualiter 
eiusdem sedis episcopus curtiferum I. in quo idem monasterium et claustrum cimiteriumque sunt constructa, 
et curtifera VI. ex ulraque parte monasterii, et salice telluris III. mansos cum sui iuris predio id est man- 
feis XII. de monasterii saneti PETRI proprietate in istius saneti MARTINI monasterii ius ac potestatem cora- 
mutauerat. In loco enim Hildiuuardingahusun dicto et in aliis uillis ad eundem locum iure pertinentibus 
VIII. pro commulatione dedit mansos, et in Chizzindorf II. mansos. In Lohe I. m. In Westirbracha I. m. 
Et in his IUI. locis XXV. mancipia. Fratribus autem ad idem sepedictum monasterium Deo seruientibus in 
utilitatem tradidit quoddam predium Chemmin dictum, quod ob interuentum nostre dilecte coniugis G. no- 
streque prolis H. regis de nostro iure in suum ius atque poteslatem suscepit. Insuper etiam ad Rothcris- 
dorfa uini decimationem, quam de nobis acquisiuit, in eorundem fratrum usum concessit.*) Aliud autem 
in eodem loco uinetum suis in utilitatem decreuit successoribus, ea uidelicet racione , vt in vini decimatione 
nullam iniustitiam aut molestiam inferant fratribus, et quando de illo bibant uino hoc intendant, quia prius 
ad omnem episcopatum suum tantum non habucrunt uini quantum sciphus capere potest, ideoquc fre- 
quentiores sint ad Deum intercessores nostri dilecteque coniugis nostrae G. et prolis nostrae H. regis, 
quorum petitione hec ipsa uineta S. prelibate sedis episcopo in proprietatem tradidimus. Quin etiam idem 



«) Vgl. die Urkunde des Bischoi« Siward, b. Wurdtw. T. VI. p. 332. 

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1«33. 97 

cpi5»copus ad prescriptum sancti Martini monasterium alia que sui iuris erant loca tradidit, id est Egisberun, 
Wolgatingahusun , In Diotanhusun I. mansum et utilitatem siluae, et tale predium quäle habuit ad Nianbui^. 
Insuper etiam ad Ybhusen III. m. In Lolia I. m. In pago etiam Lainga in uillis Triburin, Stocheim, Helin- 
gaburstalla, Holinbeke, VI. m. In pago quoque Marstem in uiiia que dicitur Brunhildisdorf II. m. et in Hu- 
pida I. m. et in Oride II. m. et in Yolkeressun II. m. In pago Cizide. In uilla Herisiqroda II. m. In Mun- 
ncre I. m. cum utilitat« salis. Item in Munnere curtiferum I. cum utilitate salis. In Bodukun I. m. In Bed- 
debure I. m. lu Hemezungahusun I. m. In Helan Y. m. In Uanebeke I. m. In Fridegerssun I. m. In Nisinun 
IL m. In Lierbeke I. m. Ad Folchardesdorf utilitatem silue cum tribus curtiferis. In Heruide I. m. In Hern- 
mincburun IUI. m. In Uuoluaradingahusun curtiferum L cum utilitate siluae. In Eildissun curtiferum I. cum 
utilitate siluae. In Haddenhusun dimidium mansum. In Ekishusun II. m. In Nitalstete I. m. In Rodun I. m. 
In Holzhusun III. m. In Lippeke curtiferum I. cum utilitate silue. In Retbere dimidium m. In Sueuerdun 
IUI. m. et salice telluris II. m. et dimid. In Honredere YI. m. et dimid. In Eddorunhusun II. m. In Morsilea 
unum mansum. In Nitalstet« X. m. cum omni utilitate illuc pertinenti. In Weluen IUI. m. Ad hec prenotata 
loca omnia predia que tunc temporis sub suo iure habuit aut postea adquisiuit, vel etiam iusto concambio 
horum predictorum locorum commutatione, vel alia iuris ordiuatione . recepit preter illa que ad alia 
delegauerat monasteria, ad prefatum sancti M. monasterium, cum mancipiis, villis, areis, aedificüs, agris, 
terris cultis et incultis, uiis et inuiis, exitibus et reditibus, quesitis et inquirendis, pratis, pascuis, siluis, 
uenationibus , aquis aquarumue decursibus, piscationibus, molendinis et utilitate siluarum, nee non cum 
Omnibus appendiciis que dici aut uominari possunt, tradidit perpetualiter ibi existenda. Sed ut idem mo- 
nastenum in maiori securitate esset positum, et ut bona illuc data minus ab eins successoribus uel ab 
aliis dissiparentur, in mundiburdio monasterii sancti PETRI collocauit, et ut per singulos annos cidem mo> 
nasterio censum id est Y. solides soluat decreuit. Quin etiam constituit ut semper in festiuitate sancti M. 
eiusdem sedis episcopus cum fratribus monasterii sancti P. ad predictum monasterium ueniat ut soliemnia 
missarum celebret et alia ostendendo caritatem adimpleat. At si aliquid aliud ipsum adesse impediat, fra-* 
tres ibi conueniant et eadem simul faciant, ut hoc modo concordia et amicitia inter illos solidetur. Et per 
haue mutu^ caritatis exhibitionem in Dei seruitio unanimes coapteutur. Ad hec notum sit omnibus , qualiter 
id ipsum sancti M. monasterium et fratres inibi Deo seruientes sub nostra imperial! filiique nostri H. alio- 
rumque nostrorum successorum tuitione defendi uolumus, sie scilicet ut nuUus eins successor potestatem 
habeat, bona eiusdem monasterii aliquo modo destruere aut aliquid de bonis eisdem auferre, quia pre- 
scriptus episcopus S. idem monasterium a fundamento edificare cepit et nuUa alia predia illuc tradidit, nisi 
que de nostro dono in suum ius acquisiuit aut per se absque ulla contradictione proprietatis iure tenuit. 
Idcirco si quis eiusdem destructor est monasterii aut predictorum dissipator bonorum, uere sciat quia ei- 
dem monasterio fratribusque ibidem Deo seruientibus in nobis nostrisque successoribus certum est inde 
refugium. . Et ut hoc nostre concessiouis preceptum per omne tempus stabile permaneat et inconuulsum, 
hanc paginam inde conscriptam subtusque manu propria corroboratam, sigilli nostri impressione iussimus 
insigniri. 

Signum domni Chuonradi Romanorum Imperatoris (L. M.) inuictissimi 
Burchardus cancellarius vice Pardonis archicapellani recognouit 

Data YI. Non. Jul. Anno dominicae incamationis M.XXX.IU. Indictione I. Anno autem domni Chuon- 
radi secundi regnantis YUU. Imperantis uero YI. Actum Mersiburch feliciter amen.';. 

Dm Siegel ist swar abgefalleo, liegt aber loie und fast noch nnyersehrt bei der Urkunde. Es ist das schon beschriebene. 
Cod. dipl. bist. West&l. 13 



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98- 1033 — 103«. 

CXXVI. 

1 v^* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Chuonradus diuina fauente dementia Romanorum 
Imperator augustus. || Notum sit omnibus Christi nostrique fidelibus, presentibus ac futuris, qualiter ante- 
cessor Tioster beatae memoriae Heinricus imperator, cuius semper animus in Dei ecciesiis meliorandis et 
amplificandis inuigilauit, Paderbrunnensis paupertatem miseratus ecclesiae, multa ei bona tam in prediis 
quam in aliis facultatibus larga manu pro Dei amoro dilectique sibi presulis Meginwerci assiduo et deuo- 
tissimo obsequio contulit. Inter quae etiam comitatum Duodiconis quondam comitis eidem ecciesiae impe- 
riaK munificcntia legitime donauit, tradidit, delegauit. Ulo autem antecessore nostro defuncto, nos qui loco 
illius in regnum surreximus, per suggestionem Magontini presulis, eundem comitatum a prefata ecclesia 
talimus, et in ius Magontine ^cclesiae, rüdes adhuc in regno, iniusto persuasi consilio irratioiiabiliter trans- 
tulimus et transmutauimus. Imperiali autem nostra potestate Dei gratia magis magisque in regno confirmata 
et corroborata, ^eginwercus presul imperatorum deuotissimus seruitor et amator, Marthae sedulis satagens 
obsequiis, non cessauit, non quieuit, supplicando, seniiendo, quoadusque nos, omnipotentis Dei in cuius 
manu corda sunt regum commoniti instiactu, dilectaeque coniugis nostrae Gisele nee non Heinrici filii nostri 
magnifici regis interuentu, ecciesiae suae scilicet Paderbninnensi, totum Bernhardi comitis quondam comi- 
tatum, qui Situs est in locis Hesse, Nitergo, Netgo, Ohteresgo, legitima traditione reddidimus, restituimus, 
redonauimus. Precauentes autem nos et precogitantes, ne aliqua postmodum inter ipsas qcclesias de hac 
re controuersia fieret et discordia, Magontinae fcclesie comitatum qui situs est. in Cluuinga propter pacis 
confirmationem imperiali nostro iure conccssimus, et hoc nostra parte ita est conpactum sicque definitum, 
ut neutra ecclesiarum illarum aliquod de predictis rebus sibi inquisitis aliquomodo patiatur detrimentum. 
Si quis autem diabolica suasione seductus, haue nostram traditionem in aliquo infringerit, sciat se odium 
Dei sanctorumque eins habiturum, et M. Üb. auri puri compositurum , medietatem camerae nostrae, et 
medietatem predicte Paderbrunnensis ecciesiae rectori. Quod ut uerius credatur et diligentissime ab omni- 
bus in perpetuum seruetur, preceptum hoc inde conscriptum manu propria subtus firmauimus et sigillo 
nostro insigniri iussimus. 

Signum domni Chuonradi Romanorum imperatoris (L. M.) inuictissimi, 
Burchardus cancellarius vice Bardonis archicapeUani recognouit. 

Datum IUI. Non. Aug. Indictione I. anno dominice incamationis M.XXX.UI. anno autem donmi CHuon- 
radi secundi regnantis VIIU. imperantis VII. actum Lintburg feliciter. Amen. 

Dm Siegel war mit schmalen ledernen Riemen angehängt, ohne Zweifel also ein MeUillsiegel ; ist aber verloren gegangen. 

CXXVII. 

Aas einem alten Güter -Verzeichnisse, Terglichen mit dem Kopialbuche des Stiftes Bussdorf. 

IN HONORE SANCTAE TRINITATIS ET INDIVIDVAE VNITATIS. Notum sit regiae potestati omnique 
pontificali dignitati cunctoque ecclesiastico ordini uniuersoque populo christianae fidei signato, Quod ego 
Meinuuercus peccator, anno ab incarnatione Domini Millesimo Trigesimo sexto, licentia Serenissimi Impe- 
ratoris Cunradi, ac consensu Maguntini archiepiscopi Bardonis, Coloniensis archiepiscopi Herimanni , Werce- 
burgensis episcopi Brunonis, cepi construere ecclesiam extra Patherbumensem ciuitatem in orientali parte 
positam, ad similitudinem sanctae Iherosolimitanae ecciesiae , et ob honorem sanctae Dei genitricis et per- 
petue uirginis MARIAE ac beatorum apostolorum Petri et Andreae, pro illa obtinenda celesti Iherusalem. 
In hac autem ecclesia canonicos Deo seruientes congregaui, quibus uictum et uestitum de propriis bonis 
ministraui. . In die autem sanctificationis ecciesiae , benedictione peracta, ante missarum soUempnia, sermone 



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1036. 99 

ad populum finito, more aliarum ecclesiarum Deo consecratarum dotaui eam. dans cartem uiiam in Thel- 
dcn, quam ex hereditate paierna possedi , duas precarie acquisitas, unam in Wellethe, alteramin Esbike, et 
uniim voruuerc in Essike, unam cartem in Yalle. Quia uero de predio in confinio tantum non habebam, ut 
sußicere posset ad usus ecciesiae ac Deo seruientium in ea, consilio fideiium meorum accepto, decimas 
subtcr scriptas de dominicalibus curtibas ad me pertinentibus eidem ecciesiae dedi. Quarum prima est Euenhus 
et tredecim voreuuerc ad eam pertinentes. Stidenen. Bencdcslo. Colstide. Dedinchusen. Heddinchusen. Dalen. 
Henkeid ere. Hylamare. Suaueren. Barchusen. Brochusen. Balhonien. Patherburna. Suthem et tres voruuerc ad 
eam pertinentes. Kerecthorp. Holthem. Syuuardissen. Nyenhus et quatuor voruuerc ad eam pertinentes. Elesen. 
Ascha. Burch. Tune. Bekena et quatuor voruuerc ad eam pertinentes. Henke. Eluere. Brochusen. Asien. Barchusen 
et quinque voruuerc ad eam pertinentes. Orlinchusen. Meginchusen. Burchusen. Hepyn. Ykamannincthorp. Byke- 
soteu *) et tres voruuerc ad eam pertinentes. Hyse. Vnrikissen. Ekama. Heligenkerken et duo voruuerc ad eam 
pertinentes. Aldenthorp. Bardincthorp. Lugethe et duo voruuerc ad eam pertinentes. Dodenbroke. Breca. Hegen- 
husen et quatuor voruuerc ad eam pertinentes. Rothbagtissen. Berga. Holtisminne duo. Ogenhusen et sex vor- 
uuerc ad eam pertinentes. Sendenebyke. ^) Homa. Sastincthorp. Stenhem. Bardincthorp. Lo. Nyhem et quatuor 
voruuerc ad eam pertinentes. Malride. Leuerincthorp. Pumesen. Baddenhusen. Herstelle et quinque voruuerc 
ad eam pertinentes. Wergis. Thesle. Brecal. Heinriadassen. Buffesen. Dasburch et duo voruuerc ad eam 
pertinentes. Dasburch. Ostnedere. Vuartberch et tres voruuerc ad eam pertinentes. unum in ipsa uilla. 
Westnedere. Ostdagesen. Culete et tres voruuerc ad eam pertinentes. unum in ipsa uilla. Vorste. Rothen 
Hci*suithehusen et tres voruuerc ad eam pertinentes. Asle. Bylinchusen. Teninchusen. Curbyke ^) et quatuor 
voruuerc ad eam pertinentes. Daluuic. Enshe. Item Eushe. Lenkeuolde. Vilese et unum voruuerc ad eam 
pertinentem. Vernethe. Ebike qu^ est iuxta Horste. Ipsis autem uillicis qui domos has predictas inhabitant, 
uel hiis qui post eos ponendi sunt, uichil omnino prelermittentes» nisi Quindecim lugera pro uestitu, alia 
uero que laborauerint in agro uel nutrierint in domibus, tarn propria sua que habent aut postea Deo an* 
nuente possessuri sunt, quam ad nostram potestatem pertinentes, quadrupedia siue pennata, more solito 
absque ulla contradictione addecimarent. Yt ergo nulla ex hiis pretermitterem,^) que mihi a Deo data 
eraut, dedi etiam decimam in Synatha super armenta mea et super examina apum, fideliter Deo et do- 
mino Ihesu Christo sauctoque spiritui offerens uota mea. Si quis auteni eorum qui uidentur hiis omnibus 
preesse, presumptuose hanc« nostram tradicionem per malam uoluntatem aut propter nequiciam cordis sui 
irritauerit, et secundum nostram dispositionem decimam non dederit, diceiis se non iuste daturum, et hoc 
a procuratore fratrum, uel ab ipso preposito loci, uel quod maius est a communi fratrum querimonia 
proclamatum fuerit, si ministerialis noster huius rei rector est, iuramento se in reliquiis nostris purgabit, 
si lito, iudicio ferri igniti synodali sentencia se liberabit. Ne uero alicui successorum meorum non bonae 
uoluntatis uiro, neque amorem Dei in corde suo retinens, mensae suae stipendia diminuisse uidear, sciat 
has decimas me et de hereditariis et de acquisitis bonis centies restituisse. Ponebam etiam termiimm ut 
unaquaeque solet habere ecclesia, andiente clero meo cunctoque populo congregato, nullo contradicente 
sed magis uoluntati mee in omnibus consentiente , confitente uniuerso clero haee omnia sine ulla contra- 
dictione posse fieri, in primis uillam hanc que dicitur Aspethera, aliam queuocatur Hildelinchusun, terciam 
que uocatur Haxsuithehusun, Quartam HohensUe qu^ uulgari uerbo dicitur Quedun, Quintam Esbegtinchusun. 
Super haec omnia cum non possent habere utilitatem uUam siluarum, potestate episcopali dedi eis in Benedeslo, 
et in Marchiis Thomethorum, Rentinchusorum, Hildelinchusorum , Aspetharorum, in una quaeque ebdomada 
pondera sex plaustrorum. Dedi etiam ad honorem et utilitatem ecciesiae partem Sunderae mee in orientali 
plaga uiae quae uadit ab urbe ista usque in Esbegtinchusun. Sciat namque fidelis in Domino frater nostri 



ordinis locum nostrum possessurus onmisque ecclesia catholica, hiis literis jj]^ et ^J^ a me priuflegium 

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1) Daf Co|i. tchreibt BeluMcten. ^ Saodeoebeke. *) Curbeke. *) premiiterem. 

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400 los« -- 1039. 

hoc signatum, propriis manibus meis sigillatum, peractaque benedictione sepulchri et altaris antepositi, 
Octauo Kai. Jauü, missa celebrata, filiis ecciesiae traditum, ea uidelicet ratione, ut si quando tribulacio- 
nem seu cootradictionem harum rerum prenominatarum ab aliquo patiantur, scripturaram testimonio ueri- 
tas approbetur. Tradicionem autem hanc si quis successorum meorum aut consanguineorum seu posierorum 
eoinim a quibus precario partem quandam acquisieram infringere uoluerit, Beatorum apostolonim Petri et 
Audreae, et episcoporum Bardonis, Herimanni, Bninonis, quorum testimonium priori introduximus loco, 
nostroque banno et omnium animarum Deo consecratarum in secundo, cum uenerit Dominus unicuique ope- 
rum suorum premia redditurus, cum Juda traditore anathemate feriatur perpetuo. Qui autem post insün- 
ctum Dei patris omnipotentis ex nostris interfuere, quorum consilio auxilioque haec omnia perfecerim, 
paucis notabo nominibus. Sigehardus abbas Patherburnensis. Vuino abbas Helmuuordishusensis, qui men- 
suras ecciesiae et sepulchri de Iherusalem apportauit. Hosadus prepositus matris ecciesiae, et frater eius 
Vffo. Dodico decanus. Bouo prepositus loci istius. Becelinus camerarius. Eppo dapifer. Eizo. Geylo. fratres 
et pinceme. Eue et filii eius. Landico et Eue. Dudo. Tydman de Euenhus. Aldericus de Nyenhus. 

CXXVIII. 

E Strunckii not. crit. mscpt. ad Schatenii annale«. 

In nomine Jesu Christi Domini nostri. Ego indignus seruus Dei Herimannus episcopus ecclesiam que 
est in Ludinghuson, anno dominice incarnalionis M^. XXX**. VIP. Indiclione V*. Y. Idus Julii, in honorem 
Domini nostri Jesu Christi et sancte eius genitricis perpetue uirginis Marie et sancti Stephani protomartyris 
et sancte Felicitatis matris et Septem filiorum eius dedicaui. Et cum ipse uenerabilis abbas Geroldus de 
monasterio sancti Liudgeri, ad quod pertinet h§c ecclesia, presens adesset, et propter fratemitatem nostram 
me rogaret, ul predict^ ecclesie et bonis eius firmissimam pacem metuendo anathemate facerem, hoc etiam 
rogauit, ut ita liberam dimitterem de decimis, sicut dimissa fuit ab omnibus antecessoribus meis, ita uide- 
licet ut quoscunque mansos uel agros in hoc episcopatu tunc haberet uel post habitura esset, libere et 
sine omnibus decimis possideret. Cuius petitioni ego in primis per.aroorem sancti Liudgeri, deinde per 
honorem nostre fraternitatis libenter satisfacicns , eodemmodo prefate ecclesie concessi, et forti anathemate 
confirmaui, ut nullus, quod omnino absit, de successoribus nostris uel aliis quibuslibet personis hoc im- 
mutet uel infringat. Quod ego, quamuis peccator, exemplum bonorum qui hoc prius concesserant secutus 
renouaui, et hoc presens manuscriptum abbati et ecclesie sancti patris nostri Liudgeri coram omni' populo 
tradidi. 

CXXIX. 

IN NOMINE SANCTE ET INDlülDüE TRINITATIS. ROTHO DEI GRATIA PATHERBRÜNNENSIS ECCLE- 
SIE EPISCOPUS. II Pastoralis officii cura nos anmionet, de subiectorum quiete et salute soUicite cogitare, 
et ^cclesiarum commissarum profectui, augmento honestatis, prospectu utilitatis, sollerter inuigilare. Ynde 
omnium fidelium Christi tam presentium quam futurorum nouerit uniuersitas, qualiter domnus Meinwercus 
uenerabilis huius Sancte sedis episcopus predecessor mens, se suaque omnia diuino seruitio pro eternitatis 
amore mancipare gaudens, inter multimoda pi^ deuotionis et intentionis opera, auctoritate, consilio, auxilio 
gloriosissimi imperatoris Heinrici secundi, monasterium in suburbio ciuitatis huius construxit, quod in ho- 
nore beate MARIE perpetue uirginis sanctorumque APOSTOLORÜM PETRI et PAVLI et omnium Sanctorum 
consecranSy et fratres sub beati Benedicti regula domino famulantes in eo coadunans, in dotem et mundi- 
burdium jpsius bona qu^ hereditario iure possederat, uel aliunde sua instantia legitime obtinuerat, solemp- 
niter tradidit, delegauit, concessit Cuius laudabile Studium ut numero et merito omni tempore habeat 
augmentum et ecciesiastice defensionis firmamentum, onmia eidem monasterio canouice coUocata et firmata, 

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1039. 401 

in thesauro, ornatu, ecclesüs, bannis, decimis, curtis, mansis, areis, edificiis, mancipiis utriusque sexus, 
cum Omnibus ad hec legaliier pertinentibus, mobilibus et immobilibus, licentiam quoque liberam secundum 
Dei timorem eligendi abbatem, tarn regulari quam episcopali auctoritaie ipsius monasterii fratribus con- 
cessam, animarumque curam et sepulturam in hominibus dumtaxat ad ipsum monasterium pertineiitibus 
siue eciam in possessione eins degentibus, nostra pontificali auctoritate et banno confirmamus et corrobo- 
ramus, quatinus fratres inibi sub regulari norma domino seruientes, omnium hominum exactione et inua- 
sione remota, communi hec usui et honori profutura possideant, et nostri nostrorumque successorum in 
orationibus suis memores existant. Guiuscunque ergo condicionis uel religioois persona quolibet modo uel 
ingenio hec uiolare uel annullare presumpserit, anathema sit, et cum suis fautoribus, auctoribus, sequaci- 
bus, a liminibus sanct^ ecciesie tamquam sacrilegus, inuasor ac destructor segregatus, omnipotentis Dei, 
patris scilicet et filii et Spiritus sancti, iram et ofFensam contra se sentiat, et beate MARIE perpetue uir* 
ginis sancUNPumque Apostolorum PETRI et PAYLI et omnium Sanctorum, quorum presumit confundere 
ecciesiam, in hac uita et in futura, si non uelociter resipuerit, furorem repperiat. Omnes autem decreti 
huius fautores et prefäti monasterii defensores et tutores, omnipotens dominus sua gratia benedicat, et 
meritis omnium sanctorum a peccatorum uinculis absolutes, ad ^tema gaudia perducat. Cunctis eciam in 
eodem loco pro eterne beatitudinis desiderio militantibus, ueniat a Deo patre salus et protectio, et labo- 
rum suorum eterna remuneratio. 

Huius confirmationis testes sunt. Hosadus prepositus. Dodica decanus. Yffo. Becelin. Heriman« We- 
rinza. Tamma. et ceteri fratres omnes tam canonici quam monachi nostr^ sedis. Laici uero. Heinric. Erp 
comites. Heriman tnbunus. Bernhard. Hunald. Heriman. Sibrath. Hiddi. Guntheri. Thiathard. Ekkihard. Eze* 
lin. Athalbrath. Hoika. Hemuka. Azoko. Bennic. Wicil. Hathawerc. Widier. Tadika. Hoika. Ecelin. Hillin. Ger- 
rad. Eiia. Dudi. Eppo. Thiederic. Haald et frater eins Gerald. Wicman. et alii plures. 

Data Patherbruimon VIIL Id. Jan. in Sancta die Epiphanie Domini. Anno ab incamatione eius 
MXXXVIIII. Indictione VII. Regnante Conrado Romanorum imperatore, regni eius XV. Imperii uero XH. 
Episcopatus autem nostri HI. 

Das aufgedruckte |[rosse kreislbrmige Siegel teigt das vorwärts sehende Brustbild des Bischofs mit nnbedecktem Haupte» 
in der rechten Hand den Bischofsstab haltend. Sowohl Bild als Umschrift ist sehr verwischt, daher die letatere 
nicht genau ansugeben. 

cxxx. 

v<« In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauenie dementia rex. Notum sit Omni- 
bus Christi nostrique fidelibus presentibus scilicet atque futuris || qualiter uenerabilis abbas nomine TRVCHT- 
MARVS nostram adiit excelleutiam suppliciter orans etc. (alles wörtlich wie in der gleichartigen Urkunde 
Conrads IL von 4025, bis:) et melius illos delectet omni tempore pro uite animaeque nostrae perpetua 
felicitate, et pro remedio pie memorie genitoris nostri CHVONRADI Romanorum uidelicet imperatoris au- 
gusti, atque pro stabilitate regni a Deo nobis collati, domini misericordiam attentius exorare. (Das Fol- 
gende wieder gleichlautend biä zum Schlüsse.) 

Signum domni Heinrici tercii (L. M.) regis inuictissimi, 
Theodericus canceUarius uice Bardonis arducappellani recognouit. 

Data ni. NON. SEPT. Indictione VII. Anno dominic^ incarnationis Mo.XXX.VniI. Amio autem domni 
HEINRICI tercii ordinationis XH. regni uero 1. Actum GOSLARE feliciter AMEN.; 

Das Siegel ist veriorea gegangen. 

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402 *ö3»- 



CXXXI*>. 



C In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia rex. Si petiliones 
seruorum Dei iustas et rationabiles ad eiFectum perduxerimus, et ad hanc uitam || felicius transigen- 
dam, et ad perpetuam facilius promerendam procul dubio nobis profuturum speramus. Quapropter 
notum esse uolumus, quoniam uenerabilis abbas TRVCHTMARVS adiit excellentiam nostram suppliciter 
orans, ut nostra munificentia prospiceremus monasteriis sibi commissis, quorum uhum est noua COR- 
SEIA nuncupatum, ubi et iile rcgulari . constitutione abbas extitit, et alterum est sanctimonialium HERI- 
FORT dictum, et propric abbatisse, cuius nomen GOTESDIV, subiectum, sed iuxta consuetudinem qua 
ancillarum Dei congregationibus procurari solent prepositi, ex ecclesiastico ordine, lam dicio abbati 
commendauimus, ut tarn in disciplina abbatissam loci iuuet, quam in cunctis negotiis, que famulc 
Christi (pro sexu et) professione sua exequi non posscnt, ipsarum prouisor et patronus existeret Is ergo 
petiit celsitudinem nostram, (recordari) quod pie memorie antecessor noster Hludowicus imperator ambo 
haec monasteria construi iussit ad normam uidelicet precipuorum in Gallia monasteriorum, nouam scilicct 
Corbeiam ad similitudinem antique Corbeic, Herifordense uero coenobium ad exemplum monasterii sancti- 
monialium in Su(essionense ciuitate constructi), et ut in elemosinam suam ac totius gcneris sui insütutionum 
earundem perfectio compl(eretur), ecclesiam iuris sui que uocatur Meppia, cum decimis et possessionibus 
aliisque ad eam pertincntibus, et eccjesiam Eresburc, quam Karolus primo construens in Saxonia decimis 
dotauit circumquaque habitantium per duas Saxonicas rastas, prefatus (Hludowicus) ad nouam tradidit Cor- 
beiam. Ad Herifordensis autem monasterii adiumentum dedit in episcopatu Asnabruggensi ^cclesiam Bugi- 
nithi cum subiectis sibi ecclesiis], in parrochia uero Mimigernafordensi ecclesiam Hreni cum bis que ad eam 
pertinent ecclesiis, ita sane, ut decimarum (aliorumque) redituum prouentus omnes prefatis cederent mo- 
nasteriis, et ab his uicissim procurarentur subiecte plebes in baptismate, in eucharistia, in sepultura, in 
confessione peccatorum audienda, et presbiteri qui principales ex his ecclesias tenerent, archipresbiterorum 
officio fungerentur, ad (omnia facienda) que solent fieri ab archipresbiteris episcoporum. Cum autem ipsi 
episcopi circatioues suas ibi agere deberent, ad eorum mansionatica daretur quod in capitularibus ante- 
cessorum nostrorum prescriptum habetur. Ule igitur rata esse uolens cetera omnia, tantum expensas ad 
ministerium episcopi propter egritudinem et senectutem eins qui tunc fuit Gauzbcrti augere debuit, qaod 
iuxta petitionem primi eiusdem loci abbatis Warini ita moderari placuit, ut descripto quantum satis sit ad 
seruitium episcopi hoc nullo modo subtrahatur, et episcopus uicissim ampliora non querat, nee cum plu- 
ribus ueniat quam ut eis sufficere possint. In quibus satis esse consensit prefatus episcopus coram anle- 
cessore nostro Hludowico et archiepiscopo Hrabano, ceterisque cum eo in synodo agentibus, id est, ut 
dentur ad singulas ecclesias porci IUI. ualentes singuli denarios XII. aut VIII. arietes tantundem ualcntes. 
porcelli IUI. auce IUI. pulli VIII. situle XX. de medone. de mellita ceruisia XX. de non mellita . .**) panes 
CXX. de auena modii C. manipuli DC. sitque in potestate episcopi utrum haec per singulas ecclesias ad 
unum mansionaticum an ad duo uelit habere. Ne autem in summa debiti his plus minus compleretur, hoc 
auctoritatis sue decreuit atquc iussit. (His etiam) adiungere placuit liberam utrique loco concessionem eli- 
gende de propria congregatione in regimen sui per futura semper tempora congrue persone, quod et nos 



^ Die aus der febr beschädigen Ortgioal-TIrkunde Tcrschwan denen, hier nach Huthmassung und Analogie anderer Urkunden 

ergänzten Worte iind in Klamnern eingeschlossen. 
**) Gleichartige Urkundeni s. B. Nr. CXXXill. haben hier die Zahl LX. 



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1039 — 1040. 403 

confirmamns et corroboramus. Et ut omnis hinc dubietas toUatar, manu propria corroborantes, sigUli 
nostri impressione ea signari iussimus. 

Signum domni Heinrici tercü (L. M.) regis inuictissimi. 
Theodericus canceUarius uice Bardonis aacMcapellani recognouiL 

Data III. Non. Sept. Indictione VII. Anno dominice incarnationis M®. XXX. Villi. Anno autem domni 
Heinrici tercü ordinatioms^ XII. regni uero 1. Actom GOSLARE Feliciter AMEN. 

Das Siegel ist verloren gegangen. 

CXXXII. 

^* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Reinricus diuina fauente dementia rex. Quoniam diuinae 
dispositionis prouidentia ad regeudam totius rei publicae || monarchiam su^ immense pietatis magnificentia 
nos prouexit, ante omnia autem hoc laborare debemus, ut qui coronam terreni rcgni concessit, post 
emensum huius uite spacium, ea eliam coronari permittat, que non auferatur in aet^rnum. Quod potissi- 
mum fieri posse decernimus, si loca aecclesiasticis obsequiis deputata nostra auctoritate corroborentur, ut 
omni exteriore inquietudine remola in tranquillitate permaneant, quatinus eorum precibus adiuuemur, cpii 
ibi die noctuque orationibus in Dei seruicio uacare debentur, et quod per nos utpote conscientia trepidi 
querere non presumimus, sanctae Dei aecclesiae seruientium pia intercessione impetremus. Quapropter 
uniuersitati fidelium nostrofum patere uolumus, qualiter RVODOLFVS sanctae Paterbrunnensis ecclesiae 
ucnerabilis episcopus, pro ecciesie sue honore, immo maxima utilitate, pie intentionis deuotione nos sup- 
pliciler aditurus exorauit, ut ecciesia cui ipse pastorali cura presidet, nostra regali auctoritate corrobora- 
rctnr. Cuius petitioni quia rationabiiis uidetur gratuito assentientes, quicquid eadem ecciesia per iusticiam 
obtinere debet antecessorum nostrorum regum uel imperatorum uel nostra oblatione ceterisque fidelibus 
ibi collatum, in rebus, territoriis, uel in comitatibus ac districtu, uel quibuscumque utensilibus, ac quic- 
quid MEGENWERCVS episcopus, antecessor scilicet prelibati Ruodolfi episcopi, de sua hereditate ibi con- 
tulit, uel aliunde per commutationem aut precariam legaliter adquisiuit, denuo stabil! dono concedimus et 
regali auctoritate confirniamus. Si quis autem nostre confirmationis edictum ullerius aliqua presumptione 
infringere temptauerit, centum librarum auri ad nostrum pondus compositione multetur, vt dimidium ca- 
mere nostre persoluat, reliquum uero eidem ecciesie quam temerarie inquietare presumpsit. Et ut haec 
confirmatio per successiones temporum stabilis et inconuulsa permaneat, hanc regalis precepti paginam 
inde conscribi ac manu propria confirmantes sigillo nostro iussimus insigniri. 

Signum domni Heinrici tercii (L. M.) regis inuictissimi. 
Theodericus canceUarius uice Pardonis archicanceUarii recognouiL 

Data XIII. Kai. Oct. Indict. VII. Anno dominice incarnationis M*^. XXX. Villi, anno autem domni HEIN- 
RICI tercii XII. regni I. Actum Bohtfelht feliciter AMEN. 

Das grosse aufgeditickte Siegel seigt den König auf dem Throne* sitsend nnd is der rechten Hand einen Stab haltend, 
mit einem Vogel (Adler) auf der Spitae. 

CXXXIII- 

C« In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. HEINRIcus diuina fauente dementia rex. Si locis diuino 
cultui roancipatis aliquam munificentia nostra adicit immunitatem, unde commorantes inibi || securius et 

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404 i040. 

commodius uitae celestis quietudini ualeant inseruire, existimamus hinc presentibus uti felicius ac mansuris 
perfrui beaiius. Quo circa nouerit omnium Christi nostrique fidelium cautela, tarn preseaiium quam suc- 
ccdeutium, qualiter nos pro remedio animae nostrae parentumque nostronim, nee non pro petitione HE- 
REVORTENSIS aeclesiae abbatiss^ GOTESDIEnominate nostri dilecle, tradilionem HLVODEWICI impera- 
toris quam tradidit ad monasteria quorum unum est monachorum noua CORBEIA nuncupatum. Aliud est 
saactimonialium HERIVORTI nominatum , quae piae roemorie genitor illius HLYDUWICüS imperator ad nor- 
roam precipuorum in Gallia monasteriorum construxit, CORBIENSE uidelicet ad simiiitudinem antique 
CORBEIJ^, HERIVORTENSE uero ad SVESSIONIS simiiitudinem, abbati CORBEIENSI commendauimus, ut 
iuxta consuetudinem, qua ancillarum Dei congregationibus procurari solent prepositi ex eclesiastico ordine, 
tarn in disciplina quam in cunctis negociis, que famul^ Christi pro sexu et professione sua exequi non 
possent, ipsarum prouisor et patronus existeret. Pro elemosina autem generis sui tradidit cellam que 
uocatur MEPPIA, cum decimis et possessionibus undique ad eam pertineutibus , et eclesiam HERESBVRC 
circumquaque per duas saxonicas rastas, ad nouam CORBEIAH. Ad HERIVORTENSE uero monasterium 
in episcopatu ASNABRVGENSI eclesiam BVINIDI cum subiectis sibi eclesiis, in barrochia MIMIERNEYORDI 
eclesiam RENI cum his qu^ ad eam pertinent eclesüs, ita sane ut decimarum aliorumque redituum pro- 
uentus omnes prefatis cederent monasteriis, et ab ipsis uicissim procurarentur subiecte plebes, in baptis- 
mate, in eucharistia, in sepulturis, in confessione peccatorum audienda, et prespiteri qui principales ^cle- 
sias tenerent archiprespiterorum officio fungerentur, Ad agenda omnia qu^ solent fieri ab archiprespiteris 
episcoporum. Et cum ipsi episcopi circationes suas ibi agere deberent, ad eorum mansionatica daretur 
ut in capitularibus antecessorum nostrorum prescriptum habetur, uidelicet quantum satis sit eis dari, et 
episcopi non plus querant, nee cum pluribus ueniant quam ut eis sufficere possint. Ne autem in summa 
debiti episcoporum seruitii plus exigeretur quam opus sit, statuerunt predictarum eclesiarum episcopi cum 
consensu synodali coram antecessore nostro OTTONE imperatore et archiepiscopo RABANO c^terisque 
cum eo in synodo agentibus, ut dentur ad singulas eclesias porci IIII. ualentes singuli denarios XII. aut 
arictes VIII. tantundem ualentes, porcelli IIII. aucae IUI. pulli VIII. situlae XX. de medone, de mellicia 
eeruisa XX. de non mellita LX. panes CXX. de auena modii C. manipuli DC. essctque in potestate episco- 
porum, utrum haec per singulas eclesias ad unum mansionaticum an ad duo uellcnt habere. Statuit ergo 
prefatus antecessor noster OTTO imperator liberam utrique loco concessionem et potestatem eligende de 
propria congregatione in regimen sui per futura semper tempora congru^ persone, et ut nuUus iudex 
publicus licentiam in homines- ad prefatum monasterium HERIVORTENSE pertiuentes ullam iudiciariam ha- 
beat exercere potestatem. Sed omnis eorum res coram aduocato ipsorum definiatur, quam constitutioncm 
antecessorum nostrorum iustam et rationabilem nos quoque predicto monasterio HERIVORTENSI precepto 
nostro regali confirmamus atque corroboramus. Et ut haec confirmationis nostrae auctoritas stabilis et 
inconuulsa omni permaneat aeüo, hanc paginam inde conscriptam manu propria ut infra uidetur corrobo- 
rantes, sigilli nostri impressione iussimus insigniri. 

Signum domni Heinrtci tercii (L. M.) regis inuictissimi. 
Eberhardus cancellarius uice Bardonis archicancellarii recognouit. 

Data XI. Kai. Januar. Indictione VIII. Anno domiuicae incamationis Millesimo XL. Anno autem domoi 
HEINRICI tercii ordinationis eins XIU. Regni uero IL Actum HERIVORTE feliciter amen. 

Das aurgedmckte^ den König auf dem Throne tiUend yontellende Siegel ut sehr beichadigt. 



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1040. 405 

CXXXIV. 

Älteste urkundliche Nachrichten zur Geschichte des Stifts Überwasser. 

Eiaem su Ende des 11. oder Anr«oge des 12. Jahrhunderts geschriebenen, ehemals cum Archive des gedachten Klosters gehörigen 

ETangelien-Codex, gleichseitig beigefügt. 

Anno ab incarnatione Domini Millesimo XLl. Indictione Villi. IUI. Kai. Januarii, regnante et astante 
imperatore Heinrico tercio, in monasterio sancte Marie, quod est in Miraigardevvord, consecratum est 
principale altare a uenerabili Agrippinensis ecclesie archiepiscopo Herimanno, administrantibus Bremensi 
archiepiscopo Alebrando et Mindensi episcopo Brunone, In honore sancte crucis et sancte Dei genitricis 
et plurimorum sanctorum. 

Meridianum altare a Magociacensi archiepiscopo, sancto scilicet Bardoue, assistentibus sibi Bauen- 
bergensi episcopo, Svithgero, qui postea Rome papa ordinatus est, et Thietmaro episcopo Hildine^eimensi, 
In honore sancti Johanuis Baptiste et omnium sanctorum martirum. 

Aquilonare altare consecratum est a Parthenoponensi*) archiepiscopo Hunfrido, iuuantibus Gazzone 
episcopo de Cizce, et Osneburgensi episcopo Aluerico, In honore sancti Johannis euuangeliste et omnium 
sanctorum confessorum. 

Occidentalis arra dedicata est a patre nostro domno HERIHANNO episcopo, huius loci fundatore et 
structore, fauentibus Leodicensi* episcopo Nithardo, et Scelsvuiccensi episcopo HRvotholfo, In honore san- 
ctorum apostolorum PETRI et Pavli, et aliorum plurimorum sanctorum, quorum nomina scripta sunt 
in celis. 

Hanc Dei sponsam, ipse qui affuit imperator augustus Heinricus, quadam sue proprietatis dotauit 
curte, Haruia dicta, que sita est in pago Liuegovve, astantibus pene tocius regni primatibus, et presente 
felicis memorie prima domna ac matre nostra spiritali, abbatissa BERTHEITHE, ipsius domni et patris 
nostri Herimani sorore, qu^ ab infancia sua nee cum mundo flere, nee cum mundo umquam uisa est 
gaudere, sed super gregem sibi creditum cura peruigili studuit excubare, que monachice rellionis sub 
obscuritate quanti apud Deum in uita sua fulgeret meriti, testantur nonnuUi, qui quacumque ex causa an- 
gustiaii, ad sepulcrum eins confugientes receduut consolati. 

Tricesimo primo quidem tam gloriose et memoria dign§ consecrationis anno, scilicet incamationis 
Domini MLXXI. Nonas Aprilis, peccatis nostris uere /exigentibus, tota hec dedicatio, tot Deo electorum 
sacerdotum confirmatio, igne deuorante, in momento est euacuata, omnisque edificiorum honorabilis stru- 
ctura ad nihilum pene redacta. Ex quo graui merore affecta est huius loci tunc temporis abbatissa IDA, 
uere ut speramus beata, secundum nominis sui interpretationem, mente et corpore valde speciosa, que 
prime domne nostre cognata, eins in laribus teuere educata, et ut preciosus lapis multiplicibus polita ar- 
gumentis, pluribus uirtutum resplenduit ornamentis, qua tante excellentie filia, talis matris successor efiß- 
ceretur emerita« Erat enim ad omnem Dei gloriam studiosissima, ad ömnem cultum studii relligionis et 
edificii inuigilantissima , quodque rarissimum habetur in sanctorum moribus, diuine miserationi multis sepe 
commendauit obsecrationibus, salubri prosperitate nos iocundari, suis non sohim temporibus, sed et si 
pösset fieri, usque ad consummationem seculi, utque breuiter omuia concludam, rectricem tam soUicitam 
ea superstite nee qutsquam comperit, nee in tota huius mundi latitudine deinceps inuenit, cuius laudi me- 
rito asscnbitur in secula, quecunque hoc in loco Deo digna resonat gloria« H^c tanta ac talis matrona in 
Omnibus uüs suis laudabilis et gloriosa, timoris Domini thesaurum mente recondens, non ex quanto, sed 



*) Darüber geschrieben: Magetbeburg. 

Cod. dipl. bist. WestfaL 14 

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406 1040. 

diuin^ benignitatis quanta sit habundantia perpeiidens, ad reedificandum toto nisu consurrexit, quod opifice 
summo cooperante ad perfoctionis lirnam pene nsque perduxit. Nam cum hanc Dei spousam multo appa- 
ratu iam perornasset undique, occulto Dei iudicio heu preuenta mortalitate, uno tantum anno ante huius 
aulc consccraiionem, sine dubio celcstem intrauit ad Jherusalem, ubi felici commercio pro perituris eterno 
potitur gaudio. Sed incoromutabili Deitatis dispositione, quod non licuit per se, ipsius reseruatum est 
consobrine, nostre scilicet domne abbatisse CRISTINE, bene quidem et perfecte Christian^, que omnes ma- 
terterf sue probitatis semitas argumentose instrucla, locum hunc et congregationem summa electione, quod 
uere scimus, strennue regit tercia, et qucmcunque cordis sui, dum adhuc uiueret, sensit affectum, infati- 
gabili studio perducere non cessat ad effectum. Est enim ad uniuersa quo optima sunt studiosa, pronam 
humilitatis et compassionis scalam condescendere admodum perita, in commisso fidelis, orationis contem- 
platione stabilis, compunctione facilis, omnibus affabilis, et totam Dei glorie structuram, quam precessores 
eius supra lirmam fundauerunt petram, suis temporibus per neglegentiam ne difluat, multis lacrimis san- 
Ctorum suffragiis non solum attentius commendat, sed et ipsa cotidie super edificare non cessat, ut talium 
matrum competit proli, quarum si radix sancta et rami. Huius instanti peticione, immo diuina preucniente 
inspiratione, anno M.LXXXV. indictione YIII. regnante imperatore Hcinrico llll^o. m. Idus Januarii, iterum 
dedicata est occidentalis plaga monasterii nostri a uenerabili ERPHONE, huius sedis antistite, presulatus 
sublimitate meritis decorato ut nomine, In honore Domini nostri Jhesu Christi, et uictoriosissime crucis, et 
sancte Marie perpetue uirginis, et sancti Michahelis archangeli, omniumque celestium uirtutum, et specialiter 

. sancli Pelri apostoli, sanctorumque apostolorum Pauli, Andree et omnium sanctorum, in quo altari conti- 
nentur relliquie apostolorum Phiiippi et Bartholomei et aliorum plurimorum sanctorum« Eodem anno idem 
bone uoluntatis episcopus, VIII. Kai. Aprilis, consecrauit aram in capella que uocatur Iherusalem, In ho- 
nore Domini nostri Ihesu Christi et omnium sacramentorum «ius, sancte annunciationis, natiuitatis, passio- 
nis, sepulture, sancte crucis, resurrectionis , ascensionis, et in honore aduentus spiritus sancti, et sancte 
Marie matris Domini, et sancti Thomc apostoli, Quirini, Hermetis, et omnium sanctorum. In quo conti- 
nentur relliqui^ de sepulchro Domini, de ligno Domini, de mensa Domini, de lapide super quem sedebat 
angelus Domini, Andree, Johannis, Jacobi, Thome, Mathei, Quirini, Victorini, Hermetis, Alexandri, Oswaldi, 
Gregorii, Nicolai, Seuerini, Cuniberti, Alexis, Leonis, Cecilie, Petronillc, Marie magdalene et Marie 
egiptiace. 

Ab incamatione Domini anno M^.LXXXVI. indictione Vlllla. IUI. Kai. Januarii, consecratum est prin- 
cipale altare a glorioso presule nostro ERPHONE, In honore Domini nostri Ihesu Christi, et sancte crucis, 
et sancte Dei genitricis, et sancti Michahelis archangeli, et omnium colestium uirtutum, Sancti Petri, Pauli 
et onmium sanctorum. In quo continentur relliquie de ligno Domini, de ueste sancte Mari^, Pauli, Bar- 
tholomei, Pantaleonis, Nerei, Achillei, Prisce, Aquilo, Quintini martirum, Benedicti abbatis, Gerthrudis vir- 
ginis, Genofeue, Vereng, Serene, et sanctarum XI. milium uirginum, et plurimorum sanctorum. Meridianum 
altare consecrauit idem noster domnus, In honore sancti Johannis bapliste. In quo continentur relliquie 
sancti Stephani protomartiris, sanctorum innocentum, Sancti Ciriaci martiris, Sancti Sebastiani, Fabiani, 
Gratiani, Quintini, Pantaleonis, Abundantii et aliorum sanctorum. Aquilonare altare. In honore sancti Jo- 
hannis euuangeliste, Martini, Abundantii, Pancratii, Benedicti, Brictii, Nicolai, Seruatii, V^Ticberti et aliorum 
sanctorum. 

Anno ab incarnatione Domini M<*.LXXXVII. indictione X. Villi. Kai. Februarii, dedicata est Meridiana 

• capella, a uenerabili huius sedis episcopo ERPHONE, In honore Sancti Pauli apostoli, Sancti Miniatis mar- 
tiris, Ambrosii, Egidii, Iimocentii, Sancte Marie Magdalene, Afre et omnium sanctorum; In quo continentur 
relliquie Sancti Pauli apostoli, Miniatis, Ambrosii, Egidii, Marie Magdalene, Agathe et aliorum sanctorum. 

Anno ab incarnatione Domini M^.LXXXVIII. Kai. Februarii, Indictione XI. Idem domnus noster ERPHO 
dedicauit aquilonarem capellam. In honore Sancte et indiuidue Trinitatis, et victoriosissim^ crucis, et sancte 
Marie perpetue uirginis, et sancti Raphahelis archangeli, et Jacobi fratris Domini, et Jacobi fratris Joban- 



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1040. ^o^ 

n\s, Symonis ei Jude, et sanctorum martirum Cosme et Damiani, Dionisii, Processi, Martiniani, et specia- 
liier Sancii Benedict!, Amati, Romarici, Columbani, Galli, Adelfi, Maurini, Seueri, Scolasiice, Brigid^, 
Sophie, Spei, fidei, kariiatis, et omnium sanctorum. In quo coniinentur relliquie sanctorum, de fibra 
sancii Jacobi fratris Domini, Cosme et Damiani, Processi et Mariiniani, Quirini, Dionisii, Rustici et Eleu- 
therii, Nicomedis, Materniani, Lambert!, Maurini, Benedicii abbatis, Scolasiice virginis. 

Eodem anno, XVII. Kai. Sepiembris, Idem ipse episcopus nosier ERPHO chorum nostrum consecra- 
uit, In honore Domini nosiri Ihesu Christi, et sancte Marie, et sancii Michahelis archangeli, et sanctorum 
apostolorum Petri et Pauli, Gereonis sociorumque eins, Viciorini et omnium sanctorum. In quo coniinentur 
relliquie S. Victorini, Dionisii, Floriani, Scucrini, Liudgeri, Vualdburgis, Gerlhrudis, et Sancte Ide, ei alio- 
nim plurimorum sanctorum. Eodem die consecrata est occidentalis ara ipsius chori, In honore Dominj 
nostri Ihesu Christi, et Sancte Dci genitricis, S. Michahelis, Gabrihelis et neuem ordinum angelorum, An- 
drce apostoli, Valeniini, Mauricii ei sociorum eins, Basilii, Simphorose et omnium sanctorum. In quo con- 
iinentur relliquie de sacorphago fsicj Sanctf Marie, sancti Andree, Mauricii, Marcellini et Peiri, Laureniii, 
Yiii, Gregorii Pape, Remigii, Agathe, Druihildis virginis. 

Omne debitum seruicii, quod in hac dedicatione nosiro exhibendum erat aniisiiti, et omnia genera 
donorum, regine iam reseruauit polorum, que ut seiet cunciis sibi deuotis, ceniuplicaia ilU recompenset 
hie et in celis. Landes referimus benigniiati diuine, que nos huius consecrationis iocundauit reparatione, 
ipsum incessabili prece rogiiantes, qui non dormitat neque dormiet, ut super hanc domum patema pro- 
teciione uigilet, nosque habitanies in ea nunc et in cuum letificet AMEN. 



cxxxv. 

v>c In nomine sanciae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauenie dementia rex. Omnium fidelium 
nostrorum iam presentium quam et || futurorum sollers nouerit indusiria, Qualiier nos diuina ammoniiione 
compuncii, nee non fidelissimo ac frequentissimo seruitio HEREMANNI MIMIGARDEVVRDENSIS ecclesi§ 
uenerabilis episcopi non parumper incitaii, quandam curtem nosirae proprieiatis HARVIA dictam, in pago 
LIVEGOWE et in comiiatu DIETBALDI comitis silam, pro rcmedio animae dileciissimi genitoris nosiri 
CHVONRADI uidelicet imperatoris augusti, ac pro pia recordatione anime coniugis nosirae CHVNEHILDIS 
reginc, simulque pro stabilitate uilae nosire, nosireque matris GISILE imperairicis auguste, aique pro 
desiderio diuine. retributionis, ad hanc ^cclesiam, quam predicius HEREMANNVS episcopus in MIMIGAR- 
TE\TRTENSI loco a fundamenio incepit, eamque ad finem perdueiam , nobis asiantibus, in honorem sancte 
Dei genitricis MARIae honorifice consecrauit, cum omnibus suis periinentiis, hoc est utriusque sexus man- 
cipiis, areis, edificiis, terris cultis et inculiis, agris, praiis, pascuis, campis, siluis, uenationibus, aquis 
aquarumque decursibus, molis, molendinis, piscaiionibus, exitibus ei reditibus, uiis et inuiis, quesitis et 
inquirendis, seu cum omni uiiliiaie qu§ scribi aut dici poierit, Eo tenore in proprium dedimus atque tra- 
didimus, ut eiusdem ecclesi^ abbatissa ceier^que raoniales Dei sancteque genitricis MARIE seruiiium abhinc 
die noctuque in commemorationem nostri parentumque nostrorum copiosius possint adimplere. Firmissime 
autem in eadem facienda iraditione hoc excepimus, ui neque presens HEREMANNVS episcopus neque 
futuri successores sui deinceps prefatam curtem ullam poiestatcm habeant de eadem ecclesia reirahendi 
uel in suos usus uendicaudi, nisi eo concambio aut ea restituiione, que eiusdem ecclesic abbaiisse dmni- 
busque suis monialibus aut ex uicinitale aut ex utiliiaiis magnitudine commodior uel utilior esse uideatur. 
Et ut haec nosirae traditionis aique largitionis aucioritas nunc et per succedentia temporum curricula 



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408 1040 — 1043. 

stabOis et inconuulsa permaneat, hanc paginam inde conscribi eamque manu nostra ut sobtus uidetar cor- 
roborantes, sigilli nostri impressione precepimus insigniri. 

Signum damni Heinrici tercü (L. M.) regis inuictissimi, 
Eberhardus cancellarius uice Bardonis archicancellarii recognoui. 

Acta im. Kai. Januar. Indictione YIIII. Anno dominicae incarnationis M.XL.I. anno autem domni 
HEINRICI tercii ordinationis eins XIII. Regni uero II. Actum MIMIGARTEVVRTE. AMEN. 

Vom Siegel ist keine Spur tu eotdecken; dagegen ist auf dem leeren Räume der Charte, wo sich das Siegel befinden 
sollte, eine verschoben vierseitige Schleife von gelbseidenen Schnuren angeheftet. (Wahrscheinlich war an dieser 
das Siegel, ohne Zweifel von Blei, dergleichen von Heinrich II. und III., jedoch auiserst selten, vorkommen, so 
angehängt, dass es cur Seite der Urkunde herabhing, und ist davon abgeschnitten worden. Gans auf ähnliche Weise 
ist die Bleibulle an einer Urkunde Papst Leo's IX. im Königl. Provintial*Archive tu Diisseldorf befestigt.) 

cxxxvi. 

In nomine sanctf et indiuidue Trinitatis. || Nota sint omnibus fidelibus tarn presentibus quam faturis 
ea que in bis intitulauimus litteris. Sicut imperatoria dignitas omnes in hoc mundo antecedit honores cum 
magna uirtutum excellentia, ita nimirum necesse est ipsius gesta cum maxima obseruari diligentia, ut non 
sit quisquam ubiuis gentium, qui ulla presumptuosa temeritate audeat regale infringere sacramentum. 
HERIMANNVS igitur uenerande memorie Mimigardefordensis episcopus, peracta edificatione templi in honore 
uidelicet sanct^ et perpetue uirginis MARIE, ad dedicationem ipsius ecclesie domnum suum HEINRICVM 
piissimum ac inuictissimum imperatorem inuitauit, et reuerentissima ut talem decuit uirum accuratione cum 
multorum episcoporum nee non et principum nobilium comitatu sustentauit. Sed predictus imperator ob 
premerendam Dei omnipotentis sueque sacratissime matris gratiam, consentiente et coUaudante regni sui 
principatu, eandem ecclesiam nobilissimo dotauit munere, eo sciiicet, ut decima que in Frisia dari debet 
ex debito quod regium dicitur, eidcm ecclesie pro sui memoria annuatim fideli persoluatur amministratione. 
Vnde quidem sanctorum patrum uerissima difSnitum est auctoritate, hunc fuisse reum maiestatis illius 
summi et eterni imperatoris, quicunque huiusmodi largitionem irritam fecerit, uel aliquid ab ea iniuste 
subtraxerit, ipsumque indissolubili obligari examinatione , nisi digna resipuerit emendatione. Acta uero est 
hec consecratio et traditio anno dominice incarnationis millesimo. XL.I. Indictione Villi. IIII. Kai. Januar, 
regnante domino nostro Ihesu Christo, cui laus et gloria per cuacta secula AMEN. 

Weder ein Siegel noch eine andere äussere Beglaubigung ist vorhanden, am untern Rande der Charte aber eine kleine 
Schleife von gelbseidenen Schnuren angeheftet. (Vgl. die Bemerkung tu der vor. Urk.) 

CXXXVII. 

Ans dem im Jahre 1533 aufgenommenen nnd gerichtlich beglaubigten Ropialbuche der Kirche St. Hauricii su Minden. 

In nomine patris et filii et spiritus sancti. Bruno Mindensis ecclesie solo nomine episcopus, Dei 
tarnen gracia quicquid est, successori suo*cunctisque suis successoribus diuina ordinatione futuris, presentis 
vite securitatem et eteme beatitudinis certitudiuem. Quantum diuine seruitutis obsequiis antecessorum 
meorum Studium semper fuerit, vestre sanctitati notum erit, qui hac vita positi, omni qua potuerunt deuo- 
tione solummodo nitebantur, ecclesie sibi a Deo commisse aliquam religionis vtilitatem conferre, quatinus 
mundauo cursu peracto noue resiurectionis cum bonis consortio et perpetue vite cum electis premio 
mererentur obtinere. Quorum ordinis vicem cum ego quoque humilimus et nullo merito sed sola Dei 
gracia susciperem locum hunc quem pro salute sua vnusquisque eorundem et de propriis et diuinitus sibi 
collatis beneficiis benigne amplicauerunt affectu, ad exemplum ipsorum pro modulo meo adaugere etiam 



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1043. 409 

postmodom'desideraoiy sperans certissime me aliquem eiusdem vite fore participeni, si in diuinis ministe- 
riis eorum actus aliquatenus imitari inciperem. Ynde cum tarn venerabilium patrum strennuos actus ex 
integro coequare non possem, saltem vt in aliquo amabile eorum exemplum prosequerer, monasteriis loci 
huius que de labore eorum fundata et de beneuolentie ipsorum collatione postea sunt adaucta, ego etiam 
queque Ali eisdem contulerant, meo tempore inuiolata corroboraui, et pro possibilitate de propriis here- 
ditatis mee bonis et parte decimarum quas extra vsum necessarium seruicii mei coUectas in potestate 
habere potui, ibidem Deo famulantium prandia augmentaui, quatinus eorundem intercessionibus largiter 
fretus, si de labore meo aliquid deuotionis munus Deo placabile inciperem, ipsi maiori animi fiducia ofiFerre 
valerem. Hac ergo fiducia in solo spem habiturus domino, hanc pauperculam et adhuc rudern ecclesiam 
voto magis quam ex posse fundare cepi ad laudem et honorem domini nostri Jesu Christi eiusdemque 
genitricis gloriosissime et semper virginis Marie et victoriosissime sancte crucis, sanctique Michaelis archan- 
geli et totius celestis milicie, sanctique Petri nostri patroni et sancti Gorgofiii martyris, et speciali sancti 
Mauricii sociorumque suorum commendatam priuilegio, et sanctorum martirum Fabiani et Sebastiani, Ci- 
riaci, Lambefti, Georgii, Blasii venerationi construendam destinaui, pro salute videlicet animarum eorundem 
antecessorum meorum et cunctorum subsequentium communi prouectu, et pro parentum meorum seu et 
propria recordatione id agens, et in quantum potui tum de propriis iuris hereditarii bonis dotaui, tum de 
substantie mee collectiuis et acquisitis vtilitatibus augmentaui. In qua uidelicet deuoUone si qua est ad 
sanctitatis vestre iudicium confugio, obsecrans vos per nomen domini sanctorumque simul quorum meritis 
hanc ecclesiam destinaueram , quatinus sortis mee vestreque conditionis, qua omnis caro post mortem in 
suam transit originem, non immemores, bona que eidem ecclesie contuli, non. solum ad meam salutem 
sed ad prouectum vestrum perpetuo profutura, eo tenore stabilire velitis, vt si humane fragilitatis impe- 
dientibus negociis de vestra parte plura non addantur, saltem hec inuiolata permanere patiamini, et sub 
manu vestre potestatis corroboranda et firmanda preualeant, quatinus predictorum sanctorum martirum 
interuentu apud Christum subleuati, pariter cum ipsis eterne vite regno participemini. Ad hec, o vene- 
rabilis ordinis mei Deo disponente successor, me indignum et peccatorem specialiter tue sanctitati com- 
mendo, vt si quid negligentius circa preceptum domini et in commissi cura gregis humane fragilitatis tor- 
pore commiserim, tue sanctitatis apud dominum experiar medicinam, quatinus et post sortis tue terminum 
tibi succedentium certius et eificacius persentias patrocinium, si oneris mei molestüs tue sanctitatis oratione 
aUquatinus dignaberis supponere. Hec autem ex mea paruitudine huic contuleram ecclesie. De propria 
hereditate mea in Lecha et in Berka quecumque ego uel mater mea possidere videbamur, videlicet tri- 
ginta et quattuor mansos, excepto predio ibidem posite familie, cum mancipiis cunctis ad eadem loca 
determinatis, vno scilicet excepto clerico meo cui nomen est Bruno, aliisque vtilitatibus, villis, areis, edi- 
ficüs, agris, terris cultis et incultis, viis et inuiis, exitibus et reditibus, quesitis et inquirendis, pratis, 
pascuis, siluis, venationibus, aquis aquarumue decursibus, piscationibus, molendinis et vtilitate siiue cuius- 
dam, in qua duas portiones habuimus, et cum vtilitate salis, nee non cum omnibus appendiciis que dici 
aut uominari possunt. Mundiburdio eiusdem ecclesie tradidimus, In AfiForde decem mansos quos Mein- 
wardus dedit, in Gegonhuson vnum mansum quem Liutbureh dedit, in Wederbergon quinque mansos 
quos HUdiboldus frater noster dedit. In Ridanthorpe quecunque Helmburg sanctimonialis possidere vide- 
batur, queque ab ipsa cum patroni sui traditione in proprium suscepi, et ducentis talentis comparaui# In 
Lerbiki quecunque Hemuko frater noster in beneficium habuiC, et mansum vnum in AUerikheshusun quem 
Abbiko habuit, et sex mansos quos Thiatmarus Comes pro se et Widikindo comite eidem ecclesie tradidit^ 
et duos mansos quos Abbik et Erp dederunt in Aidanthorppe, et in Thumethe decem mansos, etpredium 
quodcumque Widikindus Comes in Buttingthorppe habuit, et quodcunque Alfkier in Trato in beneficium 
habuit. 



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410 1042 — 1043. 



CXXXVIII. 



Cum iam fidei et ueritatis regnantibus pcccatis rara usqnam terranim habeantur uestigia, aequum 
censemus ea que nostra modcrnitas utilitatibus ecciesiarum Dei contulerit, süb scriptione determinare 
firmissima, ui si quis succedentium , quod minas cupimus, uesania instigante, irritare disposuerit modum 
nostrae tradilionis, hac testimoniali cartula conuictus, se certo obnoxium recognoscat aeterne ultionis. 
Nouerit uniuersa prcsentium futurorumque in Christo uobis cara dilectio, qualiter ego BENNO Mimigeme- 
fordensis uicedominus gratia Dci indigcns, utriusque uitae mee statum commendare satagens Sancte Dei 
genilricis presidio, conductus assuasu et admonitione pii patris nostri scilicet RODPERTI episcopi, tradidi 
per manum aduocati mei RODVVARDI in ius et dominium eiusdem sancte Mariae quoddam predium in 
Walthorpe situm Hoanasche nuncupatum cum omnigenarum adiaccntia utilitatum, ut et nostrae caritatis 
memoria inibi perpelualiter scribatur, et palrum nostrorum episcoporum HERIMANNI scilicet SIGIFRIDI 
dilectio per huiusmodi traditionis nostrae intenientum etema bcatitudine felicius perfruatur. Vt autem no- 
strae traditionis nulla sit dubietas, quicquid ibi possidere uidebar integre modo tradidimus donatumque 
esse uolumus, cum mansis et mancipiis, pratis, pascuis, piscinis aquarumque dccursibus. Domnus uero 
episcopus RODPERTVS ad presens unum mansum in Ihtere situm sua industria acquisitum sanct^ Marie 
donauit, quem pro precario iure, addito alio quodam sue proprietatis manso in Risonbeke, michi eiusdem 
loci abbatissa per manum aduocati sui LIVPONIS concessit, ea ratione, ut quamdiu aduixero et precario 
et predicte traditionis utar predio, annisque singulis duos denarios sancte Marie pro recognitione traditionis 
habeam exoluere, postquam me uiam uniuerse camis ingresso precarium et predium in usum redeat in- 
tegre. Hec sunt mancipia ad supradictam traditionem pertinentia. Adelword presbiter. Volcmar. Abbaco. 
Tiedo. Wiuekin. Rozeia. Meresuind. Folcsit. Betteka. Benna. Wcnnikin. Ecsuit. Euekin. Testes autem huius 
rei sunt. Arnold prepositus. HRipo decanus. Helmerik diaconus. Nithing diaconus. Suetger subdiaconus. 
Heinrik subdiaconus. Rothulf presbiter. Hereman miles. Gisolbraht. Etzo. Sigewin. Engizo uillicus. Item En- 
gezo. Ricbraht. Liupraht. Thiedrik. Godescalc. Et ut hec traditio stabilis et inconuulsa permaneat, sigillo 
domni nostri RODPERTI iussu ipsius insigniuimus. 

Vun dem aurgednickteo , der zurückgelasseoen Spar ooch, kreisförmigen Siegel, dem eintigen, welches tod Biscfaor 
Ruodpert bekannt, ist nur noch ein Bruchstück torbanden, auf welchem ein TheU von dem Bildnisse des Bischofs 
zu erkennen ist. 

CXXXIX. 

Aus dem gericbtUch beglaubigten Kopialbuche des Stilles S. Maaricii zu Minden. 

In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Hinricus diuina fauente dementia rex. Si in monasteriis 
construendis Studium habuerimus aut aliis nostris fidelibus idem volentibus assensum prebuerimus, non 
solum ad temporalis verum etiam ad eterni regni commodum hoc nobis profuturum esse non ambigimus. 
Quapropter notum sit omnibus Christiane religionis cultoribus presentibus videlicet et futuris, qualiter Bruno 
Mindensis episcopus nos adiit, et monasterium ex propriis hereditatis sue bonis, in insula quadam Wisare 
flumtnis iuxta Mindun posita, et sub potestate sancti Petri apostoli constituta, in honore sancti Mauricii 
martiris sociorumque eins et aliorum sanctopum, et pro nostri patris Chonradi imperatoris memoria, qui 
eundem pontificali dignitate sublimauit, et pro nostra sospitate et regni nostri stabilitate, et pro se suisque 
antecessoribus siue successoribus suisque etiam parentibus, a nobis licentiam construere impetrauit, quo 
in loco vitam monachorum constituere, eisdemque abbatem se licenter ordinäre nos postulauit. Et quia 
vllam in hac re nouitatem incipere vel nos aliquid exiude postulare antea non presumpsit, quam mona- 
steriis suis que inuenit aliquod supplementum adderet, locumque hunc sub nostram defensionem suscipere 
^os rogauit. Cuius petitioni quia iusta ac religiosa fuerat, nequaquam contrarii, ob interuentum videlicet 



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1043-^1044. 411 

familiarium nostrorum Hirimanni Coloniensis Archiepiscopi et Hunfridi Magdeburgensis episcopi, simul etiam 
cum consoDSu ceteronim nostrorum fidelium qui tunc temporis presentes affuerunt, prefatum monasterium 
construere et monasticam vitam abbatemque inibi constituere illi permisimus. Quod cupi merito eius de- 
sidcrio permitteremus, eo tamen maiori fiducia voto ipsius consensimus, quia sicut prediximus idem epi- 
scopus in primis sedis sue primatem ecclesiam fratrumque suorum prandium ibidem Deo sanctoque Petro 
famulantium de hereditariis suis bonis benigne adauxit. Et duo monasteria, sancte Marie videlicet et sancti 
Martini, ab antecessore suo Sigeberto episcopo incepta, iste alterum eorundem quod est sancte Marie et 
opere et consecratioiie consummauit, alterum sancti Martini vero ex parte deuote augmentauerat, aliaque 
monasteria que in episcopatu eius sub suo iure erant, et prandia ibi Deo seruientium fideli charitate sup- 
pleuit, quatinus votum suum in hoc quoque monasterio eo maiori fiducia postmodum expedire posset, 
quo ecclesiis suis quas inuenit vtilitatibus antea prodesset. Ad idem vero monasterium ex proprio here- 
ditatis sue bonis siue et ex aliis quecunque acquirere potuit coUationibus octoginta mansos cum mancipüs, 
villis, areis, edificiis, agris, terris cultis et incultis, viis et inuiis, exitibus et reditibus, quesitis et inqui- 
rendis, pratis, pascuis, siluis, aquis aquarumue decursibus, piscalionibus , molendinis et vtilitate siluarum. 
Nee non cum omnibus appendiciis que dict aut nominari possunt, tradidit perpetualiter ibi permaneuda, 
exceptis bis que vel ipse Deo opitulante postea acquirere poterit, vel coUatione fidelium huic prouenire 
possint ecclesie, quin etiam triginta mansos et octoginta aratra decimationum de monasterii sancti Petri 
bonis ad supplementum eidem monasterio condonauit. Constituit quoque vt per singulos annos in festiui- 
täte sancti Mauricii eiusdem sedis episcopus cum fratribus monasterii sancti Petri ad supradictum mona- 
sterium veniat ac missarum solemnia celebret ibique prandendo charitatem adimpleat. Et si episcopum 
adesse aliquid impediat, fratres tamen ibi eadem charitatis vocalione conueniaut, vt per hanc concordiam 
et dilectionem in Dei seruicio deuotiores coadunentur. Atque vt eadem ecclesia cum bonis suis nunc ab- 
ipso ei collatis vel postmodum conferendis ab eius successoribus vel ab aliis magis secura consisteret, 
in mundiburdium sancti Petri et tuitionem nostram et sub potestatem episcopi loci illius coUocauit. Idcirco 
notum sit omnibus, qualiter id ipsum monasterium eiusdemque abbatem et fratres inibi manentes sub nostra 
regali siue imperiali successorumque nostrorum tuitione defendi volumus, sie scilicet ut nuUus eiusdem 
episcopi successor potestatem habeat bona eiusdem monasterii aliquo modo destruere aut minuere. Quace 
si vel ille vel alius aliquis huius destructor et monasterii bonorumque suorum dissipator vere sciat, quia 
abbati fratribusque ibidem Deo seruientibus in nobis nostrisque successoribus certum est inde refugium. 
Et vt hoc nostre concessionis preceptum per omne tempus stabile permaneat et inconuulsum, hanc pagi- 
nam inde conscriptam subtusque manu propria corroboratam sigilli nostri impressione iussimus insigniri. 
Datum decimo kalendas Februarii, anno dominice incarnationis millesimo quadragesimo tercio, Indictione 
vndecima, Anno autem dni. Hinrici ordinationis XV. Regni vero quarto. Actum Goslare in Dei nomine 
feliciter Amen. Adelgerus Cancellarius vice Bardonis Archicapellani recognouit 

CXL. 

v>'» In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia rex. Si regiae übe- 
ralitatis munificentia locis Deo dicatis quiddam conferimus, || et ad temporalem uitam et aeternam nobis 
profuturum esse liquide confidimus. Quapropter omnium Christi nostrique fideUum tam futurorum quam 
presentium soUercia nouerit, qualiter nos precipue pro amore diuino et animae nostrae remedio, tum ob 
interuentum dilectae contectalis nostrae AGNETIS reginae, quasdam res ab antecessoribus nostris regibus 
uel imperatoribus monasterio Heriuordensi in honorem sanctae Dei genitricis perpetuae uirginis MARIAE 
constructo, et beatae BOSINNE corporaliter inibi quiescenti, duas scilicet curtes OVERANBERH et LIVT- 
WINESDORF, in usum sanctimonialium Deo ibidem famulantium datas, nostrae auctoritatis renouare scri- 
ptis et confirmare uoluimus, sitas in pago Anger esgauwe et in comitatu WIIECHINDI comitis, cum omnir 



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412 1044^1047. 

bus suis appendiciis, hoc est utriusque sexus mancipiis, areis, aedificiis, terris ciüiis et incultis, pratis» 
pascuis, aquis aquanimque decursibus, molis, molendinis, piscationibas, siluis, uenationibus, exitibus et 
reditibus, uüs et inuiis, quaesitis et inquirendis, cum omni utilitate quae uUo modo inde poterit prouenire. 
Ea uidelicet ratione, ut predicta loca in usum sauctimonialium inibi onmium remota contradictione perpe- 
tualiter teneantur, nuUi in beneficium prestanda. Illud etiam cum antecessorum nostrorum traditione et 
astipülatione benigne concedimus et confirmamus, ut sanctimoniales inibi Deo famulantes arbitrium et po- 
testatem habeant eligendi abbatissam, cum quaelibet earum locum morte intercidente mutauerit, et ut 
nulla iudiciaria persona in bis quae eandem ecclesiam continere uideatur, uel exactor, uel publicus iadex 
causas agere uel freda exigere, seu ad mansiones uel ad quodlibet ministerium compellere presumat, nisi 
aduocatus quem eiusdem loci elegerit abbatissa, locorum quidem herum homines a coeterorum omniom 
districtu sint liberi. Et ut haec regiae nostrae traditionis et confirmationis auctoritas stabilis et inconuulsa 
onuii aeuo permaneat, hanc cartam inde conscriptam manu propria ut infra uidetur corroborantes sigilli 
nostri iussimus inpressione signiri. 

Signum domni Heinrici tercii (L. M.) regis inuiclissimi, f CR. -• 

t 
Theodericus cancellarius uice Bardoms archicanceUarii recognouit. 

Data VII. Kai. Oct. Anno dominicae incarnationis M^. XL. IUI. Indictione XII. Anno autem domni Hein- 
rici tercii ordinationis eins XVII. regni uero VI. actum Aquisgrani in Dei nomine feliciter AMEN. 

Das Siegel ist serstört. 

CXLI. 

v>(* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia Romanorum Imperator 
augustus. II Nouerint omnes fideles nostri tarn futuri quam presentes, qualiter nos ob diuinum amorem et 
ob remedium anime nostre ac fidelis nostri Adalhardi, ad ecclesiam sanctae Dei genitricis MARIAE semper 
uirginis, et saucti Kiliani martiris sanctique Liborii confessoris et sancte Brigide uirginis, in elemosinam 
fratrum inibi Deo sub canonica regula seruientium, tale predtum quäle nos habuimus in Euerschutte dicto 
in pago HESSI, in comitatu Bennonis comitis, cum omnibus ad idem pertmentibus, scilicet areis, manci- 
piis utriusque sexus, edificiis, agris, terris cultis et incultis, pascuis, campis, sUnis, uenationibus, aquis 
aquarumue decursibus, piscationibus, molis, molendinis, uiis et inuiis, exitibus et reditibus, quesitis et 
inquirendis, seu cum omni utilitate que uUo modo inde prouenire poterit, per hoc nostrum imperiale pre> 
ceptum in proprium concessimus atque condonauimus , et iUuc perpetualiter existendum tradidimus, eo 
quoque tenore ut nuUus rex, dux, comes, uel ulla alia magna paruaque persona id ipsum inde alienare 
uel auferre presumat. Si quis autem huius nostrae kartae temerarius uiolator extiterit, diuinae senteutiae 
periculum incurrat, et in die iudicii inde reddere se sciat. Et ut haec nostrae traditionis auctoritas sta- 
bilis et inconuulsa omni tempore permaneat, Hanc kartam inde conscriptam subtusque manu propria cor- 
roboratam, sigilli nostri impressione iussimus insigniri. 

Signum domni Heinrici inuictissimi Romanorum imperatoris (L. M.) augusti. 
Hartuuicus cancellarius uice Bardonis archiepiscopi et archicanceUarii recognoui. 

Data nil. Non. SEPT. anno dominice incarnationis M.XLVII. Indictione XV. anno autem donmi Hein- 
rici tercii ordinationis eins XNW?. regnantis Villi**, imperantis F. Actum in SOSAEI feliciter AMEN. 

Das aurgedruckte Siegel seigt den Kaiser auf einem Stuhle sitzend, in der rechten emporgehobenen Hand den Reichs- 
apfel mit einem grossen Kreuxe, in der linken einen langen Stab mit grossem rändern Knopfe haltend ; mit der Um- 
schrift: Heinricus Di. Gra. Romano^. Imper. Aug. f. 



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1048 — 1052. 413 

CXLII. 

In nomine saucte et indiaidof Trinitatis. Rotho Dei gratia Patherbninnensis ecclesie episcopns. || Quia 
saluatore nostro attesiante, qui recipit prophetam in nomine prophete, seu justum in nomine justi, merce- 
dem prophete' uel justi accipiet, expedit onmibus fidelibus obtemperare monitissalutaribus, rebusque trans- 
itoriis acquirere sibi requiem celestis mansionis. Ynde nouerint omnes fideles Christi tarn presentes quam 
fuluri, qualiter nos diuini amoris instinctu, pro remedio anime nostre predecessorisque nostri venerabilis 
domni Meinwerci episcopi, monasterio ab ipso in saburbio huius nostre sedis in honore Sancte Dei geni- 
tricis MARIE perpetue uirginis, Sanctorumque Apostolorum PETRI et PAVLI constructo, cui Wolfgangus 
venerabilis abbas preest, territorium quoddam in Folcbettinchuson ad amminiculum probende fratrum con- 
Uilimus, quod cum omnibus suis appenditiis viginti marcis a quodam libero homine Bernhardo nomine 
suisque heredibus legaliter proprietario jure acquisiuimus. Dedimus preter hec locum salis in Yflon, uas 
argenteum, de decimis episcopii nostri in Wilgodessun triginta solidos singulis in posterum annjs, de qui- 
bus continuum lumen ad sepulchrum predicti domni Meinwerci episcopi prouideatur et in anniuersario de- 
positionis eins et nostro fratribus in refectorio karitas in nosti*e commcmorationis memoriam amministretur. 
Hoc Deo sanctisque eius tali tenore ut predictum est deuota mente oblata, banni nostri auctoritate confir- 
mauimus , per terribile nomen Dei qui judicaturus est uiuos et mortuos et seculum per ignem contestantes, 
ut nulla persona magna uel parua, domestica uel extranea, conjtra huius rei seriem uenire agereue pre- 
sumens, prefati monasterii fratribus quamlibet injuriam uel molcstiam inferat. Quod si quis presumptuose 
atteraptaucrit, damnationem et ultionem inuasoribus ecclesiarum predestinatam a Deo incurrat, et cum 
diabolo et angelis eins sempitem^ maledictioni, nisi resipuerit, subiaceat. Vt ergo tarn predictarum rerum 
oblatio» quam nostri episcopalis banni confirmatio ueraciter credatur, stabilisque et inconuulsa omni tem- 
pore habeatur) paginam hanc in testimonium ueritatis conscribi jussimus, et eam impressione sigilli nostri 
signauimus. Huius rei testes sunt tam canonici quam Monachi nostr^ ciuitatis. Laici uero. Erp comes. Esic. 
Heinric comes. Eppa. Eckiliard. Thiederic. Engilmer. Athalbald. Heriman. Godika. Hunald. Godefrid. Warmon. 
Iba. Ethelric. Ezilin. Ynumer. Tiaza. Wicman. Wicker. Azaka. Tiaza. Eiza. Hiza. Liuza. Eika. Gela. Sicca. 
Tiemma. Ezika. Ynuka. Ennika. Benuika. Emmica. Azaka. Item Azaka. Willika. Alabrant. Gerald. Becelin. 
Ebbika. Esic. Tiezeliu. Helmier. Bernheri. Wirinbrath. Gezelin. 

Data Patherbrunnon. Y. Id. April. Anno ab incamatione Domini M.XLYIII. Indictione I. Regnante rege 
HEIXRICO tercio. 

Von dem anrgedruckten Siegel sind nur noch Sparen Torbanden« 

CXLIII. 

In nomine sancte et indiuidu^ Trinitatis. Immadus Dei gratia Patherbninnensis ecclesie humilis mi- 
nister. II Officii nostri est et desiderii, paci ecclesiarum nobis commissarum inuigilare, et earum utilitatibus 
in futurum Dei cooperante adiutorio paterna sollicitudine prouidere. Ynde nouerint omnes fideles Christi 
tam presentes quam futuri, qualiter domnus Wolfgangus uonerabilis nostr^ ciuitatis abbas iugi uigilautia 
sie subditorum profectibus prospiciens» ut internorum curam in exteriorum occupatione non minuat, exte- 
rorumque prouidentiam in internorum sollicitudme non relinquat, fratern^ unanimitatis consensu et consilio, 
prcdium quoddam in Sturibrock, a quodam uiro Ricberto nomine suisque legitimis heredibus in comitatu 
Erponis comitis legali iure triginta marcis acquisiuit, quod pro spe salutis sue et incolumitatis augmento 
communis utüitatis rebus monasterii cui hactenus laudabiliter prefuit, utiliter adiecit, cuius suorumque fra- 
trum supplici rogatu, tum etiam dilecti nobis auunculi nostri domni Meinwerci uenerabilis episcopi ipsius 
ecclesie fundatoris intuitu, ipsum predium cum omnibus suis appendiciis, hoc est utriosque sexus mancipiis, 

Cod. dipl. hUt. Westfal. 15 

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\j00gle 



4U 1053. 

terris cultis et incultis, pratis, pascuis, siluis, uiis et inaiis, ceterisque rebus que in eo sunt uel deinceps 
fieri possunt, nostra pontificali auctoritate confirmauimus, et omnem hominem qui contra huius rei tenorein 
uenire agereue temptauerit, anathematis innodari uinculo quoadusque resipiscat censuimus. Yt autem hoc 
nostr^ pontificalis confirmationis auctoritas stabilis et inconuulsa a generatione in generationem iugiter per- 
maneat, banc paginam conscribi et sigilli nostri impressione signari, testesque qui affuerunt fecimus assi- 
gnari. Sunt autenä hi. Erp comes. Heremannus tribunus. Godica. liamma. Azala. Gela. Eiza. Meinza. Eica. 
Azaka. Thiaza. Poppo. Waza. Afric. Esic. Waidric. Godefrid. Hunald. Ezelin. Yolckerd. Vnumer. Godescaic. 
Eza. Ebbica. Wicman. Sibal. Wigunc. Germer. Hager. Becelin. Liudric. Thiethard. Heimdach. Hunald iunior. 
Waidric. Actum Patherbrunnon 111. Non. Febr. Anno ab incarnatione Domini M.Lil. Anno autem domni 
Heinrici tercii regis, imperatoris autem secundi, ordinatiouis eins uigesimo quarto, Regni quidem XUI>n<». 
Imperii uero V. Episcopatus autem nostri primo. 

Dm aufgedrackU» kreisförmige Siegel zeigt daa vorwärU fehende firostbild des Bischofs, mit entblömlem Haapte, in der 
rechten Hand den Bischofsstab, in der linken ein geschlossenes Buch haltend; mit der Umschrift: Immad. Gra. Di. 
Paderbron. Ep-s. f. 

CXLIV. 

Nouerint omnes tarn futuri quam presentes, qualiter Sicco quicquid proprietatis in Nauilgowe in uilla 
Ruoleichesdorf uel Builo in comitatu Herimanni ex dono Conradi imperatoris possedit, sancte ecclcsi^ Pa- 
terbrunnensi iure Francorura, concedente et simul tradente uxore sua Azelon, cui idem Sicco predium hoc 
in dotem dederat» in proprium tradidit et Icgauit, ea uidelicet ratione ut sibi ad exitum uite sue in pre- 
caria sine seruitio Y. libre in decimationibus et XV. in debitis litarum uectigalibus concederentur, uxori 
uero ipsius, si forte post mortem eius superstes foret, tantum Y. ille decimarum libre ad obitum uite sue 
prcstarentur. Quibus utrisquc defunctis episcopus sua reciperet, et quod sibi placuerit inde disponeret 
Ad hoc idem Sicco feras IUI. in foresto Reingereshusun singulis annis concedi postulauit, que omnia uene- 
rabilis IMMAD YS episcopus concessit, laudauit, et manuscripto confirmauit. Si uero dominus Immadus 
episcopus uel successorum eius quisquam pactum hoc infregerit, Sicco liberam habeat potestatem sua 
recipiendi et quod uoluerit inde faciendi. Huius rei testes sunt, tam clerici quam laici, tam nobiles quam 
ignobiles. Winbrat. Adelo. Thiattoduard. Gerold. Hezo. Thiederic. Bernhard. Wulfer. 

Ein Siegel scheint nicht vorhanden gewesen au sein. 

CXLV. 

Notum sit Omnibus tam futuris quam presentibus, qualiter Wirinbertus, cum consensu et laude filii 
et iustissimi heredis sui Bouonis, duo curtilia in pago Thictmelli et in uilla Aldenthorpo, et XL. iugera 
et X. iugera in Remikenhusun et insuper medietatem cuiusdam siluul^ in Bennenberge, sancte Patherbrun- 
nensi ecclesie et domino ac uenerabili IMMADO eiusdem sedis episcopo in proprium tradidit, legauit, con- 
cessit. Ea uidelicet ratione ut prefatus episcopus I. Tres uillas. Odisthorp. Lauenhusun. Thesperi. ad 
ecclesiam que in Odisthorpe sita et consecrata est terminaret, et terminationem episcopali banno firmaret. 
Quod ut firmius ac magis ratum inconuulsumque permaneat, idem Wirinbertus ecclesie que est in Liuithi, 
et Widikindo presbytero, de cuius parrochia tres prefate uiU^ sumpto sunt, ipso annuente et conlaudante. 
unum mansum in Ubbcnbrocke in proprium tradidit ac donauit Quod si prefatus episcopus I. uel aliquis 
successorum eius terminationem haue infringere, et predictas uiilas auferre uoluerit, liberam habeat pote- 
statem Y^irinbertus uel heres eius sua recipidiendi et quod uoluerit inde faciendi. Hi sunt testes. Bern- 
hard. Ibo. Benno. Bernhard. Wiribraht Thiammo. Wirinzo. Bescelin. Acelin Brunig. Uocil. Ermundag. Ekbraht 

Ein Siegel scheint nicht vorhanden gewesen an sein. 



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1093 — lOSS. 4/|5 

CXLVI. 

Avw dem Paderbornuchea Kopialbuche. 

In nomine sancte et indiuidne Trinitatis. Nouerint omnes tarn futuri quam presentes, qualiter Asculff 
cum consensu et laude fratrum suorum Burghardi, Fretherici, iustissimorum heredum quicquid proprietatis 
in pago Rittiga et in uilla Ascoluingerothe in comitatu Theoderici coraitis heredilario iure possedit, sancte 
Patherbrunnensi ecclesie in proprium tradidit, legauit, concessit, in agris cultis et incultis, siluis, pratis, 
pascuis, aquis aquarumue decursibus^ piscationibus, molis, molendinis, quesitis et inquirendis, exitibus et 
reditibus, et omnibus iure ibi periinentibus , ea uidelicet ratione, ut unum foreuuerc in Daslingerothe cum 
Omnibus suis appendiciis et insuper VI. lile concedantur ei in precariam ad exilum uite sue, et pro ipsius 
scruicio libra denariorum detur ei omni anno, conlaudante et corroborante hoc domno et uenerabili Im- 
mado eiusdem sedis episcopo. Si uero aliquis uenturus episcopus constitutum hoc infringere et concessa 
sibi tollere uoluerit, liberam habeat potestatem Ascolf sua recipiendi et quod libitum ei fuerit inde fa- 
ciendi. Huius rei testes sunt. Ekkibraht. Fretheric. Reinold. Oddo. Helmdag. Cono. Ekbraht. Ricuual. Hoico. 
Aluolf. Iciko. Sibraht. Azo. Ascolf. Reinmar. Reinmar. Meingrim. Hozico. Erpo. Heio. Thammo. Thiathard. 
Hamaca. Yneca. Athelbarn. 

CXLVII. 

Aus eiaem Kopialbuche des MartinUStins. 

Ego Egilbertus Dei gratia Mindensis episcopus. In nomine Domini nostri Jesu Christi aecciesiae sancti 
Martini ad prebendam fratrum, Almagehuson, Bodinga burstal, quae acquisieram ab quadam matrona cui 
nomen Helmburch, in Adelberinghuson cpioque tale predium qualecumque mihi dederat Godefridus filius 
Bardonis comitis, et decimationem in eodem loco. Insuper unam decimacionem in Yanredere XXX. soli* 
dorum, et unum moleudinum Mindae. Ex hiis constitui singulis diebus unicuique fratrum album panem 
dari trium librarum pondere, quibus non dabatur prius nisi dominicis et paucis festis diebus. Dedi quo- 
que duo aratra in Egisbergun ad concinnandum lumen in dormitorio fratrum quod prius non habebant 
Insuper dedi sancto Martine predium in ManninchufTen, quod antecessores mei ab quadam matrona Hizuka 
tribus decimationibus precariando acquisierant, et uuam decimationem Lutteron. Preterea cum consensu 
et collaudatione clericorum et laicorum bannum super ciuitatem Mindam, ad aedificandum et meliorandum 
claustrum, ad preposituram sancti Martini perpetualiter constitui. Ego Egilbertus Mindensis episcopus haec 
propria manu scripsi, et ut sciatur eum esse inbannitum, quicumque ex hiis donationibus minimam partem 
usurpauerit, tam futuris quam presentibus, sigilii officio assignaui. 

Ego Egilbertus Mindensis episcopus haec propria manu scripsi et sigillaui. 

CXLVIII. 

In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Egilbertus humillimus Mindensis aecciesiae Deo annuente 
episcopus. II Omnibus suis successoribus diuina ordinatione futuris post huius uitae longitudinem aetemam 
beatitudinem. Quam uana et quam instabilis huius mundi gloria sit omnibus quae uelut umbra pertransit» 
cuius memoria amplius nulla erit, beatae memoriae antecessor meus, huius Mindensis sedis antistes Bruno, 
rite pertractans» quicquit de propriis hereditario iure sibi successis, et de eiusdem sibi commissae aeccie- 
siae beneficiis extra usum necessarium habere potuit, ibidem Deo famulantium ad sustentationem , pro 
Chonradi imperatoris memoria, suique filii Heinrici tercii regis sospitate, et regni eiusdem stabilitate, nee 
non pro se suorumque antecessorum et cunctorum se posi subsequentium, seu pro omnium fidetium tam 

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116 1055 — 1059. 

defunctonim quam uiuentium requie fideliter contulit, quatinus pro his transitoriis aeterna beatitudine per- 
fnii mererentur in caelis. Huius pie deuotionis conceptum diuinae miserationis indeficiens dementia, quae 
semper quod bonum est inspirando praeuenit, dedit etiam perficere, quod se inspirando excogitauit Loci 
igitur eiusdem monasteria quae antecessorum suorum industria inuenit constructa et iusta eoram collatione 
adaucta non solum mihi sua soUicitudine reliquid inuiolata, sed de propriis hereditatis suae bonis satis 
ample et magnifice in prandiis fratrum et sororum ibidem in Dei seruitio manentium augmentata. His 
uirtutum gradibus predictus Dei famulus ad alta proficiscens, coepit in insula quadam Wisarae fluminis 
iuxta Mindon posita aecclesiam fundare ad laudem et honorem doinini nostri Jesu Christi sanctique Petri 
patroni nostri et sancti Gorgonii martiris, et speciali sancti MAVRITII sociorumque suorum commendatam 
priuilegio, in qua religiöses monachos congregauit, quatinus in sancto proposito tanto liberius ibidem 
Deo seruirent, quatinus a secularibus longius distarent. Verum haec in Deo rite administrata, uti per 
omne tempus inconuulsa permaneant, sapienti usus consilio sub tuitionem Heinrici inperatoris suorumqoe 
successorum in perpetuum defendendam ipsam aecclesiam cbUocauit. Huius uenerabilis patris tarn egrcgia 
facta quotiens ego indignus et omnium minimus mecum reuoluo, illius uicem suscepisse ualde erubesco, 
qui in nuUo opere actus eius prosequi ualeo. Sed haec mihi sepius cogitanti occurrit illa sancta uidua, 
quae pro duobus minutis recepta est iu aeterna tabernacula , et quod prius paniitas mihi hereditatis ne- 
gauit, bona uoluntas postmodum habundanter subministrauit. Tradidi uero ad idem monasterium quod 
Bruno antecessor meus construxit, ex his quae ad ins meum proprie pertinebant, nee quisquam mihi con- 
tradicere habebat, LVI. mansos et XXVIIU. mancipia utriusque sexus. In RETERESTHORPE per singulos 
annos II. carrata uini. In Lindungou HI. mansos. In WETBERGA III. mansos. In AMANHVSON X. mansos 
cum V. mancipiis. In HEVERICSTIDE III. mansos cum IUI. mancipiis. In HVMENHEIM X. mansos cum 

I. prato, et cum V. mancipiis. In WEHCBIKAE XIIII. mansos cum X. mancipiis et I. molendinum. In ALES- 
BIKE Vlin. mansos. Et decimacionera in VALETHORPE, et in VNHVSON, et in HOLTHVSON, et in HIL- 
DINESFELDA decimalionem trium aratrorum. In HOLTHVSON U. mansos et l mancipium. In OTHERON 

II. mansos et V. mancipia. In WICBOLESSON H. mansos. In HATDISSON II. mansos. In PAPINGOHVSON 
I. mansum et I. aream. In DIDINGOHVSON I. mansum et I. aream. Et aream I. in ipsa ripa fluminis Wi-^ 
sarae iuxta Scalcaburg ad acquirenda ligna in silua uicina. Et hortum I. in Mindon iuxta curtim episco- 
palem. Haec pro nostra mediocritate huic contuUmus aecciesiae, et uti perpetualiter inuiolata et incon- 
uulsa permaneant, ex auctoritate sanctae et indiuiduae Trinitatis et principiaii potestate beati Petri apo- 
stoli, cuius vicem ego indignus gero, quisquis ea infregerit aut ulla fraude minuerit, nisi cum satisfactione 
redeat, in perpetuum excommunico, nee sit ei pars in terra uiuentium, sed corpore et anima descendat 
in infernum. 

Das Siegel hi ferloren gegangen« 

CXLIX. 

y^* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia rex. |I 

Nouerint omnes Christi nostrique fideles tam futuri quam presentes« qualiter antecessor noster et • 
amabilis pater dignissimae memoriae Heinricus tercius rex et secundus imperator augustus predium quod> 
dam dedit in concambium sanctae Patherbrunnensis aecciesiae uenerabili episcopo Rodolfo pro uno foresto 
Reginherishusun dicto eidem aecciesiae pertinenti. Et hoc concambium quamdiu uterque uixit tamdiu 
ratum permansit. Sed post patris nostri semper lamentandum obitum nos pro animae illius aeterna re- 
quie et per interuentum dilectissimae matris nostrae Agnetis imperatricis augustae, nee non ob deuotum 
ac fidele seruicium Immadi prefatae aecciesiae post Rodolfum digni presulis, forestum reddidimus, atque 
ad altare sanctae Mariae matris Domini, et sancti Kiliani martyris sanctique Liborii confessoris ipsum pre- 
dium scilicet curtim unam domiiiicalem Puningun dictam cum tribus minoribus, Sumerseli, Bettesdorf, 
lulinbichi, quae uulgo dicuntur Forauuerch, cum uiginti Septem mansis ad easdem curtes pertinentes, in 

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1059. 417 

pagis Weslnalun et Treine situm et in comitatibus Bernhardi ducis et Rotgeri atqae Bernhardi comitum, 
cum Omnibus suis appendiciis, hoc est utriusque sexus maneipiis, areis, aedificiis, terris cultis et incultis, 
agris, pratis, pascuis, campis, siluis, uenationibus, aquis aquarumque decursibus, piscationibus, molis, 
molendinis, exitibus et reditibus, uüs et inuiis, quesitis et inquirendis, et cum omni Jure et ulilitate quae 
ullo modo inde potent prouenire, in proprium dedimus atque tradidimus» Ea scilicet ratione ut iam dictus 
Immadus Patherbrunnensis sedis uenerabilis antistes suique successores de prenominato predto liberam dein- 
ceps potestatem habeant tenendi, commutandi, precariandi, uel quicquid sibimet tantum in usum aecciesiae 
placuerit inde faciendi. Et ut haec nostra regalis traditio stabilis et inconuulsa omni permancat aeuo, 
hanc cartam inde conscriptam manu propria corroborantes sigilli nostri impressione ut subtus cernitur 
iussimus insigniri. 

Signum domni Heinrici quarti regis. (L. M.) 

Gebehardus canceUarius uice Liutpoldi archicappellani recognoui. 

Data est YII. Id. Apr. Anno dominicae incamationis M. L. YIUI. Indictione XII. Anno autem ordinationis 
donmi Heinrici quarti regis Y. regni uero III. Actum apud Traiectum in Dei nomine feliciter Amen. 

Du Siegel, welches oeben dem Monogramm aurgednickt war, ist terloren gegangen. 

CL. 

Original im Besitz des Bibliothekars Moojer in Minden. 

v><* In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia rex. || Omnibus 
Christi nostrique fidelibus tam futuris quam prcsentibus notum esse uolumus» qualiter Egilbertus episcopus 
sanctae Mindonensis aecciesiae in honore sancti Petri apostolorum principis constructae in nostram attulit 
prcsentiam piissimi nostri genitoris Heinrici imperatoris augusti ceterorumque antecessorum nostrorum regum 
uel imperatorum scripta, in quibus continebatur, qualiter ipsius prefatae aecciesiae res cum omnibus in 
ipsis rebus consistentibus in illorum receperunt mundiburdium ac defensionenl, precatusque est serenitatem 
nostram, ut hoc ipsum a nostre imperialis potestatis conseiisu fieri non recusaremus. Nos autem ob amo- 
rem Dei nostreque animae remedium nee non pro regnorum nostrorum stabilitate, predecessorum nostro- 
rum et paternos mores sequentes et eius benignitati assentientes, ita fieri decreuimus, precipientes ut 
nuUus iudex publicus uel quilibet ex iudiciaria potestate in aecclesias aut loca uel agros seu reliquas pos- 
sessiones iam dictae aecciesiae, quas nunc infra ditionem regni nostri legibus possidet uel quae deinceps 
in iura eius diuina pietas uoluerit augeri, ad causas audiendas, uel freda exigenda, mausiones uel paradas 
faciendas, aut fideiussores tollendos, aut homines ipsius aecciesiae, francos liberos et aecclesiasticos litones 
maalman uel seruos cuiuslibet conditionis seu colonos contra rationem distriugendos, nee uUas redibitiones 
uel inlicitas occasiones requirendas ullo unquam tempore ingredi audeat, aut bannum siue heribannum 
seu ea quae supra memorata sunt ab Ulis penitus exigere presumat. Hominibus quoque eidem aecciesiae 
famulantibus predictum mundiburdium constituimus, ut etiam coram nulla iudiciaria potestate examinentur, 
nisi coram episcopo et aduocatis eius, quos eiusdem aecciesiae episcopus elegerit. Insuper etiam bannum 
nostrum et monetam teloneumque siue macellum publicum ibi constmi licere, et quicquid ad nostram 
potestatem pertinere uidebatur, eidem aecciesiae donauimus, quicquid uero fiscus exinde sperare potuerit, 
pro aetema remuneratione predictae aecciesiae ad stipendia pauperum et luminaria concinnanda concessi- 
mus, et per se episcopus cum omnibus rebus suis nostro fideliter pareat imperio, et sub nostra constet 
defensione, uti c^tcrae regnorum nostrorum aecciesiae et episcopi, quatenus ipsum fratresque eiusdem 
loci pro nobis dominum melius et iugiter orare del^cteU Concessimus quoque eisdem fratribus licentiam 
eUgendi inter se pastorem dignum et idoneum, saluo tarnen regis siue imperatoris consensu. Et ut haec 

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448 1059 — 1064. 

nostra regalis confirmatio stabilis et inconuulsa omni permaaeal aeuo, haue cartam inde couscribi manuque 
propria corroborantes sigilli nostri impressione iussimus insigniri. 

Signum domni Heinrici quarti regts. (L. M.) 

Gebehardus cancellarius uice Liutpaldi archicancellarii recognoui, 

Data est VI. Kai. Aug. Anno dominicae incaraationis IM. L. Villi. Indictione XII. Anno autem ordinationis 
domni H. quarti regis VI. Regni uero III. Actum Polide in Dei nomine faeliciter amen. 

Das Siegel, welche« aufgedruckt war, ist herausgeschnitten. 

CLL 

Notum sit Omnibus tarn presentibus quam futuris, qualiter Imadus episcopus curtim que est Uesper- 
don, que in pago qui dicitur Sinehtueld sitä est, cum omnibus suis appendiciis, tum in pratis, tum in 
campis, tum in siluis, tum in aquis, Paterbrunuensi hierosolimitane ecciesie in die consecrationis eiusdem 
ecciesie donauit ad laudem et gloriam beatorum apostolorum Petri et Andree, tum pro se, tum pro auon- 
culi sui Meinwerci episcopi memoria, qui huius ecciesie fundator exstitit. Hoc autem insuper constituit, 
ut in festo sancti Andree fratres de matrice ecclesia illuc quot annis conuenirent et Dei seruitio deuote 
Interessent, peractisque missarum sollempniis, communem de eadem quam dixi curti refectionem ibidem 
perciperent, et in cathedra sancti Petri in utraque congregatione dari unicuiquc fratri duospanes, I. album 
et I. nigrum, et II. cames et 1. assaturam, et I. eminam ceruise et dimid. et I. hendilingum medönis. Si 
uero in XLma ipsa dies euoniret, daretur unicuique caseus integer et dimid. Hec autem traditio banno 
Sifrithi archiepiscopi Mogonlini, et Ricberti üerdensis episcopi, et ipsius christianissimi pastoris Immadi 
scilicet sanccita est, ut si quis , . . e hoc uel alia que prius a Meginwerco episcopo ecciesie donata erant, 

infringere presumpsisset, ab illa celesti Hierusalem per municatione cum Juda traditore secluderetur 

Huic traditioni interfuerunt . . . s abbas loci istius. Tammo abbas de ... . huson. Werinhari camerarius 
Corbeigcnsis. Winotus prepositus. Hezelinus decanus omnisque clcrus matris ecciesie. Prepositus . . gico. 
Decanus noster Puluerel, nostreque congregationis fratres. Cinoman prepositus emensis archiepi- 
scopi. Egico et Wulfhard de Hiriuordi. Bernhardus aduocatus. Rcmbertus et Witherald de D . . . Conradus 
de Burin. Cobbo. et alii multi nobiles et ignobiles, omnes ministri ad episcopatum pertinentes, canctusque 
populus ad benedictionem congregatus. 

Das Siegel, welches auf die Charte geheftet war, ist verloren gegangen. 

CLIL 

C In nomine sanctae et indiuiduae Trinitatis. Heinricus diuina fauenta dementia rex. Quantum regie 
liberalitatis est || ad usus ecciesie res uel hereditates donare, tantum regie dignitatis et beniuolentie esse 
consistit, donata perpetua pace stabilique iure confirmarc, ne quibus gaudet bene partis, unquam doleat 
peius amissis. Vnde omnibus Christi nostrique fidelibus tam futuris quam presentibus^ notum esse uolumos, 
qualiter nos X. mansos in uilla Ersten dicta, in pago Engeren, in comitatu autem OSOLT comitis sitos, 
quos dilectissima mater nostra AGNES imperatrix augusta ob remedium anime su^ et anim^ patris nostri 
pie memorie HEINRICI imperatoris augusti, nee noh ob longeuam uitam nostram uit^que tranquilla tempora, 
fratribus PODELBRVNNEN Deo in ^cclesia sancte MARIE sanctique LIBORII confessoris seruientibus, cum 
omnibus appendiciis, hoc est utriusque sexus mancipiis, agris, pratis, pascuis, siiuis» ueuationibus, molis, 
molendinis, terris cultis et incultis, uiis et inuiis, exitibus et reditibus, quesitis et inquirendis, in proprium 
tradidit, nos inquam eidem sanct^ Dei congregationi perpetuaUter confirmauimus, et in ^temum cootra- 



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1064 — 1068. 419 

diclione remota omniam possidendos concessimns, Ea nidelicet ratione» üt predicti fratres liberam inde 
potestatem .habeant tenendi, in melius commutandi, uel quicquid ad communem illorum utilitatem uolueriht 
faciendi. Et ut hec nostra regalis confirmatio sine traditio stabilis et inconuulsa omni permaneat tempore, 
hanc cartam inde conscribi, manuque propria corroborantes , sigilli nostri impressione iussimus insigniri. 

Signum domni Heinrici quarti regis. (L. M.) 

Sigehardus cancellartus*J uice Sigefridi archicanceHarii recognoui. 

Data XIII. Kai. Augusti . . . 

(Daa übrige des Datums ist, durch Verrooderung des untern Theiles der Urkunde, verloren gegangen.) 

Das aufgedruckte kreisförmige Siegel zeigt den Könige in sehr jugendlicher Gestalt, auf einem Stuhle sitsend, in der 
rechten Hand einen Stab, auf dessen Spitze ein Vogel, in der linken den Reichsapfel mit einem grossen Kreuse 
haltend; mit der Umschrift: Heiuricus Di. Gra. Rex. f 

CLIII. 

In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Immadus Dei Gratia Patherbninnensis ecclesie episcopus. || 
Quocienscunque religiosorum uirorum in suis oportunitatibus preces exaudientes, quieti et utilitati eorum 
pateruo affectu prouiderous, ab omnipotente Deo, quem in suis membris honoramus, premium laboris nos 
recepturos fideliter et ueraeiter speramus. Vnde omnium fidelium Christi presenüum ac futurorum nouerit 
deuotio, qualiter domnus Hubertus venerabilis abbas ecclesie beatorum apostolorum PETRI et PauLi, quam 
in occidentali parte suburbii ciuitatis nostre domnus MEINWERCVS digne et laudabiliter memorandus epi- 
scopus auunculus noster deuotissime construxit, nos suppliciter adiit, et ut predium quoddam in comitatu 
Bernhardi ducis in uilia que Hallo dicitur, quod a quodam uiro Thancmaro nomine suisque heredibus 
uiginti marcis comparauit, episcopalis auctoritatis confirmatione corroboraremus , humiliter petiiU Cuius 
iustis precibus gratuito annuentes, ipsum predium cum uniuersis ad h^c legaliter pertinentibus, suis suo- 
rumque fratrum presentium ac futurorum usibus banni nostri munimine confirmauimus et presentis scripti 
paginam in monimentum et munimentum perpetuum sigilli nostri impressione insigniri mandauimus. Huius 
rei testes sunt. Adelbertus comes. Ekkibertus comes. Fritheric. Oddo. Cono. Erpo. Hoico. Azo. Iciko. Hociko, 
Heio. Tanamo. Hamaka. Vnika. Reinmar. Item Reinmar. Meingrim. Thiathard. Adelbrand. Ascolf. Aluold. 
Sibrath. Ricwald. Ecbrath. Helmdag. Reinold. Ekkibrath. Bninhard. Becelin. Weliko. Brun. Widelo. Liefdach. 
Wlfberi. Thancmar. Acta sunt hec Patherbrunnon. Kai. Aug. Anno ab incarnatione dom. M.LXyi. Ind. IUI. 
Regnante Heinrico rege IUI. 

Das aufgedruckte Siegel ist das bereits beschriebene. 

CLIV. 

Nach dem Original im ArchiTe su Osnabrück. **) 

In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Notum sit omnibus fidelibus (tam presentibus quam) futuris, 
qualiter domnus Gisilbertus et domna Cuniza, preseute scilicct sorore sua et collaudante» duo loca (uide- 
Ucet) Essene et Bamuuide cum familiis et mancipiis nee non et aliis utilitatibus ad illa iure pertinentibus, 



*) Da dieser Kanzler sich in Urkunden von 1064 — 1069 findet, so lasst sich hiemach die Zeit dieser Urkoode aaniihenid 
bestimmen. 
**) Die eingeklammerten Worte sind, durch Beschädigung des Original!, Tcrloren gegangen, nnd hier nach Wahrscheinlich- 
keit ergänst. 



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420 1068 — 1073. 

domno (Bennoni) episcopo superstite eiusque aduocato Euerhardo ad Osnabniggensem aecclesiam saocto 
Petro apostolo in haec uerba .... tradiderunt» ut quot annis uite su^ econtra in beneficium Illlor. libras 
decimacionis ei lUIor. feras, id est duos porcos et duas ceruas Uli utrique ad nsque finem oit^ sue ha- 
berent. Isti sunt testes qui hoc uiderunt et audierunt. Canonici. Eilhard. Fobrath. Eiluuord. Athalbrath. 
Liuzico. Alfuuord. Nobiles laici. Otto prefecti Godescalci filius. Haolt Amulung. Yueriu. Ezo. Benniko. 
Hrolhulf. Hezil. Godebold. Thiederic. Thiedo. Vuidilo. Liudolf. Celico. Ricfrith. Ratolf. Vdo. Vuerinheri. Azo. 
Odo. Bcrnold. et alii multi, nee non et omnes eines. Haec sunt loca in quibus decimatio sita est. Bam- 
üuida. Vuernapi. Nimodon. 

Von dem unteo seitwärts mit Pergamentstreiren angehefteten Siegel ist noch ein grosses Stiick erhalten and auf dem- 
selben das vorwärts sehende bischöfliche Brustbild kenntlich. 

CLV. 

Aus dem Kopialbuche des Johannis-Stifts su Osnabrück. 

Prebenda fratrum constituta est maxime ex istis villis. Hengerinehusen. Thiedenhusen. Dodishusen. 

Gretanescha. Aldontorpa. Heslim. Burcia. Hramasithi. Haren. Gerithi. 
Dei gratia B. Episcopus. Successoribus suis episcopis sempitenjam salutem in Christo. Nouerit Cari- 
tas uestra ymo diligenter attendat que in hac pagina dicturus sum de Prepositura ad sanctum Johannem 
Osnabr Sancte memorie domnus Tbetmarus Episcopus congregationeih canonicorum ibi primus instituit. 
Post illum Meginherus pie memorie cum suis denariis locum ampliauit atque regulariter ordinanit. Pnoii 
prepositi res ecciesie diligenter seruabant, cenobiales diuinis secularibusque alimentis sapienter pascebanL 
Deinde inprudenti consilio constitutus est in prepositum quidam nomine Tiho. Propter illius negligentiam, 
desidiam, ignauiam, honor claustri penitus defeciu Ministri deputati super decimas et uillas bona fratrum 
ad se trahebant, tanta fraudulentia ut de libris Triginta duabus non amplius profitercntur quam tredecim 
libras. Et nepharium illud furtum stabat fere XL. annis. Tarn scelerati sacrilegü princeps erat quidam 
Hartericus archidiaboli signifer ad destrueudum Dei seruicium. Ad ultimum Deo nostro summas grates 
atque gratias agamus, quod tam diu opertum erat reuelatum est. Deinde prout uisum est meis fidelibus 
distribut singulis officiis quantum euenire potuit sicut infra uidebitur, ad mensam fratrum viginti quatuor 
libras, ad uinum emendum UI. libras, adauxi beneficium prepositi cum duabus libris, ad ecciesie tectum 
unam libram ad emendum scindulas. Insuper remanent U. librepreter frisgingas et pingues porcos, preter 
conuiuia, preter uestimenta fratrum atque beneficia, et quidquid potest fieri de ociosis aruis. Nam Dcus 
dixit, Ego sum uia, ueritas et uita« 

CLVI. 

Original im Besitze des Bibliothekars Moojer in Minden« 

Notum esse cupimus omnibus fidelibus tam futuris quam presentibus, qualiter E. Mindensis episcopus 
et dux scilicet MAGNVS conuenerunt in capella que est in uilla Runiberc, et fide data dextras inuiccm 
acceperunt, ea quidem conditione, ut ipse dux fidelissimus tutor et defensor sit Mindensis ecciesie in 
omnibus quidem rebus et bonis, famiIHs atque libertis, et ubicunque ins et ratio ualent tueatur firmissime, 
si autem ius et ratio uacillent, consilio iuuet fidelissime. Ipse autem dux decimarum quas auus suus dux 
B. felicis memoria habuit super curtes suas ex predicti Mindensis episcopi concessione eam tantum partem 
babeat, que eum attinet in particione locorum cum patruo suo. Namreliquam partem ipse comes H. prius 
est in beneficium consecutus. Et ipsa quidem decimarum loca iuferius sunt subscripta. 

(Hier hört aber die Urkunde aur, und zwar mitten in einer Zeile, woraus um so deutlicher erheUet, dass auf der klei- 
nen Charte nie mehr geschrieben stand, wie denn auch unter der Schrift noch für mehr als eine Zeile leerer Raum 
übrig ist. Ein Siegel scheint nicht vorhanden gewesen zu sein.} 



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1075 - 10T9. 42t 

t 

CLVII. 

Aus dem Kopialbuche des Domstifls su Paderborn. 

Notum sit Omnibus tum futuris quam presentibus, qualiter Immadus Paderburnensis Ecclesie Episco- 
pus, memor humane fragilitatis et eterne in Christo retributionis , pro anime sue suorumque predecessorum 
Meinwerchi scilicet et Ruodonis Episcoporum remedio , nee non et pro diue memorie Heinrici secundi regis 
et primi imperatoris pie recordationis affectu, curtem Moronga in pago Moronga sitam et ab ipso Heinrico 
imperatore eidem Paderbumensi Ecclesie ad uestitum fratrum iam traditam, a Meinwerco episcopo reten- 
tam, a Ruodone uero episcopo eiusdem successore postea fratribus redditam, ab ipso autem hac usque 
iniuste possessam, patris et filii et spiritus sancii tactus miseratione et fraterna ammonitus caritate, salubri 
penitencia ductus, fratribus suis ipsius Ecclesie canonicis ad uestitus sui supplementum absque omni con- 
tradictione reddidit, ea uidelicet ralione, ut unus fratrum preter Episcopum ei prepositum eligatur, cui 
cum fraterna electione et episcopali consensu huius obediencie cura ingeratur, qui fideli dispensatione 
fratrum commodilati preuideat et bene administrando eterne retributionis premium acquirat. Quod ut in- 
conuulsum et stabile iugiter permaneat, bannis episcopalibus confirmauit et manu propria subscripsit, ut 
si quis umquam hanc ratam confirmationem uoluerit infringere, perpetuo cum Juda proditore feriatur 
anathemate. 

Ego Immadus diuina fauente clemencia episcopus manu propria subscripsi. 

Actum dominice incarnationis anno M*^LXXV<>. Indictione XIII». Regni autem Heinrici llllti. XVIII®. Epi- 
scopatus uero Immadi XXIIIP. XV. Kai. Sept. in cripta Paderburnensis monasterii iuxta sepulchrum episco- 
porum, coram omni cleri et populi conuentu et presencia feliciter ameN. 

CLVIII. 

E Mss. Henseleri. 

In nomine sancte et indiuidu^ Trinitatis. Heinricus diuina fauente dementia rex. Justicia est qua 
suum cuique ius tribuimus, qua uia si incesserimus uiam regiam sub duce magno IHCV in terram pro- 
missionis ingredimur. At si forte fragilitate humana rectis gressibus aliquando exorbitauerimus, legibus 
ecclesiasticis salubriter admonemur, ut ad uiam reuertamur iusticie, emendemus in melius quod per ne- 
gligenliam aut maliciose peccauimus. Quam ob rem in omne tempus notum esse uolumus, quatinus fidelis 
noster BENNO secundus, uenerabilis sancte Osnebruggensis ecclesie episcopus, nostr§ celsitudinis clemen- 
üam adiit, coepiscoporum suorum frequentia stipatus, ac ueterem super ecclesie sue decimis querimoniam 
lacrimabiliter in aures nostras effudit. Idem uero cum per omnem uitam suam a nobis optirae meruisset, 
tum ea de causa dignior erat audiri, quod in omnibus necessitatibus nostris fideliler nobis et inreraotus 
comes adhesit. Talis autem eiusdem fidelis nostri proclamatio fuit, quod antecessor noster uir diue et 
imperialis memorie KAROLVS ecclesiam sibi commissam a primis fundamentis condiderat et decimas in 
episcopio circumquaque terminatas eidem ecclesie in dolem contulerat, eo quod in prediis aut regalibus 
reditibus donaria ad manus in primiciis fidei et nouelle planlationis tecbpore illis in partibus nulla habebat. 
Quas donaliones iuste a prefato principe eidem ecclesie datas et manuscripto regio sub impressione anuli 
ex more confirmatas, ad multum tempus aiebat ecclesi§ mansisse, usque dum bellicis perturbationibus 
pars earundem decimarum sub Ludeuuico secundo per manus Copponis ab eadem scinderelur. Ea de 
causa cum per episcopos eiusdem ciuitatis actio et discussio iii audientia principum atque antecessorum 
nostrorum regum et imperatorum sepius haberetur, diiudicata est iustior pars episcoporum, intustior 
aduersariorum. Equidem prefatus Coppo primus Usurpator earundem decimarum cum totum occasione 

Cod. dipl. bUt. Westfdl. 16 

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422 1079. 

bellorum iniusta dominatione suos in usus raperet, partem Warino fratri suo germano Corbeicnsi abbali, 
parlem abbatisse Adele Hercfurdensi gormane sue concessit. Ilaqae episcopi causam haue in curia agentes 
manifestis comprobationibus euicerunt, dccimas ad sese legitima donatione redire debere. Ventilala est 
res in conciliis qualuor, primo Rome sub papa Stephano, secundo Tribüne sub Arnolfo imperatore, tercio 
Bunne, quarlo Ingelinheim. Vt in omnibus possessio decimarum communi sentencia episcopis adiudicare- 
tur. In ultimo cliara presentibus fcre omnibus Teutonicarum partium episcopis, mediantibus Legatis Roma- 
nis, Rub Johanne papa, cum XXX. librarum auri compositione restitueretur. Verum ut semper dominatur 
iniqiiitas iniustis, res superius cmendata et correcta rursus corrupla est. Huiuscemodi uero causam cum 
fidclis nosler prefatus Osnebruggensis eccicsie episcopus ad aures nostras sepius referret atque emendari 
et corrigi postularet, nos et elatis imbecillitate detenti et aduersariorum eins precibus exorati, multo tem- 
pore facere negleximus. Tandem assiduis eius et coepiscoporum suorum ius suum agnoscentium admo- 
nitionibus deuicti, locum et diem statuimus, ad quem episcopus et aduersarii eius cum manuscriptis utrim- 
que uenirent. Aderant XX. aut plures episcopi, tum principes regni atque aliorum fidelium nostrorum 
numerosa multitudo. Lecta sunt in auribus omnium amborum cyrografa, dicta atque acta sunt diligentius 
omnia. Acclamatum est ab omnibus iustas esse partes episcopi, aduersariorum iniustas, atque ut eidem 
episcopo sueque ecclesie iusticiam faceremus studiosius omnes instabant. Quam ob rem iniustum putanles 
equitatem negligere et iusticie diutius obnili, peticioni fidelium nostrorum et consiliis acquieuimus. Proinde 
auctorilate huius precepti nostri statuentes statuimus, ut eaedem decirae ad dominium episcopi eiusque 
dispositionem, uti KAROLVS instituit, reuertantur. Neque sit aduocatus aliquis aut alia maior ucl minor 
persona, qui episcopos eiusdem ciuitatis hac in re amplius inquietare audeat, sed episcopi easdem decinias 
quieto ordine et pace perpetua teneant, possideant, disponant, ea spe et in diuine pictatis confidentia, 
ut hoc decimarum iusta restitutio animabus parentum nostrorum, id est aui, auie, matrisque nostre impe- 
ratricis A. et cari patris nostri H. imperatoris augusti, fiat peccatorum remissio et negligcncie quam ipse 
in hac causa commisit apud Deum fiat obliuio, et ut in singulis diebus et in anniuersario eorum qui in 
belle contra Saxones corruerunt ibidem memoria fiat et specialis oratio anime Sigfridi in eodem hello 
occisi ordinetur et fiat, ita ut sibi cottidie specialis missa et omni 111«. feria communiter a fratribus in 
choro una missa pro omnibus interfectis nostris et omnibus fidelibus decantetur, et ad cursus horarum 
Ps. P. Prebenda quoque detur ei clerico, qui hec qu§ Sigfrido debent diligenter obseruet. Conuenimus 
etiam cum episcopo collaudatione clericorum suorum pro salute corporis et anime nostre omni ebdomada 
XXX. misse pro uiuis et defunctis ibidem decantentur. Post obitum autem nostrum specialiter pro anime 
nostre et parentum nostrorum remedio misse et totidem psalteria ibidem decantentur nunc et in omne 
tempus futurum. Talia enim optantes credimus apud misericordem Deum et nostram deleri negligentiam 
et antecessorum delicta redimi, qui hac in causa negligenter et maliciose egerunt. Et ut huius precepti 
nostri auctoritas omni euo maneat stabilis et inconuulsa, kartam hanc scribi precepimus et manu nostra 
ut est consuetudo regum et imperatorum corroborauimus et sigillo nostro signari iussimus. 

Signum domni Beinrici regis quarii inuictissimu (L. M.) 
Gebehardus cancellarius uice Sigefridi archiepiscopi recognouiL 

Data VI. Kai. Febr. Indict. II. Anno dominice incamationis M^LXX^VIII^ Anno autem regni domni 
Heinrici regis quarti XX^IIF. Actum Moguncie feliciter AMEN. 

CLIX. 

E Mss. Heoseleri. 

In nomine sancto et indiuidu^ Trinitatis. Heinricus diuina fäuente dementia rex. Si querimonias 
sacerdotuin, quas nobis de necessitatibus ecciesiarum sibi commissarum obiulerunt, adtenterimus, et 



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10T9. 423 

iusticiam misericorditer Ulis impcndeudo ad finem pcrduxerimus, prescntis scilicet et etcrne felicitatis pre- 
mia exinde mercari liquido confidimus. Idcirco notum esse uolumus omnibus sancte Dei ecciesie nostrisque 
fidelibus presentibus scilicet et futuris, qualiter fidclis noster OSNENBRVGGENSIS episcopus secundus 
BENNO in nostro seniicio longo tempore deuotissimus, serenitatis nostre clementiam adiit, apostoli pre- 
ceptum sequens, arguendo, increpando, obsecrando et iuuentutem noslram incusando , querimoniam faciens, 
se suosquc antecessores nostrorum antecessorum scilicet aui nostri KtNRADI et cari patris nostri bone 
memorie HEINRICI imperatorum forsitan in hac causa ignoranter delinquentium temporibus multas iniu- 
rias et uarias oppressiones de potentibus illius regionis, maxime autem a Corbeiense abbate et Herifar- 
dense abbatissa Uionimque fautoribus, in decimarum direptione ad suam ecclesiam debite pertinentiom 
iam diu miseVabiliter sustinuisse. Cuius prociaroationi quamuis sepius iterate diutius quam felicius assentire 
renuentes, etatis teneritate ac quorundam consiliariorum nostrorum tunc temporis iuuentuti nostre proui- 
dentium dissuasione ad hec determinanda uariis occasionibus prefixis nos excusauimus. Sed tandera cre- 
bris et infinitis etiam pro Christianitatis miserabili defectu queriraoniis et multorum clericorum et laicorum 
ius suum agnoscentium rogatu et consilio deuicti, WORMACIAM eidem episcopo suisque aduersariis^ ubi 
principibus nostris pro ceteris regni negociis conuenire statutum est, ut et ipsi uenirent preccpimus. Ibi 
uero X. episcopis X. abbatibus ceterisque quam plurimis clericis ac laicis presentibus utriusque partis 
scripta episcopus et sui aduersarii in medium proferebant. Episcopi uero scriptis lectis et intellectis Osne- 
bruggensem ecclesiam Adriani pape consilio et consensu a magno et illustri uiro KAROLO primitus in 
prouincia WESTFALA fundatam et a uenerabili Egilfrido Leodicensi episcopo consecratam, et quia sibi tunc 
temporis predia uei alia in illa regione non erant donaria, unde episcopus uei clerici ibi Deo militantes 
sustentarentur, decimis cunctorum infra terminos eiusdem episcopatus degentium et nouiter ad Christiani- 
tatem conuersorum consccrationis eius die dotatam, et postea IUI. apostolicorum uironim priuilegiis, scili- 
cet Leonis, Paschalis, Eugenii et Gregorü, slabilitam esse, et omnem hominem eisdem priuilegiis ante nos 
rclectis, qui hec sancita aliquo modo irrilauerit, anathematizatum constare, absque ulla ambiguitate didi- 
cimus. Ex abbatis autem scripto quod attulit regali auctoritate confirmato iuniorem Ludeuuicum quandam 
cellam Corbeiensi ecciesie nomine MEPPIAM, Herifurdensi autem ecclesiam nomine BVNEDE cum decimis 
sibi pertinentibus in episcopatu OSNEBR. concessisse intelleximus. Ad hec infringenda et adnihilanda eius- 
dem iunioris Ludeuuici cartam ipsius propria manu roboratam et sigillo eius assignatam episcopus in pa- 
Iam proferebat, in qua idem Ludeuuicus aui patrisque sui statuta super eisdem decimis prefale Osnabrug- 
gensi ecciesie stabiliuit et in earundem decimarum traditionibus quicquam derogasse, ut abbatis scripta 
referunt, denegauit. Abbate autem et abbatissa propter hoc solum quod ibi uidebatur ficticium aliquid 
quo inniti possent non habentibus, episcopus plurimorum antecessorum nostrorum regum et imperatorum, 
scilicet ARNOLFI filiique eius LVDEVVICI, HEINRICI primi, trium OTTONVM cartas ipsorum manibus ro- 
boratas et sigillis assignatas, ecciesie sue easdem decimas stabilientes prescntauit legendas. Ibi uero utro- 
ruraque sentenciis auditis et subtiliter diiudicatis, archiepiscopi , episcopi cum omni clero , duces et coraites, 
etiam ipsis prius fauentes, peticionibus episcopi oonsentire debere iusticia exigente unanimi concordia 
omnes affirmabant. Promisit etiam nobis prefatus episcopus, decano ceterisque eiusdem ecciesie clericis 
adstipulantibus, dum locus maueret integer et indesiructus, pro uita nostra statuque regni dum uiueremus, 
pöst obitum autem pro nostri et cari patris nostri HEINRICI imperatoris augusti, matrisque nostre AGNETIS 
imperatricis, aui, auieque animarum remedio XXX. missas totidemque psalteria per singulas ebdomadas 
ibidem deuote decantari, et ad omnes cursus horarum psalmum unum. Insuper statutum est, ut in ^uum 
omni tercia feria communiter a fratribus in choro pro anima Sigefridi cari seruientis nostri ceterorumque 
qui pro nostro honore defendendo in publice hello comierunt, specialis missa decantetur. Qua propter 
Domini nostri Jesu Christi et beati Petri principis apostolorum et preciosissimorum martyrum Crispini et 
Crispiniani, nee non pro ueneratione KAROLI imperatoris augusti magni et pacifici et eiusdem ecclesi§ 
fundatoris deuotissimi et ceterorum antecessorum nostrorum eandem ecclesiam suis scriptis et preceptis 

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424 iOT9 — 1083. 

roborantium, nee non aui patrisque nostri atque nostra ceterorumque uidelicet regum qui in eandem 
ecclesiam iusticiam sibi denegando peccauerunt animarum remedio et liberatione, et eiusdem episeopi 
sedula et diuturna proclaniatione, nostre immunitatis et libertatis preceptum super eisdem decimis episcopo 
sueque ecclesie stabiliendis fieri decreuimus. Precipientes ergo iubemus ut sicut relique in regno nostro 
sancte Dei ecclesie ab antecessorum nostrorum regum et imperatorum preeeptis et scriptis stabilite consi* 
slunt, ita et hec OSNEBR. ecclesia per hoc nostrum preceptum Domino opitulante stabilita consistat. Con- 
cedimus etiam eidem episcopo et licentiam damus imo precipimus, secundum Karoli institutionem decimas 
cunctorum infra sui episcopatus terminos habitantium, quibus iam diu iniuste caruit, in suam episcopalem 
potestatem recipere nemine contradicente. Sed liceat prefato episcopo easdem decimas ceterascpie res 
sue ecclesie quas modo possidet uel dcinceps acquisierit quieto ordine possidere, suasque ecciesias sicuti 
ceterorum ius est episcoporum corrigere et earum causas absque ulla contradictione disponere, Sicque 
firmiter stabilitum est, ut cuncti eins successores h^c eadem a nobis sancita pari modo sortiantur. Ei ut 
hec auctoritas nostra firmiorem in Dei nomine habeat stabilitatem, manu nostra propria ut subtus uidetar 
hanc cartam roborantes sigillo nostro iussimus assignari. 

Signum domni regis Heinrid quarti inuictissimi. (L M.) 
Gebehardus canceüarius uice Sigefridi archicanceUarii recognovi. 

Data in. Kai. April. Indict II. Anno dominice incarnat. M^LXX^ Villi®. Anno autem regnl domni regis 
Heinrici quarti XXIIF. Actum Ratispone in Dei nomine feUciter AMEN. 

(Nach StruDck Mscpt. p. 329. war das Original dieser Urkunde mit Goldschrifl geschrieben und hatte eine goldene 
Bolle, auf deren einer Seite sich das Bild des Königs befand, mit der Umschrift: Heinricus Bex; auf der andern 
Seite die Stadt Bom, mit der XJmschrill: Borna caput mundi regit orbis frena rutundi.) 

CLX. 

Duo fratres Hezel et Einelen de Westheim tradiderunt quandam ancillam suam Thietburgam sorori 
sue Ibikin uxori cuiusdam Rödegeri de uilla Durpethe, quam matertera ipsius Thietburg^, Ebbescin uxor 
Hameconis pistoris de Horehuson, XIIII. solidis a domina sua et uiro ipsius redemit et Sancto PETRO io 
Eresberg ad persoluendum annuum censum II«»*- nummorum tradidit. Quod actum est sub Marquardo 
abbate et Hiddicone comite, cuius rei testes sunt hi. Hiddico comes. Sinicho presbiter qui traditionem 
ipsam banno firmauit. Volcsuit uxor Hezelini, et fratres eins. Immo et Bemhardus. Eluenis caluus. Re- 
there. Rathebodo. Thidericus. Wlfnot. Eluerus albus. Heio. aliique quam plures. 

Et ut hec traditio firma et inconuulsa permaneat, sigillo Sancti YITI signata est et corroborata. 

Das Siegel ist Terloren gegangen und die Charte beschädigt; das wenige am Schlüsse gans Ausgerissene aber aus dem 
ältesten Corve^f'schen Kopialbuche ergänzt. 

CLXI. 

Ans dem ältesten Kopialbuche des Stifts Conrej. 

In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Herimannus diuina fauente dementia rex. Nouerint t)mnes 
sancte Dei ecclesi^ atque fideles regiii tam futuri quam presentes, Quod uenerabilis abbas Corbeyensis 
Marchwardus exorauit clementiam nostram, ut cyrographa predecessonim nostrorum duobus cenobiis sibi 
commissis iam olim collata nostra quoque auctoritate firmaremus, nostreque illis confirmationis cartulam 
adiungeremus. Cuius rationabili et iuste petitioni coram episcopis ceterisque principibus nostris assencien- 
tes, sicut in apostolicis et imperialibus assignatis scriptis concessum eis et confirmatum est, decemimus 
atque iubemus, ut utrumque cenobium, Corbeyense uidelicet monachorum atque Herefordense sanctimo- 

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1082. 425 

nialium, cum omnibus ad ea pertinentibus sub apostolica et imperiali tuitione nostra plenissiiue libertatis 
iure fruatur. Volumus enim, ipso donante quo fauente regni gubernacula suscepimus, omnium ecclcsiarum 
iura infra regna nostra firmiter stabilire, concessiones antccessorum nostrorum singulis ecclesiis suas con- 
firmare, omnibusque Deo famulantibus, maxime monachis, ad diuinum cultum debita solatia clementer 
impendi. Habeant igitur prefata monasteria eandem quam actenus et deinceps libertatem, ut nuUus suc- 
cessorum nostrorum ipsa uel res eorum aut in beneficia dare aut alio iniuste uertere presumat, sed liceat 
prelatis res suas intus uel foris cum consilio fratrum sororumue regulariter et canonice disponere et sine 
cuiuslibet contrarietate uel contradictione liberaliter possidere, decimas uel decimales ecclesias immo uni- 
uersas possessiones suas in quibuslibet episcopiis, precipue in Bremensi, Osnaburgensi et Paderburnensi, 
ubi plurimos habent, et res aut decimas ita iutegerrime teneant atque possideant, sicut ab antecessoribus 
nostris, regibus uidelicet uel imperatoribus hactenus habuerunt atque possiderunt. Aliter enim in Dei 
seruicio persistere non poterunt, cum prebenda eorum ex maiori parte de decimis constituta sit. Episco- 
pis uero, quibus seruicium et mansionatica debent tempore circuitus sui, secundum scripta sua singulis 
annis persoluant Proinde utrique congregationi regularis electionis potestatem concedimus, et qui ordinati 
fuerunt, si forte, quod absit, in aliquo deliquerunt, non preter canonicam et regulärem deponantur exa- 
minationem. Et ut hec auctoritas concessionis atque contirmationis nostre firmier habeatur et per futora 
tempora a cunctis fidelibus sancte Dei ecclesie nostrisque presentibus et futuris melius credatur diligentias- 
que seruetur, manu propria subter eam firmauimus, sigilli nostri impressione assignari iussimus. 

Signum domni Herimanni (L. }I.) regis inuictissimi. 
Brun canceliarius uice Sigefridi archicancellarii recognoui. 

Data III. Non. Aug. anno dominice incarnationis M^LXXX^II^. donmi Herimanni regis I. Indictione V. 
Actum coram multis principibus in palacio regio Goslare in Dei nomine feliciter Amen. 

CLXII. 

Notum Sit omnibus uere Deum diligentibus ac fidem in proximos conseruantibus, quod quidam libere 
natus Hunika nomine, filius Hassis de Binnetuelde, propriam anciliam suam Haburgam sibi jsociauit coniugio, 
quam emerat X. solidis a Habone et filio eins Ebbi de Ingheradinghusan. Quam postea interueniente 
necessitate, si preoccupatus morte teneretur, ne heredes sui inter se certando eam addicerent seruituti, 
consilio aliquorum sibi consanguinitate adherentium accepto, ne eam sine consolatore relinqueret, tributa- 
riam dedit ad duos denarios per singulos annos persoluendos super altare Sanctorum apostolorum Petri 
et Andree, quod consecratum habetur a uenerabili Immado episcopo in ecclesia que dicitur Hierusalem, 
ad orientem posita ciuitatis Patherbronnense, quamdiu uiueret, Si filium procrearet aut filiam, cum quo 
in partu eadem hora adgrauata apparebat, post mortem noatris si quis prior esset ^tatis, eundem persol- 
ueret tributum, et filii eorum a generatione usque in generationem postmodum seruarent Traditio uero 
ista eo tempore facta est, quo princeps Herimannus Westfalos cum exercitu adiit, anno quoque Popponis 
episcopi VIto. teste ipsa congregatione ac familia ad eam pertinentem. Traditionem hanc si quis causa 
pecuni^ uel malo consilio irrumpere nititur, simul cum Juda traditore pereat, anathema sit a Jesu XPYCto 
domino nostro, et omnia que possidet Ab apostolis vero eins P. et A. T. B. ac martiribus sanctis quo- 
rum reliquie in hoc altari continentur, in die iudicii ab bis qui promissam dexteräm Dei tenent separentur. 
His adsocientur quibus dicetur, Ite maledicti in ignem ^temum qui paratos est diabolo et angelis eins, 
ibi sine intermissione semper manentes. Omnis ergo quicunque legertt hoc manuscriptum, uel legentem 
audierit, respondeat dicens, AMEN. Qui autem in testimonio ex progenie eorum erant, recitanda sunt 
nomina. Aelueric frater Hassis et filii eius. Yaderikin. Hassi. Alueric. Hugh. 

Von einem Siegel leigt sieb keine Spar, ^^ 

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126 1083. 



CLXIII. 



Aus einf*r alten Abschrift am Ende eines, ehemals dem Kloster Abdinghof lu Paderborn gehörigen, und demselben durch den 

beil. Vicelinus geschenkten, zu Ende des 11. oder im Anfange des 12. Jahrhunderts geschriebenen Codex, dessen Hauptinhalt 

die Geschichten der Heiligen Willehadus, Ansgarius und Rimbertus bilden. 

Siguuinus sancte Coloniensis ecclesie solo nomine episcopus, FRitherico confratri et coepiscopo, 
uoluntariam tarn deuotissimi oraminis quam seruimiuis sui exhibitionem. Cum nostris temporibus ultra 
modum tribulationibus uariisque angustiis sancta ecciesia in suis mcmbris aflligeretur, adeo ut tranquillitas 
et pax ex inlegro desperaretur, compatiendo tot pressuris totque periculis subuenire illi Deo propitiante 
tractauimus, et hoc tandom illi remcdium consilio nosirorum fidelium prouidimus, ut pacem quam peccatis 
nostris exigcntibus continuare non potuimus, intermissis saltem diebus, quantum nostri iuris fuit, aliquatenus 
recuperarcmus. Feeimus enim hoc et perfecimus. Conuocatis igitur parrochianis nostris ad legitime con- 
ductum concilium, quod Colonio in sancti Petri matrice ecciesia, anno dominice incarnationis millesimo 
LXXXIII. indictione VI. XII. Kai. Maii habitum est, ordinatis aliis, quod de his facerc disposuimus, in 
publice recitari feeimus. Quod postquam ab omnibus aliquamdiu diuerso modo tractatum est et retraeta- 
tum, Deo mediante in unum tandem conuentum est, et tam clero quam populo pari uolo consentienlibus, 
quo modo et quibus per annum spaciis obseruari debeat edocuiraus, uidelicet ut a primo die aduentus 
Domini usque ad exactum Epyphanie, et ab intrante sepluagesima usque in octäuas Pentecostes, et per 
tolam illam diem, et per annum omni die dominica, feriaque VI. et in Sabbalo, addita llllor. temporum 
feria, omniumcjue apostolorum uigilia cum die subsecula, insuper indifferenter omni die canonice ad iciu- 
nandum uel feriandum statuta ucl statuenda, hoc pacis decretum teneatur, ut itinerantibus domique ma- 
nentibus securitalis et quietis tutissima sit traditio, ut cedes et incendia, prodas et assultus nemo faciat, 
nemo fuste et gladio aut aliquo armorum genere quemquam Icdat, et ut nemo, quauis culpa faicosus, ab 
aduenlu domini usque in octauas epiphanie et a septuagesima usque in octauas pentecostes tollere presu- 
mat arma, scutum, gladium aut lanceam, uel cuiuscunque prorsus armature sarcinam. In reliquis uero 
diebus, id est in dominicis et sextis feriis, omnique apostolorum uigilia cum die subsecuta, et omni die 
ad ieiunandum uel feriandum statuta uel statuenda, arma illis ferro licebit, ea tamen conditione, ut nulli 
quolibet modo losionem inferant. Si necesse fuerit alicui intra spacium condite pacis, id est ab aduentu 
Domini usque ad octauas epiphanie, et a septuagesima usque in octauas pentecostes exire de nostro 
episcopatu in alium^ quo ista pax non tenetur, arma ferat, ita tamen, ne alicui noccat, nisi impugnetur, 
ut sc defendat. Reuersus aulem in episcopatum nostrum, statim arma deponat. Si contigerit, ut debeat 
obsideri castellum aliquod per dies qui infra pacem comprehensi sunt, ab inipugnatione cessent, nisi ab 
obsessis impugncntur et repugnare cogantur. Et ne hec pacis statuta traditio a quauis persona temerc et 
impune uioletur, huiusmodi uiolatoribus in commune ab omnibus est dictata senteutia. Si liber uel nobilis 
eam uiolauerit, uel quolibet alio modo defectauerit , absque omni sumptuum aut amicorum interuentione 
a finibus confinium suorum expellatur, totumque predium eins heredes sui tollant, et si beneficium habuit, 
dominus ad quem pertinet illud recipiat. Si uero heredes aliquod illi, postquam expulsus fuerit, susten- 
taculum uel solatium impendisse inucnti fuerint et conuicti, predium illis auferatur et regie ditioni manci- 
pelur. Quod si se purgare de obiectis uoluerint, cum XII. qui eque nobiles uel eque liberi fuerint, 
iurent. Si seruum occiderit hominem, decolletur. Si uulnerauerit, manu puniatur. Si alio modo, uel 
pugno, siue fuste uel lapide percutiendo defectauerit, detondeatur et excorietur. Si autem, cui imputa- 
bitur, se innocentem probare uoluerll, iudicio aque frigide se expurget, ita tamen ut ipse et nuUus alius 
pro eo in aquam mittatur. Si autem timens uindictam, que in eum dictata est, aufugerit, perpetue ex- 
commanicationi subiacebit, et in quocunque loco auditus fuerit, mittantur illuc littere, per quas denuncietur 
omnibus, qOod excommunicatus est, et quod cum eo communicare nulli licitum est. Non debet truncatio 
nianuum in pucris fieri qui nondum XII annorum etatcm impleuerunt, sed in illis qui ab etate id est a 

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1083. 427 

XII. annis ad maiorem peruenerunt. Pueri tarnen si pugnauerunt, uerberibus castigentur et a pugnando 
deterreantur. Non ledit pacem, si quis delinqiientem seruum suum uel discipulum uel quolibet modo 
sibi subditum scopis uel fustibus cedi iusserit. Excipitur etiam ab hac pacis conslitutione, si dominus rex 
publice expeditionem fieri iusserit, propter appetendos regni inimicos, uel concilium sibi habere placuerit 
propter diiudicandos iustieie aduersarios. Non uiolatur pax, si interim dux uel alii comites, uel aduocati, 
uel qui uice illorum funguntur, placita habuerint, et seeundum quod lex habet in fures et predones et 
alios nocentes iudicia exercuerint. Securitatis gratia omnibus precipue faicosis huius dominic^ pacis statuta 
traditio est, sed non ut post expletam pacem rapere et predari per uillas et per domos audeant, quia 
que in illos antequam ista pax statueretur lex et sententia diclata est, legitime tenebitur, ut ab iniquitate 
prohibeantur , quia predatores et grassatores ab hac diuina et ab omni prorsus pace excipiuntur. Si quis 
huic pie institutioni contra ire nititur, ut nee pacem cum aliis Deo permittere, nee etiam obseruare uolue- 
rit, missam illi nuUus presbiterorum in nostro episcopatu cantare presumat et nullam salutis curam im- 
pendat, et si infirmatur, nuUus eum Christianorum uisitare audeat, et uiatico etiam in fine, si non resi- 
piscit, careat. Summa uero Deo promisse pacis et communiter collaudate ista erit, ut solummodo non 
nostris temporibus, sed in perpetuum apud posteros nostros obseruetur, quia si quis eam irritare uel 
destruere aut uiolare presumpserit, siue hoc tempore seu qui post mukös annos circa finem seculi nasci- 
turus erit, a nobis inrecuperabiliter excommunicatus est. Non magis in comitum aut tribunorum uel po- 
tentum, quam in totius communiter populi potestate et arbitrio constabit, ut uindictas superius dictatas 
uiolatoribus sancte pacis inferant, et hoc diligentissime caueant, ne in puniendis amiciciam- uel odium uel 
aliud quod iustieie contrarium sit exerceant, ne si abscondi possunt delicta aliquorum abscondant, sed 
potius in publicum deferant. Nullus pro redimendis qui in culpa deprehensi fuerint pecuniam accipiat, 
nee fauore quopiam culpabiles adiuuare contendat, quia qui fecerit, intolerabile anime sue iudicium incur- 
rit, ac per omnes fideles meminisse oportet, non homini sed soli Deo hanc pacem promissam fuisse, et 
tanto tenacius firmiusque obseruandam esse. Quo circa uniuersos obsecramus in Christo, ut ista pacis 
necessaria taxatio inuiolabiliter custodiatur, ut si quis eam deinceps uiolare presumpserit, omnino a sancte 
ecclesie filiis sequestretur, et banno excommunicationis inrecuperabilis et anathemate mansure perditionis 
dampnetur. In ecclesiis uero et ecclesiarum cimiteriis honor et reuerentia Deo prebeatur, ut si illuc con- 
fugerit raptor uel für, minime interficiatur uel capiatur, sed tamdiu inibi obsideatur, donec fame urguente 
ad deditionem cogatur. Si aliqua persona reo arma, uictum uel fugam moliri presumpserit, equalem 
penam sicut reus sustinebit. Clericos uero et omnes sub hoc ordine uitam degentes banno nostro inter- 
dicimus laicali uindicta puniri, sed manifesto crimine deprehensi, episcopo ipsorum presententur. Cnde 
laici decollentur, inde clerici degradentur, unde laici detruncentur, inde clerici ab officiis suspendantur, et 
cum consensu laicorum crebris ieiuniis et uerberibus usque ad satisfactionem aiBigantur. 

JVRAMENTVM PACIS DEL Ab aduentu Domini usque ad proximam diemlune post epyphaniara, item 
a LXXmt usque ad octauam pentecostes, item in omnibus uigiliis et ferialibus festis, et tribus diebus in 
omni septimana, scilicet a uespera V. ferie usque ad diluculum II. ferie pax sit ubique, ita ut nemo ledat 
inimicum suum. Qui occiderit, capitalem subeat sententiam. Qui uulnerauerit, manum perdat. vQui pugno 
percusserit, si nobilis est, libram componat. Si liber aut rainisterialis , X. solidis, si seruus, cute et ca- 
pillis. Omnis domus, omnis area pacem infra septa sua habeat firmam. Nullus inuadat, nullus eflFringat, 
nullus infra positos temere inquirere aut uiolenter opprimere presumat. Qui presumpserit, cuiuscunque 
sit conditionis, capite plectatur. Si fugiens aliquis inimicum, uel suum uel cuiuslibet septum intrauerit, 
securus inibi sit Quilibet hastam uel quidlibet armorum ultra sepem post eum immiserit, manum perdat. 
Cuicumque uero uiolatio huius pacis imposita fuerit et ipse negauerit, si ingenuus est aut liber. XIl. pro- 
batis se expurget. Si seruus, tam lito quam ministerialis, iudicio aque frigide, ita scilicet ut ipsemet in 
aquam -mittatur. Si furtum acciderit aut rapina, aut bellum patrie mgruerit, etclamormore patri^ exortus 



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428 10S3 — 1085. 

faerit, annati omnes insequantur, et in eundo et redeundo pacem unusquisque habeat. Qui uero absque 
ineuitabili necessitate se subtraxerit, si principum terre aliquis est, X. libras, si nobilis Y., si über aut 
ministerialis II., si lito aut seruus V. solides persobiat, aut cutem et capillos perdat. Qui excommunicatum 
uel quibaslibet sceleribus dampnatum sciens receperit, et contra leges uel diuinas uel humanas defenderit» 
sententiam dampnati defensor subeat. Yiatori hospitium nemo deneget. Necessaria si habet ^quo sibi 
precio ucndat, si non habet, a uicinis qui habent eadem conuentione acquirat. Si hospitium negauerit. 
et necessaria uendere uel acquirerc neglexerit, magistrum uille uiator appellat, qui conuocatis ciuibus suis 
rogata ncgantem ad presens decapillatum excoriet. Viator si importunus extiterit et uioientiam in hospitio 
exercuerit, uicinoS'Suos hospes conuocet, iniuriam denunciet, quorum consilio. satisfactionem exigat et re- 
cipiat. Quibus si uiator non aequieucrit, ut raptor dampnetur. Viatur si necesse habuerit, IIos. in agro 
roanipulos, aut si multum tres equis suis tollat, quos iu eodem agro aut in proxima uilla depascat. Pascua 
pratonim et poma nuUus prohibeat. Qui defenderit, poenam fugitiui subeat. Qui conuicia in alium 
dixerit, si miles, baculis multetur, si rusticus, scopulis excorietur. Hie FIMS JVRAMENTI. Que uero sc- 
quuntur, ore omnium laudata et in manus episcoporum promissa et bauno roborata sunt. In omni pacis 
tempore predicto nuUus arma ferat, nisi illa quam prescripsimus neccssitas exigat. 



CLXIV. 

Ad omnium qui in presenti subsistunt uel in futuro successerint fidelium noticiam peruenire deside- 
ramus, qualiter ego Erpho septimus decimus sancte Mimigardeuordensis ecciesie diuina miserante dementia 
Episcopus, fidelium in quantum potui petitionibus assensum prebendo, oppressis subuenire, afflictis parcere« 
confractos soluere, animum induxi, cum solum placeant omnipotenti, qui misericordie sunt dediti, uec 
inuident aliene felicitati. Igitur Domina Adalheiht Fricconhorstcnsis Dei gratia Abbatissa, pietatis amore et 
salute ulriusque uite, ministris qui ad eandem abbatiam pertinebant, ius aliquante melius et clementius 
quam prius haberent constituere dispositum habens, assumptis secum sue prouisionis filiabus, eiusdem 
scilicet Fricconhorstcnsis coenobii sororibus, domina preposita IDA , decana EILA, custode Gerburga, aliis- 
que quarum nomina inscripta sunt, Thicdhilda, Suanihilda, Gerthrude, adiit Serenitatcm nostram cum 
fidelibus nostris, summa deuotione et humilitate supplicans et deprecans, ut pro diuini timoris et amoris 
ueneratione, suique fidclis seruicii, ac oratione et deuotione totius iilius congregationis , cum qua prius de 
Omnibus negociis egerat, que et illi in omnibus consenserat, et que uoluit uoluerat, optauerat, petiuerat, 
ut ministris supra memoratis, quia non melius fere ius quam liti et qui cotidie ad curtes seruiunt habue- 
rant, unde et plurimum grauabantur, quale habent qui ad episcopatqm pertinent, quale et domnus meus 
Frithericus pro sua dementia ministris qui ad preposituram pertinent, me rogante et impetrante, consen- 
tiente fratrum Mimigardeuordensium unanimilate, ius dederat, cohcoederetur, et pep omnia illis similes in 
lege, iure, iusticia facerem. Quod ego. habito cum fidelibus* meis, tarn de clero quam de militibus et 
ecciesie ministris consilio, cum placeret omnibus, omnesque, quia bonum illis uideretur, acclamarent, uel- 
lent, peterent. facere non rennui, et ad presens cum plurimi tam de clero quam de militibus et ministris 
ecciesie adessent, tale ius, legem, iusticiam, qualem episcopales et qui ad preposituram pertinent ministri 
habere uidentur, concessi, dedi, concoedendo dandoque subscripsi, confirmaui, et per omnia illis similes, 
uolente rogante domina eorum uidelicct abbatissa Fricconhorstensi A., consentiente etiam ac dcprecantc 
unanimiter tota illa congregatione, feci et testamentum scribendo contradidi, et ne quis in posterum temc- 
raria persona irritare rata hec et certa abolere ullo pacto presumat, bannum episcopalem superimposui, 
quo cuncta Ulis firma redderem, confirmarem, corrobarem. Est ius constitutum, quid a uiuentibus, quid 
(i dcfunctis exigatur, quid oportet ab omnibus teneri, ac propterea necesse est doceri et ab omnibus 
diliirentissime obseruari. 



llQV 



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1089 — 1090. 429 

Huius constitQtioms, traditionis, immo et laudationis testes inscribuntar, ut omnia cerliora reddaoUir. 
De Clero intererant. Raodolfus decanus. Godascalcus oicedominus. Herimannus custos. Suehtgerus. Adulfus. 
Liudbertus. Gerbertus. Rato. Döring. Franco. Herimannus. Uuerinherus. UuacUinus. Gisilberius. et molti 
alii clericL 

De militibus uero aderant Lambertus comes. Conradus longus. Liuppoldus. Godefridus comes. Bern- 
hardus. Gerhardus de Laon. Godascalcus filius eius. Ruocgerus. Eilbertus. Hatheuuercus. Ruobertus. Folc- 
bertus. Thiedmar. Adalbertus. Wicbem. Meinhard. et alii multi. 

De ministris ecclesi^ hi fuerunt. Wecil. Suehtger. Liudbraht. Liuppo. Ricbraht. Eilbraht. Ruocger. 
Meinhard. Arnold. Adalbraht. Hugbold. Liudger. Atcilin. Walcono. Engilbraht. Werinbraht. Altman. Heriman. 
Ado. Odo. Harbraht. Hiddo. Thiedric. Hetcil. Burchard. Liuzo. Berhtold. Gerbraht. Suehtger. Ricbraht. Wet- 
cil. Watcilin. Atcikin. Godefnd. Gerhard, et alii quam plurimi. 

Actum Mimigardeford in camera episcopi. Anno dominice incamationis millesimo octogesimo VI<^. Indi^ 
ctione VUIIa. III. Kai. Januarii. Anno uero ordinationis domni Erphonis episcopi primo. Feliciter. Amen. 

Von dem, der UrkaDde aufgedruckt geweseoeo Siegel Ut nur ein Brncbatück übrig. 

CLXV. 

• 

In nomine sanct^ et indiuidu^ Trinitatis. ERPHO diuina miserante dementia Mimigardefordensis etsi 
solo nomine episcopus. Si quid sancte Dei ecclesie ministrantibus utilitatis pio affectu impendere curamus, 
retribui nobis apud Dei misericordiam speramus, maxime cum iuxta preceptum apostoli, operamur bonum 
apud doraesticos fidei. Quo circa notum fieri cunctis Dei fidelibus cupimus, quaUter cum fidelium nostro*- 
rum consilio prebendam FRICCONHORSTENSIS cenobii, qu^ aut uix, aut male dabatur, aut eciam impor- 
tune subtrahebatur, nee post subtractionem resütuebatur, ita ut VI. ebdomadibus inter IVLIVM et AVGV- 
STVM mensem nee potus eis, nee panis daretur, in cfteris autem temporibus confus^ et iudisposite et 
contra aliarum consuetudines ^cclesiarum inutiliter qu^ iuste danda erant et incaute ministrabantur, ratis 
temporibus cautius et plenius dari constituimus, quia si in afflictione positis non subueniremus, iram diuin^ 
ultionis procul dubio incurreremus. Panes qui dabantur, quamuis modius bonus esset, parm tamen et 
uiles erant, quod in melius commutauimus, constituentes ut de modio siguli, de quo ante duodecim fie- 
bant, decem panes bene boni fierent, et de modio tritici, uti prius abbatissa scilicet ADALHEIT disposue- 
rat, quatuordecim panes parari iussimus, excepto quod de ipsis panibus tres qui singulis dominicis diebus 
supersunt, in suos usus dispensaus accipiet, eä uidelicet ratione, ut semper in quadragesima Villi m^ tri* 
tici pro eis reddat, unde omnibus in commune a quinta FERIA post caput ieiunii, TERCIA. ET SEXTA. 
ET SABBATO, usque in terciam feriam ante pascha, panis nouos in modum lune formatus detur, et in 
iisdem supradictis FERIIS duo becarii de meliori ceruisia singulis propinentur, in diebus uero dominicis 
per singulas duo becarii et panis de siligine, qui uulgariter roggo subtilis dicitur, continue detur, et quia 
carnes prebendarie, siue de porcis, siue de ouibus, siue de uaccis essent, adeo uiles propter macredinem 
et paruitatem erant, ut aliquotiens ferculum non longius quam est minimus digitus alicuius adulti hominis 
esset, decreuimus oues et porcos meliorari, et porcum qui prius in triginta neuem fercula diuidebatur, 
per uiginti quattuor secari, et singulis duo fercula, siue porcina, siue ouina uel bouina fuerit caro, bene 
et iuste secundum illas carnes que Monasteriensibus fratribus in maiori monasterio dantur, et inter duas 
unam assaturam dari. Conuiuia dabantur prout placuit, non ut decuit, quia pars aliqua dabatur, plurima 
subtrahebatur, quia nihil cerli, nihil temperati exhibebatur. Vnde inilo in commune consilio tempora con- 
sütuiraus, uidelicet in Aduentu, in NATIVITATE DOMINI, JOHANNIS EVVANGELISTE, In OCTAVA, In EPI- 
PHANIA DOMINI, in anniuersario abbatisse THIEDHILDIS, in purificatione SANCTE MARIE, In PASCHA, 
in inuentione SANCTE CRVQS, In ASCENSIONE DOMINI, In PENTEOSTE, BONIFATII, JOHANNIS BAPT., 

Cod. dipl. hiit. WetlTal. 17 ^ j 

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430 1090. 

aposlolorum PETRI et PAVLI, assumptionis et natiuitatis SANCTE MÄRIae, MICHAHELIS, EONIl et ANTO- 
Nll, COSME et DAMIANI, MAXLMI, OiMNIVM SAiNCTORVM, MARTINI, ANDREE, cum plenum datnr serui- 
dum Septem fercula, cum pleniter non datur quinque darf, ad cenam uero genus cibi quod uulgo struua 
dicitur, et assaturam binis et binis. A Pascha usque Pentecosten, SECVNDA et quarta FERIA, de porcis 
giandibus siue frumento pastis lardum, nisi festiuitas interuenerit, iuxta prius constitutum, donari constitui- 
mus. Pisces non dabantur in quadragesima , preter unum Salmonem, qui in cena Domini dabatur, ceteram 
legunHina et fabe uiliter et incongrue cocte donabantuf, nee erat Ulis aliquod soiatium, unde possent, cum 
Deo seruirent, habere spstentaculum. Qua propter diuini timoris pariter et amoris non inmemores, cum 
fidelioribus nostris accepto consilio, triginta solides in quadragesima disposuimus, uidelicet decem de man- 
sis quos dederat domnus FRITHERICVS EPSr, decem de decimis quas ego peccator ERPHO, etsi indignus 
successor eins, in DEDICATIONE EIVSDEM ECCLESIE tradidi, quinque de GASGARE, duo de VELON, 
tres de VVAMALO, ut a capite ieiunii usque in PASCHA quattuor allecia singulis, ut pro loco sanctisque 
Dei ^cclesiis attentius exorent, quanto meliora emi potuerint, donentur, et ut huiusmodi emptio alicui fideli 
laico uel clerico committatur. Viuum dabatur eis, sed indiscrete et minus quam indigerent, unde consulto 
opus esse uidimus, et quia idem uinum de cellario abbatisse dabatur, uisum est nobis et fidelibus nostris, 
ut abbatisse per se, sanctimoniales suum proprium separatim haberent uinum, ac propterea ad compara- 
tionem uini sororum ibidem Deo famulantium, qUod sui iuris sit, in suum cellarium deferatur, libram 
unam VVARTANHORST, unam marcham de adipibus porcorum et de bouinis coriis, unam marcham de 
pellibus ouinis, quattuor solides de BALOHORNON, computauimus, ut non grauetur abbatissa, et earum 
cesset querimonia. In diebus dominicis et in omnibus festiuitatibus becarium uini quelibet, et in conuiniis, 
si in dominica euenerint, duos accipiant. A festiuitate omnium Sanctorum usque in Pascha uetus ceruisia 
dabitur et medo defecatus propinabitur. Antiquitus uilissima ceruisia nulli fere nisi indigentissimo potabilis 
dabatur, quod a supradicta abbatissa uidelicet ADALHEIT, sicut de triticeo pane bene et honeste et uli- 
liter commutabatur , ut omni die quinque becarii bone ceruisie, abnegato pristine constitutionis incommodo, 
unicuique siue domi fuerit uel exierit, tribuantur. Hanc constitutionem eins utpote bonam laudamus, ad- 
iuuamus, et eidem sancte congregationi permanere et non deficere, banno nostro confirmamus. Benedicta 
sit que in melius auxit uel auxerit, maledicta que in peius mutauerit, contriuerit, diminuerit. Oblationes 
pro fidelium memoria collatas iuxta pristinum seruari, dari, impendi eciam placuit. Pecunia ad compa- 
randum uestitum parua erat, nee ad dimidium alicui earum sufSciebat, unde inquisitione facta, de curti 
Uuartanhorst XIII. libras persoluendas iure inuenimus, et de ipsis Sanctimonialibus ad uestitum cuilibet, 
siue in denariis, siue in pannis, siue in frumento X. solidos dari constituto die, uidelicet in feste aposlo- 
lorum Symonis et Jude, disposuimus, preter libram que Abbatisse et que ad comparandum uinum dabitur. 
Consuetudo ibi erat aliis sanctis Dei ecciesiis contraria, ut quotcpiot Sanctimonialium defunctarum prebende 
uacue fierent, quoadusque a succedentibus aliis recuperarentur, sub iure essent abbatisse, in quos uellet 
eas usus conuertere. Vnde minui uidentes illarum que supefstites fuerint tam uictum quam uestitum, 
quia paucas inuenimus et indigentes, communi consilio et affectus pietate condiximus, ut cuiuslibet de- 
functe Sanctimonialis prebenda post obitum eius per annum donetur, et postea subtrahatur, ut uiuentium 
et Deo ibidem seruientium uictus et uestitus tanto melius et commodius impendatur. H^c inprimis cum 
agerem contraria fuerant abbatisse prenominat^, que postea per fideles nostros submonita, sponte consen- 
sit, bene laudauit, et ut hec stabilia et inconuulsa permanerent, per omnia se adiuturam promisit. Cui 
eciam que ad se pertineant in suos usus separatim discreta sunt, separatim Sanctimonialibus attinentia 
disposuimus, ut utrique parti sua constent et neutra alteram incuset, omni abolita iniuria, et cessante in 
futurum querela. 

Igitur cum hec omnia multotiens in Capitolio Fricconhorstensi, presente supradicta abbatissa et con- 
sororibus et clericis et familia eiusdem ecclesie, nee non presentibus de clero S. Pauli quam plurimis, 
cum multis nobilibus tam militibus meis quam aliis et nostre ecclesie seruientibus agerem ad altare sancte 



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1090 — 1092. 131 

Crucis missam celebrans IUI. N. SEPT. astante turba innumerabili, hec decrela, hec disposita, hec consti- 
tula banno episcopali, ul perpetuo maneaiit, in eternum consislant, perseuerent, confirmauiraus, corrobo- 
rauimus, consolidauimus. Secundo in dedicatione maioris ecclesie Monasteriensis IUI. M. NOVB. peracta, 
eundem bannum domnus Coloniensis archiepiscopus Herimannus, et Leodiensis episcopus Heinricus, et ego 
Monasteriensis opilio uideücet ERPHO, astante, andiente infinita tarn cleri quam populi qui ad dedicationem 
conuonerat multitudine fecimus, et qui ex bis quicquam, que supra scripta sunt, irritum fecerit, perpetuo 
anathemate excommunicando condempnauimus. Tercia uice 111. IDVS FEB. cum in maiori ecclesia Mona- 
steriensi altare in honorem Sancti JOHANNIS BAPT. consecrarem, quo eciam die penitcntes in ecclesiam 
induxi, et reconciliationem et indulgentinm totis uotis totisque animis quoad poteram facere institi, utpote 
insequenti die Iherosolimam iturus, eundem bannum repetiui, non tacui, omnibus indicaui. Contestamur 
omnes, conuenimus cunctos, monemus uniuersos qui hec audierant uel in futuro rescierint, ne anime sue 
periculum de bis tacendo iiicurrant, quin eciam quod omnis persona hec infringens uel irritans uel ad- 
nihilare uolens, iudicium diuine ultionis incurrit, sciat, dicat, contestetur, admoneat, in Christi nomine 
AMEN. 

Actum Fricconhorst Anno dominice incamationis Millesimo nonagesimo, Indictione XIII. IUI. Noo. 
Soptcmb. Anno Ordinationis mef quinto. Feliciter. AMEN. 

Da« aufgedruckte und zugleich mit Pergamentslreifen festgeheftete Siegel int nur noch zum Theil erhalten. Man sieht 
noch das bischöfliche Brustbild (von dem Siegel der folgenden Urkunde verschieden) mit dem Bischofsstäbe in der 
rechten und einem geschlossenen Buche in der linken Hand ; von der Umscbriffc ist noch zu lesen : S. ERP. DT, 
GRÄ. M. . . . ERINE 



CLXVI. 

In nomine sanct^ et indiuidue Trinitatis. || Sciant fideles tarn presentes quam futuri, quia ego Erpho 
Dei gratia sancte Monasteriensis ecclesie prelatus allodium Ocelini Were consensu sui heredis Lieuechini 
sepibus e,t edificiis ab eo libere conquisiui, sibi autera ego suoque heredi decimas de eodem allodio usque 
ad exitum uit^ sue concessi. Hoc itaque primum in curti mea Hasbcche coUaudatum est, secundo iure 
Westpbalico confirmatum in placito comitis Dodechini presentibus bis. Walone albo qui aduocationem de 
eodem allodio suscepit. Biso de Lecdene presens. Odo. Anno. Lucechin. Rocelo. Abacho. Godeschaicus de 
Lon. Liberi omnes. Ministri autem Hermannus de Lare. Bernardus. Godeschaicus. Odelricus de Darenuelde 
et frater eins Walthardus. Mazo de Were. Teodericus de Bilribechi et filius eins Hadoardus. Rodulfus 
de Lon. Wezelo. Ego igitur deinde hoc ipsum allodium pro salute anime mee in usum ^cclesie beat^ Marie 
Monasterii donaui, ut tamen Ocelinus et filius eins reddidus de eodem allodio usque ad exitum uite sue 
habcret, sed tantum duos nummos in tributum super altare beate Marie quoque anno persolueret. Post 
mortem uero eins filiique sui ecclesia beate Mari§ libere obtineret, exceptis septem partibus Fredenensis 
ecclesie, que sunt segregate in presentia Weremboldi eiusdem ecclesie aduocati. Eppo uillicus presens et 
Rodericus frater eins. Hyeric. Lubertus. Odo filius Suegeri, Suegerus de Wilne. Anno millesimo nonage- 
simo IF. dominice incamationis, indictione XX.m* Hec stabilita sunt in ecclesia beat« Marie Monasterii. 
Testes igitur tarn clerici quam laici hi sunt. Ludolfus prepositus. Suegerus decanus. Adolfus de Lon. We- 
zelo presbiter. Landduuardus presbiter. Hoico presbiter. Themo. Lambertus de Dale, qui aduocationem de 
eodem allodio a Walone albo, qui antea eam habuerat, suscepit. Haceco. Robertus. Eilbertus. 

Das unten seitwärts aufgedruckte Siegel ist kreisförmig und seigt den Bischof in halber Figur, mit unbedecktem Hraptey 
übrigens im Ornate, mit der Umschrift: f Erpho. Di, Gra. Mimigardefurdensis Eps. 

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132 ie»6 — io»T. 



CLXVII. 



In nomine sancte et indiuidu^ Trinitatis. Odalricus fauente dementia diuina Mindensis episcopus. || 
Notum esse cupimus tam successure posteritati quam presentis temporis aetati , qualiter uenerabilis matrona 
MERESVID predia sua XI. scilicel Vorewerc in pago qui dicitur Angeri in comitatu MAGNI ducis, collau- 
dante et confirmante filio suo GERHARDO mundibulo et berede legiümo, ecclesie nostre absque omni 
interdictione et conditione (delegaue)rit. Anno ab incarnatione domini M* XCVI. indictione IUI. V Id. Febr. 
ordinationis autem nostre anuo primo, quorum nomina hec sunt. IL in Volchrisson, unam in Frithegotessin, 
unum in (Wegerden, unum) in Wermerinchuson, unum in Hohinchuson, II. in Hemeuhuson, unum in Rio- 
denithe, unum in Hiluise, unum in Aesdorpe, et unum in Richildesbiuthle, quod situm est iuxta iluuium 
(Alara), cum omnibus appendiciis, id est areis, edificiis, agris, pratis, pascuis, terris cultis et inculüs, 
aquis aquarumque decursibus, molendenis, molis, piscationibus , siluis, uenationibus, uiis et inuiis/exitibus 
et reditibusy quesitis et inquirendis, cum omni utilitate que uel scribi uel nominari potest, et CG. utriusqne 
sexus mancipia. Nos autem consilio familiarium nostrorum admoniti, eadem predia, exceptis duobus 
Voreuuerc Riudenithe et Frithegotessun , eidem matrone ex parte nostri quamdiu ipsa quidem uixerit, pro 
annuo ccnsu, quem in placito soluit, uno uidelicet denario, concessimus. Insuper utrisque pariter, ei filio- 
que supradicto, XII. libras decimarum in beneficium dedimus, ea interposita ratione, ut si ipsa superuixe- 
rit, beneficia cum prediis retineat, sin autem, ipse quidem beneficia habeat, predia uero in usum ecclesie 
cedant. Hoc ut ratum et omni tempore inconuulsum permaneat, testibus confirmauimus, scriptis insigni- 
uimus, sigilli nostri inpressione roborauimus. Nomina autem testium tam liberorum quam ingenuorum 
subscripta sunt. Thetric. Reginbreht. Volcwin. Bodo. Heriman. Fritheric. Landward. Widikin aduocatus. 
Atholf. Aerp. Volmar. Helmwerc. Ascholf. Kerstin. Thancbreht. Aeicco. Aelo, Dudo. Fritheger. Asbodo. 
Godefrith. Marcward. Retherd. Aethelwic. Meinward. Aethelger. Tanuno. Windilbern. Liuthard. Thiederic. 
Aegiibreht. Thietmar. Liudolf. 

Das Siegel, welches aaf der Charte^ an einer von Schrift leer gelaisenen Stelle, mit iichmalen Pergamentstreifen ange- 
heftet war, Ut ferloren gegangen. — Die Charte ist sehr beschädigt, doch nur wenige Worte gans Terloren gegan- 
gen, welche oben aus dem Abdrucke bei Würdtwein ergäntt und eingeklammert sind. 

CtXVIII. 

Aus dem Archife des Domstiftes so Osnabrück. 

In nomine Domini nostri IHU XPI. || Notum facimus et notum esse uolumus omnibus tam nostri 
quam futuri temporis fidelibus, RVOTHWARDVM nobilem nos WIDONEM sanct§ Osnanbruggensis ecclesie 
episcopum adisse, et consensu et coUaudatione ADALDRYD sororis et legiptime heredis su§ absque omni 
conditione in placito FOLCMARI comitis in ins et proprictatem perpetu^ possessionis §cclesif Sancti Petri 
Osnanbruggeusi et nobis ad manum aduocati nostri AMVLVNGI tradidisse duas curias, unam LINE etaliam 
HEMBEKE cum quadraginta nominatis mancipiis, et cum omnibus iure ad predictas duas curias pertinenti- 
bus tam in mansis possessis et non possessis, quam in c^teris omnibus rebus, que in Ulis uel in quibus- 
cunque aliis pagis habentur. Insuper in predicti comitis placito dedit nobis et ecclesi9 nostre in parrochia 
HAGEN duos mansos possessos, et in parrochia BRAMEZCHE unum mansum uastum, et filium suum HIL- 
DEBRANDÜM in proprietatem coUaudatione predict§ heredis sue. Et quia in his omnibus nobiscum bene 
et fideliter egit, easdem curias, quas nobis dedit, cum omnibus ad ipsas attinentibus , preter illos duos 
mansos qui HAGE siti sunt, et unum uastum qui est BRAMEZCHE, ei et uxori su^ in beneficium prestiti- 
mus. Insuper ubi ipse uoluit et elegit, ad pr^dictum beneficium tres libras in decimacione minus uno 
solide addidimuS; ita ut si alter eorum alten superstes fuerit, utrumque, id est predium quod dedit et 



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109T — iioo. 433 

decimatio quam prestitimus, iu beneficiom in uita habeat. Post obitum vero eorum sine onüii contradi- 
ctione et pr^dium et decimatio ex toto in usum predicte ecclesie redeat. Si quis autem ex^successoribus 
iiostris, quod absit, hoc quod nos fecimus infringere uoluerit, potestatem habeat predictus ROTHWARDVS 
ad se predia que dedit recipiendi. Vt autem hec pagina firmitudiuem habeat, sigilli nostri expressione 
signauimus. Acta sunt ista SINECL4 in prenominati comitis placito, Idus Junii anno millesimo nonagesimo 
septimo, Indictione V. Presentibus testibus ex nobilibus. FÖLKER. GOZWIN. ADALBER. GODESCALC. 
THIDRIC. HATHEBRAND. TIEMO. Ex liberis autem. FORMVND. WALDMAR. et bergildi ad predictum 
placitum pertinentes. 

Das Siegel, welches aufgedruckt war, ist Terloreu gegangen. — Die Urkunde ist sehr sauber und charakteristisch ge- 
schrieben« 

CLXIX. 

Aus dem Fürstlich« Salm -Horstmar'schen Archire. 

Notum Sit Omnibus fidelibus, qualiter domnus BYRGHARDVS Dei gratia Monasteriensis episcopus, 
semper inopum et oppressorum pius miserator, Gerharde de Graz, eorum quibus decimas suas debuit 
inclementia oppresso, sua miseratione subuenit. Statuit enim sua auctoritate, ut de domo et agricultura 
suo annuatim tres solidi et XYI. modii siliginis persoluantur, nullusque episcopalis debiti exactor ab eo 
uel successoribus suis amplius exigere habeat. Huius pacti testes adhibiti sunt. Herimannus camerarius. 
Amoldus dapifer. Engilbertus pincema. Bernhardus de Chemene. Ricbertus de Lon. 

Ein grosses kreisförmiges Siegel (wahrscheinlich das des Bischofs) war aufgedruckt; es ist aber der obere, Dild und 
Umschrift enthaltende Theil, ganz Terloren gegangen, wahrend das untere, durchgedruckte Stück a'o-der Rückseite 
der Charte sitien geblieben ist. 

CLXX. 

IN NOMINE DOMINI. Notum sit omnibus fidelibus tarn presentibus quam futuris, quod temporibus 
regis Heinrici quarti, Domnus Gumpertus venerabilis abbas Patherbrunnensis cenobii, predium quoddam 
cum uniuersis que in eo erant mancipiis, iumentis et utensilibus, in pago Ossenthorp, in aduocatia Heinrici 
comitis de Rietbike, a quodam Godicone XX. marcis comparauit, expendens ad coemptionem illius calicem 
argenteum de sua ecciesia cum communi fratrum consilio, certe satis utili et fructuosa commutatione. 
Que coemptio postea apud Thuneresberg in placito Erphonis presidis regali banno confirmata est. Ego vero 
Heinricus Dei gratia Patherbrunnensis sedis episcopus decimationem de eodem predio iUi monasterio per- 
petualiter delegaui, tam pro remedio anime mee, quam interuentu prefati Godiconis, qui eam in benefi- 
cium eatenus possederat, sicque rogatu predicti abbatis et fratrum eius iam dictam coemptionem et huius 
decimationis traditionem nostra pontificali auctoritate et banno stabih're, firmare et roborare curaui, et 
istam cartam hanc constitutionem scriptam continentem sigilli nostri impressione iusigniri feci, etemaferiens 
maledictione omnes qui hanc constitutionem ullo modo infringere presumpserint. 

Huius traditionis et confirmationis testes sunt, tam canonici quam monachi huius nostre principalis 
sedis. Laici vero. Elver. Gerhard. Egbreth. Hugo. üflFo. Liudold. Eizo. Essiko. Herebold. et alii multi. 

Acta Patherbrunnon XI. Kai. Septemb. Anno ab incarnatione Domini M.C. Indictione YIH. 

Das aufgedruckte grosse kreisförmige Siegel ist swar serbrochen, doch erkennt man darauf noch das Bild des sitsenden 
Bischofs mit dem Bischof^tstabe in der rechten und einem Buche in der linken Hand; mit der Umschrift: Heinricn« 
Gra. DL Patherbrunnensis Epc« f. 



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134 **o*- 



CLXXI. 



In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Heinricus Dei gratia Patherbrunnensis ecclesie episcopus. || 
Quotiens a nobis subiccti ea postulant, que sie eorum profectui conucniunt, ut racioni per onauia compe- 
tant, non solum quesita uUro oiFerre, sed et que proficua sunt eis paterna nos dilectione decet exhibere. 
Vnde oranium fidelium Christi tarn presentium quam futurorum cognoscat industria, qualiter domnus Gum- 
pertus uenerabilis abbas huius ciuitatis cum suis fcatribus nos adiit, et ecclesie commisse calamitates, super 
incensis eius edificiis, distractis prcdiis, aduocatorum exactione, uiolentonim inuasione conquerens, qua- 
rundam rerum a nobis in presentiarum canonicam correctionera et ^cclesiastice defensionis in futurum 
tuicionem racionabiliter et suppliciter expetiit. Nos autem ob honorem et amorem Dei , quo ecciesiam eius 
tuendam gubernandamque suscepimus, et licet multo labore optate pacis et quiclis in litore coUocauimus, 
racionabili peticioni benignum assensum prebuimus, et primitus que militcs et homines nostn iuri suo et 
beneficio uendicauerant, plenarie restitucntes, hec cum aliis omnibus que eadcm ecclesia eatenus possede- 
rat uel deinceps possessura est confirmantes et corroborantes, presentis scripti auctoritate et banno sta- 
biliuimus et communiuimus, sub anathematis iuterminatione statuentes, ut nuUa persona parua uel magna, 
domestica uel extrauea, contra Dei ecclesias seuiens, quemlibet abbatem et fratres prefate ecclesie super 
bonis concessis uel concedendis, mobilibus uel immobilibus, inquietare, molestare aut diuestire presumat. 
Quod si quis ausu temerario attemptauerit, et quicquam ipsius ecclesie iuris aut honoris, siue in abbatis 
regulari electione seu in quacumque ecclesiastice dignitatis et utilitatis prouisione et dispositione imminuere 
uel infringere presumpserit, anathematis uinculo, nisi uelociter cum condigna satisfactione resipuerit, inno- 
detur, honorisque ac dignitatis sue periculum patiatur. Obseruantes autem eidem et in eodem loco que 
sua sunt, misericordia diuina custodiat et post hanc uitam ad eternam feliciter peruenire concedat. Testes 
huius confirmationis sunt. Thietmarus abbas de Helmwardeshuson. Roggerus prepositus. Reinboldus decanus. 
Conradus prepositus. Beruhardus cellerarius. Heinric. Godescalcus* Hizel. Folcbrath. et ceteri omnes canonici. 
Laici uero. Karolus filius regis Danorum. Erpho comes. Liuppold comes. Conrad. Burghardus. Tiemmo. 
Gumpratb. Walo. Heinric. Heinric. Bernhard. Thietmar. Liberi homines. Ministeriales autem. Einer. Ecbertiis. 
Athelwort. Eizo. Item Eizo. Manegold. Hildebold. Herebold. VflFo. Hugo. Adelbrath. Godika. Sibreth. Code- 
scalc. Radolf. Brun. Heriman. et alii multi. 

Data Patherbrunnon Kai. Nouemb. Anno dominice incarnationis M.CL Indictione VIIH. Regnaate Hein- 
rico rege HU. 

Das zur Seite aafgedruckte grntse kreisförmige Siegel xeigt den Bischof (in ziemlich roher Figur) mit unbedecktem 
Haupte, in der rechten Hand den Bischofsstab, in der linken ein offenes Buch haltend, und auf einem breiten Stuhle 
sitaend; mit der Umschrift: Heinricus Gra. Di. Patherbrunnensia Epc. f. H£ ist jedesmal in einen Buchstaben 
susammengesogea. 

CLXXII. 

E Strunckii mscpt. not. crit. 

In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Adelbertus Moguntine sedis archiepiscopus. Quoniam uni- 
uersis ecclesiis et monasteriis in nostro archiepiscopatu constitutis debito karitatis affectu quantum possu- 
mus consulere et prouidere tenemur, et eorum iustis et honestis precibus non contraire, pro deuota pe- 
ticione dilectorum in Christo filiorum Thietmari abbatis et fratrum Helmuuardeshusensis coenobii, sub im- 
pressione sigilli nostri, scripto commendari iussimus, qualiter fidelis amicus nostcr Comes Dedo de Zygen- 
berch et uxor eius Helburga nomine, sue proprietatis unum mansum in Ghuthingen ab eisdem quondara 
prefato coenobio pro octo marcis argenti temporibus predicti abbatis impignoratum, tandem acceplis aliis 
octo marcis argenti ab illo abbate et monasterio, consentientibus heredibus suis Hermanno uidelicet ac 

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1101 ~- 1103. 135 

Sigebodone, lam sepe dicto coenobio Helmuuardeshusen la proprietatem tradidcrunt, in kastello quod 
dicitur Burcgrona, Comite Hermanno ibidem in comiciali iudicio pr^sidente et uenditionem siue traditionem 
istam regio banno sentencialiter confirmante. Acta sunt h^c anno dominic^ incarnationis M^\C<'.P. Indi- 
ctione Villi. 

CLXXIII. 

In nomine sancte et indiuidae Trinitatis. Heinricus Dei gratia Patherbrunnensis ecclesie episcopas. || 
Qnod ad multorum noticiam peruenire congruum duximus, litterarum monimentis mandare prouida deli- 
beratione curauimus. Presens ergo etas omnisque subsecutura nouerit posteritas, qualiter due sorores 
secundum carnem libere Hertha et Waltburg nominale, cum consensu tutoris sui Fritheboldi suorumque 
heredum Bernhard! et Fritherici, quinque mansos'in uilla Suiuuelde; quos hereditario iure possederant, 
ad Patherbrunnense cenobium in honore Sanctorum apostolorum PETRI et Pauli constructum, tradiderunt» 
ut non solum beneficium necessari^ consolationis, sed eciam auxilium oportune experirentur defensionis. 

Hec traditio primo facta est in placito Walonis presidis loco qui dicitur Dure, coram muititudine 
que ad tribunal eins conuenerat, quam ipse regali banno confirmauit et roborauit. Secundo coram prin- 
cipali altari Sanctorum apostolorum PETRI et Pauli presente domno Gumperto abbate cum omni congre- 
gatione laicorumque muititudine, ubi et Heinricus nostre ecclesie aduocatus predictam traditionem de altari 
suscepit, regieque potestatis banno postmodum in placito aduocatie sue stabiliuit. Postea prenorainate 
sorores ab amicis suis ammonite se ipsas in proprietatem predicte ecclesie dederunt, et prefatos mansos 
cum uno qui erat ecclesie in eadem uilla, usibus suis quamdiu uiuerent profuturos in beneficium recepe- 
runt Hanc traditionem tam legitime factam bannique nostri auctoritate firmatam, si quis, quod absit, 
infringere temptauerit, uel aliquam lesionem seu iniuriam prefati cenobii fralribus inferre presumserit, iram 
et oiTensam Dei Sanctonumque eins incurrat, de libro uiuentium memoria illius pereat, eterne maledictioni 
cum diabolo et angelis eins subiaceat. Que ne forte attemptare quis audeat, et ut memoriale in genera- 
lionc generationum permaneat, paginam hanc inde scribi iussimus et eam impressione sigilli nostri subter 
consignatis idoneis testibus signauimus. Quorum uomina hec sunt. Rockerus prepositus. Reinholdus deca- 
nus. Conradus prepositus. Godescalcus. Reinbertus. Folcbcrtus. canonici. Liuppoldus comes qui ad placitum 
Walonis presidis presens erat. Worad uicedominus. Eizo. Ecbrath. Monegold. Item Eizo. Rado de Brenken. 
Bernhardus causidicus. Frithebold. Meingoz. Sifridus. Adelbero. Folcbrath. Cono. Vdo. VflFo. Hugo. Adelbralh. 
HiJdebold. Heribold. Godescalc. Sibrath. Brun. Richard. Radolf. Becelin, Eckehard. Ernest. Frithemar. Thie- 
deric. Walebrun. Widelo. Welziko. Wizo. Et plures alii studio breuitatis omissi. 

Hec traditio et confirmatio facta est anno incarnationis dominice M. CIL Indictione X. Regnante rege 
Heinrico IUI. 

Die Charte ist sehr beschädigt uod das Siegel serbrocbco. 

CLXXIV. 

In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Heinricus Dei GRatia PATHerbrunnensis ecclesie humilis 
minister. || Si specialibus cuiusque fidelium nostrorum necessitatibus perspectis succurrendum et consulen- 
dum fore pastoralis soUicitudinis officium exigit, multo amplius et dignius ecclesiarum Dei profectui uel 
exaltationi cohgruam diligentiam exhiberi, nouis ad eins necessitatem et utilitatem atque dignitatem perti- 
nentibus rebus, noua immo necessaria et utilia instituta prouideri, auctoritas et ratio deposcit. Qua re 
debitam ecclesiis nobis commissis diligentiam impendentes, omnibus Christi fidelibus tam futuris quam 
presentibus notum esse uolumus, qualiter uir quidam Wlfheri nomine a domno Gumperto abbate ecclesie 



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436 1108 — lio«. 

beatorum ÄPostolorum PETRI et PAVU, que in presenti ciuitate sita est, unum Vorwerc Qaallenstide 
dictum, pertinens in curiam prefate ecclesie Withun, Jure beneficii accepit, et competentis seruitti eque ut 
alii ministeriales iidelitatem exhibens, aliquamdiu possedit. Vir autem quidam ingenuus nomine Wort, 
sedens Herekenthorpe, habebat in comitatu Magni ducis in pago Hallo Nouem mansos paterne hereditatis, 
quos usu fructuario minus sibi commodos, prefato abbati Gumperto offerens, eos in dominium ecclesie 
suscipi, et Qualienstide in ius sue redigi postulabat proprietatis. Cuius desiderio abbas suorum fidelium 
satisfacicns consiiio, Qualienstide a Wlfliero accipiens, consensu ipsius illi proprietario iure possidendum 
contradidit, et ab eo, heredibus suis fauentibus et predicto duce, bona sua in Hallo Wlfhero iure bene- 
ficii profutura in dicionem ecclesi^ recepit. H^c nostra licentia et presentia facta, banno nostre pontificalis 
auctoritatis confirmauimus, et omnes qui hec infringere et annullare absque iusta et utili commutatione . . . 
sunt, perpetui anathematis uinculo innodauimus. Quf eciam ut per successiones temporum rata et incon- 
uulsa permaneant, litteris ea mandari, testibus comprobari, impressione sigilli nostri fecimus roborarL 
Testes huius rei sunt. Eluer comes. Worad uicedominus. YfFo. Ecbrath. Essiko. Eizo. Ydo. Cono. Gerhard. 
Herebold. Hildebold. Altman. Adelbrath. Beruhard. Waltgot. Sigebodo. Widelo. Brun. Frithemar. Thancmar. 
Walebrun. Aethelger Liefdach. Wlfinund. Becelin. et alii multi. 

Actum Patherbumon XII. Kai. Septembr. Anno dominic^ incarnationis M.C.in. Indictione XI. regnante 
Heinrico rege Uli*©. 

Die Charte Ut, so wie das aari^ed ruckte Siegel, sehr beschädigt. 

CLXXV. 

IN NOMINE SANCTE ET INDIVmVE TRINITATIS. Ego Gumpertus DEI GRATIA Patherbrunnensis 
cenobii humilis prouisor. Notum fieri cupio posteris nostris, quod quidam ministerialis principalis ^cclesie 
nostre nomine Godiko, propter multimoda sue fidelitatis et dilectionis erga locum nostrum obsequia, man- 
sum unum in Vsne cum molendino, pertinentem in curiam nostram Wanbeke, tali iure a nobis accepit, 
ut omni anno in Dominica medie Quadragesime unum Salmonem fratribus nostris persoluat Quod si die 
ipsa uel precedenti sabbato non persoluerit, eodem iure et sententia quo aliquis ministerialium nostrorum 
statuta sibi transgrediens componat, uel si hoc facere recusauerit, manso perpetualiter careat. Si autem 
uel ipse uel post mortem suam quisquam heredum eins uiolenter eundem mansum retinere uoluerit, ex- 
communicationi et maledictioni a beate memorie Meinwerco episcopo inuasoribus nostr^ . ecclesie imprecate 
subiaceat. Ad huius rei memoriale monimentum, cartam hanc conscriptam sigillo nostro signauimus, et 
nomina testium de pluribus hie affiximus. Vffo. Hugo. Ecbrath. Heinric. Folcbrath. Altman. Adelbrath. Albern. 
Waltgot. Hildebold. Herebold. Aelbing. Adelbero. Sibrath. Godescalc. Walebrun. Becelin. Ekkihard. Thiederic. 
Liefdag. Riehard. Rethard. Radolf. Hartman, et alii multi. 

Actum Patherbruunon Kai. April, anno dominice incarnationis M.C.Y. Indictione Xül. Regnante Hein- 
rico IUI*« rege. 

Das aufgedruckte Siegel ist gänzlich zerstört. 

CLXXVI. 

y^* In nomine domini nostri Christi. Ego Erkenbertus Corbeiensis abbas || hanc kartam iussi conscribi 
et conseruari, vt sciant tam presentes quam futuri, qualiter Heithenrichus et Conradus filii Thiethardi, 
cum essent homines liberi, in nostre ecclesie se mancipauerunt seruitium. Dederunt enim X\^"^ mansos 
in uiila que uocatur Eilinstidi^ et se ipsos ecclesie, ut mererentur accipere beneficium et aedificium patris 



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1106 — 1107. . 437 

sui, excepta uillicatione in GRONigge, Croppensiidi, Hammenlhoqj, et omni utilitate qu§ pertinet ad ser- 
uitium abbatis, hoc firma sponsione coUaudantes, ut nunquam super hoc negotio aliquam inquietudinem 
ecclesie facerent. Hec autem acta sunt Corbeie, Sub aduocato comite SIGEFRIDO, coram omni congre- 
gatione aliisque testibus , Scilicet Heinrico preposito. Wemhero. Adelberone. ac Hugone. Rotperto. monachis. 
Eikone patruo eorum. Adelrado Comite. Roderico. Anshelmo. Liudolfo. Heremanno. Odone. Waldrico pin- 
cerna. Immone. Annone. Item Annone. Redingo. Radolfo. Hilderico. Erph. Wolmanno. Rotmundo. Brungero 
pincerna. Heriboldo vrbano pretore. Godescaico dapifero. Item Godefrido. Godescalco.*} Walberto. Wagone. 
Thiederico. Gerberto. Eberhardo. Conrado. Waldriko Camerario. Godefrido. Christino, et aliis multis. Horom 
etiam in presentia Reding filium suum Albericum cum consensu attaui sui Alberici et auunculorum eius 
Alberici et Adelberti in seruitutem sancto Vito tradidit cum Illlor. mansis et dimidio in Dalethorph, vt 
quod habuit pater eius in Horslevi ab abbate consequeretur beneficium. Que ne vel obliuione aut aliqua 
occasione vel ex nostra vel illorum parte immutentur, et ne pars alterutra amodo post coram probabilibus 
testibus factam conuentionem inquietetur, hec conuentionis karta patroni nostri Sancti VITI sigillo corrobo- 
retur, cui a nomine fidelium tum pro honoris sui gratia, tum pro etemi iudicii vindicta contemptoribos 
preparata contradici debetur. 

Actum Corbeie coram altario sancti STEPHANI protomartiris, anno incamationis M.C.VI. imperante 
Heinrico Vio. 



T 



Signum Sei Viti Mris. 
Das Siegel, welches anfgedrackt war, ist Terloreo gegangen. 

CLXXVII. 

IN NOMINE SANCTE ET INDIVIDVE TRINITATIS. Quia nonnunquam accidit, ut renim gestaram 
homines obliuiscantur , aut si forte sciant non fateantur, iccirco notum sit uniuersis posteris nostris, quod 
ego Gumpertus Dei gratia Patherbrunnensis cenobii humilis prouisor, mansum unum in Hilasan a quodam 
canonico matris nostre principalis ecclesie Reinboldo nominato, prcsentibus et ^auentibus beredibus eius, 
tribus marcis comparaui. Mansum istum postmodum cuidam aurifici nomine Reinboldo, fratrum aiiorumque 
fidelium nostrorum consilio in beneficium dedi, tum pro seruitio artis sue quo nobis fideliter et utiliter 
seruiuit, tum quia ipse tres predictas marcas super altare Sanctorum apostolorum PETRI et PAVLI ad 
coemptionem eius obtulit. Tali autem conditione illi eum dedimus, ut quoad uixerit ipse eo usu fructuario 
iitatur, post mortem uero eius sit nobis über ab omnibus filiis et cognatis eius, et nostris usibus seruiat. 
Hac de causa cartam hanc conscriptam et sigillo nostro immo Sanctorum apostolorum PETRI et PAVLI 
signatam, predicto Reinboldo dedimus, ut sit tam ipsi quam nobis in testimonium. 

Iluius rei testes sunt Frithericus prepositus. et ipse Reinböldus factus decanus. Heinricus. Folcbertus. 
Gornandus. Hizelinus. Imgram. Bernhardus. canonici. De fratribus nostris. Lentfridus prior. Becelin. Bernhard. 
Johannes. Geueko. Aelbing. Meinwerc. Werinher. Adelger. Rothard. Albern. Laici uero. Einer. WIFo. Hugo» 
Ilildebold. Herebold. Adelbero. Ecbrath. Folcbrath. Waltgot. Sibrath. Bruno. Godescalc. Frithemar. Liefdag. 
Ekkihard. Becelin. et alii multi. 

Datum Patherbrunnon VI. Kai. April. Anno dominice Incarnationis M.C.VII. Indictione XV. Regnante 
Heinrico rege V. 

Das sar Seite aufgedruckte Siegel ist serstÖrt. 



*) Von einer jüngeren Hand ist über diesen Namen geschrieben: De Holdesson. 

Cod. dipi. hu.. wcfi. 18 ^.g.^.^^^ ^y Google 



438 - 1107 — 110». 

CLXXVIII. 

Aus dem Kopialbuche des Stifts Cor^ej. 

In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Heinricns diuina fauente dementia quintus Romanorani 
Rex. Auctoritate sanctarum scripturarum et maxime ex diuersis uerbis in euangelio didicimus, quod do- 
mum Dei, que ipso testante domus orationis uocatur, nunc hilariter dando, nunc uota persoluendo, nunc 
iusticiam faciendo debemus Honorare atque sublimare, ut hoc modo Deum creatorcm nostrum hie et in 
futuro propicium habere mereamur, cui seruire uere regnare est. Cuius rei consideratione, nostram pen- 
santes salutem et successorum nostrorum, ecclesie Corbeiensi snbuenire in hiis que necessario postulauit 
decreuimus. Qua propter omnibus Christi nostrique fidelibus nunc et semper notum fieri uolumus, qualiter 
nos causa Dei et beatorum martirum Stephani, Viti et Justini et aliorum sanctorum, ob salutem nostram 
nostrorumque parentum, digno interuentu Fritherici Coloniensis archiepiscopi , Burchardi Mimigardeuorden- 
sis episcopi, Euerhardi Eistadensis episcopi, Benedicti Mutinensis episcopi, Heremanni comitis, Godefridi 
comitis, Sigefridi aduocati, Luduuici comitis, Wieberti et aliorum nostrorum fidelium, et precipue digna 
peticione uenerabilis Erkenberti abbatis, Officium quod quidam Escelinus sibi pro hereditario beneficio 
uendicabat, iudicio contubemalium suorum ei ablatum, congregationi remisimus, et nisi predictus abbas 
cum fratribus suis intercessisset, digna ipsum ultione pro iniusticia ei illata punissemus. Quam abhomina- 
bili enim iniusticia hoc non dico beneficium sed maleficium sibi uendicauerit , ipsius rei agnitio probabit, 
omnem quippe annonam fratrum extra canonice addecimatam suscipiens adhuc decimabat, et quod scele- 
stius est etiam septimabat, et hoc suum beneficium nefarie affirmabat. Omnibus igitur nostris fidelibus 
idem iniastum et sacrilegum acciamantibus et probaotibus, ipsum ex toto officium congregationi remisimus 
et confirmauimus ut prepositus loci iussu et consensu abbatis qui pro tempore fuerit prouisorem annone 
fratrum quem cautiorem iudicauerit habeat, nee ipsi abbati uel cuiquam successorum eins seu alicui po- 
testati magne uel parue idem commutare liceat, qui uero hoc temerauerit pro contemptu regie maiestatis 
fisco nostro CCC»« talenta persoluat. Vt autem hec nostre pietatis concessio omni euo inconcussa perma- 
neat, h^nc cartam inde conscriptam inpressione nostn sigilli iussimus insigniri. 

Signum donini Hdnrici quinti regis inuictissimi. (L M.) 

Adelbertus cancellarius uice Rothardi Moguniini archiepiscopi et archicanceUarii recognoui, 

Data IL Kai. Octobr. Indictione XV. anno dominice incamationis M.C^.VII. Regnante Heinrico V«» Rege 
Romanorum anno II. Ordinationis eis VIII<>. Actum est Corbeie in Christo feliciter amen. 



CLXXIX. 

IN NOMINE SANCTE ET INDIVIDVE TRINITATIS. Notum sit cunctis ecclesie fidelibus, qualiter comes 

ciuitatis istius Elferus nomine, pie recor commemorationem anim^ sup coniugis Regeliiidis, 

mansum unum in Othihcm quadraginta iugerum, consentientibus heredibus' eius , cum uno mancipio Tammo 
nomine, ad altare Sanctorum apostolorum Petri et PauU hac sub peticione obtulit, ut idem mansus custo- 
dis prouidentia sanctorum usibus pro requie anime eius deseruiens, eiusdem concessionis obtentu, futuro- 
rumque annue commemorationis interuentu, a peccatorum nexibus absoluta, iustorum congregetnr consortio, 

et que procella tempestatis exorta, tonitru et fulmine percussa subito miser precibus etern^ lucis 

mereatur pcrfrui solacio. Ego Gumpertus Dei gratia Patherbrunnensis cenobii humiiis prouisor, hec nola 
et rata apud posteros nostros fieri cupiens, hanc paginam inde conscribi et eam sigillo Sanctorum apo- 
stoloi-um PETRI et PAVU et nostro insignire mandaui. Testimonium perhibent huic rei uiri idonei. Vffo. 

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1109 - 1110. 439 

Hugo. Ecbrath. Hildebold. Adelbero. Eizo. Adelbrath. Folcbrath. Essiko« Gerhard. Godescalc. Sibrath. Fri- 
themar. Radolf. Embrico. Meinger. Richard. Liefdagh. Ekkihard. Weliko. et alii multl 

Actum anno dominice incarnationis M^CVIIH. Indictione H. Regnante rege Heinrico Y. 

Die Charte Ut sehr leratört, und das Siegel, welche« derselben mit schmalen Pergamentstreifen aufgeheftet war, ver* 
loren gegangen. 

CLXXX. 

Aus dem grossen Kopialbuche des Domstirts zu Münster. 

in nomine sancte- et indiuidue Trinitatis.^ Ad omnium noticiam peruenire desideramus, qualiter dorn- 
nus Borghardus Mimigardefordensis episcopus, ob piam peticionem ac deuotum seruicium Herimanni came- 
rarü et su^ religiöse uxoris Athelindis, et omnium fratrum consensuac rogatu, talentum decime fratribus 
pie ac benigne dedit, ea uidelicet condicione, ut eidem domn^ Athelind^ fratemitas et integra sicut uni 
fratrum prebenda quousque uiueret daretur, et si ipsa absente maritus suus H. domi esset, ipse pleuam 
prebendam acciperet, si uero neuter illorum, sicuti fratri absenti domne A. daretur, hac autem defuucta, 
eius prebenda sicut domne Emme indesinenter tam minoribus quam maioribus distribuatur , sed tarnen 
magis plenarie, scilicet cum pane albo et nigro, came, lardo, et aliis utilitatibus que dantur ad prebeiidas 
episcoporum Sigifridi, Thiedrici et Frederici. Preterea idem Herimannus unum mansum in Dorouelde Y. 
sol. persoluentem cum quinque mancipiis, filiis suis YV^etzelino, Ernestone, Herimanno benigne ac ultro 
consentientibus, ad usum fratrum tradidit, quatinus in suo anniuersario utriusque simul sui scilicet et uxoris 
sue memoria celebretur. Hec autem sunt loca de quibus decimarum debita soluuntur. De Westbinnethem. 
Geko II. sol. de eadem uilla Hamako II. sol Lanzo de Myddelwic I. sol. Hetzel de Steinberghe U. sol. 
Adolf de Samaron II. sol. de dotali manso ecclesi^ den. IL sol. de curia dn. sex sol. de domo Bernhardi 
dn. II. sol. de quodam in Stathede quod iacet sub aratro Hatewordi decem et octo numi. de quodam 
aruo sub aratris Gerhardi Sueui in Humelinctorpe octo numi. Hoc quoque stabilissime determinatum est» 
ut idem predictus mansus Dorouelde, atque predicte decime in custodia celerarii permaneant, quicumque 
cclerarius fueril, ut inde prebenda quotidiana administretur. Facta sunt hec et confirmata banno episcopali 
anno dominice incarnationis M^.C^.X®. Indictione Illa. anuo uero ordinationis Burghardi episcopi XIP. in 
ydoneorum testium presencia, quorum nomina subter notauimus. Canonici. Thidericus. Thuringhus. Burg- 
hardus. Gerhardus scolarum magister. Symundus. Gerbertus. Godefridus. BetzeUnus. Helmwördus. Adeigotus. 
Norbertus. Herolinghus. Item BetzeUnus. Yolcbertus. Amulricus. Engilbertus. Guntramnus« Liberi. Godescalcus. 
Bernhardus. Ludbertus. Lantfridus. Herimannus frater suus. Reyinfridus. Ruotdolfus. Adalbertus. Ministeriales. 
Godescalcus. tilii sui. Godescalcus. Reynwardus. Wlfhardus. Engilbertus. Amoldus. Y^erenzo. Herimannus. 
Wetzelinus. Adalbero. Bernhardus. Ruothardus. Wlfhardus. Etzelinus. Brünsten. Bernhardus. Weringis. He- 
mezo. Herimannus. Kristianus. Gerbertus. Thiedericus. Godescalcus. Hathewordus. Data YUI^. Idus Augusti 
Mimigardeforde feliciter. 

CLXXXL 

IN nomine sanct^ Trinitatis et individu^ Unilatis. Antecessores nostri uiri moribus et uita religiosi 
per omnia sue posteritati prouidentes, benignitatis opera, deuota mentis intentione, litterarum consignabant 
testimonio, ut si forte mentem humanam ceperit preteritarum rerum obliuio, statim ueneranda priorum 
memoria redeat ad cor, presentato simulque recitato peracti operis priuilegio. Igitur Mimigardefordensis 
ecclesie canonicus Godescalcus nomine, presbiter in ordiue, precedentium patrum uestigia fideliter incedens» 
tradidit ^ancto PAYLO ob remedium anime sue, ad usum regularium Deo seruientium, quoddam predium 

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UO 1110 — 1113. 

in Telgoht situm, firmissima subnectens ratione, ut illud idem predium semper sub manu decani fratnimque 
consonsu contineatur, et annuatim in uigilia omnium Sanctorum oblatio LX«. panum et totidem caseorum 
cum candcla fratribus in commune deuotissime tribuatur. Hac uero traditione coram multis testibus ido- 
neis tarn clericis quam laiois legitime et canonice peracta, impetrauit ille frater Godescalcus presbiter a 
decano Helmeriko eundem mansum prestari cuidam Hezelino eiusque filio Walthardo post illum, ut dum 
ipsi uiuercnt, colercnt et possiderent, predictam oblationem determinate persoluendo. Sed Walthardus 
filium non habens iniit consilium, ut unam de filiabus suis Ibikin nomine redimeret cum duobus mancipiis 
erga uillicum Godescalcum, consiliante et collaudante familia, et sie ab omni coactione seruitutis aliena 
facta, copulata est homini libero nomine Eilberto in coniugium. Qui postea utrique et uir et mulier cum 
Walthardo aliisque amicis uenientes in capitolium, coram decano Thiederiko et fratribus dederunt se in 
proprium cum iuramento sancto PAVLO sueque familie regulari, ad eandem iusticiam obtinendam, quam 
habent pertinentes ad preposituram, ea uidelicet conditione, ut hoc supradictum predium , iam a Vualthardo 
redditum decano, prestaretur ipsis uiuentibus et filiis suis de se forte uenturis, cum ipsa ut dictum est 
danda oblaüone. Hoc totum cum utique omnibus qui aderaut in commune placeret, decanus Thiedericos, 
cum uoluntate fratrum, ipsum predium commisit Eilberto et uxori sue Ibikin iure claustrali, ut dum Uli 
uiuant et filii sui post eos illud sepe memoratum studiose persoluant debitum cum cura officiali. Huius 
ergo conuenlionis testes sunt. Thiedericus Decanus. Betzelinus. Gerbertus. Godefridus. Gerhardus. Helmor- 
dus. Ruotbertus. Uorolingus. Herimannus. Guntramnus. Amulricus. Adalgotus prepositus. Herimannus. Adal- 
bertus. Rothericus. Wicbertus. Meinricus. Hermodus, et de ministris ^cclesie. Herimannus camerarius. Gode- 
scalcus uillicus. Engilbertus. Bernhardus. Liutbertus. Rohthardus. Euerhardus. Harteuuigus. Walthardus. Ric- 
bertus. Eilbertus. aliique quam plures, quorum noroina notare longum est. Sed largiente gratia Dei, et 
clericorum et laicorum ita stabilitum est testimonio, ut a nullo possit infringi sine animarum periculo. 
Viuat et regnat Dominus per omnia benedictus Deus. AMEN. 

Die Schrift der Urkunde ift ausgezeichnet schon unc) chiraktertstiscb. — Das aufgedruckte Siegel zeigt das seitwiirts 
sehende Brustbild des heil. Paulus, eben »o wie es bei den spateren Dooikapitulariscben Urkunden ▼orkomnit, und 
ist am Bande bedeutend beschädigt. 

CLXXXII. 

Aus dem Kopialbuche des Stiftes Conrej. 

In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Nouerit omnis etas et sexus tarn presentium quam futurorum, 
qualiter Erkenbertus uenerabilis abbas Corbeie ob remedium anime su§ et utilitatem successorum suorum 
acquisierit allodium Sigiberti cuiusdam liberi et honesti uiri, sciUcet quidquid habuit in episcopatu Mogun- 
tinensi et Potherburnensi, in hiis uillis. Grene. Siboldessen. Item Wulfringhusen. Salla. Andepen. Infemisi. 
Saermergerinchusen. cum ministerialibus uiris et aliis mancipiis utriusque sexus, edificüs, areis, agris, pra- 
tis, campis, pascuis, siluis, aquis aquarumque decursibus et omnibus utensilibus ad eas iure aspicientibus, 
coUaudantibus filiabus suis, Machthilde, Volcwiga, Aluerada, que iusta successione heredes eins exstiterant. 
Concessit hie uenerabilis abbas predicto uiro Sigiberto iusta precaria curiam que dicitur Huldessen cum 
omni utilitate ad se pertinente et duas decimas in uillis nuncupatis Caphlike et Nanni. ea condicione ut 
si quis de hiis prediis a prefato Sigiberto in beneficio aliquis susceperit, post mortem ipsius irritum fiat. 
Et si quis minus accepit ex hiis tredecim talentis, abbas id supplebit, insuper pellicium et pelles tali uiro 
conuenientes uel tres marcas et dimidiam quoadusque uiuat singulis annis intra festum sancti Martini et 
sancti Thome persoluet, de piredicta autem precaria Sigibertus dabit uni filiarum suarum nomine Machildi 
sanctimouiali quamdiu uiuit duo talenta, mortuo uero eo eadem pecunia ex precaria restabit filie usque 
ad exitum uite. Haue autem donationem fecit idem nobilis uir Sigibertus primum ad altare sanctorum 
martirum Stephani et Yiti pro se et pro anima filii sui Sigiberti coram omni congregatione monachorum 



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1113 -- 1114. 4il 

a quibus et in fraternitatem susceptus est, et aliis multis inspicientibus. Postea ipsam tradicionem confir- 
mans collaudatione heredum suarum in concilio Gerhard! comitis, suscipiente eodem Gcrhardo ipso ab 
abhate aduocato super ea que sibi adiacent constituto. Que item confirmatio ab heredibus facta est in 
concilio Reinholdi comitis ipso recipiente et aduocato super sibi uicina constituto. Si quis autem ex suc- 
ccssoribus nostris ei infringere uoluerit, ipse liberam disponendarum rerum suarum habeat facultatem. Et 
ut hec Uli rata permaneant, sigillo patroni nostri insignari prccipimus. 

Isti sunt testes tradicionis que facta est Corbeie ad altare sanctorum martirum Stephani et Viti. 
Hurapertus qui uice aduocati eam recepit. Sigifridus et Thietmarus cognati ipsius Sigiberti. Volcnand. Ans- 
helm. Wortwin. Adelrad. Aler. Gerbert. Heribold. Baldo. Godescalc. Hereman. Lenciko. Hildibern. Cunrad. 
et alii quam plures. Hü autem afFuerunt confirmationi facte in concilio Gerhardi comitis. Godefridus prepo- 
situs. Ropertus portarius. Gebehard capellanus. Adelbertus canonicus. Folcmarus comes. Gumbertus et 
frater eins Reimboldus. Wortwin. Fritherich. Benno. Reimbold. Hicel. Reinhard. Walthric. Rolhard. Tucelin 
et frater eins Ruthulf. Hicel. Thietmar. Aluer. Calud. Hildeward. Reimbert. Hartman. Thiedric. Hartman. 
Gcrlag. Thiedric. Vnico. Iko. Wolbrath. Witeko. Aldwin. Alberich. Willico. Thietmar. Hü omnes sunt liberi. 
Isti autem ministeriales. Bodo comes. Godescalc dapifer. Liudolf et frater eins Heribold. Volcbert et frater 
eins Godescalcus. Godescalcus de Hotepe. Herinold et frater eins Humpertus. Rudwin. Wernhard. et 
alii multi interfuerunt ubi hec acta sunt secundum legem et iusticiam Angariorum. Item testes con- 
lirmationis que facta est in concüio Reinboldi comitis. Ipse Rcinboldus qui ea recepit aduocatus super 
sibi adiacentia conslitutus. Otto. Tedi. cognati ipsius Reinboldi. Liudolf. Hildebrecht. Thetwin. Sare- 
word et filius eius Johannes. Adelward. Meinger. Euerhard. Brun et frater eins Godescalc. Bodo. 
Hager. Reinhard. Ricker. Isiko. Aldrich et filius eius Reinhert. Thieder. Marcward. Meinhere. Thieder. 
Bemhart. Liuthere. Joseph. Johannes. Atbercht. Aisward. Raso. Volcmar. Raben. Stephan. Walbrecht. 
Thiedrich. Gerbrecht. Wago. Brun. Berthold. Helmwig. Eberhard. Odo. Waldrik. Marcward. Reinbert de 
Aldenthorp. Haelt de cadem uilla. Otto. Ruthcre de Holthusen cum filio suo eiusdem nominis. Reinger. 
et alü complures comprouinciales eorum. Acta sunt autem hec secundum ritum Ostersahson herescaph 
in pago Sulbirgowe. Anno dominice incarnationis M^.C^.XIIlo. Regnante Heinrico Vto. Ordinationis uene- 
rabilis abbatis Erkenberti abbatis anno octauo in Christo feliciter A.M.E.N. 

CLXXXIII. 

Notum esse uolumus tarn presentis quam futuri euifidelibus, quod ego HEINRICVS gratiaDei ecciesie 
Patberbrunnensis episcopus, rogatu uenerabilis ERKENBERTI Corbeiensis abbaiis et fratrum eius, tradidi 
ipsis in utilitatem specialiter fratrum decimas de noualibus qu^ fiunt supra uillam Huxeri, in Bilenberg, 
in Rokesberg, in Frithebugil, in omnibus que uel modo extirpata sunt, uel post hac extirpari poterunt, 
pro remedio anime mee ceterorumque episcoporum Patherbrunnensis ecciesie. Traditiones etiam antiquas 
et consensum antecessorum meorum confirmo in ceteris decimis omnibus quas in Patherbrunnensi episco- 
patu possidere noscuntur, ne quis futurorum terminos antiquos quos statuerunt patres nostri transgredi 
moliatur. Et ut hanc traditionem nostram et confirmationem nemo conuellat, set in f ternum eis rata per* 
mancat, has lilteras ipsis conscribi fecimus, quas etiam in testimonium inpressione sigiUi nostri roborari 
precepimus. Actum Corbeie anno dominic^ incarnationis Millesimo centesimo quarto,*) imperante Romanis 
HEINRICO quinto, presidente Corbeüs abbate ERKENBERTO. Data XVI. Kai. Martü. 

Von dem aurged ruckten Siegel ist nur ein Bruchstück übrig, auf welchem man noch einen Theil von dem Bilde eines 
sitienden Bischofs sieht. 



*) So liest ftwar das Original; da aber im Jahre 1104 weder Kaiser Heinrich V. noch der Abt Erkenbert an der Regie- 
rung waren, so ist zu vermuthen, dass bei der Jahnabi aus Versehen das Wort decimo ausgefallen ist« 



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U2 ins. 



CLXXXIV. 

Auf einem Codex des Stiftet Corvejr. Handfchrift des zwölften JahrhuaderU. 

Sancte huic Corbeiensi fcciesie consulere cupiens ego ERkenbertus gratia Dei abbas, sed nihil utili- 
tatis considcrans esse in foro quod adiacet ponti in Hugseli, consilio fratrum et ministerialium atque alio- 
rum fidelium nostrorum id exegi, ut singulis annis de singulis maccllis uel locis in quibus cum mercimo- 
niis consistuiit mercatores, Illh^^'. nummi kamere nostre persoluantur in cathedra Sancti Petri, sicut mos 
est et consuetudo in omuibus locis in quibus mercatus regio priuilegio firmati sunt. Quod ne forte graue 
sit alicui eorum qni h^c soluunt, damus illis potestatem, ut eadem lociuendant, et pro uadimonio utlibue- 
rit ponant ut ante consueuerant. Comes etiam qui nostra dispensatione uille prefuerit, accipiat quod ab 
illis dicitur Vorhure, ubi locus hereditario iure uacuatus fuerit. De ipsa autem pecunia constituimus X. 
solides dari ad altare Sancti Viti, ut per tbtam XL«»»"» cerea ibi candela pro nostra et dantium salut« 
iugiter ardeat. Hec pro loci utilitate nos statuisse quisque fidelis perpendat, qui autem neglexerit uel 
infregerit, eterni iudicii sibi dampnationem adducit Huius statuti testes sunt. Gerbertus camerarius noster. 
Godefridus prepositus. Ropertus portarius. Ex laicis vero Widikindus. Thietmarus. Thiederic. Hildibem. 
Christianus. Eilharrd. Roger. Horic. Tudico. Egono. Folcmar. Ecelin. Helmdag. Adalrad comitis et filii eins 
IF. Thiederic et Adalrad. Waldric pincerna. Waldric camerarius. Waldric item pincema. Gerbertus. Anno. 
Liudolf. Adelbreth. Wern. Presente Sigefrido aduocato. attestante omni nostra congregatione et cunctis Hug- 
seliensibus conciuibus. Quc ut rata ecclesie nostre maneant, auctoritas sacratissimi Viti ipsiusque sigQli 
inmunitas hec scripta corroborat. Actum apud eandem uillam anno incarnationis Domini M.C.XV. Regnante 
Heinrico V". imperatore augusto. HR Idus Junii. 

Isdcm ucnerabilis Erkenbertus abbas utilitati fratrum et suf saluti consulens, statuit nobis ex quibus- 
dam prediis que ipse adquisiuit vel redemit karitates in anno. Vnde sicut Uli pro bis eternam deprecamur 
requiem, sie infringenti eternam imprecamur ultionem. Statuit primum in anniuersario precessoris sui 
Marcwardi abbatis V. solides fratribus de manso uno in Choten. Redemit etiam a quodam Wernhero III^- 
talentis et dimidio mansum I. in Wcllethe soluentem X. sol. de quibus fratribus statuit V. in anniuersario 
patris sui X. Kai. Aprilis, V. in anniuei*sario matris XL Kai. Nouembr.^^ Concessit etiam fratribus molendinum 
adiacens sub monte aqu^i que preterfluit Albahtessen , quod soluit X. sol. precatu Godefridi prepositi, qui 
ipsum molendinum redemit ab Ezzelino XXIIb. sol. ut fratribus in anniuersario Titonis inclusi, qui eundem 
prepositum ad conuersionem perduxit, V. sol. inde persoluantur, V. reliqui in sanctarum virginum, qaarum 
reliquias ipse prepositus nostro monasterio inuexit. Vnam quoque mansum redemit ab supradicto Ezzelino, 
qui iacet in Erclon. Hunc commisit custodi ^cclesi^, ut in anniuersario sui VIII. sol. fratribus inde persoluat. 
Remisit quoque fratribus XII. iugera, quod uocatur campus gallinarum, unde substituit eis in anniuersario 
suo ceruisiam XC. modiorum. Redemit etiam a quodam Aldolfo beneficium suum, dimidiam scilicet carra- 
dam vini, nude fratribus ad anniuersarium suum statuit semei propinari, reliqua preposito dedit ad hospites 
sttscipiendos, ne uinum fratrum in aliquo minueretur. *) 



*) Dieser, mit der obigen Ürkonde in keiner fachlichen Verbindung ftehende Anhang, iat offenbar nar ein wHIkitrlicber Za« 
•atz des Abtchreibert und konnte erst nach- Erkenberts Tode gemadit werden ; durfte aber hier doch weder wegbIcibeOt 
noch TOQ der ihm einmal, wenngleich nur lufaUigf angewiesenen Stelle entfernt werden. 



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1116 — 1118. 443 

CLXXXV. 

Aus dem Kopialbucbe des Sliftef Corvey. 

Erkenbertus Dei gratia Corbeiensis abbas, praesentibus atque futuris, etate futura supenienturis, 
notum esse uolumus, quomodo temporibus nostris per uicarium meum Christinum elemosinam monasterii 
adauxi. Emit itaque ipse Chrislinus quatuor talenlis a quatuor fratribus, Reimberto, Eremfrido, Bertholdo, 
Radolfo, assentientibus iustis eorura heredibus, in Crymmenhuseu aream unam XL. iugera cum omni 
utilitate, edificiis, pascuis, siluis, aquis aquarumque decursibus, unde prefati fralres consensu heredum 
suorum III. Nou. Maii tradicionem manu sua more saxonico iu presencia nostri et aduoeati fideliumque 
nostrorum coram omni congregaHone fecerunt in monasterio nosiro ad reliquias sanctorum marlirum Ste- 
phani, Viti et Justini. Et ego firmaui iure meo ad domum elemosinariam coram hiis testibus. Sigifrido 
comite et aduocato. Widikindo uice aduocato. Thietmaro libero. Adelrado. Gerberto. Ecelino. Annone. Erp. 
Ilaeldo. Habone. Waldrico camerario. Waldrico pincerna. Item Waldrico pincerna. Godescalco dapifero. 
Heriboldo pretore urbis. Horico. aliisque quam plurimis. Anno Domini M° C^.XVI. actum et confirmatum. 

Tradidit quoque hortatu prefati Christini quedam nobilis femina Hoburc ad altare sanctorum marlirum 
predictorum pro salute sua omnisque sue parentele, collaudantibus berede eins Reinharde et vormundo 
suo Ortomaro, In Crymmenhusen areas II. mansos III. in Eilenhusen areas II. mansos II. in Regildinchusen 
aream I. mansum I. cum omni uUlitate in edificiis, agris, pratis, aquis aquarumque decursibus, et medie- 
täte molendini in Crymmenhusen, que predia sicut priora concessi ad elemosinam monasterii, et domne 
Hoburge prebcndam omni tempore uite sue donaui. Anno domini M^.C^.XVIIII. II. Kai. Januarii, coram 
hiis testibus. Sifrido aduocato. Adelrado. Heriboldo. Hildeberno. Gerberto. Horiko. Sahsone. Wem. Eilhardo. 
Christino. Ecelino. Reinhero. Hobone. Godescalco. et prenominatis Reinhero. Ortomaro. Hugone. Confirma- 
tum in placito Roinholdi, in cuius comilatu eadem predia sita sunt, primo iuxta Olberg coram hiis testi- 
bus. Vnicone. Heremanno. Wazzone. Ecelino. Barawardo. Haeldo. Reinggero. Walberto. Wagone. Helmwigo. 
Wigmanno. aliisque innumeris diuerse condicionis et elatis. Item quoque ipse comes secundo ipsam tradi- 
cionem regio banno confirmauit in quodam placito ubi omnes sui comitatus homines auditores et testes 
orant. Ilec ut inconuulsa omni tempore maneant, has testamentales literas sigillo Sancti Viti patroni nostri 
muniuimus. 

CLXXXVI. 

Aus dem Archive des Fürsten too Salm-Horstmar. 

Lodewicus Dei gratia Monasteriensis Ecclesie Episcopus, Vniuersis Christi fidelibus ad quos presentes 
liiere peruenerint, Salutem cum noticia veritatis. Noueritis quod constitutus in nostra ac testium infra- 
scriplorum'presentia Hermannus Rost, Canonicus Monasterii Varlarensis, iiobis quasdam lit«ras venerabilis 
in Christo patris domini Theoderici, nostri quondam predecessoris, eins uero sigillo ut prima facie 
apparuit sigillatas, sigilloque huiusmodi afßxo a tergo inferius eisdom lileris more veterum, omni ut appa- 
ruit suspicione carentes, presentauit, supplicans nobis, ut easdem literas transcribi et sigilli nostri appen- 
sione inuniri faceremus, quarum literarum tenor sequitur in hec uerba. 

In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Ego Theodericus Dei gratia Mimigardeuordensis Episcopus. 
Quia boni pastoris est, utilitati sibi commissi gregis in omnibus prouidere, rem memoria dignam, ne eam 
annosa vetustas obscuret, literis nobis placuit auribus posterorum commendare. Notum itaque esse volu- 
mus tam futuris quam presentibus Christi fidelibus, quod lacrimabilibns querelis omninm marke que Gopien 
vocatur in parochia Cosfeldensi inhabitantium interpellati, ob deuastaUonem eiusdem marke, que in succi- 
sione pulcherrimorum in ea lignorum ab hominibus Cappenbergensium Comitum fiebat, scilicet a Gurte 



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U4 11". 

Varlarensi nee non et a Gurte Gosfeldensi, Illustrissimos comites et fratres Godefridum et Ottonem atque 
nepotem eorum opliroe indolis iuuenem Henricum , multis nobilibus personis adhibitis , ad communem vtilita- 
tem euocauimus et amica ammonitione, ut ab intolerabili tyrannide homines suos inhiberent, commouimus, 
qui Nobilissimi Comites Godefridus et Otto atque Nepos ipsorum Henricus, quando iam conceperant mente 
yoluntariam pro Christo paupertatem velle subire, siluam que vocatur Northolt, que in ipsorum predio 
succreuerat, nobis persuadentibus, ad dilatandos eiusdem marke terminos in reconsiliationem preteriti 
facti, simul etiam et vltronei aliam siluam que Rette vocatur in augmentationem Yarlarensis marke contu- 
lerunt, ea videlicet conditione, vt Yarlarensis curtis per circulum anni in eandem siluam Jus habeat omni 
die cum duabus tantum securibus indifferenter ligna succidendi, et cum duobus curribus et non pluribus 
euehendi. lusuper et sorlem vnius Curtis in Jam predicta marka adeo plenarie ac si in ea sita esset 
oblineat. Dccretum est etiam, ut si homines eandem marke Gopleu inhabitantes, maliciosa intentione 
ipsam siluam Northolt penitus deuastando succiderint, seu per se ligna defeccrint, curtis Yarlarensis Jus 
ipsum quod in hac silua habuerat in reliquis ipsius marke lignis obtineat. Sane et hoc determinatum est, 
vt Curtis in Cosfelt omnes eandem villam in Cosfelt tam inhabitantes quam adhuc inhabitaturos aqua et 
pascuis et lignorum sarmentis süa licentia tueatur, et sua sorte contenta nullam violentiam ipsam marke 
inhabitantibus in succisione lignorum inferat Yt igitur hec compositio utrique parti stabilis in euam 
permaneat, eam contra omnium machinamenta fraudium et priuilegii nostri auctoritate roboramus et sigilli 
impressione communimus. Testes sunt hü. Wescelinus, Renoldus, Capellani. Herimannus, Otto, Comites. 
Nithinc, Franco, liberi. Robertus, Herimannus, Bernardus, Ämoldus, Walterus, Svetherus, Godescalcus, 
ministeriales. Acta sunt hec dominice Incarnationis Anno H^.C^XYIII. Indictione quinta. 

Nos igitur Lodewicus Episcopus prefatus, examinatis literis huiusmodi, vna cum testibus infrascriptis, 
easdem transcribi fecimus et sigilli nostri appensione muniri. Actum Horstmare, presentibus ibidem NobiG 
\\vo domino Giselberto de Brunchorst, nee non venerabilibus viris Rodolpho Decano Ecclesie saneti Lud- 
geri Monasteriensis, et Nicoiao scolastico Horstmariensi, ac Lamberto nostro Capellano, nee non streoub 
viris Bernardo de Drulshaghene milite, Johanne Maleman, Bertoldo de Langhen, aliisque quam pluribus 
fide dignis ad premissa couuocatis. Datum anno Domini M^. CCC^. XLIIII. Ipsa die beati Jacobi apostoji. 

Von dem angehängten Siegel tind nur noch Bruchstücke vorhanden. 



CLXXXII. 

In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Conradus diuina fauente dementia Marchio Misnensis. Omni- 
bus Christi fidelibus notum esse uolo et perpetue memorie commendari desidero, qualiter uir ecclesiasticus 
Monasteriensis ecclesie antistes Fridericus, conscnsu uenerabilium uirorum fratrum suofum, meorum pa- 
rentum, uidelicet marchionis Dedonis, Geronis, Conradi comitum, patris quoque mei Thietmonis, celero- 
rumque alio consanguinitatis articulo mihi coniunctorum , et consilio et hcentia uenerabilis uiri Bucconis 
Haluerstadensis episcopi, ecclesiam que dicitur Gerbestcde, pro honore saneti Johannis Baptiste, cuius 
reliquie ibidem continentur» ex patrimonio predictorum principun) ditatam consummauit, canonicam- 
que uitam sanctimonialium , quam in eodem loco incoptam repererat, eorundem dominorum licet 
laicorum iuuamine, ut bene nouerat, canonicc et regularitcr ordinauit. Instituerunt enim hü omnes 
prenominati uiri in eadem ecclesta more totius Romane ecclesie abbatissam, que claustraliter uiuens sue 
spiritualiter preesset congregationi , eidemque abbatisse suam singularem partem de prediis predicte 
ecclesie ad suam procurationem decreuerunt. Alia uero ad uiginti quatuor prebendas sanctimonia- 
lium et sustentationem sex presbyterorum et unius diaeoni et unius subdiaconi dari iusserunt. Quf 
uero supcrerant, ipsis laicis qui dicebantur ministeriales ecclesi^ ad mandatum solius abbatisse seruirc 

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1118. 44S 

debentes, cuique ut dignas erat impeudernnt. Hoc etiam, ut his*) qui prouectioris etatis inter eosdem 
cognatos esset adaocatiam haberet, et quod nullus ex ipsis eandem aduocatiam aliquo modo alienaret 
coUaudauerunt. Ipsi etiam statuerunt dari seraicium aduocato ter in anno, dum presidere debet iudicio, 
primo uidelicet post Epiphaniam, tres plenos porcos, tres modiolos et dimidium salis, tria maldra et di- 
midium farine, triginta caseos, dimidiam sexagenam scutellarum, quindccim bicaria, quinque galliuas, 
quinquaginta oua, Septem sexagenas auenf, uiginti urnas ceruise, quinque ollas, tria plaustra lignorum. 
In ebdomada post pascba dandi sunt tres porci, quorum quilibet ualeat quatuor solidos, bernam cum 
interioribus, excepta aruina, capite et pedibus ac sulta, reliqua sicut in Epiphania. Item proxima die 
dedicationis dabuntur sex ones et reliqua omnia sicut in pascha, sed sine porcis et berna. Hec ideo sta- 
tuerunt, ne aduocatus grauis esset hominibus ecclesie, sed eos defensaret. Quicquid etiam de iustis cau- 
sis in placito suo ab hominibus ecclesie obtineret, tercia pars sua esset, et due partes ecciesie cederent. 
Hoc etiam de communi consilio omnium cognatorum, cum opus fieret,. ut abbatissa eligeretur, constitue- 
runt. Bis uero hoc modo ordinatis predicti principes, suasu fratris sui episcopi Friderici, et ob hoc quia 
melius sciunt clerici regere ecclesiasticos ordines quam laici, eandem abbatiam Monasteriensi ecclesie hac 
condicioue obtulerunt, ut quicunque Monasteriensis esset episcopus in eodem loco unam curiam cum bonis 
ad illam determinatis haberet, ipseque cum illuc causa dandi abbatissam, quod tamen sine predictorum 
heredum consensu nunquam fieri debet, uel pro aliqua alia causa eiusdem ecclesie dispositione necessaria 
ueniret, seruicium sibi fieret, et si ultra eiusdem ecclesie bonis ... sie immitteret, quod aliqua sine tribus 
causis faceret quas determinauerant, si uel quod abbatiam sine predictorum heredum consensu uel con- 
gregationis alicui daret, uel de bonis ad prebendas sanctimonialium pertinentibus sue mensc assumeret, 
uel etiam eiusdem ecclesie bona beneficiali iure liberis uiris prestaret, que etiam ad loci et ad huins in- 
stitutionis destructionem pertinerent, per hoc sibi et omnibus successoribus suis predicti loci potestatem 
perderet. Hac igitur re tam honeste ordinata, quam diu idem F. episcopus uixit, Status eiusdem ecclesie 
securus penoansit, nee aliquis pactum ullo modo infregit. Sed mortuo illo, Erpo subsequens Monasterien- 
sis episcopus predictum pactum uiolauit, nam bona eiusdem ecclesie beneficiali iure liberis uiris cognatis 
suis porrexit. Quo facto comes Thiemmo pater meus, unus de predictis fratribus, qui tunc superstes more 
instituto eiusdem ecclesie aduocatiam tenuit, cum marchione H. et cum fratre suo comite C. et cum co- 
mite W. et fratre suo comite D. ac cum ceteris cognatis suis iniit consilium quid faceret, cum pactum a 
se et a patribus illorum firmatum ruptum esse uiderent, omnes pariter commoti, legatione facta episco- 
pum Erponem in ipsum locum Gerbestede uocauerunt, ut de hoc facto secum tractarent Ipse autem 
uocatus uenit et uix de predicte potestatis ablalione, quf pro ruplo pacto fieri debuit, inter se et eosdem 
principes pace composita, bonis ecclesie redditis, priorem pacti condicionem reiterauit communique con- 
silio eara deinceps ratam esse collaudauit. Reiterato igitur paclo predicto res tota tranquilla sine motu 
pcrmansit quam diu idem Erpo episcopus uixit. Sed eo fideliter in domino defuncto, Burchardus eiusdem 
Monasteriensis ecclesie dictus episcopus superuenit et rem hoc predicto modo ordinatam inuenicns non ex 
parte sed omnino destruxit. Nam defuncta eiusdem ecclesie abbatissa, nullam aliam, ut regula sanctimo- 
nialium exigit, ipsis prefecit, sed partem allodionim quo abbatissc pertinuit, cum aliis plurimis bonis que 
pro animabus predictorum principum et cognatorura illorum, quorum omnium Corpora ibidem sepulta sunt, 
in anniuersariis eorum ad dandas oblationes fratribus et sororibus, et ad dandas elemosinas pauperibus 
in altari sancti Johannis Baptiste oblata et banno Haluerstadensis episcopi confirmata fuerunt, mense su^ 
assumpsit. Sanctimoniales etiam quas ibi meliores inuenerat et quendam canonicum, quia obedientes erant 
Romane ecclesiie eiecit, et quatuor sue assentantes uoluntati retinuit, bona etiam ad earum prebendas per- 
tinentia sibi usurpauit, quedam insuper eiusdem ecclesie bona militibus dedit, comiti H., domino Wiberto, 



♦) für if. 

Cod. dipl. hist. Westfol. 19 

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U6 1118 — 1120. 

domino H. domino B. domino S. domino M. et ceieris multis quibus uoluit, et sie seruicium Dei quod in 
illo clausti'o fieri debebat cottidie prorsus destruxit. Moi'tuo uero illo destructore ecclesie, uenerabilis 
dominus mcus böne memorie R. Haluerstadensis episcopue egre ferens tantam loci destruetionem, commu- 
nicato consilio totius ecclesie, dignum duxit ad bonum statum prestante Domino reformare. Ego uero, 
quia locus ille ad mcam speclabat tutelam et defensionem, quamuis in ecclesiasticis rebus adhuc essem 
teuer et fatuus, tarnen multorum uenerabilium uirorum, episcoporum, abbatum ceterorumque fidelium 
Christi preceptis et monitis iustructus, libenter ex habundanti rerum mearum copia ad eterne beatitudinis 
uitam obtinendam et ad temporalem feliciter transigendam , diuina auxiliante gratia, quod mee felicitati 

aptissimum fidelium . . . auxilio incipere et in Domino perficcre constanter elaboraui. Quid plura? 

Sanctimoniales ille uioleuter exstruse in locum suum reducte sunt, et ipsarum petitione ordo ille antiquior 
(in S. Benedict! regulam)*) et in seraturas transmutatus est. Dominus autem meus R. episcopus ex regula 
S. Augustini, communicato consilio ecclesie et meo assensu, patrem spiritalem eis preesse instituit, qui in 
spiritalibus necessitatibus .... tamen pater nunquam nisi per spontancam et liberam electionem eis pre- 
poneretur. His uero ita beue ordinatis et dispositis superuenit T. Monasteriensis episcopus, qui omne 
quod ad honoreni ecclesi^ .... destniere et adnichillare conatus est, Deo tamen opitulante nichil profecit, 
nisi hoc solum quod de bonis ecclesie quinquaginta mansos qui ad prebendas sanctimonialium pro anima 

roarchionis H inde abstulit, per quod etiam ipse condicionem ab antecessoribus meis factara in- 

fregit. Supplicaui etiam domino Pape, quatenus bona ecclesi^ que beneficiali iure liberis uiris tradita 
fuerant, uidelicet coipiti H. et . . . de . . . ingrothe et ceteris quos tedium est numerare, bona quoque 
que prefatus T. episcopus su§ mense est ausus usurpare, sua auctoritate congregationi , que Deo gratias 
numero ad Ceutnm uiginti monialcs sub sancta professione scraturis subdita manet, reddi faceret, omnia- 
que que ad honorem Dei et ecclesie predicte ordinata fuerant, uetus quoque pactum a parentibus meis 
condicionaliter factum, et cetera omnia que ad statum eiusdem loci pertinent, ipsius auctoritate roborari 
ac priuilegio consigniri impetraui. Tali modo, ut supradictum est, Gerbestcde locus a parentibus meis 
institutus est, taliter est per me reformatus, presentibus domino Cardinali qui tunc mecum fuit, ac domino 
meo R. Haluerstadensi episcopo, et ceteris episcopis, abbatibus, clericis ac laicis multis presentibus. Anno 
dominice incarnationis Millesimo centesimo oclauo decimo, in ipso loco Gerbestedc, in nomine Doraini 
feliciter. Amen. 

Das Siegel ist verloren gegangen. 

CLXXXVIII. 

v>'. In noraine sancte et indiuidue Trinilatis. Erkeuberlus Corbeiensis abbas presentibus atque fuluris. || 
Placuit nostre humilitali omnibus notum facere in quibus tempore nostro pro posse ecclesie nobis commisse 
prouidimus, et quanto labore que inutilitcr emergebant resecare studuiraus. Ea uidelicet intentione, ut 
successoribus nostris, si qua super causis per nos quoquo modo finitis inquietudo mota fuerit, dum qua- 
litcr composita sint nouerint, defensionem certissimam liec nostra scripta proferant, loco autem prodesse 
nolcntes obprobrium sue desidie habeant, si non soluni ipsi pro se non laborare, sed nee aliorum labo- 
ribus prouisa curauerint conseruare. Fuit igitur in diebus nostris quidam FSUEOPH^OTC ,**) qui magi- 



, ♦) Die eingeschloMcnen, im Originale ▼orloren gegangenen Wprte, find ans der alten Aufschrift der Urkunde zu ergänzen. 

**) Dass der Schreiher des a'lteslrn , aus dem 15. Jahrhundert herrührenden, CorvejrWhen Kopialbuches , die ungewöhnliche 
grierhiM'be Maju«kel, mit welcher dieser ^ame im Originale geschrieben ist, nirht verstand, und indem er sie mit ähnlich 
gestalteten lateinischen Buchstaben verwechselte, den unerhörten tarnen Twaeolihaoc herausbrachte, ist weiter nicht tu 
verwundern. Kaum traut man aber seinen Augen, wenn Falke, der das Original vor sich hatte, ohne alle Ahnung, 
dass er es mit griechischen Schrinztigen zu thun habe, den ffamen Twaetihao^c schreibt, und eine gelehrte Anmerkung 
darüber macht, wo er unter andern aus der letzten Hälfte, haojc, den Namen des Gaues Ahugo herausfinden will. 



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1120 — iiai. • 447 

Stratum sibi et dominatum super has curtes uendicabat. Gudelmon. Ouenhuson. Hestinon. Ziatesson. Ikken- 
huson. Munichuson. Hedesthorp. Sologon. Bramhomon. Fridderun. Visbike. Bernesthorp. Sutholu et per 
hoc prebendam fratrum sibi non fratribus utiliter usurpare inteudebat. Officium autem ipsum-sibi here- 
ditarium affirmabat, unde res ita se habet. Pater eius Reinfridus de ipsis curiis annuatim solebat ad ma~ 
nus prepositi reditus colligere, post hoc ausus est dicere sui iuris esse, inibi uillicos statuere, pro libitu 
cuncta disponere. Manifeste autem Dei iudicio eo Morsacio interfecto, precessor meus beat^ memorie 
Marcwardus filio eius adhuc ad mamillas posito officium et beneficium patris concessit, sed puer paulo 
post obiit» officium autem et beneficium in potestatem abbatis rediiU Tum mater cum hoc Godefrido 
adhuc perparuo, adiutorio eorum quos adtrahere putuit, beneficium uix hac condicione optinuit, ut offi- 
cium coram abbate multisque qui affuerant perpetim abdicaret Hoc pacto mater conticuit cum filio. A 
me quoque officium non quesiuit, cum beneficium suum suscepit. Post autem quam nupsit, ininstis suis 
fautoribus fretus, pro quo XXX. iam annis conticuerat» officium requisiuit. Vnde cum me nunc per priu- 
cipes et c^teros liberos homines meos, nunc per ministcriales meos nimium soUicitaret, premio ab hac 
sentencia eum reuocare contendi, sed non recepit. Judicio igitur quesito, cum iam lege ministerialium 
partcm suam uideret infirmari, quod prius obtuleram recipere tandem consensit, quia officium remanere 
sibi non posse persensit Dedi itaque ipsi YIl. marcas, et coram subscriptis testibus officium uoluntarie 
abdicauit. Gerberto decano. Wulframno camerario. Godefrido preposito. Hugone preposito omnique con- 
grcgatione. Sigifrido comile et aduocato. Widikindo uice aduocato. Conrado de Euerstein. Sigeberto nobili. 
Reinoldo uassallo. Gumberto de Wartberg. Reinboldo firatre eius de Koanstein. Bemhardo de Waldekke. 
Folcmaro de Ittera. Folcnando. Conrado de Euerskute. Heinrico Olepe. Thicdrico. Bern. Thietmaro. mini- 
sterialibus. Adelrado. Godescalco et fratre eius Annone« Heriboldo. Liudolfo. Waldrico camerario. Item 
Waldrico pincerna. Item Waldrico iuniore. Godeskalco paruo. Gerberto. Reinhero. Annone. Wernhardo. 
Walone. Karolo. Altolfo. Widolone. Odone. Wazone. Thiedrico. Helmwigo. Wagone. Waltberto. Folcberto. 
Godescalco. Albwino. socero Godefrido de quo racio est. Skerpoldo« Conrado. Reinboldo. 

Actum Corbeie anno Domini M.CXX. Regnante Heinrico Vto. Idus Maii. H^c ut nulli sint in dubio 
firmamus domini nostri sancti Viti sigillo. 




Signum sancii \i/ ^•^* *'*^- 

Das auf die Schlasfforrael durch einen Kreuiscbnitt aufgedruckte Siegel ist ▼erloren gegangen. 

CLXXXVIIIb. 

In nomine domini nostri Ihesu Christi, ego Rocherus Magedeburgensis ecclesif archiepiscopus, sub 
presenti pagina notum facio omnibus Christi fidelibus tam futuris quam presentibus» quod litem et discor- 
diam diu inter canonicos Angarenses suumque prepositum Othelricum diu de prebendali dispositione habi- 
tam, pacis et concordi^ cupidus, tandem communicato consilio decani prefatf ^cclesi^ quondam preposito 
ceterorumque reltgiosorum virorum tam laicorum quam clericorum subscripta conditione sedaui, et ut in 
posterum inuiolabiliter permancret, firmiter stabiliui. Summa autem eorum querimoni^ specialiter fuit de 
curte quadam in pago Heildageshem sita, quam a uenerabili nostro archiepiscopo Hartwige ^cclesie An- 

49* 



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US iiJi. 

gareDsi traditam *) eiasdem eccicsie canonicis in , . propalad^runt, Huiusque ueritatis testimonium 

manifesta sigillati uerint, sed predictum prepositum eandem curtem sibi usurpasse, et sub 

priua redegisse proclamauerunt. Ad sedandam huius disceptationis controueraam ego ... tum 

ponens, et utrique parti prout habilis potui consulens, statui quatinus seruitia ad priuatum usum prepositi 
pertinentia duarum marcarum precio inminucrentur, et usui fratrum restituerentur, ita uidelicet qüod de 
curte H.i.ga. dimidia marca. De SUiburin dimidia marca. De SiboUinghusun dimid. M. De Angarensi ucro 
curte, unde prius XIUL dierum eidem preposito seruitiura persoluebatur, uel marca argenti, Septem io 
usus fratrum remissis, VII. alios in proprio usu ipse prepositus sub precio dimidio marce obtineret. Additis 
insuper preposito in proprium usum Heildageshem. Bedingthorpe. ceteris omnibus ex integre in prebendaro 
fratrum dispensandis. Huius autem pacis et concordie testes sunt. Decanus Hathuwardus. Gezo camerarius. 
Frethericus custos. Johannes. Ekehardus. Guntramnus prepositus. Fredericus. Purichardus. ecciesie nostre 
maiores. Angarenses autem ecciesie canonici tres. Aezelinus decanus. Theodericus. Hucbertus. Laici quattuor 
Yolcmarus. ' Fredericus. Meinricus. Widulo. et alii plures. Facta sunt autem hec anno ab incarna(ione 
Domini M.C.XXI. 

Das aurgedruckte grosse kreisförmige Siegel zeigt den EnbischoF, mit anbedecktem Haupte, auf einem mit Stufen Ter* 
sehenen Stuhle sitzend, in der rechten Hand den Dischorsstab, in der linken ein öifenes Buch haltend; mit der Dm- 
sclirift: Roggerus Dei Gra. Magutheburgensis Ecciesie Archieps. f 

CLXXXIX. 

In nomine sanct^ et indiuidue Trinitatis. || S. Dei gratia Mindensis episcopus. Pro omnibus que cole- 
stis nobis retribuit misericordia , nichil digne retributionis humanus inuenit defectus, nunquam tarnen a 
iuste quantum possumus uicissitudinis debito nostre deuotionis auertetur afFectus. A parentibus enim in 
hac ecclesia, cui indigne presideo, adhuc pucr oblatus, eadem Dei aspirante misericordia , cum maxima 
caritatis et dilectionis abundantia ab omnibus canonicis in consortium fratemitatis eorum sum receptus, et 
ita mecum per omnes etatum uices omnium perseuerante gi*atia, per diuersa bencficiorum et dignitatum 
incremenla promotus, nullis ut dictum est precedeiitibus meritis, communi tarnen consensu, uoluntate et 
peticione, prouisor ecciesie sum constitutus. Unde notum esse desideramus tam futurorum quam presen- 
tium ecciesie nostre nostrique fidelium dilectioni, quod pro his tantis diuine pietatis et eccicsie nostre ab 
ineunle etate in nos respectibus, et maximc pro spe eterne retributionis, liec hereditatis nostre predia in 
occidentali parte fluminis quod Leina dicitur sita, unum Vorewerc in Sutrem, unum in Bedebure, unum 
in Idanhusen, unum in Westrem, unum in Wechertheren , unum in Elmenhurst, cum omnibus ad bec ea- 
dem Vorewerc iure pertinentibus, uidelicet mancipiis utriusque sexus, areis, edificiis, terris cultis et in- 
cultis, siluis, pratis, pascuis, aquis aquarumque decursibus, molendinis, piscationibus, uenationibus, que- 
sitis et adquirendis, cum omnibus uUatenus usui aptis, hec inquam omnia cum consensu et coUaudatione 
cognate et legitime heredis mee Berte, laudante etiam dno. Brunone eiusdem Berte marito et mundiburdo, 
consentiente etiam in id ipsum et adstipulante fidelissimo amico et cognato eodemque mundiburdo meo 
dno. Adolfe comite sene de Scoamburg, hec inquam uniuersa ecciesie Mindensi eiusque patronis beato 
Petro apostolorum principi sanctoque Gorgonio precioso martyri, in pago Mersteine, in mallo Gerberli 
comitis, fratris comitis Erponis, iuxta uillam Runeberchen, in orientali parte, perpetuo iure possidenda 
tradidi. Sed unum Vorewerc ex supradictis in Sutherem, ob recordationem anime mee, in usum fratrum 
meorum incommutabili firmitate donaui. Ecclesiam etiam in Idanhusen ab episcopo nuUi concedcndam nisi 



*) Die Urkunde des Erzbischofs Hartwig Sber diese Schenkung, vom Jahre 1094, ist noch vorbanden, aber ao zerrissen und 
verdorben, dass von dem Innhalte nut noch wenig herauszufinden ist, und eine Abschrift der vorhandenen Fragmente 
unnütz sein würde. 



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Itat--ii22. 449 

sacerdoü qui ibidem stabiliter habitare Deoque fideliter seruire studuerit, conslitui. Et ut hec nostre tra- 
ditioDis et coDstitutionis deuotio nunquam in irritum ducatur, hanc cartam conscribi iussimus, sigilli nostri 
impressione signauimus, banni nostri ^firmamento stabiliuimus , testibus idoneis corroborauimus. Hi sunt 
tostes. Nobiles. Adolfus comes predictus. Eberhardus uicedominus. Bernhardus et frater eins Cono. Ministri 
occlesie. Gerbertus, Egilwardus. Herewardus. Liudolfus. Vastmarus. Preterea alii quidara liberi homines. 
Meinfrith. Athelbern. Hoico. Rothward. Athelhelm. Ido. Eilbold. Thancward. Eico, Meinhard. Dodilo. Egilhard. 

Da« Siegel, welches auf die Charte, an einem von der Schrilt leer gelassenen Räume, mit schmalen Pergamentstreifen 
angebeAet war, ist verloren gegangen. 

cxc. 

Kach einer im ehemaligen Miinsterschen Landes-Archive aufbewahrten, neueren Abschrift. 

In nomine Sancte et indiuidue Trinitatis. Theodcricus Monasteriensis Ecclesie Dei gratia Episcopus. 
Notum fieri volumus tarn presentibus quam futuris Christi fidclibus, quod Comites Gpdefridus et Otto fra- 
trcs pro salute animarum suarum obtulerunt se et sua quedam Deo et beat'c Marie semper virgini et 
bcatorum apostolorum choro omnibusque Sanctis, vidclicet Capenbergh quod iure allodii possidebant, cum 
aliis allodiis, curiis et mansis, Werne, Nette, Alsteden, Heile, Capenbergh, cum uiiiuersis usibus earum, 
scilicet pratis, pascuis, viis et inviis, et irriguis, molendinis, nemorosis et campestribus , tradentes hec in 
manus fratris Norberti ad usum et necessitatem fratrum tarn presentium quam futurorum ibidem Deo 
seruientium sectmdum apostolica instituta et secuudum regulam beati Augustini , sub disciplina et magisterio 
prcnominati fratris Norberti. Ego vero Theodericus supradictus Monasteriensis episcopus, rogatus a Colo- 
niensi Archiepiscopo et a supranominatis fratribus Ottone et Godefrido et ab uniuerso Canonicorum ibidem 
degentium collegio, X^.VIIP. Kalend. Septembris, in die scilicet Assumptionis Sancte Dei genitricis semper 
virginis Marie, per pontificale officium, habentes cooperatorem Spiritum Sanctum, castrum et eiusdem 
castri ambitum solemni consecratione vertimus et immuta;iimus, ut exinde esset, sit atque permaneat im- 
munitas atque cimiterium, iacientes in eodem ecclesie fundamentum, assignantes eidem ecclesie predicta 
allodia in dotem perpetuam. Post hec autem brevis elapso temporis intcruallo, et aucto fratrum ibidem 
collegio, Godefridus et Otto supra dicti germani, adhuc in habitu positi militari, de allodiis que tunc he- 
reditario iure possederunt, Mencgede, Curete, Sorbecke, Wisele, Wesheim, cum mansis et mansionariis, 
YÜs et inviis, pratis et pascuis, nemoribus et campestribus, et cum uniuersis usibus et appcndiciis suis et 
iusliciis earum, supradicte ecclesie Capenbergh, seruisque et ancillis Dei ibidem constitutis, coram tribunis 
in statutis placitis in usus perpetuos contradiderunt et transfuderunt, suasque dationes et oblationes in 
synodo nostra renouauerunt et banno nostro sibi firmari postulauerunt. Ea autem que Deo oblata sunt, 
sacrorum attestatione canonum sacra esse perhibentur, unde qui ea Deo auferre et ad suum usum retincre 
presumunt, sacrilegii et etern§ damnationis rei esse conuincuntur. Ea propter quicunque temerario ausu 
Deo et fratribus iam dictam ecclesiam et curtes vel aliquid de supradictis possessionibus auferre presum- 
pserit, cum fratribus nostns ecclesie nostre prelatis et sacerdotibus, in presentia nobilium et ecclesie mini- 
strorum, vinculo anathematis usque quo rcsipiscat innodauimus. Vt aulem hec tam a futuris quam a pre- 
sentibus rata habeantur, et hoc ordine legitime gesta et firmata esse credantur, bulla nostra assignauimus, 
et in virtute Spiritus Sancti, ut perpetuo inconuulsa permancant, vinculo banni nostri firmauimus. Actum 
vero est Anno incamationis Domini Millesimo Centesimo vigesimo secundo. Confirmatum vero Anno eius- 
dem incamationis Millesimo Centesimo vigesimo quinto. 

Testes prime traditionis. Adolphus comes de Altena. Wigboldus. Bruno tribunus. Wenierus. Emunt. 
Franco. Lambertus. Reginbolt. Bertholf. Confirmationis vero que facta est in synodo testes. Bruno prepositus. 
Rutbertus decanus. Engelbertus custos. Gerardus magister. Helmwardus. Guntramus. Folcmarus de Sancto 
Mauricio, et omnes canonici et sacerdotes qui sacr^ synodo tunc interfueruut. Nobiles vero. Rudolphus et 
frater eins Bernardus. Wem. Bemardus. Hereman. Ministeriales vero. Walterus. Thietmarus. Bruno. 

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450 it>3. 



CXCI. 



In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Helmburch humilis ancilla Dei. Notum esse uolo tarn futuris 
quam presenlibus, quod pro remedio animae meae, || collaudatione BERNHARDI de Lippe, in cuius eram 
tutela et mundiburdio, consensuque aliorum coheredum meorum, tradidi perpetualiter in proprium sanctae 
MARIAE Dei geuitrici reliquisque sanctis in ecciesia Herisiensi quatuor mansos cum omnibus suis pertinen- 
tiis, hoc est animatis et inanimatis, mobilibus et inmobilibus, sitos in uilla OVERIDE nominata» in panro- 
chia LOVENE, in comitatu FRIDERICI comitis ad Thuneresberhc. Fecimus autem hoc ea uidelicet ratione, 
ut deinceps omni tempore, remota omnium hominum contradictione . pertineant in perpetuum ad preben- 
dam sanctimonialium ibidem Deo sueque sanctissim^ genitrici sancteque SATYRNINAE uirgini seruientium. 
Et ut hoc in futurum iugiter firmum perseueret et inconuulsum, uenerabilis eiusdem loci abbatissa BEA- 
TRIX nobis petentibus hoc inde iussit fieri scriptum, sigilli sui inpressione roboratum et insignitum. Inter- 
fuerunt autem huic traditioni fideles isti. Venerabilis predicta BEATRIX abbatissa. Preposita Helmburch. 
Decana Helmburch.. Ida. Redin. Siburch. Beatrix. Gunderat. Cunegunt. Liutdrut cum reliquis consororibus. 
Ex clero. Ade. Thietwart. Helmer. Herrat. Marcwin. Ex laicis liberis et ministerialibus. BERNHART de Lippe. 
Conrat eiusdem )oci aduocalus. Odelric. Vdo. Cono. Conrat. Bemhart. Cönrat. Widerolt. Heinric. Odelric. 
Alberic. Godescalc. Reinhere. Wezel. Riprech. Vdo. Wiren. cum aliis muUis utriusque sexus fidelibus. 

EGO Thietmarus uenerabilis abbatisse BEATRICIS notarius scripsi. 

Data U}. Non. Mart. anno.dominicae incarnationis M.C.XXUL Indict. L Actum HERISIE in monasterio 
sanctissime Dei genitricis MaRie feliciter AMEiN. 

' Das Siegel, welche« aufgedruckt war, Ut ▼crloren gegangen. 

CXCII. 

In nomine sancte et indiuidu^ Trinitatis. Heinricus Dei Gratia Patherbrunnensis ^cclesif episcopos. || 
Sicut sagacis industri e et laudando prouidentie cognoscitur res gestas memorie posterorum commendare, 
ila nihilominus desidi§ et uegligentie ascribitur, neglectu earum emulis ecclesiarum aditum presümptuose 
inuasionis uigilanter non premuniri. Que sollerter contemplantes, et ecciesiis nobis commissis ecclesiasticae 
tuicionis protectionem in futurum impendentes, omnibus fidelibus notum esse uolumus, qualiter uir quidam 
nomine Wighardus ac uxor sua Walburg nominata cum duobus filiis suis Wighardo et Folcberto tempo- 
ralem carnis sue libertatem sub ^cclesiastice seruitutis redigentes proprietatem , salubri consilio parique 
desiderio se in proprietatem Patherbrunnensis cenobii iure ministerialium dedenint, duosque mansos in 
Othen, quos hereditario iure possederant, laudantibus et fauentibus legitimis heredibus, ecclesio conferen- 
tes, eos ab ipsius ecclesif abbate Hamukone sibi posterisque suis a generatione in generationem iure be- 
neficii profuturos receperunt. Hanc tradilionem a Fritherico coinite aduocato ecclesie nostre apud Balhor- 
non regali banno firmatam et stabilitam, banni nostri muuimine roborauimus, et hanc cartam in testimo- 
nium ueritatis scriplam sigilli nostri impressione insiguiri mandauimus. Huius traditionis et confirmalionis 
testes paucos de pluribus proferamus. Wino prepositus. Bernhardus decanus. Conradus prepositus. Gode- 
scalcus, Esicus. Reinbertus. Rantwigus. Folcbertus. Hartmannus. canonici. Ministeriales autem. VflTo. Hugo. 
Heinric. Eilbreth. Adelbero. Bernhard. Altman. Folcbrath. Welciko. Waltgot. Albern. Reinzo. Eilbrath. War- 
mund. Becelin. Gerlach. Actum in Patherbrunnon XOIL Kai. Jul. anno ab incarn. D. M.C.XXni. hdict. I. 
Regnanle Heinrico V. rege. 

Das aufgeheftet gewesene Siegel ist verlorea gegangen. 

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11J3. 451 



CXCIII. 



In nomine sancte et indiuidae Trinitatis. || Ego Hamuko Dei gratia Patlicrbrunnensis ecciesie humilis 
minister. Notum fieri cupio posteris nostris, quod quidam uir Wighard et uxor sua Waltburg nomine cum 
duobus filiis Wighardo et Folcberto ex libera conuersione se dantes in proprietatem ecciesie nostre, acce- 
perunt a nobis mansum unum quadraginta iugerum in Othihem, quem comes ciuitatis huius Elferus pro 
requie anime coniugis sue Regelindis ad altare Sanctorum apostolorura PETRI et PAVLI optulit, tali con- 
dicione, ut omni anno in feste Sancti Michaelis tarn ipsi quam post eos posteritatis sue filii duodecim de- 
narios grauioris monet^ custodi ecciesie nostre persoluant, et si hoc neglexerint, uel duodecim solidos 
soluant, uel manso careant. Huius rei testes sunt et presentis scripti pagina et homines quorum hec sunt 
nomina. Wino prepositus. Bernhardusdecanus. Conradus prepositus. Godescalcus. Esicus. Reinbertus. Rant- 
wigus, canonici, Ministeriales autem. Vffo. Hugo. Heinric. Eilbrath. Adelbero. Bernhard, Walmant. Folcbrath. 
Wekiko. Waltgot. Albern. Reinzo. Eilbrath. Warmund. Becelin. Gerlag. et alii multi. 

Actum Patherbrunnon Xffll. Kai. Jul. Anno ab incarn. D. M.CXXUI. Ind. I. Regnante Heinrico rege Vto. 

Von dem, mit Pcrgamentftretfea lur die Charte gehefteten Siegel, das seitwä'rta sehende Brustbild des Ahles, mit unbe« , 
decktem Haupte, einen Stab in der rechten und ein Buch in der linken Hand, vorsteUend, ist ein grosser Tbtii ver^ 
loren gegangen, daher auch die Umschrift nicht mehr ansugeben. 

CXCIV. 

In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Heinricus Dei gratia Patherbrunnensls ecciesie episcopus. || 
Nouerit omnium fidelium Christi tam presentium quam futurorum uniuersitas, qualiter ecciesia que est in 
Atlon uenerit in proprietatem Patherbrunnensis conobii. Antiquiores nostri dixerunt ibidem quondam fuisse 
congregationem in honore sancte Dei genitricis MARIE coadunatam, in cuius honore cadem basilica est 
dedicata. Nunc uero, peccatis hominum ut putalur exigentibus» uix parua quedam uestigia huius rei di- 
nosci possuut. Ynde domnus Hamuko uenerabilis Patherbrunnensis cenobii abbas temporalibus rebus pro 
subditorum necessitatibus explendis sedule deditus, beate Dei genitricis et uirginis MARIE amore prouoca- 
tus, et fratrum et fidelium suorum consilio et auxilio animatus, Bernhardum comitem fratrem Volkoldi de 
Malesburgh, cuius propria fuit ^cclcsia, cum amicis suis adiit, et conuentionem pro ecciesia cum eo fa- 
ciens, sedecim ei marcas spopondit. Qui ueniens cum berede suo unico scilicet fiiio nomine Amulungo, 
tradidit ecciesie beatorum apostolorum Petri et Pauli in Patherbrunnon ipsam ecclesiam cum agris et man- 
cipiis, pascuis et pratis, et cum omnibus attinentiis, Widikindo aduocato ecciesie astante et cum abbate 
et fratribus suscipiente. Abbate autem memoratum argentum persoluente, rursum uenit prcdictus comes 
Bemhardus in placitum memorati Widikindi aduocati, et hanc traditionem laudauit, stabiliuit ac fiinmauit, 
legitime berede suo unico filio astante, laudante atque una secum tradente. Vnde nos supeme remune- 
ralionis intuitu ac prefali abbatis et fratrum suorum rogatu, ipsam ecclesiam cum omnibus suis appendiliis 
acquisitis seu acquirendis, nostra pontificali auctoritate, ecciesie beatorum apostolorum Petri et Pauli in 
Patherbrunnon confirmamus et corroboramus, elerna ferientes malcdictione omnem hominem, qui quem- 
Hbet abbatem et fratres ipsius monasterii super hac inquietare, molestare aut diuestire presumserit. Vt 
autem hec confirmationis nostre auctoritas stabilis et inconuulsa permancat, paginam hanc inde conscriptam 
sigillo nostro insigniri fecimus. Huius traditionis et confirmationis testes sunt tam canonici quam monachi. 
Laici uero. Thiederic de Vordei. Erpo. Wezelo. Vffo. Hugo. Heinrich. Liudold. Athelbero. Altman. Folbrath. 
Altmar. Frithemar. Welciko. Sigebodo. Sibrath. Warmund. Sibrath. Reinzo. Eilbrath. teriach. Godescalc. Conrad. 

Acta sunt hec Balhornon. XIIII. Kai. Decembr. Anno ab incamatione Domini M.CXXUI. Indictione U. 
Regnante V. Heinrico imperatore. 

Das grosse, seitwärts neben der Schrift aufgeheftet gewesene Siegel ist verloren gegangen. 



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452 iias. 



cxcv. 



Ads dem Archive der Sundesherrschaft Kappenberg. 

v><« In nomine sancte et indiuidue Trinitatis. Heinricus diuina fauente clementia quartus Romauorum Im- 
perator Augustus. II Notum fieri uolumus tarn presentibus quam futuris Christi fidelibus, quod Godefridus 
comcs et fratcr eins Otto castrum Capenberg, qnod Jure allodii possidebant, cum adiacentibus quatuor 
curiis, Nette, Werne, Heile, Alsteden, Deo patri omnipotenli, et beate Dei Genitrici Marie, et beatissimis 
apostolis Petro et Paulo, Sanctisque omnibus, spe future retributionis animati optulenint, tradentes hoc 
uenerabili fratri Norberte suisque fratribus sibi subiectis, eorumque successoribus in canonica professione 
seeundum apostolica instituta ibidem degenlibus. -Nos ipsis fratribus ad imperiale patrocinium confugicnli- 
bus traditionem hanc ratam et inconuulsam permanere statuimus. Decernimus etiam et firmamus ex ro- 
gatu eorundem fratrum, quod nuUus episcopus uel eiusdem ecclesie futurus prelalus potestatem habeat, 
regulam, professionem, institutionem assumptam immutare, uel indulgcntia laxioris licenti^ corrumpcre. 
Aduocatus ibi nullus sit| nisi quem fratres ipsi unanimiter elcgerint. Qui si incommodos uel inutilis fuerit, 
si semel, secundo uel tercio correptus non emendauerit, alium eligendi liberam habeant facultatem. Hoc 
et fideles Dei scire*) uolumus, quod eidem Godefrido eiusque fratri, pro redemptione anim^ mee, supra- 
dicto sacerdote pro eis intercedente , rcgiam offensam ex animo condonamus, obsides eorum manumitti- 
mus, et quicquid cause uel exactionis in ipsos habuimus uel habere possemus, eternaliter postponimus. 
Ad hanc uero nostram traditionem testes ydoneos adhibuimus. Adelbertum Mogontinum archiepiscopum. 
Fridericum archiepiscopum Coloniensem. Hartwicum Ratisbonensem episcopum. Ottonem Bauenbergensem 
episcopum. Brunonem Spirenscm episcopum. Herimannum Augustensem episcopum. Gebehardum Herbipo- 
Icnsem episcopum. Alii quoque principes. Heinricus dux Baioariorum. Fridericus dux. Symon dux. Pertolfus 
dux et fratcr eins Cunradus. Marchio Theipoldus. Marchio Engelbertus. Berengarius comes. üt autem hec 
noslr^ traditionis auctoritas stabilis et inuiolata omni permaneat euo, hanc inde cartam scribi, et sigilli 
nostri impressione iussimus insigniri. Preterea quascunque possessiones , quecuuque bona, in terris, uiueis, 
mancipiis, censibus, decimis, molcndinis, aquis aquarumue decursibus, pratis, pascuis, nemoribus, cam- 
pestribus, montibus, collibus, uallibus, aut quibnslibet aliis rebus predicta Capenbergensis ecclesia in pre- 
sentiarum possidet, aut in futurum concessioue pontificum, largitione regum uel principum, oblationc 
fidelium, seu aliis iustis modis poterit adipisci, omnia ei imperatoria auctoritate confirmamus. In quibus 
hec propriis uöcabulis duximus exprimenda. Mengede. Curede. Sorbeke. Wisele. Weshem. cum mansis et 
mansionariis et uniucrsis usibus et Justiciis suis. Si qua igitur ecciesiastica secularisue persona hanc nostre 
constitutionis paginam sciens contra eam uenire temptauerit, si secundo tercioue commonita presumptionem 
suam non correxerit, indignationis nostre penam sentiet. 

Signum Heinrici Quarti Romanorum Imperatoris (L. M.) Inuictissimi, 
Phylippus CanceUarius Recognoui vice Archicancellarü. 

Data anno dominice Incarnationis M®.C®XXMIF. Indicüone XIII. apud Lobwisen, Quando dominus 
Imperator anulum et baculum ecclesie Remisit. 

Das wie gewöhnlich aurgedruckte grosse Majesta'Usiegel ist swar am obern Thcile schadhaft , jedoch die Figur des Kai- 
sers nebst dem grösseren Tbeile der Umschrift noch erhalten. 



*) Im Originale steht durch einen Schreibfehler: scrire. 

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112 3. 453 



CXCVI. 



In Christi nomine. Notum esse nolumus tarn presentis eui quam futuri Christi fidelibus, Qualiter 
ego Wino prepositus matris ecciesie Sancti LIBORII, communicato Bernhardi decani nostri ceterorumque 
fratrum ac fidelium nostronim consilio, decreuerim nt quicumque uillicus procurauerit curtim que est in 
LESSETE, et libera est a soluendis decimis, pro duobus mansis ad ipsam pertinentibus, unde nobis iure 
debentur decim^, super granarium nostrum Villi, maldra frumenti annuatim debeat persoluere, itaconcessa 
sibi decima , ut siue ipsemet uillicus siue alius quicumque ex supradictis mansis quicquam ipso concedente 
seuerit, nullus ei m congregandis decimis uim uUam inferat, sed ipse uillicus utilitati sue ex bis utiibuerit 
prouideat. Si uero ipse uillicus plus agrorum de quibus nobis decima debetnr quam supradictos mansos 
seminauerit, debitam de eis nobis decimam dimittat, et sie omnis inter nos et fratres uostros monachos 
de decimis disceptatio cesset. 

Huius rei testes sunt. Hamuco abbas, cuius uigilantia ut hfc fierent elaborauit. Ruothard. Gerlag. 
monachi. Bernhardus decanus. Cuonradus prepositus. Reginbraht. Esic. Gernand. Rantwig. canonici. Hi 
laici. Yolcbraht Waldgot Altman. Adalbero. Bernhard. Yolcmar. Hizel. Sibraht. Warmund. Liudolf. Gerlag. 
aliique quam plures. 

Aurgedrackt ist du älteste , grosse kreisförmige Siegel des Domkapitels tu PAderborn, mit dem vorwärts sehenden 
Brastbilde eines Heiligen in bischöflicher Kleidung Aber mit unbedecktem Haupte und in der linken Hand eine Schrift- 
rolie haltend, und der Umschrift: Scs. Liborius Epc 



Cod. dipl. bist. Westfal. 20 

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1. 

2. 



3. 
4. 
5. 



6. 
7. 

8. 



Nachweisung 

1. der abgebildeten Siegel. 

BliM'siegcI Kaiser Otto*s IIL gehörig zu der Urkunde Nr. LXXIV. 

Grös-sercs Sie^t>l des Bischofs Meinwcrk von Paderborn; aus der mit dem Museum Taterländ. Altcrthüroer zu Münster ver- 
bundenen SiegoLsammlung. Die Urkunde, lu welcher es gehörte, ist nicht mehr nachsuweisen ; vielleicht war es diejenige, 
deren Fragmente bei Nr. 988. der Regesien erwähnt sind. 
Kleineres Siegel desselben, gehörig zu der Urkunde Nr. XCV. 
Grösseres Siegel des Bischofs Jmaä von Paderborn; zu der Urk. Nr. CXLIII. 

Kleineres Siegel desselben, mit einer antiken Gemme; aus der mit dem Mus. vaterl. Alterth. zu Münster verbünd. Siegrl- 
sammlung. Die Urkunde , zu welcher es gehörte, ist nicht mehr nachzuweisen. ^- Durch ein zu spa't bemerktes Versehen 
ist der Kopf in der Abbildung verkehrt gezeichnet, da er im Originale nach der entgegengesetzten Seite siehL 
Siegel des Bischofs Erpho von Mimigardevord ; zu der Urk, Nr. CLXVI. 
Siegel des Bisrhnfs Heinrich von Paderborn; zu der Urk. Nr. CLXXI. 
Acitestes Siegel des Domkapitels zu Paderborn; zu der Urk. Nr. CXCVL 



2. der abgebildeten Monogramme deutscher Kaiser und Könige. 

(Die Monogramme Kaiser Ludwigs des Frommen sind bei den Urkunden Nr, 2, 3 und 4 in den Text eingedruckt.) 



1. Kaiser Lothars /., 843; Urk. Nr. XVI. 

2. König Ludwigs des Deutschen, 844; Urk. Nr. XVllI. 

3. De^elben, 870; Urk. Nr. XXVI. 

4. Desselben, unvollständig (ohne Mittelstrich), 868; Urk. 

Nr. XXV. 

5. Kaiser Karls des Dicken, 887; Urk. Nr. XXXII. 
ö, Königs järnulj, 887; Urk. Nr. XXXV. 

7. Desselben, 892; und seines Nachfolgers, Ludwigs des Kin- 

des, auf einer Charte; Urk. Nr. XLIV. 

8. König Conrads /., 913; Urk. Nr. XL VI. 

9. König Heinrichs /., 927; Urk. Nr. XLVIII. 

10. Desselben, 935; Urk. Nr. XLIX. 

11. König Otto's /., 940; Urk. Nr. LH. 

12. Desselben, als Kaiser, 973; Urk. Nr. LX. 

13. Kaiser Otto's //., 980; Urk. Nr. LXVI. 

14. König Otto's IIL, 987; Urk. Nr. LXIX. 

15. Desselben, 993 ; Urk. Nr. LXXl. 



16. Desselben, 995; Urk. Nr. LXXH. 

17. Dess. aus dems. Jahre; Urk. Nr. LXXIII. 

18. König Heinrich IL, 1002; Urk. Nr. LXXVI. 

19. Desselben, 1011 ; Urk. Nr. LXXXII. 

20. Desselben, als Kaiser, 1015 ; Urk. Nr. LXXXV. 

21. Desselben, 1018; Urk. Nr. XCIV. 

22. Demselben, 1019; Urk. Nr. XCIX. 

23. König Conrads IL^ 1025; Urk. Nr. CXL 

24. Desselben, als Kaiser, 1031; Urk. Nr. CXVIII. 

25. Desselben, 1032; Urk. Nr. CXXUL 

26. Desselben, 1033 ; Urk. Nr. CXXVL 

27. König Heinrichs IIL, 1039; Urk. Nr. CXXXI. 

28. Desselben, 1043; Urk. Nr. CXXXIII. 

29. König Heinrichs /^., 1059; Urk. Nr. CL. 

30. Des Gegenkönigs Hermann, 1082; Urk. Nr. CLXL 

31. Kaiser Heinrichs K, 1123; Urk. Nr. CXCV. 



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REOESTA 



HISTORIAE WESTFALIAE, 



Die Quellen 



der 



Geschichte W e s t f a I e n s^ 

in chronologisch geordneten 

Nachweisungen und Auszügen. 



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Vor Chr. 55. 

<. Als Ariovist den Waffen Cäsars erlegen, und die Herrschaft der Römer über Gallien und Belgien 
bis an den Rhein ausgedehnt war, beginnt auch für die Länder zwischen Rhein und Weser die 
erste geschichthche Morgenröthe. — Verdrängt von 'den Sueven, kommen die üsipeter und 
Tenchterer auf das linke Rheinufer, treffen hier mit den Römern zusammen, und werden von 
Cäsar fast alle treulos niedergemetzelt. Nur ein Theil der Reiterei rettet sich zu den Sigam- 
brera. Cäsar verlangt ihre AusUeferung; der kräftige Volksstamm der Sigambrer aber beant- 
wortet diese übermüthige Forderung mit stolzer Weigerung. — Ea quae secuta est hieme, qui fuit 
annus Cn. Pompeio, M. Crasso Coss., Usipetes Germani et item Tenchtheri magna cum multitudine 
hominum flumen Rhenum transierunt, non longe a mari quo Rhenus influit. Causa transcundi 
fuit, quod ab Suevis complures annos exagitati belle premebantur et agricultura prohibebantur. 
. . . Qui complures annos Suevorum vim sustinuerunt, ad extremum tamen agris expulsi et multis 
Germaniae locis triennium vagati ad Rhenum perveneruut, quas regiones Menapii incolebant etc. 
Jul. Caesar de belle Gall. lib. IV. cap. 1. 4. — ati Ovöutstcu^ edvog FsQiiavLxbvy xal Tccyxgiai 
doxovöL XQOVSifov öq>stsQOiQ btnsvöLV OTCccacoöloig tgspaß^ai t&v KfXÜiccQog hcnianf ig juvzcaag- 
Xdlovg' o dh KouSccq avroig ^QSößevo(iivotg ig avthv ini^e^cLij tovg ^Qiößst^ iiaxa6%mir %ixi xo 
ncc&og iTcalvois ig tikog al^pvlöiov ovrco öwsvsx^vaiy mg tsööccQaxowa ^vQiadag tovrcov tfvyjco- 
%ipf(u, Katava ts iv 'Pcoft]?, tüv xig övyyQatpBCDv q>i]6lf yvfDiiriv iösveyTcsTv , ixSovvai tolg ßa^ßa- 
Qoi/g tov KaüSttQCCf 6g ivccyhg ^ov ig ducTtQeößBvöc^hfovg sQYUöaiuvov. Appian. de reb. Gall. XVIIL 
(ed. Schweigh. Vol. L p. 89.) Cf. Caes. B. G. IV. 41— 15. Sueton. Caes. 24. Plularch. Caes 22. — 
lila pars equitatus Usipetum et Tenchtherorum, quam supra commemoravi praedandi fru- 
mentandique causa Mosam transisse neque proelio interfuisse, post fugam suorum se trans Rhe- 
num in fines Sigambrorum receperat seque cum iis coniunxerat Ad quos quum Caesar nuncios 
misisset, qui postularent, eos, qui sibi Galliaeque bellum intulissent, sibi dederent, responderunt: 
Populi Romani imperium Rhenum finire: si, se in^ato, Germanos in Galliam transire non aequum 
existimaret, cur sui quidcpiam esse imperii aut potestatis trans Rhenum postularet? Caes. B. G. 
IV. 16. — Indem diese Ereignisse die Veranlassung wurden, dass Roms Adler zum erst^nmale 
diesseit des Rheins erschienen und an die Grenzen Westfalens vorrückten, bilden sie zugleich 
den Anfang des ältesten, aber ruhmreichsten und bedeutsamsten Zeitabschnittes der westfä- 
lischen Geschichte. 

2. Cäsar schlägt eine Brücke über den Rhein und verheert das Land der Sigambrer, kehrt aber, 
ohne tiefer in Deutschland vorzudringen, nach kurzem Aufenthalt auf dem rechten Rheinufer, 
nach Gallien zurücL Ubii, qui uni ex transriienanis ad Caesarem legatos miserant, amicitiam 
fecerant, obsides dederant, magnopere orabant, ut sibi auxilium ferrel, quod graviter ab Suevis 
premerentur, vel si id facere occupationibus reipublicae prohiberetur, exerdtum modo Rhenum 

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Vor Chr. 55 — 53, 

transportaret: id^sibi ad auxilium spcmque reliqui tcmporis satis futurum: tantum esse nomen 
atque opinionem eius exercitus, Ariovisto pulso et hoc novissimo proelio facto, etiam ad ultiroas 
Germanorum nationes. uti opinione et amicitia populi Romani tuti esse possint. Navium raagnam 
copiam ad transportandum exerciium pollicebantur. || Caesar bis de causis, quas commemo- 
ravi, Rhenum transire decreverat; sed navibus transire neque satis tutum esse arbitrabatur, noque 
suae neque populi Romani dignitatis esse statuebat. Itaque, etsi summa diificultas faciundi pon- 
tis proponebatur propter latitudinem, rapiditatem altitudinemque fluminis, tamcn id sibi conten- 
dendum aut aliter non transducendum exercitum existimabat. . . . || Diebus decem . . . omni 
opere effecto, exercitus transducitur. Caesar, ad utramque partem pontis firmo praesidio relicto, 
in fines Sigambrorum contendit. Interim a compluribus civitatibus ad eum legati veniunt, quibus 
pacem atque amicitiam petentibus liberaliter respondit, obsidesque ad se adduci jubet. AI 
Sigambri, ex eo tempore, quo pons institui coeptus est, fuga comparata, hortantibus üs quos ex 
Tenchtheris atque Usipetibus apud se habebant, finibus suis excesserant ^aque omnia expor- 
taverant seque in solitudinem ac Silvas abdiderant. || Caesar paucos dies in eorum finibus mo- 
ratus, Omnibus vicis aedificiiscpie incensis frumentisque succisis, se in fines Ubiorum recepit, atque 
üs auxilium sumn poUicitus, si ab Suevis premerentur, haec ab üs cognovit: Suevos, postcaquam 
per exploratores pontem fieri comperissent, more suo conciüo habito, nuncios in omnes partes 
dinüsisse, uti de oppidis demigrareut, IQ^eros, uxores suaque omnia in silvas deponerent, atque 
omnes, qui arma ferro possent, unum in locum convenirent: hunc esse delectum medium fere 
regionum earum quas Suevi obtinerent: hie Romanorum adventum exspectare atque ibi decer- 
tare constituisse. Quod ubi Caesar comperit, omnibus bis rebus* confectis, quanim renim caussa 
transducere exercitum constituerat, ut Germanis metum iniiceret, ut Sigambros uicisceretur, ul 
Ubios obsidione liberaret, diebus omnino X. et VIII. trans Rhenum consumtis , satis et ad laudem 
et ad utilitatem profectum arbitratus, se in Galliam recipit pontemque rescidit. Caesar B. G. IV. 
16 — 19. — EvQfDV de tovg xb ZvydfLßQovg ig ta iQvpva avaxeKo^iutHwg xaL tovg ' 2jovT^ß(n)s 
öv6tQsq)Ofiivovgy mg Tcpl ßori^TJöowag 6q)lötv, av^ci^öav hrtbg^fiSQäv itxoöiv. Dio Cass. XXXIX. 48. 
(ed. H. Steph, p. 127.) 

53. 

3. Nochmals überschreitet Caesar den Rhein; kehrt aber zurück, als er erfährt» dass sich die Sueven 
nach dem Bacenis- Walde zurückgezogen haben. (Caesari übü referunt) Suevos omnes, postea- 
quam certiores nuncii de exercitu Romanorum venerint, cum omnibus suis sociorumque copiis, 
quas cocgissent, penitus ad extremes fines sese recepisse; silvam esse ibi infinita magnifudine, 
quae adpcllatur Bacenis; hanc longe introrsus pertinere et pro nativo muro obiectam Cheruscos 
ab Suevis Suevosque ab Cheruscis iniuriis incursionibusque prohibere; ad eius initium silv^e 
Suevos adventum Romanorum exspectare constituisse. Caes. B. G. VI, 10. 

i. Darauf wendet sich Cäsar gegen die Eburonen; aber jetzt fallen 2000 Sigambrer in Gallien ein. 
Trans Rhenum ad Germanos pervenit fama, diripi Eburones atque idtro omnes ad praedam evo- 
cari. Cogunt equitum duo milia Sigambri, qui sunt proximi Rheno, a quibus receptos ex fuga 
Tenchtheros atque Usipetes supra docuimus: transeunt Rhenum navibus ratibusque XXX milibus 
passuum infra eum locum, ubi pons erat perfectus praesidiumque ab Caesare relictum. Primos 
Eburonum fines adeunt; multos ex fuga disperses excipiunt; magno pecoris numero, cuius- sunt 
cupidissimi barbari, potiuntur. Invitati praeda longius procedunt: non hos palus, in belle latro- 
cinüsque natos, non silvae morantur. Caes. B. G. VI. 35. 

Diese überraschen ein römisches Korps unter Q. TulUus Cicero bei Aduatuca und belagern, 
aber vergebhch, das dortige Lager. (Caes. B. G. VI., 35 — 40.) Germani, desperata expugna- 

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Vor Chr. 52 — 16. 5 

tione castrorum, quod nostros iam constitisse in muuitionibus videbant, cum ea praeda, quam 
in silvis deposuerant, trans Rhenum sese recepenint. Ibid. 44. 

Uober die germanischen Feldzüge Caesars sind noch zu beachten Liv. epit. CV. Caesar 
victis Germanis in Gallia caesisque Rhenum transcendit et maximam partem doinuit Sueton. 
Caes. 25. Germanos, qui trans Rhenum incolunt, maodmis affecit dadibus, Eutrop. lY., 44. 
Germanos ti*ans Rhenum adgressus immanissimis prodiis vicit. 

52. 

5. Deutsche treten von nun an in römischen Solddienst und nehmen an allen Waifenthaten in Gallien 

Antheil. So siegten vierhundert deutsche Reiter bei Noviodunum (Neuvy) — Caes. B. G. YD., 43. — 
und als ganz Gallien für die Freiheit aufsteht und die Wege nach Italien und der Provinz 
versperrt, eilen auf Caesars Ruf deutsche Hilfsschaaren vom rechten Rheinufer herbei. Cae- 
sar trans Rhenum in Germaniam mittit ad eas civitates, quas superioribus annis pacaverat, equi- 
Icsque ab his accersit et levis armaturae pedites, qui inter eos proeliari consueverant. Eorum 
advcntu, quod minus idoneis equis utebantur, a tribunis militum reliquisque, sed et equitibus 
romanis atque evocatis equos sumit Germanisque tribuit. Caes. B. G. VII-, 65. — Bei Gergovia 
und Alesia tragen diese wesentlich zur Entscheidung bei. Ib. VIL, 67. 70. 80. 

Auch in den folgenden Jahren finden wir deutsche Hilfstruppen erwähnt. Vgl. Caes. R G. 
VIII., 1 3. 36. Sie folgten Caesar überall hin. Ihre Kühnheit entschied sowohl die Schlacht bei 
Pharsalus (Appian. de B. c. II., 64. Flor. IV., 2.) wie den Sieg bei Alexandrien (de B. Alex. 29.). 
Auch bei Philippi fochten sie sowohl auf Seiten des Brutus, wie des Octavian. (Appian. d. 
B. C. IV., 88. V., 417.) 

46. 

6. Niederlage der Römer unter Lollius, durch die Deutschen. — o Sl Sri ^uttog t&v rore 

öviißavTCJV toig ^PcDiucloi^ noUfimVy o67C£q arov %td zov Avyov6xov in tfjg xoleag i^yaye XQog tovg 
Ksktovg iyivsto. Zvyaiißgol ts yag xalOvöLnhai ts xcd TiyxtrjQot ro (ikv xgärav iv ty ög)STiQ^ tivag 
avtäv övXkaßovTsg dveötavQcoöav. htevca 81 xol xov ^Piqvov dutßavzeg tjjv tB FB^fLavUeif xtd rijv 
raXatlav ilErjXaTriöav' ro xs ütnixav ro t&v ^Pcnfialayv Itcb^ov 6tpl6iv ivijÖQSvöav. ocal q>evyov6iv 
avtoig iniiSn(6(iBvoiy r^ ts AoXUfp aqxovti avx&v ivkv%ov avehtiöroi xal ivlxriöav Tcal ix&vov. 
(AO^&v de tccvta 6 Avyov6tog Sq^itjös (uv in avxovg* ov ^uvtoi xol iiyyov xl xoki^urv hxsv. ot 
yoQ ßoQßttQOty xov xs Aikhjov nagaöTcsvatonsvov xcd ixslvov Ctqaxsvovxa xvtofieimty ig xs n}v 
iavxäv dvsxc6^6av Tcai öieovdccg iTCoirjtSavtOy 6(ii]Q0vg dovxsg. Dio Cass. UV., 20. (p. 622.) — 
Acccpta in Germania clades sub legato M. Lollio, homine in omnia pecuniae quam recte fa- 
ciendi cupidiore et inter sumraam vitiorum dissimulationem vitiosissimo , amissaque legionis V. 
aquUa vocavit ab urbe in Gallias Caesarem. Vellei. Patcrc. IL, 97. — Graves ignominias clades- 
que duas omnino nee alibi quam in Germania accepit, Lollianam et Varianam: sed LoUianam 
maioris infamiae quam detrimenti. Suet. Octav. 23. — Insidiis Romanorum Germani circumventi 
sub M. Lollio legato graviter vexati. Jul. Obsequens Prodig. cap. 431. — Centuriones roma- 
nos, qui ad stipcndia missi eraiit, circumventos crucibus afBxerant (sc. Sigambri). Schol. ad 
Horat. Od. IV. 2, 36. 44, 54. — yvcigi^ia ds xavxa tucvsöxi^ xcc s&vri noXe^uyvvxa nqog ^P(o\Lalovg, 
bIx iv8iS6vxa ocal nakiv atpuSxcifLSva ^ xol luxtcdslTtovra xag Tuxxoiadagjmv xksla di yvaQifia wtiJQ^sVy 
si inhQBTCB xoTg öXQCctriyotg o Zsßaöxog duxßalvetv xov ^AkßiVy (isxioviSv xovg ixHtSe inavi6xa{Uvovg. 
wvl 8^ fVTtoQcixsQov vTciXaßs 6xQaxrjysLV xov iv yjQöl nolefwv, d xäv ffo rov "AXßiog Tcad'' rjövxlav 
ovxtov a7ci%0LX0 xai («) nago^voi, nqog xf^v TCOivcDvCav x^g ^x&gag. ^g^avxo 8s xov nokifiov 
£ovya(ißQOL nXrjölov oloiovvzBg xov'PijvoVy MiXava Sxovxsg riya^a. mxH&ev fjSri Sislxov aUm 

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Vor Chr. 16— iJ. 

aVjOi dwcustevowsg xal xatcdvo^voLy nahv S iq)Uixa^i£VOiy XQodidovtEg jud ta ofi/iiK^ xol ta$ 
TcUycBiQ. Tcqog ovg fj (lav a'3tv6rta ^ya oq)akog' ot öa niötav^ivtag ta (UyiOta xaxaßloa^aify xcD^cbup 
o£ Xri^(n)67(ov Ttal oi rovtcov vm^xocr nag' olg ra tQia zayiwxa ^Pafiaimv (istä xw &cqaxfiy(n> 
OvAqov Kovivtiklov ytagcuSnovöri^iwa oTttoXeto £| avidgag, hiöav Öa dlTuxg oacavtag xal xaga6%w 
%A vaoDTBQa raQiiavLxa layaiQoxcetGv d-gla^ßov xtX. Strab. VII., 1, 4. Vgl. unten Nro. 32. (Die 
Lesart des vorstechenden Textes xcacai&av ^Äiy diatxov >crA, die alle Handschriften und Ausgaben 
bieten, ist, wenn man nicht dem Verb eine ungehörige Bedeutung beilegt, ohne^ Sinn: wahr- 
scheinlich ist alxov zu schreiben, da sich ötalxov leicht aus ijdi} erklärt. Alsdann wäre zu 
interpretiren : x. if. cL a. dwagxavovöi xol iUKvaXvovxai xtX.)*) 

42. 

üeber zwei ^ahre war Augustvs, der Niederlage des Lollius wegen, in Gallien geblieben. Dann 
übertrug er seinem Sohne Drusus die Bewachung der Rheinufer. — Erster Feldzug des Dm- 
sus. — Civitates Germaniae, eis Rhenum et trans Rhenum positae, oppugnantur a Druse. liv. 
epit. CXXXVII. — xäv xa yag IJvyä^ßgcav octd xäv öv^iiaxov avx&v Sul xa xtjv xov AvyovfSxov 
OTCovöiav xal dta xo xovg Tdkaxag fifi id'sXodovXetv noXs^oD^ivxav Cfplöi^ x6 xa v^rifxoov XQOTUcti- 
Xaßa . • . . xal xovg KaXxovg xriQT^öttg xov ^Pfivov diaßalvovzag ävho^a, xcd nsta xovxo ig xa xrfl 
xav Ovötnevciv xccxa avxriv xtjv xAv Baxaovov vri6ov dußt]' xal, inl x^v Zvyafißglda iTiaiJ^ev 
Inujiagal^G^v övxva iTCOQ&rjöav ^g xa xov iiacaavov öuc xov 'Pifvov xaxaxlavöag xovg xa Ogauslov^ 
(oxaiciöaxo xal ig xrjv XavxCda dta xtjg Ufivrjg i(ißaX(ov ixtvdvvavda ^ xäv nXolav inl x^g xov 
'SlTtaavov TtaXiggolag anl ^qov yavoiiivcDV, xal xoxa luv vno xäv (^gaiöloVy naf^ri övvaözQaxavxO' 
X(ov avxäy ötD^alg avaxdgTjöa* %ftficovyorp t}v xtX. Dio Cass. LIV., 32. (p. 622.) — iv xco 'Jitaöia 
jilQovöog BgovxxsQovg xaxavaviidxflöa, Strab. VE., 1,3. — Das Jahr dieses Ereignisses wird zwar 
von Strabo nicht angegeben; doch ist wohl ohne Zweifel das vorstehende gemeint. Die vor- 
handenen Quell -Nachrichten geben wenigstens keine Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses Fluss- 
gefecht bei einem der folgenden Feldzüge ereignet hätte. 



*) Die Strabooische Stelle hat onnothige Weiterungen in chronologischer Hinsicht veranlasst. Augenscheinlich spricht 
«ie von einem langwierigen Kriege, der reich an den roannichfultigsten Wechsellallen war. Bald habe sich dieses, 
bald jenes deutsche Volk an die Spitze der Bewegung geschwungen. Mehrmals sei der Krieg durch feierlich 
besiegelte Verträge beendet worden, aber Verräiherei habe ihn immer von neuem wieder Ins Leben gerufen. 
Schon diese Andeutungen genügen, um die eine Annahme, dass Strabo als Anfangspunkt des Krieges die Varia- 
oische P^iederlage betrachte, als völlig unhaltbar zu rücksu weisen ; der Angriff des Sigambrers Melo ist vielmehr 
viel weiter hinaufzurücken. Eine andere Annahme, die dieses Ereigniss ins Jahr 25 (v. Chr.) setzt, ermangelt 
indess ebenfalls aller Begründung. Einmal geschieht der Sigambrer bei den kriegerischen Vorfallen dieses Jahres 
gar keine Erwähnung; und höchst wahrscheinlich sind, wie bei den vorhergehenden Feldzügen in den Jahren 
38 und 29, suevische Völkerschaften gemeint. Gesetzt aber auch, es wären Sigambrer gewesen, so hätte doch 
Strabo nidit von solchen Vorgängen den Anfang des Krieges datiren können. Bis zum Jahre 16 (v. Chr.) waren 
nämlich alle Feldzüge gegen die Deutschen vereinzelte Unternehmungen, die viele Jahre auseinander liegen, und 
nur augenblickliche Abwehr und Züchtigung muthwilliger Anfalle bezwecken. S. Dio Cass. XLVIU., 49.; Llo 
21 — 22. ; LIIL, 26. ; LIV», 11. Eine anhaltende und ernstere Aufmerksamkeit wenden dagegen die Römer den 
deutschen Angelegenheiten erst mit der clades Lolliana zu: nun erst machte sich das Bedürfoiss fühlbar, die 
Völker am rechten Rbetnufer dauernd zu beruhigen. Früher nur defensiv, verfuhr daher Rom jetzt angriffsweise: 
es begann einen Eroberungskrieg, der, einzelne Unternehmungen abgerechnet, bis zu dem Augenblicke fortge« 
«rährt hat, als Strabo jene Bemerkungen niederschrieb. Allen folgenden Feldzügen ist sonach ein und dasseihe 
Gepräge aufgedrückt: sämmtllch kann man sie als zusammenhangende Operationen, als Momente eines und des- 
selben Kampfes ansehen; und demnacfi unterliegt es keinem Zweifel, dass Strabo die clades Lolliana meint und 
an obiger Stell« alt Urheber derselben den S^amlirer Melo nennt. 



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Vor Chr. IJ — 9. 7 

44. 

8. Zweiter Feldzug des Drusus. — Cherusci, Tencteri, Catti (al. Chauci) aliaeque Germanorum trans 

Rhenum geiitee subactae a Druso refenintur. Liv. epit CXXXVIII. — y/fc« di rä Tj^t ycgbg rov 
noksyuov av&ig mgiMfiös xal rov %b ^Piivov h^QcuddTj xtd t<yvg Ov6vnhag TuxxsiSt^hpaxo' rov rs 
Aovniav J^bv^b xtd ig rriv r&v £vyd(ißQav hißdks xol 81 avxiig %al ig rr^v XeQOV^xlda ngoexci- 
(fr}ös \iijifiv rov Ov'üiov^ov. i^dvtnj&ri de roOro nowjöaLy ort ol ZvyafißQov rovg Xavcovg iiovovg 
räv nQoöotxav iirj d'eXrjöavrag <fq>l6v &ümjLajpi6<xt iv ogyii 6%6vrBg ücavdruisl in avrovg i^sörga- 
tev6ixv' fud r^ xcugä roiirp iXccd's rriv %(6qocv avrSrv dts^fi^ddv. %al SUßr^ av tujcI rov Ovtöov^ov, 
el ^ri räv rs isartidelav iöTcaviös xol 6 xsi^v iviöri^ ' 9ial rt xol (f/t^vo^ iv rä ^rgatoxidp avrov 
&(p&ri. ovi^ ovv xsQotriQm duc ravra XQoexd^öSy xal ig rriv ipiUav ävcaio^^oiiBvog 8siv6g imv- 
ivv€v6BV. ot yoQ noUfuoi alXfog rs ividgcug avrov ixaxmöav xal nozs ig örsvov xai xoilov %(oqIov 
Tcaraxlslöavrsg oUyov 8U(p&£igav. xav na66vSl av dnciXsöaVy sl fiig xaTaq)Q0vii6avrsg öq>övy Ag xai 
iakcncocov xal (uag iniTtosti^g ovrmVy Ofioös avrolg aövvtaxrot ixcigriöav' vucti^ivTsg yag ix rov- 
rov ovTiid'' oi/uolmg i^Qa&uvovrOy aXka xo^^mdev (uv ötpag nagsXvnovVy iyyvg 8s ov nqo6riB6av* 
&6rs rov jdQOvöov dvriMorafpQOvi^öavra avräv ixst rSy ri o rs Aoxmlag xai 6 ^EUömv öv^lyvw- 
X€Uf q>fOvgi6v rt öiplöw intrs^xüsai xal eveqov iv Xaxroig na^ avrä rä ^Prjva* 8ia fteif ovv ravra 
rag rs inivuxlovg niucg xal ro inl xikr^rog ig ro aörv iXa/dai ry rs rov äv9vndrov i^ovölf^ insi- 
8av 8iaarQarijY^&ijy XQi^^aöQ'at iXaßs. Dio Cass. LIV., 33. (p. 623.) — In Germania in castris 
Drusi examen apum in tabernaculo Hostilii Rutilii praefecti castrorum consedit, ita ut funem 
praetendentem praefixamque tentorio lanceam amplecterentur. Multitudo Romanorum per insi- 
dias subiecta est. Jul. Obseq. prod. 432. — Sedere (apes) in castris Drusi imperatoris, qiium 
prosperrime pugnatum apud Arbalonem est, haudquaquam perpetua auruspicum coniectura, qui 
dirum id ostentum existimant semper. Plin. bist. nat. XI., 18. — Die Veste Aliso wird bald in 
der Nähe Liesboms im Münsterischen, bald bei Elsen im Paderbornschen gesucht. S. v. Lede- 
burs L. u. V. d. B. S. 294. flg. In neuester Zeit haben sich v. Bardeleben (Zweifel und Ansich- 
ten über die örtliche Lage des von Drusus im J. 11. (v. Chr.) erbauten Cast^lls an der Lippe. 
Kassel, 1839. S. 72. flg.) und ükert (Alte Geographie Bd. 3. S. 443.) für Haltern an der Lippe 
entschieden. Es ist hier nicht der Ort, in diese Untersuchungen tiefer einzugehen. Oberstlieut. 
Schmidt, welcher in neuster Zeit die sorgfältigsten Lokal-Forschungen hinsichtlich der Schauplätze 
der Römerkriege vorgenommen hat, glaubt aus überwiegenden Gründen Aliso an die Mündung 
der Glenne in die Lippe, auf den grossen Kamp bei Schulte Nomke, setzen zu müssen. — Auch 
über Arbalo schwanken die Ansichten; jedenfalls ist dieser Ort auf der Rückzugslinie^ von der 
Weser zu suchen. — Sollte aber nicht vielleicht in der obigen Stelle des Plinius: apud Aliso- 
nem, zu lesen sein? 

10. 

9. Dritter Feldzug des DrustiS. — Bellum contra transrhenanas gentes a Druso gestum refertur, in quo 

inter primores pugnaverunt Senectius et Anectius tribuni civitatis Nerviorum. Liv. epit. CXXXIX. — 
ra 8s dl) räv Kskr&v räv rs aU^syv xtd räv Xdrrmv {nqog yaq rovg UvyafißQOvg (istiovqöav 
xai rrig rs %&Qag avrävy §v olxslv naga räv ^Ptoiuciov fiXi](psöaVy i^avi6rt]0av) 6 Agovöog %d (isv 
ixaxoös ra 8s i%siQd6axo xtu nsta rovro lg rs rrjv ^Pdfiriv (sc. 6 Agovöog xal b TißeQuog) övv 
rä Jvyov6r(p övvsxofilödTiöav (iv yäg rij Aovy8ovvl8i ra noXka ovr&g iyyv&ev rotg KsXrolg 
iq)s8QevG)v Sihqißs). Dio Cass. UV., 36. (p. 625.) 

9. 
10. Vierter Feldzug und Tod des Drusus. — Bellum adversus Germanorum trans Rhenum civitates 
gestum a Druso refertur. Ipse a fractura, equo super crus eins collapso, tricesimo die, quam id 

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i Vor Chr. 9—8, 

acciderat, mortuus est Liv. epit. CXL. — T^ de ixoiiiv^ hsi o ^Qov^og iwca tov KqmcIvov 
VTCoctsvös' xcel tevtä 6rj^ia cvk äya^a övvrivijfiri^ . • . ov y4vtoi utal i(pQ6wt6i u takav, 
diX sg TS xriv täv Xatx&v iösßake Tud XQoi^XJ^B (idxQi' xijg Ijovr^ßlag^ tijv te iv %o6lv ov» äraXai- 
ntBQmg %BiQov^uvog xal twg nqog^uyvvvxag ol ovk ivamborcl XQcctAv. xavtsvQ'ev xgog xs xriv Xb- 
ifav^iäav iietiötri xol xov Oviöov^ov ötaßag '^laös ^U^j^ xov 'Akßl&v navxa noQ&mv xxX. Dia 
Giss. LV , 4 . (p. 627.) — Cura atque onus Gennanici belli delegata Druso Claudio, fratri Neronis, 
adoleseenti iot tantarumque virtutum, quot et quantas natura mortalis recipit vel industria per- 
cipit . . . Scd illum, magna ex parte domitorem Gcrmaniae, plurimo ejus gentis variis in locis 
profuse sanguine, fatorum iniquitas, consulem, agentem annum tricesimum, rapuit. Vellej. Palerc. 
IL, 97. — Missus in eam provinciam Drusus primos domuit üsipetes; inde Tenctheros percucur- 
rit et Cattos. Nam Marcomannorum spoliis insignibus quendam cditum tumulum in tropaei mo- 
dum excoluit Inde validissimas naliones, Cheruscos, Suevosque et Sicambros, pariter aggressus 
est, qui viginti centurionibus incrematis hoc velut sacramentum sumserant bellum adeo certa 
victoriae spe, ut praedam in antecessum pactione diviserint Cherusci equos, Suevi aurum et 
argentum, Sicambri captivos elegeranL Sed omnia retrorsum. Victor namque Drusus equos, 
pecora, torques eorum ipsosque praeda divisit et vendidiL Praeterea in tutelam provincianim 
praesidia atque custodias ubique disposuit per Mosam flumen, per Albim, per Visurgim. Nam 
per Rheni quidem ripam quinquaginta amplius castella direxit. Bonnam et Gesoniam cum pon- 
tibus iunxit classibusque firmavtt. Invisum atque inaccessum in id tempus Hercynium saltum 
patefecit. Flor. FV., 12. — Drusus in Germania primo Üsipetes, deinde Tencteros et Cattos per- 
domuit. Uarcomannos pene ad intemecionem cecidit Postea fortissimas nationes, et quibus 
natura vires, consuetudo experientiam virium dabat, Cheruscos, Suevos et Sicambros pariter uno 
hello, sed etiam suis aspero, superavit. Oros. Histor- lib. VI. cap. 21. (edit Haverkamp. p. 446.) — 
Die verworrene Darstellung des Florus erstreckt sich augenscheinlich ül^er alle Feldzüge des 
Drusus, und fast bis auf den Wortausdruck abhängig davon ist Orosius. Es mag dies als 
Fingerzeig dienen, wie wenig kritisch manche neuere Untersuchung diese Stellen be- 
nutzt habe. 

lOe ^enus Suevos acre indomitosque Sygambros 

Contudit inque fugam barbara terga dedit. — 
Nee tibi deletos potent narrare Sygambros 

Ensibus et Suevos terga dedisse suis. 
Pedo Albinov. in cons. Liv. v. 47—18., 311—312. — Cf. Senec. cons. ad Polyb. 34. ad Marc. 3. 
Sueton. Qaud. 1. 

8. 
11. Den Krieg gegen die Deutschen fortzusetzen kömmt Augusins selbst nach Gallien. Hier übergibt 
er Tiberius den Oberbefehl. Kaum ist dieser aber über dem Rhein, so bitten die Deutschen 
um Frieden. — Sigambrer und Sueven werden aufs Hnke Rheinufer übergesiedelt, inl xwg 
Kakxovg iöXQoxevös. xai avxog {uv iv xtj oItuIu vneiuivBV' 6 Sa d^ Tißiqiog xov Pipwv SUßri' 
q>oßijd'svxsg ovv avxovg ol ßoQßoQOi nXfjv x&v ZvyaiißQ(ov (legebatur KavxaßQwv) inexriQvxsv' 
6(xvxo ' xal 0VX6 xoxs hvxov xivog (6 yicQ Auyovöxog ovtc Sqyri ötpCöiv avsv iTcalvav önslösö^cU) ov^ 
vöx^ov. fir^fi^ov fuv yccQ xal ov Zvyaiißqoi (leg. KccvxaßQol) nQBößsig' xoöovxov dh idiriöav dtuorpafod- 
«•«/ xiy SüXB xal ixBlvovg navxagy xal nokkovg nal iXkoyliuyvg ovxagy nQOöcatoliü&dUy o xs yccg Avyovötog 
(SvXXaßmv avxovg ig noUig xivag TcaxBd-svo xal kuBlvov dvöavaüxsxilöarcsg iavxovg xaxBxunöavxo. wm 
xovxov xoivov niv xwa fi6vxa6aVy hcaixa inl 7CoU.Si xo nid^rnia 0(päv xoig ^Pmiudoig avtaseidoöav. Dio 
Cass. LV., 6. (p. 631.) — Moles deinde eins belli translata inNeronem, quod is sua et virtute etfor- 



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Vor Chr. 8 — 6. u. f. 9 

tuna administravit peragratusque victor onmes partes Germaniae sine ullo detrimento commissi 
exercitus (quod praecipue huic duci semper curae fuit) sie perdomuit eam, ut in formam paene 
stipendiariae redigeret provinciae. Tum alter triumphus cmn altere consulatu ei oblatus est. 
Vellei. Paterc. II., 97. — Suevos (al. Ubios) et Sigambros dedentes se traduxit in Galliam atque 
in proximis Rheno agris coUocavit. Sueton Octav. 21. — Bello germanico XL. millia dediticio^ 
rum traiecit in Galliam iuxtaque ripam Rheni sedibus assignatis coUocavit. Quas ob res et ovans 
et curru m'bem ingressus est. Id. Tib. 9. — Quo bello CCCC. millia captivorum ex Germania 
transtulit et supra ripam Rheni in Gallia collocavit. Eutrop. VII., 9. (wo richtiger ebenfalls 
XL. millia zu lesen.) — (Tiberius) Germanos bello arripuit, e quibus quadraginta millia captivorum 
Victor abduxit. Oros. VI., 21. — Se (sc. Tiberiiun) novies a divo Augusto in Germaniam missum 
plura consilio quam vi perfecisse: sie Sugambros in deditionem acceptos, sie Suevos etc. Tacit. 
ann. II., 26. — quondam Sugambri excisi et in Gallias traiecti — Ibid. XII., 39. — (Augustus) 
Sicambros in Galliam transtulit. Aurel. Yict. epit. de Caes. cap. 1. — xavvqg (sc. r^ff Tcotaiäas) 
dh ta fuv slg xiiv KEkxixriv iistijyayov 'PcDfuobt, rcc d'l^^ iietavaövawa slg rrjv iv ßdd'H xcigav, 
9taQ'dxsf MttQdol' loujtol d' alölv oUyoi xal x&v HovydiißQov (isQog. Strab. YII., 4., 43. — Anlass 
zu der Uebersiedelung mag die Anlage eines limes auf dem rechten Rheinufer gegeben habea 
(Tacit. ann. I., 50. limitem — a Tiberio coeptum). Vgl. Soekeland, üeber die Verhältnisse und 
Wohnsitze der deutschen Völkersch. S. 40. flg. Dass indess die Uebersiedelung nur einen klei- 
nen Theil der genannten Völkerschaften traf, daran kann eine Vergleichung sämmtlicher obiger 
Stellen keinen Zweifel gestatten. 

7. 

42. Auf die Nachricht von neuen Bewegungen eilt Tiberius, der nach Rom abgereist war, abermals 

nach Deutschland; richtet aber nichts Bemerkenswerthes aus. xivrid'iwav xiväv h rg F^qi/M- 
vUf i^mfiu^dij. . . . iv yoQ dq xy FsQ^iavla ovflfv a^iov (ivqiirjg iJwe/Jij. Dio Cass. LV., 8. 
(p. 633 — 34.) Diese Angabe des Dio Cassius erhält vollkommene Bestätigung durch das tiefe 
Stillschweigen des Velleius Paterculus. 

6. u. f. 

43. Tiberius geht nach Rhodus. Während dessen Abwesenheit, kurz vor der christlichen Zeitrechnung, 

befehligt L. Domitius Ahenobarbus am Rhein, xaind xs ovv a(ia xol xa x&v KskxAv hcai/vci^. 6 yoQ 
^oiUxiog nQoxeQOv [ihv, Sag hi xäv XQog x& "löxgp %(oqUov riq%Bj xovg xs ^EQ^juwvdovQOvg i% xiig 
olxslag ovx ol^ OTCoog i^avcasxavxag xol xctra ^rivqCiv ixigag yfjg xXavtoiihHyvg vxolaßmv hf lUfBi xrjg 
Ma^KOiucwldog xat^xuss ocal xov ^Akßlocv (itiÖBPog ot ivavxiov\ihov dutßccg tpiXlav xs xotg iTCslvy ßoQßa- 
(foig övvid'sto xal ßo(U)v in avxm x& livyovtfxp td^öato' xms de n^fog xs xov ^Pf[vov (letsXd'wv 
xci ioacsöovtag xivag Xsqw^xcdv xaxayayelv öl etsq&v i&slijöicg iöv&cvxn^s xal xaxatpqovijöcci ötpäv 
Tcal xovg ickkovg ßoQßccQOvg iscob/iösv. Dion. Cass. fragm. a Jos. Morellio edita. Bassaui 4798. 
p. 32. Vgl. Fr. Roth, de Germania L. Domitio penetrata. 4825. '• — Dieses wichtige Bruchstück 
ist auffallender Weise bis in die nieste Zeit übersehen, oder doch nur flüchtig benutzt wor- 
den. Zwar gehört es blos mit seiner letzten Hälfte hieher, aber da es bisherige Missverständ- 
nisse und irrthümliche Annahmen berichtigt, schien die vollständige Mittheilung angemessen. Vor 
dem Erscheinen der Morellischen Fragmentensammlung beschränkte sich nämlich unsere ganze 
Kunde von den Erfolgen des Domitius in Deutschland auf die folgenden wenigen Worte des 
Tacitus (ann. IV., 44.): exercitu flumen Albim transcendit, longius peiietrata Germania, quam 
quisquam priorum; woran sich noch die Notiz desselben Schriftstellers knüpft, dass die pontes 
Regesu hiat. Westfal. ioigitized by L^OOglC 



40 Vor Cbr. €. «. t -- oaeh Cbr. 9. 

long! ein Werk dieses Feldhenm gewesen sein. (ann. I., 63.) Nun aber erfehren wir ans dem 
beregten Bruchstück, dass L. Domitius zn zwei verschiedenen Malen an den Gränzen Deutsch- 
lands den Oberbefehl führte, zuerst am Danubischen Limes, dann an den Ufern des Rheins; 
dass er bei zwei Unternehmungen in das Innere Deutschlands betheiligt war; dass der Elbe- 
Zug nichts wie man bisher annahm, vom Rhein aus, sondern von der Donau her statt hatte, 
und dass nicht bei dieser Gelegenheit, sondern später, bei der Anwesenheit am Rhein, die Er- 
richtung der pontes longi erfolgte. Auch der Zeitpunkt dieser Unternehmungen tritt nun ent- 
schieden hervor. Denn da uns das Dionische GeschichtsweriL zwischen den Jahren 6 v. Chr. — 
5 n. Chr. nur lückenhaft erhalten wurde; nach dem Anfange der christlichen Zeitrechnung aber 
Yinicius, dann Tiberius und zuletzt Germanicus am Rhein befehligten: so müssen die beiden 
Feldzüge den Jahren 6 — 1 v. Chr. angehören. Beide waren aber durch eine längere Zwischen- 
zeit getrennt (xQotsQov iih — tote di); so dass wir uns gewiss nicht irren, wenn wir die An- 
wesenheit des Domitius am Rhein kurz vor die christliche Zeitrechnung setzen. — Ueber die 
pontes longi vgl die Anmerkung zu 45. p. Chr. (Nr. 27.). 



Nach Chr. 4—3. 



44. M. Vinicius befehligt am Rhein. Dieser fuhrt drei Jahre Krieg gegen die Deutschen, protinus (Ti- 

berium) in Germaniam misit, ubi ante triennium sub H. Yinicio . . . immensum exarserat bellum. 
Erat id ab eo quibusdam in locis gestum, quibusdam sustentatum feliciter: eoque nomine de- 
creta ei cum speciosissima inscriptione operum omamenta triumphalia. YelleL Paterc. II., 404. 

4. 

45. Der Krieg hatte bis zu diesem Jahre fortgedauert. Nun wird Tiberius wieder nach Deutschland 

geschickt. Ohne bemerkenswerthe Thaten, aber nicht ohne grosse Erfolge durchzieht er Deutsch- 
land nach verschiedenen Richtungen, hd tovg KsXtovg ifftQoteuöav luv xal oUot tivhsf iatQOr 
tevöe de xtd 6 TißiQiog* xai nixQi ys tov srorofiov, xqozsqov fuv tov Ovtöw^n^iWy ffcra dh xovto 
Tud tov jAßlov XfOBidgriöev, ov {ihrtoi xtd a^to(iVfi(Mveuv6v xi tote ye ixqax^* tudtoi xtd cevro- 
%Qaxo(fog fLTi Ott rot; Avyovdtov^ iXXk xtd tov Ttßeflov hc avtoig xXriQ'ivtos, 9ud tijucg ixivir 
xlovg Fcäbv Zevtlov tov trig I\QfLavlag a^ovtog laßovtog* ineidij fi^ fijovov cauc^y aXXa xal 
devtBQOv q>o(hfiivttg avtovg iüxslöavzo. Dio Cass. LV., 28. (p. 650.) — Intrata protinus Ger- 
mania: subacti Caninefates, Attuarii, Bructeri, recepti Cherusci, gentes immaniores et mox nostra 
clade nobiles, transitus Yisurgis, penetrata ulteriora: quum omnem partem asperrimi et periculo- 
sissimi belli Caesar vindicaret; in iis, quae minoris erant discriminis, Sentium Satuminum, qui 
tum legatus patris eins in Germania fuerat, praefecisset, virum multipllcem virtutibus, navum, 
agilem, providum, militariumque officiorum patientem ac peritum pariter, sed eundem, ubi ne- 
gotia fecissent locum otio, liberaliter lauteque eo abutentem, ita tamen, ut emn splendidum ac 
hilarem potius, quam luxuriosum aut desidem diceres. . . . Anni eins acstiva usque in mensem 
Decembrem producta immAni« emolumentum fiiere victoriae. Yellei. Paterc. n., 405. 

5. 

46. Zweiter Feldzug des Tiberius. Pietas sua Caesarem paene obstructis hieme Alpibus in urbem 

traxit: at tutela imperii eum voris initio reduxit in Germaniam, in cuius mediis &iibus ad caput 
Juliae (Lupiae?) fluminis hibema digrediens princeps locaverat Pro dii boni! quanti voluminis 

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Nach Chr. 6. n. f. — 9. 41 

opera insequenti aestate sub duce Tiberio Caesare gessimusi Perlustrata armis tota Germania 
est, victae gentes, paene nominibus iDCognitae, receptae Cauchorum nationes. Onmis eorum 
iuventus, infinita numero, immensa corporibus, sitQ locorum tutissima, traditis sfrmis una cum du- 
cibus suis, septa fulgenti armatoque militum nostrorum agmine, ante imperatoris procubuit tribu- 
nal. Fracti Langobardi, gens etiam Germana feritate ferocior, dcniquc, quod numquam antea 
spe conccptum nedum opere tentatum erat, ad quadringentcsimum milliarium a Rheno usque 
ad flumen Albim, qui Semnonum Hermundurorumque fines praeterfluit, Romanus cum signis per- 
ductus exercitus, et eodem, mira felicitate et cura ducis temporumque observanlia, classis, quae 
Oceani circumnavigaverat sinus, ab inaudito atque incognito ante mari flumine Albi subvecta . . . 
exercitui Caesarique se iunxit. . . . Victor onmium gentium locorumque, quos adierat, Caesar 
cum incolumi inviolatoque et semel tantummodo magna cum clade hostium, fraude eorum ten- 
tato exercitu, in hibema legiones reduxit. Vellei. Paterc. IL, 405 — 107. — ahia de tov wxbitQ 
xoQoöJtoviijifaöi ötpiöt öl oklyov av&ig xiiv el^tniv öo&rjvav td te täv ^aXfiaxAv oud xa räv 
IlawQvUav (uiiovas xe xaqax^ivxa xtd o^slag inutxifoqnis deij^ivza iyivexo. Dio Cass. LV., 28. (p. 650.) 

6, u. f. 

17. Während des pannonischen Aufstandes herrscht zwischen Rhein und Weser tiefer Friede. Römische 

Truppen sind über das Land zerstreut; in der Nähe der Besatzungen entstehen Märkte und Ko- 
lonien;, die Fürsten erhalten römisches Bürgerrecht (Tacit. ann. L, 58.); ihre Söhne treten in 
römischen Dienst (Tac. 1. c. IL, 9. VelleL Paterc. II., 118.): in Rom selbst umgü)t eine Wache 
getreuer Deutschen die Person des Imperators (Suet. Oct. 49.) So ist das Volk auf dem 
Wege, romanisiri zu werden. — slxov xiva ol ^Po^uuoi avxfjg (sc. xijg FsQ^ucvlag) ovtc dO'Qoa^ 
aXk' mg xov wu etvx^ xBiqfo^hxOy (öio ovdh ig Uttoqlag (ivi^ii/qv äg)l»eto) xol (^Qcctiäzal xa avxäv 
ixH ixsliux^ov 9tai nolBig ipKllcvxo' lg xs xov xody^v 0(pAv' oi'^ßdgßoQOL (levB^Qv^iU^ovto %al dyoQog 
ivofuiov öwodovg xa algriviTiag inotovvxo. ov ^»^oi xal xAv mxxqlonv i^öv xäv xa öv^Mpvxayv 
XQox&v Tud xl^g avxov6(Mv duUxi^g xi^g xs ix x&v oxkanf i^ölag ix^rjönivoL riöav. %al dia xovxo^ 
timg [UV xaxa ßgaxv xol o8^ xivi (lexic gnjlaxijg necsfuivd'ocvov avxdy ovxs ißaqvvowo x^ xov ßiov 
fuxaßoi,^^ ntd iXav^avov h(paq akkowofuvou Dio Cass. LVL, 18. (p. 667.) 

9. 

18. Befreiung des nordwestlichen Deutschlands, durch die Niederlage des Varus. — 

i%A de 6 OvoQog 6 Kv'ivtUiog, luxd xr^v xmv üvqcdv difpiv xijv xs 'qys(iovalav x^g Fsgiutvlttg 
laßav TUfl xa xoq' ixstvoig i% xrig op^^ff duovxmv^ iönavöav avxovg d^QOcixsQOV [uvaöxijöcct, xal xa 
xs aU4X mg %al dovXsvovöi 6q>i6i,v initaxxß wu ;(r^fi€trcc dg xtd na^ vnrix6<av hcQaööav ovx ijvi- 
6X0VX0 dlX Ol xs TCQmxoiy xijg xqoö&sv dwaöxstccg i(pii(isvoL xal xa nXrjdTi x^v öwrjdTi xaxdöxaöiv 
nQo xrig dklotpvlov daöxoxalag nQOtinwvtagy ix (ikv xov fpavsQOv ovx djci&tfjöavy ^toXXovg fiev TtQog 
xA ^PfiVfpy nokkovg Sa xai iv x^ <fq)stEQf x&v ^Pwfialmv ogävxsg ovxag* ds^dfievoi da xov Ovoqov^ 
ag xal xdvxa xa nqoaxaöiSofisvd 6q>i6i xoiTJöovragy JCQOiiyafov avxov xo^gm nov dxo xov ^Privov 
ig xs x^v XsQOvöxlda xai ngog xov Ovtöovgyov. xdvxavd'' siqifivixcixaxa xal ipiXixcixata öiayayovxag 
nloxiv avxp ycagiöxov mg xal avsv (fxQoxuaxAv dovXavatv Svvdiiavou \\ Ovx' ovv xa öxQorevfLoxay 
m6xs(f sbiog r^v iv TtokafUf^ öwslx'B, xal dx avxmv övxvovg cdxovöi xoig d8wdxoi£y mg xal ixl 
^vkany x^Q^^^ xivmvj fj xal kyiSxmv övkk'qijfeöiy xaQoao^atg xa xuii xmv ixixriSalmv^ dudamav. 
^4axv 8a Ol fidkusxa övvoiioHawag xai difxnYoi xrig xa ixißovkijg xai xov xoUpuov ysvoiisvoi aAAot 
xs xai j4Q(uviog X4d Zriyifi^SQogy 6w6vxsg xs avxm dal 9cal 6vva6timyLavoi xokXdxig, ^aQöovvzog ovv 
avxov xal (ii^xs xi daivov x^ogSaxo^ihov xal xaöi xoig x6 xs yi/yv6iuvov vxotoxovöi xal qwlatxaö' 
%(U ol xa(faivovöiv ovx oxmg dxufxovvtog dXXic xal ixixtfimvtog, mg fidxfiv avxöig xs xaQoxxonavoig 

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(2 Nach Chr. 9. 

fud i7(slvovg SiaßäXXovöiv htaviötavccU tweg nq&toi täv oaea^sv mhov obeovvt&v ist noQaöuBvriiSf 
Mag ix avrovg 6 OvoQog oQ^itjöag evcdatotBQog öq)i6w iv ty xogeluy &g xal dia ipiUccg duav^ 
yivritai \L7i6b i^aCtpvrig navtfov ayba nolefia^ivriov ctvxä <pvXaxiiv tiva itovri6if{tau xcu löxsv ovro* 
TCQomevQ&^av ts yccQ i^opfuSinra xal naqifuvov &g %aL xa 0viiiui%ixa naifoöxsvaöotrtsg oud duaor 
%iav OL TCQOiSßoridiiöovteg. tag te dwapifig iv holyap 9tij ov<fag xa(filaßav otcd caunctslvaweg tov$ 
noQa öiplöiv fxaörot, iftgancizagy ovg tcqotsqov ytr^%s6aVy ixiildvv avrm iv vkaig ^di; SvösKßaxoig 
Svti. Ttcevtav&a ana xb dvsq>avri6av noXifiioi ävd^ vnrixocyv ovtBg xol noXXa xai dsiva Blgyd6avto,\\ 
Td xßyccQ 0Q7I xal q)aQaYy(DSri xal dvio^iaht xal xa divdQa oud ntncva xol vxBQiiTjxfj ijv &6xb rov$ 
*P&{udovg, xal tcqIv xovg xolBidovg ötpiöi ngoönsöBlv, iy^ivd xb XB(ivowag xal odoxoiovvxccg yBipv- 
ffwvxdg XB xa xovxov dBoiuva xovij&rivaL rjyov 8b xal aiid^ag xoXXag xal vmxoqfOQa noXkcty mg 
xal iv bIqi^vji' »alSeg xb ovx oUyoi xal ywaZxBg ^ xb akkri 9'BQaxBla övxvri avxolg övvBlxBtcr 
&6XB xal xora xovxo iöxBSaöfiEvij xfi odoutogla ^^^(^ai. x^v xovxm xal vetog xal avB(U)g xoivs' 
ixi/yBVOfiBVoi hl xal liailov 6q)ag diiöJCBiifav' x6 xb löafpog oXufdrufov xbqI xb xatg (l^cug xol x^ 
totg öxbX^böl ysvoiuvov öqxdBQcixata avxovg ßadl^Biv inoUi xal xa axQa x&v Heviq&v xaraO'^ovo- 
fLeva xal xataxbczovza ÖietdQaoöBv. iv xoiavxr^ ovv drj xivi d^ri%avüf xoxb xäv ^Pafudanf ovriDV, 
ot ßdgßaQoi navtaxo&Bv ofta avrovg i^a/stivalog 81 avxäv x&v ^oxiuoSBOtdraVy axB xal fiutBiQOi 
x&v XQiiiiiäv ovxBg^ nBQiBtSxoixtöavto* xal x6 (ikv nq&xov %6^ci^ev SßaXoVy hcBixa öly &g i^iivvsto 
fikv ovödg, ixLXQciöTCOVto dh xoXkolj ofioöB avxovg ix(oqn6av. ola yoQ ovxb iv xd^Bi xivl aXlic avafii| 
' taig XB aiid^aig xal xoig doTckoig xoQBvoiievoLy ovxb öviSXQatpfjvcU xr^ ^fSCmg dwdfiBvoi ildvxovg u 
xod*' ixdöxovg x&v obI %qo6^yvvvxwv iStpüsiv ovxBg hcaöxov fihf xoUm, dvxiÖQOV dh ovdiv. || Avtov 
XB OVV iöxQatOTCBdBVöavxOy x^Q^^^ xivog ixixtjdBlov (£g yB iv oqbi vkoiÖBi ivsdixBto) Xaßoiuvoiy 
xtd (istic xovxo xdg xb nkBlovg aiid^ag oud xakXa xa (ifj ndw 6<ptöiv dvayouxia, xa ^ ouxtaxttV' 
öavvBg xa 8h oud xaxdkiTCowBgy övvxecayfiivoi iiiv nj^ liaXXov xfj vifXBQalf ixogev^tiöavy &^b xat 
ig i^dov XI ;|^(09/bv xpo^o^c^at* ov (iSvxoi oud dvai(i(xnl dscTjUM^av. ivxev&Bv dh OQavxsg ig xsvlag 
av^tg iöiscBöov oud ruinivovto yiv ngog xovg XQOöxbcxovxag ötpiöiv, ovx iXaxusxa Sh 8^ oud oucca 
xovxo avxo kctcuov. <fvöZQBq>6iuvoi yag iv öxevoxaQlay oscag d&^oi hcxBlg xb ofuw oud oMÜxai 
inixQi%<iQ6iv avxotgy xolXa [UV xbqI oXki^koigy otoXka dh oud xbqI xoig dirSgotg iöfpdUavto. xoxb yoQ 
^fbiga xoQBVO(tivoig 6tpl6iv iyivetOy oud avxolg vBXog xb avf^ig Xdßqog oud avByuog (Uyag xqoöocböov 
^ ovxb 1101 XQO'Civai ovd"' lötaöd'ai naylmg ixixQBocBVf dXla xal xf^v x^<^ti; ötpag x&v onXayi/ äq)BlXeto. 
OVXB yoQ xoig xo^Bviuutiv ovxb xoig dxovxloig rj xaig yB dönlöiv (^b xid SuißQoxoig ovöaig) oud&g 
Xßfl^at idvvavxo, xoig yoQ noXs^oig^ i^iXoig xb xo xXbuSxov ovifi xal xtjv i^ovölav oud xrig i(p6dw 
xtd xfjg dvaxfoq^öBmg ddBa ^oi;<5£v, ^xxov nov xavta Hvvißaivf. XQog Shi^ avxol xb ocoXif xXelovg 
y&yovoxBgy (oud yoQ x&v akkav x&v tcqoxbqov XBQUSoumovvtaov övji^ol aiXag xb oud ixl x^ Xbuc 
öwiji^ov) oud ixBlvovg ildtxovg ^8fi ovxag (xoXlol yoQ iv xalg otglv (idxaig dotoXciXBöav) oud iocvxXow 
XB ^fov xal xaxBtpovBvov äöxB oud xov Ovagov oud xovg akXovg xovg XoytiiGndtovg, (poßij^ivtag fii; fftoi 
^ayQijd'&öiv ^ oud XQog x&v ix'^üsxav dxo&dvcDüiy (oud yag XBXQ&iiivoi ^öav) igyov öblvov ft^, dvayxaujv 
8hy roAfi^tfat* aikol yoQ iavxovg dsjcixzBwav. \\ ^Slg 8h xovxo 8iriyyilXhiy ov8h x&v aXk&v ov8Blghiy bI xol 
i^Qono xigy i^iivvato' dXX ot (ihv xov aQ%ovta 6fp&v iiuinjöavtOy ot 8h^ oud xa oxXa Tcagion^Bgy ixivQexof 
öq>ag x& ßovloykhtp tpovBVHV* (pvyBlv yag ovl^ bI xdiidkuixd Xig rj^BlBVy i8vvaxo, ixootcevo xb ovv dSeag 
nag oud dinnf oud Sxxog. otav ndvxBg dst&XovxOy rj xal idkmöaVy sl (iri ot ßdQßaqot xbqI xr^v xiqg Xelag 
a(ficaytiv a6%okoi iyivovxo, ovxao ydg otxB i^^afuviöxatoi xoilol dxiöxaöav oud ot öaXxiyxtidy ot 6vv 
avxolg ovxBgy X(fOX(xl6v Xi öviißo^($avxBg 86^av xoig ivavxloig (vv^ yag ixByivBto oud ovx ic)g&vto) 
&g xal xoQa xov ^AMqr^vov XBTCBmiivoi nagiöxov. ocdx xovxov ixuvol xb ini^x^v '^g dui^Bog oud 6 'j^iX(f^ 
vag, luxd'&v xo yiyvoiisvovy ovx&g 6q>l6iv iocBXovifijöB. xal xivBg (ietd xovxo oud x&v iahoxoxQV 
dvBxoiäödTiöaVy Xvxga^ivtBg vxo x&v oIxbUov ixetgdxri ydg ötpiöi xovxo noii^öaty itp & xb li'O 
xJig 'IxccXlag avxovg bIvol xovxo fuv v^tBgov iyivsto. Dio Cass. LVL, 18 — 22. (p. 667 — 670.) — 



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Nach Chr. 9. 43 

Tantum qnod ultimam imposuerat Pannonico ac Dalmaiioo hello Caesar manmn, quum intra 
quinque consummati tanti operis dies fanestae ex Germania epistolae caesi Vari trncidata- 
rumque legionum trium totidemque alarum et sex cohortium .... Yarus Quincü- 
lius» inlostri magis quam nobili ortus familia, vir ingenio mitis, moribus quietus, ut corpore ita 
animo immobilior, otio magis castrorum quam bellicae adsuetus militiae, pecuniae vero quam 
non contemtor, Syria, cui praefuerat» declaravit, quam pauper divitem ingressus dives pauperem 
reliquit; is quum exercitui, qui erat in Germania, praeesset, concepit esse homines, qui nihil 
praeter vocem membraque haberet hominum; quique gladiis domari non poterant, posse iure 
mulceri. Quo proposito mediam ingressus Germaniam, velut inter viros pacis gaudentes dulce- 
dine, iurisdictionihus agendoque pro tribunalis ordine trahebat aestiva. || At Uli, quod nisi ex- 
pertus vix credat> in sununa feritate versutissimi natumque mendacio genus, simulantes fictas li- 
tium series et nunc provocantes alter alterum iniuria, nunc agentes gratias, quod eas romana 
iustitia finiret feritasque sua novitate incognitae disciplinae mitesceret et solita armis discemi 
iure terminarentur, in summam socordiam perduxere Quinctilium, usque eo, ut se praetorem 
urbanum in foro ius dicere, non in mediis Germaniae finibus exercitui praeesse crederet. Tum 
iuvenis^ genere nobilis, manu fortis, sensu celer, ultra barbarum promtus ingenio, nomine Armi- 
nius, Sigimeri principis gentis eins filius, ardorem animi vultu oculisque praeferens, adsiduus 
mOitiae nostrae prioris comes, etiam civitatis romanae ius equestremque consecutus gradum, 
segnitia ducis in occasionem sceleris usus est, haud imprudenter speculatus, neminem celerius 
opprimi quam qui nihil timeret, et frequentissimum initium esse calamitatis securitatem. Primo 
igitur paucos mox plures in societatem consiUi recipit; opprimi posse Romam et dicit et persua- 
det; decretis facta iungit; tempus insidiarum constituit Id Varo per virum eins gentis fidelem 
clarique nominis Segestem indicatur. Obstabant sed iam fata consiliis omnemque animi eins 
aciem praestrinxerant: quippe ita se res habety ut plerumque deus fortunam mutaturus consilia 
comimpat efficiatque, quod miserrimum est, ut, quod accidit, id etiam merito accidisse videatur 
et casus in culpam transeat. Negat itaque se credere spemque se benevolentiae ex merito ' 
aestimare profitetur. Nee diutius post primum indicem secundo relictus locus. || Ordinem atro- 
cissimae calamitatis, qua nuUa post Crassi in Parthis damnum in exteris gentibus gravier Roma- 
nis fuit, iustis voluminibus ut alii ita nos conabimur exponere: nunc summa deflenda est. Exer- 
citus omnium fortissimus, disciplina, manu, experientiaque bellorum inter romanos milites princeps» 
marcore ducis, perfidia hostis, iniquitate fortunae circumventus, quum ne pugnandi quidem egre- 
gie occasio, in quantum voluerant, data esset miseris, castigatis etiam quibusdam gravi poena, 
quia romanis et armis et animis usi fuissent, inclusus silvis, paludibus, insidiis ab eo hoste ad 
intemecionem trucidatus est, quem ita semper more pecudum trucidaverat, ut vitam aut mortem 
eins nunc ira, nunc venia temperaret Duci plus ad moriendum quam ad pugnandum animi 
fuit: quippe patemi a\itique exempli successor se ipse transfixit. At e praefectis castrorum duo- 
bus quam darum exemplum L. Eggius, tarn turpe Ceionius prodidit. Qui quum longo maximam 
partom absumsisset acies, auctor deditionis supplicio quam proelio mori maluit. At Vala Numo- 
nius legatus Vari, cetera quietus ac probus, diri auctor exempli spoliatum equite peditem relin- 
quens fuga cum alis Rhenum petere ingressus est. Quod factum eins fortuna ulta est: non enim 
desertis superfuit, sed desertor occidit. Vari corpus semiustum hostilis laceraverat feritas : Caput 
eins abscisum latumque ad Maroboduum et ab eo missum ad Caesarem gentilitii tamen tumuli 
sepultura honoratum est. Vell. Paterc. II. 447 — 449. — Germani victi magis quam domiti 
erant moresque nostros magis quam arma sub imperatore Druso suspiciebant: postquam vero 
ille defunctus, Varii Quinctilii libidinem ac superbiam haud secus quam saevitiam odisse coepe- 
runt. Ausus ille agere conventum: et in castris ius dicebat, quasi violentiam barbarorum et 

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U IVach Chr. 9. 

lictoris virgis et praeconis voce posset inhibere; at illi, qui iam pridem rubigine obsitos enses 
inertesque moererent equos, ut primum togas et saeviora armj^ iura viderunty duce Arminio 
arma corripiunt: quum Interim tanta erat Varo pacis fiducia, ot ne praedicta quidem et prodita 
per Segestem unum principum coiiiuratione commoveretur. Itaque improvidum et nihil tale 
metuentem improviso adorti, quum ille (o securitas!) ad tribunal citaret, undique invadunt^ castra 
rapiunt: tres legiones opprimunlur. Varus perditas res eodem, quo Cannensem diem Paulus, 
et fato est et animo secutus. Nihil ilia caede per paludes percpie silvas cruentius, nihil insulta- 
tione barbarorum intolerantius, praecipue tarnen in causarum patronos. Alüs oculos, aliis manos 
amputabaut: unius os sutum, rescisa prius lingua, quam in manu tenens barbarus, atandem», 
inquit, avipera, sibilare desiste.D Ipsius quoque consulis corpus, quod militum pietas humi ab- 
diderat, effossum. Signa et aquilas duas adhuc barbari possident: tertiam signirer prius, quam 
in manus hostium vcniret, evuLsit mersamque intra baltei sui latebras gerens in cruenta palude 
sie latuit Hac clade factum, ut imperium, quod in litore Oceani non steterat, in 
ripa Rheni fluminis staret! Flor. IV., 42. — Ueber die Misshandlung der Leiche des Varus 
vgl. auch Tacit. ann. L, 71, der als Urheber der Frevelthat den Sohn Segimers, des Bruders des 
Segestes, nennt. — Uebrigens waren sämmtliche drei Legionsadler in die Hände der Deutschen 
gefallen und zwar die Beute der Marser (Tacit. ann. II., 25.), der Bructerer (Tacit 1. c. L, 60.) 
und der Chancen (Dio Cass. LX., 8.) geworden. 

Schicksal der Römischen Gefangenen bei den Deutschen. Yariana clade quam multos 
splendidissime natos, senatorium per militiam auspicantes gradum, fortuna dcpressit! alium ex 
illis pastorem, alium custodem casae fecit. Senec. ep. 47. — Quum in captivos saeviretur a 
Germanis, praeclari facinoris auctor fuit Caldus Coelius, vetustate familiae suae dignissimus: qui 
complexus catenarum, quibus vinctus erat, seriem ita illas inlisit capiti suo, ut protinus pariter 
sanguinis cerebrique profluvio exspiraret. Vellei. Paterc. IL, 120. Der Grabstein eines Manius 
Caelius, der bei der Yarianischen Niederlage seui Leben verlor, wurde im Anfange des 16. Jahr- 
hunderts bei Xanten gefunden und steht gegenwärtig im Bonner Museum. Er trägt folgende 
Inschrift: M\ CAEUO T. F. LEM. BON. LEGATO LEG. XfiX. ANN. UU. S. CECIDIT BELLO YA- 
RIANO. OSSA INFERRE UCEBIT. P. CAEUÜS. T. F. LEM. FRATER FEQT. cf. Lorschs Central- 
mus. II. S. I. flg. 

Späterer Besuch des Schlachtfeldes durch die Römer miter Germanicus. (Vgl. unten Nr. 26.) 
Ductum inde agmen ad Ultimos Bructerorum: quantumque Amisiam et Lupiam amnes inter, va- 
statum: haud procul Teutoburgiensi saltu, in quo reliquiae Yari legionumque insepultae diceban- 
tur. Igitur cupido Caesarem invadit solvendi suprema militibus ducique, permoto ad miserab'o- 
nem omni qui aderat exercitu ob propinquos, amicos, denique ob casus bellorum et sortem 
hominum. Praemisso Caecina, ut occulta saltuum scrutaretur pontesque et aggeres humido pa- 
ludum et fallacibus campis imponeret, incedunt moestos locos visuque ac memoria deformes: 
prima Yari castra lato ambitu et dimensis principiis trium legionum manus ostentabant: dcia 
semiruto vallo, humili fossa accisae iam reliquiae consedisse intelligebantur: medio campi alben- 
tia ossa, ut fugerant, ut restiterant, disiecta vel aggerata: adiacebant fragmiua telorum equorum- 
cpie artus: simul truncis arborum anteiixa ora: lucis propinquis barbarae arae, apud quas tribu- 
nos ac primorum ordinum centuriones mactaverant. et cladis eins superstites, pugnam aut vin- 
cula elapsi, referebant: hie cecidisse legatos, illic raptas aquilas: primum ubi vulnus Yaro ada- 
ctum, ubi infelici dextra et suo ictu mortem invencrit: quo tribunali concionatus Arminius, quol 
patibula captivis, quae scrobes, utque signis et aquilis per superbiam inluserit Igitur Romanus 
qui aderat exercitus, sextum post cladis annum, trium legionum ossa, nullo noscente, alienas re- 
liquias an suorum humo tegeret, omnes ut coniunctos, ut consangmneos, aucta in bestem ira, 



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Nach Chr. 9. 45 

moesti simul et infensi condebant Primum exstruendo tumulo cespitem Caesar posoit, gratis- 
simo munere in defunctos, et praesentibus doloris socius. Tactt. ann. I., 60 — 62. 

Wo ist das Varianische Schlachtfeld zu suchen? — Zwar hat kaum eine andere ge- 
schichtliche Frage in älterer, wie in jüngerer Zeit so viele literarische Verhandlungen, als diese, her- 
beigeführt; aber trotz aUer minutiösen Aengstlichkeit, trotz allen Scharfsinnes, den man aufbot, 
ist dennoch der Erfolg ein sehr unergiebiger geblieben. Was sich nach den vorstehenden An- 
gaben des Alterthums mit entschiedener Gewissheit feststellen lässt, beschränkt sich auf die An- 
nahme, dass der dreitägige Kampf innerhalb des Teutoburger Waldgebirges, nicht weit von den 
Ems- und Lippequellen stattfand. «Alles übrige, bemerkt mit vollem Rechte v. Ledebur, was 
man zur Ermittelung der einzelnen Ruhepunkte, Lagerplätze und Kampfscenen hat angeben wol- 
len, kann nur als ein sehr trüglicher Versuch gelten, die für die deutsche Geschichte so 
äusserst wichtige und entscheidende Schlacht in ihren einzelnen Momenten, wie auf einem Si- 
tuationsplane zu verfolgen. » Uebrigens sehe man über die betreffende ältere Literatur Grupen's 
Orig. Germ. Theil i., S. 130. flg.; über die neuere v. Ledebur's L u. V. d. B. S. 196. flg. — 
Günstiger ist das Resultat der Forschui^en über die Zeit der Schlacht; denn dass die drei 
Schlachttage auf den 9., 4 0. u. 4 4. September d. J. 9 fallen, hat Ed. Schmid (Bestinunung 
des Tages der Hermannsschlacht, Jena 4848. und in der Allgem. Encykl. der Wissensch. u. 
Künste, II. Sect. 6. B. S. 224.) möglichst wahrscheinlich gemacht. 
49. Die Römer, die dem Blutbade oder der Gefangenschaft entrannen, flüchteten nach Aliso und ent- 
kamen von dort später glücklich zum Rhein, xccl ta iQV(ucca xavta xatäfxov ol ßagfioQOi StsQ 
{vogr nsQl o iöxohfihft^s ovte xov ^Pfjvov 8iiß^6av ovx ig vriv raXcctüxv si^tißalov. aiX ovif 
ixslvo X€iQco6a6&ai 'qdwi^&riöav^ ind pn^rs xoXiOQitstv tpclctavto xol xol^oxaig oi ^Pwfumi &üx;voi$ 
ijlß&vto. futa dh tovro nvtoiiBvoi (pvXaTcijv tov ^Pqvov taug *PG)(uäovg novijöatfdca ocal rov Tißir 
Qu>v iSvv ßaget xqoösIovvbiv ötgateviiari oi fiev xoXlol inavi&ctiöav tov iqviuxxog* ot ik vicoXbia^ 
9ivTfg cacoörawsg avtovy äöte fii] alq>vvSlaig i7Cs^eXsv6e6i t&v hnog wxxovöd'aiy tag odovg irif* 
(fow, öxavsi 6vtlmv ai(fi]6stv r^hci'Kotsg avtovg. oi if ivtog ovtsg 'Aoftcobt, iag (wv svnoQovv rpo- 
qnigy nuxxa xdqav fysvoVf ß&ij^sutv iCfogÖexofiBvor tog dh ovta tig hcsxovgsi avtovg xal Xijip fhru- 
üjpvtOy i^l&ov, viixva tijQijöavtBg x^tfiigiotr (ijöon; dh ötgaxiätat (»hv oUyoL, Soaloi Öh xoXXol) ouu tb 
fia^ XQckov 9tal ÖevtsQOV q)vXcactiiQiov t&v ßoQßoQmv na^M'ov' XQog dh tä tgltp yevo^isvot itpiagd" 
di^<Scnr Tcal navtBg av oaccSlovto rj xol läkcjöaVy el fii} oi ßägßaqoi xsqI t^v a^ayriv tijg Xslag 
itQcacovtö xal ot öcckxi/yxtai tgoxatov ti üvfißoij^avtsg do^av noQiöxoVy äg ini/xovQla toZg xokuH^ 
xovfiivoig ihjlvd'sv. dta xal mg akrfi&g hcsHov^dTjöav. Zonar. ann. X., 37. (p. 409. ed. Venet.). 
Eine Vergleichung mit Dio Cassius zeigt, dass dieser die letzten Vorgänge irrthümlich der Nie- 
derlage des Varus unmittelbar folgen lässt. — Reliqui ex Variana clade, quum obsiderentur, 
quia defici frumento videbantur, horrea tota nocte circumduxcrunt captivos, deinde praecisis 
manibus dimiserunt, ne spem maturae expugnationis reponerent in fame Romanorum, quibus 
iiigens alimentorum copia superesset. Frontin. strateg. III., 45, 4. — Caelius primipilaris, qui in 
Germania post Varianam cladem obsessis nostris pro duce fiiit, veritus, ne barbari ligna, quae 
congesta erant, vallo admoverent et castra eius incenderent, simulata lignorum inopia, missis 
undique, qui ea fiirarentur, effecit, ut Germani universos truncos araolirentur. Ib. IV., 7, 8. — 
Lucii etiam Caeditii praefecti castrorum eorumque, qui una circumdati Alisone immensis Germa- 
norum copiis obsidebantur, laudanda virtus est: qui omnibus difficultatibus superatis, quas inopia 
rerum intolcrabiles, vis hostium faciebat inexsuperabiles, nee temerario consilio nee segni Pro- 
videntia usi speculatique opportunitatem ferro sibi ad suos peperere reditum. . . . Reddatur 
verum L. Asprenati testimonium, qui legatus sub avunculo suo Varo militans nava virilique opera 
duarum legionum, quibus praeerat, exercitum ioununem tanta calamitate servavit matureque ad 

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\Q ISach Chr. 9--li. 

inferiora hiberna descendendo vacillantes iam eis Rhenam sitarom gentium animos confirmavil 
Sunt tarnen, qui ut vivos ab eo vindicatos ita iugulatorum sub Varo occupata crediderint patri- 
monia hereditatemque excisi exercitus, in quantum voluerit^ ab eo aditam. Vellei. Paterc.II., 120. 
— Nach den Combinationen des Obersüieut. Schmidt muss auch das neuerdings wieder aufge- 
fundene römische Kastell auf dem Annenberge bei Haltern, welches eine befestigte Etappe auf 
der Heerstrasse zwischen Castra vetera und Aliso bildete, bald nach der Schlacht im Teutobur- 
ger Walde von den Deutschen erstürmt und zerstört worden sein. Ztschr. f. vaterl. Gesch. u. 
A. K. n. S. 334. 
20. Eben so gross, wie der Schrecken Roms und die Verzweiflung des Augustus (Dio Cass. LVI., 23 — ^24. 
Suet. Oct. 23. 49.), war jetzt die Begeisterung der Deutschen. Addiderat Segestes legatis filium 
nomine Segimundum: sed iuvenis conscientia cuuctabatur. quippe anno, quo Germaniae desci- 
vere, sacerdos apud aram Ubiorum creatus ruperat vittas profugus ad rebelles. Tacit. ann. I., 
67. Cf. I., 59. — Sogar die deutsche Leibwache in Rom musste entwaflthet werden. (Dio Cass. 
LVI., 24. Suet. Oct. 49.) — Nur der Amsibarier Boiocalus bildet eine unrühmliche Ausnahme, 
aderatque üs clarus per illas gentes et nobis quoque fidus nomine Boiocalus, vinctum se rebel- 
lione Cherusca iussu Arminii referens, mox Tiberio et Germanico ducibiis stipendia meruisse. 
Tacit. ann. XIII., 55. 

40. 
24. Auf die Nachricht von der Niederlage rafft Augustus in grösster Eile ein neues Heer zusammen 
und sendet hiemit Tiberius nach Deutschland. 6 8b Tißi^uoq diaßtivM vov ^PfivGV ovx Mxqwstfy 
aU! iftQiiu^Bv initriQGiVy fi^ ol ßuQßccQOL tomo xohJücüölv* cAX ovS ixslvoi dtaßiivcci iroAfujtfccv, 
yvovtsg avrov nagovra, Zouar. ann. X., 37. (p. 410.) — Cf. Dio Cass. LVI., 22. Vellei. Paterc. 
n., 420. Suet. Tib. 48— 49. 

44. 

22. Tiberius und Germanicus, der Sohn des Drusus, gehen über den Rhein. (Tiberius) ultra Rhenum 
cum exercitu transgreditur. arma infert ei, quem arcuisse pater et patria contenti erant, pene- 
trat interius, aperit limites, vastat agros, urit domos, fundit obvios maximaque cum gloria inco- 
lumi onmium, quos transduxerat, numero in hiberna revertitur. Vellei. Paterc. Bf., 420. — post 
Gladem sub Varo acceptam eins prosperrimo rei cum eventu eadem excisa Germania. Ibid. 422.— 
MdQTcov de 'AifivUov iura Ucatdlov Tavgov vnateuöawog TißiQU>s (i£v Tud reQ^vvxog &vtlvfcir 
%ov ttQxav h tB TYiv Kektvxrjv iöißaXov xal xatidQoiMv tiva avxrig. m lUvzoi ovts yi^xü ^^^^ ^^^ 
Kifi6av (ig yuQ xeiQag ovdelg avtotg jJbi) ovxb H^og xi vnijyayowo. ÖBÖimsg yicg^ fir/ Tud övinpoQf 
avdig JtBQOtiiSaöiVf ov n&w no^^at xov ^Pr^vov ngoijk&oVf akX avxov nov jx^t xov (istoxwfov 
[ulvavtBg . . • ixav7]k&(>v. Dio Cass. LVI., 25. (p. 674.) — Cf. Zonar. ann. X., 37. — Traieclu- 
rus Rhenum conmieatum onmem ad certam formulam adstrictum non ante transmisit, quam con- 
sistens apud ripam explorasset vehiculorum onera, ne qua deportarentur nisi concessa aut ne- 
oessaria. Trans Rhenum vero eum vitae ordinem tenuit, ut sedens in cespite nudo cibum ca- 
peret, saepe sine tentorio pemoctaret, praecepta sequentis diei omiiia, et si quid subiti muneris 
iniungendum esset, per libellos daret addita monitione, ut, de quo quisque dubitaret, se nee alio 
interprete quacunque vel noctis hora uteretur. || Disciplinam acerrime exegit . . . Proelia, 
cpamvis minimum fortunae casibusque permitteret, aliquante constantius inibat, quoties locu- 
brante se subito ac nullo propellente decideret lumen et extingueretur, confidens, ut aiebat, 
ostento sibi ac maioribus suis in omni ducatu expertissimo. Sed re prospere gesta non multum 
abfuit, quin a Bructero quodam occideretur, cui mter proximos versanti et trepidatione detecto 

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Nach Chr. 12 -* 14. 47 

tonnentis expressa confessio est cogitati facinoris. || A Germania in iHrbem post biennium re- 
gressus triumphum, jquem distulerat, egit Suet. Tib. 48 — 20. — Die mitgetheQteu Angaben 
setzen die Richtigkeit der hier getroffenen chronologischen Anordnung ausser Zweifel Bisher 
sehrieb man den Feldzug des Tü^erius und Germanious fälschlich dem Jahre 40 bei. 

12. u. f. 
23. In den folgenden Jahren dauert der Krieg ohne wesentliche Erfolge oder bemerkenswerthe Unter- 
nehmungen fort, xol lutic tovto (sc. DBQiUKViatov wd KxaUxavog vnax.) 'ffcijcccto (sc. 6 ^y.) . . . 
£3cl t^ xov KsXtixov noXifiOv nQogxiöeiy fnfr« datoi avtov iöTtaiea&ai f«}V dy€cvaxt6iVj st linpchi 
övöövtolij xtX. Dio Gass. LM., 26. (p. 672.) — Bellum ea tempestate nullum nisi adversus Ger- 
manos supererat, abolendae magis infamiae ob amissiun cum Quinctilio Yaro exercitum, quam 
cupidine proferendi imperii aut dignum ob praemium. Tacit ann. I., 3. — Von Kriegsereignis- 
sen geschieht gar keine Meldung; nur wissen wir, dass die Gauchen damals römische Besatzung 
aufnahmen (Tacit. ann. I., 38.) und der Amsibarier Boiocalus gegen sein eigenes Vaterland 
kämpfte (Tacit. ann. XIII.; 55.). 

44. 

2i. Am Oberrhein befehligt (7. SiUus, am Niederrhein A. Caedna, beide unter dem Oberbefehle des 
Germanicus, Der letztere beschwichtigt den wilden Aufruhr der niederrheinischen Legionen 
den die Nachricht vom Tode des Augustus (f 49. Aug.) veranlasst hatte, und führt die Truppen 
zur Sühne zu einem Yerwüstungszuge in das benachbarte Marserland. . . . iunctoque ponte tra- 
mittit duodecim millia e legionibuSi sex et viginti socias cohortes» octo equitum alas, quarum ea 
seditione intemerata modestia fuit. || Laeti neque procul Germani agitabant, dum iustitio ob 
amissum Augustum, post discordiis attinemur. At Romanus agmine propere silvam Caesiam limi- 
temque a Tiberio coeptum scindit. castra in limite locat, frontem ac tergum vallo, latera con- 
caedibus munitus. Inde saltus obscuros permeat consultatque, ex duobus itmeribus breve et 
solitum sequatur an impeditius et intentatum eoque hostibus incautum. Delecta longiore via» 
cetera accelerantur: etenim attulerant exploratores, fcstam eam Germanis noctem ac solennibus 
epulis ludicram. Gaecina cum expeditis cohortibus praeire et obstantia sQvarum amoliri iubetur. 
legiones modico intervallo sequuntur. Juvit nox sideribus inlustris ventumcpie ad vicos Blarso* 
rum et circumdatae stationes stratis etiam tum per cubilia propterque mensas nullo metu, non 
antepositis vigiliis. adeo cuncta incuria disiecta erant. neque belli timor ac ne pax quidem nisi 
languida et soluta inter temulentos. || Gaesar avidas legiones, qualatior populatio foret, quattuor 
in cuneos dispertit. quinquaginta millium spatium ferro flammisque pervastat. non sexus, non 
aetas miserationem attulit profana simul et sacra et celeberrimum illis gentibus templum, quod 
Tanfanae vocabant, solo aequantur. sine vulnere milites, qui semisomnos, inermos aut palantis 
cociderant. Excivit ea caedes Bructeros, Tubantes, Usipetes : saltusque, per quos exercitui regressus, 
insedere. quod gnarum duci: incessitque itineri et proelio. pars equitum et auxiliariae cohortes duce- 
bant; mox prima legio; et mediis impedimentis sinistrum latus unetvicesunanii dextrum quintani clau- 
sere; vicesima legio terga firmavit; post ceteri sociorum. Sedhostes, donec agmen per saltus por- 
rigeretur, immoti. dein latera et frontem modice adsultantes tota vi novissimos incurrere: turba- 
banturque densis Germanorum catervis leves cohortes, quum Caesar advectus ad vicesimanos voce 
magna, hoc illud tempus oblitterandae seditionis» clamitabat: pergerent^ properarent culpam in decus 
vertere. Exarsere animis unoque impetu perruptum hostem redigunt in aperta caeduntque. simul 
primi agminis copiae evasere Silvas castraque conununivere. Quietum inde iter: fidensque recentibus 
ac priorum oblitus miles in hibemis locatur. Tacit ann. 1, 49 — 54 . — Cf. Dio Gass. LVD, 6. (p. 694.) — 

RescfU hUt WettfaL $ 3 

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\j00gle 



IS ]Hacb Chr. 14 -- 15. 

Ueber die Richtung, welche der Zug des Germanicus nahm, wie vher die Lage des Harser- 
Landes bestehen noch immer abweichende Ansichten. S. v. Ledebur L. a V. d. B. S. 444 flg. 
— Dass die Römer bei Castra vetera (Xanten) über den Rhein gingen, ist unzweifelhaft; auch 
lässt das neque procul und die weitere Erzählung des Tacitus, so wie die Jahreszeit (denn frü- 
hestens kann der Zug erst Mitte October stattgefunden haben) eben so sicher auf eine geringe 
Entfeniung der Marser schliessen. üeberdies wissen wir, dass sich die Marser an der Varus- 
schlacht betheiligten, also von dem Schlachtfelde nicht weit entfernt wohnten. Dies alles 
bestimmt uns, ihre Wohnsitze nordwärts von der Lippe anzunehmen. Die Silva Caesia würde 
demnach der Dämmerwald (man hat an Coesfeld gedacht und hier sogar einen Namens-Anklang 
zu finden gemeint) ; der limes a Tiberio coeptus in der Nähe Schermbecks zu suchen sein (über 
die dortigen Landwehren vgl. Fiedlers Geschichten mid Alterthümer des untern Germaniens 
S. 464. flg.); und mit den saltus, wodurch die Römer kamen, wären die Berghöhen nordwärts 
von Haltern gemeint. Statt auf dem gewöhnlichen Wege etwa bei Haltern über die Stever ins 
Marser-Land einzudringen, hätte sich Germanicus mehr nördlich durch die Borken-Berge gewandt 

45. 

25. Die Uneinigkeit zwischen Armimus und Segestes bestimmt Germanicus im Beginne des Frühjahrs zu 
einer Unternehmung gegen die Gatten, während er Caecina nach Westfalen sendet, wo Segestes 
' seine Tochter, des Arminit^ Gattion, den Römern in die Hände liefert. Spes incesserat, dissi- 
dere hostem in Arminium ac Segestem, insignem utrumque perfidia in nos aut fide. Armiuius 
turbator Germaniae; Segestes parari rebellionem saepe alias et supremo convivio, post quod in 
arma itum, aperuit suasitque Varo, ut se et Arminium et ceteros proceres vinciret: nihU auso- 
ram plebem principibus amotis, atque ipsi tempus fore, quo crimina et innoxios discemeret sed 
Varus fato et vi Arminii cecidit. Segestes, quamquam consensu gentis in bellum tractus, discors 
manebat, auctis privatim odiis, quod Armüüus filiam eins alii pactam rapuerat. gener invisus ini- 
mici soceri: quaeque apud concordes vincula caritatis, incitamenta irarum apud infensos erant 
II Igitur Germanicus quatuor legiones, quinque auxiliarium millia et tumuhuarias catervas Ger- 
manorum eis Rhenum colentium Caecinae tradit, totidem legiones, dupliciun sociorum numenim 
ipse ducit. positoque castello super vestigia patemi praesidii in monte Tauno expeditum exer- 
citum in Cattos rapit . . . Fuerat animus Cheruscis iuvare Cattos, sed exterruit Caecina huc 
Uluc ferens arma, et Marsos congredi ausos prospero proelio cohibuit. || Neque multo post 
legati a Segeste venerunt auxilium orantes adversus vim popularium, a quis circumsedebatur, 
validiere aqud eos Arminio, quando bellum suadebat. Nam barbaris, quanto quis audacia prom- 
tus, tanto magis fidus rebusque motis potior habetur. Addiderat Segestes legatis filium . . . (vgl 
oben bei Nr. 20.) Adductus tamen in spem clementiae Romanae pertulit patris mandata benig- 
neque exceptus cum praesidio Gallicam in ripam missus est. Germanico pretium fiiit convertere 
agmen: pugnatumque in obsideutes et ereptus Segestes magna cum propinquorum et clientium 
manu. luerant feminae nobiles, inter quas uxor Arminü eademque filia Segestis, mariti magis 
quam parentis animo, neque victa in lacrimas neque voce supplex compressis intra sinum mani- 
bus gravidum uterum intuens. Ferebantur et spolia Yarianae cladis plerisque eorum, qui tum 
in deditionem veniebant, praedae data. || Simul Segestes ipse, mgens visu et memoria bonae 
societatis impavidus. Yerba eius in hunc modum fuere: Non hie mihi primus erga populum 
romauum fidei et constantiae dies, ex quo a divo Augusto civitate donatus sum, amicos inimi- 
cosque ex vestris utilitatibus delegi, neque odio patriae (qnippe proditores etiam iis, quos ante- 
ponunt, invisi sunt), verum quia Romanis Germanisque idem conducere, et pacem quam bellum 
probabam. ergo raptorem filiae meae, violatorem foederis vestri, Arminium apud Varum, qui tum 

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Nach Gbr. 15. » 49 

exercitui praesidebät» reiim fecL dflatus segnitia docis, quia parum praesidii in legibus erat, ut 
me et Arminium et consdos vinciret, flagitavi. testis illa nox, mihi utinam potius novissimal quae 
secuta sunt» defleri magis, quam defendi possunt ceterum et inieci catenas Arminio et a factione 
eius inieetas perpessus sum. Atque ubi primum tui copia, vetera novis et quieta turbidis ante* 
habeo, neque ob praemium, sed utme perfidia exsolvam: simul genti Germanorum idoneus con- 
ciliator, si poenitentiam quam perniciem maluerit. Pro iuventa et errore filii veniam precor, 
filiam necessitate huc adductam fateor. tuum erit consultare, utrum praevaleat, quod ex Arminio 
coucepit an quod ex me genita est Caesar clementi response liberis propinquisque eius inco- 
lumitatem, ipsi sedem vetere in provincia pollicetur. . . . Arminii uxor virUis sexus stirpem 
edidit. educatus Ravennae puer, quo mox ludibrio conflictatus sit^ in tempore memorabo. Tacit. 
ann. I, 55 — 58. 

26. Die Gefangennehmung semes Weibes entflammt die Rache des Arminius: die Cheruscer und alle 

benachbarte Völker ruft er zu den Waffen auf. Nun dringt Germanicus nach Westfalen vor 
und verwiistet alles Land zwischen Ems und Lippe. Fama dediti benigneque excepti Segestis 
vulgata, ut quibusque bellum invitis aut cupientibus erat, spe vel dolore accipitur. Arminium 
super insitam violentiam rapta uxor, subiectus servilio uxoris Uterus vecordem agebant. vohta- 
batque per Cheruscos, arma in Segesten, arma in Caesarem poscens. neque probris temperabat: 
egregrium patrem! magnum imperatorem! fortem exercitumi quorum tot manus unam mulier- 
culam avexerint. sibi tres legiones, totidem legatos procubuisse: non enim se proditione neque 
adversus feminas gravidas, sed palam adversus armatos bellum tractare. cemi adhuc Germano- 
rum in lucis Signa romana, quae diis patriis suspenderint. coleret Segestes victam ripam, redderet 
filio sacerdotium: hominem Germanos nunquam satis excusaturos, quod inter Albim et Rhenum 
virgas et secures et togam viderint. aliis gentibus ignorantia imperii romani inexperta esse sup- 
pUcia, nescia tributa: quae quando exuerint irritusque discesserit ille inter numina dicatus Au- 
gustus, ille delectus Tiberius, ne imperitum adolescentulum, ne seditiosum exercitum pavescerent 
si patriam, parentes, antiqua mallent, quam dominos et colonias novas, Arminium potius, gloriae 
ac libertatis, quam Segestem, flagitiosae servitutis ducem, sequerentur. || Conciti per haec non 
modo Cherusci sed conterminae gentes tractusque in partis Inguiomerus, Arminii patruus, veteri 
apud Romanos auctoritate. unde maior Caesari metus. et ne bellum mole una ingrueret, Caeci- 
nam cum quadraginta cohortibus romanis distrahendo hosti per Bructeros ad flumen Amisiam 
mittit, equitem Pedo praefectus finibus Frisiorum ducit, ipse impositas navibus quattuor legiones 
per lacus vexit, simulque pedes, eques» classis apud praedictum amnem convenere. Ghauci, 
quum auxilia pollicerentur, in commilitium adsciti sunt. Bructeros sua urentis expedita cum 
manu L. Stertinius missu Germanici fudit interque caedem et praedam reperit undevicesimae 
legionis aquilam cum Yaro amissam. Ductum inde agmen ad Ultimos Bructerorum, quantumque 
Amisiam et Luppiam amnes inter, vastatum, haud procul Teutoburgiensi saltu, in quo reliquiae 
Yari legionumque insepultae dicebantur. || . . . (Ygl. oben bei Nro. 48.) Sed Germanicus ce- 
dentem in avia Arminium secutus, ubi primum copia fuit, evehi equites campumque, quem hostis 
insederat, eripi iubet. Arminius colligi suos et propmquare silvis monitos vertit repente, mox 
Signum prorumpendi dedit iis, quos per saltus occultaverat. Tunc nova acie turbatus eques, 
missaeque subsidiariae cohortes et fugientium agmine impulsae auxerant constemationem, trude- 
banturque in paludem, gnaram vincentibus, iniquam nescüs, ni Caesar productas legiones instru- 
xisset inde hostibus terror, fiducia militi, et manibus aequis abscessum. Tacit. ann. I, 59 — 63. 

27. Als das römische Heer den Rückzug antritt, wird Caecina bei den langen Brücken heftig bedrängt 

Nur mit Mühe erreicht er den Rhein. Mox reducto ad Amisiam exercitu legiones classe» ut 
advenerat, reportat; pars equitum litore Oceani petere Rhenum iussa; Caecina, qui suum militem 

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20 I^Bcb Chr. 15. 

dücebat, monitus, cpianquam notis itineribus regrederetnr, pontes longos qnam matarrime snpe- 
rare. Angustus is trames vastas inter paludes et quondam a L. Domitio aggeratus. cetera limosa, 
tenacia gravi coeno aut rivis incerta erant, circum silvae paolatim adclives. quas tum Arminias 
implevit» compendiis viarum et cito agmine onustum sarcinis armisque militem quum antevenis- 
set. Caecinae dubitanti, quonam modo ruptos vetustate pontes reponeret simulque propulsaret 
hostem, eastrametari in loco placuit, nt opus, et alii proeÜum inciperent. || Barbari, perfringere 
stationes seque inferre munitoribus nisi, lacessunt» circumgrediuntur, occorsant miscetur operan- 
tium bellantiumque clamor. et cuncta pariter Romanis adversa: locus uligine profunda , idem ad 
gradum instabilis, procedentibus lubricus, Corpora gravia loricis. neque librare pila inter imdas 
poterant. contra Cheruscis sueta apud paludes proelia, procera membra, hastae ingentes ad 
vulnera facienda quamvis procul. nox demum inclinantis tum legiones adversae pugnae exemit 
Germani ob prospera indefessi ne tum quidem sumta quiete, quantum aquarum consurgendbus 
iugis oritur, vertere in subiecta: mersaque humo et obruto, quod effectum operis, duplicatus 
militi labor. Quadragesimum id Stipendium Caecina parendi aut imperitandi habebat, secundarum 
.ambiguarumque rerum sciens eoque interritus. Igitur futura volvens non aliud repperit, quam 
ut bestem silvis coerceret, donec saucii quantumque gravioris agminis anteirent. nam medio 
montium et paludum porrigebatur planities, quae tenuem aciem pateretur. Deliguntur legiones: 
quinta dextro lateri, unetvicesima in laevum, primani ducendum ad agmen, vicesimanus adversum 
secuturos. || Nox per diverea inquies, quum barbari festis epulis, laeto cantu aut truci sonore 
subiecta vallium ac resultantis saltus complerent, apud Romanos invalidi ignes, interruptae voces, 
atque ipsi passim adiacerent vallo, oberrarent tentoriis, insomnes magis quam pervigiles. ducem- 
que terruit dira quies: nam Quintilium Varum sanguine oblitnm et paludibus emersum cemere 
etaudire visus est velut vocantem, non tarnen obsecutus et manum intendentis reppulisse.'Coepta 
luce missae in latera legiones metu an contumacia locum deseruere, capto propere campo bu- 
mentia ultra. Neque tamen Arminius, quamquam libero incursu, statim prorupit, sed, ut haesere 
coeno fossisque impedimenta, turbati circum milites, incertus signorum ordo, utque tali in tem- 
pore, sibi quisque properus et lentae adversum imperia aures, irrurapere Germanos iubet, cla- 
mitans: en Varus et eodemque iterum fato vinctae legiones! Simul haec: et cum delectis scindit 
agmen equisque maxime vulnera ingerit. illi sanguine suo et lubrico paludum lapsantes, excussis re- 
ctoribus, disiicere obvios, proterere iacentes. plurimus circa aquilas labor, quae neque adversum 
ferri ingruentia tela neque figi limosa humo poterant. Caecina, dum sustentat aciem, suffosso 
equo delapsus circumveniebatur, ni prima legio sese opposuisset. iuvit hostium aviditas omissa 
caede praedam sectantium, enisaeque legiones vesperascente die in aperta et solida. neque is 
miseriarum finis: struendum vallum, petendus agger, amissa magna ex parte, per quae geritur 
humus aut exciditur cespes, non tentoria manipulis, non fomenta sauciis. infectos coeno taut 
cruore cibos dividentes, funestas tenebras et tot hominum millibus unum iam reliquum diem la- 
mentabantur. || Forte equus abruptis vinculis vagus et clamore territus quosdam occurrentium 
obturbavit. tanta inde constematio inrupisse Germanos credentium, ut cuncti ruerent ad portas, 
quarum decumana maxime petebatur, aversa hosti et fogientibus tutior. Caecina, comperto, 
vanam esse formidinem, quum tamen neque auctoritate neque precibus, ne manu quidem, 
obsistere aut retinere militem quiret, proiectus in limine portae, miseratione demum, quia per 
corpus legati eundem erat, clausit viam. simul tribuni et centurioues falsum pavorem docue- 
runt. II Tunc contractos in principia iussosque, dicta cum silentio accipere, temporis ac ne- 
cecsitatis monet: unam in armis salutem, sed ea consilio temperanda, manendumque intra 
Valium, donec expugnandi bestes spe propius succederent; mox undique erumpendum: illa erap- 
tione ad Rhenum perveniri. quodsi fugerent, pluris Silvas, profundas magis paludes, sae\itiam 



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Nach Chr. 15 — 16. 3f 



^ hostium SQperesse, ac victoribos decns, gloriam. quae domi cara, quae in castris honesta ^ mo- 

^ morat; reticuit de adversis. Equos dehinc, orsus asuis» legatorum tribunorumque nalla ambitione 

^ fortissimo cuique bellatori tradit^ uthi, mox pedes, in hostem invaderent. || Haud minus inquies 

^ Gennanus spe, cupidine et diversis ducum sententiis agebat: Araninio, sinerent egredi egressosque 

I rursum per humida et impedita circomvenirent, suadente; atrociora Inguiomero et laeta barba- 

f ris, ut Valium armis ambirent, promtam expugnationem, plures captivos, incomiptam praedam 

i fore. Igitur orta die proruunt fossas, iniiciunt crates, summa valli prensant, raro super milite 

et quasi ob metom defixo. postquam haesere mnnimentis, datur cohortibus signum cornuaque 

£ ac tubae concinuere. exin clamore et impetu tergis Germanorum circumAinduntur, exprobrantes: 

I non hie Silvas nee paludes sed aequis locis aequos deos. Hosti facile excidium et paucos ac 

i semermos cogitanti sonus tubarum, fulgor armorum, quanto inopina tanto maiora offunduntur, 

G cadebantque ut rebus secundis avidi, ita adversis incauti. Arminius integer, Inguiomerus post 

[ grave vulnus pugnam deseruere: vulgus trucidatum est, donec ira et dies permansit. Noete de- 

r mum reversae legiones, quamvis plus vulnerum, eadem ciborum egestas fatigaret^ vim, sanitatem, 

; copias, cuncta in victoria habuere. || Pervaserat interim circumventi exercitus fama, et infesto 

Germanorum agmine Gallias peti: ac ni Agrippina impositum Rheno pontem solvi prohibuisset, 

erant, qui id flagitium formidine auderent. sed femina ingens animi munia ducis per eos dies 

induit militibusque, ut quis inops aut saucius, vestem et fomenta dilargita est. Tradit C. Plinius, 

Germanicorum bellorum scriptor, stetisse apud priucipium pontis laudes et grates reversis legio- 

nibus habentem. Tacit. ann. L, 63 — 69. — Die pontes longi hat man entweder in südlicher 

Richtung von der Unter- Ems oder westwärts vom Teutoburger- Walde gesucht, je nachdem 

man Caecina in Verbindung mit Gertnanicus zur Unter -Ems zurückmarschiren und dann erst 

zum Rhein ziehen, oder, was doch jedenfalls als das Natürlichere erscheint, ihn schon früher 

vom Hauptkorps sich trennen liess. So findet sie v. Ledebur, der ersten Ansicht folgend, in 

der Nähe Billerbeck's, in den Baumbergen (L u. V. d. B. S. 314 flg.); während sich Grupen 

(Origg. Germ. Th. 1. S. 154 flg.), WilheUn (Genn. u. s. B. S. 303.), Schmidt (Zeitschr. für vaterL 

G. u. A. lY. S. 347.) u. A. für die westliche Richtung und die Umgebungen von Stromberg, 

Ahlen und Beckum entscheiden. Nach der letzteren Ansicht hätten wir in den, im Sommer f835 

im Kirchspiel Beckum entdeckten und untersuchten Gräbern, Denkmaale der Niederlage Caecina's 

anzunehmen. Vom Oberstlieut Schmidt haben vnr weitem Aufschlüssen über diesen Punkt 

entgegenzusehen. 

28. Im Chenisker- Lande überwog jetzt Armins Ansehen: auch Segitner, der Bruder des Segestes, mit 

seinem Sohne, ward jetzt gezwungen, römischen Schutz zu suchen. Jam Stertinius, ad accipien- 
dum in deditionem Segimerum, fratrem Segestis, praemissus, ipsum et filium eins in civitatem Ubi- 
orum perduxerat, data utrique venia: facile Segimero, cunctantius filio, quia Quinctilü Vari cor- 
pus ülusisse dicebatur. Tacit. ann. I., 74. — Cf. Dio Cass. LVII.,18. (p. 703). 

«6. 

29. Während Germanicus den Silius gegen die Gatten entsendet^ bricht er selbst auf die Nachricht von 

der Belagerung AHso's in Westfalen ein. Caesar . . . Silium legatum cum expedita ^manu inrup- 
tionem in Cattos facere iubet: ipse, audito, castellum Luppiae flumini adpositum obsideri, sex 
legiones eo duxit . . . neque Caesari copiam pugnae obsessores fecere, ad famam adventus eins 
dUapsi. tumulum tamen nuper Varianis legionibus structum et veterem aram Druso sitam disie- 
cerant. restituit aram honorique patris princeps ipse cum legionibus decucurrit tumulum iterare 
haud Visum, et cuncta inter castellum Alisonem ac Rhenum novis limitibus aggeribusque per- 
munita. Tacit. ann. U., 7. 

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22 Nach Chr. 16. 

30. Aur einer Flotte von 4000 Schiffen fuhrt er sodann sein gesammtes Heer über die Züyder-See 
zur Ems und von dort zur Weser. Hier greift er zweimal die Deutschen an, aber ohne Ent- 
scheidung. Lacus inde et Oceanum usque ad Amisiam flumen secunda navigatione pervehitur. 
Classis Amisiae relicta laevo amne erratumque in eo, quod non subvexit: transposuit militem 
dexteras in terras iturum. ita pinres dies efficiendis pontibus absumti. Et eques qoidem ac le- 
giones prima aestuaria nondum adcrescente unda intrepidi transiere; postremum auaJIiorum ag- 
men Batavique in parte ea, dum insultant aquis artemque nandi ostentant, turbati et quidam 
hausti sunt. Metanti castra Caesari Angrivariorum defectio a tergo nuntiatur. missus illico Ster- 
tinius cum equite et annatura levi igne et caedibus perfidiam ultus est. || Flumen Yisurgis Ro- 
manos Cheniscosque interfluebat. eins in ripa cum ceteris primoribus Arminius adstitit quaesitoque, 
an Caesar venisset? postqum adesse responsum est, ut liceret cum fratre coUoqui, oravit Erat 
is in exercitu, cognomento Flavius, insignis fide et amisso per vuhius oculo paucis ante annis 
duce Tiberio. tum permissum: progressusque salutatur ab Armiuio, qui amotis stipatoribus, ut 
sagittarii nostra pro ripa dispositi abscedcrent, postulat, et, postquam digressi, unde ea deformitas 
oris? interrogat fratrem. illo locum et proelium referente, quodnam praemium recepisset? ex- 
quirit. Flavius aucta stipendia, torquem et coronam aliaque militaria dona memorat, inridente 
Aiminiovilia servitii pretia. || Exin diversi ordiuntur: hie magnitudinem romanam, opes Caesaris 
et victis graves poenas, in deditionem venienti paratam clementiam, neque coniugem et filium 
eius hostiliter haberi; ille fas patriae, libertatem avitam, penetrales Germaniae deos, matrem 
precum sociam, ne propinquorum et adfinium, denique genüs suae desertor et proditor, quam 
imperator esse mallet. paulatim inde ad iurgia prolapsi, quo minus pugnam consererent, ue 
flumine quidem interiecto cohibebantur, ni Stertinius adcurrens plenum irae armaque et equum 
poscentem Flavium attinuisset. cemebatur contra minitabundus Arminius proeliumque denuntians: 
nam pleraque latino scrmone intcriaciebat, ut qui romanis in castris ductor popularium meruis- 
set. II Postero die Germanorum acies traus Visurgim stetit. Caesar, nisi pontibus praesidüsque 
iinpositis dare in discrimen legiones haud imperatorium ratus, equitcm vado tramittit. praefuere 
Stertinius et e numero primipilarium Aemilius, distantibus locis invecti, ut hostem diducerenL 
qua celerrimus amnis, Cariovalda dux Batavorum erupit. eum Cherusci, fugam simulantes, in 
planitiem saltibus circumiectam traxere, dein coorti et undique effusi trudunt adversos, instant 
cedentibus coUectosque in orbem pars congressi, quidam eminus proturbant. Cariovalda, diu 
sustentata hostium saevitia, hortatus suos, ut ingruentes catervas globo frangerent^ atque ipse in 
dcnsissimos inrumpens, congestis telis et suffosso equo labitur ac multi nobilium circa, ceteros 
vis sua aut equites cum Stertinio Aemilioque subvenientes periculo exemere. || Caesar trans- 
gressus Visurgim indicio perfugae cognoscit delectum ab Arminio locum pugnae: convenisse et 
alias nationes in silvam Herculi sacram, ausurosque noctumam castrorum oppugnationem. habita 
indici fides. et cemebantur ignes suggressique propius speculatores audiri fremitum equorum 
immensique et inconditi agminis murmur attulere. Igitur propinquo summae rei discrimine ex- 
plorandos militum animos ratus, quouam id modo incorruptum foret, secum agitabat: tribunos et 
ccnturiones laela saepius quam comperta nuntiare; libertorum servilia ingenia; amicis inesse 
adulationem; si concio vocetur, illic quoque, quae pauci incipiant, reliquos adstrepere; penitus 
noscendas mentes, quum secreti et incustoditi inter militaris cibos spem aut metum proferrent 
II Noctecoepta egressus augurali, per occulta et vigilibns ignara, comite uno, contectus humeros 
ferina pelle, adit castrorum vias, adsistit tabemaculis firuitorque fama sui, quum hie nobilitatem 
ducis, decorem alius, plurimi patientiam, comitatem, per seria, per iocos eundem animum lau- 
dibus ferrent reddendamque gratiam in acie faterentnr, simul perfidos et ruptores pacis ultioni 
et gloriae mactandos. Inter quae unus hostium, latinae linguae sciens, acto ad vallum equo 



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Nach Chr. 16. 23 

voce magna coniages et agros et stipendii in dies, donec bellaretur, sestertios centenos, si quis 
transfugisset^ Arminii nomine pollicetur. Incendit ea coniumelia legionum iras. veniret dies, da- 
retur pugna: sun^turum militem €rermanorum agros, tracturum coniuges : accipere omen et ma- 
trimonia ac pecunias hostium praedae destinare. Tertia ferme vigilia adsultatum est castris sine 
coniectu teli, postquam crebras pro munimentis cohortes et nihil remissum sensere. || Nox ea* 
dem laetam Germanico quietem tulit viditque se operatum et sanguine sacro respersa praetexta 
pulchriorem aliam manibus aviae Augostae accepisse. Auctus omine addicentibus auspiciis vocat 
concionem et, quae sapientia praevisa aptaque imminenti pugnae, disserit: non campos modo 
militi romano ad proeliiim bonos, sed, si ratio adsit, silvas et saltus. nee enim inmiensa barba- 
rorum scuta, enormis hastas inter truncos arborum et enata humo virgulta perinde haberi quam 
pila et gladios et haerentia corpori tegmina. denserent ictus, ora mucronibus quaererent: non 
loricam germano, non galeam, ne scuta quidem ferro nervo ve firmata, sed viminum textus vel 
tennis, fucatas colore tabulas. primam utcunque aciem hastatam, ceteris praeusta aut brevia 
tela. iam corpus, ut visu torvum et ad brevem impetum validum, sie nuUa vulnerum patientia. 
sine pudere flagitii, sine cura ducum abire, fiigere, pavidos adversis, inter secunda non divini, 
non humani iuris memores. si taedio viarum ac maris finem cupiant, hac acie parari. propiorem 
iam Albim, quam Rhenum. neque bellum ultra, modo se, patris patruique vestigia prementem, 
iisdem in terris victorem sisterent Orationem ducis secutus militum ardor signumque pugnae 
datum. II Nee Arminius aut ceteri Germanicorum proceres omittebant suos quisque testari: hos 
esse Romanos, Yariani exercitus fugacissimos, qui, ne bellum tolerarent, seditionem induerint» 
quorum pars onusta vulneribus tergum, pars fluctibus et procellis fractos artus infensis rursum 
hostibus, adversis diis obiiciant, nulla boni spe: classem quippe et avia Oceani quaesita, ne quis 
venientibus occurreret, ne pulsos premeret, sed ubi miscueriut manus, inane victis ventorum 
remorumve subsidium meminissent modo avaritiae, crudeUtatis, superbiae. aliud sibi reliquum 
quam tenere libertatem aut moriante servitium? || Sic accensos etproelium poscentes in cam- 
pum, cui Idistaviso nomen, deducunt. Is medius inter Visurgim et coUes, ut ripae fluminis cedunt 
aut prominentia montium resistunt, inaequaliter sinuatur. pone tergum insurgebat silva, editis in 
altum ramis et pura humo inter arborum truncos. Campum et prima silvarum barbara acies 
tenuit. soli Cherusci iuga insidere, ut proeliantibus Romanis desuper incurrerent. Noster exer- 
citus sicincessit: auxiliares Galli Germanique in fronte; pöst cpios peditessagittarii; dein quattuor 
legiones et cum duabus praetorüs cohortibus ac delecto eqnite Caesar; exin totidem aliae legio- 
nes et levis armatura cumequite sagittario ceteraeque sociorum cohortes. || Intentus paratusque 
miles, ut ordo agminis in aciem adsisteret. Yisis Cheruscorum catervis, quae per ferociam pro- 
ruperant, validissimos equitum incurrere latus, Stertmium cum ceteris turmis circumgredi tergaque 
invadere iubet, ipse in tempore adfuturus. Interea pulcherrimum augurium octo aquilae petere 
Silvas et intrare visae imperatorem advertere. exclamat: irent, sequerentur romanasaves, propria 
legionum numina. simul pedestris acies infertur et praemissus eques postremos ac latera impulit 
mirumque dictu, duo hostium agmina diversa fuga, qui silvam tenuerant, in aperta, qui campis 
adstiterant, in silvam ruebant medii inter hos Cherusci collibus detrudebantur, inter quos insignis 
Arminius manu, voce, vulnere sustentabat pugnam incubueratque sagittariis, illa rupturus, ni Rae 
torum Yindelicorumque et Gallicae cohortes signa obiectssent nisu tamen corporis et impetu equi 
pervasit, oblitus faciem suo cruore, ne nosceretur. quidam agnitum a Chaucis inter auxilia ro- 
mana agentibus emissumque tradiderunt. Yirtus seu fraus eadem Inguiomero effugium dedit. 
ceteri passim trucidati et plerosque, tranare Yisurgim conantes, iniecta tela aut vis fluminis, 
postrcmo moles ruentium et incidentes ripae operuere. quidam, turpi fuga in summa arborum 
nisi ramisque se occultantes, admotis sagittariis per ludibrium figebantur. alios prorutae arborcs 



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24 ISach Chr. 16. 

fidflixere. || Magna ea victoria neque cnienta nobis fuit Quinta ab hora diei ad noctem cacsi 
hostes decem millia passuum cadaveribus atque armis opplevere, repertis inter spolia eorum 
catenis, quas in Romanos ut non dubio eventu portaverant. Miles in loco proelii Tiberium im- 
peratorem salutavit struxitque aggerem et in modum tropaeorum arma subscriptis victanim 
gentium noifiinibus imposuit. || Haud perinde Germanos vulnera, luctus, excidia, quam ea spe- 
cies dolore et ira adfecit. qui modo abire sedibus, trans Albim coneedere parabant, pugnam 
volunt, arma rapiunt. plebes» primores, iuventus, senes agmen romanum repente incursant, tor- 
bant. postremo deligunt locum flumine et silvis clausum, arta intus planitie et humida. silvas 
quoque profunda palus ambibat, nisi quod latus unum Angrivarii lato aggere extulerant, quo a 
Cheruscis dirimerentur. hie pedes adstitit. equitem propinquis lucis teuere, ut ingressis silvam 
legionibus a tergo foret. || Nihil ex his Caesari incognitum: consilia, locos, promta, occulta 
noverat astusque hostium in perniciem ipsis vertebat Seio Tuberoni legato tradit equitem cam- 
pumque. peditum aciem ita instnixit, ut pars aequo in silvam aditu incederet, pars obiectum 
aggerem eniteretur. quod arduum, sibi, cetera legatis permisit quibus plana evenerant, facile 
inrupere, quis impugnandus agger, ut si murum succederent, gravibus supeme ictibus conflicta- 
bantur. Sensit dux imparem cominus pugnam, remotisque paulum legionibus funditores libra- 
toresque excutere tela et proturbare bestem iubet. missae e tormentis hastae, quantoque eon- 
spicui magis propugnatores, tanto pluribus vulneribus deiectL Primus Caesar cum praetorüs 
cohortibus capto vallo dedit impetum in silvas. coUato illic gradu certatum. bestem a tergo 
palus, Romanos flumen aut montes claudebant. utrisque necessitas in loco, spes in virtute, salus 
ex victoria. || Nee minor Germanis animus, sedgenere pugnae et armorum superabantur, quum 
ingens multitudo artis locis praelongas hastas non protenderet, non colligeret, neque adsulübus 
et velocitate corporum uteretur, coacta stabile ad proeliiun, contra miles, cui scutum pectori 
adpressum et insidens capulo manus, latos barbarorum artus, nuda ora federet viamque strage 
hostium aperiret, impromto iam Aiminio ob continua pericula sive illum recens acceptum vulnus 
tardaverat. quin et Inguiomerum tota volitantem acie fortuna magis quam virtus deserebat et 
Germanicus, (pio magis agnosceretur, detraxerat tegimen capiti orabatque: insisterent caedibus; 
nil opus captivis; solam interuecionem gentis finem belle fore. Jamque sero diei subducit ex 
acie legionem faciendis castris. ceterae ad noctem cruore hostium satiatae sunt, equites ambigue 
certavere. || Laudatis pro concione victoribus Caesar congeriem armorum struxit superbo cum 
titulo: DEBELLATIS INTER RHENÜM ALBIMQÜE NATIONIBUS EXERCITÜM TIBERII CAESARIS 
EA MONIMENTA MARTI ET JOVI ET AUGÜSTO SACRAVISSE. ... Mox bellum in Angrivarios 
Stertinio mandat, ni deditionem properavisscnt. atque Uli supplices nihil abnuendo veniam onuiium 
accepere. Tacit. ann. II., 8 — 22. — lieber diesen Feldzug des Gewianicus und die hier er- 
Avähuten Örtlichkeiten sehe man die schätzbaren Mittheiluugen Schmidt's in der ZeitscL für v. 
G. u. A. IV. S. 346—358. 
31. Kaum zurückgekehrt (die Flotte vrBv durch einen Seesturm an den Küsten der Nordsee zer- 
<>treut und theUweise vernichtet worden), wendet sich Germanicus, während er Silitis mit 33,000 
Mann gegen die Gatten schickt, mit einem noch grössern Heere gegen die Marser. Sed fama 
classis amissae ut Germanos ad spem belli ita Caesarem ad coercendum erexit. C. SUio cum 
tiiginta peditum, tribus equitum millibus ire in Gattes imperat, ipse maioribus copiis Blarsos in- 
rumpit, quorum dux Mallovendus nuper in deditionem acceptus propinquo luco defossam Varia- 
nae legionis aquUam modico praesidio servari indicat. Missa extemplo manus, quae bestem a 
fronte eliceret, alii, qui terga circumgressi recluderent humum: et utrisque adfuit fortuna. eo 
promtior Caesar pergit introrsus, populatur, exscindit non ausum congredi bestem aut, sicubi 
restiterat, statim pulsum nee unquam magis, ut ex captivis cognitum est, paventem. Quippe 



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Nach Chr. 17. 25 

invictos et nuUis cambus superabfles Romanos praedicabant, qui perdila classe, amissis armis, 
post constrata equorum virorumque corporibus litora eadem virtute, pari ferocia et veluti aucti 
numero inrupissent. Reductus inde in hiberna miles. Tacit. ann. II., 25. 

17. 

32. Glänzender Triumphzug des nach Rom heimberufenen Germamcus. C. Caecilio, L. Pomponio coss. 

Germanicus Caesar a. d. VII. Kai. Junias triumphavit de Cheruscis, Cattisque et Angrivariis, quae- 
que aliae nationes usque ad Albim colunt: vecta spolia, captivi, simulacra montium, iluminum, 
proeliorum, bellumque, quia conficere prohibitus erat, pro confecto accipiebatur. Tacit. ann. II., 44. — 
hiöav ds dlxag catavteg xci 7CaQi6%(yv tm vsatsQa rsQfiaviM^ kafmQotatov d-glafißcn;^ iv & i^Qia(ir 
ßev&ri räv inifpavsötatav on/dgäv iScS^iattt Tud yuvaixäv' ££iuyovvz6g ts Seysötov viog^ XqQov6' 
wov ^yffMöv, xai adtkqyii avtovy yvvri S IdQfiBvlov tov dtoAffio^xiftfaifrog iv rotg XfjQOvöxoig iv rg 
XQog OvoQOv Koviwlhov xoQaöXirvSiiöBi xai vvv hi <h>vi%f)vtog tov xoksfiovy ovofuc ®ov&if£XdcCy 
xal vtog tQurrjg Sov^ieXatog' hi da Zeöl&cacog Ziyt^ii^Qov ^ viog rov XrjQovöTiGyv r^yeiiovog xal ij 
ywi} tovrov ^Pa(dg^) Ovocqo(ivqov ^) dvyatijQy rjysitovog X&ttiov^) xcct ^svdoQiiy BaitoQitog^) tov 
Mikovog adslqxw vibg^ Zovyafißqog. I^iörijg^) öi 6 xev&SQog tov '^(uvlov jmxI i^ ^X^g dtdötij 
nQog trjv yvci^iriv avrov xcd laßtov xcuqov ijvtoiioXrjös xtd tp ^giaiißp naqfjy töv fpUtcctanf iv 
zi(i7j dyofisvog' imfixevös de koü jdlßfig'') täv Xavtayv iSQevg tcoi oUm dh öd^uxta iscofisuvdTi ix 
twv 7t£jcoQdrffi&i/cav ^v&v' Ka&vhcav oud jifiifivmv, BgovotzigcoVy OvcbasyVy^) Xtj^oviSxGWj Xat- 
tayi/y XattovoQlcüVy Javdävy^ TovßavtlcDvJ^) Strab. VII.*) (Vgl. oben bei Nro. 6.) 

33. Unterdess beginnen in Deutschland die Cheruscer und ihre Verbündete Krieg gegen die Sueven 

unter Maroboduus. Suevi praetendebantur auxilium adversus Cheruscos orantes. nam discessu 
Romanorum ac vacui extemo metu, gentis adsuetudine et tum aemulaiione gloriae, arma in se 
verterant. vis nationum, virtus ducum in aequo, sed Haroboduum regis nomen invisum apud 
populäres, Arminium pro libertate bellantem favor habebat. || Igitur non modo Cherusci socii- 
que eorum, vetus Arminii miles, sumsere bellum, sed e regno etiam Marobodui Suevae .gentes, 
Semnones ac Langobardi, defecere ad eum. quibus additis praepoUebat, ni Inguiomerus cum 
manu clientium ad Maroboduum perfugisset, non aliam ob causam, quam quia fratris filio iuveni 
patruus senex parere dedignabatur. Diriguntur acies pari utrimque spe nee ut oltm apud Ger- 
manos vagis incursibus aut disiectas per catervas: quippe longa adversum nos milida insueve- 
rant sequi signa, subsidiis firmari, dicta imperatorum accipere. At tunc Arminius equo collustrans 
cuncta, ut quosque advectus erat, reciperatam libertatem, trucidatas legiones, spolia adhuc et 
tela Romanis derepta in manibus multorum ostentabat, contra fugacem Maroboduum appellans, 
proeliorum expertem, Hercyniae latebris defensum ac mox per dona et legationes petivisse foe- 
dus, proditorem patriae, satellitem Caesaris, haud minus infensis animis exturbandum quam Varum 
Quintilium interfecerint. meminissent modo tot proeliorum, quorum eventu et ad postremum 
eiectis Romanis satis probatum, penes utros summa belli fuerit. || Neque Maroboduus iactantia 
sui aut probris in hostem abstinebat, sed Inguiomerum tenens, illo in corpore decus omne Che- 
ruscorum, illius consiliis gesta, quae prospere ceciderint, testabatur: vecordem Arminium et re- 
rum nescium alienam gloriam in se trahere, cpioniam tres vacuas legiones et ducem fraudis 
ignarum perfidia deceperit magna cum clade Germaniae et ignominia sua, quum coniunx, quum 
filius eius servitium adhuc toierent At se duodecim legionibus petitum duce Tiberio illibatam 



♦) Variet. lect. ^) Codd. Alyt^n^gov. ^ Vat. 'Paßiq. *) Mose, et Med. Ovx^ofiigov, ♦) Codd. Bavrwv, Mose. Bvcrrfav. 
Vcnct. BQ€tTvtav, *) Med. Bano^tSo<;, •) Codd. AlyiaTt^q. ') Cas. Alßrjq. ^ Codd. Novaütfav, •) Mugo^v? 
W) Codd. 2!ovßartUa¥. 

Reget. hUt. Westfal. 4 ^igitized by L^OOglC 



26 IHach Chr. It — 19. 

Germanorum gloriam servavisse. mox conditiouibus aequis discessum: neque poenitere, quod 
ipsorum in manu sit» integrum adversum Romanos bellum an pacem incrueutam malint His 
voeibus instinctos exercitus propriae quoque causae stimulabant, cpium a Cheruscis Langobardis- 
que pro antiquo decore aut recenti libertate, et contra augendae dominationi certaretur. Non 
alias maiore mole concursum neque ambiguo magis eventu fusis utrimque dextris cornibus, spe- 
rabaturque rursum pugna, ni Maroboduus castra in colles subduxisset. id Signum perculsi fuit: 
et transfugiis paulatim nudatus in Marcomanos concessit misitque legatos ad Tiberium oraturos 
auxilia. Responsum est, non iure eum adversus Cheruscos arma romana invocare, qui pugnantis 
in eundcm bestem Romanos nulla ope iuvisset. Missus tamen Drusus, ut rettulimus, pacis firma- 
tor. Tacit. ann. IL, 44—46. 

34. Um diese Zeit sind von Strabo die Nachrichten über Deutschland im 7. Buche seiner yBayqatpixa auf- 

gezeichnet worden (VI., 4, 2. VII., 1, 4.). Sie geben zwar über die Länder zwischen Rhein 
und Weser manche schälzenswerthe Notizen; aber die Ausbeute im Ganzen ist dennoch nur 
kärglich; überdies wegen der vielen handschriftlichen Corruptclen, besonders in den Eigennamen, 
die Texteskritik schwierig. — Nachfolgend stellen wir die betreffenden geographischen Angaben 
zusammep. Ev&vs tolwv ta nigav tov ^Pijvov nsza tovg Kßkrovg ngog rijv ea X8xh(ieva Fsq- 
yMVol vinovtaiy lUTiQov i^aXXazrovtEg tov KskuTUW fpvlov xü ts xk60va<S(i& zrjg dyQwrrjrog xol 
t(}v luysd'ovg xal trig ^av&otritog' takXa äa 7taQanXri<su)i xal iiOQfpaig x(d ^^s6i xol ßloig ovtsSi 
otovg sigyJTuxiuv toifg KsXtovg, ^l6 Shuxia (lov doxovüL ^P&iuuot xovzo avzolg tiö&ai tovvoiutj äg 
av yvriöiavg Fakdrag (pgci^eLv ßovkofuvoi' yvijötjOi yd(f oi FeqiuxvoI wxxa tiiv ^PmiMtUav Svocksmov» 
II "£6X1 Sb ta (ihv ngäta iieQri tiqg xcigttg tavtr^g td JtQog tp ^Pijvip (^XQ^ ^'^^ ixßokäv äxo tijg 
TCfiyr^g oQ^anivoig' 6%i^hv da rot xcel rovro iöti xb iöxigiüv t^g xcigag xlatog rj xotafua niacu 
Tavttig 8b td fikt/ slg tr^v KBktiMtjv fisxijyayov 'Pofuxtbt. . . . Metd 6b tovg X(x(fcacovap,t(ws 
X Slüjül i<sxiv B&vri xd (uxcc^ xov 'Pifi/ov x(d xov "Akßuog xoxaiuWj og xagdklrilog nag ixBiva gd 
n(f6g xov ilTtaavbvj ovx ikdtxa %aipai/ öu^imvy rinBQ ixsivog. EUl da iisxato oud akkoi notapd 
nkatoly av iv tp l^naöla ^govöog BgovTczBQOvg wxxBvavfxuxqOBy ^hvtag i&öavtag dsco votov ngbg 
ßo^gav TCfd tov 'SIkbuvov. 'E^ygxai ydg fj x^Q^ ^Q^S votov. . . . "j^kka d* ivÖBiötagd ictiv 
l^vT] rBQfMviocdy Xrigovöitol xb Tcal Xdxxoi xal Fafiaßgiovvoi xal Xattovdguyt' ngog Öh tp 'SItuopo 
2j(niyaiLßgol ta md Xavßoi (lege Xdnaßoi) xal Bgovxxagoi xal Klfißgoiy Kavxot xa xal Kaovkxoi xtd 
Kccilifiavol xal akkov nkaCovg. 'Eni xavxd da x& 'jifut^ia q>agovxat Blöovgytg ta xal Aovxlag nova- 
t'^Sj df^%f»yv ^Ptfvov nagl i^axoölovg ötadüwg, giav duc Bgovxxagmv täv ikatt6v<x>v. || Täv Si 
Fagfiavävy &g ainovy ot nav xgoödgxxioi stag^xov6L tä 'Slxaavä. Fvagliovrai if dno t&v ixßoköv 
tov ^Pi}vov kttßovtag trjv dgxfiv {Uxgi xov "Akßuog. Toiixcav d* alöl yvagiiicixatoi £ovyanßgol xb 
xal Kiiißgoi, Strab. VII., 1, 2 — 3. 2, 4. — xakamaioi Sa Mavdxioi xäv ixßokäv iq>' axdxaga xov 
noxa^uyvy xaxotxovvtag aki] xal 8gv\u)vg ovx v^A^^, dkkd nvxvr^g vkr^g xal dxav&cidovg. Tccctd xov- 
xovg ^ tdgwxai £ovyd\Lßgoi FagiiavoL Ildavig ^ vTcigTCBtvxai xr^g xota(Uag xavxrig ot iMVfißoi 
xgoöayogavofuvoL Fagiiavoly xai ävvdfUL xm jckij^ai iiatpigovxag x&v akkav v(p' mv o£ i^akawo- 
liavoi xatifpevyov alg x'qv ivtbg xov ^Pi^vov wvl' xai dkko^ 8a xatx akkovg xoxovg Swauxavovöi 
xal 8ia8&x^ovxai xd ^mnvga xov nokifuyv, xäv ngoxagov dal xaxakvofUv&v. Strab. IV., 3, 4. 

19. 

35. Der römische Senat weist das Anerbieten eines Häupdinges der Gatten, Arminius zu ermorden, 

zurück. Reperio apud scriptorcs senatoresque eorundem temporum, Adgandestrii principis Cat- 
torum lectas in senatu litteras, quibus mortem Arminii promittcbat, si patrandae ncci venenum 
mitteretur: responsum esse, non fraude neque occultis, sed palam et armatum populum roma- 
num bestes suos ulcisci. Tacit. ann. II., 88. 

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H^ch Chr. 21 — 26. 27 

36. Ai'mifuus wird ermordet. Ceterum Arminias abscedentibus Romanis et pulso Maroboduo regnum 

adfectans libertatem populariura adversam habuit petitusque armis, quum varia fortuna certaret, 
dolo propinquorum cecidit: liberator haud dubio Germaniae et qui noii primordia populi romani 
sicut alii reges ducesque, sed florentissimum imperium lacessierit, proelüs ambiguus, bello non 
victus. Septem et triginta annos vitae, dtiodecim potentiae explevit caniturcpie adhuc barbaras 
apud gentes; Graecorum annalibus ignotus, qui sua tantum mirantur: Romanis haud perinde co- 
lebris, dum vetera extollimus, recentium ineuriosi. Tacit. ann. II., 88. — Tacitus erwähnt zwar 
die Ermordung des Arminius unter den Ereignissen des Jahrs «4 9; aber nur, weil ihm der da- 
mals beabsichtigte Mordanschlag dazu eine passende Gelegenheit bietet, Deim da er dem über- 
wiegenden Einflüsse des Arminius an der bezeichneten Stelle ausdrücklich eine zwölfjährige 
Dauer zuschreibt» dieser Einfluss aber erst von der Varianischen Niederlage an gerechnet wer- 
den kann; so muss der Tod des Arminius in das Jahr 24 gesetzt werden. 

26. 

37. Bei der Bewältigung des thracischen Aufstandes werden die Römer von einer Sigambrischen Gehörte 

unterstützt. li (sc. sagittarii) dum eminus grassabantur, crebra et inulta vulnera fecere: propius 
incedentes eruptione subita turbati sunt receptique subsidio Sugambrae cohortis, quam Romanus 
promptam ad pericula ncc minus cantuum et armorum tumultu trucem haud procul instruxerat. 
Tacit. ann. IV., 47. — Diese Erwähnung der Sigambrer ist die letzte geschichtliche. Denn 
wenn auch* der Name beim Juvenal und Hartial (sat. IV., 447. — de spect. III., 9.) und sogar 
noch bei den Dichtem des 5. und 6. Jahrhunderts, beim Claudian (de bello Get 449; in Eu- 
trop. I., 383; de IV. cons. Honorii 446; epithal. 279; de bello Gild. 373; in I. cons. Stilich. I., 
224; in 11. cons. St. 48.), Sidonius ApoUinaris (ep. 4, 4; paneg. Avit. 42. 444; ep. ad Maj. 34; 
Narb. 246) und Venantius Fortimatus (ad Charib. reg. 6, 4.) zum Vorschein kommt; so darf man 
doch Dichterstellen, zumal diese spätem, in geschichtlicher Beziehung nur mit äusserster Behut- 
samkeit gebrauchen. Im gegenwärtigen Falle hieraus den Fortbestand des Volkes zu folgern, 
wäre nur einer gänzlich unkritischen Auf&ssung möglich. Bis auf den Wortausdruck NachäfTer 
des klassischen Alterthums ringen nämlich die Schriftsteller der spätem Zeit in Allem nach alter- 
thümlichem Klange und Gepränge: Wendungen, Gleichnisse, BQder tragen einen, oft ins Einzelne, 
entlehnten Zuschnitt und zumal in den Namen wird oft bis zum Ekel Antikes und Modernes - 
durch einander gewirrt. Wenn Sidonius ApoUinaris z, B. (ep. 4, 4 — 4.) sagt: 

Tu Tuncmm et Vachalim, Visurgin, Albin 

Francoram et penitissimas paludes 

btrares, venerantibus Sicambris, 

Solis moribus inter arma tutus. 
so hat er augenscheinlich die Horazische Stelle (IV, 44, 54 — 52.) 

Te caede gaudeutes Sygambri 

Compositis venerantur armis. 
vor Augen gehabt. Dennoch hat man kolchen Dichterstellen bisher ein entscheidendes Gewicht, 
beigelegt. Man geht nämlich von der Ansicht aus> der Stamm der Sigambrer sei noch im 
5. Jahrhundert nicht erloschen gewesen; er habe im Gegentheil den Vorrang in der fränkischen 
Völker -Verbindung behauptet und das Königsgeschlecht der Merovinger hervorgebracht Das 
gänzliche Stillschweigen der gleichzeitigen Geschichtschreiber, dass Julian, Ammian, Sulpicius 
Alexander, die notitia »mper«, obwohl diese von den Ampsivariera, Bructerern, Chamavcn, Chat- 
tuariem, Tubanten, Gauchen, Angrivariem und Gatten häufige Meldung thueii» der Sigambrer mit 

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28 Ifacb Chr. 26 — 4i. 

keinfer Silbe erwähnen, dies alles erweckt kein Bedenken, erregt keine Schwierigkeit. Man 
stützt sich vorweg für jene Ansicht auf die genannten Dichter, ohne sogar zu merken, dass die 
Zeugnisse, worauf man sich beruft, nicht einmal, was man will, besagen. Denn hienach bildet 
das Volk der Sigambrer nicht etwa einen Theil des fränkischen, sondern es besteht zwischen 
Franken und Sigambrern völlige Identität, so dass der neue Name der Franken in die Stelle 
des alten sigambrischen getreten ist. Und nicht blos die obigen Dichterstellen dienen hiefür zum 
Beleg, sondern auch alle ältere fränkische Chroniken (vgl. Eccard Gonunent. de reb. Franc. Orient. T. I. 
p. 190. 619. Duchesne script. rer. Franc. T. I. p. 591. — Die alte vita s. Hildulphi nennt z. B. 
die Gegend um Trier Sicambria.); wie denn auch Lydus (de mag. p. 248. ed. Bonn.) ausdrück- 
lich sagt: xal £vya(ißQoig inayqvnvalv i^nslksi. Ogdyyovg avtovg £| f^ysiiovog xalovöiv bei rov 
naqovtog ol neql 'P^rov xal 'Podcn/ov. Wenn daher der Bischof Remgius bei der Taufe an Chlod- 
wig die bekannten Worte richtet: mitis depone colla Sicamber! (Greg. Tur. II., 31.), so will er 
nicht etwa die Sigambrer als einzelnen fränkischen Volksstamm bezeichnen, sondern die Benen- 
nung Sicamber ist ihm völlig gleichbedeutend mit: Francus. Diese Annahme völliger Identität 
war im 5. und 6. Jahrhundert sogar unter den Franken selbst allgemein geworden; während 
dagegen von der vermeintlichen Existenz eines besondem fränkischen Sigambrer -Stanames da- 
mals nicht die mindeste Andeutung vorhanden ist. — Uebrigens war auch dieser Identitäts- 
Glaube nur aus Trugschlüssen hervorgegangen. Die Sigambrer waren es, welche in der altem 
Zeit unter allen deutschen Völkerschaften die römischen Waffen am meisten beschäftigten und 
sich vor allen durch Muth und Tapferkeit hervorthaten. Ihr Name ward dqiher gleich furchtbar, 
wie der cimbrische (Strab. VII., 2, 4.) und in allen römischen Provinzen gehört: daher ein ste- 
hender, willkommener Lieblings -Ausdruck für die klassischen Dichter. Vgl. Ped. Albinov. in 
cons. Liv. 17, 311. Propert. eleg. IV., 6, 77. Ovid. am. I., 14, 49. Grat, cyneg. 202. Horat. IV., 2, 33. 
14, 51. Juven. IV., 147. Mart. de spect. III., 9. Sigambrisch und germanisch wurden von die- 
sen fast synonym gebraucht. So aber mussten die faden Nachäffereien der spätem Dichter, 
woran sich die geographischen Angaben des Strabo und Ptolemäus reihen, welche beide die 
Wohnsitze der Sigambrer in die Nähe der Rhein -Mündung, also in das Kemland der spätem 
Franken legen, eine Annahme veranlassen und befestigen, wodurch bis in die neueste Zeit die 
mannichfaltigsten Irrthümer hervorgerufen wurden. — Gewiss ist das Volk der Sigambrer schon 
sehr früh, vielleicht in dem Bmcterischen, untergegangen. 

41. 

38. Gabirdus und Galba siegen, der erste über die Chancen, der letzte über die Gatten. ixHvoi (sc. 
ol i^sUvd-SQOi) de Tud tag rl(iag avtov (sc. rov Kkavdu)v) tag intvixlovg inl totg iv ty Mavffir 
xavlcf. TtQax&slöL di^aö&cu ^eaiöavy ov% oti ocazo^ioöavtay aiX ovf iv ty d(fxy n& ovtOy orc di£- 
7eoXe(ii]d7j, Tudtoi oud tovtp t^ hu o ta Fdkßag 6 JSovlstbciog Xdtt(wg ixQcctfiaa 9cal Ilovxhos 
raovtviog MavQOvöhvg (lege: Xavocovg) vixijöag ta ts aXXa evdwUiiriöe xal devav ötQatuatmn^, 
og liovog hi na^ avtoZg ix t^g tov Ovoqov 6v^(poQag r^Vy iTtofäöato' fog xai dkrj^hg ovo{ux, avto- 
XQaxoQog ose äiMpotigiov ötpäv tov KXavdiov laßetv. Tä dh i%o^(p o[ avtol av&ig Mttvfoi Tcoh- 
INiöaweg xatBCtQd<piiiSav' 2jovritciviog iiiv yaq IlavXipog xtL Dio Cass. LX., 8 — 9. (p. 770.) — 
Gabinio Secundo, Ghaucis, gente Germanica, superatis, Chaucius coguomen usurpare congessit. 
Suet. Claud. 24.*) 



*) Man hat anbe^eiflicher Weise an der Stelle des Dio Gassias die wanderlichsten Emendationen Tersucht, wahrend 
Suetona Worte aaaaer Zweifel stellen, dasa Kavxovq statt MotvqQvaiovq tu schreiben sei. SöEeland, der sich mit 



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Nach Chr. 47. 29 

47. 
39. Die Cheniscer erhalten Italicus zum König. Eodem anno Cheniscorum gens regem Roma peti- 
vit, amissis per interna bella nobilibus et uno reliquo stirpis regiae, qui apud urbem habebatur, 
nomine Italicus. Patemum huic genus e Flavio fratre Arminii, mater ex Catumero principe 
Cattorum erat: ipse forma decorus et armis equisque in patrium nostrumque morem exercitus. 
Igitur Caesar auctum pecmiia, additis stipatoribus, hortatur, gentile decus magno animo capessere: 
illum primum Romae ortum nee obsidem sed civem ire extemum ad imperium. Ac primo lae- 
tus Germanis adventus, atque eo quod nuUis discordiis imbutus pari in omnes studio ageret, 
celebrari, coli, modo comitatem et temperantiam nulli invisam, saepius vinolentiam ac libidines, 
grata barbaris, usurpans. iamque apud proximos iam longius clarescere, quum potentiam eius 
suspectantes, qui factionibus floruerant, discedunt ad conterminos populos ac testificantur, adimi 
veterem Germaniae libertatem et romanas opes insurgere: adeo neminem üsdem in terris ortum, 
qui principem locum impleat, nisi exploratoris Flavii progenies supra cunctos attoliatur? frustra 
Arminium praescribi, cuius si filius hostili in solo adultus in regnum venisset, posse extimesci in- 
fectum alimonio, servitio, cultu, omnibus extemis. at si patema Italico mens esset, non alium in- 
fensius arma contra patriam ac deos penatis quam parentem eius exercuisse. || His atque tali- 
bus magnas copias coegere. nee pauciores Italicum sequebantur. non enim inrupisse ad invitos, 
sed accitum memorabant. quando nobilitate ceteros anteiret, virtutem experirentur, an dignum 
se patruo Arminio, avo Catumero praeberet. nee patrem rubori, quod fidem adversus Romanos 
volentibus Germanis sumtam nunquam omisisset. falso libertatis vocabulum ostcndi ab üs, qui 
privatim degeneres, in publicum exiUosi, nihil spei nisi per discordias habeant. Adstrepebat 
hinc alacre vulgus, et magno inter barbaros proelio victor rex: dein secunda fortuna ad superbiam 
prolapsus pulsusque ac rursus Langobardorum opibus refectus per laeta, per adversa res Che- 
ruscas adflictabat. Tacit. ann. XI., 16 — 17. 



vollster EnUchiedenheit (üeber die VerbältniMe u. Wohns, d. deaUcb. Volk. S. 51. flg.) der Annahme v. Lede- 
bur's, Mav()ovaiov<: sei aus Mdgaov^ korrumpirl, widersetzt, fällt in einen eben so schlimmen Irrthum, wenn er 
mit Mannen Mavifovq lesen will. Dagegen streitet der ganze Zusammenhang der Stelle. Claudias legte sich auf 
den Rath seiner Freigelassenen gleich im Anfange seiner Regierung wegen der Erfolge in Mauritanien die Ehren 
eines Triumphes zu. Diese Erfolge seien aber, meint Dio Cassius, geschweige denn, dass sie durch die BeibUIfe 
des Claudius zu Stande gekommen wären, sogar noch zu den Lebzeiten des Caligula erfochten worden. Der 
Triumph sei also eine Anmaassung gewesen und er müsse um so sonderbarer erscheinen, da in demselben Jahre, 
als Claudius zur Herrschaft gelangt sei, Galba und Gabinius, der eine über die Catten, der andere über die Cau- 
chen gesiegt hätten, so dass Claudius in Folge dieser Siege mit Recht den Beinamen Imperator angenommen habe. 
Eben jene Mauren, fährt dann Dio Cassius fort, Ton denen eben die Rede gewesen sei, hätten in dem darauf 
folgenden Jahre abermals die Waffen ergriffen u. s. w. Nach dieser Andeutung des wahren Sinnes der Dionischen 
Worte wird es unnöthig sein, die VerbesserungsTcrsuche, die man angestellt hat, noch einer weitern Kritik zu 
unterwerfen. P(ur möge gegen ükert, der sich auch (Alt. Geogr. Bd. 3. S. 58.) für Mugaovq entscheidet, erinnert 
werden, dass die Annahme, die Cauchen hätten keinen Antheil an der Varianischen Niederlage gehabt, alles Be- 
weises entbehrt. Denn daraus, dass sie später gegen Arminius fochten, lässt sich nicht folgern^ dass sie den Römern 
auch zur Zeit der Varus - Schlacht befreundet waren. Von ihrem Tolksthümtich deutschen Sinne gaben sie im 
Gegentheil sogar bei den Feldzügen des Germanicus und in den Reihen der Römer die entschiedensten Beweise. 
Cf. Tacit. ann. II., 17. tJeberdies sind wohl nur die kleinen Cauchen, in deren Gebiet im J. 14. (n. Chr.) ein 
römisches praesidium stand und die Feste Amisia lag, Verbündete des Germanicus gewesen. Cf. Tacit. ann. XI., 18. 
— Die Abschreiber des Dio Cassius scheinen übrigens von den libjschen Völkerschaften bessere Kunde gehabt zu 
haben, als von den germanischen. So findet man LXVll., 4. und LXXl., 20. Naaofiovmv Yerschrieben statt 



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30 Nach Chr. 47 — 59. 

• 

40. Um dieselbe Zeit verwüsten die Cauchen das untere Germanien. Als aber Corbulo in dem eigenen 

Lande sie angreifen will, zieht Claudius alle römische Besatzungen über den Rhein nach Gallien 
zurück. Per idem tempus Chauci nulla dissensione domi et morte Sanquinii alacres, dum Cor- 
bulo adventat, inferiorem Germaniam incursaverc duce Gannasco, qui natione Caninefas, auxilia- 
ris et diu meritus, post transfuga, levibus navigiis praedabundus Gallorum maxime oram vastabat, 
non ignarus, dites et imbelles esse. At Corbulo provinciam ingressus magna cum cura et mox 
gloria, cui principium illa militia fuit, triremes alveo Rheni, ceteras navium ut quaeque habiles 
per aestuaria et fossas adcgit: lintribusque hostium depressis et exturbato Gannasco, ubi prae- 
sentia satis composila sunt, legiones, opeium et laboris ignaras, populationibus laetantes, veterem 
ad morem rcduxit. . . . || Ceterum is terror milite? hostesque in diversum adfecit: nos virtutem 
auximus, barbari ferociam mfregere. Et nalio Frisiorum post rebellionem clade L. Apronü coe- 
ptam infensa aut male fida, datis obsidibus, consedil apud agros a Corbulone descriptos. Idem 
senatum, magistralus, leges imposuit ac ne iussa exuerent, praesidium immunivit, missis qui maio- 
res Chaucos ad dedilionem pellicerent, simul Gannascum dolo adgrederentur nee inritae autde- 
generes insidiae fuere adversus transfugam et violatorem fidei. Sed caede eius motae Chauco- 
rum mentes, et Corbulo semina rebellionis praebebat, ut laeta apud plcrosque, ita apud quosdam 
in suiistra fama. cur hostem concirct? ad versa in rempublicam casura; sin prospere egisset, 
formidolosum paci virum insignem et ignavo principi praegravem. Igitur Claudius adeo novam 
in Germanias vim prohibuit, ut referri praesidia eis Rhenum iuberet. || lam castra in hoslili 
solo molicnti Corbuloni hae litterae redduntur. ille re subita, quanquam multa simul oflFunderentur, 
metus ex imperatore, contemplio ex barbaris, ludibrium apud socios, nihU ahud prolocutus quam: 
beatos quondam duccs romanos! Signum receptui dcdit. Tacit. ann. XI., 18 — 20. — Fvalog 8i 
^oiiltiog KoQßovXcov tv ty KeXux^ ötgatriyciv xa xb öxqox^^uxxa üvvsxQOtriös Tud xäv ßaQßagav 
akhyug xs xai ovg ixakovv Kav%ovg ixdxcDös. xai avzov iv xy sroAsfi/a ovxa 6 KXavdiog dvescakBöe» 
trjv XB yccQ agsf^v avxov wu xr^v aöxriöiv fucd^av ovx ixixQBilfBV avxp hcl tcXbov av^^vai. nv- 
^6(uvog 8b xovxo o KoQßov?.(DV BTtavfjk&By xoöovxov yuovov dvaßoijöas' <d luxxaQioL ot nakta »ori 
öxQovriyiiöavxBg ! Dio Cass. LX., 30. (p. 788.) — 

Et vos, crinigeros bellis arcere Caycos, 

Oppositi, petitis Romam Rhenique feroces 

Deseritis ripas et apertum gentibus orbem. Lucan. Phars. I., 463. sq. 

51. 

41. Feindseligkeiten zwischen den Cheruscem und Gatten. lisdem temporibus in superiore Germania 

trepidatum adventu Cattorum, latrocinia agitantium. ... lUi metu, ne hinc Romanus inde Che- 
rusci, cura quis aeternum discordant, circumgrederentur, legatos in urbem et obsides misere. 
Tacit. ann. XII., 27, 28. — Bei dieser Gelegenheit wurden Gefangene aus der Varus- Schlacht 
befreit. Aucta laetitia, quod quosdam e clade Yariana quadi*agesimum post annum servitio ex- 
emerant. Tacit. 1. c. 

59. 

42. Die Ansibarier erscheinen am Rhein, um sich dort verdrängt von deu Cauchen anzusiedeln; werden 

aber von den Römern zurückgewiesen. Eosdcm agros (sc. quibus Frisii decedere iussi erant) 
Ansibarii occupavere, validior gens non modo sua copia sed adiacentium populorum miseratione, 
quia pulsi a Chaucis et sedis inopes tutum exsilium orabant. aderatque iis clarus per illas gentes 
et nobis quoque fidus nomine Boiocalüs. viuctum se rebellionö Cherusca iussu Anninii referens, 
mox Tiberio et Germanico ducibus stipendia meruisse: et quiuquaginta annorum obsequio id 



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Jfach Chr. 59 — 71. 31 

quoque adiungere, quod gentem snam ditioni nostrae subiiceret quotam partem campi iacere, 
in quam pecora et armenta militum aliquando transraitterentur? servarent sane receptos gregibus 
inter hominum famam, modo ne vastitatem et solitudinem mallent quam amicos populos. Cha- 
mavorum quondam ea arva, mox Tubantum et post Usipiorum fuisse. sicuti coelum deis, ita 
terrtis generi mortalium datas, quaeque vacuae, eas publicas esse. Solem deinde respiciens et 
cetera sidera vocans, quasi coram interrogabat, veUentne contueri inane solum? potius mare 
superfunderent adversus tenrarum ereptores. |I Et commolus bis Avitus: patienda melionim im- 
peria. id düs, quos iraplorarent, placitum, ut arbitrium penes Romanos maneret, quid darent, 
quid adimerent, neque alios iudices quam se ipsos paterentur. Haec in publicum Ansibariis 
respondit; ipsi Boiocalo, ob memoriam amicitiae daturum agros. quod ille ut proditionis pretium 
aspernatus addidit: deesse nobis terra, in qua vivamus: in qua moriamur, non potest. atque ita 
infensis utrimque animis discessum. Illi Bructeros, Tencteros, ulteriores etiam nationes social 
belle vocabant. Avitus scripto ad Curtilium Manciam superioris exercitus legatum, ut Rhenum 
transgressus anna a tergo ostenderet, ipse legiones in agrum Tencterum induxit, excidium miiii- 
tans ni causam suam dissociarent. Igitur absisteniibus bis pari metu exterriti Bructeri, et cete- 
ris quoque aliena pericula deserentibus sola Ansibariorum gens retro ad Usipios et Tubantes 
concessit. quorum terris exacti, quum Cattos, dein Cheruscos petissent, errore longo hospites 
egeni, bestes in alio, quod iuventutis erat, caeduntur, imbeUis aetas in praedam divisa est. Ta- 
cit. ann. XllL, 55 — 56. 

70. 

43. Als Gaudins Civilis die Bataver zum Aufstande verleitet und sich nach den ersten günstigen Erfol- 

gen gegen Castra vetera wendet, betheiligen am Kriege sich auch die überrheinischen Deutschen, 
vor allen die Bructerer und Tenctorer. lunguntur Bructeri Tencterique et excita nunciis Ger- 
mania ad praedam famamque. Tacit. bist. IV., 21. — Der Tapferkeit dieser Deutschen geschieht 
mehrmals vor Castra vetera, wie in den Gefechten gegen Vocula Erwähnung. L. c. 23. sq. — 
Bald tritt ganz (?) Deutschland mit Civilis in Verbindung. Civilem inmiensis auctibus universa 
Germania ex tollebat, socictate nobilissimis obsidum firmata. L. c. 28. — Gatten, Usipier und 
Mattiacer belagern Mainz. L. c. 37. 

74. 

44. Immer bedenklicher wird der Aufstand: ganz Gallien fallt ab, bald auch die Legionen unter Vocula, 

endlich auch Castra vetera. Der Legat Mummius Lupercus, welcher gefangen genommen wurde, 
wird als Geschenk für die Veleda bestimmt. Mummius Lupercus legatus legionis inter dona 
missus Vcledae. Ea \nrgo nationis Bructerae late imperitabat vetere apud Germanos more, quo 
pleras(jue feminarum fatidicas et augescente sjperstitione arbitrantur deas. Tuncque Veledae 
auctoritas adolevit. nam prosperas Germanis res et excidium legionum praedixerat. Sed Luper- 
cus in itinere interfectus. Tacit. bist. IV., 64. 

45. Gegen die colonia Agrippinensis, die stets mit den Römern befreundet gewesen war, richtet sich 

der Hass der Deutschen. Die gegenüberwohnenden Tencterer wollen ihr harte Bedingungen 
auflegen, sie appellirt aber an Veleda und Civilis. «Arbitrum habebimus Civilem et Veledara 
apud quos pacta sancientur.» Sic lenitis Tencteris legati ad Civilem et Veledam missi cum do- 
nis cuncta ex voluntate Agrippinensium perpetravere. Sed coram adire adloquique Veledam 
negatum. Arcebantur adspectu, quo venerationis plus inesset. Ipsa edita in turre, delectus e 
propin({uis consulta responsaque ut internuncius uuminis portabat. Tacit bist. IV., 65. 

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32 Nach Cbp. 71 -< TT. 

46. Als Petilius Cerealis den Oberbefehl übernimmt, kehrt das Glück auf die Seite der Römer zurück. 

Im Trierschen wird das Heer des Civilis, in welchem sich auch die Bructerer und Tencterer 
befanden (sinistro comu Bructeii Tencterique, Tacit. bist. IV., 77.) aufs Haupt geschlagen uud 
bis nach Castra vetera zurückgeworfen. Alsbald fallen die Agrippinenser ab und ermorden zu 
Tolbiacum eine Cohorte, die aus Friesen und Chaucen zusanmiengesetzt war. Civilis . . . non 
invalidus, flagrantissima cohortium suarum iutegra, (juae e Chaucis Frisiisque composita, Tolbiaci 
in finibus Agrippinensium agebat. Sed tristis nuncius avertit, deletam cohortem dolo Agrippi- 
nensium, qui largis epulis vinoque sopitos Germanos, clausis foribus, igne iniecto cremavere. 
Tacit. bist IV., 79. 

47. An dem darauf erfolgenden unglücklichen Kampfe bei Castra vetera nehmen auch die Bructerer 

lebhaften Antheil (Bructerorum cuneus tranatavit, Tacit bist. V., 48.); sie werden indess ungeach- 
tet der Hülfe der Chaucen (Civili Chaucorum auxilia venere, L. c. 49.) mit den Batavern ge- 
zwungen, über den Rhein zu weichen. L. c. sq. 

48. Das Admiralschiff des Cerealis, das bei einem Ueberfall erbeutet worden war, schicken die Deut- 

schen der Veleda, Multa luce revocti bestes captivis navibus praetoriam triremem flumine Lup- 
pia donum Yeledae traxere. Tacit. bist. V., 22. — Darauf knüpft Cerealis mit der Veleda Unter- 
handlungen an. Cerealis, per occultos nuncios Batavis pacem, Civili veniam ostentans, Veledam 
propinquosque monebat, fortunam belli tot cladibus adversam opportune erga populum romanum 
merito mutare. Caesos Treveros, receptos Ubios, ereptam Batavis patriam: neque aliud Civilis 
amicitia paratum quam vulnera, fugas, luctus. exulem eum et extorrem recipientibus oneri: et 
satis peccavisse, quod totiens Rhenum transcenderint. si quid ultra moliantur, inde iniuriam et 
cuipam hinc ultionem et deos fore. || Miscebantur miuis promissa. Et concussa transrhenanorum 
fide, inter Batavos quoque sermones orti, non prorogandam ultra ruinam etc. Tacit. bist. Y., 24 — 33. 

72. u. f. 

49. Noch unter Vespasian rächten sich die Römer an den Bructerem. Mindestens wissen wir, dass die 

Vekda in römische Gefangenschaft gerieth. vidimus sub divo Yespasiano Veledam diu apud 
plerosque numinis loco habitam. Tacit. Germ. 8. — 

captivaeque preces Yeledae — Stat. Papin. silv. 1., 4, 94. 

Ueber die Veleda vgl. auch Suid. s. v. dctagovtfa* ij fura rijg Bskrjöag iv ty KeXtut^. 

77. 

50. C. Knius Secundus widmete Titus, als dieser zum 6ten Male Consul war, die historia naturalis, 

welche mithin in dem vorstehenden Jahre beendet wurde. Eine reiche Fundgrube nicht bloss 
naturhistorischer, sondern auch geschichtlicher, geographischer und artistischer Notizen, ist das 
Werk auch für die Kenntniss des alten Germaniens nicht ohne Wichtigkeit. Ausser den allge- 
meinen geographischen Angaben nimmt es auf Westfalen insbesondere durch die Schilderung 
der Chaucen und ihres Landes Bezug. Germanorum genera quinque. . . . Alterum genus Ingae- 
vones, quorum pars Cimbri, Teutoni ac Chaucorum gentes. Proximi autem Rheno Istaevones, 
quorum pars Cimbri (lege: Sicambri). Mediterranei Hermiones, quorum Suevi, Hermunduri, 
Chatti, Cherusci. . . . Amnes clari in Oceanum defluunt . . . Albis, Yisurgis, Amisius, Rhenus, 
Mosa. Introrsus vero, nullo inferius nobilitate, Hercynium iugum praetenditur. Plin. bist. nat. lY., 28. — 
Sunt vero in* septentrione visae nobis Chaucorum (sc. gentes), qui maiores minoresque appellan- 
tur. Yasto ibi meatu bis dierum noctiumque singularum iritervallis effusus in immensum agitur 
Oceanus, aetemam operiens rerum naturae controversiam: dubiumque terrae sit an parte in 
maris. Qlic misera gens tumulos obtinet altos aut tribmialia structa manibus ad experimenta 



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Nach Chr. 7 7 — 84. 33 

altissimi aestus, casis ita impositis» navigantibus similes, quum integant aquae circumdata, nau- 
fragis vero, quum recesserint, fugientesque cum man pisces circa tuguria venantur. Non pecu- 
dem his habere, non lacte all, ut finitimis, ne cum feris quidem dimicare contigit, omni procul 
abacto frutice. Ulva et palustri iunco funes nectunt ad praetexenda piscibus retia, captumque 
manibus lutum ventis magis, quam sole siccantes terra cibos et rigentia septentrione viscera sua 
urunt. Pütus nonnisi ex imbre servato scrobibus in vestibulo domus. Et hae gentes, si vincan- 
tur hodie a populo romano, servire se dicunt. Ita est profecto : multis fortuna parcit in poenam. 
II Aliud e silvis miraculum: totam reliquam,Germaniam replent adduntque frigori umbras. altis- 
simae tarnen haud procul supra dictis Ghaucis circa duos praecipue lacus. . . . bi cadem scp- 
tentrionaU plaga Hercyniae silvae robonim vastitas intacta aevis et congenita mundo prope im- 
mortali sorte miracula excedit Ut alia omittantur fide caritura, constat attoUi coUes occursantium 
inter se radicum repercussu, aut ubi secuta tellus non sit, arcus ad ramos usque et ipsos inter 
se rixantes curvari portarum patentium modo, ut turmas equitum transmittant. glandiferi maxime 
generis omnes, quibus bonos apud Romanos perpetuus. Id. XVI., i — 2. 

Das wichtigste Werk des Plimus (ur die deutsche Geschichte, die Erzählung der römischen 
Feldzüge in Deutschland, ist leider, bis auf eine dürftige Notiz beim Tacitus (S. oben Nr. 27.) 
ganz verloren gegangen. Bellorum Germaniae (libri) viginti, quibus onmia, quae cum Germanis 
gessimus bella, coUegit. Inchoavit, quum in Germania militaret, somnio monitus. Adstitit enim 
quiescenti Drusi Neronis ef&gies, qui Germaniae latissime victor ibi periit: commendabat memo- 
riam sui orabatque, ut se ab iniuria oblivionis assereret PUn. iun. Ep. III., 5. — Schon zur Zeit 
des Symmachus war die Schrift nur noch dem Namen nach bekannt Enitar, si fors votum 
iuvet, etiam Plinii Secundi Germanica bella conquirere. Synunach. Ep. IV., 18. 

84. 

51. Als Doniitian Krieg gegen die Gatten führt, scheinen auch Bewegungen am Niederrhein stattgefun* 

den zu haben, indem der Kaiser im Lande der Ubier Festen errichtete. Imperator Caesar Au- 
gustus Germanicus eo hello, quo victis hostibus cognomen Gcrmanici meruit, quum in finibus 
Ubiorum castella poneret, pro fructibus locorum, quae vaUo comprehendebat, pretium solvi iussit: 
atque ea iustitiae fama omnium fidem adstrinxit. Frontin. Strat. II, 11, 7. 

52. Gleichzeitig ereignet sich die kühne, aber unglückUche Unternehmung einer Usipier- Gehörte in Bri- 

tannien. Eadem aestate cohors Usipiorum, per Germanias conscripta et in Britanniam transmissa, 
magnum ac memorabile facinus ausa est: Occiso centurione ac militibus, qui ad tradendam 
disciplinam inmixti manipulis exemplum et rectores habebantur, tres liburnicas adactis per vim 
gubernatoribus adscendere et uno remigante, suspectis duobus eoque interfectis, nondum vulgato 
rumore ut miraculum praevehebantur. mox hac atque illa rapti et cum plerisque Britannorum 
sua defensantium proelio congressi, ac saepe victores, aliquando pulsi, eo ad extremum inopiae 
venere, ut infirmissimos suonim, mox sorte ductos vescerentur. atque ita circumvecti Britanniam, 
amissis per inscitiam regendi navibus, pro praedonibus habiti, primum a Suevis, mox a Frisiis 
intercepti sunt, ac fuere, quos per conunercia vcnumdatos et in nostram usque ripam mutatione 
ementium adductos indicium tanti casus inlusti^avit. Tacit. Jul. Agric. vit. 28. — övQocrcärai yoQ 
xivBs (ftaöiaöceirtsg %ai ixaxovtag%iyvg xiXloQxov xs q)0VBv6avt€g ig nhna ncctiapvy^yv' wd i^ava%- 
^ivTBg xsQiisci^vöav ta XQog iöTi^iQav avrijgf mg nov to ve ocviux Tcal datSQo, nQog %a 6t(f(xt6xaäa 
ta tiXVTij ovza nQogöx&utBg. Dio Gass. LXVL, 20.*) 



*} Tillemont setzt den Feldzag gegeo die Gatten in das Torhergehende Jahr, den Beweis auf eine MünEe stützend, 
welche imp. V. mit trib. pot. II. verbindet. Diese ist aber entweder unächt, oder es hat eine Verwechselang in 
Eege.U hUt. WertW. 5 ^.^^.^^^ ^^ (^OOglC 



34 r<ach Chr. 85 u. f. -- 99. 

85. U. f. 

53. ' In diesem Jahre oder doch bald darauf beginnt ein langwieriger Krieg der Gatten gegen die Chc> 
ruscer. Xoqijoiiijqos dhy 6 t&v Xaqov^xcov ßaöiXevSy v^^ Xavtav ix xrjg i^iig Suc v^v n(f6g ^PEh 
(lalovg q>üuav iiocsöiav, to piv atgätov italqovg tivag noQsXaße xal TtQeittav iv tfi xa&odm iyivsto' 
isteita iyxataXsupd'elg vit avt&Vy ixstdri 6(ii]Q0vg toig ^P&naloLg fjcsfiifSf tov jdoyLvtuxvov tadzsvüh' 
xal öv^i^xlccg {uv ovx fev%f, xffVfiaza ös ikaßn. Dio Cass. LXVII., 5. (ed. Reim. p. 1104.) — Die 
Folge dieses Krieges war der Sturz der cheruscischen Macht. In latere Chaucorum Cattorum- 
que Cherusci nimiam ac marcentem diu pacem inlacessiti nutrierunt. idque iucundius quam tutius 
fuit, quia inter inpotentes et validos falso quiescas, ubi manu agitur, modestia ac probitas no- 
mina superioris sunt, ita, qui olim boni aequique Cherusci, nunc inertes ac stulti vocantur. Gattis 
victoribus fortuna in sapientiam cessit Tracti ruina Gheruscorum et Fosi, contermina gens, ad- 
versarum rerum ex aequo socii, quum in secundis minores fuissent. Tacit. Germ. 36. 

98. 

54. Die Bructerer werden von den Ghamavern und Angrivariem befehdet. Juxta Tencteros Bructcri 

olim occurrebant, nunc Ghamavos et Angrivarios immigrasse narratur pulsis Bructeris ac penitus 
excisis vicinarum consensu nationum scu superbiae odio, seu praedae dulcedine, seu favore 
quodam erga nos deorum. nam ne spectaculo quidem proelii invidere. super LX milia non ar- 
mis telisque romanis, sed, quod magnificcntius est, oblectationi oculisque ceciderunt. Maneat 
quaeso duretque gentibus, si non amor nostri, at certe odium sui: quando urgentibus imperii 
faüs nihil iam praestare fortuna malus potest, quam hostium discordiam. Tacit Germ. 33. 

99. 

55. Siegreicher Feldzug des Vestricius Spurinna gegen die Bructerer. Heri a senatu Vestricio Spurin- 

nae, principe auctore, triumphalis statua decreta est, non ita, ut multis, qui nunquam in acie 
steterunt, nunquam castra viderunt, nunquam denique tubarumsonum nisiin spectaculis audienint, 
verum ut Ulis, qui decus istud sudore et sanguine et factis assequebantur. Nam Spuriuna Bruc- 
terum regem vi et armis induxit in regnum ostentatoque boUo ferocissimam gentem, quod est 
pulcherrimum victoriae genus, terrore perdomuit. G. Plinii epist. II, 7. — Da Tacitits und Plinius 
unerwähnt lassen, wann die beiden Unglücksfalle, welche ihrer Erzählung zufolge die Bructerer 
trafen, sich ereigneten; so kann zwar jode Zeitbestimmung immer nur als muthmaassliche gelten: 
indess glauben wir doch die hier getroffene chronologische Anordnung gegen jede andere bisher 
angenommene genügend rechtfertigen zu können. Was das zuletzt erwähnte Ereigniss anbelangt, 
so gibt nämlich die Briefsammlung des jungem Plinius gerade in dieser Hinsicht nicht unwich- 
tige Andeutungen. Diese Sammlung fällt zwischen die Jahre 96 — 410 (n. Ghr.), da unter allen 
Briefen, welche ein verlässiges geschichtliches Merkzeichen an sich tragen, und deren ist eine 
sehr grosse Anzahl vorhanden, keiner vor 96 und keiner nach 110 geschrieben wurde. Da wir 
nun aus einem Briefe erfahren, dass sich Vestjicius Spurinna bei einem Besuche des flimus 
im 77. Lebensjahre befand (ep. III, 1.); so muss uns ein so hohes Alter berechtigen, den Feld- 
zug des Spurinna so weit, als möglich, nach dem Anfange des vorbezeichneten Zeitraums zu 



den Zahlen sUtrgefunden und ist IV statt U za lesen. Denn die Münsen Domitians seigen erst seit dem Jahre 
84 den Beinamen Germanicus, den sich bekanntlich dieser Kaiser wegen des caltischen Feldzuges beigelegt hat. —• 
Auch die Feldzüge des Agricola in Britannien müssen hiernach um ein Jahr weiter hinausgeschoben werden, da 
sich aus Tacilus folgern lässt, dass die Unternehmung der Usipier und der Krieg gegen die Gatten einem ood 
demselben Jahre angeliöreo* Gf. Tac Agrio. vit. 33. u. 89. 



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rfach Chr. 99. 35 

verlegen. Am Rhein befehligte aber während Nervas Regierung der spätere Kaiser Traian und 
blieb dort bis 99; überdies wissen wir, dass sich Spurinna zu Anfang der Regierung des Nerva 
zu Rom befand (ep. I. 5). Folglich hat der Feldzug des Spurinna frühestens im J. 99 statthaben 
können: denn ihn unter Traians Oberbefehlen jene Unternehmung ausführen zu lassen, dagegen 
streitet einmal die ganze Fassung jenes Schreibens» und dann das hohe Ansehen, dessen sich 
Spurinna schon unter Domitian und früher erfreuete. Der einzige Einwand, den man gegen 
diese Annahme allenfalls erheben könnte, und der auch wirklich benutzt worden ist, um Spu- 
rinna s Feldzug früher, als die Niederlage der Bructerer durch die Chamaver zu setzen, würde 
eben die Angabe des Tacitus sein, dass das Volk der Bructerer fast gänzlich aufgerieben worden 
sei, während doch Plinius dasselbe hello ferocissimam gentem nennt. Indess schon die Weise, 
wie Tacitus sich ausdrückt, der Gebrauch der Worte « narratur » und « nunc » zeigt, dass hier von 
einer Begebenheit die Rede sei , welche so eben erst sich ereignet hatte, so dass nur* das erste 
vage Gerücht davon in Umlauf gekommen war. Tacitus selbst misst diesem Gerede, wie der 
Beisatz « narratur » beweist, keinen sonderlichen Glauben bei, und dass es in der That ein unbe- 
gründetes war, ergibt sich am sichersten gerade aus der Folgezeit, da wir das Volk der Bruc- 
terer noch Jahrhunderte hindurch, und zwar mächtiger als je zuvor, auf dem Schauplatze der 
Geschichte erblicken. Da Tacitus nach seiner ausdrücklichen Angabe die Germania während 
Traians zweiten Consulats, also im Jahre 98 (Germ. 37.) schrieb, so wird denmach auch die 
Nachricht, die er gibt, demselben Jahre angehören. 
56. Die Geimania des Tacitus ist unter allen Schriften, welche uns das klassische Alterthum erhalten 
hat, für die Kenntniss des alten Germaniens die wichtigste. Geschrieben kurz nach dem Re- 
gierungsantritte Traians wurde sie später, als die vita Julü Agricolae, welche dem J. 97 ange- 
hört, und früher, als die historiae und die annales verfasst, und so bildet sie folglich auch 
zeitlich den Kern und Mittelpunkt einer schriftstellerischen Wirksamkeit, welche für die Geschichte 
Deutschlands, insbesondere aber des Rhein- und Weserlandes die schätzbarste Ausbeute gewährt. 
So wie nämlich die deutschen Kriege, wovon Tacitus erzählt, grösstentheils auf wcsträlischem 
Boden und gegen die hier heimischen Völker geführt wurden, so hat auch die Germania vor- 
zugsweise Westfalen vor Augen. Dies beweist vor Allem die grosse Ähnlichkeit, die in hiesiger 
Verfassung, in hiesiger Sitte und Lebensweise noch zur Zeit der Karolinger mit der Beschreibung 
des Tacitus bestand, so wie viele Grundzüge dieser SchUderung noch viele Jahrhunderte später, 
manche bis m die neuesten Zeiten ihre Geltung bewahren. — Das wichtigste der Tadteischen Be- 
schreibung lassen wir nachstehend folgen. 

Die alten Deutschen wohnten in zerstreut hegenden Einzelhöfen, wie der westfälische Bauer 
noch gegenwärtig: Städte kannte man nicht. NuUas Germanorum populis urbes habitari satis 
notum est: ne pati quidem inter se iunctas sedes Colunt discreti ac diversi, ut fons, ut 
campus, ut nemus placuit. Vicos locant non in nostrum morem connexis et cohaerentibus aedi- 
ficiis: suam quisque domum spatio circumdat, sive adversus casus- ignis remedium sive inscitia 
aedificandi. ne caementorum quidem apud illos aut tegularum usus: materia ad omnia utuntur 
informi et citra speciem aut delectationem. quaedam loca dUigentius inlinunt terra ita pura ac 
splendente, ut picturam ac lineamenta colorum imitetur. Solent et subterraneos specus aperire 
eosque multo insuper fimo onerant, suiSugium hiemi et receptaculum frugibus, quia rigorem fri- 
gorum eiusmodi locis molliunt, et si cpando hostis advenit, aperta populatur, abdita autem et 
defossa aut ignorantur aut eo ipso fallunt» quod quaerenda sunt Tacit. Germ. 46. 

Die Hauptbeschäftigung war Ackerbau und Viehzucht; der Boden arm und rauh. Ueblich 
war die Dreifelderwirthschaft. Terra elsi aliquanto specie differt, in Universum tarnen agt silvis 
horrida aut paludibus foeda: humidior, qua Gallias . . . adspicit: satis ferax: frugifcrarum 

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36 IHacb Chr. 99. 

arborum impatiens: pecorum foecunda» sed plenimque improcera. ne armentis quidem saus 
honor aut gloria frontis. numero gaudent. eaeque solae et gratissimae opes sunt. — Agri pro 
numero cultorum ab universis in vices occupantur, quos mox inter se secundum dignationem 
paniuntur. facilitatem partiendi camponim spatia praestant. Arva per annos mutant: et superest 
ager. nee enim cum ubertatc et amplitudine soli labore contendunt^ ut pomaria conserant et 
prata separent et hortos rigent. sola terrae seges imperatur. Ib. 5. 26. 

Die Verfassung hatte eine demokratische Grundlage: sie beruhte auf der Souveränität der 
Volksgemeinde, die im Gauding, dem Mittelpunkte aller öffentlichen Geschäfte, zusammentrat, de 
maioribus (rebus) omncs (Consultant). . . coeunt, nisi quid fortuitum et subitum ihcidit, certis diebos, 
quum aut inchoatur luna aut impletur, nam agendis rebus hoc auspicatissimum initium credunt. 
Ncc dierum numerum, ut nos, sed noctium computant. sie constituunt, sie condicunt. nox ducere 
tiiem videtur. Illud ex libertate Vitium, quod non simul nee ut iussi conveniunt, sed et altor et 
tertius dies cunctatione coeuntium absumitur. Ut turbae placuit, considunt armati. silentium per 
sacerdotes, quibus tum et coercendi ius est, imperatur. mox rex vel princeps, prout aetas cuique, 
prout nobilitas, prout decus bellorum, prout facundia est, audiuntur, auctoritat« suadendi magis, 
quam iubendi potestate. Si displicuit sententia, fremitu aspernantur; sin placuit, frameas concu- 
tiunt. honoratissimum adsensus genus est armis laudare. — Licet apud concilium accusare quoque 
et discrimen capitis intendere. Distinctio poenarum ex delicto. Ib. 41. 12. 

Für den Frieden bestand eine besondere Obrigkeit. Der Graf besass mit Zuziehung eines 
Ausschusses von Freien das Richteramt und die vollziehende Gewalt. Dafür hatte er Antheil an 
den Bussen und wurden ihm Beden dargebracht. Eliguntur in iisdem conciUis et principcs, qiii 
iura per pagos vicosque reddunt. centeni singulis ex plebe comites consilium simul etauetoritas 
adsunt. — Mos et civitatibus nitro ac viritim conferre principibus vel armentorum vel frugum, 
quod pro honore acceptum etiam necessitatibus subvenit. — equorum pecorumque numero con- 
victi multantur. pars multae regi vel civitati, pars ipsi qui vindicatur vel propinquis eins exsol- 
vitur. Ib. 12. 15. 12. 

Es gab edle Geschlechter. An die Abstammung waren Vorzüge geknüpft. Ausser der Fä- 
higkeit zu den öffentlichen Ämtern gehörte dahin die Vorberathung in allen, die Entscheidung in 
den minder wichtigen Angelegenheiten, und das Recht, ein Dienstgefolge zu besitzen. Reges ex 
nobilitate, duces ex virtute sumunt. — De minoribus rebus principes Consultant, de maioribns 
omnes: ita tamen, ut ea quoque, quorum penes plebem arbitrium est, apud principes pertrac- 
tentur. — Insignis nobilitas aut magna patrum merita principis dignationem etiam adolescentulis 
adsignant: ceteris robustioribus ac iam pridem probatis adgregantur. nee ruber inter comites 
aspici. gradus quin etiam et ipse comitatus habet iudicio eins, quem sectantur. magnaque et 
comitum aemulatio, quibus primus apud principem suum locus, et principum, cui plurimi et 
acerrimi comites. Haec dignitas, hae vires: magno sempcr electorum iuvenum globo circumdari, 
in pace decus, in hello praesidium. Ib. 7. 11. 13. 

Durch Dienstgefolge wurden die meisten Kriege geführt. Nee solum in sua gente cuique 
sed apud finitimas quoque civitätes id nomen, ea gloria est, si numero ac virtute comitatus emi- 
neat. expetuntur enim legationibus et muneribus ornantur et ipsa plerumcpe fama bella profligant 
— Quum ventum in aciem, turpe principi, virtute vinci, turpe comitatui, virtutem principis non 
adaequare. Jam vero infame in omnem vitam ac probrosum, superstitem principi suo ex aeie 
recessisse. — Si civitas, in qua orti sunt, longa pace et otio torpeat, plerique nobilium adoles 
centium petunt nitro eas nationes, quae tum bellum aliquod gerunt, quia et ingrata genti quies 
et facilius inter ancipitia clarescant. magnumque comitatum nonnisi vi belloque tueare. exigunt 
enim principis sui liberalitate illum bellatorem equum, illam cruentam victricemque frameam. Nam 

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Wach Chr. 99. 37 

epnlae et^ quanquam incompti, lai^ tarnen apparatas pro stipendk) cedont materia munificentiae 
per bella et raptus. Ib. 13. 44. 

Nur Genossenschaft an der Yolksgemeinde machte frei und rechtsfähify. Neben den Freien 
war nämlich ein zahlreicher Stand von Unfreien vorhanden, der aber in verschiedene Abstufun- 
gen zerfiel. Aleam (quod mirere) sobrii inter seria exercent tanta lucrandi perdendive temeritate, 
ut, quum omnia defecerunt, extreme ac novissimo iactu de übertäte ac de corpore contendant. 
victus voluntariam servitutem adit. quamvis iuvenior, quamvis robustior adligari se ac venire 
patitur. ea est in re prava pe^vicacia: ipsi fidem vocant. ser\^os conditionis huius per commercia 
tradunt, ut se quoque pudore victoriae exsolvant. || Ceteris servis non in nostrum morem.de- 
scriptis per familiam ministeriis utuntur. Suam quisque sedem, suos penates regit, frumenti 
modum dominus aut pecoris aut vestis, ut colono, iniungit: et servus hactenus paret. cetera 
domus officia uxor ac liberi exsequuntur. Verberare servum ac vinculis et opere coercere rarum. 
occidere solent non disciplina et severitate, sed impetu et ira ut inimicum, nisi quod impune. 
Liberti non multum supra servos sunt, raro aliquod momentum in domo, nunquam in civitate, 
exceptis dumtaxat iis gentibus, quae regnantur. ibi enim et super ingenuos et super nobiles as- 
cendunt, apud ceteros impares libertini libertatis argumentum sunt. — Dominum ac servum 
nullis educationis deUciis dignoscas: inter eadem pecora, in eadem humo degunt, donec aetas 
separet ingenuos, virtus agnoscat. Ib. 24. 25. 20. 

Die Gemeinde -Verbindung beruhte auf Gesammtbürgschaft Obwohl Blutrache gebräuchlich 
war, konnte doch auch der Mord durch eine Vermögensbusse gesühnt werden. Suscipere tam 
inimicitias seu patris seu propinqui, quam amicitias necesse est, nee implacabiles durant. luitur 
enim etiam homicidium certo armentorum ac pecorum numero recipitque satisfactionem universa 
domus, utiliter in publicum, quia periculosiores sunt inimiciliae iuxta libertatem. — pars multae 
regi vel civitati, pars ipsi qui vindicatur vel propinquis eins exsolvitur. Ib. 21. 12. 

Mit der Schutzpflicht der Verwandten stand das Erbrecht in Verbindung. Allgemeines Princip 
desselben war die Consanguinität. Testamentarische Verfügungen waren unbekannt. Sororum 
filiis idem apud avunculum, qui apud patrem honor. Quidam sanctiorem arctioremque hunc 
nexum sanguinis arbitrantur. . . . Heredes tamen successoresque sui cuique liberi: et nullum 
testamentum. Si liberi non sunt, proximus gradus in possessione fratres, patrui, avunculi. Quanto 
plus propinquorum, quo maior adfinium numerus, tanto gratiosior senectus: nee ulla orbitatis 
pretia. Ib. 20. 

Heilig war die Ehe; eigenthümlich die Mitgift, severa illic matrimonia: nee ullam 
morum partem magis laudaveris. nam prope soli barbarorum singulis uxoribus contenti sunt, 
exceptis admodum paucis, qui non libidine, sed ob nobilitatem plurimis nuptiis ambiuntur. 
Dotem non uxor marito, sed uxori maritus offert. intersunt parentes et propinqui ac nmnera 
probant: munera non ad delicias muliebres quaesita, nee quibus nova nupta comatur, sed boves 
et frenatum equum et scutum cum framea gladioque. in haec munera uxor accipitur, atque 
invicem ipsa armorum aliquid viro adfert. hoc maximum vinculum, haec arcana sacra, hos con- ^ 
iugales deos arbitrantur. Ne se mulier extra virtutum cogitationes extraque bellorum casus putet, 
ipsis incipientis matrimonii auspiciis admonetur, venire se laborum periculorumque sociam, idem 
in pace, idem in proelio passuram ausuramque. hoc iuncti boves, hoc paratus equus, hoc data 
arma denunciant. sie vivendum, sie pereundum. accipere se, quae liberis inviolata ac digna rcd- 
dat, quae nurus accipiant, rursus quae ad nepotes referautur. || ... Paucissima in tam numerosa 
gente adulteria, quorum poena praesens et maritis permissa. accisis crinibus nudatam coram 
propinquis expellit domo maritus ac per omnem vicum verbere agit. publicatae enim pudicitiae 
nulla venia, non forma, non aetate, non (^ibus maritum invenerit. Ib. 48. 19. 

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38 IHach Chr. 99. 

Ausser <)er Beschreibung des altdeutschen Staats- und Hauswesens gibt die Germania zugleich 
wichtige Aufschlüsse über Abstammung und geographische Abfolge der germanischen Völker- 
schaften. Ipsos Germanos indigenas crediderim minimeque aliarum gentium adventibus et hospitiis 
mixtos. — Celebrant carminibus antiquis (quod unum apud iUos memoriae et annalium genus 
est) Tuisconem deum terra editum et filium Mannum originem gentis conditoresque. Manno tris 
filios adsignant, e quorum nominibus proximi Oceano Ingaevones, medü Herminones, ceteri Istae- 
vones vocentur. quidam, ut in licentia vetustatis, plures deo ortos pluresque gentis adpellationes, 
Marsos, Gambrivios (MS. marsossi gambrivos) Suevos, ^Vandalios adfirmant eaqpie vera et anti- 
qua nomina. — Proximi Cattis certum iam alveo Rhenum, quique terminus esse sußiciat, Usipü 
ac Tcncteri colunt. Tencteri super solitum beliorum decus equestris disciplinae arte praecellunt, 
nee maior apud Cattos peditum laus, quam Tencteris equitum. sie instituere maiores, posteri 
imitantur. hi lusus infantiura, haec iuvenum aemulatio, perseverant senes. inter familiam et pena- 
tes et iura successionum equi traduntur: cxcipit fiUus, non ut cetera maximus natu, sed prout 
ferox hello et melior. || Juxta Tencteros Bructeri olim occurrebant, nunc Chamavos et Aiigri- 
varios immigi-asse narratur. . . . (vgl. vorh. Nr. 54.) || Angrivarios et Chamavos a tergo Dulgibini 
(MS. Dulgitubini — Dulgicubini — Dulcubimi) et Chasuari cludunt aliaeque gentes haud perinde 
memoratae. a fronte Frisii excipiunt. Maioribus minoribusque Frisiis vocabulum est ex modo viriura. 
Utraeque nationes usque ad Oceanum Rheno praetexuutur ambiuntque immenses insuper lacus 
et Romanis classibus navigatos. ... || Hactenus in occidentem Germaniam novimus. in sep- 
tentrionem ingenti flexu redit. Ac prirao statim Chaucorum gens, quanquam incipiat a Frisiis ac 
partem litoris occupet, omnium quas exposui gentium lateribus obtenditur, donec in Cattos usque 
sinuetur. Tarn immensum terrarum spatium nou tcnent tantum Chauci sed et implent, populus 
inter Germanos nobilissimus quique magnitudinem suam malint iustitia tueri sine cupiditate, sine 
impotentia, qnieti sccretique uulla provocant bella, nuUis raptibus aut latrociniis populantur. id 
pretium virtutis ac virium praecipuum argumentum est, quod, ut superiores agant, non per in- 
iurias adsequuntur. prompta tarnen omnibus arma ac, si res poscat, exercitus, plurimum virorum 
ecjuorumque. et quiescentibus eadem fama. || In latere Chaucorum Cattorumque Cherusci iii- 
raiam ac marcentem diu pacem iidacessiti nutrierunt. Ib. 2. 32 — 36. 

99 — 117. 

57. Kaiser Traian befestigt Roms Herrschaft wieder in den diesseitigen deutschen Ländern. Romani 
iniperii, quod post Augustum defensum magis fuerat quam nobiliter ampHatum, fine^ longo laleque 
diffudit. urbes trans Rhenum in Germania reparavit. Eutrop. Vlll., 2. — Apud Agrippinam Gal- 
liac urbem insignia sumpsit imperii, mox Germaniam trans Rhenum in pristinum statum reduxit. 
Gros. Yll., 12. — Wahrscheinlich ist nur das südwestliche Deutscldand gemeint; hierauf scheint 
wenigstens hinzudeuten Aurel. Vict. de Caes. XIII. Iter conditum per feras gentes, quo facile ab 
usque Pontico mari in Galliam permeatur, castra suspectioribus atque opportunis locis exstructa. — 
Uebrigens bezieht sich auf die Anwesenheit Traians am Rhein auch Mart. Epigr. X., 7. 

Nympharum pater amniumquo Rhene 

nee te barbara contumeliosi 

Calcatum rota conterat bubulci^, 
Sic et comibus aureus receptis 
Et romanus eas utraque ripa: 
Traianum populis suis et urbi, 
Tibris te dominus rogat, remittas. 

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Nach Chr. 140 — 150. 39 

440—450. 
58. Vorzüglich in diese Zeit fällt die schriftstellerische Wirksamkeit des berühmten Aegyptiers Claudius 
Ptolemaeus. Wenigstens gehören dieser seine beiden Hauptwerke an: die grosse Astronomie 
(ij fca&i}fiarix^ &vvta^ig)y welche von den Arabern den Namen Almagest erhielt, und die aus 
acht Büchern bestehende Geographie (rj yscoyga^ixri vgyijyqöig). Der Almagest erschien nämlich 
im J. 444 oder bald nachher, da von den darin mitgetheilten, von Ptolemaeus selbst angestellten 
astronomischen Beobachtungen die früheste ins neunte Regierungsjahr Hadrians, also ins Jahr 
426, die späteste aber ins Jahr 444 fällt. Im Almagest aber geschieht des geographischen Wer- 
kes als eines künftig und bald erscheinenden Erwähnung. Vgl. IL, 42. S. 448. der Halma sehen 
Ausgabe. — Diese yccoypaqpMciJ vipi^yriöig ist fiir die alte Erdbeschreibung eine überaus bedeu- 
tende und EpochebUdende Schrift. Namentlich über Deutschland bietet sie eine Fülle wichtiger 
und theilweise ganz neuer Angaben, und theils aus diesem Grunde theils wegen der anschei- 
nenden Genauigkeit diente sie bisher zum Hauptanhalt betreffender geographischer Untersuchun- 
gen, wenn gleich die kritische Würdigung des Schriftstellers dabei weder im Ganzen noch im 
Einzelnen bedeutend gewonnen hat. — Nachstehend folgen in der für das Verständniss benö- 
thigten Ausdehnung sämmtliche hieher bezügliche Stellen. 

Trjg FsQiuxvlag t^v fwv dvöfUKriv xXsvqov ayo^/gft o ^Pf^vog notccfMg, xrjv de oQxzmjv 6 reQ- 
fucvixog 'SlTuavogy ^g rj xsQLyQaqni §x^c ovxag' 
Mecä tag tov 'Pifvov ixßoXag 

OvISqov jcovafiov xf / vd y *) 

Mmxx^^avX^ U^r{V xiy vi g*) if^) 

l^Haöiov icotafLOÜ ixßoXal xd* ve^) 

Ol Tcriyal tov jcozaiuw Xß vß 

OvL6ov^u)gx(ytaiiovixßoXalXa vs Sf ^) 

al Tcriyal tov noxa^ov k8 vß g' 

"Akßiog notofuw ixßoXai ka vg d' *) 

. . . Kcixi%ov6i 8b rijg ragy^viag ta luv noQcc rov ^Pfjvov Ttotaiwv aq%onivoig iac a(f7Ctav ot te 
Bov6dxt£QOi^) OL iiixQol xol OL Zvya^ßQoiy'^ vtp' ovg oi Zovtjßoi ot AayyoßagSoi^)* 
elta TayxtSQOi^) xal 'lyxQlcavag^^) ^a^v tov^^) ^Pijvov xai %&v ^Aßvoßaimv ^^) ogicn;' xal 
fet 'ivtovsQyoi^^) xal Ovagylovag ^^) xal KaQLtvoly v(p ovg Ovtönol xal ij täv 
'EXovrjtlc^v ^^) "EQTjfiog ^%Qi täv Bl^iihfcn; 'Akxliov ogiov t^v de vcoQGUxeavZtiv vx£q ^uv tovg 
BovöaxtiQOvg ^^) oi OqIölol^^) (lixQitov 'Afiaölov norcciuwy fmra 6e tovtovg Kavxoi ot fnixQol 
\Uxqi tov OvLöov^Log xotaiiov' elta Kavxoi ot (leltovg (lixQ^ ^^^ "Akßvog xotaiwv' iq>6&ig de 



Variet. lect. ^) BovISqov F.; xC / M. xjy MedioUn. »17 q vulgo; yd q ^ Med. ^ MaQaQ/tavlq B. E. Palatin. 1. M. 
MuQvunuviq Med.; ktj q Med.; yS 6' B. E. Palatin. 1. M. wl yo Med. Hunc versum ante priorem vulgo colloca- 
tum huc translolimus cum B. E. G. Pal. 1. M. Med. ») r^yfiavia (JmrfQa add. A. B. D. E. F. G. Pal. i. Vlndo- 
bon. *)1^ Pal. 1. M. *) Xß conie. GrashoP. ^ BorauxroQot, M. ') ^vynfißQoi B. D. E. Pal. 1. Vind. £t'yttß*ß(>ol 
F. Srxpß(joi, (sie) A. SvyyufißQot vulgo. ^ ol £ov. 0* Aay, suadente Grashof. ol Joi/. Aay. vulgo; Sovtjßoi Med. 
J^ovijßoi A. G. Sovrfßoi B. F. Pal. 1. Zvrjßoi Vind. Oqucvi ^ÖMvrjßoi M. Sovißoi, vulgo; AuyoßuQdoi B. E. Pal. 1. 
AoyyoßuQdot, Med. liOn^ohdiTdii AoyyoßÜQ (sie) M. ^ Tfyxtgoi A. B. D. E. F. G. Pal. 1. Med. Vind. TVyecr^io* M. 
Tiyyntoi Edd. 1. 2. TiyyQOi Edd. 3. 4. TlynrtQot Grash. »o) ^lyxgUurfq F. "IvTj{iUavtq B. E. G. Pal. 1. M. ol yxiiiwnq 
(sie) D. otyxQiunq (sie) Vind. 'HxgCimq Med. NirgUavtq A. ^JyyQitonq Edd. ") tov e coniect. Grasli. t* Tulgo. 
*^ ^AßvoßuMv F. \/4ßvoßomv M. ^Aroßotv Med. *AvvoßaUav vulgo. *'*) '/vrow^yo* B. Pal, 1. Med. ^lyrovrji/yot M. 
*/iToiv'()yo* vulgo. ") Ovuf^iovtq M. Med. ") ^Eaov^mv B. E. F. G. Pal. 1. M. Med. ^Eovkrjrinv (sie) A 
*iiA*«iM»» D, Vind. ^EXXointritoy C. Pal. 2. ^EXXotn^iwv Edd. ^^ Baxrfgoiq M. ") *l»i^laiot, M. 0Qiaaioi vulgo. 
*) Da die Bexeichnung von Yo mit dem eigenthümlirhen in der Wilhergschen Ausgabe und sonst gebrauchten Zeichen 
Dicht möglich war, so wurde hiefür das auch sonst übliche 9 gewählt. I T 

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40 140 — 150. 

ixl tav av%ha viiq KinßQii^g XsQöoviiöov Sd^ovsg, ^) avrriv de t^v XBif(t6vij<tov vnhq (liv rovg 
Im^vos^) ZtyovXaveg^^) . . . ftara de rovg Za^<tg azo tov XaXovöov notaiwv itiiQi zov 
2](yuiißov TCOftaiuw (Pagodsivol^^) . . . TAv öh ivtog mi iie^oyslayv i&väv fiiyiöza (liv iöti x6 
t£ tAv £ov7jß&v zäv läyyiX&Vf'^^) oZ döiv avatokixdtsgoi xmv Aayyoßofdciv^^) civazelvovTBg 
XQog a(fKtovg (Ujifii täv pdöan; zw "Akßtog xoza^y xol ro zAv £ovijßav zmv £Biiv6vav^^) . . . 
'EXdööova de s&tni 9ud fiaro^ xaivzai Kav%a}v (ikv zäv iivxq&v xcH zäv Scnyqß&v BovödxzsQOi 
oi {iBiiovg^^) vq> ovg Xat^ar Kav%(Qv 8b zäv (letiovmv 9ud zäv Jknnjßenf 'AyyQiov- 
uQcoif^^) Bha Aayyoßci(fdoLy^^) vq> ovg ^ovkyoii^vioir^^ £tt^6ve9V^) de xtd zäv 
ZovrißGiv TevzovoaQOi'^^) xol OvIqovvoi^^) . . . Tlaktv vno fiev zovg Seiivovag ohovöi 
Zlikiyyai^^) . . . vno dh zovg ZiXlyyag^^) KaXovncuvBg^^) iq/ SnazBQa zov "Akßiog nozoftov, 
. vip ovg XaiQOvaxol^*) oud Kaficcvoi^^) \Ujjfi zov MriXtßoxov OQOvg . . . IldXiv ax dvazoläv 
ftiv zäv Aßvoßaltov^^) ogiarv olxovöiv vno^'^) ^v zovg Sovijßovg Ka6ovaQOiy sha Nbqzbqb- 
avBg,^) elza AavSovzoi^ vq> ovg Tovqcüvoi xol Maqovlyyoi* vm dh zovg KafUxvovg^^) 
Xcizzai^^) Tud Tovßavzoi • . . 

IloXeig dk zldswcu Tcaza z^v rBQiuevlav iv (lev z^ a^fKZtHp aSde' 

9Xr^ov[i V!q g' if vd g' Ä'*^) 

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OaßiQovov Xa g vb /**) 

TiMjova.**) ji6vg>civcL*^) AvqiiuQlg,^'^) MccQicyvlg. izsQa Maguovlg. Koivorivov.^) liiftovtcu^^ jAbi- 
öog. ^) Aamßov^tov. Bovvtziov. OvIqovvov, OvlqIzcov. **) 'JWytor. 2jxov(fyov. liiSxavxaXlg. *«) 
*Ev de zä v%o zovzo nXliuczi xokBig aZde' 

'AaxLßovgyiov xf g' vß g' ^^) 

NavciXia x{ yo' vd^*) 



Varict. lect. *«) "uHoi^ et "Atova^ B. C. D. E. F. Pal. 1. Med. Vind. Avlonq et Av^wai; G. M. *•) Si>yoifXmn^ E. 2iyoi.- 
Awwc B. Pal. 1. Jiyoidwvfq M. ») Ofa^oinvot A. B. C. D. E. F. G. Pal. 1. M. Med. Vind. 0aQo6f^o£ Edd. «») '^yyi- 
Xwv A. 'jly^tloiv Med. *u4rytüiäy vulgo. ^ AayyoßaQSufp B. D. E. F. G. Pal. 1. Ed. 4. Aayytßd^nr Vind. 
Aoyyoßtt^Sotv A. M. Med. Aoyyißd()dmv C. Edd. 1. 2. 3. ^ to vwy Xtfuvovtav Svi^ßmv Med. Xirijßwf Tulgo. 
^*) BovtfttxroQot M. ftfÜ^ovfq H. qut minores nnminaotur M. ^) *AifyQiovu^io»' A. B. C. D. £. Pal. 2. Med. Vind. 
*AYQun>aQu>i, F. -«O Auyyoßdffdoi. A. B. E. F. Pal. 1. Aoaatoßdiydo^ vulgo. *') JovXyovfto* M. -^ 'A^omv Med. £a- 
uorwv C. *') TfiTovouQoi^ B. D. E. Pal. 1. Tnrrovoagoi M. 7Virrorou()»o» A. TwrovoaQoi. vulgo. **} Oifi^onvoi A. 
B. D. E. F. Pal. 1. Vind. Ed. 2. Ovigoitvol Med. Omgovyoi Pal. 2. Ed. 1. Ovigovrot (sie) M. Ed. 4. Ov^qovvoi. (sie) 
Ed. 3. '^) JSihyytu (sie) M. Aiyytu vulgo. ^) XiXiyyaq necessario scripsimus. Sihyyuq M. Aiyyaq, A. F. Med. 
*'Ediyyaq B. D. B. G. Pal. 1. Viod. "IXtyyaq Edd. *^ xttl AovHontq A. xul Aoittiavfq Vind. KaXovnovtq Med. 
^*) XaiiiovoHot (sie) G. Med. Ed. 4. Xan)ovaixol A. C. D. Vind. Ed. 1. 2. 3. XaiQovaiuoi B. E. Pal. 1. XagxMoi M. 
a*) KavfMol G. M. ^6) "AßvoßaUf)v B. D. E. F. G. Pal. 1. Vind. Aifvoßaiiav (sie) A. Avr6ßwv Med. Aßvoßwv M. 
*Avvoßuiwv Tulgo. «') li.Tü B. E. F. Pal. 1. M. Med. vn^Q Edd. i'.to /t*y Grash. ^) A'f()Tf(>f«if« B. Pal. 1. il'f^w-. 
^«M(? D. NtQxkLVfq G. i\V(>Tf«ra* M. J\^f()T¥(.wat«ei? Vind. '**) JCa^a<foi>^ G. Med. Ed. 1. iTa/cat'oi/? C. D. F. Pal. 2. 
Vind. Kofutßovq B. E. Pal. 1. M. Kufiavrovq Edd. 2. 3. 4. JCai'/McW'? A. *^) Xavrrcu M. *>) 0iXifovfit M. Intp. 
0A»oiV A. fDXvovft Med. [Flevum. Tac] ^-) Sfrotnuy^a G. M. [sua tutanda. Tac. ann. IV., 73. Gonferri iubet 
Nübbe in apecimine.] *=*) TtxtXia B. Pal. 1. M. TnUXia vulgo. [Texel?] *♦) Oaßlyavov. B. E. [Fabaria. Plin.] 
**) l\i^ovtt B. E. Pal. 1. Tgyoiiu M. ^(/toi'a A. jTFxot'ia F. T^tjova vulgo. ♦•) Atv^va A. F. M, Vind. ^oi'fcmt 
ß. E. Pal. 1. Ae^m vulgo. [Levefanum Itin.] *') AtQifiijglq A. D. Aif*if}£q Med. **) JtoArooAvov A. JTMi^oxrov M, 
Kotvai^roy Med. **) AlarovM B. G. Pal. 1. Gstina. KKftovta M. **) ^AUtaaoqJi, 'AXtioroq M. **) Ovqniov A. CV'f^/rioy 
Med. OiupovTwv G. *^ ^AmavxaXlq M. ") IJc s B. E. G. Pal. 1. M. xC ? d' vulgo. [Asciburgium Tac. Itin.] 
»♦) NaßaXia C. D. F^Pal. 2^ Med. Vind. -A'icrcUm Grash. »f y B. E. G. Pal. 1. M. »7 / Med. lä ß. Pal. 1. M. 
vß q E. 17 yo Med. kJ yo' 17 d' vulgo. [Navalia Tacit.] 



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140 — 150. il 



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M. n& Y ry y "^^V* [Theudunim Itin.] »^ IM E. G. Pal. 1. ^ St^svirKtov A. Vind. ^ c' A. D. [Herenatiam? 
Itin.] _»•) ^AiatQla B. Pal. 1. l^/woria M. '4^0oa Med. Wjwo^ £. F. ^AtMUna Tnlgo. mc £^ B. £. G. PaL 1. M. 
Intp. ya Tolgo. [Amisia Tac] ^ 7ot/iU9)oiMf^or Med. 7Vt;A^o^ov M. et inmargine G^ ^>) 17 ^0' G. M. ^ tftEv- 
/a(7or M. ^) Kdvdovov Pal. 1. Med. Kmdovov (sie) M. jKaxfot/or Tulgo. A/9 G. M. ra /o' dedimus cum Mannert. 
p. 456. ifa / Tulgo. •♦) TqoaawldQovoQv Pal. 1. TQonaiavdqovoov B. E. ky c / B» E. •*) Aovnia A^F. Vind. 
AovTtrtai B. E. Pal. 1. Aov:tTa M. ^^ itfcaot/^for B. E. PaL 1. Mtisaavutv Vind. Moeftum Mkoviov M. 17 (' / A. 
B. D. E. F. Pal. 1. Med. Vind. ^ ? <r G. M. Intp. ^ 9 / Tolgo. <^ '^e^Afo B. EJ?. Pal. 1. Med. 'AQtytovia M. 
^Aifyilut vulgo. •») reOfiuyid G. M. fcdo^Mx Pal. 1. »») Aoint^ovQ^av Pal. 1. M. A7 ? A. D. F. '«) foJla;^^ 
B. E. Pal. 1. 7^) AovriSowov A. B. C. D. Pal. 1. 2. Med. Vind. ^ A^/uoüuJiutov A. A^uofsahiov D. MiliotfaUw 
B. E. Pal. 1, Aif*wouXior TuIgo. ?>) 'Aqa^ywy G. M. ?«) l^TA^ai« A. M. ^Vridaua Pal. 1. 7^) ^AXiaaor A. Elisum 
'l^i^iaoy M. Vf;U»croy B. E. F. Pal. 1. [Aliio Tac. ^EX^aiav Dte Cas«.] _»«) Boviogiq A. B. D. E. F. G. Pal. 1. M. 
Med. Vind. Botidtogiq vulgo. X17 c d' B. E. Pal. 1. Med. xif vulgo. k& M. ^^) MarrUutav consulto scripsimas. 
Maxriadoy M. Afcrrrioicov Talgo. 50^1 V4 Intp. [Mattiacom Tac. Plin.] ^ *AqtniKwov M. i A. V (sie) F. Pal. 1. 
M. [arx Taani?] ») ya «:' A. [IfoTesium] ^) JKi7;ioxa^o9 B. E. F. G. Pal. 1. Med. Intp. MtilofutßoiiU. MjjXomvoq 
vulgo. V yo'_B. E. G. Pal. 1. M. * y Tulgo. **) r'()mW tt()«or A. F. Vind. ravf^wvuqMt Med. Aa q B. E. G. 
Pal. 1. M. A« 5 a' tulgo. T ?' A. yff M. ««) a«^ yo M. ^) J&ioVowoy B. E. Pal. 1. »♦) ^/^ouoy« F. Pal. I. 
Tuuona Touovo^a M. ^} Mijvo4ndda Pal. 1. Med. Mtp^omonda B. £. Monogarda MmayaSa M. <^<^ BMoi;^d«oy M. 

Regetta bist. West. 6 ^ 

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42 140 — 150. 

Nriöoi 81 vniQxecvtai r^g FsQ^iavCas wnä {ikv rag tov ''JXßu>g hcßoXag at %dKov(uvai Sa^o- 
vmv^'^) tQslgy av to luta^v ijtsxet luolqag. 

üi i;^/88) _ ciaud. Ptolem. Gcogr. U., 10. ed. Wilberg. _ 

T&v Sb iv tfi rsQfiavLcc diaöTJ^unv nolecjv 17 [iev li^öia rrfv ii£yl4Striv rj^Qav fx^i ägäv ig s' 
Tcal SiBötriKEv '^Xs^ccvdQalag Ttgog öv6£ig Sgaig /?• r/ 8h Aovnnla xriv {uyiötr^v 'q^SQav I%f6 (d^ov 
tg g' Ö' xal diiötrixev 'AXe^avögeiag nQog dvösig ägatg a yo\ Claud. Ptolem. Geogr. Vin.,'2. (nach 
der Ausgabe von Montanus und einer brieflichen Mittheilung des Hrn. Prof. Wilberg). 

Den vorstehenden Auszügen liegt die Wilberg -Grashofsche Textes -Recension zu Grunde: 
nur ist, unbedeutende Einzelheiten abgerechnet, abweichend von ihr in den Text aufgenommen: 
TiyxtsQoi statt TeyyuQoiy jdayyoßdgdot (S. 40. Z. 8.) statt AaTixoßtxQÖoL und bei der Längenbe- 
stimraung von Navalia, weil Ptolemäus planmässig bei der AulDFührung der Ortschaften von W. 
nach 0. fortschreitet, statt der Wilbergschen Lesart xg / die Vulgata xg yo\ Zu den offenbaren 
Corruptelen gehört überdies noch die Breitenbestimmung von Amasia. Denn wäre die Vulgata 
va oder die Wilbergsche Lesart va g' richtig, so müsste dieser Ort, wie dies hinsichthch Alisum s 
und Carrodunums der Fall ist, in dem folgenden Klima, unter dem sechszehnten Parallel aufge- 
führt sein, als dessen nördlichste Gränze Ptolemäus ausdrücklich (Geogr. L, 23. cf. Almag. IL, 6. 
p. 84. ed. Halma, wo va g statt va g 4' zu lesen) 51® 30' Br. angibt. Ausserdem wissen 
wir auch, dass Amasia nach der Mündung der Ems_ hin, folglich weit nördlicher lag. 
cf. Tacit. ann. IL, 38. Sollte also vielleicht die Vulgata va vorzuziehen und diese bei der sehr 
häufigen Verwechselung von a und ff, in v8 umzuändern sein? — Höchst wahrscheinlich ist femer 
der im Texte mehrfach erwähnte Name Ilai,ovhg aus einer Corruptel entstanden. Bekanntlich 
erregt diese frühe Erwähnung des sächsischen Volkes in geschichtlicher Hinsicht sehr viele Be- 
denken gegen sich, weshalb nach einer ehedem ziemlich gangen Ansicht, dass der Text des 
Ptolemäus im Mittelalter mannichfach verunstaltet wäre, dieser Name bei Vielen für ein späterem 
Einschiebsel galt. Um so willkommner ist daher der Umstand, dass von Wilbergs kritischen 
Hülfsmitteln die grössere Hälfto an den beiden ersten Stellen die Variante "JS^ovig und Av^ovsg 
gibt, und auch noch später einer der bessern Codices, nämlich der Mailänder, dieselbe Lesart 
bietet. Ist es nämlich schon an sich wahrscheinlicher, dass der unbekannte Name der Zi^sg 
in den später weltberühmten der Za^sg überging, als umgekehrt dieser in jenen; so möchte 
überdies diese Variante noch aus einem andern Grunde den Vorzug verdienen. Ptolemäus lässt 
die Wohnsitze dieses Volkes bis zum Fluss XdXovdog reichen und erinnert dadurch unwillkür- 
lich an die Stelle des Tacitus (de moribus German. c. 46.): Cetera iam fabulosa: Hellusios et 
Oxionas (al. Exionas) ora hominum vultusque, corpora atque artus ferarum gerere. quod ego, 
ut inconpertum, in medium rehnquam. Wenigstens dürfte bei einer schärfern kritischen Würdi- 
gung der betreffenden Angaben des Ptolemäus gegen die Identität der Exiones und Axones wohl 
nicht als Gegengrund geltend gemacht werden, dass Ptolemäus die Axones am östlichen Elb- 
üfer, Tacitus dagegen die Exiones (Oxiones) über die östliche Gränzmarke der Sueven wohnen 
läsät. 

Wenn man hinsichtlich des Werthes, den die Angaben des Ptolemäus in Beziehung auf 
Deutschland haben, noch inuner eine umfassende und eindringliche Kritik vermisst, so liegt der 
Grund davon hauptsächlich darin, dass die beispiellose Verehrung, womit schon die nächsten 
Generationen die Werke dieses Schriftstellers umgaben und die ihm selbst den Zunamen daibg 
und d-sLotatog erwarb, nicht blos durch das ganze Mittelalter hindurch fortgewährt, wo sogar 



Varict. lect. s') Xa^wyoMr Med. ä:©!.«* C. D. Pal. 1. Vind. ^ »^C y B. E. Pal. i. M. < r> fnlgo. — BU auf 
das Eingeklammerte ist die Var. lect. der Wilb. Ausgabe eatnommen« 



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140 — 150. 43 

seine Astronomie und Geographie als die einzige Fundgrube des betreffenden Wissens galt, son- 
dern auch bis auf die Neuzeit nachgewirkt hat. Das reichhaltige Material, das in der Geogra- 
phie niedergelegt ist, die \ielen sonst ganz unbekannten Völker- und Städtenamen, die zahlrei- 
chen Breiten- und Längenbestimmungen, die passende Anordnung des gewaltigen StoflFes, über- 
haupt die weit alle ähnliche Erzeugnisse des Alterthums überragende Vollständigkeit und Wich- 
tigkeit seiner Schrift — alle diese schätzbare Eigenthümlichkoiten bestachen das Urtheil und 
Hessen die Kritik nur selten ihre Stimme erheben. Wenn dies aber geschah, so ging man 
gewöhnlich nur von einer oder andern Einzelnheit aus: dagegen wurde der schriftstellerische 
Gesammtcharakter und das Verhältniss des Ptolemäus zu seinem Vorgänger Marinus von Tyrus 
ausser Acht gelassen. Die Hauptwerke des berühmten Aegyptiers tragen indess ein und das- 
selbe Gepräge. Was zunächst den Alnnagest anbelangt, so geht nämlich das ürtheil unserer 
grössten Astronomen dahin, dass dieser in allen Hauptthcilen nur eine Copie Hipparchs bilde. 
Ce qu' U y a de bon, sagt Delambre in der Biographie universelle (tom. XXXVI. p. 273.), et 
d'irreprehensible dans la Syntaxe mathematique, c est la trigonom^trie, c'est la partie purement 
spherique et la theorie math6matique des eclipses. Dans toutes ces parties Ptolemee n'a fait 
que copier Hipparque, qui avait r6solu tous cesprobl&mes avant lui. Er führt dann dieses 
Abhängigkeitsverhältniss noch weiter aus imd schliesst (p. 275 — 276): Ptol6m6e na pas kxk un 
grand astronome, puisqu'il na rien observ6 ou que du moins il ne nous a transmis aucune 
Observation a laquelle on puisse accorder la moindre confiance . ^ . . mais il fut un savant 
laborieux, un math^maticien distingue. Wie Delambre urtheilen auch Halley, Lemonnier, La- 
lande, Gassini, BoulUau. Vgl. Biogr. un. a. a. O. Eben so wie der Almagest, ist nun auch die 
Geographie nur Copie, nur eine Ueberarbeitung der Schrift des Marinus, wobei die eigenen 
Zuthaten verhältnissmässig als geringfügig erscheinen. Dessen hat auch Ptolemäus selbst gar keine 
Hehl. Er preist nämlich seinen Vorgänger nicht blos seiner kritischen Umsicht, sondern auch des 
grossen Fleisses und der grossen Sorgfalt wegen, womit er die vorgängige geographische Lite- 
ratur und zugleich eigene Erkundigungen in seinem umfanghaltigen Werke benutzte und in wie- 
derholten Ausgaben berichtigte. q>alvecai yoQ Tud 7cXeIo6iv tötOQlatg üUQmsstzaxag noQa tag hi 
ttvcD&ev slg yväöiv iMwöag xol tag ndvtcDV öx^Sov tAv ücqo avtov list ixciisksiag diBikriqxüg 
ijtavoQd'ciiSecig ts trig Seovörig d^uoöag^ oöa ^ XQ067imvt(og hvy%avB %muit^\Uva 9cal vn ixil- 
V09V xal vq> iavtov ro ngärov, mg ix täv ixdoöecyv avtov trjg rov ysiDyQaq>LXov nlvaxog dioQd'ci' 
ösmg nXaioviov ovaav heöti (humeiv. I., 6. Daher geht denn auch eingestanden seine Absicht 
nur dahin, dass er mit Ausschluss der Mängel sich an die Ansichten und Angaben des Marinus 
durchgängig anschliesse. tva triv yvmyiflfiv tov dvdgog öl oXrig tfjg &uvtä^6ag nji^iiömiuv xcoQlg 
%mv tv%6vtmv tivog SioQQ'ioöeag. I., 19. cf. I., 6. üeber die Mängel in dem Werke des Marinus 
spricht er sich 1. L c. 6 — 19. ausführUch aus. Sie bestanden in der unpassenden, Gleichartiges 
zerstückelnden und darum die Brauchbarkeit erschwerenden Anordnung des Stoffes. So umfass- 
ten z. B. die Klimate, Längen- und Breitengrade besondere Rubriken, so dass, wer über die 
geographische Lage eines Ortes Aufschluss suchte, genöthigt war, sämmtliche Rubriken zu ver- 
gleichen. Dadurch wurde bei dem grossen Umfange und bei den wiederholten Ausgaben des 
Werkes, welche immer von neuem wieder Zusätze und Berichtigungen erhielten, Veranlassung 
gegeben, dass die Berichtigung oft an einer Stelle eingetragen wurde, an emer andern dagegen 
die frühere falsche Angabe stehen blieb, so dass nun namentlich in den geographischen Orts- 
und in den Gränzbestimmungen der Länder viele widersprechende Angaben vorhanden waren. 
L, 15 — 16. Und solche Versehen konnten, wie Ptolemäus mit Recht bemerkt, um so weniger 
vennieden werden, weil Marinus auch bei der letzten Ausgabe noch immer nicht eine auf 
seine eigenei) Angaben gegründete Charte zu Stande gebracht hatte. L, 17. Ptolemäus suchte 



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44 140 — 150. 

also im Gegensatz za seinem Vorgänger beide Mängel zu vermeiden und demnach einmal dem 
Stoffe eine leicht übersichtliche Anordnung zu geben, und dann die vorfindlichen Widersprüche 
wieder zu beseitigen, üeberdies aber beruft er sich auch noch auf eigene Zuthaten. Einiges, 
also doch jedenfalls nur weniges, stehe mit seinen eigenen Erkundigungen in Widerspruch. Ivmk 
öi xcä, xoig vvv [ötoQOviiivoig ovx ixsi öv^tpdvog, l., 17. Die Belege, die er dafür anfuhrt und 
die er auf Aussagen von Kauflouten stützt, betreffen insgesammt Indien und die südliche Ostküste 
von Afrika. Nachrichten, die ihn zugleich veranlassten, in diesen östlichen und südlichen Ge- 
genden, einer wahren terra incognita, eine Reduzirung der Langen - und Breitengrade vorzuneh- 
men und deshalb seinem Vorgänger eine zu weite Ausdehnung der Erde nach O. und S. vor- 
zuwerfen. I., 6 — 14. — Solche Geständnisse müssen die Folgei-ung nahe legen, dass uns in der 
y6€jyQaq>ixri vqyijyriöig eigentlich nur die Schrift des Marinus vorliege, nur freilich in eine andere 
Form umgewandelt; eine Annahme, welche durch eine Detail -Prüfung des Werkes vollends 
bestätigt wird. Ptolemäus schrieb nämlich dieses Werk um die Mitte des zweiten christlichen 
Jahrhunderts; wäre es also eigene Arbeit d. h. auf eigene Anschauung und eigene Benutzung 
der einschläglichen Literatur gegründet gewesen, nicht aber eine fremde, so würde es natürlich 
mit der Abfassungszeit auch überall im Einklang stehen. Dies ist aber nicht der Fall: vielmehr 
reicht es, wenige Einzelnheiten ausgenommen, seinem Inhalte nach nicht über die Regierung 
Trojans hinaus. Zum Beweise sollen hier einige betreflFende Punkte näher angedeutet werden. 
Bekanntlich bestand in der römischen Kaiserzeit die Sitte, dass man entweder neu gegründete 
Städte nach den Namen der jeweiligen Kaiser benannte oder dass auch ältere Städte ihre frü- 
hem mit den kaiserlichen Benennungen vertauschten. Dafür liefert die Geschichte der ersten 
römischen Imperatoren viele Belege, bei Niemanden aber zalilreicher, als hinsichtlich Hadrians. 
Eine grosse Menge von Städten erhielt nämlich von diesem den Namen Adrianopolis (multas 
civitates Adrianopolis appellavit. Spartian. Hadrian. 20.): imd noch können über zwanzig namhafl 
gemacht werden, die entweder nach seinem Vornamen Adius oder nach seinem Hauptnamen 
benannt wurden. So Adrianopolis in Thracien, früher Uscudama (Ammian. XXVII., 4.), Adriano- 
theras in Mysien, Adriane in Cyrenaica, zwei Aelia in Hispanien, Aelia Capitolina, früher Hiero- 
solyma u. s. w.; ferner Stratonicea in Macedonien, Mopsueste, Adana, Aegae und Tarsus in Ci- 
licien, Neo- Caesarea im Pontus, Goneis in Thracien, Dio- Caesarea in Palästina u. s. w. Gleich- 
falls verdankte ihm Marcianopolis , die Hauptstadt Unter -Moesiens, Gründung und Benennung 
(Ammian. XXVü., 4.). Nun findet sich aber merkwürdiger Weise von allen auf Hadrian bezüg- 
lichen Ortsnamen nur ein einziger im Ptolemäus, nämlich: 'IsQoöoXviia ^ vvv xccAovfici/i} WtAue 
KasavcoUa (V., 16.), da der Zusatz bei Philippopolis : ij ocal 'JtdQtavonoXig (III., 11.) falsch und un- 
zweifelhaft Glossem ist. Cf Wilb. ad h. 1. Ueberhaupt wird von Städte -Namen, deren Entste- 
hung der Regierungszeit Hadrians angehört, ausserdem nur noch die Stadt und der Nomos 
^AirtLvoov in Aegypten erwähnt. Und doch werden Städte, welche nach frühem Kaisem benannt 
sind, in grosser Zahl aufgeführt So, um bei dem nächsten Vorgänger Trojan stehen zu bleiben, 
jlBy{(ov X Ovixta (IL, 8.) TgaCavfi jiaytiov (II., 8.) TgcuMvog hfiijv (III., 1.) TQätäva (III., 1.) 
OvXstiavov (III., 8.) Ovhciavov (III., 9.) TffaXavomlig (lU., 11.) TqalavonoTug (Y., 2.). Auch weist 
auf Trojan der Stadtname nkcrcivonoXig (DI., 11.) hin. Wie hinsichtUch jener Städte, so i^ie- 
derholt sich dasselbe merkwürdige Schweigen auch hinsichtlich der neuen Provinztheilungen, 
welche Hadrian und seinem Nachfolger AntoniniLS zugeschrieben werden. So wurde namentlich 
von ersterm Italien in vier Jurisdictionen getheilt. Muss nun schon alles dieses die Vermuthung 
begründen, dass das Werk des Ptolemäus seinem Stoffe nach der Regierung Trojans angehöre, 
so deuten auch noch andere Einzelnheiten auf dieselbe Zeit hin. So erscheint Dacien noch 
nicht als Provinz: noch sind hier nicht, wie bei den übrigen Donau- Piro vinzen die Standlagcr 



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114 — 217. 45 

römischer Legionen aufgeführt und noch wird Zarmizegethusa als königliche Residenz aufgeführt, 
wenn auch römische Colonien, die gleich nach der Bewältigung Daciens gegründet wurden, 
schon namentlich aufgezeichnet stehen; ein Schwanken, das sich eben durch die mehrfachen 
Ausgaben des Marinus erklärt und wohl darauf hinzudeuten scheint, dass die letzte dieser Aus- 
gaben bald nach dem Ende der dacischen Kriege erschien. Wenigstens ist es dann auch er- 
klärlich, warum die spätem parthischen Feldzüge Trojans für das Werk noch keine Ausbeute 
liefern. Mehrere Völkerschaften treten nämlich damals in der Geschichte auf und schliessen 
sich den Römern an, wie die Heniocher, Macheionen, Apsiler, werden aber vom Ptolemäus nicht 
erwähnt; mehrere Ortschaften in Mesopotamien, Assyrien, Babylonien und Arabien erlangen 
ebenfalls damals entweder durch hartnäckige Vertheidigung oder durch sonstige kriegerische 
Ereignisse einen geschichtUchen Namen, wie Ademystre, Messene im Tigris, Atra, Ozogardana, 
aber auch sie kennt und nennt Ptolemäus nicht. Lauter Thatsachen, die wohl nicht bezweifeln 
lassen, dass, wenige spätere Zuthaten ausgeschlossen, der geographische StoflF, den das Werk 
des Ptolemäus bietet, der Regierungszeit Trojans entspricht. In diese und die Regierung Domi- 
tions fällt nun aber die schriftstellerische Wirksamkeit des Marinus: denn einmal nennt ihn 
Ptolemäus den spätesten der gleichzeitigen Geographen {v0tatog täv xad'' fjiios L, 6,) und dann 
wissen wir, dass er einen Theil seiner Nachrichten über Africa den Feldzügen des Flaccus und 
Matemus verdankt, von denen ersterer nach Eusebius im J. 86, also unter Domition, gegen die 
Nasamonen kriegte. Vgl. Zonar. p. 580. C. ed. Venet. — So bietet diese ganze Untersuchung 
ein einstimmiges Ergebniss, das augenscheinlich für die spezielle Kritik des Ptolemäus von grosser 
Wichtigkeit ist. Die Nachrichten dieses Geographen stellen uns also Deutschland nicht in den 
Verhältnissen dar, wie es sich um die Mitte oder, da man irrthümlich die Abfassungszeit bisher 
zwischen 460 und 480 n. Chr. annahm, gar gegen das Ende des zweiten christhcheij Jahrhun- 
derts befand, sondern die Germania des Ptolemäus oder richtiger des Morinus ist der Zeit nach 
bald nach Tacitus zu setzen, folglich gegen den Anfang des genannten Säculums hinabzurücken. 

174. 

59. Didius Julianus wehrte den Einbruch der Gauchen in Belgien ab. (Didius Jnlianus) Belgicam sancte 

ac diu rexit. Cauchis, Germaniae populis, qui Albim fluvium accolebant, erumpentibus restitit 
tumultuariis auxiliis provincialium : ob quae consulatum meruit testimonio imperatoris. Ael. Spar- 
tian. Did. Julian, c. 4. Wdil das Consulat des Didius JuManus ins Jahr 475 fällt, so fand das 
Ereigniss höchst wahrscheinlich im vorhergehenden, also während des Markomannen -Krieges 
statt. Gleichzeitig waren auch die Gatten wiederholt gegen die Römer als Feinde aufgetreten. 
Catti in Germaniam ac Rhetiam irruperant . . . (missus est) contra Cattos Aufidius Victorinus- 
Capitol. M. Anton, phil. c. 8. Cattos etiam debellavit (Didius Julianus). Spart. 1. c. Es lässt 
sich daher wohl annehmen, dass die Deutschen, deren Hülfe der Kaiser gegen die Donau-Völker 
erkaufte, aus dem Rhein -Weserlande stammten, emit et Germanorum auxilia contra Germanos. 
Capit. 1. c. c. 24. Vgl. v. Ledebur's Bructerer S. 247. 

244—247. 

60. Die Deutschen an der Nordsee, in der Gegend der Elbe -Mündung, vermuthlich also die Gauchen^ 

erzwingen sich von Caracaüa Tribut und Solddienst, nokkol fia xal rov xaq avt& dTisavö, 
jcegl ticg tov "Mßidog ixßoXagy obtovwcav ixQsößev^avro otQog avtov tpdlav aLxwvxBg^ ha JX'Hif'^^ 
XaßcDöLV, iTtsiSfi yccQ ovzog inBscQaxBi^ &vxvol avv^ ixid'Evto xoXefMJöacv caudovvreg' olg TiaCi Mv- 
i&eto. xal yä(f ei ^o^oc yvdiiriv avtoig iUysco, cüX oQ&vtsg tovg x^^^S iSovlovwo. aXii^Big 
yoQ tovg X9^iSovg avzolg iöfB(faito^ totg dh 6q ^P&iuJoig xlßdfiioy wd to oi/yvQuyv %al to j/focLotw 

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46 256 — 287. 

^OQHXJBV. (tb [UV yoQ ix (Mklßdov 7uxtaQyv(foviuvov, to dh xtd hi xcelxov KatccxQv&ovfLevov htxsua' 
i^co.) Dio Cass. LXXVfl., U. 

256. 

61. Die Franken, für welche noch lange der Name Sigambern synonym gebraucht wird (vgl. 

. oben Nr. 37.) und welche die sumpfigen Niederungen an der Issel bewohnen (Franci inviis strati 
paludibus, Flav. Vopisc. Prob. 12.), fangen an, von hier aus in Gallien einzudringen, werden 
aber \ou dem nachmaligen Kaiser Aurelian (damals Feldherm des Kaisers Valerian) zurückge- 
trieben. Idem (Aurel.) apud Maguntiacum Tribunus leiionis sextae Gallicanae, Francos irruentes, 
cum vagarentur per totam Galliam, sie afflixit ut treccntos ex his captos, septingentis interemlis, 
sub Corona vendiderit. Vopisc. Aurelian. 7. 

Von dieser Zeit an wiederholen sich die Kriege der Franken gegen die Römer. — Den 
Gegenkaiscr Postumius (261) unterstützten die Franken gegen Gallien. (Trebell. Gallien. 7.). Kaiser 
Aurelian führte bei seinem grossen Triumphe, im J. 274, Franken unter den besiegten Völkern 
mit auf (Vopisc. Aurelian. 33.), und der nachmalige Kaiser Probus hatte sich im Kriege gegen 
dieselben ausgezeichnet (Vopisc. Prob. 20.) 

277. 

62. Kaiser Probus nimmt den in Gallien eingedrungenen deutschen Völkerschaften die gemachten Ero- 

berungen wieder ab, und treibt sie über den Rhein zurück. (Vopisc. Prob. 43.) — Bei dieser 
Gelegenheit mag es geschehen sein, dass er gefangene Franken an das schwarze Meer ver- 
pflanzte, die aber von hier aus, als Seeräuber, das mittelländische Meer beunruhigten. Ogay- 
MDV täv ßaödsl (sc. JlQoßtp) TCQoöeM^ovtcov xal tv%&vt(ov ohfr^Ctm^ fuuj^ rig oacoötaöa, niolcav 
evTCOQiicouiay tr^v ^EkXaäa övvEtccQa^sv ascaaav. ocd ZiTuXlf xqo6%ov6a xeil ty HvQoxovöicDv ngaö- 
lU^aöa Ttokvv naxa tavtr^v elQydöato q)6vov. i^di^ Sa 9ud Aifhii^ «(fo6oQiMf&si6a 9cal datoxQOvöd'euiaf 
öwaiucog ix KoQxriöovog inevex^slöriSy otoxB yiyweu ojca&rig inave^alv olTLoia, Zosim. Histor. I., 71. 
— Recursabat quippe in animos illa sub divo Probe et paucorum ex Francis captivorum incre- 
dibUis audacia et indigna felicitas, qui a Ponto usque correptis navibus Graeciam Asiamque po- 
pulati, nee impune plerisque Libyae Ktoribus appulsi, ipsas postremo navalibus quondam victoriis 
nobUes ceperant Syracusas, et immenso itinere pervecti oceanum, qua terras irrupit intraverant, 
atque ita eventu temeritatis ostenderant, nihU esse clausum piraticae desperätioni, quo navigiis 
pateret accessus. Eumen. Panegyr. Constantio dict. cap. 18. — Es ist hieraus zu schliessen, 
dass die Franken schon von Uirer Heimath her mit Schiffahrt und Seeräuberei bekannt sein 
mussten.*) 

287. 

63. Die Sachsen erscheinen im nordwestlichen Deutschland als Grenznachbarn der Franken (Franci 

et Saxones iisdem confines, Ammian. Marcellin. XXVII., 8.), und werden den Römern bekannt, 
indem sie, gemeinschaftlich mit den Franken, die Küsten von Belgien und Armorica beunruhigen. 
Kaiser Diodetian überträgt die Vertheidigung der bedrohten Provinzen dem Carausius, der 
aber die erlangte Macht benutzt, sich in Britannien zum Herrscher aufzuwerfen. Carausius . . . 
cum apud Bononiam per tractum Belgicae et Armoricae pacandum mare accepisset, quod Franci 
et Saxones infestabant, . . . purpuram sumsit et Britannias occupavit. Eutrop. IX., 21. 



*) Die Begebenheiten der Franken werden weiterbin nur erwähnt, in tofem sie mit denen der Sachsen in Vttbin- 
dang flehen , oder auf sie Einfloss haben. 



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2 87. . 47 

Abgesehen von jener ganz vereinzelten und unklaren, wahrscheinlich nur einer verdorbenen 
Lesart angehörigen Notiz des Ptolemäus (s. Nr. 58.) lernen wir die Sachsen ursprünglich zwischen 
Elbe und Weser kennen, und gerade dieses Land bat das ganze Mittelalter hindurch den 
Namen Sachsen vorzugsweise behalten. Ist hiernach anzuaehmen, dass die Sachsen Nachfolger 
der alten Kauchen waren, und zu diesen in demselben Verhältnisse stehen, wie die Franken zu 
den Sigarabem? — Dem Zeugnisse späterer Dichter, welche die Bewohner des Sachsenlandcs 
noch Kauchen nennen, ist allerdings nur wenig Gewicht beizulegen; z. B.: 

— Rhenumque minacem 

Comibus infractis adeo mitescere cogis, 

üt Salius jam rura colat, flexosque Sicambri 

In falcem curvent gladios, geminasque viator 

Cum videat ripas, quae sit Romana, requirat: 

Ut jam trans fluvium, non indignante Cauco, 

Pascat Belga pecus — Claudian. de laud. Stilich. lib. I. v. 220 — 226. 
Alte Sagen über die Herkunft der Sachsen. Sie sollen zu SchiflFe (aus Skandinavien?) in 
das später von ihnen benannte Land gekommen sein, und zwar zuerst das nachmals sogenannte 
Hadeler Land am Unken Ufer der Nieder -Elbe in Besitz genonmien, dann von hier aus einen 
Theü des damaligen Gebietes der Thüringer erobert haben. Widukindi Res gest. Saxon. lib. I. 
c. 3 — 6. ap. Pei-tz. Monum. Germ. bist. Scriptor. Tom. III. pag. 417. sq. (Über die frühere 
Ausdehnung des Thüringer Landes bis an die Ostsee, vgl. Fabricius: das frühere Slaventhum 
der zu Deutschland gehörigen Ostsee -Länder; in d. Jahrb. des Mcklenb. Vereins f. Gesch. u. 
Alterthurask. 6. Jahrg. S. 7 — 11.) — Eine andere Tradition lässt (mit ümkehrung der wirklichen 
Geschichte?) die Sachsen aus Britannien kommen, verwechselt aber jenen alten Eroberungskrieg 
gegen die Thüringer mit dem viel späteren (Nr. 81.), von den Franken und Sachsen gemein- 
schaftlich geführten Kriege, welcher dem Thüringischen Reiche ein Ende machte. Translatio S. 
Alexandri, ap. Pertz. Scriptor. T. H. pag. 674. 

Der moralische Charakter der Sachsen wird als rauh und grausam, aber edelmüthig ge- 
schildert. Gens Saxouum fera est. Salvian. de gubem. Dei, lib. IV. (in ej. Opp. ed. Rittersh. 
Nor. 1623. pag. 141.) — Saxones crudelitate eflferi, sed minus perfida. Id. lib. VIl. (p. 263.) 
Letzteres wird besonders im Gegensatze zu den Franken gesagt (quibus familiäre est ridendo 
fidem frangcre, Vopisc. Procul. 13.). — Gefangene Sachsen, welche zu Rom in blutigen Kampf- 
spielen auftreten sollten, brachten sich selbst ums Leben, um dieser öffentlichen Schmach zu 
entgehen. Symmach. lib. II. epist. 46. — Auch spätere Schriftsteller rühmen die sittlichen und 
bürgerlichen Tugenden der Sachsen. Legibus etiam ad vindictam malefactorum optimis uteban- 
tur, et multa utiUa atque secundum legem naturae honesta in morum probitate habere studuerunt. 
Transl. S. Alex. 1 c. pag. 675. — In antiqua Saxonia, si virgo patemam domum cum adulterio 
maculaverit, vel si mulier maritata, perdito foedere matrimonii, adulteriüm perpetraverit, ali- 
quando cogunt eam propria manu per laqueum suspensam vitam finire, et super bustum illius 
incessae et concrematae corruptorem ejus suspendunt; aliquando, congregato exercitu foemineo, 
flagellatam eam mulieres per pagos circumquaque ducunt, virgis caedentes et vestimenta ei ab- 
scindentes iuxta cingulum, et cultellis suis totum corpus eius secantes et pungentes, minutis 
vulneribus cruentatam et laceratam de villa ad villam inittunt, et occurrunt semper novae flagel- 
lalrices, zelo pudicitiae adductae, usque dum eam aut mortuam aut vix vivam derelinquunt, ut 
caeterae timorem adulterandi et luxuriandi habeant. Bonifac. Epist. ed. Würdtwein, pag. 192. 

Im Kriege machten die Sachsen sich den Römern, vor allen andern ihrer Feinde, durch 
ihre Stärke und Gewandtheit furchtbar. Die Eigenthümliclikeit ihres Kriegfährens bestand in 

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ig 297 — 30T. 

unerwarteten, raschen und wechselnden Überfällen. Zur See zeigten sie besondere Geschick- 
lichkeit und Ausdauer, ^gayyoc %al Za^ovBgy t&v irnsq xov ^Piivov Tcal tviv iöitsQlav d'ciXtxrtav 
i^&v tu (laxtfLcitavcL Julian. Orat. I. in Opp. ed. Spanhem. pag. 34. — FiQiiaväv xe ot ngoö- 
oixoi tä ^Pi^vp xal ty dakarry tri ^Q^S icitigaVy ... ort d^ avrg jeQOöoix» Sv6fux%a iuu ^Gi(tri 
diaq>iQOVttt t&v alXoDV idväv yBvrj ßoQßoQav ovx äxoi^ ff^ov^j riJCSQ &}{ tvyxävBi xt&eis ovx äöfpaX'^s» 
ciX avty ^ulga tovto ixfuxd'av ol3a. Id. Orat. IL 1. c. p. 56. wo zwar die Sachsen nicht aus- 
drückhch genannt werden, aber nach der angegebenen Lage zwischen dem Rhein und dem 
westlichen Meere (d. h. der Nordsee) doch wohl zu verstehen sind. — Za^ovagy ot nivtov dri 
Tccc^cQcitcetot täv iTCsiös vsixo[iiv(DV ßoQßaQdWj d'vfiü wd ^dfiy wd xcc^bqI^ t^ tcbqI tag yM%ujg 
vo^tovTBg. ZosiuL Hist IIL, 6. — Prae caeteris hostibus Saxones timentur ut repentini. Ammian. 
Marcell. XVIIL, 2. — Saxones. gens in Oceani litoribus et paludibus inviis sita, virtute et agili- 
tate terribilis, periculosa romanis finibus. Orosius Hist. VII., 32. — Nuncius asseveravit, vos . . . 
litoribus Oceani curvis merrare contra Saxonum pandos myoparones, quorum quot remiges vi- 
deris, totidem te cerhere putes archipiratas, ita simul omnes imperant, parent, docent, discunt 
latrocinari. . . . Hostis est omni hoste truculentior. Improvisus aggrcditur, provisus elabitur; 
spernit objectos, stemit incaiitos; si sequatur, intercipit; si fugiat, evadit. Ad hoc, exercent 
illos naufragia, non terrent. Est eis quaedam cum discriminibus pelagi non noticia solum, sed 
familiaritas. Nam quoniam ipsa, si qua tempestas est, hinc securos eificit occupandos, hinc 
prospici vetat occupaturos, in medio fluctuum scopulorumque confragosorum spe superventus 
laeti periclitantur. Sidon. Apollinar. lib. \TII. epist. 6. 

297. 

64. Die Franken, welche unter dem Schutze des Carausius (vgl 63.) Batavien und das Land bis an 

die Scheide besetzt hatten, werden, nach der Besiegung des letzteren, durch den Kaiser Con- 
stantius wieder zurückgetrieben und zum Theil auf römisches Gebiet verpflanzt Multa ille 
(Constantius) Francorum millia, qui Bataviam aliasque eis Rhcnum terras invaserant, interfecit, 
depulit, cepit, abduxit. Epithal. in Constantini et Faustae nuptiis, cap. 4. — (Constantius) 
dum aedificandis classibns Britanniae recoperatio comparatur, terram Bataviam, sub ipso quon- 
dam alumno suo a diversis Francorum gentibus occupatam, onrni hoste purgavit, nee contentus 
vicisse, ipsas in Romanas transtulit nationes. Eumenii panegyr. Constantino dict. cap. 5. — 
Gentes Francorum penitus excisae. Ejusd. paneg. Constantio dict. cap. 47. — Dass letzteres 
bloss eine rednerische Floskel war, lehrt die Folge. 

307. 

65. Von Kaiser Constanttn dem Grossen wird gerühmt, dass er seines Vaters Constantius Siege über 

die Franken fortgesetzt, und den vereinten Angriff der Bructerer, Chamaven und mehrerer an- 
derer deutschen Völker auf das Römische Gebiet, durch persönlich geführte Unterhandlungen 
abgewendet habe. Tu jam ab ipsis corum (sc. Francorum) regibus auspicatus es, simulque et 
praeterita illorum scelera punisti, et totius gentis lubricam fidem timore vinxisti. Epithal. 1. c. — 
Affecisti poena temeritatis reges ipsos Franciae, qui per absentiam patris tui pacem violaveranl: 
non dubitasti ultimis punire cruciatibus, nihil veritus gentis illius odia et inexpiabiles iras. Eumen. 
paneg. Constantino d. cap. iO, — Franci ipsi, praeter ceteros truces, quorum vis cum ad bella 
effervesceret, ultra ipsum oceanum aestu furoris evecta, Hispaniarum etiam oras armis infestas 
habebat: ii igitur sub armis tuis ita conciderunt, ut deleri funditus possent. . . . Quid memorem 
Bructeros? quid Chamavos? quid Cheruscos, Vangionas, Alamanos, Tubantes? bellicum strepunt 
nomina et immanitas barbariae in ipsis vocabulis adhibct horrorem. Hi onmes sigiHatim, dein 

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355 — 358. 49 

pariter armati, conspiratione foederatae societatis exarserant. Tu tarnen, Imperator, nihil magis 
timuisti, quam ne timereris. Adis barbaros, et dissimulato principis habitu, quam proxime po- 
teras, cum duobus accedis. Nunquam est excelsior principatus, quam \)um se publico submittit 
officio. Facis verba, spem illorum agitas et versas credulitatem, negas te esse praesentem. . . . 
Invictos ducis , et solus timeris. Tot regna , tot populi et tantarum nationum congregatio indignam 
se viribus tuis putat, quem credit absentem. Nazarii panegyr. cap. 17 — 48. 

355. 

66. Die Sachsen dringen, gleichzeitig mit den Franken und Alemannen, in die Rheingegenden ein, wo 

über vierzig Städte verheert, ausgeplündert, und viele ihrer Einwohner weggeführt werden. - 
Der Kaiser ConstarUius wird hierdurch veranlasst, seinem Neffen Julian die Aufsicht über Gallien 
zu übertragen. Kmvdxawwg . . . ^ecifuvog ds ta xavraxov ^Pto^toig imri%oa ßccQßccQLxccig i(p68oig 
oacedrjiiiiavcL^ xccl OgayTurog (niv xal '.AXanavovg xal Ud^ovag ^Sf) tegöccQttxowa noXsig inLKEt^iivag 
tä ^PijvG) x(xtSLX7iq)6tagy xal avrag (Uv avcatccpovg nenoirixotagy xovg 6h tovxav olxi^toQagy aneiQov 
üvtag nlr^^ogy Xrfi^aiUvovg (ieta xkovtov Xaq)VQ(ov ai/a^tOfufirot;. x. t. X, . . . ix t&v j^^v&v 'I(yV' 
havov iietcaiiimevaiy totg avto^i q>ilo6oq)ov6i övvovta, . . . iscsl da alg zriv ^ItccXuxv ix tijg "BXXa- 
dog ^cacsfitog ^^sVy dvadslxwöi lUv avzov xatöOQUj . . . xai xolg viuq tag ^JÜateig ^eöiv 
ferffwrw. Zosim. Hist. III., 1. 2. — Cf. Ammian. Marceil. XV., 8. 

356. 

67. Julian, nachdem er das linke Ufer des Oberrheins von den Alemannen befreit, und den Niederrhein, 

von Coblenz bis Cöln, ganz verheert gefunden, nimmt Cöln wieder in Besitz und schliesst mit 
den Franken Frieden. Nullo itaque posthaec repugnante, ad recuperandam ire placuit Agrip- 
pinam, ante Caesaris in Gallias adventum excisam: per quos tractus nee civitas uUa visitur, nee 
castellum, nisi quod apud Confluentes, locum ita cognominatum ubi amnis Mosella confunditur 
Rheno, Rigomagum oppidum est, et una prope ipsam Coloniam turris. Igitur Agrippinam ingres- 
sus, non ante motus est exinde, quam Francorum regibus furore mitescente perterritis, pacem 
firmaret Reip. interim profuturam, et urbem reciperet munitissimam. Ammian. Marceil. XVI., 3. — 
Wahrscheinlich sind unter dem Namen der Franken auch die nach d. vor. an diesem Kriege 
gleichzeitig betheiligten Sachsen mit begriffen. 

358. 

68. Die Sachsen versuchen, durch das Gebiet der salischen Franken (die batavische Insel) in das Rö- 

mische Gebiet einzudringen, und als die Franken ihnen den Durchzug verweigern, greifen sie 
das Römische Gebiet zu Schiffe an, bemächtigen sich aber zugleich jener, durch die Theilung 
des Rheins gebildeten Insel, so dass die Franken sich genöthigt sehen, bei den Römern Zuflucht 
zu suchen. IJd^oveg . . . Kovddovg^ (UilQav ö(päv ovtagy elg r^v vxo ^Pco^ov xaxBxoiUwiv ixTci^i- 
nov6i, yfiv. ot de vno QQciyxmv o^qov avtoig Svtov xcoXvofievot diaßiivai, . . . Ttloia vavxtiyri' 
öd^ievoL xtä 8m tov !P»fvov tfjv väo Ogäyx&v ixo^iivriv vxsgßaXloiievoi y§v, istl rf^v vn'qxoov 'Po- 
fudoig &qfU6^6(xv, xal r^ Bataßia XQoöxovrsgy r^v d/x« öxiio^iavog o ^Pi^vog vi^üov noul nadrig 
xovofUag (isltova vijöovj z6 ZaUcav Sdvogy 9qayxoyv äxoiMigoVy ix tijg olxUag x^Q^S vno 2kc^- 
v€DV Big tavtriv r^v v^tfov oataXo/^hrtag^ i^ißaXXov. Zosim. Hist. HI., 6. wo aber, anstatt der irr- 
thümlich genannten Quaden, ohne Zweifel die Chamaven zu verstehen sind. — Aus der Angabe, 
die salischen Franken seien vorher von den Sachsen auf die batavische Insel zurückgedrängt 
worden, lässt sich übrigens schliessen, dass das Gebiet der Salier sich vorher über einen Theil 
Regetta bist. Westfal. 7 

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50 358. 

des Landes zwischen der Issel und Weser (vielleicht bis an die Ems?) erstreckte, und die 
Sachsen auf Kosten der ersteren sich hier ausdehnten. 
69. Die Gesandten der salischen Franken erscheinen bei Julian , als dieser eben einen Angriff gegen sie 
beabsichtigt; worauf derselbe, theils durch Güte, theils durch Schrecken, sie zur Uebergabe 
an die Römer bewegt. — Auch die Chamaven, die einen Einfall in das Römische Gebiet ver- 
suchten, werden von Julian in ihre vorigen Wohnsitze zurückgedrängt. — Julian schUesst mit 
den Chamaven einen Vertrag und behält den Sohn ihres Königs (welcher von ihnen für tod ge- 
halten, von Julian aber gerettet worden war) als Geisel. — Salier und Chamaven werden in 
Römische Dienste aufgenommen. Tovto iiad'mv 6 xcuöccqj iw&toUi (ihv totg Kcvddoig* nofeyyva 
ds t& ötQot&y vovtoig [ih xata to TCQatsQOV dtafmxeöd'aLy Zaklmv 8a (iriöiva xtelvsWj ^ x&kvuv 
inl xa ^Pcaiialav ogia duxßalvHVy ola fii; ag noXBfiUyvg iq>iASxa{Uv(A)g rf} 2^9?» cci/cr/xg Sk tri TCOQa 
KovadfDV iXavvBOdau Tavvr}g ccuf^o^uvoi toi Ttalöagog xrig fpikovtqoiclag ot Zaku>iy ot pa/, äxo 
t^g vijöov fura zov 6tp&v ßaöiXicog sig xrjv vno ^Pcofutlovg ixsQaiovvto yiiv ot dh ffvfupvyovtfg 
sig xa oQti 9ccetfi£6aVy Cxizai xov xcclöagog oatavteg Tta^uSxdnevoty 9ud e^eXovxl xa wtd'* iavxovg ivdt- 
dovxsg. Zosim. Hist. III, 6. — Quibus paratis, petit primos onmium Francos, eos videlicet, quos 
consuetudo Salios adpcUavit, ausos olim in Romano solo apud Toxiandriam locum habitacula 
sibi figcre praelicenter. Cui cum Tungros venisset occurrit legatio praedictorum , opinantium 
reperiri Imperatorem etiamtum in hibernis, pacem sub hac lege praetendens, ut quiescentes eos 
tamquam in suis nee laccsseret quisquam nee vexaret. Hos legatos, negocio plene digesto, op- 
positaque condicionum perplexitate, ut in üsdem tractibus moraturus, dum redeunt, muneratos 
absolvit. Dictoque citius sequutus profectos, Severe duce misso per ripam, subito cunctos ad- 
gressus, tamquam fulminis turbo perculsit, jamque precantes potius quam resistentes, in oppor- 
tunam clementiae partem effectu victoriae flexo, dedentes se cum opibus lU^erisque susccpit 
Chamavos itidem ausos similia adortus, eadem celeritate partim cecidit, partim acriter repugnan- 
tcs vivosque captos compegit in vincula: alios praecipiti fuga trepidantes, ad sua, ne militem 
spacio longo dcfatigaret, abire interim permisit innocuos: quorum legatis pauQo postea missis 
precatum consultumque rebus suis, humi prostratis sub obtutibus ejus, pacem hoc tribuit pacto, 
ut ad sua redirenl incolumes. Ammian. Marcell. XVII., 8. — "Oxi, xov 'lovhavov ig xr/v noXsiMxv 
XOQOvvxogy Tcal x&v Xa^ßcov lustBvovxGyv tpelSeel^ai xoü xavxrig &g olxslagy 6 'lovkiavog öw^dQeij 
xai xov ßaödia 6(päv ngoeX^etv Tcelsvöag^ ensiÖr^ ngofjXd's xal inl xrjg oxdrjg dSsu iöxtixoxOf 
intßccg nloloVy xo nloiov ovv l'^oi; xo^ivyixctogy eQiir}via Ixav duXiyeto xolg ßagßaQOtg. ixstvcyv Sh 
ndvxa noutv^ ovxmv ixoijiatVy bgäv BVTtQoöanov xs afuc xai avayxalav avx^ xr^v el(^vi]V' (Xaita- 
ßav yoQ ft^ ßovlo(iiv(Dv aSvvaxov b6xi x'^v xfjg Bgixxavixijg v^öov 6ixono(Utlav inl xa ^Poofuttka 
q)QovQux, SuatifLsuiS^ai*) xaiucxoiuvog vno xfig xpc/o^ x^^^^^ ^^7^ sl^vtiVy xal ofiriga r^xsi XaßHV 

nlöxscog Svbxbv x&v de Ixstbvovxcdv ocal a^iovvzcyv shtstv ovg ßovkstaiy fuxakaßmv avd'ig xov 

xov ßaödicog avx&v alxHxai naiday nXaxxonfvogy ov elx^if alxj^ikcnoVy &a«BQ ovx ^ov. . • . oux& 
xjoX avtbg ixl ngayuadtv a^rixdvovg xal Övöe^oSoig fur' oiiuoYfig oacavtcav xiiv (ihf siifijvi^Vy alxovv- 
x(0Vy xov dh iniiijxov^vov ö^iJQOv aTCayoQ&uovtmv fi^ ^£w, trov xs vsdviMov xccQayaydv oacaöiv 
^Biis ßacdixäg nag avxov Siaix6\uvov. x. x. L Eunapii Excc. de legationibus gentium ad Rom. 
cap. 4. in Corp. Scriptor. hist. Byzant. ed. Bonn. P. I. pag. 41. — Tavxa ovxo dux^ilg oxalöaQy 
Sakiovg XB xal Kovddcyv noiQoVy xal x&v iv x^ Bataovüf tnjöp xivag^ xdyiuxöiv iyxaxild^tv. 
Zosim. Hist. III., 8. — Die Nachrichten des Ammianus Marcellinus und des Zosimus ergänzen 
sich gegenseitig, und es geht daraus unabweislich hervor, dass des letzteren Quaden keine 
andern sind , als die Chamaven , die also entweder damals schon zu den Sachsen gehörten , oder 
bald hernach mit ihnen verschmolzen. Sie hatten ihre Wohnsitze nördlich von den Brukterem, 
so dass sie mit ihrer südwestlichen Grenze den Rhein berührten, und ihr Name hat sich im 



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364 — 370. 51 

Hamaland erhalten, welches als ein sächsischer Gau genannt wird (Pagus Saxoniae Hamalant; 
s. unten an verschied. Ort.), und mittels dessen daher auch Sachsen an den Rhein grenzte. 
Vgl. Nr. 402. 

364. 

70. Die Sachsen werden unter den Völkern genannt, welche Britannien durch unaufhörliche Einfälle 

beunruhigten. Ammian. Marcell. XXVI., 4. 

368. 

71. Kaiser Valentinian rüstet sich gegen die Franken, Sachsen und Burgunden, welche zu Wasser und 

zu Lande in Gallien einfallen. Gallicanos tractus Franci et Saxones iisdem confines, quo quis- 
que erumpere potuit terra vel mari, praediis acerbis incendiisque et captivorura funeribus ho- 
minum violabant. Ammian. Marcell. XXVIL, 8. — Valentinianus . . . contra Saxones et Burgun- 
diones, qui plus octoginta millia armatorum primum Rheni in limbo castrametassent, movit pro- 
cinctum. Jomandes de Regn. success., in Lindenbrog. divers, gent Hist ant Scrr. p. 54. 

370. 

72. Mit den Sachsen, welche zur See in das Römische Gebiet eingefallen waren, schliessen die Römer 

einen Vertrag und bewegen sie zur Rückkehr, überfallen sie aber auf dem Rückzuge verräthe- 
risch und machen sie nieder. Erupit Saxonum multitudo, et oceani difficultatibus permeatis 
Romanum limitem gradu petebat uitento, saepe nostrorum funeribus pasta; cujus eruptionis pri- 
mae procellam Nannenus sustinuit Comes, regionibus iisdem adpositus, dux diutumo bellorum 
labore compcrtus. Sed tunc ad mortem destmatae plebi congressus, cum milites quosdam 
ruisse et se vulneratum imparem fore certaminibus adverteret crebris, docto Imperatore, quid 
agi deberet, id est adeptus, ut peditum magister Severus opitulatum rebus dubiis adveniret. 
Qui ducens militem rei sufficientem, cum venisset ad loca, discriminatis ordinibus barbaros ante 
colluctationem adeo terruit et turbavit, ut nee controversas opponerent manus, sed signorum 
aquilarumque fulgore praestricti venialem poscerent pacem. Diuque variatis cousiliis, cum id 
reipublicae conducere videretur, pactis induciis et datis ex condicione proposita juvenibus mul- 
tis habilibus ad militiam, discedere permissi sunt Saxones sine impedimento unde venerant 
reversuri. Quibus omni jam formidine vacuis reditumque parantibus occulte pediles missi in- 
sidias in abdita quadam valle struxerunt, unde praetereunles adgredi negocio poterant levi: sed 
longe secus accidit quam sperabatur. Sonitu enim adventantium perciti exsiluere quidam in- 
tempestive, visique subito, dum se firmare festinant, ululantibus lugubre barbaris, vertuntur in 
pedes. Stetere tarnen mox conglobati, extremaque sorte vires licet non integras suggerente 
confligere cogebantur, multaque caede perculsi conddissent *nullo relicto, ni cataphractarum 
equitum cuneus, ad inferendum periculum transeuntibus barbaris ex alio latere prope divortium 
itineris pari modo locatus, clamore percitus tristi agiliter subvenisset Exin concursum infestius, 
firmatisque pectoribus hinc inde incumbentes Romani clausos hostes educlis gladiis obtruncabant, 
nee quisquam eorum genitales revisere potuit lares, ne uno quidem caedibus concorporalium 
superesse permisso. Ac licet justus quidam arbiter rerum factum incusabit perfidum et deforme, 
pensato tamen negocio non feret indigne , manum latronum exitialem tandem copia data captam. 
Ammian. Marcell. XXVIII., 5. — (Valentinianus) conversos ad metuendam rabiem Saxones, sem- 
per quolibet inexplorato ruentes, delatosque tunc ad terrestres tractus, quorum spoliis paene 
redierant locupletes, malefido quidem sed utüi conunento peremit, praeda raptoribus vi fraetis 
excussa. Id. XXX., 7. bezieht sich wahrscheinlich auf dasselbe Ereigniss. 

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52 S92— 448. 

392. 

73. Arbogast, ein Franke und Feldherr des Gegenkaisers Eugeniu$, geht, nachdem er Gallien diesem 

unterworfen, über den Rhein, und verheert das Land der Brukterer und Chamaven (Bricteros 
ripae proximos, pagum etiam quem Chamavi incolunt). Sulpic. Alexander, ap. Gregor. Turon. 
lib. IL cap. 9. Cf. Socratis Bist, eccies. V., 24. 

395. u. X 

74. Ein Theil der nördlichen Küste von Gallien (Armorica) führte, von den häufigen Einfällen der Sach- 

sen, vielleicht auch von den Kolonien, die sie daselbst zurückliessen , den Namen Litus Saxo- 
nicum. — Sub dispositione viri spectabilis Ducis Belgicae secundae: Equites Dalmatae Marcis in 
Litore saxonico etc. Notitia dignitatum Imperii, ap. Du Chesne Hist. Franc. Scriptores 
coaetanei, Tom. L p. 3. — Der sächsischen Bewohner dieser Gegenden gedenkt unter dem 
Namen Saxones Bajocassini noch Gregor. Turon. Y., 26. X., 9l 

75. Die Sachsen, die fortwährend unter den Völkern genannt werden, welche die Römischen Provinzen 

beunruhigen, unternehmen wiederholte Seezüge nach Britannien und den orkadischen Inseln. 

— ne litore tuto 

Prospicerem dubiis venturum Saxona veutis (wird Britannia redend eingeführt). Claudian. de 
laud. Stihch. lib. L v. 254. 

— maduerunt Saxone fuso 

Orcades — Id. de IV. Cos. Honor. v. 31. 
Quin et Aremoricus piratam Saxona tractus 
Sperabat, cui pelle salum sulcare Britannum 

Ludus, et assuto glaucum mare findere lembo. Sidon. Apollinar. carm. VIL v. 369 — 71. 
Überhaupt erscheinen die Sachsen in dieser Zeit als die geftirchtetsten Feinde der Römer. 

— domito quod Saxone Tethys 

Mitior — Claudian. in Eutrop. lib. I. v. 392. 

— Mauro vel Saxone victis. Id. de nupt. Honor. et Mar. v. 219. 

— quae Saxona frenat 

Vel Scotum legio — Id. Epithal. Pallad. et Celer. v. 89. 

448. 

76. Nachdem die Römer (seit 426) Britannien ganz aufgegeben hatten, und von den Britten vergebens 

um Hilfe gegen die Pikten und Skoten waren gebeten worden, ruft der britische König Vorti- 
gern die Sachsen herbei. — Zug der Sachsen, Angeln und Juten, unter Hengist und Hors, den 
Söhnen Wetigils, nach Britannien, endend mit der Eroberung dieses Landes. Beda Hist. eccl. 
Augl. lib. I. cap. 16. und aus ihm Herimanni Aug. Chron. ap. Pertz. Scriptor. T. V. p. 83. ad a. 
448. Widukindi Res gest. Sax. hb. I. cap. 8. ap. Pertz. Scriptor. T. HI. p. 419. — Dass die Ero- 
berer Britanniens nicht aus dem Gallischen Litus saxonicum, sondern aus dem nordwestlichen 
Deutschland kamen, beweist, gegen Schaumann, unter andern P. C. Molhuysen: de Anglen in 
Nederland; und: de Anglen aan den Neder-Rijn; drei Aufsätze in den Bijdragen voor vader- 
landsche Geschiedenis en Oudheidkundo, Dcel HI. 
Da die Eroberung Britanniens hauptsächlich von den an der Meeresküste wohnenden Sachsen aus- 
geführt ward, wodurch die deutschen Nordsee -Küstenländer von ihren bisherigen Bewohnern 
entblösst wurden, so erscheinen letztere seitdem in Besitz der Friesen, und die Sachsen in 
Deutschland als Binnenvolk; nur der Landstrich zwischen den Mündungen der Elbe und Weser 
blieb diesen zur Berührung mit dem Meere (S. Nr. 102.). — Auch nach den, übrigens unge- 



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450 — 548. 53 

nauen und unsichem Angaben des Anonymus von Ravenna, wohnten die Sachsen zwischen den 
Dänen und Friesen, so dass sie den Oeean noch berührten. Unter den, zum Theil mit unver- 
ständlichen Namen bezeichneten Flüssen des Sachsenlandes, zählt dieser Schriftsteller auch die 
Lippe auf. Ravennatis anonymi Geographiae lib. IV. cap. 47. 23. 46. et al. loc. 

450. 

77. Im Heere der Römer befinden sich, bei der Schlacht auf den katalaunischen Feldern, auch Sach- 

sen unter den von Aeiius gegen die Hunnen gesammelten Hilfstruppen. Jemandes de Reb. get., 
in Lindenbr. div. gent. Hist. ant. Script, p. 118. — Unter den Völkern, welche mit Attila in das 
Römische Reich einbrachen, nennt dagegen die Brukterer Sidon. ApoUinar. carm. VII., v. 324. 

456. 

78. Unter den in das Römische Gebiet eingefallenen Völkern, welche durch Avitus von weiterem Vor- 

dringen zurückgehalten wurden, nennt auch die Sachsen Sidon. Apollinar. carm. Vn. v. 390. 
et al. loc. 

477. 

79. Streifzug eines sächsischen Heeres (vielleicht aus dem Gallischen Litus saxonicum; vgl. Nr. 74.), 

unter Odovacrius, in das innere Gallien, wo dasselbe bis nach Andegavum vordringt, aber von 
den Römern und den Franken unter Childertch zugleich angegriffen, und zum Frieden, so wie 
zu einem engeren Bündnisse mit Childertch gegen die aus Italien in Gallien eingedrungenen Ale- 
mannen genöthigt wird. Gregor. Turon. Hist. Franc, lib. ü. cap. 18. 19. Vgl. Eccard Comment. 
de reb. Franc. Orient. Tom. I. p. 37., wo der Beweis gefuhrt wird, dass die Begebenheit in das 
angegebene Jahr zu setzen ist. 

486. 

80. Umsturz der Römischen Herrschaft in Gallien und Gründung des Reiches der Franken daselbst durch 

Chlodwig, Gregor. Turon. H., 27. 

527—534. 

81 . Gemeinschaftlicher Krieg der Franken und der Sachsen gegen die Thüringer. Eroberung und Thei- 

lung des grossen Thüringischen Königreichs. Gregor. Turon. III., 7. Widukind. I. cap. 9 — 13. 
1. c. pag. 120, sq. (sagenhaft.) Adam. Brem. Hist. eccl. lib. I. cap. 4. in Lindenbrogii Scriptor. 
rer. septentr. p. 4. Vgl. Venantii Fortunati de excidio Thuringiäe, ex persona Rhadegundis, hber. — 
Mit der Erwerbung von Nord -Thüringen erhielt das Gebiet der Sachsen gegen Osten seine 

grösste bleibende Ausdehnung. 

• 

(534 — 548.) 

82. Der fränkische König Theodebhrt I. nennt in einem Schreiben an den Kaiser Justinian auch die 

Sachsen unter den Völkern, welche sich der Oberherrschaft der Franken unterworfen haben 
sollen. Dei nostri misericordia feliciter subactis Thuringis et eorum provincüs acquisitis, extinctis 
ipsorum tunc temporis regibus, Norsavorum gentis nobis placata majestas coUa subdidit, Deoque 
propicio Wisigothis, qui incolebant Franciae septentrionalis plagam, Pannoniam, cum Saxonibus, 
Euciis, qui se nobis voluntate propria tradiderunt, per Danubium et limitem Pannoniae usque 
in oceani litoribus, custodiente Deo, dominatio nostra porrigitur. Epist. Reg. Franc, ap. Du 
Chcsne Tom. I. p. 862. (ep. XX.) 

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^4 553 — 568« 

553. 

83. Die Sachsen beginnen Krieg gegen die Franken, und mit ihnen verbinden sich die den Franken 

unterworfenen Thüringer. Der fränkische König Chlothar L zieht gegen sie zu Felde, schlägt 
die Sachsen an der Weser, und macht sich die Thüinnger wieder unterwürfig. Gregor. Turon. 
IV., 40. — Vermuthlich geschah es bei dieser Gelegenheit, dass Qdothar L die Sachsen zu dem 
Versprechen eines jährlichen Tributs von 500 Ochsen nöthigte, dessen die Gesta Dagoberti, ap. 
Du Chesne Tom. 1. p. 581. gedenken. 

555. 

84. Weil die Sachsen den von den Franken ihnen auferlegten Tribut verweigern, und fortfahren, Feind- 

seligkeiten gegen dieselben auszuüben, so erscheint Chlothar L abermals mit einem grossen 
Heere an den Grenzen ihres Landes; die Sachsen bitten um Frieden und erbieten sich zu den 
verlangten Leistungen; der König ist geneigt, ihnen den Frieden zu bewilligen, wird aber von 
seinem Volke mit Gewalt genöthigt, die Sachsen anzugreifen; die Franken erleiden eine grosse 
Niederlage, und Gilothar muss selbst die Sachsen um Frieden bitten, worauf er in seine Hei- 
math zurückkehrt. Gregor. Turon. IV., 14. 

556. 

85. Die Sachsen, durch Childebert, den Bruder des Königs Chlothar I. aufgeregt, erneuern den Krieg 

gegen die Franken, dringen bis Neuss vor und machen grosse Beute, werden aber von Chlothar 
zurückgeschlagen. Gregor. Turon. IV., 16. 

(561—584.) 

86. Die fränkischen Könige Sigebert L (561 — 575) und Chilperich I, (561 — 584) sollen Siege über die 

Sachsen, der erstere zugleich über die Thüringer, erfochten haben. 
Sigeberte potens, generosis clare triumphis, 

Hinc nova te virtus praedicat, inde genus. 
Cujus rapta semel sumsit victoria pennas. 

Et tua vulgando prospera fata volat. 
Saxone Thuringi resonant, sua damna moventes, 

ünius ad laudes tot cecidisse vires. ... 
Prosperitate nova pacem tua bella dederunt, 

Et peperit gladius gaudia certa tuus. Venant. Fortun. lib. VI. carm. 3. — 
Quae tibi sit virtus 'cum prosperitate superna, 

Saxones et Dani, gens modo victa, probant. Id. hb. VII. carm. 7. de Lupo duce. — 
Ne niat armatus per Gallica rura rebellis. 

Nomine victoris hie es et ampla regis. 
Quem Geta, Vasco tremunt, Danus, Estio, Saxo, Britannus, 

Cum patre quos acie te domuisse putet. 
Terror et extremis Frisonibus atque Suevis, 

Qui neque bella parant, sed tua frena rogant. Id. hb. IX. carm. I. ad Chilpericum regem. 

568. 

87. Als Mboin mit den Longobarden nach Italien zu ziehen im Begriff ist, ziehen ihm, auf seine Auf- 

forderung, 20000 Sachsen mit Weibern und Kindern zu. Ihre veriassenen Wohnsitze werden 



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572 — 631. 85 

durch den fränkischen König Sigebert mit Sueven nnd andern Völkern besetzt. (Daher der 
sächsische Schwaben -Gau.) Paul. Wamefr. de gestis Longobard. lib. n. cap. 6. 

572. 

88. Die nach Italien ausgewanderten Sachsen brechen in Gallien ein, werden aber durch den fränki- 

schen Feldherm Mummulus zurückgeschlagen. Paul. Wamefr. üb. lü. cap. 5. 

575. 

89. Die nach Italien ausgewanderten Sachsen, die sich dort mit den Longobarden veruneinigt hatten^ 

kehren in ihre frühere Heimath zurück und finden dieselbe mit andern Völkern besetzt; diese 
tragen ihnen einen Vergleich wegen ihres Landes an, die Sachsen aber schlagen ihn aus und 
beginnen Krieg, in welchem sie jedoch unterliegen. Paul. Wamefr. HI., 6. 7. 

(576—596.) 

90. In dieser Zeit lebte der Bischof Felix von Nantes (vgl. Gregor. Turon. V., 5.}, von welchem gerühmt 

wird, dass er sich um die Gesittung der Sachsen verdient gemacht habe. 
Aspera gens Saxo, vivens quasi more ferino, 

Te medicante sacer, bellua reddit ovem. Venant. Fortun. lib. III. carm. 7. ad Felicem 

episcopum. 
Hier mag aber wohl eher an die Sachsen des Litus saxonicum oder in Britannien, als im eigent- 
lichen Deutschland zu denken sein. 

626. 

91. Die Sachsen schicken Gesandte mit einep Kriegserklärung an den fränkischen König Chlothar II,, 

welcher dieselben , zornig über ihre unehrerbietige Botschaft, zum Tode verurtheilt. Die Diener 
des Königs suchen diesen vergebens zum Widerraf dieses völkerrechtswidrigen Befehls zu be- 
wegen; dem heiligen Faro aber gelingt es, die sächsischen Gesandten zum Christenthum zu 
bekehren und dadurch zugleich ihr Leben zu retten, worauf sie, als die ersten Bekenner des 
Christenthums'aus ihrer Nation, in ihre Heimath zurückkehren. Vita Faronis, ap. Du Chesne^ 
T. I. p. 569. 

92. Der Krieg der Sachsen, unter der Anführung des Herzogs Berthoald, gegen die Franken, bricht 

aus. Der junge König Dagobert, welchem sein Vater Chlothar IL die Regierung der ostfränki- 
schen Länder übergeben hatte, geht über den Rhein, den Sachsen entgegen, und wird von 
ihnen geschlagen; Chlothar aber kommt ihm zu Hilfe, und schlägt die Sachsen an der Weser, 
wobei Berthoald selbst ums Leben kömmt. Gesta Dagobert! , ap. Du Chesne T. I. p, 576. — 
Die ganze Erzählung von diesem Kriege, mit Eccard Franc, or. T. I. p. 193., für eine Fabel zu 
halten, geht nicht an, da der im Folgenden erwähnte Vertrag ohne Zweifel damit in Verbindung 
steht; doch kann der Sieg der Franken nicht so gar gross gewesen sein, da die Sachsen doch, 
nach dem Folgenden, ihre Freüieit behaupteten. 

634. 

93. König Dagobert L schliesst einen Vertrag mit den Sachsen , erlässt ihnen den von Chlothar L auf- 

erlegten Tribut (vgl. Nr. 83.), und erlangt dagegen von ih^en die Zusicherung des Beistande» 
gegen die, dem fränkischen Reiche von Osten her drohenden Slaven. Gesta Dagob. 1. c. p. 58i. 
Chron. Moissiac. ap. Pertz. Scriptor. T. I. p. 286. 



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56 6'J'f — 6»4. 

677. 

94. Anfang der regelmässigen Unternehmungen zur Ausbreituüg des Christenthums 

im nordwestlichen Deutschland. — Wilfrid, Bischof zu York, seines Bisthums unrecht- 
mässig entsetzt und deshalb im Begrifife nach Rom zu reisen, wird vom Sturm an die Küste 
Frieslands verschlagen, hier von dem König Algisus freundlich aufgenommen, und predigt da- 
selbst einen Winter hindurch das Christenthum. Vita Suiberd, ap. Leibnit. Scriptor. Rer. Bruns- 
yic. T. n. pag. 225. Cf. Acta Sanctor. Mart. T. I. p. 67. 

684. 

95. Wulframnus (nachmals Bischof zu Senon) kommt nach Friesland und predigt daselbst fünf Jahre 

lang das Christenthum, bis er durch Radbod vertrieben wird. Vita Wulframni, in AA. SS. Mart. 
T. III. p. 143. sq. — In der daselbst vorangeschickten histor. Abhandlung wird zwar, p. 444., 
die Ankunft des Wulframnus in Fricsland erst nach der Niederlegung seines 693 angetretenen 
Bischofsamtes in das Jahr 700 gesetzt; da er aber doch als einer der Ersten genannt wird, 
welche den Versuch einer Bekehrung der Friesen machten, so passt die obige Zeitbestönmung 
besser in den Zusammenhang der Ereignisse; wiewohl es möglich ist, dass Wulframnus später 
noch einmal dahin zurückkehrte. 

'687. 

96. Ecbert, ein Mönch in England, welcher den Entschluss gefasst hatte, den Friesen, Sachsen, Boruk- 

tuariem und andern norddeutschen Völkern das Christenthum zu verkündigen, aber an der 
Ausführung desselben verhindert wurde, veranlasst einen seiner Ordensbrüder, Wiebert, nach 
Friesland zu reisen, wo derselbe zwei Jahre lang, jedoch nur mit geringem Erfolge, das Evan- 
gelium predigt, weil Algisus (s. Nr. 94.) inzwischen gestorben, und sein Sohn Radbod gegen die 
Christen feindlich gesinnt war. Beda Hist. eccl. Angl. lib. V. cap. 10. 

689. 

97. Vertreibung der christMchen Prediger aus Friesland, durch Radbod, Beda 1. c. Vgl Nr. 95. u. 96. 

691. 

98. Der fränkische Majordomus Pipin von Heristal bekriegt die Friesen, die, früher den Franken unter- 

worfen, sich unabhängig gemacht hatten; besiegt ihren König Radbod, und erobert den west- 
Hohen Theil Frieslands. Annal. Met. ap. Pertz Scriptor. T. I. p. 320. (zum Jahre 692). 

99. Bald nach Radbods Besiegung kommt WiUbrord aus England zum erstenmal als Lehrer des Chri- 

stenthums mit zwölf Gefährten nach Friesland. Beda V., 11. 

693. 
400. Suibert, einer von Wilibrords Gehilfen, tritt im Lande der damals noch von den Franken abhän- 
gigen Brukterer als Lehrer des Christenthums auf. Beda V., 12. Cf. de Suiberto Episc. in AA. 
SS. Mart. T I. p. 67. sq. — Unter dem hier genannten Lande der Brukterer ist ohne Zweifel 
der nachmalige sächsische Theil der Cölnischen Diöcese (der grössere TheU des Herzogthums 
Westfalen und die GraCschaft Mark mit ihren Enclaven) zu verstehen. 

694. 
101. Die Brukterer werden von den Sachsen unterwürfig gemacht und ihr Land dem Sachsenlande ein- 
verleibt. Suibert, durch die Sachsen vertrieben, zieht sich, um in der Nähe des bisherigen 



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«94. 57 

Schauplatzes seiner Wirksamkeit zubleiben» auf eine /ihm von Pipin geschenkte Rhein -Insel 
i: (Insula S. Suibefl^ nachmals Kaiserswerth genannt) zurück. Beda 1. c. 

1 * 

# * 

i^ 402. Durch die Eroberung des Landes der Brukterer erhielt das Gebiet der Sachsen gegen Westen, so 

wie vormals durch die Eroberung Nordthüringens gegen Osten, seine grösste Ausdehnung und 
[} seinen geschlossenen Umfang. Von dieser Zeit an gelten daher auch vorzüglich die Nachrichten 

der Schriftsteller über Ausbreitung, Eintheilung und Verfassung der Sachsen zur Zeit ihrer vor- 
waltenden Herrschaft im nördlichen Deutschland. 

— Saxonum proxima Francis 
t Adjacet ad boream tellus, vix limite certo 

I Divisi gentis fines utriusque cohaerent. 

!s Quae tum vicinae quo plus regione fuere, 

^ Tanto sejunctas auimis discordia fecit. 

, Finitimos sed enim per agros utrimque solebant 

Q Assidue fieri caedes, incendia, praedae. 

Saxonum natura ferox et pectora dura, 

Ferro jugum Christi nee dum dignata suave, 

Daemonico nimium fuerant errore subacta. 

Christicolae vero jam longo tempore Franci, 

Catholicam tenuere fidem, multisque per orbem 

Jam dominabantur populis, quibus undique fulti 

Praecipue virtute Dei, quem rite colebant, 

Haue unam poterant nhnirum vincere gentem. 

Quae nee rege fuit saltem sociata sub uno, 

Ut se militiae pariter defenderet usu, 

Sed variis divisa modis plebs omnis habebat 

Quot pagos tot paene duces, velut unius artus 

Corporis in diversa forent huic inde revulsi. 

Sed generalis habet populos divisio temos, 

Insignata quibus Saxonia floruit olim. 

Nomina nunc remanent, virtus antiqua recessit 

Denique Westfalos vocitant in parte manentes 

Occidua, quorum non longe terminus amne 

A Rheno distat. Regionem solis ad ortum 

Inhabitant Osterliudi, quos nomine quidam 

Ostfalos alii vocitant, confinia quorum 

Infestant conjuncta suis gens perfida Slavi. 

Inter praedictos media regione morantur 

Angarii, populus Saxonum tertius. Herum 

Patria Francorum terris sociatur ab austro, 

Oceanoque eadem conjungitur ex aquilone. Poeta Saxo de gestis Karoß Magni, 
ap. Pertz. Scriptor. T. L p. 227. — 
(Saxones) a meridie quidem Francos habentes et partem Thuringorum, quos praecedens hostilis 
turbü non tetigit, et alveo fluminis ünstrotae dirimuntun A septentrione vero Nordmannos, gen- 
tes ferocissimas. Ab ortu autem solis Obodritos, et ab occasu Frisos, a quibus sine intemus- 
sione vel foedere vel concertaüone necessario finium suarum spacia tuebantur. Erant enim in- 

Regcfta hitt. W^estfal. 8 , r^^^r^^r-»^ 

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58 694. 

quieti nimis et finitimorum sedibus infesti, domi vero pacati et civium utilitatibüs placita beni- 
gnitate consuleutes. Translatio S. Alexandri, ap. Pertz. Scriptor. T. IL p. 675. — Positio Saxo- 
niae recte metientibus trigona videlur, ita ut primus angulus in austrum porrigatur usque ad 
Rhenum flumen (nehmlich vermöge des sächsischen Gaues Hamalant, zu welchem unter andern 
Elten noch gehörte; vgl. oben Nr. 69.). Secundus vero inchoans a maritimis Hadeloe regionis, 
longo secus Albiam limite protenditur in orientem usque adSalam fluvium. Ibi est angulus ter- 
tius. Itaque ab angulo ad angulum habens iter octo dierum, praeter eam partem Saxoniae 
quae trans Albiam supra incolitur a Sorabis, infra autem a Nordalbingis. Adam. Brem. HisU 
eccl. lib. I. cap. 1. ap. Lindenbrog. Scriptor. R. Germ, praecip. septentr. p. 1. (Das. wird auch 
Friesland als ein Grenzland Sachsens genannt. Die übrigen Nachrichten dieses Schriftstellers 
sind aus Andern zusammengetragen.) — Saxones ... et natura feroces, et cultui daemonionim 
dediti, nostraeque religioni contrarii, neque divina neque humana jura vel polluere vel trans- 
gredi inhonestum arbitrabantur. Suberant et causae, €[uae cotidie paccm conturbare potcrant, 
termini videlicet nostri et illorum paene ubique in piano contigui, praeter pauca loca , in quibus 
vel silvae majores vel montium juga interjecta utrorumque agros certo limite dist<;rminant, in 
cpiibus caedes et rapinae vel incendia vicissim fieri non cessabant. Einhardi vita Karoli M. 
cap. 7. ap. Pertz. Scriptor. T. IL p. 446. — Non habent regem iidem antiqui Saxones, sed sa- 
trapas plurimos suae genti praepositos, qui ingruente belli articulo mittunt aequaliter sortes, et 
quemcunque sors offenderit, hunc tempore belli ducem onmes sequuntur, et huic obtemperant. 
Peracto autem belle rursum aequalis potentiae omnes fiunt satrapae. Beda Bist. eccl. lib. V. 
cap. 11. — (Saxones) ab initio tam nobiles quam et ad bella promptissimi multis indiciis per- 
saepe clarucrunt. Quae gens omnis in tribus ordinibus divisa constitit; sunt enim inter illos, 
qui Edhilingi, sunt qui Frilingi, sunt qui Lazzi illorum lingua dicuntur; latina lingua hoc sunt: 
nobiles, ingenuiles atque serviles. Nithard. Histor. lib. IV. cap. 2. ap. Pertz. Scriptor. T. H. p. 668. 
— Statute quoque tempore anni semel ex singulis pagis atque ex iisdem ordinibus tripartitis 
singillatim viri duodecim electi et in'unum coUecti, in media Saxonia secus flumen Wiseram et 
locum Mar kl nuncupatum, exercebant generale concilium, tractantes, sancientes et propalan- 
tes communis commoda utilitatis, juxta placitum a se statutae legis. Sed etsi forte belli terra- 
rot exitium, si pacis arrideret gaudium, consulebant ad haec quid sibi foret agendum. Hucbaldi 
vita Lebuini, ap. Pertz. Scriptor. T. IL pag. 361. — Die Gesetze der Sachsen s. in Leibnit. 
Scriptor. Rer. Brunsv. T. I. p. 77. 
In einem besonderen Verhältnisse zu dem Sächsischen Volke scheinen die Nordalbinger gestanden 
zu haben, welche zwar im Allgemeinen als ein Volk Sächsischen Stammes betrachtet, aber in 
der obigen Eintheilung der Sachsen nicht mit begriffen werden, also ihre besondere Verfassung 
gehabt zu haben scheinen. 

— atrox 

Saxonum populus quidam, quos claudit ab austro 

Albia sejunctim positos aquilonis ad axem. 

Hos Nortalbingos patrio sermone vocamus. Poeta Saxo 1. c. pag. 254. — 
(Saxonia transalbiana) clauditur ab occidente Oceano Britannico, a meridie Albia fluvio, ab 
Oriente Pene fluvio, qui currit in mare barbarum, ab aquilone vero Egodore fluvio, qui Danos 
dirimit a Saxonibus. Transalbianorum Saxonum tres sunt populi: primi ad oceanum Thiatmars- 
goi, et eorum ecclesia Mildinthorp; secundi Holteati, dicti a silvis quas accolunt, eos Sturia 
flumen interfluit, quorum ecclesia Sconenfeld; tertii qui et nobiliores Stunnarii dicuntur, eo quod 
seditionibus illa gens frequenter agitur. Adam. Brem. lib. I. cap. 61. 1. c. p. 22. Vgl. Helmold. 
Chron. Slav. lib. L cap. 6. 25. 26. — Die Angabe der Kirchorte gehört zwar einer späteren. 



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695 — Ti». 59 

christlichen Zeit an, ist aber hier znr Bestimmnng der Völkersitze von Wichtigkeit. Vgl. auch 
unten die Nachrichten aus der Zeit Karls des Grossen, an verschiedenen Orten. 

695. 

103. Oktober 3. Die beiden Ewalde (Heuwaldi), welche mit Wilibrord nach Friesland gekommen wa- 

ren (Nr. 99.), und von hier aus, um das Christenthum zu lehren, ach in das Land der Sachsen 
begeben hatten, werden daselbst ermordet. — Ihre Mörder werden, wegen des verletzten Gast- 
rechtes, von dem Richter des Gaues (Satrapa provinciae) bestraft. Beda lib. V. cap. 11. Vgl. 
de SS. Ewaldis duobus presbyteris, in AA. SS. Octobr. T. II. p. 180. sq. — Der Mord der bei- 
den Ewalde soll auf der Grenze der Sachsen und Franken, zwischen Dortmund und Werden, 
wahrscheinlich auf dem sogenannten Mordhofe (nach Andern Nordhof) zu Appelerbek, geschehen 
sein. Vgl. die Anm. zu Kleinsorgens Kirchengesch. v. Westfalen, 1. Th. S. 90. 

696. 

104. Novemb. 22. Wilibrord wird in Rom zum Bischof geweiht. — Nach seiner Rückkehr nimmt er 

semen bischöflichen Sitz in Utrecht (Wiltaburg), welches dadurch für geraume Zeit der Mittel- 
punkt der christlichen Missionen im nordwestlichen Deutschland ynrd. Beda lib. V. cap. 12. 

715, 

105. Nach dem Tode des fränkischen Königs Dagobert III. und des Majordomus Pipin von Heristal, be- 

nutzen die Sachsen die inneren Unruhen im Frankenreiche zu einem Einfalle in das, den Fran- 
ken unterworfene Land der Chattuarier oder Hazzoarier. Annal. S. Amandi, Tiliani et Petav. 
ap. Pertz. Scriptor. T. I. p. 6, 7. AnnaL Fuld. ibid. p. 343. 

716. 

106. Winfrid (nachmals Bonif actus genannt) tritt zum erstenmal als christlicher Glaubensbote in Friesland 

auf, wo jedoch seine Wirksamkeit durch den ausbrechenden Krieg verhindert wird. Willibaldi 
vita Bonif. cap. 4. ap. Pertz. Scriptor. T. II. pag. 338. 

107. Der friesische König Rctdbod (vgl. Nr. 98.) erobert einen grossen Theil Frieslands wieder, wobei 

die begonnene Pflanzung des Christenthums wieder zerstört wird, und dringt im März d. J. bis 
nach Cöln vor , wo der fränkische Majordonras Karl (nachmals MarteU genannt) ihm eine Schlacht 
liefert, aber von ihm besiegt wird und grossen Verlust erleidet. Chron. Moissiac. ap, Pertz. 
Scriptor. T. I. p. 291. Annal. Petav. ibid. p. 7. Wilib. vit. Bonif. 1. c, 

717. 

108. Während Karl und Bagenfrid um den Principat im Frankenreiche streiten, werden die Thüringer, 

nach Vertreibung des fränkischen Herzogs Hetan, genöthigt, sich den Sachsen zu unterwerfen. 
Willib. vita Bonif. cap. 8. 1. c. p. 344. Cf. Vita Kiliani, in AA. SS. Jul. T. tt p. 614. 

718. 

109. Nachdem Karl über seinen Gegner Ragmfrid und dessen Verbündete den Sieg erhalten, bekriegt 

er die Sachsen und verwüstet das Land derselben bis an die Weser. AnnaL Petav. I. c. p. 7. 
Annal. Met. 1. c. p. 324. 

719. 

110. Radbod (vgl. Nr. 107.) stirbt. — Bonifacius kehrt, unter dem Schutze Karls, nach Friesland zurück, 



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60 720 — T28. 

um daselbst das Evangelium zu predigen. AnnaL S. Am., Til. et Petav. 1. c. p. 6. 7. Willib. \ita 
Bonif. cap. 6. I. c. p. Sil. 

720. 
\\l. Karl führt abermals Krieg gegen die Sachsen. Annal. S. Am., TU., Laubac. et Petav, 1. c. p. 6. 7. 
Annal. Quedlinb., Weissenb. et Lamberti, ap. Pertz. Scriptor. T. III. p. 34, 

721. 
412. Karl kehrt aus einem Feldzuge gegen die Sachsen als Sieger zurück. Annal. Lauriss. min. ap. Pertz. 
Scriptor. T. I. p. 114. 

724. 

113. Schreiben des Papstes Gregorius IL an das Volk der Alt- Sachsen, worin er dieselben ermahnt» 

dem Götzendienste zu entsagen, und ihnen den Bischof Äom/aau« empfiehlt. Epist Bonif. ed. 
Würdtwein, pag. 25. — In derselben Sammlung, p. 21 — 27, findet sich eine Reihe hiermit in 
Verbindung stehender päpstlicher Briefe an den Majordomus Karl, an alle Bischöfe, an die 
Thüringer u. a. m. Würdtwein und Adelung setzen zwar diese Briefe in das Jahr 723; allein 
es leidet keinen Zweifel, dass es dieselben sind, von welchen Papst Gregor IL in einem Briefe 
an Bonifacius vom 4. Decemb. 724 (Würdtw. p. 41.) sagt: Igitur Thuringis et Germaniae po- 
pulo ea quae ad animae rcspiciunt utilitatem et salutem scribere non obmisimus etc. und dass 
sie also nothwendig mit diesem gleichzeitig verfasst sein müssen. 

(724 — 741.) 

114. Jun. 30. Schreiben des Papstes Gregorius an Bonifacius, worin des letzteren Verdienste um die 

Predigt des EvangeKums in Sachsen, und besonders die Bekehrung einiger der Vornehmsten 
(Principes) dieses Landes, Namens Cova, Rutdeunc, VtUderic und Dedda, gerühmt werden , auch 
angezeigt wird, dass der Papst, wegen der geringen Anzahl der Arbeiter des Wortes in Sach- 
sen, einen gewissen Z)odo beauftragt habe, den gedachten Personen geistlichen Beistand zu lei- 
sten. D. prid. Kai. Jul. ad sanctum Paulum. Vita Waltgeri, nach dem Original -Codex im Königl. 
Geh. Staats -Archive zu Berlin. — Das Schreiben kann nicht bestimmter als zwischen die ange- 
gebenen Jahre gesetzt werden, da die Jahresbestimmung fehlt, und nicht einmal feststeht, ob 
Gregor IL oder ///. gemeint ist. Letzterer starb im J. 741, und 724 haben, nach dem vor- 
hergehenden Schreiben, wahrscheinlich die Bemühungen des Bonifacius in Sachsen begonnen. 
Eccard. Franc, orient. T. I. p. 471., führt dieses Schreiben, angeblich aus der vita Waltgeri, 
ebenfalls an, legt es aber dem Papste Zacharias bei. Der imter den bekehrten Sachsen ge- 
nannte Dedda war, nach der vita Waltg., der Vater des WaUgerus und hatte seinen Wohnsitz 
in monte Durinberc. 
Von den Verdiensten des Bonifacius um die Bekehrung der Sachsen spricht auch ein Brief des 
Tortheimus an ihn, worin es heisst: Cognovimus tuam piissimam devotionem ferventissimumque 
amorem, quem habes propter beatam vitam, et dextera Domini protegente meditaris die ac 
nocte, ad fidem catholicam atque apostoUcam, pro tuae animae redemptione, corda paganorum 
Saxonum reverti. Epist. Bonif. ed. Würdtw. p. 71. 



728. 
115. Karl führt Krieg in Sachsen. Annal. Petav. 1. c. p. 9. 



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T2 9 — T45, 61 

729. 
116. Karl setzt den Feldzag in Sachsen fort. Annal. Til. et Petav. 1. c. p. 8. 9. 
H7. ifar/ bekriegt die Friesen zur See, tödtet ihren Herzog Poppo, zerstört ihre Götzentempel und 

Haine, und kehrt als Sieger mit grosser Beute zurück. Annal. Fuld. 1. c. p. 344. — Chiron. 

Moissiac. 1. c, Annal. Quedl., Weissenb. et Lamb. 1. c. setzen diesen Krieg in d. J. 734; Annal. 

Met. 1. c. p. 326. in d. J. 736. 

737. 
\'\8. Karl bekriegt aufs neue die Sachsen und nöthigt ihnen Tribut ab. Annal. Fuld. 1. c. p. 345. Ann. 
Lauriss. min. 1. c. p. 415. — Annal. Met. 1. c. setzen diesen Feldzug in d. J. 736. 

738. 

119. JTar^ geht in der Nähe der Lippe -Mündung mit einem grossen Heere über den Rhein, dringt bis 

an die Weser vor und nöthigt die Sachsen zum Frieden, indem er ihnen Tribut auflegt und 
sich dafür Geiseln stellen lässt, wobei jedoch die Sachsen ihre freie Verfassung behalten. 
(Saxones propriae dicioni restituit.) Annal. Met. 1. c. p. 326. Annal. Petav. 1. c. p. 9. — Der 
Friede wurde von den Sachsen nur bis zu Karls Tode (741) gehalten. 

120. Schreiben des Papstes Gregorius IIL an mehrere deutsche Völkerschaften, worin er sie zum Ge- 

horsam gegen den Bischof Bonifadus ermahnt. Epist. Bonif. ed. Würdtw. p. 95. — Ausser den 
Thüringern und Hessen werden genannt: Borthari, welches wohl keine andern als die Brukterer 
sind; Nistresi, die Bewohner des Nithresi- oder Itter- Gaues; Wedrevi, die Wetterauer; Lognai,. 
die Lahngauer, u. a. m. 

739. 

121. Novemb. 6. Wilibrord stirbt. Mabülon Annal. Ord. Bened. (ed. Lucc. 1739.) T. II. p. 107. 

743. 

122. Karlmann, der Sohn Karl Martells, der mit seinem Bruder Pipin, nach des Vaters Tode (741) 

sich in die Leitung des fränkischen Reiches getheiU, zieht zu Felde gegen die Sachsen, welche 
wieder in Thüringen eingefallen waren und den Herzog Odilo von Baieni gegen die Franken 
unterstützten. Anfangs siegten die Sachsen, wobei unter andern der im Heere der Franken 
anwesende Bischof Gerold von Mainz blieb. Nach der Besiegung Odilo' s greift jedoch Karlmann 
die Sachsen mit stärkerer Macht an, schlägt sie bis an die Weser zurück, erobert die Burg 
Hohseoburg (Saochseburg, Ann. Til.), und nimmt deren Befehlshaber, den sächsischen Feldherrn 
Theoderich, gefangen, welcher auf seinen Eid nach Hause geschickt wird, aber den Franken 
die Treue bricht Annal. Einhardi, ap, Pertz. Scriptor. T. I. p. 135. Ann. TU. l c. p. 219. 
Ann. Met. 1. c. p. 328. Othloni vita Bonif ap. Pertz. Script. T. H. p. 347. Annalista Saxo, ap. 
Pertz. Scriptor. T. VI. p. 554. — Dass die hier und später zum J. 748 erwähnte Hohseoburg 
nicht in W^estfalen, sondern in Ostsachsen zu suchen, und mit der Asseburg bei Wolfenbüttel 
identisch ist, haben Wedekind Not. II. S. 168. und Ledebur kritisch. Beleucht. etc. S. 18. u. l 
erwiesen. 

123. März 1. Concilium zu Lestines (Concilium Liptinense), auf welchem unter andern von der Abstel- 

lung heidnischer Missbräuche gehandelt wird. ' Hier wurde auch die berühmte Formel der Ab- 
schwörung des Heidenthums, und des Bekenntnisses zum christlichen Glauben (Forma abrenun- 
ciatioiiis diaboli) für die neubekehrten Sachsen und Friesen — zugleich als eins der ältesten 
Denkmaale der deutschen Sprache von höchst wichtiger Bedeutung — und das Verzeich- 



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62 T44-.758. 

niss der besonders abzuschaffenden heidnischen Missbräuche (Indiculus superstitionnm) aufgestellt 
Epist. Bonif. ed. Würdtw. p. 124. sq. Pertz. Leg. T. I. p. 49. und die Abschwörungsfonuel be- 
sonders, Massmann: die deutschen Abschwörungs-, Glaubens-, Beicht- und Betformelu aus 
dem 8. bis zum <2. Jahrh. S. 21. ff. u. S. 67. 

744. 

424. Karlmann und Pipin ziehen gemeinschaftlich gegen die Sachsen zu Felde, nehmen den vorhin ge- 

dachten Theoderich (ducem illorum, Ann. Met.) abermals gefangen und führen ihn mit sich nach 
Frankreich. Annal. Einh. 1. c. Ann. Met. 1. c. Annal. Saxo 1. c. — Annal. Petav. 1. c. p. 4 4. 
setzen den Feldzug der beiden Brüder in d. J. 745. — In diesen Feldzug gehört ohne Zweifel 
auch der Vorfall, wie Bischof Getvilteb von Mainz, ein Sohn des vorigen Bischofs Gerold, um 
für den Tod seines Vaters (s. Nr. 122.) Blutrache zu nehmen, den Mörder desselben auskund- 
schaften Hess und ihn dann mit eigener Hand verrätherisch tödtete, wovon Bonif actus nachher 
Veranlassung nahm, die Absetzung dieses Bischofs zu bewirken. Othloni vit. Bonif 1. c. 

745. 

425. Karlmann geht wieder mit einem starken Heere nach Sachsen und unterwirft sich einen Theil der 

Grenzbewohner, von denen mehrere sich taufen lassen. Annal. Met. 1. c. p. 328. 

747. 

426. Gripho, ein Halbbruder Karlmanns und Pipins, empört sich gegen diesen, flieht zu den Sachsen 

und lagert sich mit einem Heere derselben zu Orheim (Orhemum) am Flusse Ovacra (Obacrus.. 
Annal. Einh. 1. c. p. 437. Reginon. Chron. ap. Pertz. Scriptor. T. 1. p. 555. Annal. Saxo 1. c. 

748. 

427. In Folge der Empörung Gripho s dringt Pipin mit einem Heere der Franken durch Thüringen in 

Sachsen ein , unterwirft sich den sächsischen Schwabengau (Saxones , qui Nordosquavi vocantnr\ 
wo hierauf Viele getauft werden; dann erobert er Hocseoburg, wo er den früher erwähnten 
sächsischen Heerführer Theoderich (s. Nr. 422. u. 424.) zum drittenmal gefangen nimmt, und 
zieht endlich an die Obacra , an deren entgegengesetztem Ufer zwar die Sachsen ein bevestigtes 
Lager hatten (maximam firmitatem statuerunt), aber, weil sie sich dadurch doch nicht genug 
geschützt glaubten, die Flucht ergriffen, worauf Pipin 40 Tage lang fast ganz Sachsen durch- 
streifte, die bevestigten Plätze (castella) zerstörte, und als Sieger wieder heimkehrte. AnnaL 
Met. 1. c. p. 330. — Annal. Einh. und die übrigen zu Nr. 426. angef Schriftsteller erzählen von 
diesem Kriege nichts, sondern melden nur (noch zum J. 747), Pipin habe sich bei dem Orte 
Skahningi (Scahaningi) an dem Flusse Missaha gelagert, wo es jedoch zu keiner Schlacht, son- 
dern zu einem gütlichen Vergleiche gekommen. — Gripho, der weder den Sachsen, noch den 
Franken traute, floh nach Baiem. Annal. Fuld. 1. c. p. 346. — Seine weiteren Schicksale ge- 
hören nicht hieher. 

753. 

428. Pipin (seit 752 König) zieht mit einem grossen Heere nach Sachsen; die Sachsen leisten tapferen 

Widerstand, werden aber zurückgeschlagen, und Pipin dringt bis Rimi an der Weser (Wisura) 
vor. Der Erzbischof Hildigarius (von Cöln) wird in diesem Feldzuge auf dem Berge Juburg 
getödtet AnnaL Einh. 1. c. p. 439. Ann. Met 1. c. p. 331. Annal. Fuld. 1. c. p. 346. 

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T53 — 760. 63 

129. Die Sachsen sehen sich genöthigt, Frieden zu schliessen, stellen Geiseln, bewilligen den christli- 

chen Predigern vollkommene Freiheit, in Sachsen das Christenthum zu lehren und diejenigen, 
-welche sich dazu bekennen wollen, zu taufen, und- versprechen einen jährlichen Tribut vou 
300 Pferden. Annal. Met. 1. c. 

130. Jul. 18. König Pipin bestätigt die Zoll -Privilegien des Klosters Saint -Denys. Unter den auf den 

Märkten in Paris und der Umgegend verkehrenden auswärtigen Nationen werden auch die Sach- 
sen und Friesen genannt. (Omnes necuciantes tarn Saxones quam Frisones vel aliisis nationes 
promiscuas etc.) Bouquet Rer. Gall. et Franc. Script. T. V. p. 699. 

131. Dass Bonifacius (seit 748 Erzbischof von Mainz) um diese Zeit sich auch des, durch WüibrordCs 

Tod verwaisten Bisthums Utrecht annahm (wodurch auch seine späteren Missiönsreisen nacfc 
Friesland veranlasst wurden), erhellet aus seinem Schreiben an den Papst Stephanus, über den 
Zustand der Kirche zu Utrecht; in Miraei Opp. diplomat. et histor. T. I. p. 13. mid König Pipins 
Privilegium für die Kirche S. Martini zu Utrecht, ibid. p. 494. 

754. 

132. Jun. 4. Bonifacius, der in Friesland das Wort Gottes zu verkünden beschäftigt ist, erleidet durch 

die heidnischen Friesen zu Dockum den Märtyrer- Tod. Annal. Fuld. 1. c. p. 347. Willib. vita 
Bonif. cap. 11. L c. p. 349. 

755. 

133. Nach dem Tode des Bonifacius erscheint Willehadus, auch ein Engländer von Geburt, in Friesland, 

predigt am Grabe des Bonifacius, und bewegt viele der Heiden zur Reue über den begangenen 
Mord und zur Taufe. — Er fährt in den folgenden Jahren fort, in Friesland das Christenthum 
zu predigen und die Götzentempel zu zerstören, und findet zwar grossen Beifall, so dass auch 
viele der Edlen ihm ihre Kinder zur Erziehung übergeben; hat aber auch viele Verfolgung und 
Lebensgefahr darüber zu erleiden. Adami Brem. Hist. eccles. ap. Lindenbrog. Script, rer. sep- 
tentr. p. 5. Anskarii vita Willehadi, cap. 2. 3. ap. Pertz. Scriptor. T. II. p. 380. — Nach Lap- 
penberg, Geschichtsq. des Erzst. und der Stadt Bremen, S. 1. Not. 1., soll Willehcuius nicht 
unmittelbar nach dem Tode des Bonifacius, sondern erst 765 nach Friesland gekommen sein. 

758. 

134. König Pipin zieht gegen die' Sachsen zu Felde, dringt, ohngeachtet ihres tapfem Widerstandes und 

ihrer Bevestigungen (firmitates s. munitiones), m ihr Land ein, lagert sich an dem Orte, genannt 
Sitnia (Sithina), und nöthigt, nach mehreren Treffen, die Sachsen zu dem Versprechen, ihm un- 
terthänig zu sein und jährlich 300 Pferde als Tribut zu liefern. Viele Sachsen lassen sich tau- 
fen. Annal. Einh. 1. c. p. 141. Annal. Lauriss. ibid. p. 140. Annal. Met. 1. c. p. 333. Annal. 
Quedlinb. Weissenb. et Lamb. 1. c. p. 36. Chron. S. Pantal. Colon, ap. Eccard. Corp. histor. 
med. aevi T. I. p. 839. — Der Friede wurde bis zu Pipins Tode gehalten. 

(Circ. 760.) 

135. Lebmn (Liafwin), ein christlicher Priester aus England, predigt mehrere Jahre lang das Christen- 

thum unter den Sachsen und Friesen an der Yssel, und erbaut eine christliche Kirche zu De- 
venter. Altfridi vita Liudgeri hb. III. cap. 13. ap. Pertz. Scriptor. T. II. p. 480. Hucbaldi vita 
Lebuini, ibid. p. 360. sq. 



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64 172--773. 

772. 

436. König Karl, seit dem Tode seines Vaters Pipin (f 24. Sept. 768) getheilt mit seinem Bruder Karl- 

mann, und seit des letzteren Tode (f 4. Dec. 771) alleiniger Beherrscher des Frankenreichs, 
hält eine allgemeine Reichsversammlung zu Worms. Hier wird ein Krieg gegen die Sachsen 
beschlossen und gleich darauf begonnen. Annal. Einh. 1. c. p. 154. 

437. Lebuin erscheint, ohngeachtet der Abmahnung eines vornehmen Sachsen Namens Folcbert, vor der 

versammelten Landesgemeinde der Sachsen zu Marklo, um in einer kräftigen Rede die ganze 
Versammlung zur Annahme des Christenthums zu bewegen; er geräth darüber in Lebensgefahr, 
wird aber durch einen andern vornehmen Sachsen, Namens Buto, gerettet. Hucb. vitaLeb. 1. c. 
— Die Begebenheit gehört ohne Zweifel in dieses Jahr, weil dabei der unmittelbar bevorste- 
henden Unterwerfung der Sachsen durch einen benachbarten mächtigen König, womit kein 
anderer als Karl gemeint sein kann, gedacht wird. 

438. Karl dringt in Sachsen ein, erobert das Schloss Eresburg und zerstört die Irmmsul. Annal. Einh. 

1. c. Poeta Saxo 1. c. p. 228. et al. pl. — Was die Irminsul eigentlich gewesen, darüber sind 
die älteren Schriftsteller selbst verschiedener Ansicht. Pervenit ad locum qui dicitur Ermensul. 
Annal. Petav. 1. c. p. 46. Idolum quod Irminsul a Saxonibus vocabatur evertit. AnnaL 
Einh. 1. c. Idolum Saxonum combussit quod dicebant Irmensul. Annal. Juvav. min. ap. 
Perte. Script. T. I. p. 88. 

— Simulacrum quod vocitabant 
Irminsul, cujus similis factura columnae 
Non operis parvi fuerat pariterque decoris. Poeta Saxo 1. c. 
Destruxit fanum eorum quod vocabatur Hirminsul. Chron. Moissiac. 1. c. p. 295. Fannm 
et lucum eorum famosum Irminsul subvertit. Annal. Lauriss. min. 1. c. p. 416. — Ueber die 
Lage der Irminsul vgl. Ledebur kritische Beleucht. einiger Punkte in den Feldzügen Karls d. Gr. 
(Berl. 1829.) L 
139. Da das fränkische Heer durch Mangel an Wasser sehr leidet, ergiesst sich plötzlich aus einem 
Berge in der Nähe des Lagers ein Bach in solcher Stärke, dass dem Bedürfnisse des ganzen 
Heeres dadurch abgeholfen wird. Annal. Einh. 1. c. Poeta Saxo 1. c. p. 228. Annal. Saxo 1. 
c. p. 558. et al. pl. — Dass diese Erscheinung sich auf den Bullerborn bei Altenbecke be- 
ziehe , hat zwar der Fürstbischof Ferdinand von Fürsteuberg Monum. Paderborn, (edit. Lemgov. 
1714) p. 223. sq. für einen Irrthum erklärt, dessen sich Reineccius (m not. ad Poßt. Sax.) 
schuldig gemacht habe; allein seine eigene Erklärung scheint jene Annahme selbst zu bestätig 
gen. Aus der unmittelbaren Erzählung dieses Ereignisses in Verbindung mit dem vorigen ergibt 
sich, dass nicht weit von dem Orte, w-o dasselbe sich zutrug, auch die Irminsul gesucht werden 
muss. Vgl. Ledebur a. a. O. 
110. Karl dringt bis an die Weser vor, wo ihm die Sachsen, für das Versprechen der ungehinderten 
Einführung des Christenthums, zwölf Geiseln stellen müssen, und kehrt darauf nach Frankreich 
zurück. (Eines auferlegten Tributes wird nicht gedacht.) Annal Einh. 1. c. Poeta Saxo 1. c. 
Annal. Quedl. Weisscnb. et Lamb. 1. c. p. 37. Annal. Saxo 1. c. 

773. 
Hl. Während Karl in ItaUen beschäftigt ist, fallen die Sachsen in Hessen ein (dringen bis zu dem 
vcsten Schlosse Buriaburch vor, Ann. Sax.), und richten grosse Zerstörungen an, werden aber, 
bei dem fruchtlosen Versuche, die Kirche zu Frideslar zu zerstören, durch einen plötzlichen 
Schrecken zurückgetrieben. Annal. Lauriss. et Einh. 1. c. p. 152. 153. Poeta Saxo 1. c. p. 230. 
Annal. Quedl. Weissenb. et Lamb. 1. c. p. 37. Annal. Saxo 1. c. — Diese alle gedenken zwar 



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T73 — 775. 6ä 

dieser Begebenheit erst in Verbindung mit den dadurch veranlassten Feldzügen Karls im folg. 
Jahre; aber nach der bestimmteren Unterscheidung des Chron. S. Pantal. 1. c. p. 845., muss 
der Aufstand der Sachsen in das J. 773, die Rückkehr Karls aus Italien und dessen Siege aber 
in das folgende Jahr gesetzt werden. 
1 42. Bei dieser Empörung der Sachsen wurde auch die von Lebutn erbaute Kirche zu Deventer zerstört, 
aber bald darauf von ihm wieder hergestellt. Altfr. vita Liudg. L c. 

774. 
143- Nach seiner Rückkehr aus Italien und einer zu Ingelheim gehaltenen Versammlung, schickt Karl 
vier ve^schiedene Heere nach Sachsen, von denen drei siegreich vordringen, das vierte aber 
gar nicht zur Schlacht kommt. Script, sup. cit. — Die Nachricht des Annal. Saxo 1. c: Karl 
habe in Italien gelobt, im Falle seiner glücklichen Rückkehr, zu Osbrugge in Westfalen ein 
Bisthum zu gründen, beruht auf einer unrichtigen Ansicht des Ganges der Geschichte, und steht 
mit der spateren grundlosen Annahme, dass Osnabrück das älteste Bisthum im Sachsenlande 
sei, in Verbindung. Was Karl eigentlich gelobt hat, ergibt sich aus den Briefen des Papstes 
Hadrian bei Du Chesne T. III. p. 781. 797. 809. u. a. 0. vgl. mit der vita Hadriani, ebd. T. IL 
p. 217., wonach Karl sich ganz im Allgemeinen verpflichtet, Sachsen, im Falle der Eroberung, 
dem Christenthume zuzuführen, die daselbst zu gründenden Kirchen zweckmässig auszustatten 
und dem päpstlichen Stuhle unterzuordnen. An die Auswahl bestimmter Orte zu bischöflichen 
Sitzen konnte noch lange nicht gedacht werden, und in die Gegend von Osnabrück war Karl 
damals noch gar nicht gekonmien. 

775. 

144. Der Krieg gegen die Sachsen wird vom König Karl, nach einer in Düren gehaltenen Versammlung, 

mit allen Kräften fortgesetzt, das Schloss Sigiburg (Siburck) erobert, und das von den Sachsen 
zerstörte Schloss Eresburg wiederhergestellt. Annal. Lauriss. et Einh. 1. c. p. 152 — 155. Poeta 
Saxo 1. c. p. 231. Annal. Quedl. Weissenb. et Lamb. 1. c. p. 37. Annal. Saxo I. c, — Dass 
die hier erwähnte sächsische Veste Sigiburg, Hohensyburg an der Ruhr ist, darüber vgl. Lede- 
bur krit. Beleucht. S. 24. u. f. 

145. Der König dringt bis an die Weser vor, schlägt die Sachsen, die ihn an dem Übergange zu hin- 

dern suchen, bei Brunesberg, und geht über die Weser bis an den Fluss Ovacrus (Ovaccrus, 
Obacerus), wo einer der vornehmsten Sachsen (Dux eorum, Ann. S.) Samens Messt (Hussinon) 
mit allen Ostfalen sich unterwirft und Geiseln stellt. Scriptores sup. cit. — Von dem genannten 
Bessi erfahren wir später, dass er, nach dem frühzeitigen Tode seines einzigen Sohnes, seine 
ansehnUchen Güter seinen Töchteni hinterliess, von denen die älteste, Gisla, an einen Grafen 
Umvan verheirathet, die Klöster (monasteriola) Winithohusen am Harze und Charoltesbach im 
fränkischen Saalgau gründete, denen ihre Töchter Bilihilt und Bruothild zuerst vorstanden. 
Vita Liutbirgae ap. Pertz. Scriptor. T. IV. p. 158. — Bessi selbst begab sich in das Kloster 
Fulda, wo er 804 starb. Vita Liutb. 1. c. 

14ß. Dem König Karl unterwerfen sich auf seiner Rückkehr eben so auch die Engern mit ihrem Herzog 
Bruno, in dem Gau Bucki. Scriptor. sup. cit. — Über die Lage des Bucld- Gaues, dessen Name 
sieh noch in Bückeburg wiederfindet, vgl. Ledebur krit. Beleucht S. 47. u. f. 

147. Der an der Weser zurückgelassene Theil des fränkischen Heeres hat indessen bei Hlidbeki (Lidbiki) 
von den Sachsen einen nächtlichen Überfall erlitten; doch werden diese von dem herbeieilen- 
den Könige geschlagen, und dann auch von den Westfalen Geiseln empfangen, worauf der 

Begesta hUt. Wefttfai. 9 



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66 7T5 — tTT. 

König nach Düren zurückkehrt. Scriptor. sup. cit. — Über die Lage von Lidbeki, and dass dieser 
Ort in dem heutigen Lübbeke zu suchen, vgl. Ledebur krit. Bei. S. 38. u. f. 
U8. Novemb. 12. L^min stirbt. Hucb. vit. Leb. 1. c. p. 364. Altfr. vit. Liudg. 1. c. p. A08. 

776. 

149. Während Karl auf einem Feldzuge nach Italien begriffen ist, erheben sich die Sachsen aufs neue 

zum Kriege, erobern Eresburg, belagern jedoch Sigiburg (Desuburg Ann. S.) vergebens, und 
werden von der Besatzung dieses Schlosses bis an die Lippe zurückgeschlagen. Der König 
kehrt auf diese Nachricht zurück, erneuert, nach einer Versammlung zu Worms, den Krie^ 
gegen die Sachsen, und dringt bis an die Quellen der Lippe vor, wo sich die Sachsen ihm 
unterwerfen und das Christenthum anzunehmen versprechen. Eresburg wird wiederhergestellt, 
und ein anderes Schloss (civitas, quae vocatur urbs Karoli, Ann. Pet.) an der Lippe gebaut- 
Viele Sachsen werden hier getauft und stellen Geiseln, worauf der König nach Worms zurück- 
kehrt. Annal. Lauriss. et Einh. 1. c. p. 154, 155 et sq. Annal. Petav. 1. c. p. 16. Poela Saxo 
1. c. p. 232. Annal. Saxo 1. c. p. 559 (etwas abweichend). 

150. August 25. Gregorius, Abt zu Utrecht, ein Schüler des Bonifacius und Lehrer Liudgers Tvgl. unten];, 

stirbt. Mabillon Annal. Ord. Benedict. T. II. p. 218. — Sein Nachfolger wird Alhericus. 

151. König Karl übergibt dem Abte Sturmius zu Fulda, einem Schüler des Bonifacius, die geistliche 

Aufsicht über den grössten Theil des zum Christenthume zu bekehrenden Sachsenlandes, worauf 
Sturmius daselbst predigt und an der Zerstörung der heidnischen Heiligthümer arbeitet. Eigilis 
vita Sturmii, cap. 22. ap. Pertz. Scriptor. T. IL p. 376. 

152. Willehadus, der schon viele Jahre in Friesland das Evangelium gepredigt (vgl. Nr. 133.), wird vom 

König Karl nach Sachsen und zwar in den Gau Wigmodia gesandt, um daselbst zu lehren und 
Kirchen aufzurichten, welches derselbe bis 781 treuUch und mit solchem Erfolge ausrichtet, 
dass sowohl die Sachsen in dieser Gegend, als die benachbarten Friesen sich zum Christenthume 
bekennen. Anskar. vita WUleh. I. c. p. 381. — Primus omnium doctorum (WUlehadus) maritimas 
et boreales Saxoniae partes ac transalbinos populos ad christianam fidem provocavit Adam. 
Hist. eccl. 1. c. p, 6. und mit denselben Worten Annal. Saxo 1. c. p. 562. — Nach ersterem 
hatte Willehadus bis zu seiner Flucht (s. Nr. 169.) sieben Jahre gelehrt. 

153. lAudger, ein Abkömmling einer vornehmen, schon christlichen Familie in Friesland, Schüler des 

Abtes Gregorius zu Utrecht, und Alcuins, damals in England, erhält, als Alhericus (vgl. Nr. 150.) 
zu Cöln zum Bischöfe ordinirt wird, gleichzeitig ebendaselbst die Priesterweihe, und bewirkt, 
im Auftrage des neuen Bischofs Alhericus, die Wiederherstellung der von den Sachsen nach 
Lebuins Tode abermals zerstörten christUchen Kirche zu Deventer, worauf er als Prediger des Chri- 
stenthums in Friesland mit grossem Segen arbeitet. Altfr. vita Liudg. lib. I. cap. 14. sq. 1. c. p. 408. 

154. Um diese Zeit lebte unter den Friesen ein Blinder Namens Bemlef, welcher Lieder von den Thaten 

der alten Könige und Helden sang, und durch JJudger von seiner Blindheit geheilt, zum Chri- 
stenthume bekehrt und später dessen Gehilfe wurde. Altfr. lib. II. cap. 1. 2. I. c. p. 412. 

777. 

155. Karl veranstaltet, nachdem er das Osterfest zu Nimwegen gefeiert, eine allgemeine Versammlung 

zu Paderborn (Padrabrun, Paderbrunnen, Patresbrunna) , wo sowohl Franken als Sachsen 
zusammen kommen und wo er auch die Gesandten der Saracenen aus Spanien empfängt. W7- 
dukint, einer der vornehmsten unter den Westfalen, erscheint nicht bei der Versammlung, son- 
dern flieht zu dem Könige der Dänen, Sigifrid, Die übrigen Sachsen erneuern ihre Unterwer- 
fung unter den König, und viele werden getauft, worauf der König nach Aachen zurückkehrt. 



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T77 — 779. 67 

Annal Lauriss. et Einh. l c. p. 156. 457. sq. Poeta Saxo 1. c. p. 234. Annal. Saxol. c. p. 559. 
— Nach letzterem schwuren die Sachsen dem König: ut perderent ingenuitatem et omnem he- 
reditatem, nisi servarent susceptam Christianitatem et promissam fidelitatem Regi et filüs ejus 
et regno Francorum, 

156. Die Frauken bauen zu Paderborn eine Kirche. Annal. Petav. 1. c. p. 16. 

778. 

157. Während Karl gegen die Saracenen zu Felde hegt, ergreifen die Sachsen, unter Widukints Füh- 

rung, aufs neue die Waffen, dringen bis an den Rhein vor, und richten auf dem rechten Rhein- 
ufer, von Deutz bis zur Mündung der Mosel, imd im Lahngau, besonders an den christlichen 
Kirchen grosse Verwüstungen an. Annal. Lauriss. et Einh. L c. p. 158. 159. — Unter andern 
zerstörten die Sachsen die von den Franken an der Lippe erbaute Burg (s. Nr. 149.), Annal. 
Petav. L c. p. 16. und das Kloster S. Martini zu Cöln, Chron. S. Mart. Colon, ap. Pertz. Scriptor. 
T. II. p. 214 

158. Auch dem Kloster Fulda, bis in dessen Nähe, im Lahngau, die Sachsen vordrangen, droht von 

ihnen Gefahr, so dass der Abt Sturmius mit seinen Klosterbrüdern und mit den Gebeinen des 
heil. Bonifacius die Flucht ergreift. Annal. Fuld. 1. c. p. 349. Eigil. vita Sturm. 1. c. p. 376. 

159. König Karl, der in Auxerre die Nachricht von dem Vordringen der Sachsen erhält, schickt ihnen 

die Ostfranken und Alamannen entgegen, von denen die Sachsen, die sich schon wieder zurück- 
gezogen hatten, im Hassi-Gan am Flusse Aderna bei dem Orte Liesi (Lihesi) eingeholt, geschla- 
gen und zerstreut werden. Annal. Laur. et Einh. et al. Script, sup. cit. 

779. 

160. Karl hält, wegen des Krieges mit den Sachsen, eine grosse Versammlung zu Düren, geht dann 

bei Lippeham über den Rhein, schlägt die Sachsen bei Bocholt (Buochol, Ann. S.), unterwirft 
sich ganz Westfalen, dringt bis an die Weser vor und lagert sich bei MedofulU, wo auch die 
Angern imd Ostfalen sich aufs neue unterwerfen und Geiseln stellen, worauf der König nach 
Worms zurückkehrt. Annal. Einh. 1. c. p. 161. Poeta Saxo 1. c. p. 235. Annal. Saxo 1. c. 
p. 559. — über Medofulli vgl. Ledebur krit. Bei. S. 67. u. f. 

161. August. . Aufenthalt des Königs Karl in Paderborn, erwiesen durch eine Urkunde desselben für 

das Stift S. Maximin bei Trier; act. Patresbronna fisco nostro, mense Augusto a R. XI. Schaten 
Bist. Westphal. (edit. Monaster.) p. 314. Hontheim Bist. Trevir. diplom. T. L p. 139. Vgl. Pa- 
pebroch. Propyl. in Act. SS. April. T. II. p. X. mit Abbild. Tab. 3. — Die Echtheit dieser Ur- 
kunde ist verschiedentlich angefochten worden; vgl. MabiUon de Re diplom. lib. III. cap. 1. §. IV. 
Doch erscheinen die Gründe gegen ihre Echtheit unerheblich, wie denn auch Mabillon die Ur- 
kunde nicht geradezu verwerfen, sondern, wegen gewisser Eigenthümlichkeiten, nur nicht als 
Muster gelten lassen will. — Das bei Papebroch 1. c. abgebildete Siegel mit einem unbärtigen 
Kopfe, welches so vielen StoflF zum Streite geliefert hat, zeigt allerdings nicht das Bildniss 
Karls d. Gr,\ allein es ist bekannt, dass man im Mittelalter oft mit antiken Gemmon siegelte 
(vgl. Wiggert: wie man antike Gemmen im Mittelalter zu Siegelstempeln benutzte; in d. N. Mit- 
theil, des Thür. Sachs. Vereins, Bd. VII. Bft. 4.), und eine solche liegt auch hier unverkennbar 
vor, wodurch also die Glaubwürdigkeit der Urkunde eher erhöht als geschwächt wird. 

162. December 17. Sturmius, der während des Feldzugs mit seinen Gefährten von dem König in Eres- 

burg zurückgelassen worden, und von da, nach des Königs Rückkunft, in sein Kloster Fulda 
zurückgekehrt war, stirbt daselbst. Eigil. vita Sturm. 1. c. p. 377. 

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68 780 — t82. 

780. 

163. Karl rückt aufs neue mit einem grossen Heere in Sachsen ein, zieht überEresburg an die QueBen 

der Lippe, wo er eine Versammlung hält, dann nach Ostsachsen, wo an dem Orte Orhaim 
(Horheim) an dem Flusse Obacrus viele Sachsen aus dem Bardongau und Nordleute getauft 
werden; er unterwirft sich das ganze Land bis zur Elbe (Albia, Alvea; ad fluvium magnum 
Heilba, Ann. Lauresh.), und lagert sich an der Mündung der Ora, wo auch viele der heidni- 
schen Slaven (Winithi) sich ihm unterwerfen. Nachdem der König hier die Angelegenheiten der 
Sachsen und der jenseit der Elbe wohnenden Slaven geordnet, kehrt er zurück, um nach 
Italien zu gehen. Annal Lauriss. et Einh. 1. c. p. 160. 161. Annal. Petav. I. c. p. 16. Pocta 
Saxo 1. c. p. 236. Annal. Saxo 1. c. p. 559. 

164. Karl vertheilt christliche Bischöfe und Priester (als Missionare) in die einzelnen Gegenden des Sach- 

senlandes, um daselbst zu predigen uud zu taufen. Annal. Lauresham. 1. c. p. 31. — Die da- 
selbst gebrauchten Worte: divisit ipsam patriam (sc. Saxoruam) inter episcopos et presbyteros 
seu et abbates, ut in ea baptizarent et praedicarent ; lassen nur eine vorläufige und temporäre 
Anordnung annehmen; die späteren Schriftsteller, als Annal. Quedl. et Lamb. 1. c. p. 18. Annal. 
Saxo 1. c. p. 560. u. a. haben, durch Übertragung der Begriffe ihrer Zeit auf die Vergangen- 
heit, irrthümlich an eine wirkliche Eintheilung in bischöfliche Diöccsen gedacht, welche sie die- 
sem oder dem folgenden Jahre zuschreiben. Abgesehen von diesem allgemeinen Irrthume, ist 
es besonders eine ganz unhaltbare Angabe, wenn schon damals Hildegrim, der Bruder ZiWgr«-«, 
das Bisthum Seligenstadt oder Halberstadt erhalten haben soll, da derselbe urkundlich weit 
später noch in Gesellschaft seines Bruders und als Diaconus erscheint. (S. Nr. 204. u. f.) 

165. Wahrscheinlich um diese Zeit und in Folge der vorhin gedachten Massregel geschah es, dass ein 

Geistlicher, Namens Bernrad, von dem König Karl als Lehrer des Christenthums zu den west» 
liehen Sachsen (in der nachmaligen Diöcese Mimigardevord oder Münster) gesandt wurde. Vita 
Liudgeri secunda, ap. Pertz. Scriptor. T. IL p. 411. not. 13. 

166. Da Karl die Verhältnisse noch nicht geeignet findet, bleibende kirchliche besonders klösterliche 

(zugleich der wissenschaftlichen Bildung dienende) Stiftungen in Sachsen aufzurichten, so sucht 
er dadurch vorzuarbeiten, dass er die, als Geiseln oder Gefangene zu seiner Verfugung ge- 
kommenen Sachsen in fränkische Klöster vertheilt und daselbst in der Religion und den Wissen- 
schaften unterrichten lässt. Auf diese Art wurden unter andern viele in dem Kloster Corbeia, 
das in besonders gutem Rufe stand, erzogen. Hist. translat. S. Viti, ap. Pertz. Scriptor. T. IL 
p. 577. — Dass Karl die Stifter und Klöster vorzüglich auch zu wissenschaftlichen Zwecken 
bestimmte, erheUet aus seiner Verordnung, bei den bischöflichen Kirchen und Klöstern Schulen 
zum Unterricht in den Wissenschaften und der Beredsamkeit zu halten. Schaten H. W. p. 344. 
Die hier eingerückte undatirte Encyclica ist an den Abt Baugulf zu Fulda gerichtet, fallt also 
zwischen die Jahre 780 und 800, da jener' Abt von 780 bis 803 im Amte stand, Karl aber, 
der sich in derselben noch König nennt, nach 800 den Titel Imperator führte. 

782, 

167. Cm in Sachsen eben so, ^c es bei den Franken alljährlich geschah, eine allgemeine Versammlung 

zu halten, geht Karl mit dem fränkischen Heere bei Cöln über den Rhein und lagert sich an 
den Quellen der Lippe (ad Lippibrunnen) , wo er aus den Edelsten der Sachsen Grafen wählt, 
auch die Gesandten des Königs der Dänen, Sigifrid (Godifrid, Ann. S.), empfängt. Annal. Lau- 
resham. 1. c. p. 32. Annal. Lauriss. et Einh. 1. c. p. 162. 163. Poeta Saxo 1. c. p. 237. AnnaL 
Quedl. 1. c. p. 38. Annal. Saxo 1. c. p. 560. 

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T82 — 783. 69 

468. Als der König, nach geendigter Versammlung, über den Rhein zurückgegangen, kehrt Widukint, 
der zu- den Normannen geflohen war, in sein Vaterland zurück und reizt die Sachsen aufs neue 
zum Abfall. Gleichzeitig waren die zwischen der Elbe und Saale wolinenden Sorben in Thü- 
ringen und Sachsen eingefallen; die Hofbeamten des Königs, Adalgis, Geilo und Worad, welche 
ihnen mit dem Heere der Ostfranken und Sachsen entgegen gehen sollten, werden durch den 
von Widukint geleiteten Aufstand der Sachsen hieran verhindert, und ziehen mit dem ostfrän- 
kischen Heere gegen die Sachsen, während zugleich der Graf Theoderich, ein Verwandter des 
Königs, mit den in Ripuarien eilig zusammengezogenen Truppen in Sachsen einrückt. Die Fran- 
ken gehen bis an den Berg Suntal an der Weser vor; die Eifersucht ihrer Heerführer verur- 
sacht, dass sie hier mit grossem Verlust geschlagen werden, wobei zwei von jenen, Adalgis 
und Geilo, nebst vier andern Grafen ums Leben kommen. Annal. Einh. et al. Script, sup. cit. — 
Dass der Schauplatz der für die Franken so unglücklichen Schlacht in der Gegend von Haus- 
berge zu suchen ist, beweisen Grupcn Observat. Rer. et Antiq. Germ, et Rom. S. 327 u. f. und 
Ledebur krit. Bei. S. 77. u. f. 

169. Wiüehadiis sieht sich durch die Empörung der Sachsen genöthigt, aus Wigmodi nach üt-Riustri 
zu fliehen, und geht von da zu Schiffe nach Rom; mehrere seiner Schüler und Gehilfen aber 
werden von den Sachsen getödtet. Ansk. vita Willeh. 1. c. p. 384. 

470. Auch Littdger wird aus Friesland, wo er in das siebente Jahr eifrig gelehrt hatte, vertrieben, und 

die christlichen Kirchen daselbst zerstört. Liudger geht indessen mit seinem Bruder Hildigrim 
und einem andern seiner Schüler, Gerbert mit dem Beinamen Castus, nach Rom und von da 
in das Benedictiner- Kloster bei Bonevent, wo er sich mit der Ordensregel des heil. Benedict ^ 
bekannt macht, in der Absicht, später ein Kloster nach derselben Regel zu stiften. Altfr. Hb. L 
cap. 48. 1. c. p. 440. 

471. Karl zieht selbst mit einem eilig zusammengezogenen Heere nach Sachsen, und gelangt siegreich 

bis an den Ort, wo die Aller in die Weser mündel. Hier unterwerfen sich ihm die Sachsen 
wieder; er aber lässt — da der Urheber des Aufruhrs, Widukint, abermals zu den Normannen 
entflohen war — 4500 Schuldige, die ihm ausgeliefert worden, bei Verden (Fardi) an einem 
Tage enthaupten. Annal. Lauriss. et Einh. 1. c. p. 464. 465. Poeta Saxo 1. c. p. 239. AnnaL 
Quedl. 1. c. p. 38. Annal. Saxo 1. c. p. 560. — Viele Sachsen werden in das Land der Franken 
ausgeführt. Annal. Petav. 1. c. p. 47. 

783. 

472. Nachdem Karl den Winter zu Thionville (Theodone-villa) zugebracht und daselbst das Leichen- 

begängniss seiner am HinMnr»lfahrtsabend (30. April) verstorbenen Gemahlinn Hildegardis gefeiert, 
zieht er, auf die erhaltene Nachricht von einem abermaligen allgemeinen Aufstande der Sach- 
sen, mit seinem Heere gegen sie, und schlägt sie bei Detmold (Theotmalli, Theotmelli, Thiet- 
malli) , so dass nur Wenige entkommen. Von dem Schlachtfelde nach Paderborn zurückgekehrt, 
erfährt er, dass die Westfalen sich an der Hase (Assa, Ann. Pet.) zusammengezogen haben, 
greift sie daselbst an, schlägt sie ebenfalls, geht dann über die Weser bis an die Elbe, und 
kehrt, nachdem er sich alles unter^'orfen, nach Worms zurück. Annal. Lauriss. et Einh. 1. c. 
p. 464. 465. Annal. Petav. 1. c. p. 47. Poeta Saxo 1. c. p. 239. Annal. Saxo 1. c. p. 560. — 
Die beiden Schlachten bei Detmold und an der Hase, die im Laufe eines Monats statt fanden, 
waren die grössten, und die einzigen regelmässigen Schlachten des ganzen Sachsenkrieges. 
Einhardi vita Karoli cap. 8., 1. c. p. 447. 

473. Dass Karl, nach der erwähnten Schlacht an der Hase, sich einige Zeit in dieser Gegend aufgehal- 

ten und an dem Orte Osnabrück eine Kirche oder Kapelle gebaut habe , ist an sich zwar nicht 

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7Ö T84. 

unglaublich; wenigstens könnte dieselbe nicht später, als in diesem oder dem nächstfolgenden 
Jahre entstanden sein, wenn, nach der Erzälilung einer Urkunde Ludungs des Deutschen von 
864, der im J. 784 verstorbene Bischof £|gfi7/9*t'/A von Lüttich sie noch geweiht haben soll. Dass 
jedoch die eben gedachte Urkunde unecht ist, wird an seinem Orte gezeigt werden (vgl. Nr. 255.; ; 
auch berichtet kein einziger gleichzeitiger Geschichtschreiber etwas von einem solchen Kirchen- 
bau; und wenn man der Tradition auch wirklich die einfache Thatsache des Baues einer Kirche 
zugeben kann, so folgt daraus weder die gleichzeitige Stiftung eines Bisthums, noch würde 
diese Kirche die älteste im Sachsenlande sein, da jedenfalls die Kirche zu Paderborn (vgl. 
Kr. 156.) ihr an Alter vorgeht. Das spätere Vorgeben, Osnabrück sei das erste Bisthum in 
Sachsen gewesen, ist vielmehr, eben so wie die angeblich dafür sprechenden Urkunden (siehe 
Kr. 255.) erdichtet. 

784. 
474. Da die Sachsen, unterstützt von einem Theile der Friesen, sich abermals empören, so geht A'arl 
bei Lippehani über den Rhein, verheert Westfalen und kommt bis an die Weser bei Huculbi. 
Annal. Lauriss. et Einh. 1. c. p. 166. 167. Poeta Saxo 1. c. p. 239. Annal. Saxo 1. c.p. 560. — 
Den Ort Huculbi sucht Pertz (ad Annal. Lauriss. 1. c.) in dem heutigen Petershagen, dessen 
alter urkundlicher Käme Hockeleve.n oder Hockein war; Grupen Orig. Germ. U. S. 191. und 
Lcdebur krit. Bei. S. 87. in Oyel in der Grafschaft Hoya, welches in einer Urkunde von 987 
Oculen genannt wird. 

175. Durch grosse Überschwemmungen verhindert, über die Weser zu gehen und im nördlichen Theile 

Sachsens vorzudringen, wendet sich der König — während er seinen Sohn Karl mit einem 
TheUe des Heeres in Westfalen zurück lässt — nach Thüringen, und dringt von hier aus in 
Ostsachsen (zuerst nach Stagnfurd, Ann. Lauriss. Tagnofort, Ann. S.) und dann bis nach Scahningi 
vor. Scriptor. sup. cit. — Den sonst unbekannten und von Stasfurth wohl zu unterscheidenden 
Ort Stagnfurd, glaubt Ledebur krit. Bei. S. 91. in einem Orte Steinford an der Ohre, der noch 
1152 urkundlich genannt wird, und dessen Käme bis in das 15. Jahrhundert in dem eines adli- 
gen Geschlechtes fortdauerte, wiederzufinden. 

176. August 13. Versammlung der Franken und Ostsachsen zu Scanmge in Kord -Thüringen, und Con- 

stitution des Königs: den Ort Seligenstadt, zwischen Oreheim und Scaninge, zu bevestigen, da- 
mit der Bischof für Ost -Sachsen daselbst seinen Sitz haben könne; wenn dies aber nicht an- 
gehe, sollen die königlichen Missi und Comites einen andern Ort zum Sitze des Bischofs aus- 
wälilen. Die Sachsen werden verpflichtet, jeder Kirche einen Mansus anzuweisen, dem Bischof 
und den Priestern den Zehenten zu geben, sich taufen zu lassen und alle heidnischen Gebräuche, 
worunter auch das Verbrennen der Todten, abzuschaffen, und jährlich vor dem 1. Mai die für 
den König bestimmten Geschenke in die curtis Eresburg abzuliefern. Harenberg Monum. histor. 
adhuc ined. 1. Stück S. 90. Pertz. Leg. T. II. P. IL p. 1 . — Über die Echtheit dieser Urkunde, in 
welcher manches an eine spätere Zeit erinnert, und die also nicht über allen Zweifel erhaben 
ist, enthalte ich mich eines entscheidenden Urtheils. • Pertz hat die Verdachtsgründe wenigstens 
so erheblich gefunden, dass er sie nicht unter die echten Constitutionen Karls des Grossen 
aufzunehmen gewagt, sondern in den Anhang gebracht hat. Die sonstigen Streitigkeiten über 
den Ort Seligenstadt gehören nicht hieher; übrigens wird die Errichtung eines Bisthums für 
Ost -Sachsen hier erst in Aussicht gestellt, für die Zeit seines wirklichen Entstehens ist also aus 
dieser Urkunde, auch wenn ihre Echtheit zugegeben wird, durchaus nichts zu beweisen. 
Von der angebUch auf den 20. Jun. (oder nach einer andern, jedoch falschen Lesart, g»r auf den 
21. Mai) dieses Jahres ausgeschriebenen Versammlung zu Stasfurth (vgl. Harenberg 1. c. S. 91.;, 



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784 — 785. 7t 

wird später die Rede sein, da sie, wenn das bekannte Einladungsschreiben zu derselben echt 
ist, wenigstens in eine spätere Zeit gehört. — Im Mai oder Jun. d. J. konnte Karl noch gar 
nicht so weit in Ostsachsen vorgedrungen sein, um ein Placitum in der Nähe der Elbe auszu- 
schreiben. (Vgl. Nr. 257.) 

177. Der König geht von Scaningi nach Worms zurück; sein Sohn Karl der Jüngere trifft aber im Gau 

Dragini (Draigni, Dreni), in der Nähe der Lippe, mit dem Heore der Westfalen zusammen, lie- 
fert ihnen ein Treffen, und kehrt, nachdem er sie in die Flucht geschlagen, als Sieger nach 
Worms zu seinem Vater zurück. Annal. Lauriss. et Einh. 1. c. p. 166. 167. Poeta Saxo 1. c. 
p. 239. Annal. Saxo 1. c. p. 561. — Ob von dieser Schlacht die Gräber bei Beckum her- 
rühren? (Vgl. oben Nr. 27.) — Die Richtigkeit des von Karl d. Jung, angeblich über die Sach- 
sen erfochtenen Sieges wird indessen durch die darauf folgende unerwartete Rückkehr des 
Königs zweifelhaft gemacht. 

178. König Karl zieht mit einem zweiten Heere aufs neue nach Sachsen, feiert im Lager an dem Flusse 

Ambra im Huetta Gau (Waizza-Gau, Ann. Lauriss. Wizza-Gau, Ann. S.), in der villa Liudihi 
(Liuhidi, Ann. S.), bei der sächsischen Veste Skidroburg (Kidrioburch , Ann. S.) das Weihnachts- 
fest, pnd rückt bis Rimi, am Zusammenflusse der Weser und Wahama (Wachna, Ann. S.) vor; 
da afcer die Jahreszeit und Überschwemmungen ihm kein weiteres Vordringen gestatten, kehrt 

er n^ch Eresburg in Winterquartire zurück. Scriptor. sup. cit. 
I 

785. 

179. König la'arl, nachdem er seine Gemahlinn Fastrada und seine Kinder nach Eresburg kommen lassen, 

feierjl daselbst das Osterfest und verweilt in diesem Orte bis in den Junius. Während dieser 

%^ lässt er das Schloss Eresburg neu bevestigen und eine Kirche daselbst bauen , und unter- 

v^iimmt von hier aus Streifzüge in alle Gegenden des Sachsenlandes, durch welche er den Sach- 

I sen vielen Schaden thut. Annal. Lauresham. 1. c. p. 32. Annal. Einh. 1. c. p. 167. Poeta Saxo 

/ 1. c. p. 340. Annal. Saxo 1. c. p. 561. 

180/. Junius. . Grosse Versammlung zu Paderborn, auf welcher der König Gesetze für die unterworfenen 
Theile Sachsens (Capitula de partibus Saxoniae) aufrichtet. — Gottesfriede und Asylrecht der 

< christlichen Kirchen. Auf gewaltsame Verletzung und Beraubung der Kirchen, muthwillige Über- 

tretung der grossen Fasten, Mord eines Geistlichen, Mord eines Menschen wegen angeschuldig- 
ter Zauberei, Verbrennung der Leichen, Verweigerung der Taufe, Götzenopfer und Misbrauch 
der Hostie zu heidnischer Zauberei, Verschwörung mit den Heiden gegen die Christen, Treue- 
bruch gegen den König, Raub einer Tochter des Herrn, und Ermordung des Herrn oder der 
Herrinn, wird die Todesstrafe gesetzt, die jedoch durch kirchliche Busse abgewendet werden 
kann. Jede Kirche soll von den zu ihr gehörigen Landes -Eingesessenen mit einer Curtis und 
zwei Mansis ausgestattet, von je 120 Menschen ein Knecht und eine Magd (d. h. ein Paar eigen- 
hcriger Leute) an dieselbe überlassen, und von allem Ertrag des Landes der Zehente an die 
Kirchen und Priester entrichtet, auch von allem, was für den königlichen Fiscus einkömmt, der 
Zehente an die Kirchen abgegeben werden. An Sonn - und Festtagen sollen , ausser dringenden 
Nothfällen, keine Versammlungen in weltlichen Angelegenheiten statt finden. Die Leichen der 
christlichen Sachsen sollen auf die Kirchhöfe, und nicht zu den heidnischen Grabhügeln bestat- 
tet werden. Versäumniss der Taufe der Kinder innerhalb ihres ersten Lebensjahres, unstatthafte 
Ehebündnisse, heidnische Gelübde, Verheimlichung der Räuber und anderer Übelthäter, und 
andere Vergehungen werden mit Geld oder Verlust der persönlichen Freiheit gebüsst; auf die 
Ermordung eines Grafen steht die Einziehung des ganzen Erbes. Die Grafen sollen unter ein- 
ander Frieden halten und ihre Streitigkeiten von dem König entscheiden lassen. Allgemeine 

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72 T85. 

Versammlungen aller Sachsen sollen nur statt finden, wenn der Missus auf ausdrücklichen Be- 
fehl des Königs eine solche ausschreibt; sonst soll nur jeder Graf in seinem Amtsbezirke Ver- 
sammlungen halten. Pertz. Leg. T. L p. 48. 

481. Nach der Versammlung in Paderborn durchzieht der König ungehindert ganz Sachsen, kommt bis 

nach Dersia und zerstört die Bevestigungen der Sachsen jenseit der Weser. Annal Petav. 1. c. 
p. 17. — Über den Gau Dersia oder Dersaburg vgl. Wedekind Noten I. S. 261. u. f. Ledebur 
krit. Bei. S. 100. u. f. Ohne Gmnd will Pertz a. a. 0. für Dersia Hessia lesen. 

482. Der König verweilt im Bardengau, wo sich die übrigen Sachsen ihm wieder unterwerfen, und 

knüpft von hier aus mit Widvlunt und -466/0 (Albion, Ann. S.), die sich jenseit der Elbe auf- 
halten, Unterhandlungen an, in deren Folge sich diese, nach versicherter Amnestie, in Attigiiy, 
wohin der König inzwischen zurückgekehrt, ihm unterwerfen und die Taufe empfangen. Ann. 
Lauresham. 1. c. p. 32. Ann. Einh. 1. c. p. 167. Poeta Saxo 1. c. p. 34ü. Annal. Saxo 1. c. 
p. 561. — Von Widukints ferneren Schicksalen ist nichts zuverlässiges bekannt, als dass er, 
nach empfangener Taufe , von Attigny in seine Heimath zurückkehrte und da , wo vorher Götzen - 
bilder standen, christliche Bethäuser erbaute. Vita Mathildis, ap. Pertz. Scriptor. T. IV. p. 285. 
— Desto mehr ist er in der Folge Gegenstand der Sage geworden. Vgl. die Sagen vom 
Könige Weking; mitgeth. von Redeker, in den W^estfäl. Provinzialbl. I. B. 4. H. (Mind. 4834.) 
S. 37. u. f. — Seinen Tod und seine Nachkommen betreifend, vgl. Nr. 258. 

483. Schreiben des Königs Karl an Offa, König von Mercia, worin er diesem von den Unterwerfung 

und Taufe der sächsischen duces Wühimund (sie) und Albion Nachricht gibt. S. d. Baluz. Ca- 
pitular. Reg. Franc. T. I. p. 194. unscliicklich bei dem Jahre 774, da es doch einieuchtet, dass 
dieses Schreiben, wenn es echt ist (woran freilich gezweifelt werden kann), erstihieher gehört. 

484. Papst Hadrians L Schreiben an den König Karl, worin er diesem, wegen des erlangten Sieges 

über die Sachsen und der Bekehrung derselben zum Christenthume Glück wünscrihl. S. d. 
Schaten H. W. p. 338. 

485. Willehadus, der aus Epternach, wo er zw^ei Jahre gelebt und seine aus Sachsen zerstreuten» Schil- 

ler gesammelt hatte, zu dem König Karl nach Eresburg gekommen war, kehrt auf dessen Ver- 
ordnung nach Wigmodia zurück, wo er die zerstörten Kirchen wiederherstellt. Ansk. vita 
WiUeh. 1. c. p. 382. 

486. Liudger kehrt nach drittchalbjähriger Abwesenheit in sein Vaterland zurück und wird dem Koni:» 

Karl bekannt, der ihm die geistliche Aufsicht über die fünf friesischen Gaue Hugmerchi, Hu- 
nusga, Fivilga. Emisga, Fidiritga und die Insel Baut überträgt, und bald darauf ihn zugleich 
(anstatt des mittlerweile verstorbenen Abtes Bemrad) zum Bischof über den westlichen Theil 
Sachsens bestimmt. Altfr. vita Liudg. cap. 19. 20. 1. c. p. 410. 411. — Die Vita Liudgeri se- 
cunda, ib. not. 13. berichtet, Liudger habe, aus Eifer für die Verkündigung des Evangeliums 
unter den heidnischen Völkern, das von dem König ihm angebotene Erzbisthum Trier ausge- 
schlagen, und darauf das Bischofsamt in Sachsen erhalten; da aber Alt frid von jenem Umstände 
nichts erwähnt, auch eine Erledigung des erzbischöflichen Stuhls zu Trier um diese Zeit nicht 
bekannt ist, so beruht diese Erzählung entweder auf einem Irrthume, oder das Anert)ieten des 
Erzbisthums und Liudgers Ablehnung desselben muss wenigstens in eine spätere Zeit gehören. 

487. Zu Liudgers bischöflichem Sitze (parochiae sedes principalis) wird der Ort Mimigernevord (oder 

Mimigardevord) im Südergau bestimmt, wo derselbe für seine, nach kanonischer Regel dem 
Herrn dienenden Brüder, ein Monasterium erbaut. Altfr. cap. 20. 1. c. — Altfrid fasst in seiner 
Erzählung die Ereignisse verschiedener Zeiten summarisch zusammen, und wenn man dies nicht 
berücksichtigt, könnte man aus seinen Worten schon jetzt die Errichtung einer förmlichen bi- 
schöflichen Diöcese für Mimigardevord folgern; allein aus den übrigen Zeitverhältnissen ist zu 



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78 5 — T8T. 73 

schliessen, dass Uudger, eben so wie vormals Bonif actus und zu seiner Zeit Willehadus, anfangs 
nur die Stellung eines Missions -Vorstehers einnahm, dessen Amtsbezirk hauptsächlich durch den 
Umfang seines persönlichen Wirkens bestimmt wurde, und daher grösser war, als seine nach- 
malige bischöfliche Diöcese; wobei er jedoch eines bestimmten Wohnsitzes und einer Haupt- 
kirche natürlich schon bedurfte. Erst später und nach vollständig hergestellter politischer Ord- 
nung konnte auch eine Eintheilung des Sachsenlandes in förmliche, festbegrenzte Diöcesen er- 
folgen. Vgl. Nr. 250. 

188. Uudger erhält von dem König Karl die Abtei S. Petri zu Lotusa im Gau Bracbante (theils zu sei- 

ner bessern Subsistenz, theils auch zu einem sichern Zufluchtsorte im Fall einer neuen Empö- 
rung der Sachsen). Altfr. cap. 24. 1. c. p. 411. 

786. 

189. Junius 29. * König Karls Stiftungs- Urkunde des Bisthums Verden (in loco Fardium vocato, super 

Aleram fluvium, in pago qui dicitur Sturmi). Act. Mogunt. 111. Kai. Jul. 786, a. R. XVIII. von 
den Erzbischöfen von Mainz, Trier und Cöln recognoscirt. Schaten H. W. p. 341. und sonst 
öfters; vgl, Hempels Verzeichn. d. Urk. der Hist. v. Nieder -Sachsen; 1. Th. S. 1. am neusten 
Lappenberg Hamburg, ürkundenb. I. S. 1. nach dem, zu Hanover aufbewahrten angebl. Origi- 
nale, das nach L's Ansicht aus dem 11. Jahrhundert herrührt — Dass diese Urkunde unterge- 
schoben ist, ergibt sich sowohl aus der formellen Fassung, namenthch der in den karolinischen 
Urkunden ungebräuchlichen Anrufungsformel, der Air jene Zeit ungewöhnlichen, weitläuftigen 
Einleitung, der eben so ungewöhnlichen Unterschrift von drei Erzbischöfen, der Angäbe des 
Jahres Christi, und der ganzen, einer späteren Zeit nachgebildeten Datums -Formel; als aus 
dem Inhalte selbst, namentlich der Erwähnung des angeblichen ersten Bischofs Suibert, womit 
auf den heiligen Suibert (siehe Nr. 100. 101.) gezielt wird, der doch schon längst gestorben 
war, und der Umschreibung der Diöcesan- Grenzen, in welche Länder jenseit der Elbe auf- 
genommen sind, wohin die Franken damals noch gar nicht gekommen waren. Gegen die 
Richtigkeit der Ansicht, dass um jene Zeit in Sachsen blosse Missions- Stationen bestanden, und 
die förmliche Einrichtung bischöflicher Diöcesen erst viel später erfolgte, ist also aus dieser und 
ähnlichen erdichteten Urkunden nichts zu beweisen. 

787. 

190. Die Sachsen nehmen Theil an dem Heerzuge Karls gegen Tassilo von Baiem, an der Donau. Ann. 

Saxo, 1. c. p. 561. 

191. Julius 13, Willehadus wird, auf Veranstaltung des Königs Karl, in Worms zum Bischof geweiht, 

und als solcher den Ländern Wigmodia, Lara, Riustri, Asterga, Nordendi und Wanga vorge- 
setzt. — Der Sitz dieses Bisthums wurde Bremen. Ansk. vita Willeh. 1. c. p. 383. Chion. 
Moissiac. 1. c. p. 298. 

192. „ 14. * König Karls Stiftungs -Urkunde des Bisthums Bremen. Act in palatio Nemetensi, IL 

Id. Jul. 788, a. R. XXL (sie.) Adami Brem. Hist. ecci. cap. 9. 1. c. p. 6. Alberti Stad. Chron., 
in Kulpisii Vol. Rer, German. p, 192. Baluz. Capitular. T. I. p. 246. Schaten IL W. d. 348. 
u. m. a. Vgl. Hempels Verzeichn. 1. Th. S. 4. am neusten Lappenb. Hamb. Ürkundenb. 1! S. 4. 
mit der Jahrzahl 788. — Auch diese Urkunde ist untergeschoben, wie unter andern die Erwäh- 
nung des Erzbischofs Lullus zu Mainz, der doch schon am 16. Oktob. 786 gestorben war {Hillo, 
bei Albert- Stad., ist ein blosser Schreib- oder Druckfehler, da ein Erzbischof dieses Namens 
in Mainz nicht bekannt ist), die aller Geschichte widersprechende Angabe, dass der König die 
alten Namen und Eintheilungen der zur Diöcese des Willehadus bestimmten Gaue willkürlich 
B.6..U bi... We«r.l. _ tO ^.g.^.^^^ ^y (^OOgle 



74 789. 

verändert habe, und der Widerspruch in der Angabe dieser Gaue mit den Nachrichten der 
Geschichtschreiber (s. Nr. 491.), femer die mit dem damaligen Kanzleigebrauche unver- 
trägliche Recognition der Urkunde durch den Erzbischof von Cöln als Capellanus sacri 
palatii, und die einer jüngeren Zeit angehörige Datums -Formel mit dem Jahre Christi, unwider- 
sprechlich beweisen. Im Datum steckt überdies ein Fehler, denn das angegebene Regierungs- 
jahr und die hidict. XII. würden auf 789 führen, wohin aber die Urkunde so wenig als zu dem 
angegebenen Jahre 788 passt, weil K. Kai^l in diesen Jahren sich in ganz andern Gegenden 
auftiielt. Wäre eine Urkunde dieser Art ausgestellt worden, so könnte es, nach dem genau 
bekannten Datum der Ordination des Willehadus (s. oben), nur 787 geschehen sein. Es ist 
aber viel wahrscheinlicher, dass auch WiUehadus, so wie ehemals Bonifacius vor seiner Inthro- 
nisation zu Mainz, nur die Stellung eines Missionsbischofs einnahm, und dass erst später aus 
seinem Missionsbezirke eine festbegrenzte bischöfliche Diöcese wurde, mithin von einer förmli- 
chen Stiflungs- Urkunde zu jener Zeit noch gar nicht die Rede sein kann. 

789. 

193. Um die den Franken feindlichen Wilzen zu demüthigen, geht Karl bei Cöln über den Rhein, zieht 

durch Sachsen, mit einem aus Ffanken und Sachsen bestehenden Heere, welchem sieh die 
Friesen zu Schiffe auf dem Flusse Habola (Hobola) anschliessen , bis an die Elbe, schlägt über 
diese zwei Brücken (dringt bis an die Pana [Peene] vor, Ann. Lauresh.), unterwirft sich, mit 
Hilfe der ihm verbündeten Sorben und Abotriten, die Wilzen, nimmt von ihnen Geiseln, und 
kehrt, nachdem er auch in den Sächsischen Angelegenheiten das Nöthige geordnet, nach Worms 
zurück. Annal. Lauriss. et Einh. 1. c. p. 174. 175. Ann. Lauresh. 1. c. p. 34. Poeta Saxo 1. c. 
p. 245. Annal. Saxo 1. c. p. 562. — Ob unter dem oben genannten Flusse Habola, die Havel 
zu verstehen, ist an diesem Orte wohl zweifelhaft; wenn aber Ledebur krit. Bei. S. 115. die 
Issel dafiir annehmen will, weil dieser Fluss urkundlich auch Habedol genannt werde, so 
beruht dies auf einem Misverstande , da dieser Name in den a. a. 0. citirten Urkunden nicht 
dem Flusse, sondern dem auf diesem zu entrichtenden Zolle gilt. 

194. Septemb. 28. * König Karl ernennt den Trutmann zum Grafen und zum Schirmvogt der Priester 

in Sachsen. Act. in villa Trutmanni (welches Dortmund sein soll) IV. Kai. Octobr. 789, a. R. 
XXI. Schaten H. W. p. 364. Teschenmacher Annal. Qiv. ed. Ditmar, Cod. dipl. p. 38. — Die 
Unechtheit dieser Urkunde spricht sich sowohl in der durchaus regelwidrigen Fassung, als iii 
dem auf die damaligen Zeitumstände gar nicht passenden Inhalte ganz unverkennbar aus; über- 
dies konnte Karl, bei seiner Rückkehr aus dem Wilzen -Kriege, wenn er auf dem nächsten 
Wege nach Worms ging, nicht nach Dortmund kommen. 

195. Novemb. 8. WiUehadus stirbt (nachdem er noch wenige Tage zuvor, am 1. Nov., die neuerbaute 

Kirche zu Bremen geweiht hatte). Ansk. vita Willeh. 1. c. p. 383. Chron. Moissiac. 1. c. p. 298. 
Annal. Saxo 1. c. p. 562. 

196. Nach Willdiads Tode scheint kein besonderer Bischof für den von ihm verwalteten Missionsbezirk 

eingetreten zu sein. Et credi potest tanto tempore episcopatum Bremensem cessasse, quem- 
admodum et aUos, propter novellam gentis Saxonum conversionem etc. Adam. Brem. lib. I. 
cap. 12. 1. c. p. 7. — Wahrscheinlich hat lAudger sich der Mission in jeiien Gegenden mit an- 
genommen; denn nur daraus erklärt sich liudgers Missionsreise in die von seinem eigentlichen 
Missionsdistrikte ganz entlegene Insel Fosetesland (Helgoland), für welche übrigens die nähere 
Zeitbestimmung fehlt. Liudger unterrichtete und taufte dort unter andern einen Fürstensohn, 
Landricus, welcher nachmals von ihm zum Priester geweiht wurde und viele Jahre lang unter 
den Friesen lehrte. Altfr. \ita Liudg. lib. I. cap. 19. 1. c. p. 410. 

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T89 — 793. 75 

197. *' Eine fabelhafte Tradition setzt in dieses Jahr die Stiftung der Kirche zu Herford, durch WcUtger, 
die doch erst einer spätem Zeit angehören kann. (Vgl. Nr. 289.) 

791. 
498. Sachsen und Friesen nehmen in dem Heere Karls Theil an dessen Kriege gegen die Ungarn oder 
Avaren. Ann. Lauresham. 1. c. p. 34. 

792. 

199. Empörung Pipins, eines uneheUchen Sohnes des Königs Karl, in Frankreich, unter dem Verwände 

der diu^ch die Königinn Fastrada ausgeübten Bedrückungen. Ann. Einh. 1. c. p. 479. — Yer- 
rauthlich ist dies der Krieg in Gallien (Galliarum seditio), auf dessen Veranlassung der Graf 
Ekbei't aus Sachsen in den westlichen Theil des Frankenreiches zog, wo er seine nachherige 
Gemahlinn, die heil. Ida, eine Verwandte des königlichen Hauses (s. Nr. 294.) kennen lernte. 
Vita Idae , ap. Pertz. Scriptor. T. II. p. 570. sq. Man findet für einien solchen Krieg sonst keine 
passende Stelle; dagegen ist es nicht nur an sich wahrscheinlich, dass der König seine Getreuen 
aus verschiedenen Gegenden des Reichs zur Hilfe berief; — Rex coadunavit conventum Fran- 
corum et aliorum fidelium suorum ad Reganesburuge etc. Annal. Lauresham. 1. c. p. 35. 
— sondern es wird auch der sogleich folgende, unerwartete Abfall der Sachsen erklärlicher, 
wenn eine solche Entfernung der dem Könige getreuen Beamten und Verminderung der in 
Sachsen stehenden Truppen voranging; so wie auf der andern Seite das lange verzögerte Ein- 
schreiten gegen die Empörung der Sachsen zu dem Schlüsse auf einen bedeutenden Umfang 
der Empörung in Westfranken berechtigt. 

200. Julius 6. Die Sachsen überfallen und ermorden die Franken in der Nähe der Elbe -Mündung (super 

fluvio Alpia prope mare). Annal. S. Amandi 1. c. p. 44. 
204. Die fränkischen Truppen in Friesland, unter dqpi Befehle des Grafen Theoderich, werden im Gau 
Hriustri an der Weser von den Sachsen überfallen und aufgerieben. Annal. Einh. 1. c. p. 479. 
Poeta Saxo 1. c. p. 249. Beide berichten zwar die Begebenheit erst bei dem J. 793; aber alle 
andere Jahrbücher, als Ann. Petav. I. c. p. 48. Ann. Lauresham. 1. c. p. 35. Ann. Alamann. ibid. 
p. 47. u. a. m. setzen den Anfang der Empörung der Sachsen in dieses, und die allgemeine 
Ausbreitung derselben in das folgende Jahr. 

793. 

202. Allgemeine Empörung (omnimoda defectio) der Sachsen, gleichzeitig mit dem Einfalle der Saracenen 

in Septimanien. Annal. Einh. 1. c. Poeta Saxo 1. c. p. 250. 

203. NeuC; durch Unno und Eilrat angestiftete Verfolgung des Christenthums in Ostfriesland, wobei 

Kirchen verbrannt und die Diener Gottes verjagt werden, also auch Liudger abermals in seiner 
Arbeit gestört und zur Flucht genöthigt wird. Altfr. vita Liudg. üb. I. cap. 49. 1. c. p. 444. — 
Diese abermalige Verfolgung scheint Liudger bewogen zu haben, auf eine feste Niederlassung 
auf fränkischem Boden, jedoch in der Nähe Sachsens und Frieslands, zu denken; denn eben 
von jetzt an beginnen die Veranstaltungen für das nachmalige Stift Werden. 

204. März 22. Liudger, der Sohn Eredgars, schenkt seinem Freunde, dem Priester Liudger, die Hälfte 

seines Erbes zu Berilsi und in dem Walde genannt Seaewald oder Suifterbant. Act. in villa Bid- 
ningahusum, XI. Kai. April. Carli Reg. a. XXV. Unter den Zeugen: Hildigrimus diaconus (Liud- 
gers Bruder). Lacomblet Urkundenb. zur Geschichte des Niederrheins, 4. Th. S. 2. — Diese 
Urkunde zeigt uns den Anfang der Anstalten zu einer von Liudger beabsichtigten geistlichen 
Stiftung, woraus in der Folge das Kloster Werden erwuchs. 



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76 T9I — 795, 

205. Junins 30. Sigimn, der Sohn Gilberts, verkauft dem Priester Liudger einen Theil seines Erbes, 

nehmlich einen Rotten (modicum curtile) zu Hrodbertinga hova, mit drei Äckern und anderem 
Zubehör, namentlich dem Rechte an den Wäldern genannt Sitroth und Huvil. Act in villa 
Widugises hova, II. Kai. Jul. Carli Reg. a. XXV. Lacomblet Urkundenb. I. S. 2. 

794. 

206. König Karl, nachdem er zu Frankfurth am Main (23. März) Ostern gefeiert , rückt mit zwei Heeren 

zugleich in Sachsen ein; das eine führt er selbst von der südlichen Seite aus Thüringen her, 
das andere sein Sohn Karl über Cöln. Da die auf dem Sinotfelde versammelten Sachsen sich 
so von zwei Seiten her angegriffen sehen, unterwerfen sie sich dem König und gehen aus ein- 
ander, der König aber kehrt nach Aachen zurück. Annal. Einh. 1. c. p. 181. Poeta Saxo 1. c. 
p. 251. Annal. Saxo 1. c. p. 562. 

207. Von den Sachsen wird je der dritte Mann ausgeführt. Annal. Fuld. 1. c. p. 351. 

208. Liudger kehrt aus seiner abermaligen Verbannung, nach Verlauf eines Jahres, mit den Seinigon 

wieder zurück, und es